REReisefee89Themenstarter10 Beiträge · seit 201807. Feb. 2018 · #1
Hallo Namibia-Fans,
wir werden im Juni zum ersten Mal Namibia besuchen und das mit einem Allrad Camper. Eine grobe Route steht bereits, allerdings fällt die Entscheidung bei so vielen spannenden Ecken dann doch schwer. Da habe ich gedacht, können sich durch Euch eventuell noch ein paar Tipps oder Anregungen ergeben. Zur Zeit ist die Überlegung wie folgt:
1 Nacht Mariental (wir wollen gleich am ersten Tag nach Ankunft weiterfahren, auch wenn es nicht ganz unstressig ist) 2 Nächte Sesriem 1 Nacht Sossuslvei 2 Nächte offen (für evtl. Küste, Erongo, Damaraland) 3 Nächte Etosha 2 Nächte Waterberg 1 Nacht WDH
Nun fehlen bei dieser Planung noch zwei Nächte. Ich denke, ganz runter zu fahren zum Fish River Canyon wird in der Zeit einfach zu viel rumgefahre. Und nun sind wir uns unschlüssig, ob wir von Mariental gleich weiter nach Sesriem fahren oder noch die D707/Tirasberge einbauen. Dafür müsste man vermutlich auch die zwei Nächte einplanen?! Alternativ ist die Überlegung ein bis zwei Nacht/Nächte länger Region Damaraland und evtl. eine Nacht länger Waterberg.
Habt Ihr Empfehlungen bzw. einen Rat? Es sind ja doch schon viele Kilometer, die man abfährt..
Ich danke Euch!!
Reisefreudige Grüße Nadine
Jambotessy2'610 Beiträge · seit 200707. Feb. 2018 · #2
Hallo Nadine, du schreibt 2 Nächte Sesriem und dann 1 Nacht Sosoussvlei - das ist ein Denkfehler! Im Sossousvlei kann man nicht übernachten, du fährst vom Sesriem Campplatz ins Sososusvlei als Tagesbesucher. Da hättest du also noch einen Tag über.
Grüße Jambotessy
Nur im Vorwärtsgehen gelangt man ans Ende der Reise.
(Sprichwort der Ovambo)
1x Togo + Benin (mit TUI), 1x Ruanda + Zaire ( mit Explorer Reisen), 3x Kenia (in Eigenregie mit dem Bodenzelt), 23 x südl. Afrika (in Eigenregie Namibia, Botswana, Zimbabwe, Sambia, Südafrika/ 17x mit dem Dachzelt und 6x ohne Dachzelt)
REReisefee89Themenstarter10 Beiträge · seit 201807. Feb. 2018 · #3
Hallo Jambotessy, vielen Dank für den Hinweis. Das stimmt. 😉 Da kam schon die Reiseaufregung auf.. Ich wollte eigentlich schreiben 2 Nächte Sesriem (Campsite) und 1 Nacht Namib Dune Star Camp. Oder ist das zu viel für die Ecke? Wir würden uns gerne Sossuslvei und den Namib Naukluft Park (Olive Trail) anschauen/durchwandern.
Danke und viele Grüße Nadine
dergnagflow2'534 Beiträge · seit 200707. Feb. 2018 · #4
Canyon ist zu weit. Damaraland. Brandberg, Spitzkoppe und/oder Twyfelfontein würde ich dir empfehlen.
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200607. Feb. 2018 · #5
Hallo Nadine,
wie mein Namensvetter schon schrub, würde ich über eine Nacht an der Spitzkoppe nachdenken. Das ist ein sehr sehenswertes Gebiet. Eine weitere Nacht am Waterberg würde ich persönlich nicht verbringen.
Außerdem würde ich nochmal über den ersten Tag nachdenken. Ab Rehoboth ist die Strecke nach Mariental über die B1 so ziemlich das langweiligste, was Namibia zu bieten hat. Ich würde stattdessen als Einstieg die 25 km zum Daan Viljoen Park fahren, den 9 km-Wanderweg laufen mit großer Chance, den ersten Springböcken, Kudus, Zebras und Co. zu Fuß zu begegnen. Die Übernachtung dann eben dort oder in Windhoek. Am nächsten Tag würde ich dann von Windhoek über den Kupferbergpass, Namibgrens, Spreetshoogte nach Solitaire und weiter nach Sesriem fahren.
Gruß Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Das Namib Dune Star Camp ist Teil der Namib Desert Lodge. Ihr könnt im Dune Star Camp nicht campen, sondern nur auf dem Camping Platz der Lodge, direkt links nach dem Gate.
LG Logi
Gerd19425'538 Beiträge · seit 200808. Feb. 2018 · #7
Hallo Nadine,
erst mal herzlich willkommen im Forum. Ergänzung zu Logi: Und im Dune Star Camp dürft Ihr nur übernachten in Kombination mit einer weiteren Nacht in der Lodge (nicht auf dem Campingplatz).
Frage: Was wollt Ihr mit einer Übernachtung in Mariental? Kilometer schrubben? Vorschlag: Bleibt den ersten Tag in Windhoek. Auch wenn das auf dem Papier noch so verlocken aussieht - Mehr als 80 - 100 km weit fahren am 1. Tag ist nicht drin. Beginnt mit der Passkontrolle und der Gepäckentgegennahme und -kontrolle. Rechne mal mit einer Gesamtdauer von mindestens zwei Stunden. Dann ist es schon 9.00 Uhr. Dann in die Stadt - werdet Ihr vom Camperverleiher abgeholt? Oder wie kommt Ihr sonst rein? 30 Minuten. Übernahme des Wagens: Wenn Ihr das gründlich macht mindestens 1,5 - 2 Stunden. Fahrt in die Stadt zum Einkaufen - mindestens 1 - 2 Stunden. Jetzt ist es Mittag. Die Augen fangen an zu klappern, der Mund wird manchmal so groß wie eine Schiffsveralderampe vom Gähnen, die Mittagssonne scheint Euch (auch im Wagen) auf das Haupt und macht zusätzlich müde. Und dann noch so an die 250 km fahren. Nach etwa 60 km (Ende des Khomas Hochlandes) wird die Pad sehr eintönig, der Asphalt flimmert und das Gähnen kommt immer öfter. Mann, wäre das schön, jetzt ein Nickeeeeeeeeeeerchen manch zu können. Knall - Bum - eingeschlafen und im Straßengraben aufgewacht. Ich würde also entweder in Windhoek bleiben, nach dem Einkaufen einen Campingplatz für die Nacht suchen, dann dort 1 - 2 Stunden schlafen/ruhen und dann eine Stadtrundfahrt mit Abendessen mit Bwana Tucke Tucke machen. Wenn Ihr unbedingt noch fahren wollt, dann fahrt max. 80 km zum Lake Oanob, wo Ihr einen schönen Platz findet. Direkt am See.
Am anderen Tag würde ich über den Spreetshoogte Pass nach Sesriem fahren (habt Ihr schon den Platz gebucht?). Nach Nauchas kommt m. E. die tollste Aussicht Namibias bei der Namib Grens und da würde ich evtl. noch eine Nacht dran hängen und dort oben rumlaufen. Danach gemütlich über Swakop (2 Ü für eine Robben- oder Kayaktour und eine Tour nach Sandwich Harbour, zumindest aber um die Lagune bis zum 2 x 4 Parkplatz am Meer), Spitzkoppe und/oder Brandberg (je 1 - 2 Ü), Etoscha über Outjo, Anderson Gate (habt Ihr in der Etoscha schon Plätze reserviert?), Halali, Namutoni. Raus im Osten und dann wäre mein Favorit Erindi wegen der vielen zusätzlichen Tiere, die man sonst nur im Norden sieht wie Hippos, Kroks) und allem, was in der Etoscha ist, aber in einer ganz anderen, wunderbaren Landschaft.
Liebe Grüße Gerd
REReisefee89Themenstarter10 Beiträge · seit 201808. Feb. 2018 · #8
Hallo an alle,
wow, erst einmal ein großes Dankeschön für die bereits vielen und schnellen Nachrichten und auch Tipps und Meinungen!
Ja, was wollen wir in Mariental.. Tatsächlich um am ersten Tag bereits ein Stück zu fahren und da irgendwie die meisten Namibia Rundreisen das so beinhalten, haben wir es uns „abgeguckt“. Aber das ist ein guter Hinweis. Ich finde die Idee von Wolfgang und Wolfgang sehr gut und auch die andere Strecke über den Namibgrens zu fahren ein hervorragende Alternative. Am ersten Tag zu fahren wird mit Sicherheit anstrengend, aber das werden wir schon schaffen. Beim Namib Dune Star Camp wollen wir nicht campen, sondern tatsächlich eine Nacht mal den Camper verlassen und uns den Luxus des Camps gönnen.
Aktuell haben wir noch keine Campingplätze gebucht, aber z.Zt. je nach Möglichkeit schon die Verfügbarkeiten geprüft bzw. die Camps schon angeschrieben.
Dann habe ich jetzt folgende Überlegung:
1 Nacht Namibgrens oder alternativ über B1 bis Rehoboth, dann weiter über die M47 nach Bullsport (wir wollen gleich am ersten Tag nach Ankunft weiterfahren, auch wenn es nicht ganz unstressig ist) Da nochmal die Frage speziell an Wolfgang: ist die Strecke „B1 bis Rehoboth, dann weiter über die M47 nach Bullsport“ auch so unspektakulär? Ist die andere Strecke reizvoller? Das mit der Aussicht in Nauchas klingt auch verlockend, danke Gerd. 1 Nacht Bullsport 1 Nacht Sesriem Camp 1 Nacht Namib Dune Star Camp 4 Nächte erst einmal offen (für Küste, Erongo, Damaraland) 3 Nächte Etosha 2 Nächte Waterberg 1 Nacht WDH
So sind die Entfernungen zwischen den einzelnen Stopps (Bullsport, Sesriem, Nambib Dune kurz nach der ersten Fahrerei) und danach haben wir jeweils mehrere Tage an einem Ort. Oder wir hängen am Anfang noch eine Nacht dran, um es ein wenig entspannter zu gestalten und planen für Küste und Damaraland 3 Nächte ein.
Die Küste mit z.B. Swakopmund reizt uns tatsächlich nicht so sehr, sodass wir dort ggf. eine Nacht für einplanen würden und nicht mehr.
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Da wir ja gerade vor Ort waren, möchte ich noch ergänzend hinzufügen, dass der Ablauf extrem chaotisch war. Für das Geld, was dafür verlangt wird, ist das Gebotene eine Unverschämtheit.
Wenn Ihr Luxus haben wollt, dann bucht Euch in die frisch renovierte Sossusvlei Lodge in Sesriem ein.
Namibgrens hatte zu Silvester einen großen Brand, der von den Tätern als Ablenkung gelegt wurde. Während alle Leute (Personal & Gäste) zur Hilfe eilten, gingen die Brandstifter in Ruhe auf Raubzug.
LG Logi
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200608. Feb. 2018 · #12
Reisefee89 schrieb: Dann habe ich jetzt folgende Überlegung:
1 Nacht Namibgrens oder alternativ über B1 bis Rehoboth, dann weiter über die M47 nach Bullsport (wir wollen gleich am ersten Tag nach Ankunft weiterfahren, auch wenn es nicht ganz unstressig ist) Da nochmal die Frage speziell an Wolfgang: ist die Strecke „B1 bis Rehoboth, dann weiter über die M47 nach Bullsport“ auch so unspektakulär? Ist die andere Strecke reizvoller? Das mit der Aussicht in Nauchas klingt auch verlockend, danke Gerd.
... ich habe gerade keine Landkarte parat und weiß aus dem Kopf nicht, ob ich die M47 jemals gefahren bin und überhaupt vergleichen kann.
Die B1 ist bis Rehoboth landschaftlich ok. Ich selbst fahre jedoch lieber von Anfang an lieber Pisten, weil da nicht so viele Bekloppte unterwegs sind. Wenn ihr in Bullsport campen wollt, ist das wohl ok. Ansonsten ist das eine gewöhnungsbedürftige Jagdfarm.
Ich persönlich bin da mit Gerd einer Meinung, dass die Fahrt über Nauchas, Namibgrens, Spreetshoogte Pass halt einfach sehr sehenswert ist.
Gruß Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...