EbiThemenstarter904 Beiträge · seit 201016. Juni 2017 · #1
Hallo!
Wir kommen über SA via Sani Pass nach Lesotho rein. Da eine Durchquerung an einem Tag vermutlich Stress ist, bitte ich um Tipps für eine Route gen Westen oder Norden. Außerdem wäre ein Tipp für eine Übernachtungsmöglichkeit prima.
Danke schon mal!
Viele Grüße Ebi
freshy3'883 Beiträge · seit 201116. Juni 2017 · #2
Hallo Ebi, deinem Avatar nach zu urteilen, bist du mit einem Camper unterwegs. Das erleichtert die Suche ein bisschen. Wir waren ebenfalls mit einem Camper in Lesotho und haben uns von Fall zu Fall entschieden, wo wir übernachten wollen. Allerdings würde ich auf dem Pass in der Lodge übernachten. Um jetzt nicht alles wiederzukäuen, was ich in unserem Reisebericht geschrieben habe, hier der Hinweis auf unsere Etappen in Lesotho: http://www.fydrich.de/herbert/main/Suedafrika2015%282%29/index.html
Beginn mit "die Drakensberge" und dann "Lesotho". Es ist dort fast alles noch ein wenig "handgestrickt". Uns hat Lesotho beeindruckt.
EbiThemenstarter904 Beiträge · seit 201017. Juni 2017 · #3
Hi freshy,
Avatar täuscht... Hatte mir in SA ein Mobil bauen lassen, das steht nun wieder zum Verkauf, weil die grandiosen Erbauer kläglich versagt haben. Sind nun mit Freunden mit zwei 4x4 unterwegs. Brauchen also (leider) eine feste Unterkunft. Wir wollen oben übernachten und dann halt einigermaßen gemütlich Lesotho durchqueren. Hab von Freunden nur Gutes gehört.
Danke für den Link, das ist dennoch interessant.
Hoffe jetzt mal, dass noch ein paar Tipps von Leuten, die so unterwegs waren wie wir es gerade sind, kommen.
Wir kommen über SA via Sani Pass nach Lesotho rein. Da eine Durchquerung an einem Tag vermutlich Stress ist, bitte ich um Tipps für eine Route gen Westen oder Norden. Außerdem wäre ein Tipp für eine Übernachtungsmöglichkeit prima.
wieso übernachtet ihr nicht direkt beim/aufm Pass (Reihenfolge gemäß meiner Erfahrung absteigend): Premier Resort Sani Pass, Sani Valley Lodge, Sand Lodge Backpackers oder Sani Mountain Lodge?
Viele Grüße aus Windhoek Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
freshy3'883 Beiträge · seit 201117. Juni 2017 · #5
Hallo Ebi, wie schon von Christian und mir vorgeschlagen, könnt ihr auf dem Pass übernachten. Wir kennen die Sani Mountain Lodge, waren sehr zufrieden, ob die anderen empfehlenswerter sind, weiß ich nicht. Die von uns aufgesuchten Campingplätze befanden sich alle im Bereich von Lodges. Wenn du Näheres über Lesotho wissen willst, empfehle ich dir die 4x4 Community. Dort haben wir uns vor der Reise informiert.
Hallo Ebi, vielen Dank für deinen Thread! Gerade brüte ich über unserer Südafrika-Tour im November, für die wir überlegen, auch den Sani-Pass zu fahren. Wir hatten mal gehört, dass die Straße den Pass hoch kürzlich etwas ausgebaut wurde und wesentlich einfacher geworden sein soll zu befahren - um hierzu vielleicht aktuelle Infos zu finden, bin ich ins Forum gegangen und habe gleich als erstes deinen Thread zuoberst vorgefunden... da musste ich doch etwas lächeln. 😉 🙄 Weiß denn jemand, ob die Straße sich verändert hat? Habe mir gerade das schöne Video von Freshy angeschaut, das man in seinem verlinkten Blog findet (großartiger Blog übrigens, Freshy!). Die Kletterei mit dem Fahrzeug an sich macht uns keine Sorgen - aber für die voraussichtliche Zeit, die man benötigt, wäre doch noch interessant zu wissen, was sich am Ausbau der Straße so getan hat!? @Ebi: wann fahrt ihr?
freshy3'883 Beiträge · seit 201117. Juni 2017 · #7
Maike schrieb: für die voraussichtliche Zeit, die man benötigt, wäre doch noch interessant zu wissen, was sich am Ausbau der Straße so getan hat!?
@Maike: Guck mal hier: https://www.youtube.com/watch?v=PlKZTBGUhrM Das Video ist von 2017. Wir haben mit vielen Foto- und Viewpausen 5 1/2 Stunden gebraucht. Viel weniger solltest du nicht einplanen.
Hallo Ebi, ich glaube,dass krieg ich hin. Und wenn nicht-du darfst mich dran erinnern. Grüße
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200618. Juni 2017 · #12
freshy schrieb: @Maike: Guck mal hier: https://www.youtube.com/watch?v=PlKZTBGUhrM Das Video ist von 2017. Wir haben mit vielen Foto- und Viewpausen 5 1/2 Stunden gebraucht. Viel weniger solltest du nicht einplanen.
... Danke für das schöne Video. Die Strecke habe ich seit Jahren auch schon im Visier, aber irgendwie hat es noch nie geklappt und andere Reiseziele kamen "dazwischen". Wenn der Pass mit diesen Motorrädern möglich war, müsste es auch mit dem Fahrrad machbar sein. Dass da bei Gepäckmitnahme kilometerlange Schiebepassagen anfallen, ist mir klar ...
Gruß Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
GinaChris4'984 Beiträge · seit 201618. Juni 2017 · #13
OT @Wolfgang Wenn du am 6.Feb 2018 hinauffahren möchtest, nehmen wir dein Gepäck gerne mit! 🙂 Gruß Gina
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200618. Juni 2017 · #14
GinaChris schrieb:OT @Wolfgang Wenn du am 6.Feb 2018 hinauffahren möchtest, nehmen wir dein Gepäck gerne mit! 🙂
... Vielen Dank, aber wieder kommt mir da was dazwischen, was die Befahrung des Passes angeht. Bin dann gerade erst aus Botswana zurück ... 😉
Gruß Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
freshy3'883 Beiträge · seit 201118. Juni 2017 · #15
BikeAfrica schrieb:Die Strecke habe ich seit Jahren auch schon im Visier, aber irgendwie hat es noch nie geklappt und andere Reiseziele kamen "dazwischen". Wenn der Pass mit diesen Motorrädern möglich war, müsste es auch mit dem Fahrrad machbar sein. Dass da bei Gepäckmitnahme kilometerlange Schiebepassagen anfallen, ist mir klar ...
Gruß Wolfgang
Wolfgang, das möchte ich unbedingt erfahren, wenn du per Fahrrad hinauftrampeln wirst! Vielleicht wärst du der Erste - falls sie dich hochlassen. Gepäckmitnahme muss nicht sein. Es fahren so viele Taxis hoch, da wäre bestimmt jemand bereit, das Gepäck mitzunehmen. Viel wichtiger wäre eine GoPro am Helm, damit wir deine Leistung anschließend hier im Forum miterleben können.
Außerdem wichtig: Du musst vor 15:00 Uhr oben sein, denn dann geht der Einbahnverkehr talwärts.
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200618. Juni 2017 · #16
freshy schrieb: Wolfgang, das möchte ich unbedingt erfahren, wenn du per Fahrrad hinauftrampeln wirst! Vielleicht wärst du der Erste - falls sie dich hochlassen.
... habe vor Jahren schon mit einer Frau gesprochen, die dort mit dem Rad nach oben ist. Die war sogar noch weniger fit als ich.
Der Erste ist man heutzutage kaum noch irgendwo. Unmöglich ist aber auch fast nichts. 😉
Gruß Wolfgang
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Hallo Wolfgang, ne den Zahn kann ich dir ziehen. Unsere Schwiegertochter ist vor 5 Jahren mit 3 Freunden hoch gefahren ( Fahrrad). Normale Fitness hat ihr ausgereicht. Ein völlig untrainierter Freund von ihr kam ko....oben an. Sie sind aber ohne viel Gepäck unterwegs gewesen,da sie in eine Jugendherberge wieder zurück gefahren sind. Sie schwärmt heute noch davon. Grüße Mutsel
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200618. Juni 2017 · #18
mutsel schrieb:Hallo Wolfgang, ne den Zahn kann ich dir ziehen.
... was für 'nen Zahn willst Du denn ziehen?
Ich bin schon 265 km Piste mit Gepäck am Stück geradelt und das war nur ein Teil einer 800 km autonomen Strecke mit dem Rad. Auch wenn das heute (vermutlich) nicht mehr geht, kann ich mich noch gut einschätzen. Das traue ich mir schon noch zu ...
Gruß Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
ich meinte nur den Zahn,der erste mit dem Fahrrad dort oben zu sein. Das du das körperlich drauf hast ist mir schon klar 😎
erdferkel414 Beiträge · seit 200919. Juni 2017 · #20
Wir sind Ende Oktober letztes Jahr den Sani Pass hoch gefahren - bei guten Wetter und mit einem "vernünftigen" Fahrzeug, bei dem nicht nur eines, sondern vier Ränder angetrieben sind, ist das kein großes Problem. Zart besaitete Fahrer 🤪 wählen einfach 4L, legen den ersten Gang ein und juckeln mehr oder weniger im Standgas den Berg rauf.
Es tut schon weh, zu sehen, was man einer Harley antun muss, um da hochzukommen 😮
Die Sani Mountain Lodge ist sehr empfehlenswert, besonders wenn der nervige Ansturm der Tagestouristen vorüber ist und die Übernachtungsgäste unter sich sind. Essen und Service sind sehr gut da oben, das Panorama ist gigantisch schön.
Ärgerlich war der Tag danach, als wir durchs Landesinnere zum Katse Dam fuhren, d.h. wir haben irgendwann die A4 verlassen und sind auf der A3 Richtung Westen weiter gefahren. Die A4 war größtenteils eine gut ausgebaute Asphaltstraße, die aber wegen des Steinschlags gefährlich ist – überall liegen Gesteinsbrocken auf dem Asphalt, weil die Hänge nicht wie bei uns mit Netzen gesichert sind. Daher sollte man sich auch auf dem Asphalt nicht zum schnell fahren verleiten lassen.
Die A3 ist eine üble Lehm/Schotterpiste, auf der man selten mehr als 30 km/h fahren kann, zumal die Infrastruktur in Lesotho – vorsichtig ausgedrückt – suboptimal ist und man im Fall einer Panne wahrscheinlich lange auf Hilfe warten muss. Die Fahrt war sehr anstrengend und hat nicht wirklich Spaß gemacht – zumal die Mietfahrzeuge meistens keine echten Gelände- sondern nur bessere Winterreifen haben, sodass man um jeden verdächtig aussehenden Stein herum fahren muss. Wir haben über die gesamten Strecke hinweg eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 20 km/h erreicht.
Zu allem Überdruss hatten wir die Übernachtung in der Orion Katse Lodge am Katse Staudamm gebucht – weit und breit dort die einzige Übernachtungsmöglichkeit. Diese sogenannte Lodge hat ungefähr den Charme eines abgeranzten Intercity-Hotels der Deutschen Bahn, mit versifftem Teppichboden 🤢 🤢 🤢 im Zimmer (ein absolutes No-Go in Afrika!) und einem Restaurant in trostloser Kantinen-Atmosphäre, wo der "Lamb Stew" hauptsächlich aus Knochensplittern mit fettiger Soße bestand. Die schlechten Rezensionen bei TripAdvisor stimmen zu 100%. Zusammen mit der latenten Höhenkrankheit, die mich den Tag über befiel, hat mir das den Rest gegeben.
Die gesalzene Beurteilung, die ich auf der Website des Hotels hinterlassen habe, hat sie immerhin zu dieser Antwort veranlasst:
Dear Gerhard, Thank you for your comments. Next year we are planning a refurbishment of the Lodge where your comments will be addressed. The Lodge was built as a Construction Camp and not as a Hotel/ Lodge. Hence the sharing Bathrooms, mini kitchenettes etc. The plan will include separate Showers, better carpeting and the other things you mentioned. I will address the Lamb stew problem. I trust that you will visit us again.
Kind regards
Michael de Kock General Manager Orion Katse Lodge
Das Versprechen von "better carpeting" lässt allerdings Schlimmes befürchten 😵 . Warum kapieren die es nicht, wie unappetitlich dieser flauschige Bazillenfänger ist. Selbst nackter Beton wäre gemütlicher – ehrlich.
Wie dem auch sei – auf der Reise war das zum Glück der einzige Griff ins Klo 🤪 und wir wurden am nächsten Tag dann mit der erstklassigen Maliba Lodge mehr als entschädigt.
Ich würde beim nächsten Mal lieber die nördliche Route über das Afri Ski Mountain Resort nehmen.
Hier das Video von unserer Fahrt den Sani Pass hinauf: