Wie aus einem Floh im Ohr eine Rundreise wurde !

31 Antworten · 9'175 Aufrufe · gestartet 25. März 2017 von Ernst54
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Themenstarter1'079 Beiträge · seit 201625. März 2017 · #1
Hallo liebe Fomis!
WIr beide (meine Gattin und ich) sind bereits wieder von der Rundreise zurück, Fotos sind gesichtet, Videos geschnitten, irgendwie die Reise mental verdaut. Meine bessere Hälfte meint nun, ich könnte doch auch einen Reisebericht in´s Forum stellen! Tja, warum eigentlich nicht.
Blenden wir mehr als ein Jahr zurück. Bei unserem Besuch in Johannesburg sind wir mit unserem Freund Abendessen gegangen, in Werners Bistro & Lodge. Mit Werner (Krassnitzer - ein Kärntner) sind wir dann in´s Gespräch gekommen und er hat uns den Tip gegeben, besucht doch einmal Namibia. Namibia ????
Aus diesem Floh im Ohr (darum der TItel dieses Threads) ist dann nach langer Planung tatsächlich eine 13-tägige Rundreise geworden - die klassische EInsteiger Tour.
Begonnen hat dann alles am 3. Jänner 2017. Nach einem kurzen Flug von JNB sind wir Mittags in WDH gelandet. Frank, unser Autovermieter, hat uns vom Flughafen abgeholt und zu seiner Station gebracht. Nach der Übernahme des Mietautos, Toyota Hilux Double Cab, sind wir dann zu unserer ersten Unterkunft gefahren. Das Vondelhof Guesthouse entpuppte sich als sehr gut gelegen, Mitarbeiter freundlich und das Zimmer (unter dem Dach) hatte eine große Dachterrasse, auf der wir uns als erstes einmal Entspannten - WIR SIND IN NAMIBIA!!! Und was nun? Da wir noch einige Sachen besorgen wollten, sind wir als Erstes in das Wornhill gefahre. SIm Karte besorgen, Sleep Well besorgen usw. Was wir nicht gefunden hatten, war ein Shop, in dem wir zweckmäßige Hüte kaufen konnten. Laut Reiseführer bekämen wir diese im Holtz Safari Land. Gesucht (Independance Avenue rauf und runter gefahren), nicht gefunden. Schön langsam wurden wir hungrig - lt. Reiseführer sollten wir unbedingt Joe´s Beerhouse aufsuchen. Ein absolutes Highlight in Windhouk. Gesucht und dann tatsächlich gefunden. Na Ja, das Oryx Schnitzel (paniert) war nicht schlecht, aber das Lokal doch etwas zu stark, sagen wir einmal, dekoriert. Ein zweites Mal muss ich dort nicht mehr hin.
Zurück in´s Guesthouse und die ersten Eindrücke verabeiten.
Tag 2 / 4. Jänner.
Los gehts! (Wer jetzt noch einsteigen möchte, auf der Hinteren Sitzbank ist noch genug Platz)
Entlang der C26 sind wir über den Kupferbergpass Richtung Solitaire unterwegs. Die Gegend ist einfach wunderschön.

Gravel.jpg


Erster Kontakt mit den Gravel Pads, aber es geht ganz gut. Weiter auf den Spreegtshoogte Pass und dann das große AHA Erlenbis.

Pass.jpg


Die fast unwirkliche Stille und Menschenleere hat uns beide tief beeindruckt. Wir waren wie erschlagen. Dass es so etwas noch gibt. Wir haben diese Eindrücke förmlich in uns aufgesaugt. Da wir in den Alpen Wohnen (Arlberg Gebiet) war die Abfahrt nicht so schwer und eigentlich unproblematisch. Weiter - Solitaire war unser nächstes Ziel. Man hat ja von dem fantastischen Apfelkuchen gehört, ich habe trotzdem mit einem Burger meinen Hunger gestillt.

Solitaire.jpg


Was mich verwundert hat, fast keine Menschen (Touristen) unterwegs. Oft eine halbe Stunde kein Auto. Tanken, kurze Autokontrolle und weiter zu unserem Tagesziel, der Desert Homestead Lodge.


Homestead.jpg


Dierkt vor unserer Unterkunft ein Wasserloch, das von vielen Tieren Abends und vor allem Morgens besucht wurde.

Oryx.jpg


Nach dem Abenessen, ein gutes Glas Wein und dann ab in´s Bett, am nächsten Tag wartet Sossusvlei auf uns.
Themenstarter1'079 Beiträge · seit 201625. März 2017 · #3
Tag 3. / 5. Jänner
Ich begrüße die Mitreisenden, zum Glück sind wir beide keine Frühaufsteher und so gehrt es erst nach einem ausgiebigem Frühstück wieder auf die Gravels. Was haben wir nicht alles vor der Reise gelesen, die Wirklichkeit lässt sich einfach nicht in Worte fassen. Wieder einmal fast keine Reisenden, keine Busse, Permit war in 5 Minuten erledigt und Überraschung!, geteerte Straße. Die Dünen rücken im Laufe der Zeit immer näher an die Straße und da ist sie dann:

Düne45.jpg


Düne 45

Wiederum nur 2 Autos, sonst nichts. Meine bessere Hälfte ist dann noch auf die Düne gekraxelt, hat ihr riesen Spass gemacht.

Dünenbesteigung.jpg


Da ich kein Ornithologe bin, weiß ich nicht, was das für ein Vogel war, aber er war jedenfalls sehr neugierig.

Vogel.jpg


Weiter geht es Richtung Sossusvlei. Auf dem Parkplatz waren dann doch 3 oder 4 Autos (keine Busse) und ich machte unser Gefährt für die letzten Kilometer sandtauglich.

Reifen-2.jpg


Luft aus den Reifen, Untersetzung, Sperre und los gehts.

Zwischenstopp.jpg


Dann ein kurzer Zwischenstopp, bevor wir an das Ende kommen.

Sossusvlei.jpg


Sossusvlei. Was hier die Natur in Jahrmillionen geschaffen hat, entzieht sich jeder Beschreibung. Man kann es nicht annähernd in Worte fassen. EInzig störender Faktor war eine Chinesische Reisegruppe mit einer Drohne, die sich ausserdem wunderten, dass hier kein WLAN zur Verfügung stand (Kein Scherz!!).
Nachdem wir das gesehene zu vielen Eindrücken, Fotos und Videos verarbeitet hatten, ging es wieder zurück. Reifen auf dem Parkplatz wieder aufpumpen (ja, das Auto hatte 2 elektrische Kompressoren an Bord) und zurück Richtung Eingang. Kurz davor beginnt eine damals extrem schlechte Pad zum Sesriem Canyon. Auto parken, den Einstieg zum Canyon suchen und dann Abstieg in den Canyon.

Canyon1.jpg

Im Canyon

Canyon2.jpg


Geschätzte 40° Grad und relativ feucht.

Dann wieder zurück, Abendessen (hervorragend, wie auch am Vortag), Sundowner mit Gin-Tonic und ab ins Bett. Am nächsten Tag wartet Swakopmund.
zuletzt bearbeitet 25. März 2017
1'412 Beiträge · seit 201325. März 2017 · #4
Hallo Ernst,
Auch ich begleite euch gerne auf eurer Erstlingstour.
Euer neugieriger Piepmatz ist ein Schildrabe, die sieht man dort recht oft.
LG Stefan Die Reise unseres Lebens: Antarktis 2018/19 Unsere Reiseberichte
Themenstarter1'079 Beiträge · seit 201625. März 2017 · #5
Tag 4 und 5 / 6. und 7. Jänner
Heute erwartet uns ein längere Etappe. Von der Home Stead Lodge nach Swakopmund. Erster und ganz wichtiger Punkt: Ausreichend Frühstücken mit einem letzten Blick auf die umgebende Szenerie. (Und schön langsam füllt sich das Auto mit den Mitfahrern)

Homestead2.jpg


Einfach traumhaft.

Weiter geht es auf der C19 zurück nach Solitair und weiter zum Gaub Pass. Hier passieren wir auch den Wendekreis des Steinbocks.

Capricorn.jpg


Bevor wir aber Walvis Bay erreichen, haben wir noch den Cuiseb Canyon vor uns.

Kuiseb.jpg


Dieser Punkt wird oft als Kuiseb Pass bezeichnet, aber eigentlich fährt man von der Hochebene in einen Canyon runter und auf der anderen Seite wieder hinauf. (Da nach unten auf dem Foto muss man hin, und dann geht es wieder aufwärts)

Und jetzt ? Endlose Weite auf der C 14 Richtung Walvis Bay durch den Namib Naukluft Park

NamibNaukluft.jpg


Endlich, Walvis Bay mit der Flamingo Kolonie.

Gerties.jpg


Aber das Tagesziel ist noch nicht erreicht: Swakopmund. In dieser von den Deutschen Kolonialbesetzern gegründeten Stadt spürt man heute noch den Geist des beginnenden 20. Jhd. Alles ist sauber, gepflegt und entspricht voll und ganz dem Klischeé der Deutschen Gründlichkeit.

BHF1.jpg


Hier der ehemalige Bahnhof, errichtet um 1900, aber heute ist das ein Hotel mit Casino. Mit einem Kuriosum :

Wanne.jpg


Das hatte ich einmal als Rätsel in das Forum gestellt. So what!
Nach einem hervorragenden Abendessen in der Jetty (am Ende des Piers), Kauf von handgenähten Kudu Lederschuhen in der Fabrik und zwei Nächten im Cornerstone Guesthouese wartete die nächste Etappe auf uns.
zuletzt bearbeitet 26. März 2017
766 Beiträge · seit 200726. März 2017 · #6
Na, die Giraffe fährt auch gerne mit und schaut oben zum Dachfenster raus 🤩 😗
Meine Aufenthalte in Südwest/Namibia: 1978/79 Besuch auf Farm am Waterberg, 1980 Praktikum im Schülerheim Otjiwarongo/Caprivi, 1981 Bulli-Rundreise mit crockydile: Namibia – Kapstadt – Gardenroute – Zymbabwe – Victoriafälle – Botswana (10Tage mit dem Mokoro im Okawango-Delta) – Namibia, 1983 Arbeiten auf Farm Otjikaru am Waterberg lange Pause Tolle Urlaube folgenten: 2007 Namibia, 2008 Namibia/Botswana, 2009 Namibia 2018 Wunderschöne 2-Familientour mit Familie tim.buktu
2'497 Beiträge · seit 201126. März 2017 · #7
Der Ernst, wie schön! Wo der doch sowieso schon so rege ist im Forum, schreibt er jetzt auch noch ein Reisebericht. Da will ich auch unbedingt mit. 🤩

Liebe Grüße
Karin
Würde sollte niemals ein Konjunktiv sein. Namibia 2016: Infos zu Auto+Camps+die "Jahrhundertsichtung" Namibia 2015: Namibia - Mein Seelenland Namibia und Botswana 2014: Überraschungstour Namibia und Botswana mit Guide Namibia 2013: Drei Heidjer in Namibia - Guck mal, Elefanten!
Themenstarter1'079 Beiträge · seit 201626. März 2017 · #8
Tag 6 / 8. Jänner
Neuer Tag, neues Ziel. Aber zuerst begrüße ich die neuen Mitreisenden an Bord. Schön langsam wird es eng in der Kabine. Aber hinten im Canopy wäre noch Platz. Etwas staubig, aber wenn man die seitliche Klappe öffnet, dann gibt es fast keinen Staub. Und genau das wusste ich als Neuling natürlich nicht. Als wir in der Desert Homestead Lodge nach der ersten Etappe hinten die Klappe öffneten, hat meine bessere Hälfte fast der Schlag getroffen. Alles mit einer ansehnlichen Staubschicht überzogen. Aber jetzt lagen die 2 Gepäckstücke fein säuberlich in großen Müllsäcken zugeklebt im Laderaum. Und die Schlösser waren auch zugeklebt. Typisch Anfänger halt.
Aber jetzt einmal raus aus der Stadt und auf der B2 Richtung Usakos. Bei der fast obligatorischen Verkehrskontrolle bekamen wir auch ein Duftbäumchen von den netten Polizisten. Nachdem wir uns an die Gravels schon fast gewöhnt hatten, war der Aspalt richtig Öd zum Fahren. Kurz vor Usakos sah man am Horizont die Spitzkoppe, Vielleicht besuchen wir den Berg ein anderes Mal.
Kurzer Tankstopp in Usakos, eine Kleingkeit essen und dann zu unserem Abstecher auf die Ameib Ranch.

Wolke.jpg


Wiederum Menschenleer. Große Enttäuschung beim Gate: GESCHLOSSEN wegen Renovierung der Pads. Na Ja, was soll man machen, umdrehen und weiter zu unserme Tagesziel, der Onduruquea Guestfarm.

Pool.jpg


Jetzt war Zeit zur Entspannung in und am Pool.

Zaungast.jpg


Die ersten "Zaungäste" tauchten aus dem Busch auf und beschnupperten die Neuankömmlinge.

Vor dem Dinner lud Eugen Seibold die Anwesenden, es waren nicht viele, zu einem abendlichen Gamedrive ein.

TikTik.jpg


Diese TikTik (glaube ich) lief mir dabei vor die Linse.

Giraffe.jpg


Auch die Giraffe wusste, dass wir kommen und hat sich fotogerecht hingestellt.
Währen der Tour hat uns Eugen viel über die Natur erzählt. Unter anderem, wusstet ihr liebe Fomis, wenn man sich im Busch verläuft, braucht man nur um einen Termitenhügel herum laufen und auf den Zipfel schauen. Der zeigt immer nach Norden! Warum weiß kein Mensch.
Zum Abschluß des Tages gab es ein wunderbares Dinner, Monika Seibold, eine Spitzenköchen, verwöhnte uns mit Zebrahack, Kudusteaks und vielen sonstigen Köstlichkeiten. Sundowner (Gin Tonic) und dann ab ins Bett.
Was wohl Morgen sein wird, Wir lassen uns überraschen.
1'624 Beiträge · seit 201526. März 2017 · #9
Ernst54 schrieb:Schön langsam wird es eng in der Kabine. Aber hinten im Canopy wäre noch Platz.
Hallo Ernst, guter Tipp, sitze nun auch im Wagen und lasse mich sehr gerne durch Namibias Landschaften schaukeln.
LG Elisabeth
Reiseberichte/ Fotos im Namibiaforum: Namibia, 2x Kenia, Äthiopien/Djibouti, Südafrika, Marokko, Ecuador Festland Reiseberichte/Fotos in Ingrids Forum: Baja California, Delta und Krüger, Simbabwe, Réunion, Ecuador/Galapagos, 2x Indien, Milos/Santorini, Kanada "Viele sagen, man soll gehen, wenn es am schönsten ist, aber ich finde, man soll lieber dahin gehen, wo´s am schönsten ist." Das Känguruh
Themenstarter1'079 Beiträge · seit 201626. März 2017 · #11
Danke, was dann ?????
Themenstarter1'079 Beiträge · seit 201626. März 2017 · #12
Tag 7 / 9. Jänner
Vor dem Frühstück noch eine kleine Runde gedreht und einiges gesehen.

Böcke.jpg


Wildschwein.jpg

Beim Frühstück haben wir dann Eugen von der geschlossenen Ameib Ranch erzählt und er hat dann sofort angerufen, ob die Zufahrt noch immer geschlossen ist. Halleluja, Praise the Lord, OFFEN. Monika und Joachim, ein sehr nettes Ehepaar aus Deutschland haben gefragt, was es da zu sehen gäbe. Nach einer kurzen Schilderung, was es zu sehen gäbe, meinten sie, das wäre auch etwas für sie. Aber es würde doch wenig Sinn machen, mit zwei Autos zu fahren. OK, Einsteigen (jetzt wird es schön langsam eng mit den vielen Mitreisenden) und los geht die kurze (100 Km) Anfahrt.

Beim Eingang (Permit) habe ich dann diese (was weiß ich welche?) Bäume gesehen,

Bäume.jpg


Die nette Dame am Empfang hat uns dann noch darauf hingewiesen, dass heute der erste Tag offen ist und wir uns vor Rhinos in Acht nehmen sollten. 🤩

Eines der Ziele auf dieseer Ranch war die Phillips Cave. Fußmarsch ab Parkplatz nur 20 Minuten.
Das war leider etwas untertrieben.

Ameib1.jpg

Da bin einmal ich mit meiner besseren Hälfte.


Ameib2.jpg

Fast ein dreiviertel Stunde durch diese "Geröllhalde" Und wieder kein Mensch. Wir waren die Einzigen auf dieser Ranch.


Ameib3.jpg

Und das war das Ziel, Phillips Cave!

Und in der Höhle ?
Ameib4.jpg


Tausende Jahre alte Felszeichnungen von den San (glaube ich halt)

Aber der Besuch der Ranch war noch nicht vorbei. Zurück über die Geröllhalde, weiter zur Bull Party.

Toyota-2.jpg

Hier einmal unser Reisgefährt (Keine Toyota Promotion)


Bull1.jpg


Bull2.jpg


Bull3.jpg

Hier habe ich, ohne jetzt Sentimental zu werden, das Gefühl bekommen, dass wir Mensche eigentlich Gäste auf diesem Planeten, in dieser Landschaft sind. Unglaubliche Eindrücke. Und wiederum nur wir vier in dieser menschenleeren Gegend.

Aber irgendwann ist es Zeit, umzukehren und zur Guestfarm zurück zu fahren.
Dinner, Eindrücke verarbeiten, Sundowner (wiederum Gin Tonic), müde in´s Bett fallen und realisieren, dass bereits Tour Halbzeit ist.
zuletzt bearbeitet 26. März 2017
335 Beiträge · seit 201426. März 2017 · #13
Hallo Ernst
Auch ich bin auf deinen Reisebericht gestossen. Im Canopy war noch ein Plätzchen frei und da sitze ich nun und bin gespannt auf die weiteren Erlebnisse.
Liebe Grüsse Grosi
Themenstarter1'079 Beiträge · seit 201626. März 2017 · #14
Tag 8 / 10. Jänner
Weiter geht es. Nach einer sehr herzlichen Verabschiedung von Monika und Eugen sowie Monika und Joachim - On the raod again. Wir passieren Omaruru (Getränke- und Essenseinkauf bei SPAR) biegen auf die C36 Richtug Uis ab. Tankstopp, dann ein Stück auf der C35, D2319 durch Sorris Sorris, durch einige damals noch trockene Riviere durch nach Twyfelfontein.
Hier wollten wir die berühmten Felsritzungen, die UNESO Weltkulturerbe sind, besichtigen. Wie üblich Permit und dann gehen wir mit einem Guide in das Gelände.
Und hier sind einige Bilder davon.

T1.jpg

Ich glaube, das ist das bekannteste Motiv.

T2.jpg

Und weil es so schön ist, noch eines.
Laut unserem Guide sind an diesem Ort mehr als 2500 derartige Zeichnungen (Ritzungen). Hochinteressant, auch für Kulturbanausen so wie ich.

T3.jpg

Dieser junge Bettler ist mir zum Schluß auch noch fast in die Linse gerannt.
Aber wir haben noch nicht unser Tagesziel erreicht. Mowani Mountain Camp.
Etwas sandige Anfahrt, aber beim Gate wurden wir schon erwartet. Weiter zur Reception, Gepäck wurde ausgeladen, Das Auto zum Parkplatz gefahren (nicht ich) und eine sehr freundliche Begrüßung.

M1.jpg

Das Camp ist einfach wunderschön. Duschen, restaurieren und ab zum Sundowner vorbei beim Pool

M2.jpg

zum Viewpoint. Geniessen und einfach der Sonne beim Untergehen zusehen. Das ist einfach Urlaub pur.

M3.jpg


M4.jpg

Mit diesen Eindrücken geht der Tag begleitet von einem erstklassigen Dinner zu Ende. Luxus in seiner schönsten Form
zuletzt bearbeitet 26. März 2017
1'816 Beiträge · seit 200826. März 2017 · #15
Hi , das Dikdik ist ein Impala.

Danke für den schönen Bericht.

Gruss Boris
6'152 Beiträge · seit 200626. März 2017 · #16
hallo Ernst,
ich fahre auch noch mit, ist doch wunderschön all die Stationen mitzufahren die man kennt, schöne Erinnerungen werden wach.
Einen schönen Sonntag wünscht
Hanne
8 x Südafrika,1x Zimbabwe, 22x Namibia, 4x Botswana, 1x Lesotho, 1 x Swasiland
873 Beiträge · seit 201426. März 2017 · #17
Es ist ein Schwarznasen Impala, wenn ich mich nicht total irre.

DikDik hat fast einen Rüssel... und eine total andere Färbung.

Ich will mich hier aber nicht als der Fachmann aufspielen, hatte vor 3 Jahren noch gar keine Ahnung was was ist 🙂
(img) https://scontent.ftxl1-1.fna.fbcdn.net/v/t1.0-9/18222493_1349849328384214_3849567912357826533_n.jpg?oh=66475f5e6b6160dd3f01b721ab03299a&oe=5A8B63AD (/img)
Themenstarter1'079 Beiträge · seit 201626. März 2017 · #18
Tag 9,10 und 11 / 11. bis 13. Jänner
Heute geht es endlich in den Etosha Nationalpark. Sicher, wir hätten es auf jeden Fall noch eine Nacht im Mowani Camp "ausgehalten", aber - On the road again.

D2612.jpg

Zuerst geht es auf der D2612 westwärts zur C39 Richtung Khorixas und weiter nach Outjo. Nochmals Tankstopp (sicherheitshalber), kurzer Mittagslunch und dann auf der asphaltierten C38 zum Anderson Gate. Nach den üblichen Formalitäten weiter zum Okaukuejo Camp. Nochmals Formalitäten, Zimmer beziehen und was dann?
Ich war durch die verschiedenen Beiträge in diesem Forum anfangs etwas verunsichert, was die Qualität dieses Camps betrifft. Aber es war halb so schlimm. Das Abendessen (Buffet) war für uns beide OK, die Mitarbeiter zu uns sehr freundlich. Ich habe halt BITTE und DANKE auch in Namibia nicht verlernt. Hier habe ich aber auch erstmals auf dieser Tour die bereits des öfteren angesprochenen Diskont Touristen hautnah miterlebt. Manche haben sich aufgeführt, als ob die Deutsche Kolonialzeit noch nicht vorbei ist. Fremdschämen war das Eine oder Andere mal angesagt.

Sonnenuntergang.jpg


Aber dieser herrliche Sonnenuntergang hat mich zumindest wieder auf andere Gedanken gebracht. Abenddrink (Gin Tonic) beim Barkeeper geordert (auch er war sehr nett, nach meinem mit einem lächeln und einem BITTE..... geäußerten Wunsch) und dann ab ins Bett.
Das Frühstück am nächsten Morgen war gut, vor allem, da uns die nette Dame vom Vorabend wieder erkannt hat und uns auf einen windgeschützen Tisch, abseits der A..und L.. Touristen, geleitet hat. Diese verließen aber bald das Resturant und wurden mit einem Viehwagen, genannt Game Drive Bus (oder so) durch die Gegend gekarrt.
Wir machten uns mit unserem Hilux alleine auf den Weg und es dauerte nicht lange, schon hatten wir die ersten Sichtungen.

E1.jpg


Ich könnte jetzt jede Menge Bilder von Tieren plazieren, aber Zebras, Gnus und sonstige Vierbeine sind den meisten hinlänglich bekannt. Was uns mehr fasziniert hat, war die Pan selbst.

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Diese Unendlichkeit war schon sehr beeindruckend. Man kommt sich so irgendwie winzig vor.

Aber ein Tier habe ich noch,

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weiß aber nicht was das ist. Der Vogel hat mir einfach gefallen.
Vielleicht sollte ich dazu anmerken, dass ich sehr wenig Ahnung von den Namen der Tiere habe, aber ich liebe es, sie in ihrer natürlichen Umgebung einfach zu beobachten.
So verging der ganze Tag, unterbrochen nur durch eine Mittagspause im Halali Camp.
Abends wiederum netten Tisch abseits bekommen, Essen war OK und auch der Barkeeper hat sich sofort wieder an mich erinnert. Tja, Freundlichkeit kostet nichts, verursacht keine körperlichen Beschwerden, öffnet aber im übertragenen Sinn Tür und Tor.
Wir konten uns dann doch aufraffen, zum beleuchteten Wasserloch zu gehen. Und siehe da:

E4.jpg

Blattschuss (natürlich nur mit der Kamera!)
Aber jetzt war es Zeit das Bett aufzusuchen. Uns stand noch ein möglicherweise anstrengender Tag bevor.

Letzter Tag im Etosha Park. Morgens wiederum gut gefrühstückt, Anschliessend Sachen packen und verstauen - On the Road again. Tagesziel war das Mushara Bush Camp. Abstecher zum Olifantsbad und wieder retour, da die abgehende Pad Richtung Osten unangekündigterweise (tolles Wort!) gesperrt war. Was wir unbedingt noch besuchen wollten, war das Fort Namutoni. Auf der Fahrt kündigten schwere Regenwolken am Horizont die bevorstehende Regenzeit an. Manchmal sahen wir auch den einen oder anderen Blitz. Im Namutoni Camp machten wir aber vor der Besichtigung eine kurze Kaffeepause.
Irgenwo in diesem Forum habe ich einmal gelesen, wenn der Kaffe, der dort serviert wird, in einem Gefängnis ausgegeben wird, gibt es einen Aufstand. Ich konnte das nicht glauben, aber der Kaffee übertraf meine schlimmsten Befürchtungen. Dass dieses Gesöff noch als Kaffee bezeichnet wird, ist fast schon eine Beleidigung für den "richtigen Kaffee".
Fort Namutoni.

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Es lohnt sich, dieses historische Gebäude zu besichtigen, wenn man ein bischen an Geschichte interessiert ist.

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Er hat sich genau für mich hingelegt.
Weiter durch das Van Lindequest Gate, aber vorher noch eine fast "peinliche Befragung" (der Begriff stammt aus dem MIttelalter), ob wir auch absolut nichts aus dem Reservat mitnehmen. Das Mushara Bush Camp war dann nicht mehr allzuweit entfernt und auch gleich gefunden.

Mu1.jpg

Was für eine Oase der Ruhe, fast keine Besucher und wenn, sicher nicht A+L.

mu2.jpg

Dinner in stimmungsvoller Athmosphäre.
Zum Abschluß ein gutes Glas Wein und dann ab in´s Bett. Der nächste Tag ist volles Programm.
zuletzt bearbeitet 26. März 2017
8'684 Beiträge · seit 201026. März 2017 · #19
Hallo Ernst,

jetzt oute ich mich auch mal endlich als Mitleserin! Vielen Dank für die schönen Aufnahmen und den interessanten Bericht.

Das hier ist etwas ganz Spannendes - ein Blue Crane. Lies doch mal bei Matthias nach: https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/291741-just-birds.html?start=84#466133

Ernst schrieb: Aber ein Tier habe ich noch, weiß aber nicht was das ist. Der Vogel hat mir einfach gefallen.
Vielleicht sollte ich dazu anmerken, dass ich sehr wenig Ahnung von den Namen der Tiere habe, aber ich liebe es, sie in ihrer natürlichen Umgebung einfach zu beobachten.

E3.jpg


Liebe Grüße von Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 26. März 2017
Themenstarter1'079 Beiträge · seit 201626. März 2017 · #20
Tag 12 / 14. Jänner
Vorab herzlichen Dank an Bele, für die Informationen bzgl. des Vogels. Mir war nicht bewußt, welch seltenes Exemplar mir da vor meine Linse gelaufen ist. Wie heist es so schön in Österreich. "Die Dodeln haben das Glück!" Mir hat einfach seine natürliche Grazie und Schönheit beeindruckt. Weiters möchte ich gar nicht wissen, wie viele "SchwarzmitfahrerInnen" (schön Gendern) wir an Bord haben. Freut mich.
Aber weiter im Bericht.
Leider hat es in der Nacht geregnet und der Morgen war dann doch etwas feucht. Aber das Geräusch der Tropfen in dem festverbauten Zelt haben mich und meine bessere Hälfte an Zeiten im Campingplatz am Neusiedlersee erinnert.
Sachen packen, frühstücken und - On the Road again.
Über die B1 zu unserem ersten Zwischenstopp, Lake Otjikoto. Binnen weniger Kilometer hat sich die Landschaft komplett verändert. Grün soweit das Auge sehen konnte, was für ein Kontrast. Die Zufahrt zum See war etwas schwer zu finden, aber irgendwann waren wir dann dort. Permit (NoNa) und die paar Schritte zum See.

O1.jpg

Ich habe irgendwo gelesen, dass dieser See eigentlich ein Meteoritenkrater ist. (?!?) Er ist auf jeden Fall schön,

o2.jpg

und auf seinem Grund liegt noch immer ein Geheimnis.
Ende des 1. WK habe dort die Deutschen Truppen vor der Kapitulation noch schnell einiges an Glumpert versenkt. Was mir aber sofort aufgefallen ist,

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die Unmenge und Vielfalt an Kakteen am Ufer. Und im Hinterland.
Noch ein seltsames Bauteil ist mir aufgefallen.

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Ja schon, das ist (war) ein Dampfkessel, aber wozu hier? Mein bessere Hälfte hat dann zu Hause recherchiert und herausgefunden, dass mit dem erzeugten Dampf Pumpen betrieben wurden, die Wasser aus dem See nach Tsumeb zur Salzgewinnung pumpten. Weiß, glaub ich, auch nicht jeder. Es gäbe noch viele interessante Bilder, aber ich möchte eure Geduld nicht überstrapazieren.
Nächste Station: Tsumeb. Kurze Rundfahrt durch diese Bergbaustadt und weiter auf der C42 nach Grootfontein. Runde durch die Stadt, allerdings schon bei strömendem Regen. Kurzer Halt beim SPAR, Ess- und Trinkvorräte auffüllen und dann ein etwas rustikals Picknik im Auto. (Hallo ihr da hinten auf den billigen Sitzen, keine gierigen Augen! "zwinker")
Was wir noch unbeding sehen wollten, war der nahegelegene HOBA Meteorit. Raus aus der Stadt und damit auch raus aus dem Regen. Die Zufahrt über die D irgenwas was allerdings dann schon etwas heftig. Die halbe Pad stand komplett unter Wasser, aber der Hilux pflügte sich ohne Probleme durch. (Tolles Auto)
Beim Eintritt was ??? Richtig Permit. Kurzer weg zum Eisenklotz und da lag er dann.

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Am Wasser sieht man, dass es vorher doch einiges an Wasser, und nicht nur Meteoriten, von oben gegeben hat. Jetzt versteht man auch, warum die einzige Angst der Gallier, incl Asterix und Obelix, dass ihnen der Himmel auf den Kopf fällt, war. Ich möchte auch nicht von so einem Teil getroffen werden. Dann schon lieber Regen.
Aufbruch zu unseren Tagesziel, der Waterberg Wilderness Lodge. Kurze Debatte, welchen Weg nehmen wir: B8 bis Otjiwarongo, weiter auf der B1 und dan auf der C222 und D2512 zum Ziel,
ODER direkt über D2512.
Meine Intuition hat sich letztendlich durchgesetzt, es ist der kürzere Weg über die D2512.
Hügel rauf, Hügel runter, Kein Mensch, kein Auto, aber ein sehr heftiges Unwetter im Rücken. Und nach irgendeinem Hügel rauf,

W1.jpg

Sch...., da fließt ja ein Bach (etwas bisschen mehr als ein Bach). Den alten Hasen unter den Fomis wird das vielleicht ein leichtes lächeln kosten, aber wir waren ja Neulinge. Also Allrad, erster Gang und ein Stoßgebet, dass kein Loch unter der Wasserfläche auf ahnungslose wartet. Der Mensch in der Bildmitte war übrigens der Einzige, dem wir in fast zwei Stunden begegnet sind, auch kein Auto. Es gibt sie wirklich noch, die menschenleeren Pads und Gegenden. Das einzige was wir gesehen haben, waren Rinder, Esel und auch ein einsames Pferd. Die "Straße" verwandelte sich im Laufe der Zeit von einer Gravel Road zu eine Schmierseifenartigen Lehmpist, der der voangegangene Regen doch heftig zugegesetzt hatte.

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Linksfahrregel Ade, wo sind die wenigsten Löcher und wo gibt es noch einigermassen Grip auf dieser Schmierseife. Aber der Waterberg war in Sichtweite, mit der nächsten Regenfront.
Die Einfahrt zur Lodge war etwas mühsam zu finden, die Auffahrt selbst war bedingt durch die durchgezogene Front dann schon etwas Grenzwertig. Ohne 4x4 keine Chance.
Oben angekommen wurden wir sehr freundlich begrüßt, das resevierte Zimmer war sehr schön und, ÜBERRASCHUNG, wir trafen Monika und Joachim, die wir auf der Onduruquea Gueastfarm kennen gelernt hatten und gemeinsam auf der Ameib Ranch waren.
Dass der Abend dann doch etwas länger war, ist allzu verständlich. Trotzdem, nach dem letzten Drink (wann war der eigentlich?) ab ins Bett. Morgen ist er letzte Tag.