Mit dem Sportwagen durch Afrika

33 Antworten · 5'882 Aufrufe · gestartet 26. Nov. 2017 von hanspo
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Themenstarter15 Beiträge · seit 201726. Nov. 2017 · #1
Hallo,

Schon seit längerer Zeit lese ich hier still im Forum mit. Spannend.
Nun habe ich mich heute angemeldet, weil wir eine Idee haben und hoffe auf Tipps zur Machbarkeit.

Wir, das sind meine Freundin und ich, möchten gerne unserem uralten BMW Z4 Roadster noch ein letztes Reisli spenden, bevor er auf den Schrottplatz muss. Die Kiste hat schon fast 300'000 KM und so einige Parkschäden, ist also ziemlich genau nix mehr wert. Deshalb die Idee, mit dem BMW von der Schweiz nach Südafrika zu fahren und dort verschrotten zu lassen. Reiseroute sieht grob etwa so aus: Ägypten (bis dorthin verschiffen), Sudan, Ethiopien, Kenia, Tansania, Sambia, Namibia, Südafrika. Dass so eine Reise mit einem Hilux oder ählichem ein Kinderspiel sein soll, habe ich schon oft gelesen. Aber wie siehts mit einem Sportwagen aus?

Folgende Fragen beschäftigen uns:
- Bekommen wir in geeigneten Abständen Benzin in ordentlicher Qualität? (Tank reicht für ca. 550km)
- Kann man durchgehend auf Teerstrassen fahren?
- Reicht die Bodenfreiheit eines Sportwagens aus oder laufen wir Gefahr, irgendwo stecken zu bleiben?

Was meint ihr, ist die Reise mit dem gewählten Auto überhaupt realisierbar?

Dass wir mit der Kiste nicht in Parks oder so reinkommen, ist uns klar. Wollen wir aber auch nicht bzw. wir würden dann vor Ort halt ein geeigneteres Auto mieten. Der Weg ist das Ziel. Es geht wirklich nur darum, nach Südafrika zu kommen. Irgendwas zu sehen unterwegs ist zweitrangig. Wir haben dafür etwa 8 Wochen Zeit.

Grüsse
Hanspi
7'296 Beiträge · seit 200626. Nov. 2017 · #2
... solche Beiträge mag ich.
"Verrückte" Ideen abseits der Norm gefallen mir immer. Wenn am Ende sowieso die Verschrottung des Autos auf dem Plan steht, ist ja nichts zu verlieren. Und in viele Parks unterwegs kommt man auch mit einem Pkw rein. Ich an eurer Stelle würde es einfach versuchen.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
33,1k Beiträge · seit 200626. Nov. 2017 · #3
Hi Hanspi,
Kann man durchgehend auf Teerstrassen fahren?
Das dürfte schwierig werden. Am meisten Teer findest Du auf dem Trans-Africa Highway 4 (https://de.wikipedia.org/wiki/Trans-African_Highways). Ansonsten: Probiert es einfach. Mehr als nicht schaffen und das Auto eben woanders zu verschrotten, kann Euch im Prinzip nicht passieren. Zwei Ersatzreifen würde ich dennoch mitnehmen 😉

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
10 Beiträge · seit 201726. Nov. 2017 · #4
Schön bescheuert (Bodenfreiheit, Gepäckvolumen, Reichweite, ...). Aber machbar. Wenn ihr ausreichend improvisationsfreudig und leidensfähig seid. Früher hat man auch Peugeot 504 und ähnliches durch die Sahara geschoben gefahren, während heute RAV4 und ähnliches als untauglich befunden werden. Jahreszeitliche Wetterunterschiede beachten.
172 Beiträge · seit 200726. Nov. 2017 · #5
klar geht dat ...



Beste Gruesse Piet "Alles ist gut! Solange du wild bist!"
zuletzt bearbeitet 26. Nov. 2017
7'296 Beiträge · seit 200626. Nov. 2017 · #6
... Ostafrika-Rallya in Kenya, vermute ich ... 😉
Die Fahrzeuge haben ja nichts mehr mit den Serienwagen zu tun ...

Gruß
Wolfgang
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2'240 Beiträge · seit 201126. Nov. 2017 · #7
Hallo,
auch ich glaube, dass das machbar ist - es wird einfach wirklich streng...jeden Tag wird gefahren, man darf nicht schwächeln und geniessen kann man unterwegs nirgends für längere Zeit.
Ich würd mal noch mit Frau Macabre vom TCS sprechen - so wie ich das in Erinnerung habe gibt es einen Minimalbetrag für das Carnet - das Du ja brauchst. Ob Du dann dieses Depot zurück kriegst bei Verschrottung würd ich auch abklären (ich glaube nicht - weiss es aber nicht 100%).
Dann die Verschiffung: Massimo (ITS) verschifft nach Port Sudan - kostet von der CH aus ca. 4000 CHF - ob Ägypten geht, weiss ich nicht...
Carnetkosten: ca. 5000 CHF...(die Du sehr wahrscheinlich bei Verschrottung verlierst)..
Lohnt sich das (die Frage würd ich mir stellen - ich brauche keine Antwort 😉 )?
Gruss M.
Nächste Reiseziele: ab Mai 2025:Zentralasien https://www.polarsteps.com/marimariontour https://www.instagram.com/marimari_on_tour/
zuletzt bearbeitet 26. Nov. 2017
7'296 Beiträge · seit 200626. Nov. 2017 · #8
marimari schrieb:
Carnetkosten: ca. 5000 CHF...(die Du sehr wahrscheinlich bei Verschrottung verlierst)..

... sollte bei Bestätigung der Verschrottung erstattet werden. Früher war das zumindest so.

Gruß
Wolfgang
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Themenstarter15 Beiträge · seit 201726. Nov. 2017 · #9
Danke schon mal für die Antworten.

Ja es ist klar, dass die Verschiffung auf den afrikanischen Kontinent einiges kostet. Ist es uns aber wert. Wir sind hier noch am abklären, wie wir nach Alexandria verschiffen können.
Fürs Carnet hätte ich gedacht, dass die Verschrottung unter Zollaufsicht das Problem löst, also der Stempel geleistet wird.

Grüsse
Hanspi
2'240 Beiträge · seit 201126. Nov. 2017 · #10
BikeAfrica schrieb:
marimari schrieb:
Carnetkosten: ca. 5000 CHF...(die Du sehr wahrscheinlich bei Verschrottung verlierst)..

... sollte bei Bestätigung der Verschrottung erstattet werden. Früher war das zumindest so.

Gruß
Wolfgang
https://www.namibia-forum.ch/forum/11-diverses/238181-fragen-zur-verschrottung-eines-4x4-in-namiba.html?limitstart=0

hier wurde mal andiskutiert...
Ich kenn den Prozess nicht 100% und würd auf jeden Fall vorher abklären, welche Dokumente von welcher Behörde dann gebraucht werden, falls es wirklich geht...kann dann mit 8 Wochen Reisezeit auch eine Zeitfrage werden, falls die Verschrottung mit Behördengängen u. Papierkramerledigung von der Reisezeit alleine x Tage auffrisst...
Mir geht es nicht darum dieses Vorhaben schlecht zu reden...mir ginge es eher darum zu verstehen:
a) wieviel kostet mich die Idee
b) ist es zeitlich machbar
c) werden am Schluss meine Erwartungen an die Reise erfüllt 😛
LG M.
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68 Beiträge · seit 201526. Nov. 2017 · #11
Hallo Hanspi

Als ich die Strecke 2014/2015 gefahren bin, war abgesehen vom Norden Kenias alles durchgehend Teerstrasse.

Carnet:
Meines Wissens gibt es zwei Möglichkeiten, die Kaution zurückzuerhalten:
1) Indem die letzte Seite abgestempelt wird, dann gibt’s die Kaution sofort zurück. Das ist der Fall, wenn das Auto ins Heimatland zurückgeführt wird
2) Indem die letzte Seite zwar leerbleibt, aber für jedes Land brav Import UND Export gestempelt wird. In diesem Fall muss man aber warten, bis die Verjährungsfrist abgelaufen ist (glaube es sind 2 Jahre), während denen eine ausländische Zollbehörde die Kaution einfordern kann.

Mit dem Fall 2) und wenn man 2 Jahre auf die Kaution warten kann, tun sich Möglichkeiten auch ohne Verschrottung auf:
Zum Beispiel Auto in dem staatenlosen Gebiet zwischen zwei Grenzübergängen, also sozusagen in der Zollfreizone an den Autodealer deines Vertrauens verschenken, die wissen dann schon wie der Wagen importiert wird bzw. verwerten ihn als Ersatzteillage. Wert in Afrika unterwegs ist, kennt das ja: An den grossen Grenzübergängen gibt es zwischen den Grenzstationen immer einen riesigen Parkplatz mit hunderten von Autos ohne Nummernschilder, einfach dort dazustellen, der wird ganz bestimmt verwertet 🙂 Funktioniert natürlich nur dort, wo die beiden Grenzübergänge noch in alter Manier ein paar hundert Meter auseinanderliegen, also wo noch kein One-Stop-Border-Post ist.

Lg
Lukas


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1'165 Beiträge · seit 201726. Nov. 2017 · #12
Schonmal nachgedacht die Idee als "Experience the ROADster" an BMW zu verkaufen. Eine Art Erlebnisblog der Reise?

Mag Schwachsinn sein, aber könnte mir vorstellen, dass die sowas sponsorn. (und sei es nur der Transfer) 😉
Unsere Reisen: Uganda 2026 | Im grünen Herzen Afrikas ||| NAMIBIA 2024 | Wolkenlos Glücklich im Kaokoveld ||| KTP & MOREMI 2022 | Erstmal sitzen! ||| BOTSWANA 2021 | Wo ein Wille ist, ist oft KEIN Weg! ||| KRÜGER 2020 | Im hohen Gras, gibt's keine Katzen?! ||| BOTSWANA 2018 | ABER, irgendwas ist ja immer! ||| NAMIBIA 2017 | Been there. Done it! Got it?
6'369 Beiträge · seit 201127. Nov. 2017 · #13
Hoi zämä

Geile Idee!!! 😎
Nein, ich hab so was noch nie gemacht, aber mit etwas Fahrkönnen und dem grösstmöglichen Reifendurchmesser ist mehr möglich als die Meisten denken!
Ich war mit meinem damaligen Honda CRX Targa auch auf der bei Offroadern so beliebten ligurischen Grenzkammstrasse etwas unterwegs! 😎
Einigen sind beinahe die Augen aus den hochgerüsteten Defendern, G's und LandCruisern gefallen als ich an ihnen, die Steine um- statt überfahrend, vorbeizog. Viele hatten Angst vor Steinen mit 10cm Höhe usw...das war etwas weniger als die Bodenfreiheit meines Autos... 😉
Aber da hier eh schon geschrieben wurde dass der grosse Teil der Strecke geteert ist kann man nur noch sagen: Los gehts! 🤩
Und schreib bitte einen Reisebericht!!! 🙂
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
33,1k Beiträge · seit 200627. Nov. 2017 · #14
Eher OFF TOPIC
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Hi zusammen,
Ob Du dann dieses Depot zurück kriegst bei Verschrottung würd ich auch abklären (ich glaube nicht - weiss es aber nicht 100%).
Fahrzeug kann nicht nach Deutschland zurückgebracht werden: Sie müssen die Verzollung bzw. Verschrottung durch ein ausländisches Zollamt im Carnet de Passages auf dem Ausreise-, dem Stammabschnitt und der Verbleibsbescheinigung (Blatt 26) bestätigen lassen. Zusätzlich muss ein Verzollungs- oder Verschrottungsbeleg mit vollständiger Angabe der Fahrgestell- und Motornummer von der jeweiligen Zollbehörde ausgestellt werden. Daraus muss hervorgehen, dass keine weiteren Zollforderungen mehr bestehen. Diese Belege werden in Kopie zusammen mit einer beglaubigten Übersetzung und dem Carnet de Passages an den ADAC zurückgesandt. Ist keine beglaubigte Übersetzung vorhanden, so bleibt es dem Dokumentinhaber überlassen, diese über den ADAC oder einen vereidigten Übersetzer anfertigen zu lassen. Die Kosten trägt in beiden Fällen der Dokumentinhaber.
(Quelle: ADAC - https://www.adac.de/_mmm/pdf/DE-Antragsunterlagen%20komplett_291487.pdf)

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
5'479 Beiträge · seit 200927. Nov. 2017 · #15
Nachdem auch aus Wadi Halfa seit einigen Jahren via Asphalt wegkommt, sind nur noch Teile der Strecke von der äthiopisch-kenianischen Grenze bis Isiolo Piste. Der gesamte sonstige Teil der Strecke ist asphaltiert. Von der Seite sollte Deinem Unternehmen also nichts im Wege stehen.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
2'391 Beiträge · seit 201627. Nov. 2017 · #16
Das wäre auf jeden Fall ein tolles Vortragsthema für ein Forumstreffen. In der Eifel seid ihr herzlich willkommen zum referieren!
Viele Grüße
Sasa
Die Freiheit des Einzelnen endet da, wo seine Faust die Nase eines anderen trifft. 3 Generationen zum ersten Mal auf Pad, Namibia 2016: http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/291659-3-generationen-auf-grosser-namibia-erstlingstour.html
1'927 Beiträge · seit 200827. Nov. 2017 · #17
hanspo schrieb:
.........Reiseroute sieht grob etwa so aus: Ägypten (bis dorthin verschiffen)......
... gibt es da momentan überhaupt eine Möglichkeit 😮

Gruß
Peter
4'129 Beiträge · seit 200827. Nov. 2017 · #18
nein
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
352 Beiträge · seit 201627. Nov. 2017 · #19
Wenn es ein Polski Fiat von Polen bis Windhoek schafft, dann sollte es ein Z4 auch schaffen.
Sah übrigens damals witzig aus Da standen voll 2 ausgerüstete Landcruiser und daneben ein Fiat 126 mit Dachgepäckträger.... 😛
Gast27. Nov. 2017 · #20
http://www.digitalvd.de/dvds/63527,Im-Goggo-um-die-Welt---Traumreise-zu-dritt.html
Grüße
Viele "Ältere" hier und ich selber haben früher Teile von Afrika oder alles mit PKW, Bully odgl. befahren. So was war einmal normal und es geht Vieles das man heute nicht glauben möchte. Aber es ging nicht immer ohne Schaden am Unterboden und Fahrwerk. Eine Fährenrampe hat mich 5l Tankinhalt und beschädigten Auspuff gekostet, einem Alfa Spider am Nachbarplatz in Sodwana die Ölwanne usw. usw., die Böschungswinkel sind oft ein Problem, tiefe Spurrillen sowieso. Gehen tut Vieles, ob es auch immer Spaß macht, ist eine andere Sache, in diesem Zeitlimit sowieso
Grüße
zuletzt bearbeitet 27. Nov. 2017