LALamasThemenstarter2 Beiträge · seit 201614. Okt. 2016 · #1
Hallo zusammen, meine Freundin und ich (23 und 25) wollen im April 2016 für zwei Wochen zum ersten Mal nach Namibia. Vor einigen Jahren war ich mit meiner Familie in Tansania - hier hat allerdings das Reisebüro für den größten Teil der Organisation gesorgt. Diesmal wollen wir selber mit dem Auto das Land bereisen und möchten am liebsten im Zelt oder Dachzelt schlafen. Zu uns: Wir sind relativ unerfahren, was Afrika angeht, haben allerdings schon einige Touren gemacht, die mit längeren Autofahrten verbunden waren (USA, Skandinavien). Wir möchten natürlich möglichst viel sehen und erleben, müssen dabei jedoch auch ein wenig auf unser Budget achten. Ebenfalls möchten wir möglichst viele (verschiedene) Tiere sehen und dabei unterschiedliche Vegetationen und Nationalparks kennenlernen und würden dafür auf den Besuch verschiedener Städte verzichten. Ebenfalls reizt uns weniger der trockene Süden, sondern eher die Gebiete im Norden. Bisher haben wir es uns so vorgestellt, dass wir zwar gerne den Abstecher in die Namib machen wollen aber anschließend zügig zum Etosha Nationalpark fahren möchten. Zusätzlich möchten wir gerne noch ein weiteres Ziel in die Planung mit aufnehmen. Mittlerweile haben sich zahlreiche Fragen angehäuft, die ich nun einfach auflisten werde. Ich freue mich, wenn ihr die Zeit findet eine oder mehrere der Fragen zu beantworten! 1. Empfehlungen in puncto 4x4? 2. Hat jemand Erfahrung mit Tierbeobachtungen zu dieser Jahreszeit? Kommt man auch ohne klassische Wasserlöcher auf seine Kosten? 3. Hat jemand Fotos oder gar einen ganzen Reisebericht aus der Jahreszeit? 4. Welches Ziel ist neben Namib und Etosha (bei 14 tägiger Reise) empfehlenswert? - Wir dachten bisher an entweder Caprivi-Streifen mit Victoria Fällen (Hwange Nationalpark in Simbabwe finde ich total schön, ist aber vermutlich zu weit weg), Okavango Delta, Chobe oder KTP... 5. Sind ggf. die Straßen im April im Caprivi-Streifen gut zu befahren? 6. Wie sieht es mit Grenzübertritten nach Botswana oder Simbabwe aus? 7. Welche Parks/Gegenden mit schöner Savannenlandschaft (in Namibia) kennt ihr noch? 8. Mit welchen Kosten müssen wir bei den verschiedenen Parks und ggf. Grenzübertritten rechnen? 9. Wie früh müssen wir die Unterkünfte im Voraus buchen? (Suchen wie gesagt nach Campsites) 10. Wie sieht es mit der Sicherheit auf den Straßen aus? Wir erwarten keine europäischen Verhältnisse, sind jedoch beides keine Autobastler und wären bei Autopannen ohne Hilfe aufgeschmissen. 11. Wie lange würdet ihr in den genannten Zielen bleiben, um einen guten Eindruck von ihnen bekommen zu können.
meine Freundin und ich (23 und 25) wollen im April 2016 für zwei Wochen zum ersten Mal nach Namibia.
...das bist du etwas spät dran vermute ich. 🙁
Kauf doch zuerst einmal einen Reiseführer oder lese hier in diesem Forum und mach dich etwas sachkundig. Das ist doch kein Reisebüro hier. Mit etwas weniger Eigeninitiative bekommst du 90% deiner Fragen beantwortet. Mit nur 14 Tagen Reisezeit bist du sowieso stark eingeschränkt und ich würde mich nur auf Namibia beschränken... lg Andreas
willkommen im Forum. April ist Ende der Regenzeit, d.h. wenn Straßen wasserbedingt nicht befahrbar sind, dann zu der Jahreszeit. Das ist im Caprivizipfel natürlich eher der Fall, da dort durchschnittlich deutlich mehr Regen fällt als in den anderen Landesteilen. Bei nur 2 Wochen würde ich es klassisch halten: http://www.namibia-forum.ch/forum/7-routen/289845-ersttaetertouren-so-sehen-sie-aus.html
Zu Deinen konkreten Fragen:
1. Empfehlungen in puncto 4x4?
guckt, was ihr bekommen könnt (April ist relativ beliebt als Reisezeit). Üblich wäre ein Toyota Hilux Doublecab mit einem Dachzelt.
2. Hat jemand Erfahrung mit Tierbeobachtungen zu dieser Jahreszeit? Kommt man auch ohne klassische Wasserlöcher auf seine Kosten?
Klar, Etosha ist immer eine Reise wert.
3. Hat jemand Fotos oder gar einen ganzen Reisebericht aus der Jahreszeit?
was willst Du auf den Fotos sehen? Es sollte überall grün sein und das Gras hoch stehen, wenn es aber wie in den vergangenen Jahren ist, dann wird es im Großteil des Landes knochentrocken sein (behalte im Hinterkopf, dass wir derzeit mit der schlimmsten Dürre im südlichen Afrika seit 60+ Jahren zu kämpfen haben).
4. Welches Ziel ist neben Namib und Etosha (bei 14 tägiger Reise) empfehlenswert?
siehe HInweis zur Erstätert-14-Tage-Route mit Link oben
- Wir dachten bisher an entweder Caprivi-Streifen mit Victoria Fällen (Hwange Nationalpark in Simbabwe finde ich total schön, ist aber vermutlich zu weit weg), Okavango Delta, Chobe oder KTP...
ihr habt doch nur zwei Wochen? Wann willst Du das dann alles machen?
5. Sind ggf. die Straßen im April im Caprivi-Streifen gut zu befahren?
siehe Wetterhinweis zu Anfang - wenn schlecht, dann vermutlich im April
6. Wie sieht es mit Grenzübertritten nach Botswana oder Simbabwe aus?
Nach Botswana gut, nach Simbabwe gibt es keinen von Namibia. Bedenke auch, dass v.a. der Übertritt nach Simbabwe meist mit relativ hohen Kosten und Zeitaufwand verbunden ist. Wenn es Euch z.B. nur um Vicfalls geht, dann würde ich mir das sparen und z.B. von Namibia aus einen geführten Ausflug dorthin unternehmen. Aber das alles vermutlich nicht bei einem 2-Wochen-Urlaub.
7. Welche Parks/Gegenden mit schöner Savannenlandschaft (in Namibia) kennt ihr noch?
Alles ist schön... Kalahari, Große Randstufe, Namib...
8. Mit welchen Kosten müssen wir bei den verschiedenen Parks und ggf. Grenzübertritten rechnen?
In Namibia sind die Kosten für die Schutzgebiete praktisch im Reisebudget zu vernachlässigen und betragen maximal N$ 80 pro Person/Tag. In Botswana liegen diese mit P120 pp etwas höher.
9. Wie früh müssen wir die Unterkünfte im Voraus buchen? (Suchen wie gesagt nach Campsites)
wenn ihr bestimmte Campingplätze im Auge habt, dann würde ich es jetzt (zunächst Flug + Auto buchen) buchen. Ansonsten 1-2 Tage vorher anrufen und nach Verfügbarkeiten fragen.
10. Wie sieht es mit der Sicherheit auf den Straßen aus? Wir erwarten keine europäischen Verhältnisse, sind jedoch beides keine Autobastler und wären bei Autopannen ohne Hilfe aufgeschmissen.
Namibias Straßennetz zählt sicherlich zu den besten in Afrika. Wie es nach einer - vielleicht starken - Regenzeit aussieht, kann jetzt keiner sagen. In Botswana sind die Straßen, v.a. in den Schutzgebieten, deutlich schlechter.
11. Wie lange würdet ihr in den genannten Zielen bleiben, um einen guten Eindruck von ihnen bekommen zu können.
siehe Erstätertour. Wenn ihr wirklich in 14 Tagen das alles machen wollt, dann bleibt kaum mehr als 1 Nacht pro Ziel. Sinnvoll sind überall mind. 2 Nächte, Etosha mind. 3-4, Swakopmund 3 etc.
Viele Grüße aus Windhoek Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
lilytrotter4'129 Beiträge · seit 200814. Okt. 2016 · #4
Hallo, Lamas,
Willkommen im Namibia-Forum!
Das liest sich alles sehr lustig, was ihr da so schreibt. Sehr viel „kleine Wunschmaschine“. 😄 😮 😗 Ihr seid vollkommen ahnungslos und zäumt das Pferd vom Schwanz auf.
Du schreibst:
Wir möchten natürlich möglichst viel sehen und erleben, müssen dabei jedoch auch ein wenig auf unser Budget achten.
Dann erübrigt sich die Frage nach einem 4x4 und der Wunsch, in Botswana Urlaub zu machen oder die Victoria Fälle zu besuchen.
Zu den Fragen - Vorbuchen - Kosten für die Nationalparks und die Grenzübertritte ...und wie man eine afrikanische Grenze übertritt... und alle anderen Fragen zu 3 Ländern, die unterschiedlicher nicht sein können:
All das wirklich zu beantworten sind zwei bis drei Reiseführer. Mithilfe deiner Suchwörter kannst du dir vieles beantworten, indem du sie hier unter "Suchen" eingibst und dir Zeit zum Lesen nimmst. Das ist eine sehr sinnvolle Investition in deine Reiseplanung. Beachte dabei auch, dass du deine Suche dahingehend erweiterst, dass du auch Beiträge wählst, die älter als 1 Jahr sind. Du hast dich hier noch überhaupt nicht umgeschaut: Natürlich haben hier viele Fomis Erfahrung mit Tierbeobachtungen zu dieser Jahreszeit und es gibt massig Fotos und Reisebericht aus der Jahreszeit. Und auch für alles andere sehr genaue Info.
9. Wie früh müssen wir die Unterkünfte im Voraus buchen? (Suchen wie gesagt nach Campsites)
Das kommt immer drauf an, wo man hin will
7. Welche Parks/Gegenden mit schöner Savannenlandschaft (in Namibia) kennt ihr noch?
...noch? Außer welchen Parks??
4. Welches Ziel ist neben Namib und Etosha (bei 14 tägiger Reise) empfehlenswert? - Wir dachten bisher an entweder Caprivi-Streifen mit Victoria Fällen (Hwange Nationalpark in Simbabwe finde ich total schön, ist aber vermutlich zu weit weg), Okavango Delta, Chobe oder KTP...
Bei einem Zeitfenster von 14 Tagen für die Erfüllung eurer Wünsche, würde ich sagen: Mietferrari oder fliegen.
Fragen wie "11. Wie lange würdet ihr in den genannten Zielen bleiben, um einen guten Eindruck von ihnen bekommen zu können." machen in dem Zusammenhang keinen Sinn.
zu:
10. Wie sieht es mit der Sicherheit auf den Straßen aus? Wir erwarten keine europäischen Verhältnisse, sind jedoch beides keine Autobastler und wären bei Autopannen ohne Hilfe aufgeschmissen.
Das ist im außereuropäischen Ausland keine gute Voraussetzung für entspanntes reisen! Ggf. müsst ihr mit erheblichem Zeit- und Geldverbrauch rechnen.
Nimm dir Zeit und engagiere dich für dein Vorhaben. Schau doch einmal in den jeweiligen Kategorien unter Reiseberichte. Dann überlege dir eine Route und stelle deine konkreten Fragen.
Gutes Gelingen. Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter
Always look on the bright side of life... :-)
Walvisbay boomt
MAMarkus6151'042 Beiträge · seit 201614. Okt. 2016 · #5
Hallo Lamas,
erstmals kannst Du Namibia weder mit Skandinavien noch den USA vergleichen. Längere Autofahrten in Namibia bedeutet maximal 450 km an einem Tag, alles andere macht keinen Sinn. Sinnvoller ist es die Stecken so zu planen, dass man maximal 300 km an einem Tag fährt, im Etosha eher viel weniger. Weitere Reiseziele als "nur" Namibia für 2 Wochen kann ich Dir nicht empfehlen.
zu 1) Ich würde zu einem Toyota Hilux tendieren, mit Dachzelten natürlich, wenn ihr campen wollt. zu 2) Was hast Du gegen Wasserlöcher, die liegen z.B. im Etosha doch direkt an der Strecke zu 3) Noch nicht, erst ab Mai 2017 habe ich Fotos zu der Reisezeit 😉 zu 4) Gar keine weiteren Ziele außerhalb Namibias sind empfehlenswert bei einer 14 tägigen Rundreise... Mache erst einmal eine "klassische" Anfängerroute in Namibia... und vergiss die Victoria Fälle wieder ganz schnell... 😉 zu 5) können befahrbar sein, können aber auch nicht befahrbar sein, das kommt auf das Wetter darauf an... zu 6) da müssen sich andere dazu äußern, aber ich würde bei "nur" 2 Wochen auch "nur" Namibia machen (selbst bei 3 Wochen) zu 7) Geschätzt ca. 70% der Fläche von Namibia sind Savanne... zu 8) das lässt sich alles leicht über Google herausfinden. Eintrittspreise Etosha z.B. 2 Personen + Fahrzeug sind 170 N$ pro Tag zu 9) Campsites sind weniger das Problem, das könnt Ihr kurzfristig buchen, je nachdem wann ihr im April geht habt ihr auch keine andere Wahl mehr (Sesriem und Etosha sind die Lodges so gut wie ausgebucht). Wir campen auch im April im Sesriem, eigentlich wollten wir ins Sossusvlei Desert Camp oder das Desert Quiver Camp, aber alles ausgebucht... zu 10) Wenig Verkehr, staubige Pisten, häufig Gravelroads. Die Sicherheit beeinflusst man selber durch die gefahrene Geschwindigkeit (max. 80 km/h). 2 Ersatzräder sind nicht verkehrt, kaputten Reifen mit Felge runter und Ersatzrad wieder rauf bekommst Du ja hin oder? Ich bin Hobbyschrauber, könnte aber in Namibia mangels Werkzeug auch nicht viel ausrichten, auch wenn ich daheim an meinem "Hobby" (ein alter Mercedes) alles selber mache, incl. Zylinderkopfdichtung, Hinter- oder Vorderachsüberholung, etc. 11) Alleine für den Etosha würde ich mindestens 3-4 Tage einplanen. Lieber weniger Ziele, als nirgendwo Zeit zu haben und immer weiter zu hetzen! 2 Wochen sind schnell vorbei.
Nur als ganz einfaches, schnelles Beispiel, es gibt viele Meinungen, was eine gute Route ist: Tag 1 Flug, Tag 2 Windhoek, Tag 3+4 z.B. Kalahari, Tag 5+6 Sesriem (Sossusvlei, Namib)), Tag 7 Swakopmund (Einkaufen für die weitere Tour), Tag 9 Uis (Brandberg), Tag 10 Olifantrus Camp (Etosha), Tag 11 Okaukuejo, Tag 12 Halali, Tag 13 Waterberg und Tag 14 Windhoek, Tag 15 Rückflug, Ankunft an Tag 16 in Deutschland... So schnell sind 2 Wochen "rum" und die Wochenenden sind schon mit verplant. Den einen oder anderen Tag könnte man sich vielleicht "sparen", aber für einen Ausflug außerhalb Namibias wird das nicht reichen.
Gruß Markus
MAMarkus6151'042 Beiträge · seit 201614. Okt. 2016 · #6
lilytrotter schrieb: Bei einem Zeitfenster von 14 Tagen für die Erfüllung eurer Wünsche, würde ich sagen: Mietferrari oder fliegen.
Hallo Lilytrotter,
das mit dem Mietferrari gefällt mir, aber ich denke mit dem Fahrzeug wirst Du auf den Strecken zu 99,99% eine Panne haben. Niederquerschnittsreifen machen sich auch nicht so gut auf Gravel und Du hast definitiv ein Problem mit den Entfernungen zwischen den Tankstellen... hilft also nur Fliegen.
Ansonsten war die Antwort unfair, denn der Vergleich zu den USA wurden ja hergestellt und Namibia ist eben nicht vergleichbar. Ich bin in den USA auch schön öfter ca. 1000 km an einem Tag gefahren, die Gefahr hierbei ist ja nur, dass man nicht unterwegs einschläft. Tempomat auf 65 mph und das Lenkrad gerade halten reicht ja meistens um in den USA schnell voran zu kommen.
Wer Namibia überhaupt nicht kennt, der weiß eben nicht dass "kilometerfressen" in Namibia gar nicht möglich ist oder eben sehr gefährlich und schnell in Stress ausartet. Zu weit auseinander gesteckte Ziele kann man gar nicht erreichen. In Namibia fährt man ja auch niemals nachts, was man in den USA zwar auch vermeidet, aber eben auch problemlos machen kann.
In den USA hält man ja auch nicht am Straßenrand an, nur weil ein LKW entgegen kommt und dessen Staubfahne einem unter Umständen für 1-2 Minuten (je nach Windrichtung) die Sicht komplett nimmt... 😄
Gruß Markus
PS: Außerdem taugen die Wüsten in den USA nichts, immer wenn ich dort in einer Wüste bin, dann steht die unter Wasser aufgrund von Dauerregen, in Namibia war das nicht so, sonst hätte ich vermutlich aber auch nicht mehr ausreisen dürfen... 😉
MIMightyandy30 Beiträge · seit 201514. Okt. 2016 · #7
Hallo Lamas,
auch wir haben in diesem Jahr unsere erste Namibia Rundreise gemacht, hatten dafür 3 Wochen Zeit und haben uns auch "nur" auf Namibia beschränkt und es nicht bereut. Wir waren vom 13.05. - 04.06.2016 unterwegs. Unseren Reisebericht findest du im PDF Format über unsere Dropbox auch hier im Forum.
Vielleicht hilft es zu wissen, dass es nur von ca. 06:00 Uhr morgens bis 18:00 Uhr abends hell ist. (Sonnenuntergang teilweise 17:30 Uhr) Wenn die Tage so kurz sind, versteht man eher, warum größere Distanzen zurücklegen "und" Tiere beobachten sich gegenseitig ausschließen. Denn auch unterwegs wird man auf Tire treffen. Aber je schneller man fährt desto weniger wird man diese dann auch sehen und selbst wenn man sie sieht muss man eine Vollbremsung hinlegen, um sie ggf. fotografieren zu können. Nur leider sind die Tiere nach einer solchen Aktion eh meist weg oder suchen dann das Weite, so dass man sich das auch sparen kann.
Du siehst also, wie so häufig im Leben, ist auch hier weniger mehr. Wir haben diese Erfahrung gemacht und es war trotzdem der beeindruckendste Urlaub unseres Lebens und das will was heißen, waren wir doch bereits auch in Australien mehrfach, USA ebenfalls, sowie Kanada und auf über 30 Kreuzfahrten in der ganzen Welt unterwegs.
Wir wünschen dir auf jeden Fall schon jetzt eine tolle Reise, für welche Route und Ziele du dich auch immer entscheiden magst. Wir würden auf jeden Fall immer zwei Nächte pro Ziel empfehlen. dann kommt auch der Urlaubs-/Erholungswert nicht zu kurz.
Beste Grüße aus Bochum
Andreas
lilytrotter4'129 Beiträge · seit 200814. Okt. 2016 · #8
@ Markus615
Deine Meinung sei dir gegönnt, ebenso wie der Ausflug nach USA.
Und - zuviel der Ehre: Der Mietferrari ist nicht meine Erfindung, - ich habe ihn vom nicht unbekannten und geschätzten Carsten Möhle* übernommen, weil der Begriff auf bemerkenswerte Weise solche Situationen auf den Punkt trifft.
Hintergrund meiner Antwort ist ein Zeitfenster von 14 Tagen, - davon kann man getrost 2-3 Tage abrechnen (bei knappem Budget neigen die meisten zu besonders zeitraubenden Flügen! - und eine absurde Wunschliste.
Tempomat auf 65 mph und das Lenkrad gerade halten reicht ja meistens um in den USA schnell voran zu kommen. Wer Namibia überhaupt nicht kennt, der weiß eben nicht dass "kilometerfressen" in Namibia gar nicht möglich ist oder eben sehr gefährlich und schnell in Stress ausartet
na ja, ich stelle meinen Tempomat hier auch auf 120 km/h (was deutlich mehr als 65 mph sind) ein und fahre dann von Windhoek nach Kapstadt in einem Tag. Aber das hat ja nichts mi Urlaub zu tun - egal ob in Namibia oder USA...
Viele Grüße Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
MAMarkus6151'042 Beiträge · seit 201614. Okt. 2016 · #10
@lilytrotter
Sorry, den Hintergrund mit den Allrad Leihferraris kannte ich nicht, auch wenn wohl eher Safaris denn Ferraris gemeint war gibt es ja tatsächlich Ferraris mit Allradantrieb, die meiner Meinung nach für Namibia dennoch ungeeignet wären 😄
travelNAMIBIA schrieb: na ja, ich stelle meinen Tempomat hier auch auf 120 km/h (was deutlich mehr als 65 mph sind) ein und fahre dann von Windhoek nach Kapstadt in einem Tag. Aber das hat ja nichts mi Urlaub zu tun - egal ob in Namibia oder USA...
Hallo Christian,
du hast mich falsch verstanden, ich wollte damit nur zum Ausdruck bringen, dass Namibia nicht mit den USA vergleichbar ist. Zum Teil ist in den USA die Landschaft nicht gerade abwechslungsreich und die Entfernungen sind gigantisch. Da bleibt Dir nichts anderes übrig als den einen oder anderen Tag im Auto zu verbringen. Für mich gehört das auch zum Urlaub. Die Anreise ist für mich auch schon Urlaub und die dauert nach Namibia für mich mind. 15 Stunden... (Anreise nach Frankfurt + Direktflug nach Windhoek). Im Ursprungspost sind USA und Skandinavien als Beispiel genannt als "Reiseerfahrung" und genau deswegen muss man betonen: Namibia ist vom Straßennetz her nicht vergleichbar!
Es gibt außerdem verschiedene Auffassungen was man unter Urlaub versteht, vielleicht gefällt es manchen stundenlang im Auto zu sitzen und Kilometer "zu fressen", wer weiß das schon ...
Ich fahre auch gerne Auto und habe schon in manchem Urlaub 10.000 km zurück gelegt. Für Namibia plane ich aber maximal 1200 km PRO Woche! Das sind immerhin im Durchschnitt 170 km pro Tag...
Gruß Markus
lilytrotter4'129 Beiträge · seit 200814. Okt. 2016 · #11
Markus615 schrieb:
@lilytrotter Sorry, den Hintergrund mit den Allrad Leihferraris kannte ich nicht, auch wenn wohl eher Safaris denn Ferraris gemeint war gibt es ja tatsächlich Ferraris mit Allradantrieb, die meiner Meinung nach für Namibia dennoch ungeeignet wären 😄
du brauchst dich nicht entschuldigen. Allerdings liegst du mit deiner Interpretation daneben.
Gruß
Gruß lilytrotter
Always look on the bright side of life... :-)
Walvisbay boomt
dann schaumal hier unten. Wir haben in April Mai noch ganz schön viel Regen erlebt aber wie gesagt, in den letzten Jahren ist es eher die Dürre die das Land plagt. 🙁
Etoscha war toll, eben weil dort es sehr weit einsehbar ist und die Tiere gut aufzuspüren sind.
Liebe Grüße
Cécile 🙂
"I never knew of a morning in africa when I woke up and was not happy". Ernest Hemingway
Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia"
http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/140297-nach-4-anlaeufen-als-selbstfahrer-in-namibia.html
Reisebericht 2011 Eine neue Erfahrung....
http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/187663- eine-neue-erfahrung.html
2007 ,2008 ,2009 2mal ,2010,2011 Namibia Botswana.
2011 Shanghai, 2012 Florida Virgin islands Karibik.
2012 Namibia und KTP
2013 Das erste Mal Südafrika Kruger NP
2014 Kapstadt und Kruger NP
2015 Kruger National Park
2016 kruger National Park
2017 Kruger National Park
2 KLICKS auf die "SONNE" und man liest den Reisebericht OHNE Kommentare !!!!!
kalachee1'059 Beiträge · seit 200614. Okt. 2016 · #13
Hallo Lamas
Das klingt jetzt erstmal alles ziemlich brutal, was du an Reaktionen erhalten hast, aber ich denke, es meinen alle wirklich nur gut und ich würde die Ratschläge von all den erfahrenen Hasen hier unbedingt annehmen.
Namibia (+Botswana +Simbabwe) ist ein riesiges Gebiet und 14 Tage dafür nun wirklich nicht viel. Machen kann man viel, aber wie viel das dann noch mit Urlaub zu tun hat und ob man sowas mag, muss am Ende des Tages jeder für sich selber entscheiden.
Nicht ganz einverstanden mit meinen Vorrednern bin ich bezüglich der ewig gleichen Standardroute. Ich denke, es gibt schon Möglichkeiten, davon auch mal etwas abzuweichen und etwas anderes zu tun als die herkömmliche Einsteiger-Rundreise. Wenn ihr weniger Bock auf Wüste habt und es euch eher nach Norden zieht, dann wird sich auch in den 14 Tagen diesbezüglich etwas machen lassen. Zwar kenne ich euer Budget natürlich nicht, aber Botswana, insbesondere Okavango-Delta, wird dann wohl schon eher schwierig, wie lilytrotter ja schon erwähnt hat. Nehmt also sicher schon mal keinen 4x4, da spart ihr schon mal einiges ein, was ihr dann wiederum für die Gebühr einer Einwegmiete aufwenden könntet: ab Windhoek über Etosha in den Caprivi und dann das Fahrzeug in Kasane abgeben und von dort zurück fliegen. So könnte das zum Beispiel dann ausschauen:
Tag 1
Ankunft in Windhoek, Übernahme Mietwagen, Einkaufen, Stadtbummel, Übernachtung Backpackers
50km
Tag 2
Fahrt nach Etosha Nationalpark, Okaukejo Campsite
434km
Tag 3
Etosha Nationalpark, Okaukejo Campsite
100km
Tag 4
Etosha Nationalpark, Halali Campsite
150km
Tag 5
Etosha Nationalpark, Halali Campsite
100km
Tag 6
Etosha Nationalpark - Rundu
496km
Tag 7
Rundu - Divundu, Ngepi Camp
216km
Tag 8
Divundu, Ngepi Camp - Gamedrives Mahango GR
100km
Tag 9
Divundu, Ngepi Camp - Kongola, Mavunje Camp
232km
Tag 10
Kongola, Mavunje Camp
0km
Tag 11
Kongola, Mavunje Camp - Kasane, Thebe River Camp
243km
Tag 12
Kasane, Thebe River Camp - Daytrip Victoria Falls
-
Tag 13
Kasane, Thebe River Camp - Daytrip Chobe National Park / Bootstour
-
Tag 14
Rückflug
-
Für meinen Geschmack immer noch zu viel Fahrerei in zu kurzer Zeit - aber grundsätzlich machbar. Bei nur 14 Tagen werdet ihr um den einen oder längeren Fahrtag mit mehr als 400km ohnehin nicht herumkommen, denn eben, die Distanzen sind gross. Den Schlenker in die Namib (Sossusvlei) habe ich bewusst weggelassen, weil damit wäre eine einigermassen entspannte Tour dann wirklich nicht mehr möglich. Mit meinem Vorschlag hättet ihr aber einige Stationen mit zwei Nächten, was das Ganze schon etwas entschleunigen dürfte - trotz eben dem einen oder längeren Fahrtag (welche ja vor allem auf den Hautpverkehrsachsen, also auf mehrheitlich schnurgeradem, gutem Asphaltband, stattfinden würden, weshalb um die 500km an einem Tag nun wirklich gut zu bewältigen sind).
Eine Runde hinauf in die Sambesi-Region und wieder zurück nach Windhoek halte ich für nicht machbar in der Zeit. Dann haltet euch doch lieber an die Standard-Route, wenn Einweg-Miete und zusätzlicher Gabel-Flug nicht drin liegen sollte. Aber da müsstest du halt schon noch etwas selber recherchieren und Budget berechnen, das übernehmen wir jetzt nicht auch noch für dich. 😉
lilytrotter4'129 Beiträge · seit 200814. Okt. 2016 · #14
Is schon schwierig was zu raten, weil die Wunschliste nicht berücksichtigt werden kann. Gut wäre es, wenn erstmal ein wenig Klärung im Denken stattgefunden hat, sonst ist das alles vergebliche Liebesmüh, sich hier die Tourenvorschläge aus dem Hirn zu saugen.
Es gibt so viele einschränkende Bedingungen: kleines Budget, ohne konkrete Angabe, keine konkrete Angabe zu den Aufenthaltstagen (14 Tage... mit Flug ohne Flug...?),
allerdings gibt es konkrete Angaben zu den Wünschen und dazu, dass man aufgeschmissen ist, wenn man eine Panne hat. So jemand kann man noch nicht mal ohne schlechtes Gewissen auf Game-Drive schicken. Nur geführt.
Empfehlung: Eine geführte Tour mit einem örtlichen erfahrenen Anbieter: Drifters oder ähnliches! Entgegen der hier häufig auftretenden Meinung, dass so was nicht gut sei, kann ich nur sagen: Alle die wir getroffen haben, waren zufrieden und hatten jede Menge Spaß!! Das sind sehr erfahrene Companies und sie haben junges Publikum. Da sind die beiden gut aufgehoben und stehen nicht plötzlich in der Pampa und wissen sich nicht zu helfen (ohne mobile-Abdeckung und ADAC...). Bei einer weiteren Reise können sie dann ja selber fahren, wenn der Horizont ein wenig erweitert ist.
Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter
Always look on the bright side of life... :-)
Walvisbay boomt
binca751'567 Beiträge · seit 201515. Okt. 2016 · #15
Hallo Lamas,
vor 11 Jahren haben wir eine Selbstfahrer-Rundreise in Namibia über Thomas Cook gebucht. Wir hatten wenig Zeit und ich hatte gar keine Afrika-Reise-Erfahrung, so dass es diese vorgebuchte und organisierte Reise wurde. Wir hatten 14 Tage Zeit und wollten natürlich möglichst viel sehen.... So gab es schließlich für uns auch das richtige "Paket" mit Fish River Canyon, Lüderitz, Namib und Etosha. In Swakopmund waren wir 2 Nächte, ansonsten sind wir JEDEN Tag gefahren, bzw. Matthias ist gefahren, da ich mir den Linksverkehr nicht zugetraut habe... Wir konnten in Swakopmund die Bootstour zu den Robben machen, ansonsten sind wir im Grunde alles nur abgefahren. Wir hatten einfach keine Zeit, da wir ja immer direkt nach dem Frühstück weiter mussten. Häufig kamen wir kurz vor Sonnenuntergang bei unserer nächsten Unterkunft an (es war August und schon um 17.30 Uhr war die Sonne fast weg), konnten uns dann schnell frisch machen und sofort Richtung Restaurant, bevor es am nächsten Morgen direkt weiterging... 😮 Wir haben zugegebenermaßen viel gesehen und das Land mit seinen unterschiedlichen Landschaften und Farben total lieben gelernt, aber Urlaub oder Erholung war das nicht (besonders nicht für meinen Fahrer... 😉 Unsere längste und anstrengendste Etappe war von Lüderitz nach Solitaire (angegeben waren 575 km) und in der Reisebeschreibung, die wir mitbekommen haben, steht so schön: "Sie verlassen Lüderitz und fahren Richtung Sossusvlei. Lassen Sie sich beeindrucken von den bis zu 325 m hohen Dünen, die je nach Tageszeit ein wunderschönes Farbspiel zeigen. Nutzen Sie die Zeit, um die Dünen zu erklimmen, Fotos zu machen und die Landschaft zu erkunden..." Welche Zeit??? Sossusvlei haben wir auf dieser Reise nie gesehen. Wir "bretterten" (davon kann man auf der "Straße" wohl sprechen) ja noch 70 km entfernt nur daran vorbei und hatten Sorge, es nicht mehr vor Sonnenuntergang in die Solitaire Country Lodge zu schaffen. 😕 Tja, ich habe mich im Anschluss in einem langen Brief an Thomas Cook gewandt und wir haben tatsächlich einen ordentlichen Teil des Reisepreises erstattet bekommen (es lief noch anderes schief...)
Warum schreibe ich das jetzt alles??? Die Reiseroute in Namibia sollte wirklich gut überlegt sein. Wollt ihr die Namib-Dünen erleben, braucht ihr vor Ort unbedingt 2 Nächte, sonst ist das schwierig, weil die Dünen nicht direkt an der Straße liegen, auf der ihr weiterfahren könnt... Wenn ihr euch für Tiere interessiert, würde ich Swakopmund nicht auslassen, auch wenn ihr euch nicht für Städte interessiert. Die Robbenkolonie und auch die Tour zu den "Little Five" der Wüste sollte man sich beim ersten Mal nicht entgehen lassen. Was auch bedeutet, dass Swakopmund eigentlich 3 Nächte braucht. Somit würde ich auch dazu tendieren, euch zu raten, euch eine klassische Erttätertour anzuschauen. Die sind in 14 Tagen zu bewältigen und ihr habt einen ersten Eindruck vom Land Namibia.
Sams Vorschlag funktioniert sicher auch, aber beim ersten Mal sollte man sich die Namib nicht entgehen lassen! 😉 Ist jetzt meine persönliche Meinung... 🤪
kalachee1'059 Beiträge · seit 200615. Okt. 2016 · #16
Hi Bianca
binca75 schrieb: Sams Vorschlag funktioniert sicher auch, aber beim ersten Mal sollte man sich die Namib nicht entgehen lassen! 😉 Ist jetzt meine persönliche Meinung... 🤪
Das ist sicherlich so. Die Namib/Sossusvlei gehören bei einer ersten Namibia-Reise natürlich irgendwie schon dazu, denn es ist wirklich eine äusserst beeindruckende und wunderschöne Landschaft, die man so sonst fast nirgends zu sehen bekommt. Derzeit »schraube« ich auch grad an einer möglichen Reise für 2018 mit der ganzen Familie (Schwester mit ihren drei Kindern, meine Brüder, evtl unsere Eltern) und da komme ich ja wohl auch nicht drum herum, Sossusvlei mit einzuplanen. Ich persönlich würde jetzt nicht mehr hin müssen, denn ich war schon drei Mal dort und mir ist es zu touristisch geworden. Wie dem auch sei; ich wollte einfach in meinem Vorschlag aufzeigen, dass es auch möglich ist, einmal von der absoluten Standardroute etwas abzuweichen. Denn immerhin so viel war von Seiten des Threaderöffner ja klar, dass sie sich eher auf den Norden konzentrieren wollen.
Aber okay, schauen wir mal, was dabei noch rauskommt und »Lamas« dazu meint.
binca751'567 Beiträge · seit 201515. Okt. 2016 · #17
Hallo Sam,
keine Ahnung, wie ihr das mit dem Zitieren macht, ich antworte jetzt einfach so... Du hast mit deiner Alternativroute sicher auch recht, aber in seinem Anfangstext hatte Lamas doch auch davon gesprochen, einen "Abstecher in die Namib" machen, sich dann aber zügig Richtung Etosha wenden zu wollen... Ich wollte auch nur deutlich machen, dass das mit dem "Abstecher" in Namibia ja durchaus mit Zeit und Kilometern verbunden ist... 😉
Falls alles klappt, fahren wir mit Familie nächsten Sommer durch den Caprivi und sind jetzt bei einer Reisezeit von 28 Tagen... 😮 Unsere Ansprechpartnerin in Namibia fragte jetzt nach, ob wir, da wir schon im Camp Chobe seien, die Viktoriafälle nicht auch sehen wollen, dass dies aber mit erheblichen Kosten verbunden sei... Ich denke, wir werden drauf verzichten. Die Fälle reizen uns gar nicht so sehr...
LALamasThemenstarter2 Beiträge · seit 201617. Okt. 2016 · #19
Vielen Dank für die zahlreichen Antworten! Wir werden uns den einzelnen Empfehlungen widmen und dann aus den Tipps hier und weiteren Tipps aus dem Forum unsere Route basteln! Liebe Grüße Lamas