Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017)

Reisebericht 212 Antworten · 52,4k Aufrufe · gestartet 02. Feb. 2017 von Topobär
Themenstarter5'479 Beiträge · seit 200918. Mai 2017 · #101
20.Tag (Do. 12.01.2017)
Lake Manyara National Park
116km


So mitten in einem belebten Ort ist es natürlich schon etwas unruhiger, als in der freien Natur. Dafür haben wir aber dennoch recht gut geschlafen.

Der heutigen Tag ist komplett dem Lake Manyara National Park gewidmet. Deshalb brechen wir auch ohne Frühstück zum Sonnenaufgang auf.

Während sich Kathrin am Gate um unsere Registration und Bezahlung kümmert, öffne ich schon einmal das Safari-Hubdach. Ich habe den Wagen dann gerade wieder verlassen, da taucht wie aus dem Nichts eine Diadem-Meerkatze auf und entert den Wagen. Noch bevor ich sie wieder verscheuchen kann, greift sie sich zielsicher eine Banane und verschwindet wieder in den Büschen.

Nach dem Passieren des Gates geht es zunächst durch den dichten, von Bächen durchzogenen, Grundwasserwald, wo es vor allem jede Menge Affen gibt.

207Bach.jpg

208Diadem-Meerkatze.jpg


Auf dem weiteren Weg Richtung Süden sehen wir nur sporadisch Tiere am Wegesrand. Durch die buschige Vegetation ist es hier auch nicht so einfach, welche zu entdecken.

209wanderndeGnusvorSee.jpg

209aZebras.jpg


In erster Linie ist der Lake Manyara ein Paradies für Vogelfreunde. Für diese gibt es zwei Hotspots im Park. Einer davon sind die Hotsprings, welche unser nächstes Ziel sind. Hier wurde ein Steg errichtet, der über die schlammige Uferzone hinaus auf den See führt und ideal zur Vogelbeobachtung ist. Es wimmelt hier nur so von Flamingos, Pelikanen, Störchen und Watvögeln.

210HotspringsAussichtssteg1.jpg

211HotspringsAussichtssteg2.jpg

212K&TaufdemSteg.jpg

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214Flamingo.jpg

215Stelzenläufer.jpg

216fliegendePelikane.jpg


Nach einem ausgiebigen Aufenthalt fahren wir noch weiter in den Süden. Hier gibt es einen weitläufigen mit Gras bewachsenen Uferstreifen, auf dem sich jede Menge Tiere tummeln.

217GnuamSee.jpg


In der Ferne sehen wir auch eine Löwin am Ufer liegen, haben aber leider keine Möglichkeit, näher heran zu kommen. Unweit der Löwin liegen zwei Büffel. Man beäugt sich misstrauisch.

Das Südende des Parks ist erreicht und wir wenden zurück in Richtung Norden. Es geht inzwischen auf Mittag zu und so steuern wir die Endala Picknick-Site für eine ausgiebige Mittagspause an. Von der Picknick-Site hat man einen sehr guten Blick auf den See. Immer wieder ziehen Tiere an uns vorbei. Vor allem fragt man sich, was die vielen Giraffen auf dem Uferstreifen wollen, wo es für sie nichts zum Fressen gibt.

218GiraffeamSee.jpg


Auf der Picknicksite gibt es, wie üblich, auch wieder sehr viele Vögel, welche darauf hoffen, dass ein paar Krümel für sie abfallen.

219VogelamPicknickplatz.jpg


Nach ein paar Stunden brechen wir wieder auf. Unser Ziel ist der zweite Hotspot für Birder im Park, der Hippopool. Dabei handelt es sich um den Bereich, an dem die Bäche des Grundwasserwalds in den Lake Manyara fließen, weshalb dieser Teil des Sees Süßwasser aufweist. Hippopool ist eigentlich auch ein irreführender Begriff, denn gerade Hippos sehen wir hier überhaupt nicht. Dafür stehen mehrere Büffel bis über den Bauch im Sumpf und lassen sich das saftige grüne Schwimmgras schmecken.

223BüffelimSumpf1.jpg

224BüffelimSumpf2.jpg


Hier am Hippopool darf man auch ganz offiziell das Auto verlassen. Es gibt sogar einen Aussichtssteg. Auf dem Weg dorthin gehen wir nur wenige Meter an den Büffeln vorbei, die aber überhaupt keine Notiz von uns nehmen. Da sie im tiefen Schlamm stehen, ist auch nicht damit zu rechnen, dass sie plötzlich auf uns lossprinten. Einer der Büffel ist ein besonders mächtiges Tier. Es ist das erste Mal, dass mit beim Gehörn auffällt, dass es sich am Ende wieder nach hinten biegt.

Ansonsten gibt es hier riesige Schwärme von Pelikanen, Weißstörchen und Nimmersatts. Dazu noch jede Menge weitere Wasservögel.

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222Enten.jpg

225Rallenreiher.jpg

226Sattelstorch.jpg

227Löffler.jpg


Auf dem Rückweg zum Gate durchqueren wir noch ein letztes Mal den Grundwasserwald und treffen an einer Furt auf eine große Gruppe Paviane. Wir halten an und beobachten das Treiben der Gruppe. Mit der Zeit verlieren die Affen immer mehr die Scheu an uns. Nach und nach beginnen sie das Auto zu entern. Als sie mir zu dreist werden starte ich den Motor und die Affen springen in Panik, wie von der Tarantel gestochen, vom Auto herunter.

220PavianeaufMotorhaube.jpg
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zuletzt bearbeitet 18. Mai 2017
3'383 Beiträge · seit 200918. Mai 2017 · #102
Hallo Topobär,

ein toller Bericht mit superschönen Bildern. Vielen Dank dafür!
Ich glaube es ist an der Zeit, sich mit Tansania näher zu beschäftigen.
(das sag ich aber schon seit längerer Zeit) 😉

Bis dann
der bayern schorsch
Link zu allen Reiseberichten: Reiseberichte Bayern Schorsch
6'369 Beiträge · seit 201118. Mai 2017 · #103
Hallihallo!
bayern schorsch schrieb:Ich glaube es ist an der Zeit, sich mit Tansania näher zu beschäftigen.
(das sag ich aber schon seit längerer Zeit) 😉
Genau, das hast Du mir schon 2014 in Kronau erzählt...und jetzt wirds Zeit, ab nach Tansania mit Dir! 😉 😛 😎
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
Themenstarter5'479 Beiträge · seit 200919. Mai 2017 · #104
Hallo Schorsch,

von vielen liest und hört man ja, dass dieses oder jenes Land das schönste in Afrika sei. Auf dieses dünne Brett will ich mich gar nicht begeben, da Schönheit ja immer im Auge des Betrachters liegt. Ich würde aber auf jeden Fall sagen, dass Tansania eines der schönsten Reiseländer in Afrika ist und wer sich für diesen Kontinent begeistert, sollte zumindest einmal auch Tansania bereist haben.

Für alle, bei denen die Tierwelt der Hauptgrund für die Reisen nach Afrika ist, kann ich nur sagen, dass nach meinem Erleben die Nationalparks des Northern Circuits die Tierreichste Region Afrikas ist.
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2'391 Beiträge · seit 201619. Mai 2017 · #105
Hallo Thomas,
jetzt habe ich es auch endlich mal geschafft Eure neuesten Abenteuer zu lesen.
Alleine die 6 Platten finde ich schon eine Menge Abenteuer.
Tansania ist sicher ein Traumland. Bisher haben mich da allerdings die Preise schon abgeschreckt. Vielleicht werden aus uns ja doch noch Camper und damit dann auch solch eine Reise erschwinglich.
Außerdem sollte unsere Tochter ein bisschen älter werden . Bei uneingezäunten Camps bin ich da dann doch vorsichtig.
Vielen Dank für den ausführlichen Bericht und die wunderschönen Fotos. Vor allem das gelbe Chamäleon (welchen Gemütszustand zeigt eigentlich gelb?) und dieser unglaublich süße oder wie meine Tochter meinte knuffige kleine Elefant haben es mit besonders angetan.
Und Du hast mein volles Mitleid bezüglich der Scherzen am Hinterteil bei der Bike Tour. Ich habe noch noch kapiert warum die Dinger solche schmalen harten Brötchen als Sattel drauf haben.

Viele liebe Grüße auch an Kathrin

Sasa
Die Freiheit des Einzelnen endet da, wo seine Faust die Nase eines anderen trifft. 3 Generationen zum ersten Mal auf Pad, Namibia 2016: http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/291659-3-generationen-auf-grosser-namibia-erstlingstour.html
116 Beiträge · seit 201319. Mai 2017 · #106
Hallo Topobär,

komme noch hinterher gehechelt, wie die alte Fasnet.
Gratuliere zu Eurer schönen Reise. Dein Reisebericht macht Lust auf Tansania
und die Bilder sind sehr gelungen.

Bin auf die Leos gespannt
LG Elsi
4'382 Beiträge · seit 201520. Mai 2017 · #107
@hallo Sasa,
.... 😉 bezüglich der Scherzen am Hinterteil bei der Bike Tour. 😉
was hat er denn für Scherze gemacht???
Gruß
Friederike 😄 😄 😄
https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/305239-2-froestelnde-senioren-cufs-in-botswana-august-24.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299590-namibia-2008-cufscher-verbindungsstresstest.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285307-cuf-in-botswana-2013.html https://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/285473-cuf-im-ktp-und-moremi-juli-august-2014.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/287481-cuf-maeandern-durch-den-norden-namibias-v-o-nach.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/294392-cufs-8woechige-antiviruskur-erfolgreich-oder-nicht.html https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/300961-cufs-6-wo-haengemattenauszeit-v-covid19-in-bots-nam.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/298077-kurz-trocken-skelettenkueste-suedwaerts-april-mai-19.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303543-62-tage-auf-der-entschleunigungsspur-nam-bots-nam.html
Themenstarter5'479 Beiträge · seit 200923. Mai 2017 · #108
Hallo Sasa,

wir haben auf unseren vielen Afrika-Reisen schon tausende Elefanten gesehen, aber der Kleine im Tarangire National Park war in der Tat der knuffigste von allen. Ich hätte auch den ganzen Tag dort verbringen können, um zu beobachten, wie er mit tollpatschigen Bewegungen die Welt erkundet.
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Themenstarter5'479 Beiträge · seit 200923. Mai 2017 · #109
21.Tag (Fr. 13.01.2017)
Mto wa Mbu – Lake Natron
109km


Nach dem Frühstück war zunächst einmal Großeinkauf für die nächsten 10 Tage in der Wildnis angesagt. Während die Mädels und Hans sich auf dem Markt um Obst und Gemüse kümmerten, klapperte ich die kleinen Läden auf der Suche nach Getränken und Brot ab. Ich bin auch recht schnell fertig, aber auf dem Markt sind wir über eine Stunde beschäftigt. Das liegt in erster Linie daran, das viele Händler nur eine sehr eingeschränkte Vielfalt an Waren anbieten, so dass man mit sehr vielen Händlern ins Geschäft kommen muss, bis alles Benötigte beisammen ist. Es zeigt sich auch wieder, dass Rechnen in diesem Land sehr schlecht geschult wird. Ohne Taschenrechner sind die Händler noch nicht einmal zu den einfachsten Rechenaufgaben in der Lage.

Nachdem alles verpackt ist, starten wir zum Lake Natron. Am Ortsende von Mto wa Mbu zweigt die Piste in Richtung Norden von der Hauptstraße ab. Schon nach wenigen Kilometern treffen wir auf die erste Straßensperre. Ein offiziell aussehender Ranger will von uns ein Permit für die Region sehen. Er kann uns auch solch ein Permit zeigen, welches ebenfalls einen offiziellen Eindruck macht und anscheinend in Arusha erworben werden muss. Trotz sehr intensiver Vorbereitung auf diese Reise, mit umfangreichen Recherchen in Reiseführern und im Internet hatte ich bis zu diesem Zeitpunkt noch nie etwas von einem solchen Permit mitbekommen. Auch eine Recherche im Anschluss an die Reise brachte keine neuen Erkenntnisse zutage. Kann mir irgendjemand näheres dazu sagen. Mich würde vor allem interessieren, wie und wo man dieses Permit erwerben kann. Zu unserem Glück war der Ranger sehr verständnisvoll. Wir konnten ihm unsere Situation erklären und da wir auch nur im Transit zur Serengeti die Region durchqueren wollten, lies er uns auch ohne Permit passieren. Geldforderungen wurden an diesem Gate nicht gestellt.

Je mehr wir Richtung Norden fuhren, umso mehr verloren wir auch an Höhe. Es wurde immer heißer und trockener. Überall steigen Staubtornados in die Luft. Zeitweise sehen wir ein halbes Dutzend gleichzeitig. Es wehnte auch die ganze Zeit ein starker heißer Wind. Es war als würde man in einem Föhn stehen. Durch den vielen Staub in der Luft ist es sehr diesig.

229Tornado.jpg


Die Landschaft wirkt sehr archaisch, wozu auch die vereinzelten Manyattas der Massai beitrugen. Ebenso die Massai-Hirten mit ihren Tieren, wobei dieser Eindruck häufig schnell verflog, wenn sie zum betteln lauthals schreiend angerannt kamen, kaum dass man mal irgendwo eine Pause machte.

228Manyatta.jpg


Folglich gibt es auch keine Fotos von Massai, dann das ist nur gegen Bargeld möglich.

Bald kam dann der Oldonyo Lengai ins Blickfeld. Ein formschöner aktiver Vulkan und heiliger Berg der Massai. Kurz darauf tauchte auch schon der Lake Natron in dunstiger Ferne auf.

231ZebrasvorOldonyoLengai.jpg

230verdorrteSavanne.jpg


Die Piste weißt auf lange Strecken extremes Wellblech auf. Um diesem zu entgehen, haben sich zahlreiche Nebenspuren in der Savanne gebildet, auf denen dafür extremer Bulldust geboten wird. Man hat also nur die Wahl zwischen Pest und Cholera. Auf den letzten 20km sind dann noch zahlreiche Bachbetten und alte Lavaströme zu queren, die vom Oldonyo Lengai herunter ziehen, so dass die Fahrt durch die vielen Kanten und Absätze noch etwas ruppiger wird.

Je näher wir dem See kommen, umso mehr Wildtiere mischen sich unter das Vieh der Massai. Wir sehen Zebras, Gnus, Giraffen, Strauße und Gazellen.

232ZebrasvorLakeNatron.jpg


Insgesamt gibt es auf der Strecke 3 Zahlstellen. Zunächst sind an zwei Distriktgrenzen jeweis 10US$ pro Person zu zahlen. Abschließend ist für das Lake Natron Nature Reserve 15US$ pro Person und 2.000TSH für das Auto zu entrichten. Alles ganz offiziell mit Quittung.

Als Übernachtungsplatz haben wir uns wieder für die World View Campsite entschieden, die auf einer Tarasse am Hang des Tals liegt. Die Campsite ist noch genauso schön, wie wir sie von unserem letzten Besuch in Erinnerung haben. Jetzt eine grüne Oase inmitten der Trockenheit, die ringsum herrscht. Die Sanitäranlagen sind noch immer in gutem Zustand.

234WorldviewCampsite.jpg


Den Rest des Tages verbringen wir lesend im Schatten der Bäume auf der Campsite.

Zum Sonnenuntergang gehe ich nach vorn an die Abbruchkante der Hangterrasse. Hier zeigt sich, dass die Campsite ihren hochtrabenden Namen völlig zurecht trägt.

233ManyattavorOldonyoLengai.jpg

235BlickzumLakeNatron.jpg

236SonnenuntergangamOldonyoLengai.jpg

237BuschSonnenuntergang.jpg
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zuletzt bearbeitet 23. Mai 2017
200 Beiträge · seit 201123. Mai 2017 · #110
Hallo Topobär,
ich reise bei Dir eigentlich nur als stiller Mitleser
mit möchte mich aber bei Dir ganz herzlich für
Deinen tollen Bericht bedanken und gerade die
Bilder von der Passage zum Lake Natron - es ist
doch einfach traumhaft dort ! Ich hoffe Ihr habt Euch dort viel Zeit gelassen ... die Worldview Campsite fand ich auch spitze ! Das Permit mussten
wir auch vorzeigen - mein Guide wusste davon auch nichts und bei uns lief das nicht so selbstverständlich ab - zwar konnten wir nach endlosen Diskussionen passieren, mein Guide hat dann per Telefon irgendwohin Geld überwiesen...
Aber genaueres kann ich Dir auch nicht sagen. Bin auf die weitere Reise gespannt !
Grüße Axel
Reisebericht Uganda http://www.namibia-forum.ch/forum/160-diverses/209556-reisbericht-uganda-und-taeglich-gruesst-ein-gewitter.html
1'835 Beiträge · seit 201523. Mai 2017 · #111
Hallo Thomas,
Wie du vielleicht in meinem RB von 2015 gelesen hast, hatten wir so ein Permit dabei, kostete $70 und wurde uns von Serengeti Select Safaris mit gegeben. Es handelte sich dabei um einen Erkaubnis Schein um die Gegend vor der Serengeti zu durchqueren, da dies ein grosses Einzugsgebiet für viele Tiere ist.
Wir hatten es dabei, aber uns hat niemand danach gefragt. tja. TIA!
Ich geniesse es sehr deinen Beicht zu lesen und die schönen Bilder zu bestaunen.
Den Markt in Mtowambu kenne ich auch, braucht viel Zeit dazu, was immer ich auch dort unter drei Einkäufen erworben habe kostete immer genau $5. nicht schlecht!
Ein Bursche hat mir gezeigt wo Hamburgr meat zu kaufen ist. Brot habe ich aber nicht gefunden. Gibt es eine Bäckerei?
Wie lange sind Gemüse und Tomaten haltbar in deiner Erfahrung?
Denk dir, wir machen eine weiter Reise dorthin, im Juni 2018, allerdings ohne Lake Natron.
DiebSerengeti wird der Hauptpunkt sein, da wir noch nie etwas Schöneres oder Tierreicheres angetroffen haben.
Grüsse von Katrin
If life is a journey be sure to take the scenic road! Expedition Antarktis: https://www.namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/299327-expedition-antarktis-mit-falklands-und-s-georgia.html Island In Herbstfarben https://www.namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/299288-island-in-herbstfarben-september-2018.html Nordamerikanische Safari und Landschaften May Till October 2019 https://www.namibia-forum.ch/forum/index/weitere-laender/299141-nordamerikanische-safari-und-landschaft-2019.html Zweite Selbst Fahrer Tour in Tansania. Same same but different. Juni 2018 https://www.namibia-forum.ch/forum/index/tansania/295665-zweite-selbst-fahrer-tour-in-tansania-same-same-but-different.html Trip reports in English: Namibia and KTP 2016 http://safaritalk.net/topic/16959-self-drive-safari-tr-nam-sa-bots-nam/ Botswana 2016: http://safaritalk.net/topic/16985-self-drive-safari-tr-bots-nam-sa/ Tanzania 2015: http://safaritalk.net/topic/15256-self-drive-safari-through-northern-tz-parks-of-mara-crossings-and-lions-in-camp/ Nam-SA-Bots 2014: http://safaritalk.net/topic/14669-self-drive-safari-in-botswana-south-africa-and-namibiab/page
89 Beiträge · seit 201624. Mai 2017 · #112
Hallo

Dies ist die Antwort von Fortes, unserem Autovermieter:

Not sure if I had mentioned that through Lake Natron there are 4 Village/District that you pass:

WMA Gate: US$30 per person/night + Vehicle Fees US$6 per day --- must prepay and obtain permit before getting there

Londigo District: US$10 per person (one time fees) --- must pay in cash when you get there

Ngorongoro District: US$15 per person (one time fees) --- must pay in cash when you get there

Monduli District: US$10 per person (one time fees --- must pay in cash when you get there

In order to obtain the Natron WMA permit, you must advice us the exact dates, number of nights and where you plan to stay in that area for overnight.

Um welche WMA es nun geht ist mir nicht ganz klar. Wahrscheinlich: http://www.twma.co.tz/wma/enduimet. Hoffentlich kann ich das vor Ort auch recht entspannt sehen. Es grenzt doch stark an Abzocke 🤩

Übermorgen geht es los 🙂

Viele Grüsse
earl.

PS: Und ganz herzlichen Dank für den tollen Bereicht, Topobär!
Themenstarter5'479 Beiträge · seit 200924. Mai 2017 · #113
Ja, die Touristen werden in Tansania leider an jeder Ecke abkassiert.

Aus finanzieller Sicht ist mit dieser weiteren Gebühr die Strecke via Lake Natron zur Serengeti keine lohnende Alternative zum Transit durch die Ngorongoro Crater Conservation Area mehr. Da ist der Transit inzwischen deutlich günstiger.

@Katrin: Eine Bäckerei habe wir in Mto wa Mbu nicht gefunden. Allerdings haben einige der kleinen Läden Brot im Sortiment gehabt.

Die Haltbarkeit von Obst und Gemüse ist in den meisten Fällen wie bei uns, es gibt aber Ausnahmen. Bananen und Tomaten halten sich deutlich länger als bei uns. Beides bis zu 10 Tage. Möhren und Paprika deutlich weniger als bei uns. Möhren sind schon nach einem Tag labberig und Paprika nach einem Tag schrumpelig.

An gut haltbarem Obst haben wir gern gekauft: Mango, Bananen, Papaya, Avocado und Orangen.
An gut haltbarem Gemüse haben wir gern gekauft: Kartoffeln, Zwiebeln, Kürbis, Auberginen, Zucchini, Tomaten, Blumenkohl und Weißkohl.
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754 Beiträge · seit 201029. Mai 2017 · #114
Hi Topo,

wieso heisst der Bericht eigentlich: "Leoparden hautnah" ?
Richtig wäre gewesen: "Die ostafrikanische Tierwelt hautnah" 🙂 🙂

Da konntet ihr ja wirklich nicht meckern, was da so alles in unmittelbarer Nähe fleuchte und kreuchte 🙂

Meine Vorfreude auf unseren Tanzania Besuch im November 2018 wächst immer mehr !!
Mach nur weiter so, dann buche ich um auf dieses Jahr 😉

Liebe Grüsse
Walter
Zambia Juni 2018 Botswana April 2017 Mixed Emotions Botswana im Frühjahr 2016 Maun - Kasane als Lodgehopper Unterwegs in Südafrikas Norden - April 2015 Botswana im Frühjahr 2014 Botswana im Frühjahr 2013 Die Katzensafari Zimbabwe im Frühjahr 2012 Botswana im Frühjahr 2011
Themenstarter5'479 Beiträge · seit 200929. Mai 2017 · #115
Hallo Walter,

das man den Tieren immer ganz nah ist, ist für mich einer der Hauptgründe, nach Tansania zu reisen. Da gibt es weder bei Campsites noch bei Lodges irgendwelche störenden Zäune, die die Tiere fernhalten. Man ist immer mittendrin. Der für den Titel namensgebende Leopard war dann allerdings etwas zu nah dran. Die Auflösung der Geschichte wird es in wenigen Reisetagen geben.

Wenn Du nach Tansania reist, hoffe ich natürlich auf einen schönen Bericht und Deine genialen Fotos.
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Themenstarter5'479 Beiträge · seit 200901. Juni 2017 · #116
22.Tag (Sa. 14.01.2017)
Lake Natron – Serengeti National Park (Lobo Area)
196km


Gleich nach dem Aufstehen zieht es mich wieder zum Aussichtspunkt. Der Blick geht gen Osten und so kann ich miterleben, wie sich die Sonne langsam über die Berge erhebt und das Tal in sanftes Licht taucht.

238Sonnenaufgang.jpg


Dann ist erst einmal Frühstück angesagt, bevor wir zur Wasserfall-Wanderung aufbrechen. Für diese Tour haben wir einen Massai als Guide engagiert.

Unweit der Campsite wird die mächtige Wand des Escarpments von einer tiefen Schlucht durchschnitten, aus der ein Bergbach fließt, welcher nur wenige Kilometer weiter in den Lake Natron mündet. Wir betreten die Schlucht und je tiefer wir hinein wandern, umso üppiger wird die Vegetation. Ein herrlicher Kontrast zur Wüstenlandschaft die einen hier ansonsten umgibt. Der Weg ist nicht ohne. Immer wieder müssen wir den Bach durchqueren und hin und wieder auch die Hände zur Hilfe nehmen.

239Schluchtbeginn.jpg

240Bachdurchquerung.jpg

241entlangdesBachs.jpg


Kathrin scheint es dennoch nicht spannend genug zu sein, und so entscheidet sie sich noch für eine kleine Canyoning-Einlage. Wir hatten gerade sicher die schwierigste Kletterstelle gemeistert, da rutscht Sie auf einer glatten Platte aus und landet im Bach. Der hat an dieser Stelle einige ordentliche Stromschnellen. Da geht’s durch und erst in einem tiefer gelegenen Pool hat sie die Möglichkeit wieder aus dem Wasser zu krabbeln.

242KletternamBach1.jpg

Hier sieht man die Kletterstelle und die Stromschnelle, die Kathrin „durchschwommen“ hat.

243KletternamBach2.jpg

Die Platte im Vordergrund wurde Kathrin zum Verhängnis.

Letztlich ist alles gut gegangen und Kathrin ist mit ein paar blauen Flecken davon gekommen. Auch wissen wir jetzt, dass unsere Smartphones halten, was die Werbung verspricht und tatsächlich wasserdicht sind. Auch Reisepässe sind erstaunlich unempfindlich gegen Wasser. Der Internationale Führerschein besteht allerdings nur noch aus einzelnen losen Blättern, die wir sogfältig trocknen.

Der Wasserfall am Ziel unserer Wanderung übertrifft alle meine Erwartungen. Er fällt als breiter Vorhang aus einem an der Felswand klebenden Palmenhain. Darunter liegt ein Pool, der zum baden einlädt.

244MassaivorWasserfall.jpg

245Wasserfall.jpg


Auf dem Rückweg, kurz vor der Campsite kommt, was kommen muss. Eine Gruppe Frauen und Mädchen versucht uns Massaischmuck zu verkaufen. Glücklicherweise scheint man mir schon von weitem anzusehen, dass ich für so etwas überhaupt nicht empfänglich bin und so werden nur die Anderen bestürmt, während ich meine Ruhe habe.

246mitMassai.jpg


Gegen Mittag brechen wir dann auf. Bis in die Serengeti haben wir noch ein ganzes Stück zu fahren. Von der ersten Escarpment-Stufe haben wir eine tolle Aussicht auf den See, der ein klasse Farbenspiel bietet. Weite Flächen leuchten in kräftigem rosa.

247LakeNatronfern.jpg

248LakeNatronnah.jpg


Die nun folgende Strecke durch das Massai-Hochland lässt sich über weite Strecken gut fahren. Hin und wieder starkes Wellblech, aber die meiste Zeit gutes Geläuf.

Um 16:00Uhr sind wir dann am Kleins Gate in die Serengeti. Hier können wir mit Visa bezahlen, was angesichts der zu zahlenden Summe sehr vorteilhaft ist.

Wir wollen nicht direkt zur Campsite fahren, sondern vorher die Zeit noch für einen Gamedrive nutzen. Laut Karte würde der Grumeti-Loop sich dafür anbieten. Der Loop beginnt auch sehr gut. Es ist eine deutliche Fahrspur zu sehen und es gibt auch einiges an Tieren zu sehen.

249Greifvogel.jpg

250Eland.jpg


Dann aber wird die Spur immer schwächer und ist zeitweise kaum noch zu erkennen. Immer wieder sind Umfahrungen notwendig, weil die Strecke weggespült ist, oder umgestürzte Bäume den Weg versperren. Vom Fahrersitz ist die Strecke teilweise nicht zu finden und so bin ich froh über den Ausguck am Hubdach. Entschädigt werden wir durch jede Menge Tiere, die wir zu sehen bekommen. Allerdings bin ich so beschäftigt mit dem Fahren, dass ich einfach nicht die Ruhe und Muße zum Fotografieren habe. Dies ist in erster Linie durch den Zeitdruck bedingt, denn wir kommen nur sehr langsam vorwärts und die Sonne nähert sich rasch dem Horizont. Die anderen sind für meine Anspannung immun und freuen sich über die großen Herden an Elands, Büffel, Elefanten, Zebras und Giraffen. Auch eine große Gruppe Hyänen kreuzt im Laufschritt unseren Weg.

Im letzten Büchsenlicht kommen wir dann auf der Hauptpiste an, von der aus es nur noch ein Katzensprung bis zur Campsite ist. Der Grumeti-Loop scheint nur noch sehr selten befahren zu werden und ist sicherlich eine der anspruchsvollsten Strecken in der Serengeti. Wenn man es genießen will, sollte man sich den ganzen Tag dafür Zeit nehmen. Er sollte nur bei trockenen Bedingungen befahren werden. Die Strecke ist extrem einsam. Wenn man dort eine Panne hat, hat man ein Problem. Ich weiß nicht, ob man auf der Strecke Handyempfang hat.

Kurz vor der Campsite halten wir ein letztes Mal, um zu sehen, wie das letzte Licht verblasst und sich der Himmel verfärbt.

251SonnenuntergangLobo.jpg


An der Lobo-Campsite hat es wieder Büffel. Die scheinen hier dauerhaft zu leben. Das Waschhaus war schon vor 4 Jahren nicht gut und ist inzwischen vollkommen heruntergekommen. Eine Frechheit, wenn man bedenkt, dass man 30US$ pro Person und Nacht bezahlt.

Als es schon lange Dunkel ist und wir gerade das Essen auf die Teller füllen kommt ein Ranger, um das Permit zu kontrollieren. Super Timing. 😠
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zuletzt bearbeitet 01. Juni 2017
1'523 Beiträge · seit 201101. Juni 2017 · #118
ja ...ja ...Thomas.....

.......die Campkontrolleure kommen doch immer zur Essenszeit..... 😄 😄 😄 😄 😄

das Ganze hat METHODE......Essen schmeckt halt gut......... 🤩 🤩 🤩

lg.......BMW
zuletzt bearbeitet 01. Juni 2017
244 Beiträge · seit 201501. Juni 2017 · #119
Hallo Thomas,
wir haben deinen RB gelesen und es macht lust darauf, nochmal nach Tansania zu reisen.
Besten Dank und Gruß von Didi u Iris.
Themenstarter5'479 Beiträge · seit 200921. Juni 2017 · #120
Bedingt durch einen Kletterurlaub und reichlich Arbeit im Job, gab es leider eine längere Pause, aber jetzt geht es weiter. Auch wenn es leider mal längere Unterbrechungen gibt, wird der Bericht ganz sicher fertiggestellt.
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