Malariaprophylaxe über 52 Tage möglich?

15 Antworten · 2'872 Aufrufe · gestartet 31. März 2017 von fussohle
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Themenstarter381 Beiträge · seit 200931. März 2017 · #1
Guten Morgen zusammen, ich bin ein wenig unsicher.....werde für 6 Wochen in Zimbabwe unterwegs sein....
Malarone soll man eigentlich nicht länger als 28 Tage einnehmen. Hat jemand Erfahrungen damit, wenn man sie länger nimmt....oder sollte ich diese Zeit nicht überschreiten? Nur Stand by? Was meint Ihr?

Ergänzung: Vic-Falls, Hwange NP, Matusadona NP, Mana Pools, Kariba
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zuletzt bearbeitet 31. März 2017
83 Beiträge · seit 201631. März 2017 · #2
Hi,

das ist nur meine persönliche Meinung und kein medizinischer Rat. Das kann ich leider nicht. Du mußt sicher abwägen wir hoch das Risiko ist in dem Du Dich befindest. Grundsätzlich halte ich das Risiko einer Malariaerkrankung höher als die mögliche Beeinträchtigung durch ein Malariamittel.
Man kann Malariaprophylaxe auch temporär bei einem Auslandsaufenthalt (falls es verschiedene Risikogegenden gibt) nehmen. Ob das bei euerer Reise funktioniert musst Du selber ausrechnen.
Aber zur Antwort. Ja das halte ich für möglich und habe ich auch schon ohne Probleme mit Doxycyclin gemacht.
2x Australien, brunei, vietnam, 3x Indonesien, namibia, südafrika, mosambik, swaziland, chile, argentinien, mexiko, 2x kanada, Kalifornien, Florida, Singapur, nevada, ruanda, nepal, kambodscha, vietnam und brasilien sowie einmal durch südeuropa mit dem camper in der elternzeit
1'042 Beiträge · seit 201631. März 2017 · #3
Guten Morgen,
fussohle schrieb:
Malarone soll man eigentlich nicht länger als 28 Tage einnehmen.
Was ist mit "eigentlich" gemeint?
fussohle schrieb:
Hat jemand Erfahrungen damit, wenn man sie länger nimmt....
Was nützt Dir die Aussage, selbst wenn jemand schreiben würde, dass er damit keine Probleme hatte?
Die Frage ob jemand Erfahrung damit hat eine Flaschen Vodka in kurzer Zeit zu trinken wird Dir sicher auch jemand beantworten können, was aber mit hoher Wahrscheinlichkeit Dir nicht gut bekommen würde, wegen fehlendem Training oder anderem Körperbau... (ein blödes Beispiel, mir fällt gerade kein besseres ein)
fussohle schrieb:
oder sollte ich diese Zeit nicht überschreiten? Nur Stand by? Was meint Ihr?
So eine Frage stellt man dem Arzt seines geringsten Misstrauens und nicht in einem Forum. Hier wird Dir auch niemand Tipps dazu geben können und selbst wenn, dann solltest Du diese ignorieren.

Gruß Markus

EDIT: Und schon war jemand schneller... 😗 Bitte keine Empfehlungen über Art der Medikament, Anwendungsdauer, Dosierung etc. a) jeder Mensch kann anders auf Medikamente reagieren, b) es gibt Medikamentenunverträglichkeit c) Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten uvm... das genannte Medikament hat auch potentiell ziemlich gefährliche Nebenwirkungen und auch Einschränkungen bei der Einnahmedauer...
zuletzt bearbeitet 31. März 2017
1'794 Beiträge · seit 201331. März 2017 · #4
Hallo Fussohle, ...
"Die Sicherheit und Wirksamkeit der Anwendung des Arzneimittels wurde in Studien bis zu 12-wöchiger Dauer bei Bewohnern von Endemiegebieten belegt!"
"Die Dauer der Anwendung in klinischen Studien betrug 27 Tage!"

Quelle: Hersteller GSK

LG NOGRILA

P. S. In wie weit du deinem Körper/deiner Leber eine so lange Anwendung antun willst, kannst nur du in Zusammenhang mit einem Besuch beim Tropenmediziner entscheiden!
Die Wirksamkeit ist jedenfalls gegeben!
zuletzt bearbeitet 31. März 2017
3'883 Beiträge · seit 201131. März 2017 · #5
Guten Morgen,
es werden jetzt viele verschiedene Ratschläge zu deinem Problem kommen.
Meiner ist: Wende dich an ein Tropeninstitut, einen Tropenarzt. Meine nächste Anlaufstelle wäre z. B. das Tropeninstitut der Uni Tübingen.
Wann bist du denn unterwegs? In den trockenen Monaten (z.B. Oktober) ist die Malariagefahr wesentlich geringer als in den feuchten Zeiten. Ich kenne mich in Zim nicht aus. Bist du ausschließlich im Malariagebiet unterwegs?

LG freshy
Reiseberichte und Videos Video:Bootsafari auf dem Kwando 2018 Forum(2016): Südafrika & KTP Forum(2013): Zwei Gruftys in Botswana Forum(2013): Fünf Tage in Johannesburg Web:Namibia & Botswana 2017 Video:Sani Pass 2015 Web:Südafrika & Lesotho 2015 Web:Auf Pad im südl. Afrika 2014 Video:Elefanten im Senyati Safari Camp 2013 Web:Namibia 2011
Themenstarter381 Beiträge · seit 200931. März 2017 · #6
ich werde vom 10.4. bis 25.5. unterwegs sein.....natürlich weiss ich , dass eure empfehlungen nur anhaltspunkte sein können....
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83 Beiträge · seit 201631. März 2017 · #7
Hallo,

jetzt habe ich was ich noch sagen wollte ins andere Malariathema geschrieben.
In alten Unterlagen habe ich ziemlich sicher noch ein Merkblatt vom Auswärtigen Amt für Beschäftigte die sich längere Zeit in Malariagebieten aufhalten. Denke das ist öffentlich. Kann ich bei Bedarf gerne ein Foto von einstellen bzw. Dir schicken.

Grüße
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232 Beiträge · seit 201231. März 2017 · #8
Auf der Seite vom Tropeninstitut.de steht kann man folgendes lesen

Atovaquon/Proguanil (z.B. in Malarone®)
.............
Seit 2013 steht die Wirkstoffkombination Atovaquon/Proguanil auch als generisches Produkt unterschiedlicher Hersteller zur Verfügung. Dieses Prophylaxe-Präparat ist für die Dauer von einem Jahr und in angepasster Dosierung für Kinder ab einem Körpergewicht von 11 kg zugelassen.

Geh zum Arzt Deines vertrauens 😉

LG Schlüsselkind
7'296 Beiträge · seit 200631. März 2017 · #9
fussohle schrieb:
Malarone soll man eigentlich nicht länger als 28 Tage einnehmen. Hat jemand Erfahrungen damit, wenn man sie länger nimmt....

... die Beschränkung auf eine Reisedauer von 28 Tagen (plus 1-2 Tage vorher und 1 Woche danach) galt bis vor ein paar Jahren. Inzwischen ist diese Beschränkung aufgehoben.
Ich habe Malarone vor über 10 Jahren schon zweimal für sechswöchige Reisen eingenommen. Hatte der Arzt damals nach entsprechender Aufklärung verschrieben.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Themenstarter381 Beiträge · seit 200901. Apr. 2017 · #10
wombat, wenn du magst, schick es mir bitte mal
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zuletzt bearbeitet 01. Apr. 2017
Themenstarter381 Beiträge · seit 200901. Apr. 2017 · #11
Vielen Dank für Eure Antworten.....Ihr habt mir sehr weitergeholfen.....klar hab ich vorher auch meinen Arzt gefragt.....ich wollte aber auch Eure Meinung wissen....
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83 Beiträge · seit 201601. Apr. 2017 · #12
schick es dir jetzt einfach hier. Über den massenger hier im forum kann man glaube ich keine anhänge beifügen. Oder hab ich die funktion nur nicht gefunden? Hoffe das klappt.
Ansonsten schick mir deine email.

Grüsse

Warte probier es gleich nochmal
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zuletzt bearbeitet 01. Apr. 2017
83 Beiträge · seit 201601. Apr. 2017 · #13
📎 20170401_00001.pdf


📎 Anhang
20170401_00001.pdf[/

Jetzt hat es geklappt. Zwar zwei mal 😄 aber was solls. Vielleicht hilft es dir ja weiter.
Grüsse
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zuletzt bearbeitet 01. Apr. 2017
391 Beiträge · seit 201503. Apr. 2017 · #15
Kurz zusammengefasst:
Ja, es ist möglich und es ist sogar empfehlenswert in Gebieten mit hohem Malaria-Risiko.

Ich persönlich nehme seit über einem halben Jahr Mefloquin/Lariam aufgrund von einem mehrmonatigen Aufenthalt mit vielen Besuchen in Malaria-Gebieten (insbesondere während der Regenzeit). Allerdings wusste ich bereits vorher, dass ich das Präparat gut vertrage. Meine Freundin hat sich für Malarone (resp. das Generika) entschieden und konnte aufgrund der anderen Einnahmezeiten immer wieder kurze Pausen einlegen.
Dies haben wir selbstverständlich von einem Tropen- und Reisemediziner abklären lassen. Da wir einen Facharzt in der Familie haben, geschah dies nicht nur unter seiner Beobachtung, sondern auch auf seine ausdrückliche Empfehlung.

Es gibt auch Personen, die bei längeren Aufenthalten (Jahre) auf eine Chemoprophylaxe setzen - andere wiederum verzichten komplett darauf oder nur in der Anfangszeit. Ich denke, die individuelle Situation der Schutzmöglichkeiten, medizinische Versorgung, finanzielle Möglichkeiten, Standort und klimatische Bedingungen spielen da sicher auch eine Rolle und können nicht pauschalisiert werden.

Für eine 52-tätige Reise würde ich persönlich (sprich nach meiner Erfahrung) definitiv der medizinischen Empfehlung folgen, genauso wie ich eine Haftpflichtversicherung für mein Auto habe.
Themenstarter381 Beiträge · seit 200903. Apr. 2017 · #16
Vielen Dank für Eure Infos. Ich werde die Prophylaxe für diese Zeit nehmen.
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