LH nach Windhoek

579 Antworten · 103k Aufrufe · gestartet 13. Juli 2017 von travelNAMIBIA
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78 Beiträge · seit 201717. Mai 2020 · #81
Die Corona-Krise wird zu einer massiven Bereinigung des Streckennetzes führen. Die Fluggesellschaften werden ihre Flotten zusammenstreichen. Kleine Gesellschaften werden verschwinden. Andere werden sich auf ihr Kerngeschäft konzentrieren. Windhoek ist ein Ziel, das in Zukunft aus Europa weder nonstop noch direkt angeflogen wird. EW/LH wird die Strecke aufgeben, Condor sowieso. Ethiopian verzichtet mit seiner Umsteigeverbindung ebenfalls. AN zieht sich von der Langstrecke zurück. Das Ziel wird weitgehend über Joburg abgewickelt. Möglicherweise - momentan mehr wahrscheinlich als unwahrscheinlich - hält Qatar an seiner Verbindung über Doha fest, allerdings reduziert auf drei Verbindungen pro Woche.
Das Preisniveau wird sich insgesamt deutlich nach oben entwickeln.
zuletzt bearbeitet 17. Mai 2020
Themenstarter33,1k Beiträge · seit 200617. Mai 2020 · #82
@Christian : Ist denn aus deiner persönlichen Sicht damit zu rechnen, dass es Anfang Juli wieder internationale Flüge geben wird ?
wenn es so weiter läuft hier im Land, dann ist damit zu rechnen, dass Phase 4 pünktlich zum 30. Juni in Kraft tritt. Diese sieht die Implementierung der normalen Flugpläne vor, spricht aber auch von Quarantänemaßnahmen. Aber welche das sein werden, wird vermutlich erst maximal eine Woche vorher entschieden.

Viele Grüße
Christian
Die Corona-Krise wird zu einer massiven Bereinigung des Streckennetzes führen. Die Fluggesellschaften werden ihre Flotten zusammenstreichen. Kleine Gesellschaften werden verschwinden. Andere werden sich auf ihr Kerngeschäft konzentrieren. Windhoek ist ein Ziel, das in Zukunft aus Europa weder nonstop noch direkt angeflogen wird. EW/LH wird die Strecke aufgeben, Condor sowieso. Ethiopian verzichtet mit seiner Umsteigeverbindung ebenfalls. AN zieht sich von der Langstrecke zurück. Das Ziel wird weitgehend über Joburg abgewickelt.
...steht in der Klaskugel? Fakten sind bisher:
QA (ab 7.7.) und Air Namibia (ab 30.6.) haben die Wiederaufnahme angekündigt. Außer KLM hat keine weitere Airline einen Rückzug bestätigt. Über Joburg wird hingegen lange nichts laufen, da frühestens ab November Südafrika seinen Luftraum für internationale/regionale Flüge öffnen will.
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
zuletzt bearbeitet 17. Mai 2020
78 Beiträge · seit 201717. Mai 2020 · #83
travelNAMIBIA schrieb:
@Christian : Ist denn aus deiner persönlichen Sicht damit zu rechnen, dass es Anfang Juli wieder internationale Flüge geben wird ?
wenn es so weiter läuft hier im Land, dann ist damit zu rechnen, dass Phase 4 pünktlich zum 30. Juni in Kraft tritt. Diese sieht die Implementierung der normalen Flugpläne vor, spricht aber auch von Quarantänemaßnahmen. Aber welche das sein werden, wird vermutlich erst maximal eine Woche vorher entschieden.

Viele Grüße
Christian

Nein, nicht Glaskugel. Das ist mein Wissen.
Die Corona-Krise wird zu einer massiven Bereinigung des Streckennetzes führen. Die Fluggesellschaften werden ihre Flotten zusammenstreichen. Kleine Gesellschaften werden verschwinden. Andere werden sich auf ihr Kerngeschäft konzentrieren. Windhoek ist ein Ziel, das in Zukunft aus Europa weder nonstop noch direkt angeflogen wird. EW/LH wird die Strecke aufgeben, Condor sowieso. Ethiopian verzichtet mit seiner Umsteigeverbindung ebenfalls. AN zieht sich von der Langstrecke zurück. Das Ziel wird weitgehend über Joburg abgewickelt.
...steht in der Klaskugel? Fakten sind bisher:
QA (ab 7.7.) und Air Namibia (ab 30.6.) haben die Wiederaufnahme angekündigt. Außer KLM hat keine weitere Airline einen Rückzug bestätigt. Über Joburg wird hingegen lange nichts laufen, da frühestens ab November Südafrika seinen Luftraum für internationale/regionale Flüge öffnen will.
78 Beiträge · seit 201717. Mai 2020 · #84
travelNAMIBIA schrieb:
@Christian : Ist denn aus deiner persönlichen Sicht damit zu rechnen, dass es Anfang Juli wieder internationale Flüge geben wird ?
wenn es so weiter läuft hier im Land, dann ist damit zu rechnen, dass Phase 4 pünktlich zum 30. Juni in Kraft tritt. Diese sieht die Implementierung der normalen Flugpläne vor, spricht aber auch von Quarantänemaßnahmen. Aber welche das sein werden, wird vermutlich erst maximal eine Woche vorher entschieden.

Viele Grüße
Christian
Die Corona-Krise wird zu einer massiven Bereinigung des Streckennetzes führen. Die Fluggesellschaften werden ihre Flotten zusammenstreichen. Kleine Gesellschaften werden verschwinden. Andere werden sich auf ihr Kerngeschäft konzentrieren. Windhoek ist ein Ziel, das in Zukunft aus Europa weder nonstop noch direkt angeflogen wird. EW/LH wird die Strecke aufgeben, Condor sowieso. Ethiopian verzichtet mit seiner Umsteigeverbindung ebenfalls. AN zieht sich von der Langstrecke zurück. Das Ziel wird weitgehend über Joburg abgewickelt.
...steht in der Klaskugel? Fakten sind bisher:
QA (ab 7.7.) und Air Namibia (ab 30.6.) haben die Wiederaufnahme angekündigt. Außer KLM hat keine weitere Airline einen Rückzug bestätigt. Über Joburg wird hingegen lange nichts laufen, da frühestens ab November Südafrika seinen Luftraum für internationale/regionale Flüge öffnen will.
Nein, nicht Glaskugel. Das ist mein Wissen.
121 Beiträge · seit 201717. Mai 2020 · #85
Wüstenruhe schrieb:

Nein, nicht Glaskugel. Das ist mein Wissen.
Woher beziehst Du dieses Wissen ??
82 Beiträge · seit 202017. Mai 2020 · #86
Wüstenruhe schrieb:Nein, nicht Glaskugel. Das ist mein Wissen.
In den letzten Jahren sind um die 350.000 Europäer pro Jahr nach Namibia gekommen. Selbst wenn man in einem Negativszenario unterstellt, dass der Namibia-Tourismus auf Jahre um heftige 40% einbricht, blieben 210.000 pro Jahr. Mit einer täglichen Verbindung mit A330-200 oder B787-8 bekommt man um die 70.000 Passagiere im Jahr befördert. Wenn man die frei erfundene These, dass es zukünftig keine Mittel-/Langstreckenflüge mehr nach Namibia geben wird, auch noch ausdrücklich als "Wissen" bezeichnet, sagt man nur etwas über sich selbst aus.
78 Beiträge · seit 201717. Mai 2020 · #87
Alle Fluggesellschaften bauen ab; vor allem Strecken, die keine Gewinne einfliegen, aber auch solche mit geringen Gewinnen. Maschinen werden Stillgelegt, Personal freigesetzt. Mit Windhoek ist deswegen kein Geld zu verdienen, weil die Quantität der potenziellen Fluggäste überschaubar und die Qualität eher schlecht ist. Windhoek-Passagiere sind eher die, mit denen auf anderen Langstrecken "aufgefüllt" wird. Nach Windhoek fliegen so gut wie nur Privatreisende. Und von denen wollen fast alle eins: möglichst preiswert fliegen. Fluggesellschaften verdienen aber mit First- und Business-Gästen, sie möglichst die Flexiblen und damit teureren Tarife buchen, sowie mit Eco-Passagieren, wenn die einen der teureren Tarife wählen. Das tuen Urlaubsreisende für gewöhnlich nicht. Deswegen hat LH Windhoek auch nicht selbst angeflogen, sondern mit EW oder sogar Sunexpress. Aber selbst das war noch zu wenig rentabel. Bei Zielen wie Joburg sieht das ganz anders aus. Da ist der Anteil an Geschäftsreisenden im weiteren Sinn hoch genug, um ausreichenden Gewinn zu erzielen. Die freien Sitze werden mit Urlaubern aufgefüllt. Die können dann z.B. von AN oder SAA nach Windhoek weitergeflogen werden. Das ist wesentlich rentabler für alle Beteiligte.
Für KLM hat sich selbst der Weiterflug von Angola mit weiterem Stopp in Windhoek nicht gelohnt. Deswegen verzichtet KLM jetzt auch darauf.
Qatar hält aus unterschiedlichen Gründen an der Verbindung fest. Das hat aber nicht in erster Linie mit Geldverdienen auf dieser Strecke zu tun.
78 Beiträge · seit 201717. Mai 2020 · #88
A7456 schrieb:
Wüstenruhe schrieb:Nein, nicht Glaskugel. Das ist mein Wissen.
In den letzten Jahren sind um die 350.000 Europäer pro Jahr nach Namibia gekommen. Selbst wenn man in einem Negativszenario unterstellt, dass der Namibia-Tourismus auf Jahre um heftige 40% einbricht, blieben 210.000 pro Jahr.
Wie viele von denen sind mit einem Direktflug/Nonstoppflug aus Deutschland in Namibia angekommen?
Themenstarter33,1k Beiträge · seit 200617. Mai 2020 · #89
Wie viele von denen sind mit einem Direktflug/Nonstoppflug aus Deutschland in Namibia angekommen?
>34%
Und von denen wollen fast alle eins: möglichst preiswert fliegen. Fluggesellschaften verdienen aber mit First- und Business-Gästen,
das sag mal Ryanair, EasyJet & Co... die derzeit alle unter den größten 10 Fluggesellschaften der Welt liegen und weit von einem Business-Class-Produkt entfernt sind. Natürlich machen Airlines auch mit Eco-Gewinn, denn z. B. jeder Ferienflieger ist darauf ausgelegt.
Qatar hält aus unterschiedlichen Gründen an der Verbindung fest. Das hat aber nicht in erster Linie mit Geldverdienen auf dieser Strecke zu tun.
sondern? Mit den großen wirtschaftlichen Interessen Katars in Namibia?
Sorry, dass sind krude Theorien. Es gab auch vor 25 Jahren schon Direktverbindungen nach Namibia, von LH (ja, LH himself), LTU usw. Nachfragen und Angebote auf dem Flugmarkt ändern sich monatlich (mal abgesehen von den Dauerbrennern wie London-New York) und werden dementsprechend angepasst. Mag sein, dass nicht alle Airlines sofort wieder Windhoek anfliegen, aber sie haben es ja auch vorher getan... weil sie Geld gemacht haben. KLM fliegt übrigens Windhoek vorerst nicht an, weil Luanda nicht angeflogen wird.
sondern mit EW oder sogar Sunexpress. Aber selbst das war noch zu wenig rentabel.
Aha, darum hat LH/EW auch gerade wieder die Aufnahme der Verbindungen nach Windhoek bestätigt (3x/Woche).

Eine Airline streicht ihre Verbindungen im Monatstakt... seltsam, dass dann seit 3+ Jahren Qatar, EW, Ethiopian nach Windhoek fliegen. Keine Airline (außer staatliche Flagcarrier) ist eine Non-Profit, die es nur aus Nächstenliebe tut.
Beste Grüße
Christian
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zuletzt bearbeitet 18. Mai 2020
78 Beiträge · seit 201717. Mai 2020 · #90
Wir werden sehen.
904 Beiträge · seit 201018. Mai 2020 · #91
Klar, es wird natürlich wieder Flüge geben. Was sich rechnet und was nicht, hängt ja auch vom Preis ab. Kann gut sein, dass es teurer wird. Na und? Dann muss man halt etwas mehr bezahlen.

Leute, die regelmäßig nach Afrika fliegen und da reisen können, werden daran schon nicht zugrunde gehen. Der bessere Wechselkurs gleicht ja auch etwas aus. Und wenn nicht, auch egal.

Grüße
Ebi
82 Beiträge · seit 202018. Mai 2020 · #92
Wüstenruhe schrieb:Wie viele von denen sind mit einem Direktflug/Nonstoppflug aus Deutschland in Namibia angekommen?
2018 genau 93.642. Rechtfertigt locker eine tägliche Verbindung und wenn es anfangs weniger ist, fliegt man eben anfangs 3 mal oder 5 mal pro Woche. Außerdem ist das ohnehin nicht der relevante Punkt, um Dich zu widerlegen, weil Du "weißt" ja auch, dass auch indirekte Verbindungen wie von Ethiopian wegfallen.

Zum Rest Deines "Wissens": Das Fluggeschäft ist seit Jahrzehnten margenschwach. Wenn die Airlines, wie von Dir behauptet, Strecken mit geringen Gewinnen per se einstellen, dann gäbe es so gut wie gar keinen Flugbetrieb mehr. Geringe Gewinne sind seit Jahrzehnten der Standard der Branche.

Seit Jahren sinkt kontinuierlich der Anteil der Geschäftsfreisenden an der Gesamtzahl der Passagiere und der Anteil der Urlaubsreisenden nimmt zu. Geschäftstrips werden in der Nach-Corona-Zeit teilweise durch Videokonferenzen ersetzt. Die meisten Experten prognostizieren auch, dass in Folge der Corona-Krise die Globalisierung etwas zurück geschraubt wird. Beide Effekte werden die Zahl der Geschäftsreisenden zukünftig gravierend dämpfen. Airlines, die sich Deinem Schema folgend nur auf Geschäftsreisende konzentrieren, werden nicht überleben. Davon gibt es aller Wahrscheinlichkeit nach nicht mehr genug.

Möglicherweise werden mittel- und langfristig Flugpreise etwas steigen. Hier muss man sich aber vor Augen halten, dass schon 50-100 EUR eine Welt für Airlines bedeuten, von denen heute viele froh sind, wenn sie am Langstreckenticket im Schnitt 10 EUR verdienen. Es gibt eigentlich kein realistisches Szenario, das sich Flüge nach WDH oder JNB in der Nach-Corona-Zeit um 500 EUR oder so verteuern. Je nachdem was die Politik in den nächsten Jahren an Klimaschutzmaßnahmen für die Luftfahrt vorschreibt, könnte das noch einmal deutliche Kostensteigerungen bedeuten.
272 Beiträge · seit 201918. Mai 2020 · #93
Ich glaube kaum, dass die Flugpreise mittelfristig deutlich steigen werden. Der Grund ist ganz einfach der, dass die Infrastruktur, d.h. die Flugzeuge vorhanden sind. Die meisten gehören nicht den Airlines, sondern Finanzinvestoren, die sie mit aller Kraft in den Markt drücken werden, ehe sie ihr Investment auf entlegenen spanischen Provinzflughäfen verrotten lassen. Die Leasingraten werden tendenziell eher sinken, solange die Nachfrage noch stockt. Es mag sein, dass einzelne Fluggesellschaften die Krise nicht überleben werden - es werden sich aber genügend andere finden, die die aufgerissenen Lücken füllen und dann versuchen, sich mit attraktiven Preisen Marktanteile zu sichern. Nichts anderes haben wir nach dem Konkurs der Air Berlin vor einigen Jahren erlebt.
zuletzt bearbeitet 18. Mai 2020
Gast18. Mai 2020 · #94
A7456 schrieb:Hier muss man sich aber vor Augen halten, dass schon 50-100 EUR eine Welt für Airlines bedeuten, von denen heute viele froh sind, wenn sie am Langstreckenticket im Schnitt 10 EUR verdienen.
Ist zwar nicht auf Windhoek bezogen, aber wohl überall mehr oder weniger relevant.
Die Kosten entstehen nicht nur in der Luft. Auf meiner letzten Rechnung (April/Mai 2019, tote Saison) stand beispielsweise das
Flugpreis.png

Vielleicht könnten die saesoned travellers mit Fachkenntnis der Kalkulationen etwas zu den "Gebühren" sagen, wäre interessant.
zuletzt bearbeitet 18. Mai 2020
82 Beiträge · seit 202018. Mai 2020 · #95
loser schrieb:
Die Kosten entstehen nicht nur in der Luft.
Es ist ein häufiger Irrglaube, dass das, was unter Steuern und Gebühren steht, (nur) externe Kosten währen. Als nach zwischen 2000 und 2009 der Ölpreis in der Spitze auf bis zu 150 USD stieg, haben fast alle Airlines Kerosinzuschläge eingeführt. Anfangs um die 5 EUR, was dann immer mehr wurde. Irgendwann sankt der Ölpreis wieder und Kerosinzuschläge waren nicht mehr zu rechtfertigen. Airlines der Lufthansa-Gruppe haben den vormaligen "Treibstoffzuschlag" dann in "Internationaler Zuschlag" bzw. "Nationaler Zuschlag" umbenannt und der wird unter Steuern und Gebühren ausgewiesen.

Hier mal ein aktuelles Beispiel für VIE-CPT/JNB-VIE im Dezember mit Austrian/Lufthansa. Ticketpreis 87 EUR. Steuern und Gebühren 459,43 EUR. Tatsächliche externe Steuern und Gebühren 99,43 EUR.

Screenshot_2020-05-18LufthansaFlug(1).png


Warum betreiben einige Airline so eine absurde Ausweisung der Kosten? Sieht im Marketing hübsch aus: Die Airline ist ja sooo preiswert, aber bei den Steuern wird man so geschröpft (bestimmt vom bösen Staat!). Viele Airlines haben auf die Weise auch Meilenguthaben durch die Hintertür entwertet. Meilen werden/wurden von einigen Airlines bei Meilentickets nur auf den Ticketpreis angerechnet. Steuern und Gebühren sind bei Meilentickets dazu zu zahlen. Indem man originäre Preisbestandteile eines Fluges sukzessive Richtung Steuern und Gebühren verschiebt, stellt sich die Rechnung für die Airline erheblich vorteilhafter dar. Früher wurden die Meilen im obigen Beispiel auf 447 EUR angerechnet. heute nur noch auf 87 EUR. 😐

In einigen Ländern sind solche Tricksereien mit den Zuschlägen verboten oder reglementiert (erhobene Zuschläge müssen gegenüber eine Behörde nachgewiesen und von dieser genehmigt werden). In Deutschland sind solche Gaunereien legal.
zuletzt bearbeitet 18. Mai 2020
485 Beiträge · seit 202018. Mai 2020 · #96
A7456 schrieb:
loser schrieb:
Die Kosten entstehen nicht nur in der Luft.
...
In einigen Ländern sind solche Tricksereien mit den Zuschlägen verboten oder reglementiert (erhobene Zuschläge müssen gegenüber eine Behörde nachgewiesen und von dieser genehmigt werden). In Deutschland sind solche Gaunereien legal.
Das kann man nicht so (zumindest für Deutschland) als Gaunerei bezeichnen, nirgendwo wird in der Werbung bzw. im Endkunden-Buchungssystem mit dem reinen Ticketpreis "geworben", dort findest du immer den Gesamt-Preis.
Was der alles enthält wird aber erst nach Ausstellung des Tickets ersichtlich.
Auch bei Meiientickets gibt es zusätzliche Kosten nicht erst seit kurzem, das ist schon ewig so, nur war dieser Satz vor langer Zeit viel viel niedriger.

Schön ist das alles nicht, aber, da ja schnell und frühzeitig vor Buchung, sogar schon in aller Regel in den Preissuchmaschinen, der Gesamtpreis ausgewiesen wird, ist das wohl kaum zu beanstanden.
Gruß Burkhard
2'319 Beiträge · seit 201118. Mai 2020 · #97
Joo, Burkhard, schön geht anderes.
Aber wir als Verbraucher haben doch immer Transparenz gefordert.
That's the result… Alles schön aufgedröselt.
Und was haben wir davon?
Nix. Denn welcher Verbraucher wird bei der Buchung auf die Einzelpositionen der Gesamtpreisaufstellung sein Augenmerk auf das eine oder andere richten.
Am dicken Ende zählt das, was als Sollbuchung bei Mastercard oder Visa auf das Spiegelkonto gebucht wird.
Themenstarter33,1k Beiträge · seit 200618. Mai 2020 · #98
Hi Burkhard,
Was der alles enthält wird aber erst nach Ausstellung des Tickets ersichtlich.
also bei LH ist es vorher ersichtlich, wie der Screenshot von A7456 ja zeigt.

Aber ist es nicht eh für den Kunden egal, wer am Ende die Kohle bekommt. Wenn der Preis stimmt, ist es mir doch wurscht ob von dem für mich richtigen Endpreis 2/3 an die Airline und 1/3 an den Staat oder umgekehrt gehen oder ob da sonstwer seine Hände noch aufhält 🙂

Viele Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
485 Beiträge · seit 202018. Mai 2020 · #99
travelNAMIBIA schrieb:
Aber ist es nicht eh für den Kunden egal, wer am Ende die Kohle bekommt. Wenn der Preis stimmt, ist es mir doch wurscht ob von dem für mich richtigen Endpreis 2/3 an die Airline und 1/3 an den Staat oder umgekehrt gehen oder ob da sonstwer seine Hände noch aufhält 🙂

Viele Grüße
Christian
Im Endeffekt ist das wirklich egal, es wird erst dann relevant, wenn eine Airline "versucht" auch diese Fremd-Gebühren wie Sicherheitsgebühren einzubehalten im Falle dass ein Kunde storniert. Da gab es in der Vergangenheit viel Ärger mit Passagieren, die dann Mühe hatten dieses Geld zurück zu bekommen, obwohl es für die Airline definitiv nicht anfällt, wenn der Passagier nicht einsteigt. Inzwischen dürfte das aber gerichtlich klargestellt sein, vielleicht kommt daher die genauere heutige Aufschlüsselung.

Diese Phantasie-Preise für "... Zuschlag" sind aber völlig witzlos, die gehören in den reinen Preis des Tickets mit rein, auch optisch. Vermutlich kommt das auch von den vielen Meilentickets um mit "kostenlosen Tickets für Vielflieger" werben zu können.
Gruß Burkhard
82 Beiträge · seit 202018. Mai 2020 · #100
Burkhard schrieb:Auch bei Meiientickets gibt es zusätzliche Kosten nicht erst seit kurzem, das ist schon ewig so, nur war dieser Satz vor langer Zeit viel viel niedriger.
Ja, eben. Früher gab es für 80.000 Meilen + 80 EUR Zuzahlung ein Langstrecken-Meilenticket. Heute sind es dann 120.000 Meilen + 500 EUR Zuzahlung - obwohl (normal gekaufte, voll bezahlte) Tickets kaum teurer geworden sind. Angesammelte Meilen wurden immer wieder und immer mehr entwertet, indem die Airlines originäre Ticketkosten zunehmend als (frei erfundene) Gebühren ausweisen. Das ist anderswo verboten (u.a. in den USA), weil es eine Gaunerei zu Lasten der Kunden ist.

Egal. Es ging ja nur darum, die komische Preiszusammensetzung zu erklären. Sofern man nicht geschäftlich regelmäßig fliegt, ist Meilen-Sammeln mittlerweile ohnehin sinnlos. Niedlich, wenn Airlines dann aber jammern, dass Kunden nur noch auf den Preis gucken. Die Airlines haben alles dafür getan, dass sich Loyalität für Kunden überhaupt nicht mehr lohnt. Das angebotene Produkt ist ohnehin gleich und dann bleibt eben (fast) nur noch der Preis als Unterscheidungsmerkmal.
zuletzt bearbeitet 18. Mai 2020