Hallo,
Maputo schrieb:...lies mal hier, bin zwar nicht gerade ein Freund des Spiegels, aber der Artikel ist noch interessant und beschreibt es gut.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/katar-qatar-airways-wird-zum-spielball-der-politik-a-1150909.html
Der Autor weiß aber offensichtlich eher nicht, worüber er schreibt und der Artikel ist eher Stimmungsmache. Das fängt mit der Einleitung an
Der letzte Ausweg für die Maschinen von Qatar Airways ist der iranische Korridor. Alle Flugzeuge, die Ziele in Europa und Nordamerika haben, steuern nach dem Start in Doha gleich nach Nordosten: so schnell wie möglich hinein in den Luftraum des letzten Nachbarstaats, der sie noch durchlässt. Über dem Festland des Iran drehen sie dann ab: nach Nordwesten, vorbei am terrorgefährdeten Luftraum des Irak, in Richtung Türkei. Huh, wie gefährlich. Die Flugzeuge müssen nun also am terrorgefährdeten Luftraum des Irak vorbei. Nur hat das null mit dem aktuellen Zwist zu tun. Da ist seit Jahren die Standardroute, weil das der kürzestmögliche Weg ist, wenn Irak und Syrien eben kriegsbedingt nicht überflogen werden sollen. Seit Jahren fliegen täglich über tausend Flugzeuge da lang. Über den Iran - mit ausreichend Abstand zur Irak-Grenze. Auch von Air Berlin, Emirates, Etihad, Lufthansa und allen anderen, die die Golfstaaten mit Europa oder Nordamerika verbinden.
Wie Perlen auf einer Schnur reihen sich die Airbus A380-, A350- oder Boeing777-Maschinen in dem schmalen Korridor hintereinander auf, im Abstand weniger Minuten. Und ihnen entgegen kommen all die Qatar-Airways-Jets, die in Doha landen müssen. Bei so viel Andrang wünscht man sich exzellente Fluglotsen.Huh, das ist wohl auch irgendwie gefährlich. Auch das ist seit Jahren so und man hat es offensichtlich im Griff. Seit Jahren ist u.a. durch das extreme Wachstum der Golfairlines der Luftraum da ziemlich voll und die Flugzeuge fliegen wie an einer Perlenkette aufgereiht. Das hat alles nichts mit dem aktuellen Konflikt zu tun.
Den schlimmsten Bock in dem Artikel hat SPON mittlerweile immerhin schon selbst korrigiert (siehe Korrektur und ausführliche Anmerkung der Redaktion unten drunter). Das das in dem Artikel prognostizierte Chaos bei Qatar Airways nicht auftritt, ist auch schon belegt. Einzig valider Punkt ist die Frage nach dem schwindenden Vertrauen (siehe auch Nachfragen hier im Forum) und Imageschaden. Da dürfte vor allem relevant sein, wie und wie lange der Konflikt weiter geht. Das weiß vermutlich noch keiner.
Beste Grüße
Guido