Wir sind gerade frisch zurück aus Simbabwe. Hier ein paar Infos zur aktuellen Lage.
Grenzübergänge:
Wir sind über Pandamatenga ein- und über Chirundu ausgereist. Pandamatenga ist sehr wenig frequentiert (lt. Registrierungsbuch kommen da bis zu 5 Leute am Tag durch) übersichtlich und völlig unproblematisch.
Chrirundu ist schon sehr speziell. Man fährt, wenn man nordwärts unterwegs ist, über die Brücke und hat dann auf der sambischen Seite sowohl die simbabwischen als auch die sambischen Behörden alle in einem Gebäude (One stop border post). In der Halle sind zwar Stände abgeteilt, aber nicht markiert oder bezeichnet, so dass man eigentlich nicht weiss, wer wofür zuständig ist. Einige tragen Uniform, andere sind in Jeans und T-Shirt unterwegs. Einige Offizielle mussten buchstäblich geweckt werden. Wir mussten leider den Eindruck gewinnen, dass der Sambier nicht gerne spricht, dabei hätte ich mehr als einen Gruß, ein "alles in Ordnung" oder den Hinweis, welcher Schritt als nächstes zu tun wäre, gar nicht erwartet. Plakate zur Korruptionsvermeidung und zur Betonung des Dienstleistungschrakters ("we are here for you") gab es reichlich. Schade, dass man in Grenzbereichen besser keine Fotos machen sollte...
Besonders interessiert war man an unserer Fahrgestellnummer und einer so genannten Police Clearance. Wir hatten vom Autovermieter einen Interpol-letter bekommen, der nach einiger Diskussion dann genügte. Das ganze Prozedere dauerte rund 1 3/4 Stunde.
Versorgung
Wir waren in Hwange einkaufen. Dort gibt es zwei große Supermärkte direkt gegenüber mit umfassendem Angebot, das keine Wünsche offen liess. Kartenzahlung war möglich, auch wenn sie gerne Bargeld von uns bekommen hätten.
Tanken ging dagegen nur cash.
Auch in Kariba waren wir Einkaufen. Das Angebot war hier schon eher übersichtlich- kaum Frischwaren und angesichts der enormen Temperaturen in dem Supermarkt haben wir das Kühlregal nur flüchtig gewürdigt. Fleischwaren waren allerdings ok.
Hinter dem Supermarkt gibt es einen richtigen Markt, der allerdings auch nicht viel Frisches im Angebot hatte.
In Kariba gibt es eine topmoderne Total-Tankstelle, bei der Kartenzahlung möglich war (wenn denn die Übertragung funktioniert).
In Kariba haben wir uns an einem Geldautomaten versucht, der tatsächlich 100 $ ausspuckte.
Insgesamt sollte man ausreichend Dollars mitbringen (kleine Scheine!) und bei Plastikgeld nach Möglichkeit VISA und Mastercard dabei haben. Mal wurde das eine, mal das andere akzeptiert.
Polizei
wir hatten nur rund um Hwange, an dem Abzweig nach Binga und vor Kariba road blocks. Führerschein, TIP waren gerne gefragt, einmal wurde das Licht kontrolliert. Der Umgang war immer äußerst freundlich.
Es war jeden Tag deutlich über 40 Grad und staubtrocken. Im Hwange konzentrierten sich die Tiere an den Wasserlöchern, in Chizarira gab es kaum Tiere, in Matusadona nur Elefanten. Mana Pools war da eine herrliche Abwechslung, am Sambesi alles wunderschön frisch und grün, deutlich mehr Tiere in größerer Vielfalt und mit keinem besonders ausgeprägtem Fluchtverhalten.
In Hwange haben wir einen Selbstfahrer auf der Campsite getroffen, ebenso gab es in Chizarira Nachbarn. Ansonsten waren wir überall allein. Erst in Mana Pools gab es noch bis zu zehn (!) andere Camper. Insgesamt alles sehr einsam....
Ein bisschen deprimierend ist es, wenn man sieht, wie alles irgendwie verfällt. Das gilt insbesondere für die staatlichen Campsites. Nichtsdestotrotz sind die dort üblichen attendants bemüht, das Ganze in Schuss zu halten. Wenn jedoch keine Gäste da sind, wird natürlich auch nicht jeden Tag sauber gemacht.
Die Simbabwer haben wir als besonders freundlich, fröhlich und angenehm zurückhaltend wahrgenommen. Zudem sehr hilfsbereit. Nirgendwo haben wir uns belästigt, unsicher oder gar bedroht gefühlt.
Unsere "Nord-Erkundung" hat absolut Appetit gemacht, auch weitere Regionen des Landes zu erkunden.
Gruß
Mabe
Grenzübergänge:
Wir sind über Pandamatenga ein- und über Chirundu ausgereist. Pandamatenga ist sehr wenig frequentiert (lt. Registrierungsbuch kommen da bis zu 5 Leute am Tag durch) übersichtlich und völlig unproblematisch.
Chrirundu ist schon sehr speziell. Man fährt, wenn man nordwärts unterwegs ist, über die Brücke und hat dann auf der sambischen Seite sowohl die simbabwischen als auch die sambischen Behörden alle in einem Gebäude (One stop border post). In der Halle sind zwar Stände abgeteilt, aber nicht markiert oder bezeichnet, so dass man eigentlich nicht weiss, wer wofür zuständig ist. Einige tragen Uniform, andere sind in Jeans und T-Shirt unterwegs. Einige Offizielle mussten buchstäblich geweckt werden. Wir mussten leider den Eindruck gewinnen, dass der Sambier nicht gerne spricht, dabei hätte ich mehr als einen Gruß, ein "alles in Ordnung" oder den Hinweis, welcher Schritt als nächstes zu tun wäre, gar nicht erwartet. Plakate zur Korruptionsvermeidung und zur Betonung des Dienstleistungschrakters ("we are here for you") gab es reichlich. Schade, dass man in Grenzbereichen besser keine Fotos machen sollte...
Besonders interessiert war man an unserer Fahrgestellnummer und einer so genannten Police Clearance. Wir hatten vom Autovermieter einen Interpol-letter bekommen, der nach einiger Diskussion dann genügte. Das ganze Prozedere dauerte rund 1 3/4 Stunde.
Versorgung
Wir waren in Hwange einkaufen. Dort gibt es zwei große Supermärkte direkt gegenüber mit umfassendem Angebot, das keine Wünsche offen liess. Kartenzahlung war möglich, auch wenn sie gerne Bargeld von uns bekommen hätten.
Tanken ging dagegen nur cash.
Auch in Kariba waren wir Einkaufen. Das Angebot war hier schon eher übersichtlich- kaum Frischwaren und angesichts der enormen Temperaturen in dem Supermarkt haben wir das Kühlregal nur flüchtig gewürdigt. Fleischwaren waren allerdings ok.
Hinter dem Supermarkt gibt es einen richtigen Markt, der allerdings auch nicht viel Frisches im Angebot hatte.
In Kariba gibt es eine topmoderne Total-Tankstelle, bei der Kartenzahlung möglich war (wenn denn die Übertragung funktioniert).
In Kariba haben wir uns an einem Geldautomaten versucht, der tatsächlich 100 $ ausspuckte.
Insgesamt sollte man ausreichend Dollars mitbringen (kleine Scheine!) und bei Plastikgeld nach Möglichkeit VISA und Mastercard dabei haben. Mal wurde das eine, mal das andere akzeptiert.
Polizei
wir hatten nur rund um Hwange, an dem Abzweig nach Binga und vor Kariba road blocks. Führerschein, TIP waren gerne gefragt, einmal wurde das Licht kontrolliert. Der Umgang war immer äußerst freundlich.
Es war jeden Tag deutlich über 40 Grad und staubtrocken. Im Hwange konzentrierten sich die Tiere an den Wasserlöchern, in Chizarira gab es kaum Tiere, in Matusadona nur Elefanten. Mana Pools war da eine herrliche Abwechslung, am Sambesi alles wunderschön frisch und grün, deutlich mehr Tiere in größerer Vielfalt und mit keinem besonders ausgeprägtem Fluchtverhalten.
In Hwange haben wir einen Selbstfahrer auf der Campsite getroffen, ebenso gab es in Chizarira Nachbarn. Ansonsten waren wir überall allein. Erst in Mana Pools gab es noch bis zu zehn (!) andere Camper. Insgesamt alles sehr einsam....
Ein bisschen deprimierend ist es, wenn man sieht, wie alles irgendwie verfällt. Das gilt insbesondere für die staatlichen Campsites. Nichtsdestotrotz sind die dort üblichen attendants bemüht, das Ganze in Schuss zu halten. Wenn jedoch keine Gäste da sind, wird natürlich auch nicht jeden Tag sauber gemacht.
Die Simbabwer haben wir als besonders freundlich, fröhlich und angenehm zurückhaltend wahrgenommen. Zudem sehr hilfsbereit. Nirgendwo haben wir uns belästigt, unsicher oder gar bedroht gefühlt.
Unsere "Nord-Erkundung" hat absolut Appetit gemacht, auch weitere Regionen des Landes zu erkunden.
Gruß
Mabe