Gebuchte Flüge mit Qatar

86 Antworten · 17,2k Aufrufe · gestartet 06. Juni 2017 von Plasmodium
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33,1k Beiträge · seit 200607. Juni 2017 · #21
Eine kurzfristige Lösung scheint in jedem Fall gerade nicht in Sicht...

"Saudi Arabia hunkers down, cancels Qatar Airways licences"
https://www.ch-aviation.com/portal/news/56675-saudi-arabia-hunkers-down-cancels-qatar-airways-licences

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Gast07. Juni 2017 · #22
Hallo,
Maputo schrieb:...lies mal hier, bin zwar nicht gerade ein Freund des Spiegels, aber der Artikel ist noch interessant und beschreibt es gut.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/katar-qatar-airways-wird-zum-spielball-der-politik-a-1150909.html
Der Autor weiß aber offensichtlich eher nicht, worüber er schreibt und der Artikel ist eher Stimmungsmache. Das fängt mit der Einleitung an
Der letzte Ausweg für die Maschinen von Qatar Airways ist der iranische Korridor. Alle Flugzeuge, die Ziele in Europa und Nordamerika haben, steuern nach dem Start in Doha gleich nach Nordosten: so schnell wie möglich hinein in den Luftraum des letzten Nachbarstaats, der sie noch durchlässt. Über dem Festland des Iran drehen sie dann ab: nach Nordwesten, vorbei am terrorgefährdeten Luftraum des Irak, in Richtung Türkei.
Huh, wie gefährlich. Die Flugzeuge müssen nun also am terrorgefährdeten Luftraum des Irak vorbei. Nur hat das null mit dem aktuellen Zwist zu tun. Da ist seit Jahren die Standardroute, weil das der kürzestmögliche Weg ist, wenn Irak und Syrien eben kriegsbedingt nicht überflogen werden sollen. Seit Jahren fliegen täglich über tausend Flugzeuge da lang. Über den Iran - mit ausreichend Abstand zur Irak-Grenze. Auch von Air Berlin, Emirates, Etihad, Lufthansa und allen anderen, die die Golfstaaten mit Europa oder Nordamerika verbinden.

Wie Perlen auf einer Schnur reihen sich die Airbus A380-, A350- oder Boeing777-Maschinen in dem schmalen Korridor hintereinander auf, im Abstand weniger Minuten. Und ihnen entgegen kommen all die Qatar-Airways-Jets, die in Doha landen müssen. Bei so viel Andrang wünscht man sich exzellente Fluglotsen.
Huh, das ist wohl auch irgendwie gefährlich. Auch das ist seit Jahren so und man hat es offensichtlich im Griff. Seit Jahren ist u.a. durch das extreme Wachstum der Golfairlines der Luftraum da ziemlich voll und die Flugzeuge fliegen wie an einer Perlenkette aufgereiht. Das hat alles nichts mit dem aktuellen Konflikt zu tun.

Den schlimmsten Bock in dem Artikel hat SPON mittlerweile immerhin schon selbst korrigiert (siehe Korrektur und ausführliche Anmerkung der Redaktion unten drunter). Das das in dem Artikel prognostizierte Chaos bei Qatar Airways nicht auftritt, ist auch schon belegt. Einzig valider Punkt ist die Frage nach dem schwindenden Vertrauen (siehe auch Nachfragen hier im Forum) und Imageschaden. Da dürfte vor allem relevant sein, wie und wie lange der Konflikt weiter geht. Das weiß vermutlich noch keiner.

Beste Grüße

Guido
zuletzt bearbeitet 07. Juni 2017
33,1k Beiträge · seit 200607. Juni 2017 · #23
Hi zusammen,

laut Flightradar & Co ist der Flug von Doha nach Windhoek heute Nacht mit 20-minütiger Verspätung in Doha gestartet und auf die Minute genau pünktlich in Windhoek gelandet. Der Rückflug soll sogar 20 Minuten vor der STA ankommen. Es gab auch keine Anpassung der Flugzeiten, so dass scheinbar trotz Umweg keine Verspätung zu erwarten ist.

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Viele Grüße
Christian
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zuletzt bearbeitet 07. Juni 2017
828 Beiträge · seit 201607. Juni 2017 · #24
travelNAMIBIA schrieb:Hi zusammen,

laut Flightradar & Co ist der Flug von Doha nach Windhoek heute Nacht mit 20-minütiger Verspätung in Doha gestartet und auf die Minute genau pünktlich in Windhoek gelandet. Der Rückflug soll sogar 20 Minuten vor der STA ankommen. Es gab auch keine Anpassung der Flugzeiten, so dass scheinbar trotz Umweg keine Verspätung zu erwarten ist.

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Viele Grüße
Christian
...man wird es beobachten müssen. Jo'burg war heute 47 Min Verspätung. Die reine Flugzeit von FRA / ZHR über den Golf ist ja schon wenig attraktiv mit im Schnitt mit 14.5 h. Wenn bei Qatar jetzt nochmals fast eine Stunde dazukommt werden die Leute wahrscheinlich vermehrt bei Emirates, Etihad buchen......lg Maputo

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zuletzt bearbeitet 07. Juni 2017
Gast07. Juni 2017 · #25
Hallo,

Ja, ein bisschen länger dauert es schon. Auch auf der Windhoek-Strecke. Vergleicht man die heutige DOH-WDH-Flugzeit mit der vom 02.06. vor dem Trouble, dann war die Flugzeit heute 19 Minuten länger. Ist als Vergleich aber auch nur begrenzt aussagekräftig, weil Wetter, konkrete Flugroute und Anflug-/Abflugrichtungen an den Flughäfen an dem jeweiligen Tag auch einen Einfluss haben.

Man kann die Flightradar-Zeiten nicht so ganz mit den Schedule-Zeiten abgleichen. Normale Schedule-Zeiten sind von Abdocken am Finger/Pushback bis wieder Andocken am nächsten Flughafen, also inklusive 2 mal Rollwege und typischerweise ein paar Minuten warten auf freie Bahn und Freigabe. Flightradar-Zeiten sind wohl netto von Start bis Landung. Deswegen starten laut Flightradar fast alle Flugzeuge scheinbar mit leichter Verspätung und kommen dann trotzdem immer ein paar Minuten zu früh an.

Beste Grüße

Guido
Gast08. Juni 2017 · #26
Für die Detailinteressierten: Der Rückflug gestern hat (je nachdem was man als Referenz nehmen will) 40-60 Minuten länger gedauert als normal. Eben genau das was bei 800km Umweg zu erwarten ist - aber nichts was die eigene Reise signifikant beeinträchtigt.

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Beste Grüße

Guido
zuletzt bearbeitet 08. Juni 2017
719 Beiträge · seit 201108. Juni 2017 · #28
Der Flug morgen von Windhoek nach Doha geht bereits um 11:30 Uhr, anstatt um 13:00 Uhr.

LG Uli
Big 5 Africa Tours Reiseberichte: Namibia's Süden 2017, Uganda's Norden 2016 , Uganda Juli 2015 , Namibia Mai 2013 ,Namibia Mai 2012
Gast09. Juni 2017 · #29
Der Hinflug ist auch "rescheduled". Gleiche Abflugzeit, aber 40 Minuten längere Flugzeit eingerechnet. Ankunft um 10:20 statt 09:40.

Bildschirmfotovom2017-06-08um21.49.04.png


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Der Konflikt dauert wohl länger. Bisher zeigen sich sowohl Katar als auch die andere Seite kompromißlos. Ist dann ja sinnvoll, den Flugplan offiziell anzupassen, statt nach einem Flugplan zu fliegen, von dem man vorher weiß, dass man ihn nicht einhalten kann. Die Anpassungen sind aber vorerst nur für die morgigen Flüge zu sehen. Hier kann man den Flugstatus checken:
http://fs.qatarairways.com/fltstatus/pages/flight_status.jsf

In den UAE werden mittlerweile staatlicherseits nicht nur katarische Websites wie die von Al Jazeera komplett blockiert sondern auch die von Qatar Airways. Echtes Kindergartenniveau. Und der saudische Außenminister ist gerade im Oman. Sicher nicht, damit der Oman (mal wieder) vermittelt, sondern damit der Oman sich dem Katar-Boykott anschließt. Sollte Oman unter dem Druck einknicken und seinen Luftraum auch für Qatar Airways sperren, so steigt der Umweg für Qatar Airways von 800 auf ca. 1.400km.

Beste Grüße

Guido
zuletzt bearbeitet 09. Juni 2017
33,1k Beiträge · seit 200609. Juni 2017 · #31
Hi Gerhard,
Gerade hängt alles von Bahrain ab. Würde das Land auf die harte Tour machen, müsste Qatar Airways den Betrieb einstellen
so akut wie Aerotelegraph es darstellt scheint das Problem wohl nicht zu sein. Bahrain hat in der Tat alle Überflüge von in Katar registrierten Fluggesellschaften gesperrt und eine jwlg. Einzelgenehmigung ist notwendig (die aber bisher ohne Probleme für jeden Flug scheinbar erteilt wurde). Zudem hat Bahrain genauso wie Katar und auch VAE (die aber Vertragsbruch begehen, denn sie haben den Luftraum komplett dicht gemacht) das "International Air Services Transit Agreement" unterzeichnet, was An- und Abflüge aus den Mitgliedsstaaten garantiert. Katar will scheinbar gegen den Bruch durch die VAE derzeit nicht vorgehen um nicht noch mehr den politischen Konflikt anzuheizen. Katar liegt ohnehin in der FIR Bahrain, da es da zusätzliche bilaterale Abkommen gibt und Katar eben nicht seine eigene FIR hat. Deshalb kann Bahrain auch nur mit Bruch internationaler Abkommen den Luftraum ganz dicht machen.

Ganz "nett" erklärt ist das auch in diesem Artikel: http://www.news.com.au/travel/travel-updates/qatar-airways-could-be-relying-on-international-precedent-going-back-70-years-to-keep-flying/news-story/a647c8af47ffab6c766961fc57360ce2

Viele Grüße
Christian
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Gast09. Juni 2017 · #32
Hallo,

Der Artikel im Aerotelegraph ist schlicht falsch und es ist befremdlich, dass ein Fachmagazin das heute noch so falsch darstellt, nachdem selbst der Spiegel eine genau so falsche Berichterstattung schon vor 3 Tagen korrigiert hat. Das ist kein guter Willen von Bahrein. Wenn Bahrein könnte, würde sie Katar und Qatar Airways sofort gnadenlos komplett blockieren. Können sie aber nicht.

In dem Artikel von CH-Aviation, den Christian vor einigen Tagen verlinkt hatte, stand es korrekt. Die Bahrein kontrollierte FIR (Flight information region), die auch die Karte bei Aerotelepgraph zeigt und die Katar einschließt, beginnt erst oberhalb 25.000 Fuß. Und genau deshalb fliegen seit Tagen die Qatar-Maschinen auf unter 25.000 Fuß durch diese Zone und gehen erst in der vom Iran kontrollierten FIR auf normale Flughöhe. Zu einem Zeitpunkt, zu dem die Maschinen nach dem Start normalerweise schon weit über 30.000 Fuß Höhe haben, fliegen die jetzt eben noch auf 21.000 Fuß.

Ich halte nichts von Vorwürfen hinsichtlich Lügenpresse und gleich geschalteter Medien. Die machen das ja nicht mit Absicht. Aber es ist zum Haare raufen, was für ein Unsinn alles berichtet wird. Weil man sich unmöglich bei jedem Thema in die Details einarbeiten kann, läuft heute ausnahmslos jeder Gefahr, abstrusen Fehlinformationen aufzusitzen oder noch schlimmer: Durch gezielt in den Medien lancierte Fehlinformationen manipuliert zu werden.

Beste Grüße

Guido
33,1k Beiträge · seit 200609. Juni 2017 · #33
OFF TOPIC
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Hi Guido,
Die Bahrein kontrollierte FIR (Flight information region), die auch die Karte bei Aerotelepgraph zeigt und die Katar einschließt, beginnt erst oberhalb 25.000 Fuß.
so dachte ich auch. Nun verwirrt mich, dass laut ENR 2.1 die Bahrain FIR von GND bis FL150 geht und dann von FL150 bis UNL die Upper IR (UIR)... (Stand 2. März 2017) Ich vermute aber, dass es Airways dort gibt, die eben durch die genannten Abkommen "abgesichert" sind, auf denen sich QA bewegen kann.

Viele Grüße
Christian
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828 Beiträge · seit 201609. Juni 2017 · #34
Guido. schrieb:

Und der saudische Außenminister ist gerade im Oman. Sicher nicht, damit der Oman (mal wieder) vermittelt, sondern damit der Oman sich dem Katar-Boykott anschließt. Sollte Oman unter dem Druck einknicken und seinen Luftraum auch für Qatar Airways sperren, so steigt der Umweg für Qatar Airways von 800 auf ca. 1.400km.

800 km Umweg zu fliegen, mag ja für Passagiere gerade noch zumutbar sein. In der gehobenen Klasse kann man sich dann das eine oder andere Glas Wein mehr einverleiben und im bequemen Sitz flenzen. In der Eco ist es eher lästig und die Kisten von Qatar sind hinten eng. Nach Jo'burg fliegen sie mit A350 und B777 und dort sind so viele Sitze reingepresst wie nur irgendwie möglich.

Es scheint, dass sich die Verspätung bei etwas über einer Stunde einpendelt. Gersten waren es 67 Minuten (OR Tambo Airport information ).

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Für die Airline ist nicht nur das ein Problem. Nach Jo'burg hin und zurück verbrennt Qatar jetzt 2 Stunden lang mehr Kerosin und fliegt wahrscheinlich Verluste ein. Wenn der Umweg noch grösser werden sollte, dann bin ich gespannt was sich das Management überlegt, und wie sich Kunden verhalten. lg Maputo
33,1k Beiträge · seit 200609. Juni 2017 · #35
Hi Maputo,
800 km Umweg zu fliegen, mag ja für Passagiere gerade noch zumutbar sein. In der gehobenen Klasse kann man sich dann das eine oder andere Glas Wein mehr einverleiben und im bequemen Sitz flenzen. In der Eco ist es eher lästig und die Kisten von Qatar sind hinten eng. Nach Jo'burg fliegen sie mit A350 und B777 und dort sind so viele Sitze reingepresst wie nur irgendwie möglich.
na ja, wenn man es zu eng findet und zu lange kann man ja gleich direkt fliegen und spart sich 4 Stunden gegenüber einem Flug via Katar... 😉

Viele Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
zuletzt bearbeitet 09. Juni 2017
828 Beiträge · seit 201609. Juni 2017 · #36
travelNAMIBIA schrieb:

na ja, wenn man es zu eng findet und zu lange kann man ja gleich direkt fliegen und spart sich 4 Stunden gegenüber einem Flug via Katar... 😉

Viele Grüße
Christian
Da bin ich mit dir. Über den Golf zu fliegen macht eigentlich nur nach Australien richtig Sinn. Um ein paar Euro zu sparen, wäre mir persönlich A: die reine Flugzeit viel zu lange und B: die Transferzeit dort unten viel zu mühsam.

Business ist bei Qatar und anderen Golf Airlines sehr oft noch teurer als bei SWISS oder LH. Wobei die Business bei den Golf Airlines ist eher wie eine First in *Alliance...

lg Maputo
1'794 Beiträge · seit 201309. Juni 2017 · #37
Hallo Maputo, Business von QR war zuletzt sehr, sehr günstig und das nicht nur nach WDH , wo man mit etwa 1100,00€ dabei war!

Gerade die Golfairlines hauen regelmäßig tolle Angebote raus, die bis auf die Strecke nach JNB meist nicht zu toppen sind!

Die längeren Flugzeiten muss halt jeder mit sich selbst ausmachen!
Bei Business ist es halt wie "Urlaub"!

Von SAA hört man meist gar nichts!

Siehe auch: www.vornesitzen.de

LG NOGRILA
828 Beiträge · seit 201609. Juni 2017 · #38
NOGRILA schrieb:

Gerade die Golfairlines hauen regelmäßig tolle Angebote raus, die bis auf die Strecke nach JNB meist nicht zu toppen sind!


LG NOGRILA
...hallo nogrila...nach asien haben die oft coole angebote ja...und wie du schreibst, nach jo'burg geht nichts...da zahlst du bei swiss und lh immer um 3500 chf...bei qatar ist es fast immer um 4000...jo'burg ist eine rennstrecke, leider..
Gast13. Juni 2017 · #39
Hallo,

der Qatar-Airways-CEO Al Baker hat Al Jazeera ein langes Interview gegeben:
http://www.aljazeera.com/programmes/talktojazeera/2017/06/akbar-al-baker-qatar-airways-170613020759574.html

Da geht er auch noch mal auf die Frage des Luftraums ein: «Yes, Bahrain and the UAE have illegally blocked that airspace. The airspace that they have blocked, does not belong to them. It belongs to the international community. It has been given to them, the flight information region which is called FIR, which is by International Civil Aviation Organisation.
These countries, have signed the Chicago convention in which they have agreed to comply with the air services transit agreement. So they are in violation of article one, section one, of that convention. However, we have another channel to go out. It is over the Qatar airspace into Iran. »

Das hört sich auch so an, als wenn es von Katar-überwachten Zonen direkt in Zonen des Irans geht und man keine Erlaubnis von Bahrein braucht? Aber was da letztlich korrekt ist, weiß ich auch nicht.

In den UAE dürfen einstweilen keine Trikots vom FC Barcelona mehr verkauft werden, weil da bislang Qatar Airways als Sponsor drauf steht. Barcelona-Spieler sind in der Werbung ja omipräsent. Überall, wo die auf einem Plakat o.ä. mit einem Trikot mit Katar-Schriftzug sind, wurde der Qatar-Schriftzug überklebt. Die haben völlig ein Rad ab. Ich habe die UAE bislang offensichtlich auch falsch eingeschätzt.

Saudi-Arabien und die UAE haben anscheinend fest damit gerechnet, das Qatar angesichts der massiven Blockade schnell einknickt. Die Strategie ist nicht aufgegangen. Katar hält dem Druck ohne allzu große Probleme stand. Statt über den Hafen von Dubai importiert man nun über Sohar und Salalah im Oman und den Rest fliegt man aus der Türkei und dem Iran ein. Saudi-Arabien und die UAE hatten für diesen Fall offenbar keine Strategie ausgearbeitet und haben nun selbst ein Problem, zu einem (gesichtswahrenden) Ergebnis zu kommen, nachdem die das ganz große Rad gedreht haben. Entweder weiter eskalieren bis zum militärischen Konflikt - dann hat man die Mehrheit der Welt gegen sich und zieht ggf. konkret Türkei und Iran mit rein. Oder selbst etwas zurück rudern.

Beste Grüße

Guido
1'003 Beiträge · seit 200813. Juni 2017 · #40
Hi,
wir wissen doch, dass das hier leider "nur" um Kinderspiele geht.
Mohammed bin Salman bin Abdulaziz al-Saud will von seiner Unfähigkeit im Jemen ablenken und Mohammed bin Zayed Al Nahyan will sich als nächster Chef der UAE empfehlen.
Zum Glück scheint es so, als ob man sich in gewohnter Manier doch am Ende bei einigen Tees auf eine sinnvollere Lösung mit Tamim bin Hamad Al Thani verständigen wird. Dabei wird man sicherlich auch einen Weg finden, wie alle mit heilen Gesichtern aus der Sache raus kommen. Es gibt bei der ganzen Aktion so viele Details, die man hätte bedenken müssen. Viele Implikationen sind nicht bis zu Ende kalkuliert und insbesondere zu harte Bedingungen für die qatarische Bevölkerung werden langfristig nach hinten losgehen. Sicherlich ist man sich auch bewusst, dass ein Eingreifen der Amerikaner das Schlimmste wäre, was der Region passieren könnte und man will das sicherlich um jeden Preis verhindern, zumal sich die beiden Kronprinzen gern als verlässlicher Partner der Ammis präsentieren.
Es bleibt interessant. Zum Glück haben sie im Moment mit Sultan Quabos einen Senior mit dem sie nur hochachtungsvoll umgehen können und dort liegt sicherlich auch die Vermittlungschance durch den Oman.
Hoffen wir das Beste.
Gruss
Christian