PatouchaThemenstarter63 Beiträge · seit 201726. Apr. 2017 · #21
Tag 9 – 1. Juli Sansibar
Ausspannen – wir haben es gut in unserem Hotel angetroffen und genießen es, dass wir nicht so früh raus müssen. Die Hotelanlage ist auch sehr schön angelegt, mit Bungalos in einer schönen Gartenanlage - genau richtig zum relaxen. Da aber Sansibar natürlich viel zu interessant ist, um nur am Strand zu liegen, habe ich gleich zwei Ausflüge gebucht, einmal die Gewürztour und einmal nach Stone Town. Lustig, Mutter und Tochter haben unanhängig die gleichen Touren gebucht. Und ratet mal, wer auf dem Weg nach Stone Town im Auto saß? Genau die Münchener, so dass wir die Ausflüge im kleinen Kreis zu Dritt bzw. Fünft – mit einem übrigens sehr gut deutsch sprechenden Guide – gemacht haben.
Entspannung pur:
Tag 10 - 2. Juli Gewürztour auf Sansibar
Zu Dritt plus Guide und Fahrer ging es auf die Gewürztour. Zuerst waren wir in einem typischen Dorf, das in einer Kokosplantage lag, haben beides besichtigt, auch die Hütten der Einwohner. Uns wurde viel über Kokosnüsse und ihre Verarbeitung sowie das Leben der Einwohner erzählt. Für die Kinder des Ortes waren wir allerdings die Attraktion – schön, weil keine touristische Massenabfertigung, nur wir drei.
Danach haben wir uns mit dem typischen Handwerk beschäftigt: In der Schreinerei wurde die wunderschönen historisch nachgebildeten Holztüren hergestellt, am Straßenrand gab es eine „Schmiede“, in der Eisennägel gemacht wurden. Deren Verwendung bei den typischen Holzschiffen wir am Nachmittag noch sehen sollten.
Leider war das Wetter nicht so gut, es goss immer wieder in Strömen. Trotzdem war der Spaziergang durch die Gewürzplantage sehr schön und informativ - und auf der Gewürzinsel natürlich ein Muss.
Weiter ging es nach Umeme Mkokotoni, einem kleinen Hafenort mit Fischmarkt, wo bei der gerade herrschenden Ebbe die meisten Schiffe auf Grund lagen. Gefragt haben wir uns allerdings, ob hier das Bettenzentrum der Insel ist.
Nach der Mittagspause im Norden der Insel ging es ins Mnarani Natural Aquarium, eine Auffangstation für Schildkröten, die hier aufgezogen werden. Man konnte sie in allen Größen bewundern. Zudem wurden einige Krokodile aufgezogen. Am Rand lagen zahlreiche Delphin- und auch ein Walskelett, die Tiere waren hier im April 2006 an den Strand geschwommen und verstorben.
Bei einem Spaziergang zur „Bootswerft“ haben wir dann diese Gesellen - gut zehn Zentimeter groß - am Weg gesehen:
Und später im traditionellen Holzbau verfolgt, wie die Eisennägel verwendet wurden.
Insgesamt war es eine sehr schöne, empfehlenswerte Tour, bei der wir viel über das Leben auf der Insel erfahren haben.
picco6'369 Beiträge · seit 201126. Apr. 2017 · #22
Hoi Helga
Ihr ward ja in Nungwi am Leuchtturm, neben dem wir in Anita's Bed and Breakfast waren letztes Jahr. War auch Euer Hotel in Nungwi? Und welches wars denn überhaupt? Oder hab ich das überlesen?
PatouchaThemenstarter63 Beiträge · seit 201726. Apr. 2017 · #23
Hallo Picco,
ich war nur im Rahmen des Ausflugs in dieser Ecke. Wir waren im Sultan Sands am Kiwengwa Beach. Wie hat es Dir denn auf Sansibar gefallen?
LG Helga
PatouchaThemenstarter63 Beiträge · seit 201726. Apr. 2017 · #24
Tag 11 – 3. Juli Sansibar
Entspannung pur – nur leider kommt immer mal wieder eine dunkle Wolke und es regnet kurz. Beim Kaffee unter Dach komme ich mit anderen Urlaubern ins Gespräch und vernehme staunend die Beschwerden, die sogar an den Reiseleiter herangetragen werden: dass das Meer mittags so weit weg ist, man so weit laufen muss, um ins Wasser zu kommen. Und dass es nachmittags so nah ist, dass man keinen Strand mehr hat. Da schlägt das Wasser wie gegen einen Kaimauer an die Begrenzung zum Hotel. Schon mal von Ebbe und Flut gehört? Aber ganz sicher keinen Reiseführer gelesen, in dem die großen Unterschiede übrigens drinstanden. Morgens...
Mittags...
nachmittags...
Tag 12 – 4. Juli Sansibar-Stadt – Besuch in Stone Town
Großes Hallo, als das Auto uns zum Ausflug nach Stone Town abholt. Das Münchener Paar war bereits an Bord, so dass wir fünf wie auf der Safari wieder zusammen unterwegs waren. Stone-Town, die historische Altstadt von Sansibar-Stadt, entstand zum größten Teil Mitte des 18. Jahrhunderts und ist seit 2000 Unesco-Weltkulturerbe. Am Darajani-Markt, dem Hauptbasar der Stadt, startet unsere Erkundung zu Fuß. Hier gibt es wirklich alles zu kaufen.
Weiter ging es Richtung anglikanische Kirche aus dem 19. Jahrhundert im Herzen von Stone Town. Sie wurde an der Stelle gebaut, wo früher die Sklaven ausgepeitscht wurden. Ein Denkmal und ein Museum erinnern an die Zeit des Sklavenhandels. Man konnte die Räume besichtigen, in denen die Sklaven bis zur Versteigerung gefangen gehalten wurden – sehr bedrückend.
Weiter ging es zu Fuß durch die verwinkelten Gassen mit den schönen Häusern und den tollen dekorierten und geschnitzten Holztüren. Natürlich mussten wir auch einen Blick auf Freddy Mercurys Geburtshaus (das untere Bild) werfen.
Der „Palast der Wunder“, 1883 vom damaligen Sultan von Oman als Zeremonienpalast errichtet, war leider wegen Restaurierung geschlossen, den konnten wir nur von außen bewundern. Dafür besichtigten wir den „Palast des Sultans“, der ebenfalls Ende des 19. Jahrhunderts entstand und in dem die Sultans-Familie lebte. Übrigens war die Prinzessin, deren Schlafzimmer man heute noch sieht, 1868 nach Europa geflüchtet, um mit ihrem deutschen Ehemann zusammen sein zu können. Vom Balkon des Palastes hatte man auch einen tollen Ausblick über den Hafen.
Wirklich ein schöner und lohnender Ausflug.
picco6'369 Beiträge · seit 201126. Apr. 2017 · #25
Hoi Helga
Ganz gut, auch wenn ich eher weniger der Badetourist bin. Aber es war ein schöner Abschluss einer vielseitigen Tour von den Vulkanen in der DRC und Ruanda über Südtansania nach Sansibar. Meine Eindrücke findest Du in meinem Reisebericht 'Picco geht mit Schnorchelmaske zum Lavasee...' (siehe meine Signatur).
PatouchaThemenstarter63 Beiträge · seit 201726. Apr. 2017 · #26
Hallo Picco,
danke für den Hinweis. Den Bericht werde ich ganz bestimmt noch lesen.
LG Helga
REReintje3 Beiträge · seit 201627. Apr. 2017 · #27
Hallo Helga,
Wir werden Tarangire, Lake Eyasi (Hadzabe), Central Serengeti, North Serengeti, Ngorongora crater, Mto wa Mbu, Arusha National Park und Terengu (Kaffee tour) besuchen. Noch 10 Wochen warten !
Gruss Renilde
sphinx1'624 Beiträge · seit 201501. Mai 2017 · #28
Hallo Helga
Patoucha schrieb: Und Tansania ohne die Schlucht wäre für mich undenkbar gewesen. Und von daher musste ich unbedingt zu diesem Tal, so unspektakulär es auch sein mochte.
Kann ich absolut nachvollziehen, auch ohne Deinen Professor. Immerhin ein wichtiger und vielleicht neben den Galapagosinseln der bekannteste Ort in der Evolutionsforschung.
Vielen Dank für Deinen Reisebericht, hat viel Spaß gemacht mitzukommen. Und einige Löwenbilder sind echt "Sahneschnittchen".
PatouchaThemenstarter63 Beiträge · seit 201702. Mai 2017 · #29
Hallo Elisabeth,
da hast Du Recht. Aber wenn man sich nicht dafür interessiert, dann ist es ein unspektakuläres Tal mit Steinen 🙂 Aber ich habe mich sehr gefreut, dass ich es gesehen habe, weil es zum einen wirklich interessant ist, die "Wiege der Menschheit" zu besuchen, andererseits der Prof es verstanden hat, die Neugier zu wecken.
Danke, freut mich, dass Du mitgelesen hast.
Gute Nacht Helga
PatouchaThemenstarter63 Beiträge · seit 201702. Mai 2017 · #30
Tag 13 - 5. Juli Noch einmal Entspannung pur, der letzte Urlaubstag ist angebrochen. Leider reichte die Zeit nicht, um noch viel mehr von Sansibar zu sehen, obwohl sich das definitiv gelohnt hätte. Die Insel ist schön. Aber es ist auch schön, ein wenig zu relaxen in unserem Badehotel - bei sehr angenehmen Temperaturen, denn zu den Zeit herrschte in Deutschland eine Hitzewelle. Und wir konnten den letzten Tag die Annehmlichkeiten genießen:
Tag 14 - 6. Juli Ich habe den letzten Abend auf Sansibar überlebt - buchstäblich. An meinem letzten Urlaubsabend gab es Barbecue am Pool, sehr schön unter Palmen. Da saß ich dann mit meinem Essen, als von oben einen Kokosnuss herunterfiel - gerade einmal zehn Zentimeter an meinem Kopf vorbei. Auf mein Getränk und die Flasche, die durch die Gegend flogen, so dass ich komplett nass war. Aber zumindest nicht tot. Immerhin ist laut einer Statistik die Kokosnuss der siebtgefährlichste Killer aus der Natur. 150 Menschen sterben statistisch gesehen durch herabfallende Kokosnüsse - puh, Glück gehabt.
Den letzten Morgen verbringe ich noch am Strand. Am frühen Nachmittag werde ich abgeholt, und es geht zum Flugplatz. Via Nairobi und Amsterdam nach Düsseldorf - diesmal über Nacht 🙁 Wir kamen etwas verspätet in Nairobi an, dann musste man ein- und ausreisen - nix Transit - da stand eine lange Schlange, zudem wurde der Flugplatz gerade umgebaut. Die Zeit wurde knapp. Ich bin mal wieder zum Gate gerannt - mit den letzten fünf Passagieren bin ich quasi ungebremst an Bord gegangen. Und konnte dann natürlich mal wieder die ganze Nacht nicht schlafen, während um mich herum alle friedlich schlummerten.
In Amsterdam war etwas mehr Zeit, so dass ich mal nicht rennen musste. Noch ein kurzer "Hüpfer" - und ich war in Düsseldorf. Und kurz darauf wieder zu Hause in Aachen.
Fazit: Es war eine wirklich tolle Reise. Normalerweise kombiniere ich gerne eine Rundreise mit ein paar Tagen Badeaufenthalt im Anschluss, aber in Tansania hätte ich mir gewünscht, dass ich noch eine zweite Woche auf dem Festland für die "Jagd" auf Tiere gehabt hätte. So schön es auf Sansibar auch war, die Serengeti ist einfach nicht zu übertreffen.
Insgesamt war ich mit der organisierten Rundreise sehr zufrieden. Okay, das Hin- und Her von Karatu zum Tarangire NP und wieder zurück war lästig und sollte überdacht werden, aber insgesamt gab es nichts zu meckern. Vor allem nicht über unseren Fahrer, Guide und lieben Freund Goodluck, der uns wirklich unvergessliche Tage bereitete.
Danke fürs Mitreisen.
Gruß Helga
Daxiang5'049 Beiträge · seit 201402. Mai 2017 · #31
Hallo Helga, auch von mir herzlichen Dank!!!!!!!!!!!!! Da musst Du mir unbedingt noch mehr von erzählen. Wir können langsam auch schon die Wochen zählen bzw Tage zählen bis Namibia die Zweite. In 86 Tagen geht es wieder los 😄 🤪 😄 🤪 😄
Vielen Dank für den Bericht! Jetzt wo ich aus dem Piemonte wieder zurück bin hab ich auch den Schluss noch gelesen...und nun will ich wieder mal nach AFRIKAAAAAAAAA!!! 🤩