1 Monat "Hakuna Matata" – Namibia & Botswana

Reisebericht 93 Antworten · 27,6k Aufrufe · gestartet 28. Jan. 2017 von Leo-Löwe
174 Beiträge · seit 201207. Feb. 2017 · #21
Hallo Leo,
will auch noch mein ganz dickes Lob in die Runde schmeißen. Wirklich ein super Video hast du gemacht. Nur leider viel zu kurz.
Auch die Idee mit der Karte finde ich schön. Werde gerne und mit Interesse deinen Bericht lesen.
LG austria
Themenstarter70 Beiträge · seit 201508. Feb. 2017 · #22
Hi ihr,

danke für die vielen "Danke"-Klicks, freut mich, dass es euch bisher gefällt. 😘

Ich kam die letzte Woche leider nicht mehr zum Weiterschreiben, werde aber jetzt etwas fleißiger sein und öfters posten. Heute Nachmittag geht's weiter. 😁

Das Lied zum Trailer-Video war leider nicht länger. 😄 Es gibt noch viele weitere Zusammenschnitte von einzelnen Abschnitten, die kommen dann auch beizeiten. 🙂

Liebe Grüße,
Leo
Liebe Grüße, Leo
Themenstarter70 Beiträge · seit 201508. Feb. 2017 · #23
Tage 3 bis 8: Red Dune Camp -> Sossusvlei

Bevor ich in Kürze die nächsten Tage detailliert schildern werde, erhaltet ihr hier schonmal vorab einen Eindruck über unsere nächsten anderthalb Wochen: Wir fahren vom Red Dune Camp zum Köcherbaumwald am Mesosaurus Camp und weiter zum Hobas Camp am Fish River Canyon. Nach einer weiteren Nacht bei den heißen Quellen von Ai-Ais fahren wir einen langen Tag „untenrum“ teilweise entlang des idyllischen Orange River nahe der Grenze nach Südafrika bis nach Lüderitz. Einen schönen Abend in diesem alten deutschen Städtchen am Atlantik später fahren wir mit kurzem Stopp in der sehr sehenswerten Geisterstadt Kolmanskuppe wiederum einen langen Tag bis zum Camp bei Sossusvlei. Dank zweier Nächte dort verbringen wir einen kompletten wunderschönen Tag von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang bei den malerischen schönen Dünen der Namib-Wüste.

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Liebe Grüße, Leo
zuletzt bearbeitet 08. Feb. 2017
1'543 Beiträge · seit 201308. Feb. 2017 · #24
Hallo Leo,
dein Moonwalk am Ende des Videos, das war ja pure Freude. Ging mir genauso. Schreib nur schnell weiter.
Herzliche Grüße
Beate
Reiseberichte: Patagonien 2020: Zwischen Anden, Pampa und Eis: https://namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/299353-patagonien-2020-zwischen-anden-pampa-und-eis.html Das schönste Ende der Welt-Südafrika März 2017 https://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/292402-das-schoenste-ende-der-welt-suedafrika-maerz-2017.html Südafrika 2018-Ohne Braai gibt es keine Katzen https://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/296432-suedafrika-2018-ohne-braai-gibt-es-keine-katzen.html
23 Beiträge · seit 201109. Feb. 2017 · #25
Hallo Leo
wunderschön deine Videos und Bilder: zurücklehnen und geniessen, in Erinnerungen schwelgen und die Wochen zählen bis zu unserer nächsten Reise nach Nam/Bots im September. Herzlichen Dank! Barbara
Themenstarter70 Beiträge · seit 201509. Feb. 2017 · #26
Danke euch. 😄

Ja, es ist die reinste Freude, nach dem anstrengendem Aufstieg mit glühenden Füßen im Sand-Wind-Gestöber die Düne herunterzurennen. Ein tolles Gefühl. 🙂

Barbara: Das ist ja gar nicht mehr so lange hin, die Zeit wird wie im Flug vergehen. Wir würden auch gerne wieder nach Namibia (und Botswana) zurückkommen, aber bis dahin werden vermutlich noch viele viele Jahre vergehen... 🙁
Liebe Grüße, Leo
zuletzt bearbeitet 09. Feb. 2017
Themenstarter70 Beiträge · seit 201510. Feb. 2017 · #27
Tag 3: Red Dune Camp -> Mesosaurus Camp, 228 km

“Armer Köcherbaum,
Dein Name tut Dir Unrecht:
Edle Aloe.“


Die einsetzende Morgendämmerung weckt uns sanft um 6 Uhr pünktlich zum tollen Sonnenaufgang über den endlosen Weiten der Kalahari. Nach ausgiebigem Frühstück in der angenehm wärmenden Sonne packen wir zusammen: Zu unserer Freude lässt sich nach etwas Bastelei das Zelt mit darin zusammengelegter Bettwäsche zusammenklappen, wodurch wir nun deutlich mehr Platz im Auto haben.

Obwohl wir uns zugegeben noch etwas ungeschickt beim Auf- und Abbau angestellt haben, möchte ich auch als Rückgriff auf Tag 2 unsere ersten Klappzelt-Erfahrungen mit euch teilen:

Bei YouTube ansehen ↗



(Am Ende des Urlaubs ging der Aufbau zu zweit in 3 und der Abbau in 7 Minuten.)

Ein paar Stichpunkte zum Red Dune Camp: nur erreichbar über eine kilometerlange berganführende Tiefsandpiste, ein bis drei Stellplätze in tiefem Sand mit einigen Holzplattformen für Bodenzelte; ein großer runder Holztisch mit 8-10 Sitz-Stämmen; eine Feuerstelle; eine Holz-Kapelle; ein zur Seite Richtung Kalahari am Abhang komplett offenes Klo mit Wasserspülung zur Selbstfüllung, die allerdings ein paar Meter unterhalb durch ein aufhörendes Rohr ihre Funktion nur bedingt erfüllt; eine ordentlich aussehende wasserlose Dusche mit Bastmatten; eine Baustelle mit schwerem Gerät, die wohl einmal neue Facilities mit Steinplatten und weiterem in dieser Gegend kaum erwartbaren Luxus bringen wird; ein bei uns offenbar leerer Wasserturm – und das alles auf einem großen Areal anscheinend nur zugehörig zu unserem Camp. Absolut empfehlenswert!



Um 8:30 Uhr verabschieden wir uns von diesem einzigartigen Ort, fahren die rote Piste herunter und testen unseren Reifenkompressor in der sicheren Umgebung der Einfahrt der Camp-Besitzerin. Nachdem wir uns von der Funktionsfähigkeit überzeugt haben, nehmen wir doch gerne ihren großen Kompressor in Anspruch – über die Autobatterie und unseren Mini-Kompressor wären wir gut und gerne eine Stunde beschäftigt gewesen. Während ein netter Mann unsere Reifen zurück auf 2.5 Bar aufpumpt, entdecke ich „Jammy“, einen Baby-Suritaken, dessen Mutter überfahren wurde und der deshalb von der Besitzerin adoptiert wurde. Jammy quietscht sich nach meinen Fingern schnappend, herumflitzend und nach Erdmännchenart Männchen-machend seinen Weg in mein Herz als das süßeste Fellknäuel, das ich jemals knuddeln durfte. Sooo niedlich!



Um 10 Uhr reiße ich mich schweren Herzens von Jammy los und wir verlassen die Mariental-Gochas-Gegend auf zu neuen Abenteuern Richtung Keetmanshop. Die landschaftlich äußerst reizvolle Fahrt durch die Kalahari führt uns von anfangs durch die von gestern bekannte Strauchvegetation über unzählige bewachsene rote Dünenberge und –täler bis zum Ende hin stellenweise dolorithgesteinhaltige Savanne. Die Flora begeistert durch die einzigartigen Köcherbäume, die Fauna dagegen ist bis auf die obligatorischen Siedelweber, etwas Nutzvieh, einige Geier und wenige leise blökende Steinböckchen unspektakulär.

Um 14 Uhr kommen wir als Déjà-vu zu gestern erneut an der „Rezeption“ an und müssen über eine 3 km lange 4x4-Strecke über relativ harten Sand, Stock und Stein bei normalem Reifendruck zum eigentlichen Camp fahren. Wie erwartet und erhofft liegt das Mesosaurus Camp inmitten eines „Waldes“ aus Köcherbäumen (die entgegen ihres Namens keine Bäume sondern Aloen sind), welche sich mit den umgebenden wollsackverwittert-aufgetürmten Dolorithgestein zu einer einmaligen wie aus einer anderen Welt wirkenden surreal-bizarren Landschaft verbinden.



Nach verdienter Brotzeitpause unter unserer tollen Markise und einer kleinen Erkundungstour mit Kudu-Weibchen- und Klippschliefersichtungen fahren wir um 16 Uhr zurück zur Rezeption und nehmen an einer vom alten lustig-egozentrischen holländisch-stämmigen Besitzer dieser „Spitskoppe“ genannten Farm persönlich geführten Besichtigungstour seines Geländes teil. Die Rundfahrt führt uns zu Schutztruppengräbern, zu namensgebenden Mesosaurus-Fossilien und schließlich zu einer einzigartigen Dolorithgestein-Formation, bei der die Klangsteine ihrem Namen alle Ehre machen – das StarWars-Imperial-Theme klingt nirgends so eindringlich, wie in solch einer außerirdisch wirkenden Gegend. Hinter allen Landschaften stecken unzählige interessante Geschichten und es ist wunderschön, wenn sie einem derart enthusiastisch und mitreißend erzählt werden, wie von diesem stolzen Farmbesitzer.



Zurück am Camp genießen wir einen atemberaubenden Köcherbaum-Sonnenuntergang mit irrwitzigen Silhouetten und einem farbenfrohen Himmel. Glücklicherweise ist das Camp sehr großzügig angelegt, sodass wir einen angenehmen Abstand zu den anderen Campern wahren können und diese nur über entfernte Feuerscheine wahrnehmen.



Eine hervorragende am Lagerfeuer gekochte Kartoffel-Kürbis-Pfanne später bewundern wir erneut den herrlichen Sternenhimmel, genießen Lagerfeuer-Romantik und gehen bei gefühlt etwas angenehmerer Außentemperatur um 22 Uhr ins Zelt und freuen uns tief und fest schlafend auf den nächsten Morgen.

Liebe Grüße, Leo
Themenstarter70 Beiträge · seit 201503. März 2017 · #28
Tag 4: Mesosaurus -> Hobas, 224 km

„Starke Aloe,
Heimat der Siedelweber.
Bewacht vom Spießbock.“


Nach einer durchgeschlummerten Nacht weckt uns wie gewohnt die Morgendämmerung um 6:30 Uhr. Wir genießen einen traumhaften Köcherbaum-Dolorithgestein-Sonnenaufgang und verlassen nach einem lecker-stärkenden Frühstück um 8:30 Uhr das wirklich absolut besuchenswerte Camp.



Nach nötigen Stopps zum Tanken und Lebensmittelkaufen in einer ordentlichen Mall in Keetmanshop fahren wir weiter Richtung Süden. Nach wenigen Minuten besichtigen wir noch kurz den „Giant’s Playground“ und den Köcherbaumwald bei Keetmanshop, welche aber nicht mit der Landschaft am Mesosaurus Camp mithalten können. Über teilweise ekelhafte Wellblech- und Schotterpisten kämpfen wir uns weiter nach Süden und überstehen auch unbeschadet die gefährliche Überquerung eines unbeschrankten Bahnübergangs.



Gut durchgeschüttelt erreichen wir um 15 Uhr das Hobas Camp am Fish River Canyon. Die Strecke zieht sich auch deshalb zeitlich in die Länge, weil wir unzählige Foto- und Beobachtungs-Stopps für Strauße, Springböcke und Spießböcke einlegen „müssen“. Eine wunderschöne Natur am Straßenrand! Mein persönliches Highlight: Ein großer Köcherbaum, der einer Siedelweberkolonie Heimat und einem Oryx Schatten spendet.



Am gut besuchten riesigen Campingplatz mit großen und sehr guten Sanitäranlagen trübt allgegenwärtiger Baustellenlärm ein wenig die Naturerfahrung. Dennoch entspannen wir uns nach der langen Fahrt bestmöglich bei einer stärkenden Brotzeit und beobachten die Paviane, die sich an den schlecht gesicherten Mülltonnen vergreifen. Nach einer dringend nötigen Dusche fahren wir um 17:30 Uhr über eine 10 km lange gute Schotterstraße zum Hobas Point.

Da viele riesige Busse mit lärmenden Touristen die gleiche Idee hatten, fahren wir noch einige Minuten an der Canyon-Kante auf schwer sichtbarer 4x4-Piste weiter und genießen abseits vom Trubel einen ziemlich schönen Sonnenuntergang – leider geht die Sonne „auf der falschen Seite“ unter, was uns aber umso mehr auf ein tolles Morgenlicht am nächsten Tag hoffen lässt. Dieser zweitgrößte Canyon der Welt hat anders als der Waimea Canyon auf Hawai’i oder der Colca-Canyon in Peru eine frappierende Ähnlichkeit zum Grand Canyon in Arizona, zumal der auf einmal sichtbare Bereich nur unwesentlich kleiner ist. Der Aussichtspunkt erinnert etwas an den Horseshoe Bend. Der Fish River, der sich hier durch den Canyon schlängelt, ist bei uns am Ende der Trockenzeit weniger Fluss als unzusammenhängende übrig gebliebene Wassertümpel. Wirklich ein unerwartetes Naturwunder, das gar nicht nach „Afrika“ aussieht.



Nach einem leckeren am Lagerfeuer gekochten Chili con Carne grillen wir Marshmallows und genießen den Sternenhimmel. Alles ist hier auf diesem NWR-Campingplatz deutlich „kommerzieller“ und voller als bei den beiden vorherigen naturnahen Nächten – insbesondere die lärmenden Reisebusse lassen uns sehnsuchtsvoll an die Stille und Einsamkeit der vergangenen Nächte zurückdenken. Bei sehr angenehmer Temperatur ziehen wir uns um 22 Uhr ins Zelt zurück, schauen uns ein wenig die aufs Handy gesicherten Fotos an und lassen die letzten wunderschönen Tage gedanklich Revue passieren.
Liebe Grüße, Leo
zuletzt bearbeitet 17. Mai 2017
229 Beiträge · seit 201403. März 2017 · #29
Hallo Leo,

ich bin gestern auf deinen Bericht gestoßen, den ich sehr mag. Euer Zeltauf- und -abbau-Video ist herrlich 🙂 , wobei die anderen natürlich auch nicht zu verachten sind. Tolle Fotos zeigst du auch 🙂 . Das mit den Köcherbäumen im Abendrot ist fast zu schön, um echt zu sein! Wirklich klasse!

Ich freue mich auf die Fortsetzung deines Berichts.

VG
Helga
Reisebericht: Namibia für Anfänger - Sept. 2016
6 Beiträge · seit 201303. März 2017 · #30
Hallo Leo,
deine Bilder und der Bericht sind schon toll! Aber die Videos sind Klasse! Das Teil vom Zeltaufbau kann als Lehrfilm für Ersttäter dienen. Ich freue mich auf Weiteres!
Beste Grüße
Edgar
7'267 Beiträge · seit 200603. März 2017 · #31
Hallo Leo

ich habe mir eben auch das Video mit dem Zelt Auf- und Abbau angeschaut. Ich hatte in all den Jahren schon viele verschiedene Dachzelte, aber so eines habe ich noch nie benutzt. Die anderen hatten im zusammengeklappten Zustand immer irgend Hülle, die zum Teil recht locker war, um das Zelt herum. Bei Euch hat das nun mehr wie ein fester Kasten ausgesehen. Konntet Ihr Bettdecken und Kissen im Zelt lassen oder musste das raus?

Herzliche Grüsse
Chrigu
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Themenstarter70 Beiträge · seit 201506. März 2017 · #32
Danke, das ist nett von euch. Geht auch demnächst weiter. Die spannenden tierreichen Tage kommen noch, da gibt's noch viele Videos. 🙂

Bei unserem ersten gefilmten Zelt-Auf- und Abbau hatten wir noch zwei Fehler gemacht, nämlich beim Aufbau am Ende die Stoffecken nicht über die Metallecken gezogen und beim Abbau vergessen, die Leitern vor der Befestigung der Metall-Abdeckung einzuschieben.

@chrigu: Das siehst du richtig -- im Gegensatz zu allen anderen Campern, denen wir auf unserer Fahrt begegneten, hatte unser Ford Ranger keine Hülle um seine Zelte. Das aufgeklappte Zelt hatte einen Metall-Kasten um sich herum, der beim Zuklappen mit einer Metall-Abdeckung verriegelt wurde, das war es auch schon. Mit der richtigen Bettwäsche-Falttechnik hat diese auch im zusammengeklappten Zelt Platz gehabt, dadurch hatten wir sie aus dem Weg, super! 😎

Anfürsich ein tolles System: Riegel lösen, Abdeckung abnehmen, Leiter oben entriegeln, Leiter rausnehmen, Leiter zusammenstecken, Zelt mit Leiter aufklappen, Zelt-Ecken über die Metall-Ecken ziehen, fertig. Nach den ersten paar Tagen mit Anlaufschwierigkeiten ging es in windeseile, während die um uns rum noch Ewigkeiten mit ihren Stoffhüllen gekämpft hatten. 😛

LG,
Leo
Liebe Grüße, Leo
13 Beiträge · seit 201707. März 2017 · #33
Hi Leo...super Bericht und auch Video.
Frage: Mit welcher Kamera hast du gefilmt und mit welchem Programm geschnitten?
Bin immer noch auf der Suche...

Danke und Gruss
Cabi
Themenstarter70 Beiträge · seit 201507. März 2017 · #34
Danke, Cabi. Die Filme und Videos sind mit meiner Systemkamera Sony Alpha 6000 aufgenommen. Geschnitten habe ich die Videos mit Adobe Premiere CC.

LG,
Leo
Liebe Grüße, Leo
Themenstarter70 Beiträge · seit 201507. März 2017 · #35
Tag 5: Hobas -> Ai-Ais, 91 km

„Fish River Canyon,
Zweitgrößter deiner Art. Und:
Wellness-Oase.“


Nach einer angenehm warmen Nacht stehen wir um 7 Uhr auf, packen gemütlich unsere Sachen zusammen und fahren erneut zum Hobas Point. Bei traumhaftem Licht der noch tief hinter uns stehenden Sonne und tollem Canyonblick frühstücken wir ausführlich auf dem idyllischen Picknick-Platz und genießen den wunderschönen Ausblick und die mit steigender Sonne kürzer werdenden Canyon-Schatten. Wie erwartet ist der Fish River Canyon am Hobas Point ein lohnendes „Morgenziel“. Ein wenig störend sind die zahllosen voll besetzten Tourbusse, die etappenweise ihre lärmende Fracht um uns herum verteilen. Wie froh sind wir, individuell zu reisen!



Um noch etwas Ruhe zu finden unternehmen wir eine kleine Wanderung zu Fuß entlang des Canyon-Rims zum Hiker’s Point, bei dem in der kälteren Jahreszeit die lange Canyon-Durchquerung beginnt. Bei allmählich einsetzender Hitze bestaunen wir den hier deutlich erkennbaren einzigartigen „Canyon im Canyon“.



Um 12 Uhr treten wir schließlich die nur 70 km lange Fahrt zum zweiten NWR-Camp am Fish River Canyon, Ai-Ais, an. Wir benötigen hierfür gute zwei Stunden, da diese wahnsinnig abwechslungsreiche Landschaft mit ihren Köcherbäumen, Bergen, Dünen, Sträuchern und Gräsern im ständigen Wechsel mit Straußen, Springböcken, Steinböckchen und Spießböcken zahlreiche Foto-Stopps verlangt. In Ai-Ais angekommen entspannen wir bei 34°C im Schatten und kochen uns ein leckeres Omelett.



Ai-Ais ist eine unerwartete sehenswerte Oase mitten in der Ödnis: Bei diesem Kleinst-Dorf handelt es sich eigentlich um wenig mehr als einen Campingplatz mit Lodges, Rezeption, Bar, Restaurant, Mini-Shop und Stellplätzen. Die Lage jedoch ist einzigartig: luxuriös am Fish River Canyon zwischen massiven Bergen und den berühmten heißen Quellen. Nachdem die Außemtemperaturen etwas auf ein etwas erträglicheres Maß gesunken sind, genießen wir das Highlight – sehr schön hergerichtet lädt ein großer tropisch wirkender ovaler-gefließter Pool umgeben von Bergen und Palmen zum Relaxen an. Wer hätte gedacht, dass in dieser unwirtlich wirkenden Gegend eine „Wellness-Oase“ steht, deren aus der Erde natürlich entspringendes heißes Quellwasser auf ca. 45°C abgekühlt wird, bevor es in den Pool geleitet wird? Der tropische Eindruck wird durch einige ertrunken herumtreibende fast handtellergroße Taranteln verstärkt, die wir dann doch vor dem entspannenden Bad aus dem Wasser bugsieren.



Nach einem leckeren Amarula an der Restaurant-Bar kochen wir uns eine Kartoffel-Kürbis-Pfanne und verabschieden uns mit einem romantischen Abendschwumm bei mittlerweile kühler Temperatur im heißen Wasser gebührend vom Fish River Canyon.
Liebe Grüße, Leo
zuletzt bearbeitet 17. Mai 2017
16,9k Beiträge · seit 201228. Apr. 2017 · #36
Hmm, geht´s hier noch weiter?

LG
Logi
766 Beiträge · seit 200729. Apr. 2017 · #37
Ach je, bei diesen tollen Fotos und Filmen steigt das Fernfeh sehr.

Danke, dass ich an eurer Reise teilhaben darf.
Giraffen-Lisa
Meine Aufenthalte in Südwest/Namibia: 1978/79 Besuch auf Farm am Waterberg, 1980 Praktikum im Schülerheim Otjiwarongo/Caprivi, 1981 Bulli-Rundreise mit crockydile: Namibia – Kapstadt – Gardenroute – Zymbabwe – Victoriafälle – Botswana (10Tage mit dem Mokoro im Okawango-Delta) – Namibia, 1983 Arbeiten auf Farm Otjikaru am Waterberg lange Pause Tolle Urlaube folgenten: 2007 Namibia, 2008 Namibia/Botswana, 2009 Namibia 2018 Wunderschöne 2-Familientour mit Familie tim.buktu
1'415 Beiträge · seit 201429. Apr. 2017 · #38
😮 STAU???? 😠 nicht nur am Gotthard!
also schubsen wir mal 😗
Grüessli von der Gromi Reisebericht 2015: ZA, BW, NA, ZA Reisebericht 2018: NA, BW, NA
Themenstarter70 Beiträge · seit 201505. Mai 2017 · #39
Lieben Dank fürs Nachhaken. Ich hatte die letzte Zeit sehr sehr viel um die Ohren, aber großes Ehrenwort: Ab nächster Woche geht's im Wenige-Tage-Rhythmus weiter! 😘
Liebe Grüße, Leo