LogiThemenstarter16,9k Beiträge · seit 201223. Jan. 2018 · #1https://webcache.googleusercontent.com/search?q=cache:mJ6Ql_3Joa4J:https://www.az.com.na/nachrichten/polizist-verlangt-schmiergeld2018-01-23/+&cd=1&hl=de&ct=clnk&gl=de An einem Kontrollpunkt verlangt ein Polizist von ausländischen Gästen ein Bußgeld, weil diese nicht vor dem Stopp-Schild innerhalb der Straßenmarkierung angehalten haben. Doch wie es sich im Nachhinein herausstellt, handelt es sich um einen Korruptionsfall, der nun intern untersucht wird.
Der Vorfall ereignete sich in der zweiten Januarwoche. Zwei deutsche Touristen befanden sich nach ihrem Namibia-Urlaub auf dem Weg von Otjiwarongo nach Windhoek. „Auf der B1 kündigte sich vor Okahandja eine Polizeikontrolle an – darin haben wir ja schon Übung: Man fährt langsamer und stoppt bei dem Stoppschild“, erklärte Iris Stadie aus Deutschland der AZ, die bereits mehrmals mit ihrem Partner Namibia besucht hat. „Meist wird man schon vorher durchgewunken – oder auch mal zur Seite gebeten“, so Stadie, die zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnte, dass sie eine ganz andere Seite der hiesigen Behörden erleben werde.
Suspekte Begegnung
Wie die deutsche Touristin der AZ schilderte, stand in diesem Fall ein Autoanhänger direkt neben dem Stoppschild, so dass dieser die Sicht des dort stationierten Polizeibeamten versperrte. „Also haben wir einen Meter hinter dem Stoppschild angehalten“, erzählte Stadie. „Der Polizist war alleine. Er hat uns sofort aus dem Verkehr gewunken und eine Erklärung verlangt, die wir auch lieferten.“ Der Beamte habe erklärt, dass die Missachtung eines Stoppschilds ein Vergehen sei, das in der Regel mit einem Bußgeld in Höhe von 750 N$ geahndet werde. „Wohin wir denn wollten, fragte der Polizist. Wir waren auf dem Weg zum Flughafen. Was wir denn bereit wären zu zahlen, wollte er dann wissen“, so Stadie.
„Uns kam das alles sehr komisch vor“, fuhr die deutsche Staatsbürgerin fort, die sich von der Aufforderung des Polizisten stark verunsichert fühlte. „Wir konnten nicht einschätzen, wie er reagieren würde, wenn wir argumentieren bzw. ihm sagen, dass wir allerhöchstens 100 N$ zahlen würden. Schließlich wollten wir nicht riskieren, vor unserem Rückflug wegen eines Bestechungsversuches verhaftet zu werden“, so Stadie. „Also haben wir 750 N$ gezahlt.“ Einen Zahlungsbeleg habe der uniformierte Beamte aber nicht ausstellen wollen unter dem Vorwand, er werde sich am Folgetag bei dem jeweiligen Autovermieter melden. „Das ist uns so bei unseren bisherigen neun Namibia-Reisen noch nie passiert“, so die Touristin.
Eindeutig Korruption
Auf AZ-Nachfrage bestätigte die Leiterin der polizeilichen Verkehrsabteilung, Vizekommissarin Amalia Gawanas, dass es sich hier eindeutig um einen korrupten Polizisten handele: „Kein Beamter darf im Außendienst Geld entgegennehmen.“ Laut der Polizeibeamtin sei es zwar ein Vergehen, nicht am Streifen vor einem Stoppschild anzuhalten. Allerdings liege es im Ermessen des jeweiligen Polizisten, wie er damit umgeht. „Doch der Polizist kann lediglich einen Strafzettel bzw. eine Vorladung ausstellen. Das Bußgeld darf nur in der Dienststelle bezahlt werden, wo einem dann auch eine Quittung ausgestellt wird“, so Gawanas, die versicherte, diesen Fall intern zu untersuchen. Ferner rät sie dazu, sich immer Uniform und Namensschild des Polizisten zu merken.
„Diese kleineren Fälle der Korruption sind ein großes Problem“, sagte Nelius Becker von der Anti-Korruptions-Einheit (ACC Namibia) im AZ-Gespräch. „Wer weiß, wie lange sich dieser Beamte schon bestechen lässt.“ Dem leitenden ACC-Ermittler zufolge ist bei Staatsdienern jede Form der „Angebotseinholung“ oder Entgegennahme von Geschenken ein moralischer Fehltritt, der strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen könne. „Es ist schwer gegen Korruption vorzugehen. Oft läuft es auf eine Situation von Aussage gegen Aussage hinaus. Dann ist es gut zu zweit zu sein, vor allem wenn einer es schafft, mit dem Mobiltelefon die Interaktion aufzunehmen“, so Becker, der laut eigener Aussage jede Begegnung mit Polizisten und anderen Beamten aufnimmt.
Auch die ACC hat sich der Sache angenommen und die Hinweise in ihren Akten vermerkt.LG
Logi
MAMarkus6151'042 Beiträge · seit 201623. Jan. 2018 · #2Hallo Logi,
da ist nur die Frage: Wie verhält man sich in einer solchen Situation richtig?
Den Polizisten filmen? Ist das nicht verboten?
Gerade wenn man unter Zeitdruck (bevorstehender Flug) steht, dann wird man wohl in den meisten Fällen einfach bezahlen, bevor man sich größeren Ärger einhandelt. Von daher kann ich die Touristen durchaus verstehen. Ein Verhandlungsangebot was die Höhe der Geldstrafe betrifft von Seiten der Polizei ist natürlich stark verdächtig. Das kenne ich aus anderen Ländern zwar auch (aber dort ist das auch "üblich") aber noch nicht von Namibia. 😄
Die Begegnung mit dem "nicht uniformierten Polizisten" im April 2017 habe ich ja noch gut in Erinnerung. Gerade weil der keine Uniform an hatte sagte ich "Bye" und war schon wieder weg. Da stand ein Polizeiauto schräg gegenüber in nicht ganz unmittelbarer Nähe, das ist aber noch lange kein Grund warum ich mit wildfremden Leuten am Straßenrand mehr als nötig spreche. Nicht dass der "Polizist" in Wahrheit doch keiner war?!?
Wäre ja eine neue Möglichkeit ahnungslose Touristen zu einer "nicht ganz freiwilligen" Tourismussteuer zu überreden?!?
Gruß Markus
PS: Normalerweise sind Polizisten in Namibia doch ganz nett zu den Touristen und bitten einen z.B. höflich das Licht ein zu schalten wenn man es vergessen hat.
LogiThemenstarter16,9k Beiträge · seit 201223. Jan. 2018 · #3Markus615 schrieb:
PS: Normalerweise sind Polizisten in Namibia doch ganz nett zu den Touristen und bitten einen z.B. höflich das Licht ein zu schalten wenn man es vergessen hat.
Normalerweise schon, aber eben nicht immer.
Ich habe es ja schon mehrfach geschildert, dass man bei Grashoek am Check-Point auch versucht hat uns zu einer "Spende" zu überreden. Leider wussten die dort nicht, dass wir 15 Jahre Reiseerfahrung in Ägypten vorweisen können...
Der 1. Fehler war, meiner Meinung nach, die Erwähnung des kurz bevorstehenden Rückfluges. So etwas gibt man einfach nicht zu erkennen.
LG
Logi
Sanne2'462 Beiträge · seit 200623. Jan. 2018 · #4Markus615 schrieb:Gerade weil der keine Uniform an hatte sagte ich "Bye" und war schon wieder weg. Da stand ein Polizeiauto schräg gegenüber in nicht ganz unmittelbarer Nähe, das ist aber noch lange kein Grund warum ich mit wildfremden Leuten am Straßenrand mehr als nötig spreche. Nicht dass der "Polizist" in Wahrheit doch keiner war?!?
Wäre ja eine neue Möglichkeit ahnungslose Touristen zu einer "nicht ganz freiwilligen" Tourismussteuer zu überreden?!?
Gruß Markus
PS: Normalerweise sind Polizisten in Namibia doch ganz nett zu den Touristen und bitten einen z.B. höflich das Licht ein zu schalten wenn man es vergessen hat.
Wenn Du häufiger in diese Länder fährst, wirst Du feststellen, dass es nicht so selten ist, dass Polizisten usw. keine Uniform tragen 🙂
Ich stimme Logi zu, NIEMALS den Rückflug, Zeitdruck usw. erwähnen. Im Gegenteil, in solchen Fällen hat man alle Zeit der Welt und will das immer gern klären, ggf. auf der nächsten Polizeistation.. egal, wie lange es dauert 😉
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
dergnagflow2'534 Beiträge · seit 200723. Jan. 2018 · #5Sanne schrieb:
Ich stimme Logi zu, NIEMALS den Rückflug, Zeitdruck usw. erwähnen. Im Gegenteil, in solchen Fällen hat man alle Zeit der Welt und will das immer gern klären, ggf. auf der nächsten Polizeistation.. egal, wie lange es dauert 😉
Mich wundert eigentlich ohnehin, dass viele direkt von der letzten Unterkunft zum Flughafen fahren, dort das Auto abgeben und gleich zum Check-In gehen. Mir persönlich wären da viel zu viele Risikofaktoren vorhanden (ausser vielleicht ich schlafe die letzte Nacht 10 Kilometer neben dem Flughafen).
Langer Stau/Straßensperrren wegen Unfall, blöde Polizisten, in einen Unfall verwickelt werden, Stress bei der Rückgabe, etc. Zwei, drei Stunden können da locker mal draufgehen, dann ist der Flieger weg und man sitzt da...
Vielleicht bin ich grade in dieser Hinsicht ein Schisser, aber ich übernachte die letzte Nacht immer bereits ohne Auto in der Stadt, von der ich zurückfliege. Egal auf welchem Kontinent oder in welchem Land 😉
lg
Wolfgang
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200623. Jan. 2018 · #6Markus615 schrieb:Ein Verhandlungsangebot was die Höhe der Geldstrafe betrifft von Seiten der Polizei ist natürlich stark verdächtig. Das kenne ich aus anderen Ländern zwar auch (aber dort ist das auch "üblich") aber noch nicht von Namibia. 😄
... ich kenne das in ähnlicher Form sogar aus Deutschland.
Ist mir vor einigen Jahren mal an einem Autobahnkreuz im Rhein-Main-Gebiet im Berufsverkehr passiert. Ein Großaufgebot der Polizei hat jeden Autofahrer angehalten, der alleine unterwegs war und ihn beschuldigt, ohne Gurt gefahren zu sein (die Autofahrer haben natürlich miteinander gesprochen und Telefonnummern ausgetauscht für alle Fälle). Man durfte wahlweise vor Ort direkt einen ermäßigten Betrag bezahlen.
Der Polizist, der mich stoppte, fragte, ob ich wisse, warum ich angehalten wurde. Wusste ich natürlich nicht.
Er sagte dann, ich sei ohne Gurt gefahren. Ich meinte, ich sei doch angeschnallt und der Polizist antwortete, das sähe er auch, aber der Kollege hätte mich über Funk durchgesagt.
Es stand ein Zivilfahrzeug mit einer Person als Alibi 30 Meter zuvor im Gebüsch. Die Zeit hätte bei dieser Entfernung niemals ausgereicht, um in dieser Taktfrequenz Autonummern durchzugeben. Die haben ja im Sekundentakt die Autos gestoppt.
Ich habe keine Vorstellung davon, wie viele Fahrer einfach bezahlt haben, weil sie dachten, als Alleinfahrer hätten sie sowieso keine Chance. Korruption und "Selbstbedienung" haben wir hierzulande durchaus auch, auch wenn es sich höchstwahrscheinlich um eine absolute Ausnahme gehandelt hat. Geschätzte zwei Wochen später gab es die gleiche Kontrolle erneut. da habe ich es allerdings rechtzeitig gesehen und bin wieder auf die BAB gefahren, von der ich eigentlich abfahren wollte.
Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200623. Jan. 2018 · #7Sanne schrieb:
Ich stimme Logi zu, NIEMALS den Rückflug, Zeitdruck usw. erwähnen. Im Gegenteil, in solchen Fällen hat man alle Zeit der Welt und will das immer gern klären, ggf. auf der nächsten Polizeistation.. egal, wie lange es dauert 😉
... dazu noch ein bisschen blöd stellen, bis die anfangs verdeckt vorgetragenen Schmiergeldforderungen ein bisschen deutlicher erwähnt werden und immer freundlich bleiben.
Wenn man tatsächlich keine Zeitnot hat, kann das fast schon unterhaltsam sein. Irgendwann verlieren die Polizisten meist das Interesse, wenn sich abzeichnet, dass man hier nicht so schnell zu Geld kommt und der nächste Tourist vermutlich schneller das Portemonnaie öffnet.
Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
lilytrotter4'129 Beiträge · seit 200823. Jan. 2018 · #8Vorweg:
wir haben bei 14 Reisen in Namibia keinen einzigen Koruptionsversuch von namibischen Polizisten erlebt!
Bei keiner Polizeikontrolle, keiner Grenze und keinem VetControlGate.
Natürlich gab es schon mal kleines Geplänkel, aber nie einen Korruptionsversuch.
"Richtiges" Verhalten, IMHO:
1. Die Autorität des Officers anerkennen, RUHIG bleiben!
2. Abwarten, was er vorzubringen hat.
3. Einsicht zeigen, wenn man einen Fehler begangen hat!
4. Freundlich sprechen.
5. NIE bezahlen, ohne Quittung.
6. Nicht unter Zeitdruck reisen – und wenn, diesen NICHT zeigen, indem man den Flughafen als Ziel angibt. Man fährt “immer” nur in die nächste Stadt, die nächste Lodge.
7. Nie würden wir den Versuch machen, zu filmen oder Tonaufnahmen zu machen, dass würde sehr schnell eskalierend wirken.
8. Deeskalation ist oberste Prämisse.
9. Nie von mir aus Geld anbieten! (Das ist Korruption.)
Sollten wir einem ernsten Korruptionsversuch ausgeliefert sein und dem nicht “entkommen” können, würden wir den Officer um den Strafzettel bitten und ihm anbieten, mit ihm zur nächsten Polizeistattion zu fahren und das “Fine” dort bezahlen. Die Zeit hat man immer...
Hilfreich ist es die englischen Begriffe zu kennen.
Gruß lilytrotter
Ha, in Punkt 6. bin ich ja während des Schreibens schon drei Mal überholt worden... 😄
Gruß lilytrotter
Always look on the bright side of life... :-)
Walvisbay boomt
Turi348 Beiträge · seit 201123. Jan. 2018 · #9hallo zusammen
Wir haben das in vielen Ländern erlebt, die schlimmsten waren Senegal und Nigeria.
Haben allerdings auch nur bezahlt, wenn wir tatsächlich was verbockt hatten.
Gegen Quittung ist das ok, ohne Quittung gibt's nichts.
Immer recht freundlich bleiben und aussitzen, hat in Nigeria manchmal bis zu einer halben Stunde gedauert, danach konnten wir aber immer mit feundlichem grüssen weiterfahren, ohne zu bezahlen.
In Namibia hatten wir in all den Jahren noch nie Probleme, in Bezug auf Korruption, denke das sind Einzelfälle.
Wir sind immer ca 3 Std vor Abflug auf dem Weg zum Flughafen, so hätte man immer noch die Zeit um eine solche Situation zu klären/auszusitzen.
Gruss Turi
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen.
travelNAMIBIA33,1k Beiträge · seit 200623. Jan. 2018 · #10Hi Lilytrotter,
wir haben bei 14 Reisen in Namibia keinen einzigen Koruptionsversuch von namibischen Polizisten erlebt!
ich in 20+ Jahren auch nicht. Es gab in den vergangenen Jahren so 2, 3 Fälle in den Medien. Jedes Mal wurde der Polizist verhaftet 🙂
In Namibia gibt es ganz einfache Regeln:
- es müssen immer mind. 2 Polizisten anwesend sein
- Es darf keinerlei Geld - nicht mal gegen Quittung - direkt angenommen werden
- Alle Bußgelder sind zahlbar binnen 7 Tagen bei irgendeiner Polizeiwache im Land gegen Quittung (Ausnahme z.B. Strafen durch die City Police in Windhoek - die muss man dann auch bei der Stadtpolizei zahlen)
- Verkehrspolizisten sind immer in Uniform. Es gibt keine ununiformierten Verkehrspolizisten
Viele Grüße aus Windhoek
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
lilytrotter4'129 Beiträge · seit 200823. Jan. 2018 · #11Turis Stichwort "aussitzen" kann ich nur bestätigen und erweitern:
- Die Situation “aussitzen”, als hätte man alle Zeit der Welt. Nicht zuviel quatschen, immer daran denken, dass man auch mit seinem Partner keine dem Gegenüber verständlichen Schlüsselwörter benutzt, Stichwörter wie “Korruption” sind international und verderben die Stimmung…
- In Namibia zusätzlich damit rechnen, dass der Polizist auch ein wenig Deutsch versteht… - also nix Hässliches sagen… -
Besonders wichtig, scheint mir, bei tatsächlichen Korruptionsversuchen sich argumentativ so vorsichtig zu verhalten, dass dem betreffenden Officer eine Rückzugsmöglichkeit von seinem Versuch bleibt, ohne sein Gesicht zu verlieren!!! – Entsteht erst eine aggressive Stimmung und gegenseitige Vorwürfe, dann führt das eher dazu, dass derjenige weiterhin versucht, sich durchzusetzen und wohlmöglich Schützenhilfe erhält…
Beherrschung ist die Devise – alles was man an Wut anstaut, kann man ab 500 Meter danach rausschreien…
Wie schon erwähnt, in Namibia noch nicht erlebt, aber bei der Angolareise hatten wir einen gewöhnlichen Korruptionsversuch und 2 sehr ernst zu nehmende Korruptionsversuche, - ist schon sehr unangenehm, wenn so ein Arsch behauptet, das gültige Visum sei ungültig, in einem der beiden Pässe… 🤢
Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter
Always look on the bright side of life... :-)
Walvisbay boomt
Jambotessy2'610 Beiträge · seit 200723. Jan. 2018 · #12Hallo zusammen,
in Namibia ist uns das auch noch nicht passiert. Allerdings in Botswana, da hat der Polizist auch behauptet, wir hätten nicht genau an der Linie gehalten und wollte - ich glaube - P 1200,00 von uns. Da die Behauptung aber nicht stimmte, habe ich dem Polizisten klipp und klar gesagt, das wir gerne noch zig mal hin und her fahren und an der Linie stoppen, aber keinesfalls zahlen werden. Er hat uns dann mit steinerner Miene fahren lassen.
LG
Jambotessy
Nur im Vorwärtsgehen gelangt man ans Ende der Reise.
(Sprichwort der Ovambo)
1x Togo + Benin (mit TUI), 1x Ruanda + Zaire ( mit Explorer Reisen), 3x Kenia (in Eigenregie mit dem Bodenzelt), 23 x südl. Afrika (in Eigenregie Namibia, Botswana, Zimbabwe, Sambia, Südafrika/ 17x mit dem Dachzelt und 6x ohne Dachzelt)
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200623. Jan. 2018 · #13lilytrotter schrieb:
- In Namibia zusätzlich damit rechnen, dass der Polizist auch ein wenig Deutsch versteht… - also nix Hässliches sagen… -
... nicht nur in Namibia.
Wo ich schon überall Leute mit hervorragenden Deutschkenntnissen getroffen habe, ist kaum zu glauben. Vom Dorfpolizisten in Sierra Leone über einen Konsul von Guinea-Bissau bis zu einem Maasai in traditioneller Tracht in einem winzigen Dorf irgendwo hinter dem Kilimanjaro. Dort verstand niemand mehr Englisch, kaum noch jemand Swahili und alle sprachen nur Maa. Und dann bog dieser Typ um die Ecke und sprach fließend Deutsch.
Und auch sonst auf dem Land in Ghana, Kamerun, Gambia, Senegal oder am Grenzübergang am Sani Pass in Lesotho ... immer wieder gibt es plötzlich jemanden, der Deutsch spricht und nicht nur ein paar Brocken, sondern so, dass man sich komplett mit ihm unterhalten kann.
Es ist nie eine gute Idee, über jemanden in dessen Beisein schlecht zu reden.
Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
BEbeate1'450 Beiträge · seit 200623. Jan. 2018 · #14Ach, einen derartigen Versuch haben wir auch in Tansania erlebt. Da wurden wir gestoppt und der Polizist hat wirklich lange gesucht, bis er etwas gefunden hatte: In unseren Fahrzeugpapieren stand, dass das Auto grün ist. Nur hatte es leider am Dachrand einen ca. 10cm breiten weissen Streifen!! Und das wollte der Polizist dann als Grund nennen. Nunja, wir haben ihm freundlich erklärte, wir haben das Auto ja nur gemietet, verantwortlich ist der Autovermieter. Und wir würden gerne warten, bis er das mit dem Vermieter geklärt hätte.
Daraufhin kam dann nur noch die Bitte, ob wir evlt. als Andenken einen Euro hätten. Den hätten wir ihm wirklich gerne gegeben, hatten ihn aber nicht. Also durften wir nach ca. 15 Minuten Diskussion weiterfahren. Unser Autovermieter hat uns nachher erklärt, dieses Problem gäbe es wirklich ab und zu, dient aber nur, um Geld zu kassieren.
Beate
YAyanjep1'014 Beiträge · seit 201623. Jan. 2018 · #15Wir wurden mehrfach nach Kugelschreibern gefragt, bekommen die Streifenwagenbesatzungen keine Kugelschreiber gestellt?
Egal, ich besorge mir welche von der Polizei in Dortmund (mit Schriftzug), da kann man auch zur Polizei Namibia / Deutschland ins Gespräch kommen. So Pfennigskram (sofern ein Kugelschreiber erbeten wird) nicht unter Bestechung fallen oder sehe ich das falsch?
Eine zarte Andeutung, daß man über Polizeiarbeit Bescheid weiß, wird ja auch nicht schaden....
In Südafrika hat uns ein Zimmerwirt allen Ernstes nach langem Vortrag, wie scheiße die Polizei drauf ist geraten, bei einer Kontrolle ein "Trinkgeld" in die Papiere zu legen. Eine gaaanz tolle Idee, wenn man sich bei einem korrekten Beamten richtig Ärger einhandeln will (hoffe ich jedenfalls)
Yanjep
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200623. Jan. 2018 · #16yanjep schrieb:
Egal, ich besorge mir welche von der Polizei in Dortmund (mit Schriftzug), da kann man auch zur Polizei Namibia / Deutschland ins Gespräch kommen.
... besorge Dir auch gleich welche mit Schriftzug "Bayern München" oder "Bayern Munich". Praktisch alle Afrikaner sind Fußballfans und davon geschätzte 90% davon sind Bayern-Fans. Da hast Du Dein Gespräch nebenbei ganz automatisch mit 'nem Themawechsel verknüpft. 😉
Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
YAyanjep1'014 Beiträge · seit 201623. Jan. 2018 · #17Ja, Afrika und der Fußball... Wir wurden (obschon von Fußball keine Ahnung) mehrfach nach der Frage in welcher Stadt wir leben einem fußballtechnischen Kreuzverhör unterzogen; vor der nächsten Reise kaufe ich mir mal einen Kicker um nicht so doof dazustehen.
Aber als Dortmunderin einen FC Bayern-Kuli anschaffen 🤩
Ein BVB-Kuli oder Aufkleber muß reichen, danke für den Tip.
Yanjep
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200623. Jan. 2018 · #18yanjep schrieb:
In Südafrika hat uns ein Zimmerwirt allen Ernstes nach langem Vortrag, wie scheiße die Polizei drauf ist geraten, bei einer Kontrolle ein "Trinkgeld" in die Papiere zu legen. Eine gaaanz tolle Idee, wenn man sich bei einem korrekten Beamten richtig Ärger einhandeln will (hoffe ich jedenfalls)
... muß man halt 'noch 'ne Restaurantrechnung dazulegen, so dass es aussieht, als wäre der Geldschein das Wechselgeld zum dort bezahlten Betrag auf einen entsprechenden Schein und man hat das versehentlich da reingelegt. Dann kann man sich vielleicht rausreden (ich würde es auch nicht machen wollen).
Ich habe das aber in der Praxis tatsächlich mal bei einem Fernfahrer gesehen, mit dem ich in Zimbabwe über 300 km mitgefahren bin.
Da lag bei zwei Kontrollen ein Geldschein zwischen den Papieren (ich habe die ja weitergereicht zum Polizisten am Fahrbahnrand und genau gesehen). Dann gings umgehend weiter. Es schien auch so, als kenne man sich bereits. 😉
Gruß
Wolfgang
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BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200623. Jan. 2018 · #19yanjep schrieb:
Aber als Dortmunderin einen FC Bayern-Kuli anschaffen 🤩
... wenn man sich verbessern kann ... 😉
Dortmund ist auch populär und bekannt, aber die Bayern stehen in Afrika in der Beliebtheit auch vor allen anderen europäischen Spitzenklubs.
Und ich würde tippen, selbst in Deutschland steht Bayern München beim Beliebtheitsgrad vor der Polizei Dortmund ... 😉
Gruß
Wolfgang
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YAyanjep1'014 Beiträge · seit 201623. Jan. 2018 · #20Ein Punkt für Dich 🤪
Yanjep