eusebiaThemenstarter22 Beiträge · seit 201229. Nov. 2016 · #1Hallo zusammen!
Mein Freund und ich zermartern uns seid einigen Tagen die Köpfe bezüglich unserer Uganda Reise. Erstmal die Fakten:
- Wir hatten eine Uganda-Reise im Juni 2017 geplant und teilweise schon gebucht.
- Vor einer Woche haben wir erfahren, dass ich schwanger bin und das Kind, wenn alles gut geht, Anfang Juli zur Welt kommt.
- Wir hätten die Möglichkeit, den Flug, das Auto etc. auf Ende Februar/Anfang März umzubuchen (da wäre ich im 5. Monat, könnte also problemlos alles mitmachen).
- Unsere Stationen sind: Entebbe, Bwidni NP, Queen-Elizabeth NP, Mabamba Swamp
Unsere Überlegungen liegen denke ich auf der Hand: Als Schwangere kann man kein Malarone als Prophylaxe einnehmen und auch nicht gegen Gelbfieber geimpft werden. (Oder gibt es doch ein Malariamittel, das unbedenklich für Mutter und Kind ist?)
Ist daher von einer Uganda Reise abzuraten? Oder schätzen wir die Situation vor Ort falsch ein (wir waren bisher nur in Südafrika, Namibia, Botswana, Zimbabwe und Tansania)? Gibt es Ende Februar / Anfang März gar nicht soooo viele Mücken, sodass man sich auch mit langen Klamotten und Anti-Mückenmittel behelfen könnte?
Ich würde mich über hilfreiche Erfahrungsberichte freuen!
Lisa
Randfontein568 Beiträge · seit 201429. Nov. 2016 · #2Es heißt ja: es gibt keine dummen Fragen, nur dumme Antworten.
In diesem speziellen Fall bin ich mir da nicht sicher.
Das Zauberwort heißt Verantwortung.
Selbst wenn du jemanden findest, der ohne Schäden für das Kind heimgekommen ist, was heißt das schon?
Der untenstehende link dürfte deine Fragen beantworten.
Aber das Internet hast du ja sicher schon bemüht, worauf hoffst du also?
Verwirrte Grüße und euch (allen Dreien!) alles, alles Gute!
https://www.auswaertiges-amt.de/DE/Laenderinformationen/00-SiHi/UgandaSicherheit.html
Botswanadreams1'737 Beiträge · seit 201029. Nov. 2016 · #3Lisa,
da gibt es nur zwei Leute, die Du konsultieren kannst - Deinen Frauenarzt und ein Tropeninstitut. Höre bloß nicht auf irgendwelche Internet Meinungen. Es geht um Euer Kind.
Alles Gute
Christa
www.botswanadreams.de
"Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach."
Ernest Hemingway
eusebiaThemenstarter22 Beiträge · seit 201229. Nov. 2016 · #4Danke auf jeden Fall für die Antworten.
Ich hoffe nicht auf eine "Ach, kein Problem, alles halb so wild, fahrt ruhig!"-Antwort, so naiv und "dumm" bin ich nicht.
Doch manchmal schätzt man eine Situation, die man nicht kennt, auch falsch ein. Wir waren noch nie in Uganda und in anderen afrikanischen Ländern nur in der Trockenzeit. Unsere Reiseerfahrungen haben uns immer wieder gezeigt, dass wir uns oft im Vorfeld viel zu viele Gedanken gemacht haben und vor Ort alles halb so wild war.
Der Verantwortung, die wir nun tragen, sind wir uns durchaus bewusst. Dennoch bin ich der Meinung, dass man alle Optionen zumindest bis ins letzte durchdenken sollte, bevor man eine Entscheidung trifft.
Ich erhoffe mir keinen Freifahrtschein, sondern lediglich Erfahrungen der Situation vor Ort.
Randfontein568 Beiträge · seit 201429. Nov. 2016 · #5Um das mit dem "dumm" mal zu relativieren, das war nicht persönlich gemeint, nur auf die Metapher mit den "dummen Fragen" angespielt.
Zur Verdeutlichung:
Ich bin auch schon mit über 0,5 Promille Auto gefahren. In Slowenien waren es mal schon fast "Prozente".
Aber ich wollte meinem betrunkenen Wirt in seinem BMW nachfahren, um mit ihm im Dorf noch einen Absacker zu nehmen (also war ich schon zu diesem Zeitpunkt eingeschränkt zurechnungsfähig).
Nach zwei, drei Absackern weiter in unser Appartement.
Sauber eingeparkt, ich konnte es am nächsten Tag kaum glauben!!
Beweist das, daß ich stockbesoffen Auto fahren sollte? Die Statistik gibt mir recht.
Aber verantwortungslos war's trotzdem. Auch wenn nicht immer was passiert, wenn was passieren kann...
P.S.: die Sache ist inzwischen verjährt! 😄 Zum Nachdenken aber noch geeignet... Grüßle!
Reinhard1951723 Beiträge · seit 201129. Nov. 2016 · #6Hallo Lisa, bleib in Europa und freu dich auf dein Kind. Das ist, um mit Frau Merkel zu sprechen, alternativlos!
Gruß
Reinhard
eusebiaThemenstarter22 Beiträge · seit 201229. Nov. 2016 · #7Danke, im Grunde denke ich / denken wir schon genauso. Wir sind gerade noch etwas überrumpelt von der ganzen Situation, sodass unsere Überlegungen erstmal in alle Richtungen gingen.
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200629. Nov. 2016 · #8Hallo Lisa,
falls Du Malaria bekommen solltest, würdest Du Medikamente in höherer Dosis bekommen müssen, als es zur Prophylaxe nötig wäre. Was das für Folgen für eine ungeborenes Kind haben kann, weiß ich nicht. Falls es welche hat, würdest Du Dir aber sicherlich Vorwürfe machen. Das solltest Du vielleicht auch bedenken.
Vor einigen Jahren hatte ich mit einer Bekannten eine Radtour durch Malawi geplant und die Flüge gebucht. Dann ergab sich die gleiche Situation. Wir haben damals storniert.
Gruß
Wolfgang
Ergänzung: hat sich überschnitten mit den beiden letzten Beiträgen ... hätte ich mir also sparen können ... 😉
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Clamat1'425 Beiträge · seit 201329. Nov. 2016 · #9Hi schwangere Lisa,
was willst denn hier hören?
Lisa, du schreibst, dass du seit 1 Woche weißt, dass du schwanger bist. Du hast noch keine Ahnung wie die Schwangerschaft weiterhin verlaufen wird, aber ihr zermartert euer Hirn über eine geplante Ugandareise 🙄
Es gibt nur 2 Menschen die hier eine Entscheidung treffen können und seit 1 Woche habt ihr die Verantwortung für einen weiteren kleinen Menschen. Da kann euch kein Forum helfen.
LG
Claudia
Unsere Reisen findet man unter:
http://clamat.de/
potti7197 Beiträge · seit 200629. Nov. 2016 · #10Hallo Lisa,
mal eine aktuelle Information zur Einreise.
Im September wurde bei uns JEDER bei Ankunft in Entebbe auf Gelbfieber kontrolliert,
der Blick in den Impfausweis war schon recht genau...selbst da könnte es Probleme geben, falls du die nicht hast.
gruß Potti
potti7197 Beiträge · seit 200629. Nov. 2016 · #11noch ein Zusatz von mir, selbst bei der Visumbeantragung (online) wurde ein Kopie der Gelbfieberimpfung verlangt,daran könnte die Einreise schon scheitern..
gruß potti
marimari2'240 Beiträge · seit 201129. Nov. 2016 · #12Hallo,
die Frage kannst Du Dir schlussendlich nur selber beantworten 🤨
Ich verstehe nicht, was man sich von Antworten aus dem Internet verspricht.
Die einen sagen "ja mach mal", die anderen "bleib in Europa" , die anderen sonst was.
Ehrlich, sei ein wenig selbstsicherer und höre nur auf Dich und was für Dich stimmig ist...denn das ist das einzig Richtige...(falls Dich fehlende Impfungen nicht von der Einreise abhalten)
Gruss Mari
Gabi-Muc2'191 Beiträge · seit 201629. Nov. 2016 · #13Mal abgesehen von Malaria und Gelbfieber:
Auch im 5. Monat kann in der Schwangerschaft etwas passieren. Willst Du mit irgendwelchen Schwangerschaftskomplikationen in Uganda im Krankenhaus liegen?
LG
Gabi
10.2023 Gardenroute // 03.2023 Namibia // 03.2022 Swakop, Etosha und Damaraland // 08:2021 Uganda // 01.2021: Caprivi // 10.2020: Etosha pur // 04.2019: KTP, Tok Tokkie Trail und Sossusvlei // 06.2018: Swakopmund und Etosha // 08.2017: Kalahari, KTP, Fish River, Soussusvlei, Swakopmund // 04.2016: Gardenroute
binca751'567 Beiträge · seit 201529. Nov. 2016 · #14Hallo Lisa,
als ich vor 9 Jahren mit meinen Zwillingen schwanger war, wollte ich unbedingt noch einmal ohne Kinder verreisen. Ich meine, ich war damals (zur Zeit unserer Reise) in der 23. SSW und wir haben uns vorher genau informiert, wie die medizinische Versorgung im Notfall vor Ort ist. Unser Reiseziel wurde nach langem Überlegen Teneriffa, weil das Krankenhaus dort fast besser ausgestattet ist als hier bei uns und es dort einige deutsche Ärzte hat. Mir ging es körperlich trotz Zwillingsschwangerschaft total gut und alles war in Ordnung.
2wochen später musste ich hier allerdings zu Hause in die Klinik mit vorzeitigen Wehen. Unsere Jungs sind in der 27+4 SSW auf die Welt gekommen mit gut 1000 Gramm Geburtsgewicht. Ich möchte mir nicht vorstellen, dass irgendjemand in der Schwangerschaft plötzlich Probleme bekommt und ein Rückflug ist so schnell nicht möglich...
Da würde ich die Impfungen und die mögliche Gefahr der Malaria gar nicht als maßgeblich bezeichnen. Man sollte sich einfach immer ganz sicher fühlen können in der Schwangerschaft, denke ich.
Wir machen unsere Afrika-Reisen einfach jetzt - mit Kindern... 😁
Liebe Grüße und eine wunderschöne Schwangerschaft wünscht
Bianca
MAMarkus6151'042 Beiträge · seit 201630. Nov. 2016 · #15Hallo Lisa,
eusebia schrieb:Mein Freund und ich zermartern uns seid einigen Tagen die Köpfe bezüglich unserer Uganda Reise.
Glückwunsch, Du hast jetzt sogar alleine für ein paar Monate sogar zwei Hirne um darüber nachzudenken... 😉
eusebia schrieb: Als Schwangere kann man kein Malarone als Prophylaxe einnehmen und auch nicht gegen Gelbfieber geimpft werden. (Oder gibt es doch ein Malariamittel, das unbedenklich für Mutter und Kind ist?)
Google spuckt als ersten Treffer das raus:
Malariaprophylaxe in der Schwangerschaft Um Dich noch weiter zu verunsichern kannst Du über die diversen Malariamedikamente hier nachlesen:
Stand April 2011 Da sind die Medikamente beschrieben. Willst Du Dir das wirklich antun?
eusebia schrieb:
Ist daher von einer Uganda Reise abzuraten?
Jetzt kannst Du Dir überlegen ob sich der Weg zum Arzt/Tropeninstitut überhaupt lohnt, bzw. wenn Ihr eine Reiserücktrittsversicherung habt, ob man über den Weg kostenneutral (oder gegen Selbstbeteiligung) die Reise auch absagen könntet.
Ich würde den Urlaub auf jeden Fall in Europa machen und zwar irgendwo wo auch gute medizinische Versorgung gewährleistet ist. Nicht einmal in die USA würde ich dem Fall reisen wollen, obwohl es dort auch super gute Krankenhäuser gibt (die man aber im Notfall nicht findet...). Letztendlich entscheidet aber Ihr, nur bitte holt Euch ärztlichen Rat ein... wobei ich mir zu 99% sicher bin, was der Arzt sagen wird.
Gruß Markus,
der einen Fingernagel seit Namibia (daran ist nicht Namibia Schuld, das kann überall passieren, nicht dass ich missverstanden werde) mit irgendeinem schxx Pilz infiziert hat, was eine "Kleinigkeit" ist aber total nervig. Ich bin nicht einmal sicher ob mittlerweile der Nagel wegen dem giftigen Mittel (Hausarzt hat das verschrieben) das man bis zu 1 Jahr lang auftragen muss zerbröselt oder wegen dem Pilz 😵
chamäleon20112'497 Beiträge · seit 201130. Nov. 2016 · #16Hallo,
ich habe (vor 24 Jahren) genau wie Bianca Zwillinge bekommen, eine weitgehend problemlose Schwangerschaft, aber Ende des 5. Monats konnte ich definitiv nicht mehr "alles mitmachen", eine Wanderung zu Primaten durch den Busch wäre da nicht mehr in Frage gekommen. Weißt Du jetzt schon, ob´s nur ein Kind ist, ob alles glatt läuft oder Du eine Neigung zu vorzeitigen Wehen hast, ob Dir übel sein wird ...
Ich persönlich hätte keine Lust, bei jedem Mückenstich unruhig zu werden, mir mein toll wirksames Peaceful Sleep reichlich aufzusprühen, wenn ich in mir ein kleines weiteres Lebewesen wüsste und die Mittel ohne DEET wirken halt nicht.
Das Problem beginnt also schon bei der Expositionsprophylaxe, nicht erst bei der Einnahme der Tabletten (die wir übrigens in nicht-schwangerem Zustand gut vertragen haben). An der Gelbfieberimpfung, die zur Einreise notwendig ist, wird´s ja dann sowieso scheitern, es sei denn, Du versuchst es mit einer Impfbefreiung. Lies dazu doch mal die Hinweise des Auswärtigen Amtes.
Viele Grüße
Karin
Würde sollte niemals ein Konjunktiv sein.
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lilytrotter4'129 Beiträge · seit 200830. Nov. 2016 · #17Hallo, eusebia,
ich würde die Reise sausen lassen, egal wie sehr man sich auf die Reise gefreut hat, egal ob es schon gebucht ist. Allein schon die Gelbfieberimpfung spricht dagegen. Sei lieber froh, dass du nicht (noch)unwissend über deine Schwangerschaft, eine Gelbfieberimpfung hinter dir hast.
Alles andere sind verständliche, aber unnötige Zappeleien der ersten Schwangerschaftswochen, in denen man sich naturgemäß erst einmal mit der neuen Situation auseinandersetzen - in einem solchen Fall: auch abfinden, - muss.
Man wird seines Lebens nicht mehr froh, wenn man dann aus welchem Grund auch immer, ein geschädigtes Kind auf die Welt bringt.
Gruß lilytrotter und viel Glück mit einer unkomplizierten Schwangerschaft!
Übrigens: Wenn man dort Schwangerschaftsprobleme hat, nehmen die Fluggesellschaften einen nicht mehr mit, - wegen der Schwangerschaftsprobleme!
Gruß lilytrotter
Always look on the bright side of life... :-)
Walvisbay boomt