Trinkgelder in Sambia, Namibia, Botswana

10 Antworten · 4'701 Aufrufe · gestartet 17. Mai 2017 von Stanley_2017
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Themenstarter13 Beiträge · seit 201717. Mai 2017 · #1
Guten Abend,

während der dreiwöchigen Gruppen-Rundreise durch Sambia, Namibia und Botswana (10 bis 12 Teilnehmer) erfolgt die ganztägige Betreuung durch zwei Reiseführer. Ich bin mir unsicher über die Höhe des Trinkgeldes.

Die gleiche Frage stellt bezüglich der Entlohnung von Gepäckhelfern, die sich während der Rundreise anbieten, einem die Taschen zu tragen, selbst wenn es nur wenige Meter vom Fahrzeug bis zur Unterkunft sind. In dreieinhalb Wochen sind es 15 unterschiedliche Unterkünfte. Da benötige ich einiges Kleingeld. Was ist hier der angemessene Obulus?

Viele Grüße Stanley_2017
33,1k Beiträge · seit 200617. Mai 2017 · #2
Hallo Stanley_2017,

das könnte Dir helfen: http://www.bwana.de/selbstfahrer-zentrum/allgemeines/trinkgeldtipps.html
Ich gebe Kofferträgern z.B. auf Gästefarmen gar nichts, da es zumeist eine "Tip"-box gibt, in die ich dann bei Abreise was stecke. Das wird unter allen Bediensteten verteilt. Ansonsten kannst Du auch mal pauschal dem Kofferträger 2-5 Namibia Dollar geben.

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
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2'845 Beiträge · seit 201117. Mai 2017 · #3
Hallo,

wir waren kürzlich in einer "normalen" Privat Lodge im Krüger, dort lag ein Zettel FYI:
"We recommend the following: between R200-300 per room per day each for the Ranger and the Tracker, and between R200-300 per room per day for General Staff."
(Wir hatten ein Pärchen dabei, das 5 Übernachtungen dort hatte - die bekamen Schnappatmung!)

VG Strelitzie
68 Beiträge · seit 201517. Mai 2017 · #4
Strelitzie schrieb:
"We recommend the following: between R200-300 per room per day each for the Ranger and the Tracker, and between R200-300 per room per day for General Staff."
Und wahrscheinlich gibts ein paar Unbedarfte die sich daran halten.... und schon hat die Lodge sie Gehälter gespart...

Lg
Lukas
7'272 Beiträge · seit 200617. Mai 2017 · #5
Hallo,

ich war auf einigen Touren mit einer ähnlichen Konstellation dabei (2 Guides/Fahrer bei ca. 20 Tagen). Da war das Trinkgeld pro Guide etwa 100 Schweizer Franken. Also ca. CHF 5 pro Tag und Guide.

Herzliche Grüsse
Chrigu
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231 Beiträge · seit 200917. Mai 2017 · #6
Ich würde das nicht so statisch sehen. Trinkgeld ist immer eine Zusatzleistung, mit der Zufriedenheit in unterschiedlicher Ausprägung ausgedrückt wird. Beispiel: In Dolomite war der Service gleich null. Dementsprechend fiel das Trinkgeld aus. Hier etwas zu geben, wäre das komplett falsche Signal gewesen. In Kenia hatten wir mal einen Guide, der seien Interessen vor die seiner Gäste stellte und das auch nach mehrfacher Schelte nicht änderte - in Absprache mit den übrigen Teilnehmern ging er leer aus.
Im Umkehrschluss habe ich bei außergewöhnlicher Zufriedenheit auch kein Problem mit einem Tipp auch deutlich über den genannten Empfehlungen.
Wer sich nicht bemüht, für den ist schon das Gehalt zuviel, einem guten Guide darf man durchaus schon mal 50 US-Dollar oder Euro pro Tag geben.

Gruß, Kori
zuletzt bearbeitet 17. Mai 2017
33,1k Beiträge · seit 200617. Mai 2017 · #7
Hi Kori,
Wer sich nicht bemüht, für den ist schon das Gehalt zuviel, einem guten Guide darf man durchaus schon mal 50 US-Dollar oder Euro pro Tag geben.
von welchem Land sprichst Du hier? 50 USD-Dollar pro Tag wären hier etwa 50% Trinkgeld. Das ist für einen Guide bei einer PRivate Tour durchs Land. Wenn Du z.B. dem Sossusvlei-Guide einer Lodge soviel gibst, dann ist es 30% seines Monatslohns...

Viele fragende Grüße
Christian
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4'129 Beiträge · seit 200817. Mai 2017 · #8
cruise-the-planet schrieb:
Und wahrscheinlich gibts ein paar Unbedarfte die sich daran halten.... und schon hat die Lodge sie Gehälter gespart...
Es ist immer wunderbar, wie es sich sozialpolitisch argumentieren lässt, wenn andere das eigene Geld kriegen sollen. 🤪


Das Trinkgeld ist – und war schon immer – von der Leistung des „Dienstleistungserbringers“ abhängig (Freundlichkeit, Kompetenz und viele individuelle Gründe) UND von der Preisklasse des Hotels/Restaurants/Safari/Lodge usw. abhängig.
Wenn ich 800 Euro und mehr für eine Übernachtung ausgebe, sind 20-30 US$ für einen Tag nicht zuviel. Zahle ich 50 Euro für mein Zimmer, ist das nicht mehr angemessen. Allgemein sagt man 10-20 %. Ganz einfach, eigentlich, - wie überall.

Selbst wenn wir auf einem, an eine Lodge angeschlossenen Camping übernachten, geben wir an der Rezeption immer etwas in die Tip-Box - und wenn wir in deren Restaurant speisen und deren Gastlichkeit genießen dürfen, dann gibt es für den Kellner Trinkgeld - es sei denn, in der betroffenen Lodge wird darum gebeten, alles in die Tip-Box zu geben.

Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 17. Mai 2017
33,1k Beiträge · seit 200617. Mai 2017 · #9
Hi Lillytrotter,
Das Trinkgeld ist – und war schon immer – von der Leistung des „Dienstleistungserbringers“ abhängig (Freundlichkeit, Kompetenz und viele individuelle Gründe)
das stimmt z.B. nach dem deutschen VErständnis, ist aber in vielen Ländern anders. In den USA z.B. wird sehr häufig pauschal 10% auf jede Rechnung darufgeschlagen, da die z.B. Kellner eben v.a. vom Trinkgeld leben (und zugegebenermaßen aber auch meist es verdient haben), in Namibia/Südafrika/anderen Ländern wird z.B. im Restaurant bei Gruppen (twls. ab 6 oder 8 PErsonen) ebenfalls pauschal 10% Tip berechnet. Als Aufwandsentschädigung und nicht etwas leistungsabhängig.

Ich persönlich halte es aber wie Du: Gute Leistung gibt Trinkgeld, alles andere nicht.

Viele Grüße
Christian
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231 Beiträge · seit 200917. Mai 2017 · #10
travelNAMIBIA schrieb:Hi Kori,
Wer sich nicht bemüht, für den ist schon das Gehalt zuviel, einem guten Guide darf man durchaus schon mal 50 US-Dollar oder Euro pro Tag geben.
von welchem Land sprichst Du hier? 50 USD-Dollar pro Tag wären hier etwa 50% Trinkgeld. Das ist für einen Guide bei einer PRivate Tour durchs Land. Wenn Du z.B. dem Sossusvlei-Guide einer Lodge soviel gibst, dann ist es 30% seines Monatslohns...

Viele fragende Grüße
Christian
Hallo Christian,

das war jetzt auf das südliche Afrika bezogen, beispielsweise für den Guide in einer Lode im Okawangodelta bei den üblichen zwei Touren pro Tag, aber auch für vergleichbare Unternehmungen. Ich halte das aber auch beispielsweise in Südamerika so - immer vorausgesetzt, die Leistung war entsprechend. Das hat immer etwas mit Engagement, mit Geben und mit Nehmen zu tun.
Dann hängt das natürlich auch nochmal davon ab, wieviele Menschen sich um mich bemüht haben: war das nur der Guide, oder waren das bei einer Fußsafari ein Ranger und zusätzlich zwei Massai, war ich mit meinem Partner allein oder waren auch andere Gäste dabei, war das eine Exklusive-Tour oder wie beispielsweise beim Gorilla-Trekking in Ruanda eine Gruppe von acht Personen.
Wenn ich nur jemanden am Steuer des Autos sitzen habe, der misslaunig am Funkgerät herumspielt und hin und wieder auf einen Baum am rechten Wegesrand oder einen Strauch am linken Wegesrand zeigt, sieht das anders aus.
Die von Lillytrotter angesprochenen 10 bis 20 Prozent sind so falsch nicht.
In einem Restaurant in Vancouver hatte ich kürzlich vier Ankreuzmöglichkeiten auf dem Kreditkartenbeleg: 10%, 15%, 20% oder ___ %, wobei ich davon ausgehe, dass die vierte Position nicht für eine einstellige Zahl freigehalten war.

Gruß, Kori
33,1k Beiträge · seit 200617. Mai 2017 · #11
Hi Kori,
das war jetzt auf das südliche Afrika bezogen,
puuhh, davon habe ich noch nie gehört, zumindest auf Namibia bezogen. Hier sind für einen Guide, der einen guten 2-3-Stunden-Game Drive auf einer Lodge/Gästefarm macht so 20 Dollar p.P. als Trinkgeld üblich. Und ich spreche von Namibia Dollar. Wenn es jetzt "over the top" war, kann man auch mal 50 N$ geben. Ich würde nicht auf die Idee kommen, einem Guide, der mich z.B. einen Tag durch Etosha fährt, 50 US-Dollar oder Euro zu geben. Der bekommt von mir dann auch nicht 10% von dem, was die Tour gekostet hat, sondern pauschal z.B. 50 Namibia Dollar. 100 EUR ist das, was hier ein Guide bei einer Private Tour durch Namibia so für 7 Tage als Trinkgeld bekommt (von den 2-4 Personen zusammen).

Die Aufstellung von Carsten (http://www.bwana.de/images/pdf/selbstfahrer/Trinkgeldtipps.pdf) trifft es schon ziemlich genau, was so üblich ist, z.B. 250 Namibia Dollar für einen Tagesgame-Drive pro Gruppe von 6 Personen.

Viele Grüße
Christian
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zuletzt bearbeitet 17. Mai 2017