REISE-APOTHEKE

63 Antworten · 11,0k Aufrufe · gestartet 21. Jan. 2018 von lilytrotter
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1'543 Beiträge · seit 201328. Feb. 2018 · #21
Hallo Karin,

alles gut und schön, aber dann sollte es auch ein Breitband sein, sonst wirkt es vielleicht nicht, und das ist das, was mir gerade nicht so gut gefällt. Immer weniger Ärzte machen einen Abstrich, der dann zumindest den Bakterienstamm benennen könnte. Dann könnte das dafür passende Mittel verschrieben werden. Ärzte müssen heute schnell mal abliefern, das Leben muss ja schnell weiter laufen. Aus Bequemlichkeit, einfach so ein, ich sag mal, "schwieriges" (mit Blick auf Resistenzen) Mittel einzunehmen, finde ich nicht so gut. Wir Menschen reisen sehr viel, ich auch, und da möchte man natürlich nicht krank sein. Das kann ich verstehen, und ich verurteile auch keinen dafür, wenn er im Notfall dann zur Selbsthilfe greift. Ich möchte nur einmal zum Nachdenken anregen, vielleicht ein wenig sorgsamer mit diesen Dingen umzugehen. Irgendwann wirken Antibiotika nicht mehr, und was macht die Menschheit dann??? 😕

Herzliche Grüße
Beate
Reiseberichte: Patagonien 2020: Zwischen Anden, Pampa und Eis: https://namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/299353-patagonien-2020-zwischen-anden-pampa-und-eis.html Das schönste Ende der Welt-Südafrika März 2017 https://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/292402-das-schoenste-ende-der-welt-suedafrika-maerz-2017.html Südafrika 2018-Ohne Braai gibt es keine Katzen https://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/296432-suedafrika-2018-ohne-braai-gibt-es-keine-katzen.html
1'794 Beiträge · seit 201328. Feb. 2018 · #22
Hallo Beate, nur so am Rande, Prednisolon in geringer Dosierung ist eines der preiswertesten verschreibungspflichtigen Arzneimittel überhaupt!

Bei den Antibiotika Resistenzen gebe ich dir vollkommen recht! Es ist schon oft ein großes Thema gewesen... 🙁 !
Leider wird dieses Argument im tatsächlichen Notfall- bei hoffentlich einigermaßen vernünftiger Einnahme des AM- kaum einen interessieren!

LG NOGRILA
1'543 Beiträge · seit 201301. März 2018 · #23
Hallo Nogrila,

du sprichst es aus: "Prednisolon" ist verschreibungspflichtig und hochwirksam und mit Sicherheit nicht bei Bagatellinfektionen (aufgekratzter Mückenstich o.ä.) zu verwenden. Ich bin einfach der Meinung, dass diese Medikamente hier im Forum in einer "Reise-Apotheke" nichts zu suchen haben.
Bei deiner Bemerkung zum Antibiotikum hast du wohl leider recht. Man nimmt es halt und hofft, dass man (also der Laie) die richtige Diagnose gestellt bzw. das richtige Antibiotika gewählt hat. Ich bin der Meinung, dass prophylaktisch mitgeführte Antibiotika nicht zur Grundausrüstung gehören sollten. Wir fahren in den Urlaub und begeben uns nicht z.B. auf Polarexpedition, also ins Niemandsland. Die medizinische Versorgung in Namibia (nicht der Norden und nicht der Caprivistreifen) und in Südafrika kann ich, so glaube ich zumindest, beurteilen: Antibiotika sind dort keine Mangelware und können also verschrieben werden. Wie es sich allerdings in Botswana, Sambia, Tansania, Uganda etc. verhält, dazu kann ich leider nichts sagen.
Viel zu oft wollen wir Menschen gegen alle Eventualitäten gewappnet sein. Dies wird einem in der heutigen Zeit ja auch sehr leicht gemacht. Ein bisschen mehr Gelassenheit könnte uns allen, und das nicht nur im Urlaub, nicht schaden.

Einen schönen Restabend noch
Beate
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zuletzt bearbeitet 01. März 2018
463 Beiträge · seit 201501. März 2018 · #24
Old Women schrieb:

du sprichst es aus: "Prednisolon" ist verschreibungspflichtig und hochwirksam und mit Sicherheit nicht bei Bagatellinfektionen (aufgekratzter Mückenstich o.ä.) zu verwenden. Ich bin einfach der Meinung, dass diese Medikamente hier im Forum in einer "Reise-Apotheke" nichts zu suchen haben.
Da hast du total recht. Gewisse Medikamente können gefährlich sein wenn sie nicht richtig und vor allem nicht für das Richtige angewendet werden.
Ich bin der Meinung, dass prophylaktisch mitgeführte Antibiotika nicht zur Grundausrüstung gehören sollten.


Als wir unsere erste Namibiareise vorbereitet haben, habe ich im Forum gelesen, dass viele Leute Antibiotika mitnehmen. Ich dachte mir deshalb, dass wir auch unbedingt Antibiotika dabei haben müssen. Unser Hausarzt war total dagegen und wir bekamen kein Antibiotikum verschrieben. Als wir im Tropeninstitut waren, hat uns der Arzt von der Mitnahme von Antibiotika ebenfalls abgeraten.
In Uganda hatte ein österreichisches Ehepaar Antibiotika dabei und nach zwei Tagen Durchfall nahmen sie es ein um für den Gorillatrekking fit zu sein. Es ging ihnen dann aber viel schlechter.
Ein bisschen mehr Gelassenheit könnte uns allen, und das nicht nur im Urlaub, nicht schaden.
Ja das ist so.

Liebe Grüsse
Carmen
2016, Namibia, Botswana, Victoria Falls 2017, Uganda und Ruanda 2017, Kapstadt und Namibia 2018, Namibia und etwas Südafrika (Richtersveld, Augrabies, KTP)
zuletzt bearbeitet 01. März 2018
1'543 Beiträge · seit 201301. März 2018 · #25
Hallo Carmen,

schön, deine Reaktion auf meine Gedanken. Genauso, denke ich, sieht es aus. Ich wollte jetzt nicht oberlehrerhaft daher kommen, denn dann gibt es mindestens 10 Fomis hier, bei denen es absolut notwendig war, Selbstmedikation zu betreiben, die dann auch wohl anscheinend zum Erfolg geführt hat. Da gibt es dann immer jemanden, der belegen kann, warum man die AB doch bei sich führen sollte.
In ein Reiseforum gehört meiner Meinung nach die Erstellung einer "Reiseapotkeke", also Dinge für kleine Problemchen, so quasi für die Erstversorgung und nicht die Aufstellung eines kompletten Medikamentenschrankes, wobei ich IBO 500 auch immer mitnehme, denn das wirkt erst einmal für (!!!!) alles, jedoch bei Durchfall mich immer zuerst in der örtlichen Apotheke beraten lasse, denn ich habe die Erfahrung gemacht, dass unsere Mittelchen in den Tropen z.B. (Namibia/SA schon!!!) nicht so recht wirken, warum auch immer 😕.
@ Lilytrotter: du hast ja diesen Thread eröffnet. Wo ist eigentlich deine Liste geblieben? Auch die "Fahrzeug/Equippementliste fehlt. Schade, die hatte ich mir nämlich online abgespeichert und nun ist sie weg. Das finde ich wirklich sehr schade.

Die Arbeit ruft, und sie fällt mir umso schwerer als gerade meine jüngste Tochter Fotos liegend in einer Hängematte aus Brasilien postet und ich hier bei -10 Grad eigentlich gar nicht das Haus verlassen möchte 🙁

Herzliche Grüße
Beate
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43 Beiträge · seit 201801. März 2018 · #26
Als Arzt reise ich grundsätzlich mit minimaler Apotheke. Prednison reduziert die Immunabwehr und kann eine infizierte Wunde zum großen Problem machen. Antibiotika ohne klare Diagnose sind gefährlich. Ich möchte auch in Deutschland keine antiobiotikabedingte Darmentzündung haben und schon gar nicht in Afrika
43 Beiträge · seit 201801. März 2018 · #27
Nachtrag: Auch im südlichen Afrika gibt es Ärzte. Die erste Herztransplantion würde in Südafrika gemacht
1'014 Beiträge · seit 201601. März 2018 · #28
Nur kann der nächste Arzt manchmal recht weit entfernt sein. Und man hat im Zweifel auch keine Telefonnummer der nächsten Klinik dabei oder erst gar keinen Mobilfunkempfang.

By the way: Gibt es eigentlich eine zentrale Notrufnummer oder irgendeine Institution, die im Notfall weiter helfen und einen Behandlungsplatz vermitteln kann?

Yanjep
1'543 Beiträge · seit 201301. März 2018 · #29
Hallo Yvonne,

schau mal hier für Südafrika: https://www.namibia-forum.ch/forum/31-diverses/294367-suedafrika-notfallnummern.html#502253

Das sollte es eigentlich auch für Namibia hier geben, habe aber gerade keine Zeit mehr, zu suchen.
Nachtrag: für Namibia: https://www.namibia-forum.ch/forum/11-diverses/291858-aktuelle-notfallnummern.html#490708

Gruß
Beate
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zuletzt bearbeitet 01. März 2018
1'014 Beiträge · seit 201601. März 2018 · #30
Danke!

Ich heiße zwar nicht Yvonne sondern Dagmar, aber ich fühle mich trotzdem angesprochen.

Yanjep
16,9k Beiträge · seit 201201. März 2018 · #31
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zuletzt bearbeitet 14. März 2018
1'543 Beiträge · seit 201301. März 2018 · #32
Hallo Logi,

ich will dich nicht belehren, jedoch: es wurde in deinem geschilderten Fall zumindest schon einmal eine qualifizierte Diagnose gestellt, dann wohl gefragt, wer etwas dabei hat und dann adäquat angewendet. Auch ein Arzt (wohl ja auch Reisender, oder?) muss im Urlaub nicht ein komplettes Köfferchen dabei haben. Wäre ein Telefonanruf nicht genauso wirkungsvoll gewesen oder hättet ihr definitiv in den nächsten 24 Stunden keine Hilfe bekommen. Ich glaube, in den meisten Fällen ist es einfach die Bequemlichkeit. Man ist im Urlaub und möchte dann nicht aufgehalten werden. Ich spreche mich selbst auch nicht davon frei, jedoch masse ich mir nicht an zu beurteilen, ob wirklich ein Antibiotikum absolut notwendig ist. Natürlich wird es auch Situationen im Leben geben, da wird man nur durch sofortige Behandlung überleben, aber Leben birgt Risiko, und wer auf Reisen ist hat sowieso, so glaube ich zumindest, ein höheres Risiko, zu erkranken, da man im Urlaub doch häufig Sachen macht, die man sonst nicht macht, sich also verausgabt oder überschätzt.

Einen schönen Restabend noch
Beate
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16,9k Beiträge · seit 201201. März 2018 · #33
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zuletzt bearbeitet 14. März 2018
7'296 Beiträge · seit 200601. März 2018 · #34
Estark schrieb:Als Arzt reise ich grundsätzlich mit minimaler Apotheke.

... ich als Nicht-Arzt mache das in Ländern wie Südafrika oder Namibia auch so. Da habe ich exakt gar nichts dabei, außer evtl. in der Kunene-Region Malariaprophylaxe.
In Ländern wie Kamerun, Sierra Leone oder Guinea-Bissau sieht das anders aus. Dort ist die ärztliche Versorgung je nach Region schlecht bis praktisch nicht vorhanden. Dort habe ich dann ein paar Medikamente dabei, die mir ein erfahrener Reisemediziner empfiehlt, der selbst gerne in solchen Ländern unterwegs ist und die medizinischen und hygienischen Zustände vor Ort kennt. Außerdem habe ich dann ein kleines Buch über Krankheiten in Afrika dabei, um bei Unregelmäßigkeiten abschätzen zu können, ob es etwas Gefährliches sein könnte oder ob es Zeit hat, bis ich in drei Tagen ohnehin in die nächste "Stadt" komme.

Wer schon mal afrikanische Krankenhäuser auf dem Land oder die Praxis eines Landarztes von innen gesehen hat, kann meine Denkweise sicherlich nachvollziehen. Ich habe schon 'nen 17jährigen Arzt kennengelernt und einen, der ein Sammelsurium loser (unverpackter) Tabletten in seiner Hosentasche transportiert hat. 😉

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
1'543 Beiträge · seit 201301. März 2018 · #35
Hallo Logi,
also der, der in die Wüste gerufen wurde, ein einheimischer Arzt also??? Das wäre ja mehr wie fahrlässig und absolut nicht nachzuvollziehen. Eine Notfallversorgung müsste da doch drin sein. Und ich dachte, Logi, du meinst einen deiner Mitreisenden, der zufällig Arzt ist, denn dann braucht er nicht unbedingt alles Lebensnotwendige bei sich führen.
Wie weit wäre denn die nächste Apotheke entfernt gewesen? Wenn die Fahrt dorthin zu lang gewesen wäre und der Kranke in der Zwischenzeit verstorben wäre, dann wäre das, ja was wäre das dann??? Da müsste man mal yanjep befragen, die ist Juristin. Mein Hausjurist spielt leider gerade Tennis, da kann ich nicht fragen. Das hätte ich jetzt nicht vermutet, dass namibische Ärzte, ich glaube über den Jahreswechsel warst du dort, ihre Patienten so im Regen stehen lassen.
Man lernt nie aus. Danke Logi für den Hinweis.

LG Beate
Reiseberichte: Patagonien 2020: Zwischen Anden, Pampa und Eis: https://namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/299353-patagonien-2020-zwischen-anden-pampa-und-eis.html Das schönste Ende der Welt-Südafrika März 2017 https://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/292402-das-schoenste-ende-der-welt-suedafrika-maerz-2017.html Südafrika 2018-Ohne Braai gibt es keine Katzen https://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/296432-suedafrika-2018-ohne-braai-gibt-es-keine-katzen.html
zuletzt bearbeitet 01. März 2018
16,9k Beiträge · seit 201201. März 2018 · #36
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zuletzt bearbeitet 14. März 2018
1'014 Beiträge · seit 201601. März 2018 · #37
Habe ich gerade meinen Namen gehört?

Zu dem Thema kann ich leider nichts fundiertes beitragen, ich müßte mich erst umfassend einlesen.
Ich bearbeite seit ewigen Zeiten nur organisierte Kriminalität, genau gesagt Einrüche, begangen durch überörtlich tätige Einbrecherbanden.

Yanjep
1'543 Beiträge · seit 201301. März 2018 · #38
Hallo Logi,

in dem Falle gebe ich dir absolut recht, das war dann sehr praktisch, rechtfertigt jedoch nicht das Mitführen einer medizinischen Superausrüstung in Namibia und Südafrika und schon gar nicht eine Selbstmedikation auf Verdacht hin. In eurem Fall wird ja das zur Verfügung gestellte Medikament auch das richtige gewesen sein, denn sonst hätte der Doc es ja nicht verordnet. Das war dann sehr komfortabel für den erkrankten Touristen. Wenn jedoch kein Doc an Bord gewesen wäre, was wäre dann gewesen?? Ich erinnere mich, in diesem Forum einmal einen Bericht von einem Fomi namens Erika gelesen zu haben, deren Mann auch schwer erkrankte während einer Reise, ich glaube in Kenia. Meines Wissens haben die es erst ewige Zeit selbst versucht, fast wäre er dann gestorben. Ein einheimischer Arzt hat ihn dann ins Hauptstadtkrankenhaus fliegen lassen. ich glaube, so ähnlich war das.
Logi, ich will damit nur sagen, und Wolfgang (bike afrika) hat das ja auch eingeräumt, dass man in Ländern, wo eine gute medizinische Versorgung besteht, man dann auch warten sollte, bis eine richtige fachmännische Diagnose gestellt wurde und nicht immer sofort zu Antibiotika greifen muss auf verdacht hin. Irgendwann wird der Schuss nach hinten losgehen, und dann frage ich mich, hätte man nicht ein wenig verantwortungsvoller damit umgehen können? Überall Antibiotika, bei Mensch, bei Tier, wo soll das enden. Eigentlich wissen wir schon längst, das es schon 5 nach 12 ist 🙁 .
off topic:
@ yanjep: du Arme. Ist das nicht sehr frustrierend, denn ich habe irgendwo gelesen, dass diesen meist wohl osteuropäischen Banden schwer beizukommen ist? Na, da wünsche ich auf alle Fälle viel Erfolg. Bei uns im Baugebiet wird so ziemlich jeden 2. Tag irgendwo eingebrochen, gefasst werden wohl die wenigsten und wenn dann nur die Handlanger, die wirklichen Drahtzieher haben sich wohl schnell wieder ins Ausland abgesetzt.

Schönen Abend
Beate
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zuletzt bearbeitet 01. März 2018
2'497 Beiträge · seit 201101. März 2018 · #39
Hallo Beate,

Deine Äußerungen zu der Mitnahme von einem Antibiotikum, wenn man bei sich persönlich um eine Schwachstelle weiß, bei mir Angina, mal zwei Mal im Jahr, mal zwei Jahre oder länger nicht, kann ich so nicht nachvollziehen. Ich habe ausdrücklich geschrieben, dass ich bei mir unbekannten Sachen oder Unsicherheiten auf jeden Fall einen Arzt aufsuche, bei der erwähnten Halsentzündung aber, vor allem, wenn ich weit ab vom Schuss bin, die Symptome aus langjähriger Erfahrung kenne und mein Arzt zu Hause mir hoffentlich das Passende verordnet hat, lieber sofort für Abhilfe sorge. In Deutschland kenne ich den von Dir beschriebenen Abstrich nicht, bei keinem der etlichen von mir besuchten Ärzte. Glaubst Du, dass ein Arzt in Opuwo, den ich nach zwei Tagen Fahrt (andere schaffen es schneller, wir nicht) vom Camp Syncro aus erreiche, den Abstrich macht, oder schreibt der mir auch nur so ein Antibiotikum auf?

Es geht nicht darum, irgendwie irgendwas einzuwerfen, sondern die eigenen Schwachstellen, die die meisten Menschen haben, vorher zu bedenken und auch medikamentös abzudecken. Ich käme zum Beispiel nie im Leben auf die Idee, das mitgenommene Antibiotikum gegen Durchfall zu nehmen, wie hier beschrieben, ich lehne Malariamittel als Stand By ab, es sei denn, jemand ist etliche Tagesfahrten vom nächsten Arzt entfernt, ich finde das oft empfohlene Antibiotikum (Ich glaube Diclophenac) als Malariaprophylaxe völlig daneben, aber ich bin immer noch überzeugt, dass mir mein mitgenommenes Antibiotikum, von dem ich weiß, dass ich nicht allergisch drauf reagiere, in Kombination mit Ruhe mehr hilft als eine Gewaltour über zwei Tage zum nächsten Arzt.

Viele Grüße
Karin

P.s. Ich habe das Antibiotikum in 7 Jahren übrigens genau ein mal genommen, nachdem ich sicher war, dass mit Gurgeln und Lutschtabletten nichts mehr zu retten war.
Würde sollte niemals ein Konjunktiv sein. Namibia 2016: Infos zu Auto+Camps+die "Jahrhundertsichtung" Namibia 2015: Namibia - Mein Seelenland Namibia und Botswana 2014: Überraschungstour Namibia und Botswana mit Guide Namibia 2013: Drei Heidjer in Namibia - Guck mal, Elefanten!
zuletzt bearbeitet 01. März 2018
7'296 Beiträge · seit 200601. März 2018 · #40
chamäleon2011 schrieb:ich finde das oft empfohlene Antibiotikum (Ich glaube Diclophenac) als Malariaprophylaxe völlig daneben

... Du meinst Doxycyclin.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...