Maputo828 Beiträge · seit 201616. Okt. 2018 · #222
In Zimbabwe ist alles am Boden
Die Infrastruktur, die Wirtschaft, der ganze Staat hoffnungslos durch Korruption unterhöhlt, die Menschen verzweifelt. Ich bekomme regelmässig SMS von Leuten die ich kenne..."we are hungry,... no food"... "horrible prices" ...usw...
Bin der gleichen Meinung wie Dreamliner. Alles ist ausser Kontrolle.
Das Land steht kurz vor der Implosion und kann ohne fremde Hilfe nicht mehr überleben. Auch mit fremder Hilfe wird es eine gigantische Herausforderung ZIM wieder auf die Beine zu stellen und es wird sehr viel Zeit brauchen, wenn es überhaupt je gelingt.
GinaChrisThemenstarter4'984 Beiträge · seit 201616. Okt. 2018 · #223
Wichtig für Selbstfahrer! Simbabwe plant offenbar ein Verbot, Kanister o.ä. an Tankstellen mit Treibstoff zu befüllen. Wie man dann aber zB einen Generator betanken soll, ist mir nicht klar... https://www.chronicle.co.zw/govt-to-ban-use-of-jerry-cans/
Auf dieser hp > https://www.welist.co.zw/ findet man Tankstellen die Treibstoff haben. Im Detail welchen, womit man bezahlen kann, und wie lange man warten muss. Die Seite deckt jedoch im Moment nur wenige Orte ab, und ist nicht sehr zeitnah. (letzter Eintrag gestern 18:27)
Gruß Gina
GinaChrisThemenstarter4'984 Beiträge · seit 201616. Okt. 2018 · #224
Szenen die unter die Haut gehen... ...aufgenommen in Epworth, südöstlich von Harare, als ein Proton-LKW (Großbäckerei in ZIM) mit einer Lieferung Brot ankommt. Menschenschlangen hinter dem Wagen, der noch nicht einmal seine Hecktüren geöffnet hat, drängen, stoßen, rempeln, schreien, um an Brot zu kommen. by Costa Nkomo, Multimedia Journalist und Radio- und Fernsehreporter in ZIM https://twitter.com/costahcostah
Gruß Gina
Andre008794 Beiträge · seit 201316. Okt. 2018 · #225
Puh, das klingt alles nicht so gut, vor allem für die Locals...
Wir planen im Januar im Rahmen unserer Botswana Reise einen Abstecher nach VicFalls sowie in den Hwange NP und aufgrund der Lage muss bzw. sollte man ja alle Lebensmittel mitbringen. Was aber wohl nicht immer erlaubt ist (kein Fleisch, nur 15 Bier, kein Mehl etc.)....
Bei der Lage könnte ich mir fast vorstellen, dass die Jungs an den Grenzen aktuell ggf. etwas schärfer kontrollieren. Kann jemand dazu etwas sagen? Wir würden idealerweise von Kasane über Kazungula nach Zimbabwe einreisen. Alternativ wäre, mit einem Umweg, auch Padamatenga möglich.
Ist aktuell eher eine der beiden Grenzen zu empfehlen? Wobei ich ja denke, dass die Leute in Padamatenga mehr Zeit (zum Durchsuchen) haben, da dort ja so gut wie gar nichts los ist... In Kazungula dagegen gibt es mehr zu tun und daher weniger Zeit zum Durchsuchen... Aber das ist natürlich nur eine wage Annahme bzw. wishfull thinking... 😉
Hat dazu jemand aktuell Erfahrungen gemacht?
Vielen Dank vorab & beste Grüße Andre
GinaChrisThemenstarter4'984 Beiträge · seit 201617. Okt. 2018 · #226
Und falls jemand doch Kanister mit Treibstoff befüllen möchte, gibts dafür jetzt ein neues Formular: "Authority to use a jerry can for fuel"
FOFocus517 Beiträge · seit 201817. Okt. 2018 · #227
GinaChris schrieb:Und falls jemand doch Kanister mit Treibstoff befüllen möchte, gibts dafür jetzt ein neues Formular: "Authority to use a jerry can for fuel"
Hallo, so eine Maßnahme ist nicht so unüblich wenn Hamsterkäufe und blühender Schwarzmarkt bzw. ein Parallelmarkt droht. Anfang der 2000er Jahre gab es die gleiche Situation in Malawi. Dort musste ich zur Energiebehörde in Lilongwe und ein ähnliches Formular ausfüllen und mir die Genehmigung holen. Dauerte ca. 1 Stunde und ich erhielt eine Genehmigung mit zig Stempeln, dass ich in Lilongwe, nicht irgendwo im Land, meine 2x20 Liter Benzin erhalte. Mit diesem Schreiben dann zur Tankstelle und befüllt. Aber das nur nebenbei - Ein riesen Aufwand ist es trotzdem, da man schon bei der Suche nach der richtigen Behörde viel Zeit und Nerven verliert. Aber ehe man trocken liegen bleibt. Damals gab es noch nicht solche Informationsquellen in dem Umfang wie heute. VG
Die Regierung in Simbabwe arbeitet sich verzweifelt an den Symptomen ab: - Tankmengen, Zusatzkanister werden rationiert - ein neues Preisüberwachungssystem soll "unbegründete" Preiserhöhungen verhindern - Schwarzmarkthändlern soll das Handwerk gelegt werden
Nichts davon adressiert die Ursachen: - zu hohe Importe, zu geringe Exporte - viel zu hohe Staatsausgaben - und über allem die Vertrauenskrise
Es werden von der Regierung andauernd Garantieerklärungen abgegeben: - Es ist garantiert genügend Benzin im Land verfügbar. - Es sind garantiert genügend Grundnahrungsmittel im Land verfügbar. - Alle Bankguthaben seien garantiert und sicher. - RTGS-Dollar und Bond-Notes sind garantiert 1:1 in US-Dollar konvertierbar.
Das passt aber nicht zur erlebten Realität der Bevölkerung und deswegen wird die Vertrauenskrise mit all ihren Nebenwirkungen eher schlimmer statt besser. Nach dem Zusammenbruch des Zimbabwe-Dollars wurden die Simbabwer 2009 aufgefordert, Fremdwährungskonten in US-Dollar zu eröffnen. Die Zahlen, die sie auf ihren Konten sehen, sollen für US-Dollar stehen. Gerade lernen sie anhand von Aussagen der Zentralbank, dass diese Konten nun für RTGS-Dollar bzw. "local currency" (bzw. inoffiziell Zollar) stehen. Theoretisch 1:1 in US-Dollar konvertierbar, praktisch aber nicht. Für echte US-Dollar-Konten (foreign currency) sollen nun wieder US-Dollar-Fremdwährungskonten eröffnet werden. Alle dachten, dass sie so ein Konto schon hatten und dann fühlen sich viele im Film "2009 reloaded".
Der simbabwische Kirchenrat (der eigentlich politisch immer sehr "neutral" war) hat sich ja mittlerweile eingeschaltet und als letzte Chance der Rettung des Landes ein Gespräch von Mnangagwa und Chamisa vorgeschlagen... wurde abgelehnt. Dem Kirchenrat nach wäre das Land ohne diese Zusammenkunft nicht mehr zu retten. Da gibt es verschiedene Artikel bei News24 zu, u.a. https://www.news24.com/Africa/Zimbabwe/mnangagwa-chamisa-dialogue-plan-collapses-zim-churches-say-20181017
Viele Grüße Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
GinaChrisThemenstarter4'984 Beiträge · seit 201618. Okt. 2018 · #230
Guten Morgen,
lt. Pressekonferenz mit Minister Joram Gumbo gibt es nun doch kein Verbot zum Betanken von Kanistern mit Treibstoff. Man hat offenbar erkannt, dass es etwas umständlich wäre, all die vom Treibstoff abhängige Gerätschaft zur Tankstelle zu schaffen.
FOFocus517 Beiträge · seit 201818. Okt. 2018 · #231
Hallo, lt. Freunden aus HRE seit Montag kein Strom mehr in Harare. Stand gestern Abend. Nun kommt ein weiteres Problem für uns Touristen hinzu. Das gab es schon einmal n Zimbabwe. Selbst wenn die Tanke Treibstoff hat, kann nicht getankt werden, weil die Zapfsäulen nicht funktionieren. Bedeutet, warten auf unbestimmte Zeit, wenn ich dringend Benzin/Diesel benötige. VG
GinaChrisThemenstarter4'984 Beiträge · seit 201619. Okt. 2018 · #232
Guten Morgen,
in Simbabwe gehen antialkoholische Getränke aus. Alex Makamure, Direktor für Unternehmensangelegenheiten bei Delta Corp.Lim. (Cola, Fanta, Sprite, ect.) erklärt, dass die Gründe dafür Hamsterkäufe, und nicht verfügbare Fremdwährung seien, die benötigt wird, um die. für die Produktion notwendigen Konzentrate im Ausland anzukaufen. https://news.pindula.co.zw/2018/10/18/delta-speaks-on-shortage-of-soft-drinks/
Gruß Gina
Cruiser2'530 Beiträge · seit 201119. Okt. 2018 · #233
Best Regards
Adolf
Conservation is our passion!
Trustee, Sponsor & SA Contact for 'Desert Lion Conservation'!
Sponsor of Desert Elephant Conservation.
Hobby: Land Cruiser Touring Vehicles. Member of the LCCSA.
Slogan: Tread lightly, leave nothing but your foot prints!
GinaChrisThemenstarter4'984 Beiträge · seit 201621. Okt. 2018 · #234
Über kurz oder lang (eher kurz) wird es wohl darauf hinaus laufen, dass die Leihwagenvermieter Zimbabwe schlichtweg nicht mehr erlauben.
Als ob sich sowas nicht herum spricht...
LG Logi
FOFocus517 Beiträge · seit 201822. Okt. 2018 · #237
Hallo,
VG
FOFocus517 Beiträge · seit 201823. Okt. 2018 · #238
Hallo, nach gestrigen Telefonat mit Harare sieht die Versorgungslage mit Lebensmitteln nicht so ganz schlecht aus. Engpässe gibt es wohl mit den Nahrungsmitteln, die die große Masse kauft Milipap, Öl, Zucker etc. Die Dinge wie wir sie als Europäer kaufen sind vorhanden, wenn auch zum offiziellen Kurs sehr teuer. Versorgungslage mit Sprit sehr angespannt - lange Schlangen, bereits über Nacht anstehen und dann ist die Tanke leer..... Also seinen Radius genau berechnen, dass man ggf. auch ohne Nachtanken zurück in ein Nachbarland kommt. Strom derzeit in Harare wieder da.
Info bezieht sich ausschließlich auf HRE.
VG
GinaChrisThemenstarter4'984 Beiträge · seit 201624. Okt. 2018 · #239