Noch offene Fragen einer "Ersttäterin"

14 Antworten · 3'627 Aufrufe · gestartet 20. Nov. 2016 von laho1475
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Themenstarter52 Beiträge · seit 201620. Nov. 2016 · #1
Guten Morgen liebe Fomis,

ich beschäftige mich jetzt schon in etwa zwei Stunden mit der Suchfunktion und finde aber nicht wirklich die Antworten zu meinen Fragen.... 😕

Wir fliegen im Mai/Juni 2017 zum ersten Mal nach Namibia und machen eine Selbstfahrer-Rundreise mit festen Unterkünften.
In machen Threads wird von einer PDF-Packliste geschrieben, leider finde ich diese nicht bzw. wenn ich einen Link entdecke geht dieser ins Leere. 🙁 Kann mir bitte jemand den richtigen Link schicken?

Der persönliche Bedarf (Klamotten, Medikamente) ist eigentlich klar. Ich kann mich nur nicht entscheiden, ob ich Wanderstiefel oder "nur" die Trekkingschuhe mitnehmen soll. Ich tendiere zu den Wanderstiefeln.
Was sollte ich an Klamotten/Schuhen/Medis auf alle Fälle nicht vergessen?

Die Kinder sind auf der Suche nach einem Weihnachtsgeschenk für Papa und da dachten wir an ein Fernglas für Tierbeobachtungen. Habt ihr hier ein paar Kaufempfehlungen?

Wie sichert ihr eure Fotos? Nehmt ihr jede Menge Speicherkarten mit? Ladet ihr die Bilder online in eine Cloud hoch?

Momentan war´s das schon. Falls mir noch was einfällt, melde ich mich einfach wieder 😉
Herzlichen Dank und liebe Grüße Andrea
3'491 Beiträge · seit 200620. Nov. 2016 · #2
Hallo Andrea,
Ihr habt zwar noch ein bisschen Zeit mit der Abreise, aber es ist sicher gut, dass Ihr Euch schon jetzt Gedanken über das Packen macht. Wo man eine Packliste findet, weiß ich auch nicht, aber eins ist mir sonnenklar: Ihr werdet zuviel mitnehmen ! Wir sind 35 Jahre lang durch Afrika gereist und haben dabei der sichere Erkenntnis gewonnen, dass wir mit 50% weniger Gepäck auch hingekommen wären. Wir wissen nur bis heute nicht, welche 50%.
Natürlich spielt dabei das Foto- und Kameragepäck immer eine große und "gewichtige" Rolle. Aber da kenne ich Eure Vorlieben nicht. Ich vermute einfach mal, dass die Fotoleidenschaft nicht sonderlich ausgeprägt ist. Aber Speicherkarten solltet Ihr dennoch als Vorrat mitnehmen - besser mehrere kleinere (schnelle) als wenige große. Ein externer Speicher dagegen ist zwar nützlich, aber nicht unbedingt notwendig.
Aber ein Fernglas ist bestimmt sehr wichtig. Es sollte handlich und lichtstark sein. Insoweit möchte ich Euch aber keine direkten Tipps geben, sondern nur die Empfehlung, mal im Internet-Vergleiche anzustellen. Die Bandbreite des Möglichen ist riesengroß - aber auch die Preisspanne.
Wanderschuhe ? - Bestimmt nicht schlecht, aber nicht "überlebensnotwendig", zumal meist auch schwer. Trekkingschuhe tun es auch. In Namibia gibt es die berühmten Kuduschuhe - einfache, preiswerte und unverwüstliche Arbeitsschuhe. Wer natürlich in den Felsen herumklettern möchte, der braucht etwas Stabileres.
Insgesamt solltet Ihr davon ausgehen, dass man in Namibia fast alles auch kaufen kann - meist sogar preiswerter als bei uns. Das gilt insbesondere für Sonnenschutz- und Insektenschutzmittel. Zudem seid Ihr ja wohl durchweg in festen Unterkünften, d.h. dass Ihr dort fast immer waschen lassen könnt. Grundausrüstung für Namibia sind Jeans und T-Shirts ( sehr beliebt in Sand- oder Khakifarben), dazu ein Anorack mit vielen Taschen, eine leichte Kopfbedeckung und für die u.U. kühlen Abende eine Fleecejacke.
Sinn macht weiter eine gute LED-Taschenlampe, sehr gut auch als Dynamo-Lampe. Steckeradapter bekommt Ihr an jeder Ecke, also nicht mitnehmen. Handy oder Smartphone macht ebenfalls Sinn, aber dafür in Namibia eine SIM-Karte kaufen - ist dann deutlich billiger als mit der deutschen Karte.
Kartenmaterial bekommt Ihr in großer Auswahl vor Ort, ebenso Tierbestimmungsbücher. Bei Straßenkarten am besten immer 2 von verschiedenen Verlagen dabei haben, weil in fast jeder Karte Fehler vorhanden sein können - und die können nerven. Dass aber in 2 Karten der gleiche Fehler vorhanden ist, ist eher unwahrscheinlich. Ein Navi muss absolut nicht sein, ist aber ein u.U. nützliches Spielzeug (ggf. vorher üben und aktuelle Karten herunterladen).
Da Ihr als Selbstfahrer unterwegs seid, bei der Fahrzeugübernahme die Reifen prüfen. Ein 2. Ersatzrad sollte immer dabei sein und funktionsfähiges Werkzeug für den Reifenwechsel. Unbedingt prüfen. Auch den Zustand der Ersatzräder.
Na - dann fangt doch schon mal mit dem Probepacken an - grins.
Gruß Joli
7'296 Beiträge · seit 200620. Nov. 2016 · #3
Hallo Andrea,

mache Dir nicht zu viele Gedanken.
Alles, was wichtig ist, kannst Du notfalls in Namibia kaufen. Kannst du etwas nicht kaufen, kann es nicht so wichtig sein. 😉

Hilfreich kann wegen der ungewohnt trockenen Luft eine Nasensalbe oder -öl sein. Zu eurer Reisezeit ist es aber vermutlich weniger ein Problem.

Was die Wanderstiefel angeht, kommt es darauf an, was ihr so vorhabt. Wenn man z.B. im Daan Viljoen Park die 9km-Wanderung macht, sind die sinnvoll, weil es da auch über Geröllflächen geht. Für die meisten Situationen sind normale Schuhe ausreichend. Ich bevorzuge sogar fast überall Sandalen. Dafür wird es zu eurer Reisezeit aber abends ein bisschen kühl (für die meisten Leute).

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Themenstarter52 Beiträge · seit 201620. Nov. 2016 · #5
Hallo Joli,

vielen Dank für deine ausführliche Antwort.
Ich versuche natürlich das Gepäck auf ein Mindestmaß zu beschränken, weil wir ja eben die Möglichkeit haben die Klamotten waschen zu lassen.

Die Fotoausrüstung ist schon ein wenig größer - Spiegelreflex mit Reiseobjektiv und Zubehör. Eine zweite kleinere Kamera wollte ich noch mitnehmen.
Herzlichen Dank und liebe Grüße Andrea
Themenstarter52 Beiträge · seit 201620. Nov. 2016 · #6
Hallo Wolfgang,
mache Dir nicht zu viele Gedanken.
Alles, was wichtig ist, kannst Du notfalls in Namibia kaufen. Kannst du etwas nicht kaufen, kann es nicht so wichtig sein. 😉
Da hast du sicherlich recht - in Europa hab ich schon diese Einstellung. Bei Afrika/Namibia hatte ich bis soeben noch so meine Bedenken, aber ich vertraue auf deinen reichen Erfahrungsschatz 🙂 Trekkingschuhe und Sandalen sind gesetzt. 🙂

Hallo Logi,

im Namibia-Wiki hab ich schon vorbei geschaut, allerdings habe ich mir hier ein wenig mehr erwartet. 🙁
Herzlichen Dank und liebe Grüße Andrea
7'296 Beiträge · seit 200620. Nov. 2016 · #7
laho1475 schrieb:
mache Dir nicht zu viele Gedanken.
Alles, was wichtig ist, kannst Du notfalls in Namibia kaufen. Kannst du etwas nicht kaufen, kann es nicht so wichtig sein. 😉
Da hast du sicherlich recht - in Europa hab ich schon diese Einstellung. Bei Afrika/Namibia hatte ich bis soeben noch so meine Bedenken, aber ich vertraue auf deinen reichen Erfahrungsschatz 🙂 Trekkingschuhe und Sandalen sind gesetzt. 🙂
... wenn Du durch Windhoeks Innenstadt läufst, hast Du das Gefühl, dass Du irgendwo in Deutschland bist, was die Auswahl in den Geschäften angeht. Die Supermärkte sind oft größer als bei uns. Klamotten gibt es auch und deutschsprachige Apotheken. Auch in Kleinstädten gibt es ein gutes Angebot.

Das kann man nicht vergleichen mit anderen Ländern in Afrika wie z.B. Kamerun oder Sierra Leone, wo der größte "Supermarkt" einer Millionenstadt ein besserer Tante-Emma-Laden ist.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
925 Beiträge · seit 201620. Nov. 2016 · #8
Hallo,

ich möchte kurz meine Einschätzung zum Thema Fernglas mitgeben:

Ich hielt ein Fernglas im Vorfeld auch nicht für so zwingend nötig, man hat ja schließlich die Teles an den Kameras. Rückblickend betrachtet ist ein gutes Fernglas ein unersetzbares Werkzeug. Es ist letztendlich wichtiger als jede Kamera und hilft dir enorm, Dinge zu sehen und zu beobachten. Ich hatte bereits ein billiges, mit dem ich jedoch nie zufrieden war. Ich habe mir dehalb eine ganze Reihe von Ferngläsern im Bereich 2-300€ genauer angeschaut und hätte bereits fast eines im Internet bestellt aufgrund der Tests, Berichte etc. Ich bin dann jedoch doch nochmal nach München zum Sauter und habe mich beraten lassen. Das war goldwert. Wenn man nicht seit jeher mit Ferngläsern zu tun hat, achtet man viel zu wenig auf das was tatsächlich wichtig ist bzw. setzt viel zu schnell falsche Präferenzen. Am Ende des Verkaufsgesprächs (bei dem mir auch die Unterschiede zw. "günstigen" Ferngläsern und Ferngläsern à la Svarovski und Co. aufgezeigt wurden hatte ich ein vollkommen anderes Fernglas als ursprünglich gedacht in der Hand, aber selber Hersteller und selbe Preisklasse. Vor Ort hat sich dann immer wieder gezeigt, dass die Entscheidung und Beratung goldrichtig war und ein für unsere Verhältnisse perfektes Werkzeug. Es ist einfach genial, was du z.B. mit einem Fernglas mit etwas größerer Öffnung vor allem nachts am Wasserloch noch sehen kannst, was mit bloßem Auge kaum erkennbar ist. Wir konnten so z.B. am Kwando nachts im Mondlicht eine Riesenelefantenherde beim Baden am anderen Ufer beobachten, wo man mit bloßem Auge nicht mehr als sich bewegende Schatten gesehen hat..

Lange Rede kurz: wenn möglich, sich von einem kompetenten Verkäufer vor Ort beraten lassen. Wenn nicht möglich: Wir waren mit dem Steiner Skyhawk 10x32 für ca 270€ sehr zufrieden.

Viele Grüße

fidel
Reiseberichte: SA-KTP-NAM 2017 - Uganda 2018 - Elternzeit 2 M. Südafrika 2022 - Elternzeit 3 M. SA/NAM 2024 Teil I, Teil II, Teil III - SA KNP + KZN 2025
2'497 Beiträge · seit 201120. Nov. 2016 · #9
Hallo Andrea,

in der Tat bekommt man in Namibia alles, was man zu Hause vergessen hat, ich habe aber schon gerne das Nötigste dabei, damit ich nicht den ersten Tag komplett mit Einkäufen von Garderobe et al vertun muss.

Wir haben immer ein gutes Fernglas mit (den Tip von Fidel mit der Beratung würde ich beherzigen), eine Taschenlampe pro Person, weil auch in Lodges die Wege vom Hauptgebäude zu den Hütten schon mal unbeleuchtet sind, ein anständiges Taschenmesser, falls man unterwegs mal einen Apfel aufschneiden will, was klemmt oder ...

An Garderobe hat Joli schon alles erwähnt, auf jeden Fall habe ich etwas "Schickes" in Namibia noch nie vermisst. Auch bei gehobenen Unterkünften oder in Restaurants in Windhoek und Swakopmund reichte immer eine (saubere 😛 ) Hose und ein T-Shirt. Wenn Ihr schnell friert, ist ein Satz Skiunterwäche nicht schlecht, wiegt fast nichts und wärmt prima. Badeschlappen möchte ich auch nicht missen, falls mal eine Dusche nicht so ganz nach meinem Geschmack ist. Wir campen allerdings inzwischen, da ist das noch wichtiger. Man kann die aber auch für den Pool oder generell als "Hausschuhe" benutzen.

Ansonsten komme ich mit meinen Treckingsandalen und halbhohen Treckingschuhen, allerdings mit guter Sohle, prima zurecht. Das ist es dann auch schon, was ich so an Schuhwerk dabei habe.

Waschen lassen kann man für kleines Geld fast in jeder Unterkunft, zudem tut eine Tube Rei gute Dienste. Mückenschutz würde ich auf jeden Fall vor Ort kaufen, gibt´s in jedem Supermarkt. Wir schwören auf Peaceful Sleep, andere auf was anderes. 😗 Tierbestimmungsbücher und eine Karte von Etosha kann man auch gut vor Ort kaufen, in Windhoek gibt es auch Auswahl an Bestimmungsbüchern in deutscher Sprache.

Viele Grüße
Karin
Würde sollte niemals ein Konjunktiv sein. Namibia 2016: Infos zu Auto+Camps+die "Jahrhundertsichtung" Namibia 2015: Namibia - Mein Seelenland Namibia und Botswana 2014: Überraschungstour Namibia und Botswana mit Guide Namibia 2013: Drei Heidjer in Namibia - Guck mal, Elefanten!
zuletzt bearbeitet 20. Nov. 2016
2'844 Beiträge · seit 201120. Nov. 2016 · #10
Hallo Andrea,

noch ein paar Gedanken von mir: wir nehmen ins südl. Afrika immer einen (gerade abgelaufenen) Erste-Hilfe-Kasten mit. Der bleibt dann bei Abgabe im Auto - für wen auch immer!
Weiter haben wir immer Duck-Tape, Kabelbinder und ein paar dünne Arbeitshandschuhe dabei - noch nie benötigt... aber vl. gerade, weil wir es dabei hatten.
Als Geschenk würden sich vielleicht Bildband, Reiseführer, eine gute Taschenlampe oder ein Ladekabel für den Zigarettenanzünder eignen. Ein Fleecepullover vom einschlägigen Outdoorladen in "safari-geeigneter" Farbe wäre dann, wie auch das Fernglas, etwas teurer.

Viele Grüße
Strelitzie
1'411 Beiträge · seit 201320. Nov. 2016 · #11
Hallo Andrea,

wir haben auch immer eine Mehrfach-Steckdosenleiste im Gepäck (nicht nur in NAM). Damit reicht dann ein Adapter aus, um mehrere Handys, Kameraakkus usw. gleichzeitig zu laden.
LG Stefan Die Reise unseres Lebens: Antarktis 2018/19 Unsere Reiseberichte
zuletzt bearbeitet 20. Nov. 2016
133 Beiträge · seit 201320. Nov. 2016 · #13
Hallo Andrea,

wir waren diesen Sommer zum zweiten Mal mit unseren Jungs in Namibia.
Vor drei Jahren hatten wir auch noch alle unsere festen Bergschuhe dabei. Diese Jahr hatte jeder von
uns nur Crogs und ein Paar gute Wander-Halbschuhe dabei. Reichte uns völlig aus. Wir haben auch
eine Canyon-Wanderung mit kleiner Klettereinlage damit geschafft.

Einen Mehrfachstecker (mit einem Adapter für nam. Steckdosen) kann ich auch nur empfehlen,

Ein Fernglas würde ich auf alle Fälle mitnehmen. Empfehlen kann ich leider keines. Mein Vater ist
Jäger und ich hatte eines seiner Gläser dabei.

Grüße

Barbara
Namibia 2016 www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/291182-unsere-2-familienrunde-durch-namibia.html?limitstart=0
1'415 Beiträge · seit 201421. Nov. 2016 · #14
hallo Andrea, vielleicht hilft dir unsere Ersttäter Packliste etwas weiter.

📎 Packliste.pdf
Grüessli von der Gromi Reisebericht 2015: ZA, BW, NA, ZA Reisebericht 2018: NA, BW, NA
zuletzt bearbeitet 21. Nov. 2016
Themenstarter52 Beiträge · seit 201626. Nov. 2016 · #15
Hallo alle miteinander,

vielen Dank für eure Antworten.
Herzlichen Dank und liebe Grüße Andrea