Bilder einer Äthiopienreise

Reisebericht 91 Antworten · 23,1k Aufrufe · gestartet 14. März 2018 von Gu-ko
Themenstarter275 Beiträge · seit 201414. März 2018 · #1

Bilder einer Äthiopienreise
Ein Reiseberichte hauptsächlich in Bilder

Von September bis Mitte Oktober 2017 reisten meine Frau und ich für knapp sechs Wochen durch Äthiopien und Kenia. Schwerpunkt der Reise war Äthiopien (4 Wochen). Nach Kenia wollten wir diesmal nur, um, neben einem kurzen Familienbesuch, ein noch paar Tage nahe Mombasa an den Stränden des indischen Ozeans abzuhängen.

Äthiopien, wenn auch keine klassische Touristendestination, bietet landschaftlich sowie kulturell einige Highlights, die in Afrika und vielleicht weltweit einmalig sind. Das Land gehört zu den ältesten Zivilisationen der Welt, vergangenen Dynastien haben zahlreiche historische Stätten mit Kirchen, Schlössern, Burgen und Palästen hinterlassen.


Felsenkirche in Lalibela


Danakil Depression - Dallol

Absolut faszinierend ist die Danakil Depression, eine abgeschiedene und unwirtliche Salzwüste in der Afar-Region im Nordosten des Landes in Grenznähe zu Eritrea mit ihren Salzseen, vulkanischen Aktivitäten und den Salz-Karawanen der Afar.

In den letzten Jahren muss sich das herumgesprochen haben. Vor allem an den kulturellen ‚Must-Sees“ wie Gonder und Lalibela, begegneten wir internationalen Reisegruppen, aber auch reichlich Individualreisenden, Backpacker, Flashpacker und wie sie sich alle nennen. Auffallend viele kamen aus Israel, aber auch aus China, Europa und den USA.


1st Level Bus

Es gibt aber auch Aspekte unserer Reise, die zwiespältige Gefühle hinterlassen haben. Das hat mit der Mentalität vieler Äthiopier zu tun, denen wir täglich begegneten.

Wir sind in den letzten 10 Jahren durch etliche Länder Ostafrikas gereist. Immer selbst organisiert, mit öffentlichen Verkehrsmitteln und ohne strikte Planung des Reiseverlaufes. Bei dieser Art zu reisen ist man oft auf die Hilfe unbekannter Menschen angewiesen, Taxifahrer, Passanten auf der Straße oder Herumlungerer in Busbahnhöfen. Dabei begegneten uns die Menschen fast immer freundlich, respektvoll und hilfsbereit. Ganz selten gab es mal den Versuch zu betrügen, oder unsere Unwissenheit als Fremde auszunutzen, oder sonstige Unfreundlichkeiten. Auch offene oder gar aggressive Bettelei hielt sich in engen Grenzen.

Anders in Äthiopiern. Betteln und Betrügen ist hier Volkssport. Aber es ist nicht das Betteln an und für sich, was nervt, es ist die penetrante, manchmal aggressive Haltung, die viele Äthiopier gegenüber Ausländern an den Tag legen:

„You are rich - „give me money, give me, give me …“

Braucht man eine Auskunft, oder fragt auf dem Busbahnhof nach einem Bus, hat man plötzlich einen selbsternannten ‚Guide‘ am Hals, der einem penetrant mit Geldforderungen verfolgt. Das erste was wir lernen mussten, war vor jeder Busfahrt den Fahrpreis auszufeilschen. Trotzdem versuchte die Bus-Crew später über erfundene Ferenji-Gebühren nachzukassieren. Unangenehm empfand ich auch, dass die anderen Fahrgäste diese Betrügereien schweigend verfolgten, manche breit grinsend, als würden sie das Schauspiel genießen. Diese Vorkommnisse führten immer wieder zu unangenehmen Situationen und das waren leider keine Einzelfälle.

Selbst kleinste Kinder laufen „You china(*), give me sweets, give me money“ schreiend dem Ferenji hinterher. Und wenn es nichts gibt, fliegen schon mal Steine.

(*) Durch die starke Präsenz Chinas werden hellhäutige Ausländer gelegentlich als "China" betitelt 😉

Natürlich waren nicht alle Äthiopier von der unangenehmen Sorte. Vor allem diejenigen, die im Tourismus arbeiten, Reiseveranstalter, Hotelangestellte, Fahrer, etc. erlebten wir als äußerst hilfsbereite und freundliche Menschen. Ich vermute, wenn man in einer Reisegruppe unterwegs ist, wird man mit dem Straßen-Pöbel wenig konfrontiert. Als Individualreisender muss man alles selber organisieren und man ist auf die Hilfe fremder Menschen angewiesen. Da zeigen sich die Unterschiede.

Insgesamt würde ich meine subjektiven zwischenmenschlichen Erfahrungen wie folgt zusammenfassen: In allen anderen Ländern Ostafrikas waren die Menschen, denen wir auf der Straße begegneten, freundlicher, hilfsbereiter und angenehmer als in Äthiopien.

Reiseverlauf


Unsere Tour führte uns von Addis Ababa zu den Klöstern am Lake Tana, zu den Tisissat-Wasserfällen des Blauen Nils, weiter zu den Burgen von Gonder, den Simen-Mountains, zu den Felsenkirchen von Lalibela, nach Mekele und von dort im Geländewagen durch die Danakil Depression, einer extrem heißen und trockenen Salzwüste. Wir besuchten die Salzkarawanen der Afar, die Schwefelfelder der Dallol-Senke und stiegen auf den aktiven Erta Ale Vulkan.

Dann zurück über Addis in den Süden. Unseren ursprünglichen Plan, über Land (bei Moyale) nach Kenia weiterzureisen, mussten wir ca. 300 km vor der kenianischen Grenze aufgeben. In Konso (Südäthiopien) erfuhren wir, dass Aufgrund von Stammeskonflikten im Grenzgebiet alle Straßen ab Yabelo Richtung Grenzübergang Moyale gesperrt und sämtlicher Busverkehr eingestellt worden war. Uns blieb nichts Anderes übrig, als nach Addis zurückzufahren und von dort nach Nairobi zu fliegen.
Zitierenzuletzt bearbeitet 24. Juli 2018Original ↗
1'619 Beiträge · seit 201514. März 2018 · #2
Hallo Guko
vielen vielen Dank für den Bericht- ich freue mich auf Lesefutter-Deine Berichte sind spannend und ich will doch schon seit über 10 Jahren einmal nach Äthiopien...... irgendwann klapp es auch!
Viele Grüße Elisabeth
2'396 Beiträge · seit 201114. März 2018 · #3
Hallo Gu-ko,
ein Bericht von Dir - da weiß ich wieder, warum ich noch in das Forum schaue.
LG aus dem warmen und sonnigen Puerto de la Cruz,
Karsten
1'068 Beiträge · seit 201314. März 2018 · #4
Hei Gu-Ko,

prima, dass du wieder einen Reisebericht schreibst und deine schönen BIlder zeigst.

Deine/ Eure Art zu reisen ist zwar nichts für mich, aber solche Berichte verfolge ich total gerne!

Gruß
Mabe
319 Beiträge · seit 201214. März 2018 · #5
Hallo Guko,
bin auf die Bilder gespannt. Leider bestätigen deine Aussagen über die Menschen das, was ich von anderen Leuten schon gehört habe. Hatte schon mehrmals überlegt mit dem Rad durch Äthopien zu fahren, weil die Landschaft und die historischen Plätze so vielfältig sind. Aber genau vor den steinewerfenden Kindern, den aggressiven Betteleien wurde ich gewarnt und beim Radfahren gehören die Kontakte mit den Menschen dazu. Bin deshalb durch Eritrea geradelt, was wirklich toll war. Aber dort traf ich auch Individualreisende, welche mir erzählten, daß die Menschen von Eritrea und Äthopien total unterschiedlich sind und sie froh sind, jetzt in Eritrea zu sein.

Erinnert mich auch an meine Radtour durch Jemen. Eigentlich ein schönes und interessantes Land und viele Leute schwärmten davon - die waren aber auch immer mit Guide und Auto unterwegs. Ich hatte viel mit steinewerfenden Kindern zu kämpfen, was mich am Ende die Reise abbrechen ließ um dann durch Jordanien und den Sinai zu radeln (wo es wieder richtig Klasse war).

Bin auf die Bilder gespannt.

toumtoum
Zitierenzuletzt bearbeitet 14. März 2018Original ↗
Themenstarter275 Beiträge · seit 201415. März 2018 · #6
sphinx schrieb:Hallo Guko
vielen vielen Dank für den Bericht- ich freue mich auf Lesefutter-Deine Berichte sind spannend und ich will doch schon seit über 10 Jahren einmal nach Äthiopien...... irgendwann klapp es auch!
Viele Grüße Elisabeth
Hallo Elisabeth,
schreiben möchte ich diesmal gar nicht so viel, eher so eine Art Fotoblog. Aber ganz ohne Text geht es natürlich auch nicht.
Grüße Guko
Themenstarter275 Beiträge · seit 201415. März 2018 · #7
KarstenB schrieb:Hallo Gu-ko,
ein Bericht von Dir - da weiß ich wieder, warum ich noch in das Forum schaue.
LG aus dem warmen und sonnigen Puerto de la Cruz,
Karsten
Danke 🙂
Themenstarter275 Beiträge · seit 201415. März 2018 · #8
Mabe schrieb:Hei Gu-Ko,

prima, dass du wieder einen Reisebericht schreibst und deine schönen BIlder zeigst.

Deine/ Eure Art zu reisen ist zwar nichts für mich, aber solche Berichte verfolge ich total gerne!

Gruß
Mabe
In Äthiopien war es tatsächlich das erste Mal, dass es mich genervt hat, in Öffis zu reisen. Was ganz gut funktioniert sind die Langstreckenbusse, da kann man nicht meckern, bei den lokalen Bussen sieht es anders aus. Aber darüber schreibe ich noch im Bericht.
Themenstarter275 Beiträge · seit 201415. März 2018 · #9
toumtoum schrieb: Hatte schon mehrmals überlegt mit dem Rad durch Äthopien zu fahren, weil die Landschaft und die historischen Plätze so vielfältig sind. Aber genau vor den steinewerfenden Kindern, den aggressiven Betteleien wurde ich gewarnt und beim Radfahren gehören die Kontakte mit den Menschen dazu.
toumtoum
Danke fürs Feedback. Ich war auch ein paar Mal mit dem Fahrrad unterwegs, allerdings in einer anderen Ecke, Äthiopien würde ich mir dazu nicht aussuchen.

Ich habe erst kürzlich einen Reisebericht von einer Fahrradgruppe in Äthiopien gelesen, die auch massive Probleme mit bettelnden Kindern und Jugendlichen hatten, die versuchten sie unterwegs anzuhalten, gelegentlich auch mit Hilfe von Steinen. Sie waren froh, als sie aus Äthiopien wieder draußen waren.
3'882 Beiträge · seit 201116. März 2018 · #10
Hallo Guko,
ist zwar OT, muss ich jedoch loswerden. Ich habe gestern Abend einen Vortrag der Urologin Frau Dr. Teltschik von Fistula e.V. besucht, die in Äthiopien in Addis Abeba und verschiedenen Regionen Behandlungszentren initiiert, Frauen behandelt und betreut, die aufgrund dieser Zisten am Gebärmutterhals sonst dem Elend preisgegeben wären. Ich bin immer noch erschüttert! Vielleicht habt ihr ja solche Frauen wahrgenommen, die aufgrund von Geburten und misslungenen "OPs" auf Dauer Schmerzen erleiden und wegen ihrer permanenten Inkontinenz ausgegrenzt werden.

LG freshy
Zitierenzuletzt bearbeitet 16. März 2018Original ↗
Themenstarter275 Beiträge · seit 201416. März 2018 · #11
freshy schrieb:Hallo Guko,
ist zwar OT, muss ich jedoch loswerden. Ich habe gestern Abend einen Vortrag der Urologin Frau Dr. Teltschik von Fistula e.V. besucht, die in Äthiopien in Addis Abeba und verschiedenen Regionen Behandlungszentren initiiert, Frauen behandelt und betreut, die aufgrund dieser Zisten am Gebärmutterhals sonst dem Elend preisgegeben wären. Ich bin immer noch erschüttert! Vielleicht habt ihr ja solche Frauen wahrgenommen, die aufgrund von Geburten und misslungenen "OPs" auf Dauer Schmerzen erleiden und wegen ihrer permanenten Inkontinenz ausgegrenzt werden.

LG freshy
Hallo freshy,
zu dem von dir angeschnittenen Thema kann ich leider nichts sagen, das war mir neu. Ich habe mich allerdings im Vorfeld unserer Reise u.a. mit dem Thema 'weibliche Genitalverstümmelung in Äthiopien' beschäftigt und bin dabei auf erschreckende Zahlen gestoßen. So schreibt z.B. Ärzte der Welt:

"In Äthiopien wird die Mehrzahl der Mädchen und Frauen beschnitten, in der Region Afar sind es über 90 Prozent.
[...]
In vielen Ländern steht weibliche Genitalverstümmelung inzwischen offiziell unter Strafe. Auch in Äthiopien ist sie offiziell verboten; eine strafrechtliche Verfolgung von Beschneiderinnen findet allerdings meistens nicht statt."
Ärzte der Welt

Guko
6'360 Beiträge · seit 201116. März 2018 · #12
Hoi Gu-Ko

Toll, ein Reisebericht von Dir!
Da hol ich mir doch trotz Bettlerei und Steinen ein Mitfahrbillet! 😎
Und nun hü, los gehts! 😈 😉 😎
Themenstarter275 Beiträge · seit 201416. März 2018 · #13

Addis Abeba – Meskel Square

Addis Abeba

Die meisten Äthiopienreisen dürften in Addis beginnen. Durch die Höhenlage (2000m) ist das Klima angenehm für Europäer. Tagsüber warm, nachts eher kühl. Zumindest war das im September so. Wir verbrachten drei Tage in der Stadt. Eigentlich wollten wir schon am zweiten Tag Richtung Bahir Dar weiterfahren, aber es gab so kurzfristig keine Bustickets mehr in den Langstreckenbussen.

Addis wirkte auf mich zunächst ausgedehnt und unübersichtlich. Unser Hotel (North Addis Hotel) lag etwas außerhalb des Zentrums und so mussten wir oft längere Strecken zurücklegen um unsere Ziele in der Stadt zu erreichen. Mit den blauweißen Taxis kommt man relativ preiswert in der Stadt herum. Man könnte für ein Zehntel des Taxipreises auch einen der zerbeulten Toyota Minibussen nehmen, aber wir zogen die die bequemere Variante vor.

Unsere Fahrten entlang staubiger Straßen führten durch Stadtviertel mit gesichtslosen Häusern und heruntergekommenen Fassaden. Dazwischen immer wieder ausgedehnte Brachflächen, auf denen sich, umgeben von Gestrüpp und Schutt, ärmliche Häuser und Bauruinen drängten.

Weite Teile der Stadt wirken wie eine einzige riesige Dauerbaustelle. Auch in Zentrumsnähe, also der Gegend um den Meskel Square, wird fleißig gebaut. Inmitten von Schlammfeldern stehen halbfertige Prestigeobjekte, Hochhäuser, Einkaufszentren, Wohnblocks. Drumherum einfache Häuser mit rostigen Wellblechdächern. Finanziert und gemanaged wird dieser Bauboom von China.

Das Zentrum um den Meskel-Square wirkt modern und weitläufig. Hier befinden sich Banken, Büros der Fluglinien und die besseren Busgesellschaften. Von dem großen Parkplatz fahren frühmorgens die modernen Überlandbusse der Ethio-Buslinie ab.

Auch wenn Addis Abeba wörtlich übersetzt "neue Blume" heißt, viel Schönheit konnte ich nicht erkennen.


Addis – Meskel Square – Hinten die grünen Ethio-Busse


Addis – Meskel Square – Rechts die Trasse der neuen Stadtbahn


Addis - Zentrum


Addis – Street


Addis – Meskel Square

In den zentralen Geschäftsstraßen sollte man vorsichtig unterwegs sein. Es treiben sich Taschendiebe herum. Oft sind es Kinder oder Jugendliche, die in kleinen Gruppen unterwegs sind. Als Tourist ist man natürlich eine begehrte Beute. Gleich bei unserem ersten Stadtrundgang wurden wir von einer Gruppe Jugendlicher belästigt, die uns immer wieder von verschiedenen Seiten bedrängten. Letztendlich konnten wir sie ohne Schaden loswerden, angenehm war die Begegnung trotzdem nicht. Dass das kein Einzelfall war, bestätigten uns später andere Reisende, die ähnliche Erlebnisse auf den Straßen von Addis hatten.


Addis


Addis


Addis - Die äthiopische Jahreszählung läuft der unseren 7 Jahre und 8 Monate hinterher


Addis - Street

Da die Stadt nicht allzu viel zu bieten hatte, und wir einen Wartetag rumbringen mussten, besuchten wir einige Museen und Kirchen. Darunter auch das Nationalmuseum, wo man zwischen allerlei mehr oder weniger interessanten Exponaten, auch eine originalgetreue Replik von Lucys Gebeinen bewundern kann. Auch das sog. ‚Lucy Baby‘, ein 3,3 Millionen Jahre altes Kinderskelett, wird ausgestellt. Diese vormenschlichen Skelette (Australopithecus Afarensis) wurden in der Wüstenregion Afar im Nordosten Äthiopiens gefunden. Da wollen wir noch hin. 🙂


Selam - Lucy's baby

Hat man noch nicht genug Gebeine gesehen, bietet sich ein Besuch des Red Terror Memorial Museum an, wo, neben diversen Folterinstrumenten und Fotografien, die originalen Schädel und Knochen der Terroropfer des marxistischen Derg-Regimes (ca. 1974) in Schaukästen ausgestellt sind.


Addis – Red Terror Martyrs Memorial Museum


Addis – Red Terror Martyrs Memorial Museum


Addis – Red Terror Martyrs Memorial Museum

Die St.-Georgs-Kathedrale ist ein äthiopisch-orthodoxes Kirchengebäude in traditioneller achteckiger Form. Leider waren Kirche und das angeschlossene Museum geschlossen, als wir sie besuchten.


Addis – Saint George's Cathedral


Addis – Saint George's Cathedral

to be continued... 🙂
Zitierenzuletzt bearbeitet 17. März 2018Original ↗
725 Beiträge · seit 201716. März 2018 · #14
Jetzt nicht mein bevorzugtes Urlaubsgebiet, aber ich lese sehr interessiert mit.
3'882 Beiträge · seit 201116. März 2018 · #15
Guten Abend Guko,
ja, die schlimmen Beschneidungen der meisten Mädchen kamen natürlich auch zur Sprache, obwohl das Thema des Abends die Fisteln waren, die durch Geburtsverletzungen oder bei Kindern z.B. durch Vergewaltigungen entstehen.

Euer Reisebericht mit den beschriebenen Höhen und Tiefen interessiert mich sehr, denn ich vermute, dass ich nicht mehr nach Äthiopien kommen werde. Schon gar nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln! Das finde ich besonders spannend. Also, schreib weiter!

LG freshy
Zitierenzuletzt bearbeitet 16. März 2018Original ↗
Themenstarter275 Beiträge · seit 201417. März 2018 · #16
picco schrieb:Hoi Gu-Ko

Toll, ein Reisebericht von Dir!
Da hol ich mir doch trotz Bettlerei und Steinen ein Mitfahrbillet! 😎
Und nun hü, los gehts! 😈 😉 😎
Schön! 🙂
Themenstarter275 Beiträge · seit 201417. März 2018 · #17
Schneewie schrieb:Jetzt nicht mein bevorzugtes Urlaubsgebiet, aber ich lese sehr interessiert mit.
War auch nie mein bevorzugtes Reiseland, erst als ich Bilder der Danakil Depression sah, hatte ich plötzlich das starke Gefühl, da muss ich mal hin. 😉
463 Beiträge · seit 201517. März 2018 · #18
Hallo,

Vielen Dank für deinen Bericht. 🙂 Ich freue mich mehr Fotos zu sehen.

Viele Grüsse
Carmen
31 Beiträge · seit 201317. März 2018 · #19
Hallo Gu-Ko,

vielen Dank für Deinen Bericht aus Äthiopien.
Gerne lese ich mit und verfolge Eure Route, die mit unserer im Okt/Nov 2017 identisch war.

Aus kaum einem anderen Land, von über 70 bereisten Staaten dieser Welt, sind wir ratloser zurückgekommen.

Wir waren über drei Wochen mit Driverguides unterwegs, da das Selbstfahren außerhalb von Addis nur Botschaftsangehörigen und Mitarbeitern von NGOs gestattet ist, und wir leider nur ein begrenztes Zeitfenster zur Verfügung hatten.

Addis ist aus meiner Sicht eine Stadt mit vielen Gesichtern:
Da ist einmal das internationale Addis mit zehntausenden von Botschaftsangehörigen ( hast Du die US-Botschaft auf dem Weg zum Entoto gesehen?), dem Sitz der UA (von China geschenkt samt zugehöriger Spy -software), einer großen Aussenstelle der EU und Expats vieler Firmen und Lobbyisten aller Branchen. Alle diese Leute wohnen in Gated Communities mit entsprechender Infrastruktur.

Das äthiopische Addis stellte uns wie von Dir beschrieben dar. Unser Hotel war eines der Prestigeobjekte inmitten von Blechhütten und Satellitenschüsseln. Kein Fenster war dicht, Duschen nur unter Lebensgefahr ( das Wasser setzte die Elektrik einer Whirlbadewanne unter Wasser), die Servicemannschaft des Restaurants fand ich einschließlich des Küchenpersonals freudig vereint im Keller vor dem Fernseher. Außerhalb des Hotels war das Essen in kleinen äthiopischen Restaurants erstaunlich gut!

Ganz gewiss berichtest Du noch von verschiedenen Gegebenheiten uns Situationen.
Ich freu mich drauf!

LG
Lollo
Themenstarter275 Beiträge · seit 201418. März 2018 · #20
Tidou schrieb:Hallo,

Vielen Dank für deinen Bericht. 🙂 Ich freue mich mehr Fotos zu sehen.

Viele Grüsse
Carmen
Fotos kommen 🙂
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