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Chrigu7'263 Beiträge · seit 200625. Juli 2017 · #2
Hallo Christian
Das ist am Horseshoe passiert mit einem Fahrzeug von Namushasha. Wir haben letztes Jahr den Gamedrive mitgemacht. Ich war sehr unzufrieden. Der Fahrer hatte weder das Fahrzeug noch die Gegebenheiten vor Ort im Griff (weicher Sand). Es wurde z.B. mit drei Bar Druck gefahren. Dadurch ist das Fahrzeug immer wieder stecken geblieben. Dann wurde mit viel Gas versucht frei zu kommen. Wenn Du das dann in Kombination mit einem wütenden Elefanten hast, dann kann genau so etwas passieren.
Ich mag die Gondwana Lodges und die Leute von Gondwana. Aber bei dem Game-Drive den wir mitgemacht haben wurde so viel falsch gemacht, dass mich die Meldung jetzt nicht so erstaunt.
Ich hoffe es geht allen Insassen gut.
Herzliche Grüsse Chrigu
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binca751'567 Beiträge · seit 201525. Juli 2017 · #3
Hallo, zum Game-Drive der Namushasha Lodge kann ich nichts sagen. Wir waren nur mit dem Boot unterwegs... Auf dem Weg zur Twyfelfontein Country Lodge sind uns aber zufällig im eigenen Hilux die Wüstenelefanten "über den Weg" gelaufen 🤩 und damit gleichzeitig auch ein paar Fahrzeuge: Wir sind auch an den Rand gefahren und haben mit respektvollem Abstand ehrfurchtsvoll gewartet... Ich hatte den Eindruck, die "Guide-Fahrzeuge" wetteiferten um den besten Platz. 😐 🙁 Wollten eigentlich die Wüstenelefantentour buchen, haben es dann aber sein lassen... Glücklicherweise ist niemandem etwas passiert.
Swakop19522'664 Beiträge · seit 201226. Juli 2017 · #4
Der Wettbewerb und Verantwortungslosigkeit der Guides führt immer wieder zu solchen "narrow" escapes. Und die Touristen fördern das durch dicke Trinkgelder, je verantwortungsloser ein Guide auftritt. Inzwischen verzichte ich deshalb immer mehr auf solche Touren, auch wenn man eine eingeschränkte Trefferquote hat. Zumal man sich auch mal überlegen muß, wie manche Gebiete durch Tourenfahrzeuge kaputt gefahren werden weil keinerlei Disziplin vorhanden ist. Siehe z.B. South Luangwa.
Burschi4'140 Beiträge · seit 200926. Juli 2017 · #5
Hallo Swakop, grundsätztlich gebe ich dir Recht. Aber in diesem Fall muss ich den Guide in Schutz nehmen. Ich bin mit ihm schon zweimal die Tour gefahren, er ist sehr kompetent und kein "durch die Pampa-Raser". Wir haben mit Rector schöne Touren gemacht. er ist erfahren. Allerdings waren wir mit ihm immer zu zweit oder höchstens zu dritt unterwegs und er fuhr schon wegen unseres Vogelinteresses immer sehr langsam. Wie es natürlich ist, wenn ein Fahrzeug voll besetzt ist mit "Big-Five-Pauschaltouristen", kann ich nicht sagen. Aber - und da gebe ich Swakop wieder Recht - deswegen steige ich nicht mehr bei Gondwana ab. Gruß: Burschi
Das kann aber auch einfach so schnell passieren, ohne das eine Person einen Fehler macht...
Wir waren im März am Horseshoe mit dem eigenen Wagen, also kein geführter Gamedrive. Ca 1-2 km vor dem Horseshoe haben wir die ersten Elefanten gesehen und uns noch riesig gefreut. Dann waren 2-3 Gruppen links oder rechts, die noch ziemlich weit weg waren, und die Freude stieg noch weiter an. Tja..und irgendwann, waren überall Elefanten. Das Buschwerk war im März ziemlich hoch und die Sicht nach links/rechts teilweise sehr schlecht. Wir standen auf der Fahrspur und Elefanten sind einfach aus allen Richtungen aus dem Buschwerk gekommen. Wir konnten weder vor noch zurück fahren. Motor aus und abwarten, mehr konnten wir nicht machen..zwischendurch etwas Rückwärts und wieder leicht Vorwärts.
Unterm Strich ist nichts passiert, aber der eine oder andere Elefanten war schon ziemlich bedrohlich Nah am Fahrzeug und war am Trompeten. Da waren plötzlich ein paar Hundert Elefanten um uns rum. Irgendwo hatte ich hier auch einen anderen Reisebericht (Eulenmuckel?) mit einer ähnliche Situation gelesen.
KarstenB2'396 Beiträge · seit 201126. Juli 2017 · #7
Hallo,
die Situation, die Hirogen beschreibt, ist ja nicht so ungewöhnlich. Das erste mal hatten wir das im Tarangire 1994. Wir hatten damals einen Guide, der sehr gelassen blieb. Ebenso die Elefanten. Einen Hinweis von ihm erinnere ich noch: Elefanten würden hohe Frauenstimmen nicht mögen, hysterisches Kreischen sei also nicht hilfreich. 😗 Daran habe ich Véro immer gerne erinnert, wenn wir in einer ähnlichen Situation waren. 😈
Berg-Eule2'060 Beiträge · seit 201326. Juli 2017 · #8
Hallo,
wir haben das schon mit verschiedenen Guides erlebt, dass Elefanten überraschend ganz nah am Wagen aus dem dichten Busch kamen, ohne dass man sie vorher bemerken konnte. Da kann man nur von Glück reden, wenn sie nicht aggressiv sind.
Aber wir haben es auch schon erlebt, dass Touris auf offener Steppe direkt vor einem sichtlich erregten Bullen hielten, um tolle Fotos zu schießen. Der Elefant wedelte heftig mit Ohren und Rüssel, stampfte mit den Füßen im Staub - seine Laune war wirklich nicht zu übersehen. 🤢
Liebe Grüße von Gabriele
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Jeder Augenblick ist von unendlichem Wert. (Seneca)
Burschi4'140 Beiträge · seit 200926. Juli 2017 · #9
Topobär5'479 Beiträge · seit 200901. Aug. 2017 · #10
Hirogen schrieb:Das kann aber auch einfach so schnell passieren, ohne das eine Person einen Fehler macht...
Wir waren im März am Horseshoe mit dem eigenen Wagen, also kein geführter Gamedrive. Ca 1-2 km vor dem Horseshoe haben wir die ersten Elefanten gesehen und uns noch riesig gefreut. Dann waren 2-3 Gruppen links oder rechts, die noch ziemlich weit weg waren, und die Freude stieg noch weiter an. Tja..und irgendwann, waren überall Elefanten. Das Buschwerk war im März ziemlich hoch und die Sicht nach links/rechts teilweise sehr schlecht. Wir standen auf der Fahrspur und Elefanten sind einfach aus allen Richtungen aus dem Buschwerk gekommen. Wir konnten weder vor noch zurück fahren. Motor aus und abwarten, mehr konnten wir nicht machen..zwischendurch etwas Rückwärts und wieder leicht Vorwärts.
Unterm Strich ist nichts passiert, aber der eine oder andere Elefanten war schon ziemlich bedrohlich Nah am Fahrzeug und war am Trompeten. Da waren plötzlich ein paar Hundert Elefanten um uns rum. Irgendwo hatte ich hier auch einen anderen Reisebericht (Eulenmuckel?) mit einer ähnliche Situation gelesen.
Die hier beschriebene Situation ist rund um den Horseshoe der Normalfall und man kann es nicht verhindern. Das Gelände ist sehr unübersichtlich und die Elefantendichte sehr hoch. In den allermeisten Fällen geht es gut, aber wenn man einem schlachtgelaunten Dickhäuter erwischt, kann es auch mal schief gehen. Das hat dann nichts mit richtig oder falsch zu tun, sondern mit Schicksal.
lilytrotter4'129 Beiträge · seit 200805. Aug. 2017 · #11
Zu dem Elefantenangriff selbst können wir zwar nix sagen, wir verließen Stunden zuvor den Horseshoe.
Allerdings hatten wir Tags zuvor eine denkwürdige Elefantenbegegnung: Als wir den Track im Busch „hinter“ dem Horseshoe fuhren, standen „plötzlich“ nach einer Biegung 3 Elefanten auf dem Weg und sicherten. Wir hielten sofort. Entfernung gut 30 Meter. Gern wären wir etwas dichter gefahren, für ein besseres Foto, doch das Verhalten der Elefanten war nicht entspannt. Also blieben wir auf „Hab acht“ und waren vorbereitet den Rückwärtsgang zu benutzen. Sehr selten sieht man Elefanten sichernd auf dem Weg, ohne dass etwas los ist. - Nun, sie hatten uns natürlich zuvor gehört, aber sie hören täglich irgendwelche Autos durch den Busch fahren. Vielleicht haben sie viele Babys dabei? Nach mehreren Minuten Stillstand – Kopfschütteln – Stillstand muss es wohl ein „go“ für die Herde gegeben haben: Weitere Elefanten querten hinter ihnen nacheinander den Track, sie hatten im Busch gewartet. Wir zählten 59 Elefanten (+ die 3 „Wächter/Leitkühe“) – eine große Herde, relativ viele Junge dabei. Erst als alle durchwaren gingen die sichernden Elefanten hinterher.
Da wir die Herde gern am Flussufer beobachten wollten, fuhren wir das kurze Stück zurück und stellten uns neben den Hide. In ca. 70 Metern Entfernung erreichte die Herde grade das Ufer. Manchmal sind Elefantengruppen unruhig, wenn sie sehr durstig sind und ihr Wasser erreichen wollen, das vergeht dann, wenn sie zufrieden getrunken haben. Diese Elefanten tranken und badeten und puderten sich – und trotzdem blieben sie unruhig. Sie warfen irgendwann den Kopf und zeigten Unmut in unsere Richtung. Wir meinten, wir seien wohl heute etwas überängstlich, als ich den Rückwärtsgang präparierte (ich sicherte sozusagen...) – sie waren doch so weit weg... Und trotzdem haben einige nicht aufgehört sich an uns zu stören.
Im Laufe der folgenden 20 Minuten kamen noch mehrere Herden an den Horseshoe zum trinken, rechts und links von uns war das seichte Ufer des Kwando eine einzige Elefantentränke und Badestelle. Als hätten sich alle zum mittäglichen „socialising“ verabredet. Wir waren überwältigt - und blieben vorsichtig, insbesondere als sich der unruhige Familienverband am Ufer zügig an uns vorbei in Richtung anderer Verbände bewegte, immer wieder den Kopf in unsere Richtung zeigend – normalerweise gehen sie einfach ihres Weges und interessieren sich nicht für derart weit Entferntes. Wir waren froh, als diese Gruppe den Horseshoe in eine Richtung verließ, in die wir nicht fahren wollten. Wir konnten nun entspannt noch eine Stunde Elefanten beobachten, letztlich zählten wir insgesamt ca. 600 Elefanten in dieser Zeit. Das war extrem beeindruckend und spannend – und offensichtlich nicht alltäglich: Tags zuvor und Tags drauf kam jeweils nur eine/zwei kleine Gruppen zum trinken.
Ich schreibe dies, weil die Geschichte, die bei facebook steht, uns in der Angabe der ungewöhnlich weiten Angriffs-Entfernung der Elefantenkuh und der „Grundlosigkeit“, also des Fehlens eines Fehlverhaltens von Fahrzeug/Menschen als absolut glaubwürdig erscheint (das ist ja sehr häufig durchaus anders, leider...). Uns fiel sofort das ungewöhnliche Verhalten der Elefanten wieder ein. Diese Elefantenkuh muss zuvor irgendeine Bedrohung erlebt haben.
Eine Notiz am Rande: Am Tag zuvor hatte man angefangen den Busch abzubrennen. Waren wir anfangs noch begeistert, dass wir hier keine verbrannten Flächen im Park sahen, so war dieser Zustand nun vorbei. Wir durchquerten an diesem Vormittag reichlich brennende Flächen. Vielleicht war diese Herde kurz zuvor davon in Bedrängnis geraten. Keine Ahnung. Nur ein Gedanke.
Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter
Always look on the bright side of life... :-)
Walvisbay boomt
BEbeate1'450 Beiträge · seit 200605. Aug. 2017 · #12
Hallo Burschi, leider kann zumindest ich den Artikel in der AZ nicht lesen, da die Seite für Nicht-Abonnenten gesperrt ist. Bzw. es kommt immer seitengross die Aufforderung, sich anzumelden.
Zum Thema an sich wage ich ja gar nichts mehr zu sagen. Zu oft habe ich hier schon geschrieben, wie unverantwortlich manche Guides fahren. Und jedesmal bekam ich zur Antwort, dass ich da was falsches sehe. Wir haben es auch in Namibia, aber eben nicht nur dort, erlebt, dass Guides bewusst in Elefantenherden gefahren sind, oder auch mal quer über eine Wiese, weil weiter hinten Löwen im Gras lagen, und und und.
Beate
lilytrotter4'129 Beiträge · seit 200805. Aug. 2017 · #13
oh, doch, beate, nur nicht aufhören, - deine Erfahrungen können wir bestätigen und ebenfalls teilen wir deine kritische Haltung zu derartig unerhörtem und dummem Verhalten von Guides oder Touristen. Insbesondere an der Chobe Riverfront haben wir es mehrfach beobachten können, was du beschreibst, aber ebenso an anderen Stellen.
Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter
Always look on the bright side of life... :-)
Walvisbay boomt
Über die Jahre habe ich mir zusammengereimt, dass Elefanten, wenn sie sich aus den diversen Gründen zu sehr großen Verbänden zusammenschließen und wandern, sich manchmal auch gegenseitig verrückt machen. Da herrscht oft große Nervosität, ein Tier schreckt sich, protestiert und schon gibt es eine Kettenreaktion. Unlängst habe ich wieder so eine Wanderung gesehen, innerhalb einer Stunde sind vielleicht 300 bis 400 Tiere vorbeigezogen. Da war ein ständiges Trompeten, Ohrenwacheln und Rennen, kurzeitig richtige Stampeden, die überhaupt nichts mit Verunsicherung durch die Touristen auf der Straße zu tun hatte. So was gibt’s auch, denke ich.
Damals sind wir einen Tag nach unserer Elefanten-Attacke an diesem Elefanten vorbei gekommen und ich denke mal, so eigenartig wie er da liegt ist er möglicherweise von Wilderern erschossen worden.... (vielleicht gehörte er zu der Herde die uns angegriffen hat) ich habe das damals gar nicht so realisiert...stand immer noch unter Schock vom Ereignis des Vortages und war auch zu unerfahren zu dem Zeitpunkt (da zweite Safari überhaupt)....zu unerfahren, als dass ich den Guide gebeten hätte einmal von vorne an den Elefanten heranzufahren, damit wir seine (möglicherweise entfernten) Stoßzähne hätten sehen können.... Aber das Vierländereck Namibia, Botswana, Zambia, Zimbabwe ist wohl bei Wilderern sehr beliebt, da sie schnell über die Grenzen abhauen können - zum anderen ist es schlicht die Elefantenreichste Gegend Afrikas, was eben dadurch bedingt auch zu einigem Streß unter den Tieren beiträgt...