Süddeutsche Zeitung: Interview mit einer Rangerin

49 Antworten · 10,5k Aufrufe · gestartet 12. Okt. 2016 von Nenette
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527 Beiträge · seit 201315. Okt. 2016 · #21
Botswanadreams schrieb:Also Willi hübsch ist sie ja, einen Südafrikaner hat sie sich auch schon geangelt.
Ich habe mich ja nicht zu den (mangelnden?) Qualitäten des Mädels geäussert, sondern zu jenen des Interviews... Im übrigen kann ich als Interviewter das Gespräch (mit-)lenken und mich einfältigen Fragen verweigern. Mir scheint jedoch die "Rangerin" zumindest an einer leichten Profilneurose zu leiden.
Und ob es besondere Fähigkeiten braucht, um sich einen Südafrikaner zu angeln, lasse ich dahin gestellt 😄
WILLI
zuletzt bearbeitet 15. Okt. 2016
7'296 Beiträge · seit 200615. Okt. 2016 · #22
Mzeekenya schrieb:
... Im übrigen kann ich als Interviewter das Gespräch (mit-)lenken und mich einfältigen Fragen verweigern.
... meist ist es sogar noch viel einfacher und man gibt als Interviewter die Fragen oder Schwerpunkte des Interviews selbst vor.
Vor einigen Jahren hatte ich mal eine Anfrage eines Radiosenders bekommen, der auf meine Radreisen aufmerksam wurde. Es ging um eine regelmäßige Sendung über "abenteuerliche" Reisen und ich wurde gefragt, ob ich Interesse hätte, da mal mitzumachen. Natürlich war ich neugierig und sagte zu. Auf ein Telefonat folgte ein Fragebogen, den ich ausfüllte und zurückschickte. Da waren die spannendsten und interessantesten Dinge zu erwähnen und während der Sendung stellte der Moderator dann genau die Fragen, damit ich diese Dinge erzählen konnte. Den Ablauf des Interviews hatte ich praktisch selbst vorgegeben. Ich habe das jetzt schon zweimal in der Art mitgemacht.

Bei schriftlichen Interviews läuft es manchmal noch deutlicher. Da schreibt man nämlich die Fragen _und_ Antworten teilweise selbst. Das wird dann nur noch von einem journalistisch geschulten Mitarbeiter überarbeitet.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
23 Beiträge · seit 201623. Okt. 2016 · #23
Re: Mzeekenya : [Aussage "langweiliges Interview"]

Dem kann ich so nicht zustimmen. Das Interview war sicher auch nicht für Leute bestimmt, die in der Wildnis des südlichen Afrikas aufgewachsen sind. Mich hat es inspiriert. 🙂
zuletzt bearbeitet 23. Okt. 2016
23 Beiträge · seit 201623. Okt. 2016 · #24
BikeAfrica schrieb:... ich habe bei dem Begriff "Guide" immer den Indio im Kopf, der im Regenwald aufwuchs und uns in Surinam mal ein paar Tage zur Verfügung stand. Der hat Vögel und Affen nicht nur an ihren Rufen erkannt, sondern konnte deren Rufe entsprechend nachmachen, dass sie wieder antworteten. Der hat sich mit den verschiedenen Tierarten so unterhalten können, dass sie teilweise von sich aus näher kamen.

Der ist in einer anderen Umwelt aufgewachsen und hat dabei Dinge gelernt, gewusst und gekonnt, die man sich wohl nicht einfach mal so in einem (oder fünf) Jahren aneignen kann. Das war für mich ein "Guide".
Das war dann sicher im brasilianischen Amazonas- oder angrenzenden Orinoco-Gebiet und meiner Einschätzung nach kein "Indio" , sondern Ureinwohner (Yanomami ?) einer südamerikanischen Regenwald-Region. Ein Mensch, der faktisch im Regenwald das Licht der Welt erblickte. Korrigiere mich, wenn es tatsächlich ganz sicher ein Indio war. Es sollte mich wundern. 😉

Die Situation in Namibia bzw. im südlichen Afrika allgemein kenne ich nicht. Trifft man da auf vergleichbare Fähigkeiten, die sicher über den Rahmen einer Ranger-Ausbildung weit hinausgehen? Ich habe mich hier angemeldet, um soviel wie möglich über Namibia zu erfahren und bin für jeden Hinweis dankbar. 🙂

Mit freundlichen Grüßen
zuletzt bearbeitet 23. Okt. 2016
7'296 Beiträge · seit 200625. Okt. 2016 · #25
Beerenjäger schrieb:
BikeAfrica schrieb:... ich habe bei dem Begriff "Guide" immer den Indio im Kopf, der im Regenwald aufwuchs und uns in Surinam mal ein paar Tage zur Verfügung stand. Der hat Vögel und Affen nicht nur an ihren Rufen erkannt, sondern konnte deren Rufe entsprechend nachmachen, dass sie wieder antworteten. Der hat sich mit den verschiedenen Tierarten so unterhalten können, dass sie teilweise von sich aus näher kamen.

Der ist in einer anderen Umwelt aufgewachsen und hat dabei Dinge gelernt, gewusst und gekonnt, die man sich wohl nicht einfach mal so in einem (oder fünf) Jahren aneignen kann. Das war für mich ein "Guide".
Das war dann sicher im brasilianischen Amazonas- oder angrenzenden Orinoco-Gebiet und meiner Einschätzung nach kein "Indio" , sondern Ureinwohner (Yanomami ?) einer südamerikanischen Regenwald-Region. Ein Mensch, der faktisch im Regenwald das Licht der Welt erblickte. Korrigiere mich, wenn es tatsächlich ganz sicher ein Indio war. Es sollte mich wundern. 😉

Die Situation in Namibia bzw. im südlichen Afrika allgemein kenne ich nicht. Trifft man da auf vergleichbare Fähigkeiten, die sicher über den Rahmen einer Ranger-Ausbildung weit hinausgehen? Ich habe mich hier angemeldet, um soviel wie möglich über Namibia zu erfahren und bin für jeden Hinweis dankbar. 🙂
... wieder gelöscht nach den weiteren Äußerungen in dem anderen Thread ...
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
zuletzt bearbeitet 25. Okt. 2016
23 Beiträge · seit 201625. Okt. 2016 · #26
Ich hoffe nur, der arme Indio hat den Löschvorgang heil überstanden.
244 Beiträge · seit 201516. Feb. 2017 · #27
Hallo zusammen,

wen's interessiert: Gestern gab es einen längeren Beitrag zu der Rangerin mit Interview bei SternTV.

LG
Ria
Gast14. Sept. 2017 · #28
Hallo,

Lufthansa wirbt übrigens mittlerweile mit Gesa Neitzel in TV-Spots:
https://www.youtube.com/watch?v=2YdS-mwTr6E

Ob Lufthansa auch weiß, dass sie mit Emirates zu Ihrer Ranger-Ausbildung nach Südafrika geflogen ist 😎

Beste Grüße

Guido
zuletzt bearbeitet 14. Sept. 2017
1'003 Beiträge · seit 200814. Sept. 2017 · #29
Tja, Guido,
mit uns würden die sowas nicht machen, da fliegt dann keiner mehr - egal womit 😎 .

Die Frau ist sozusagen der Konny Reimann von RSA.
Selbstdarstellung ist alles. Ich würde so öffentlich nicht leben wollen.

Gruss
Christian
391 Beiträge · seit 201514. Sept. 2017 · #30
Hm. Also eins muss man ihr lassen, sie macht es ausgezeichnet.
Kenne den einen oder anderen, der mit ihr in der Zeit in Pafuri war, habe mit ihr auch schon gesprochen und finde sie...naja, sagen wir sie ist sehr überzeugt von sich.

Was ich aber sagen muss: Die ganze Story von ihr fasziniert mich extrem. Sie lebt einen Traum, den wohl viele gerne leben würden - oder zumindest Teile davon (ich inklusive). Leider bin ich weder weiblich noch genug gut im mich selber vermarkten, aber ich würde sehr gerne das tun was sie macht.
Ob ich diesen Schritt aber persönlich machen kann, das steht ein bisschen in den Sternen. Bis dahin verbringe ich gerne meinen Urlaub im südlichen Afrika 😉
4'451 Beiträge · seit 200814. Sept. 2017 · #31
fordfahrer schrieb:Tja, Guido,
mit uns würden die sowas nicht machen, da fliegt dann keiner mehr - egal womit 😎 .

Die Frau ist sozusagen der Konny Reimann von RSA.
Selbstdarstellung ist alles. Ich würde so öffentlich nicht leben wollen.

Gruss
Christian
Den Vergleich, mit Konny Reimann hast Du genau auf dem Punkt getroffen. 😄 😄
"I never knew of a morning in africa when I woke up and was not happy". Ernest Hemingway Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia" http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/140297-nach-4-anlaeufen-als-selbstfahrer-in-namibia.html Reisebericht 2011 Eine neue Erfahrung.... http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/187663- eine-neue-erfahrung.html 2007 ,2008 ,2009 2mal ,2010,2011 Namibia Botswana. 2011 Shanghai, 2012 Florida Virgin islands Karibik. 2012 Namibia und KTP 2013 Das erste Mal Südafrika Kruger NP 2014 Kapstadt und Kruger NP 2015 Kruger National Park 2016 kruger National Park 2017 Kruger National Park 2 KLICKS auf die "SONNE" und man liest den Reisebericht OHNE Kommentare !!!!!
zuletzt bearbeitet 14. Sept. 2017
4'451 Beiträge · seit 200814. Sept. 2017 · #32
kOa_Master schrieb:Hm. Also eins muss man ihr lassen, sie macht es ausgezeichnet.
Kenne den einen oder anderen, der mit ihr in der Zeit in Pafuri war, habe mit ihr auch schon gesprochen und finde sie...naja, sagen wir sie ist sehr überzeugt von sich.

Was ich aber sagen muss: Die ganze Story von ihr fasziniert mich extrem. Sie lebt einen Traum, den wohl viele gerne leben würden - oder zumindest Teile davon (ich inklusive). Leider bin ich weder weiblich noch genug gut im mich selber vermarkten, aber ich würde sehr gerne das tun was sie macht.
Ob ich diesen Schritt aber persönlich machen kann, das steht ein bisschen in den Sternen. Bis dahin verbringe ich gerne meinen Urlaub im südlichen Afrika 😉
wenn man genug " ADHS" in sich hat, sich andauernd in der Öffentlichkeit einbringt und sich das gut "vergolden" läßt, das muss man mögen, ich fahre auch lieber individuel nach Afrika.
"I never knew of a morning in africa when I woke up and was not happy". Ernest Hemingway Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia" http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/140297-nach-4-anlaeufen-als-selbstfahrer-in-namibia.html Reisebericht 2011 Eine neue Erfahrung.... http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/187663- eine-neue-erfahrung.html 2007 ,2008 ,2009 2mal ,2010,2011 Namibia Botswana. 2011 Shanghai, 2012 Florida Virgin islands Karibik. 2012 Namibia und KTP 2013 Das erste Mal Südafrika Kruger NP 2014 Kapstadt und Kruger NP 2015 Kruger National Park 2016 kruger National Park 2017 Kruger National Park 2 KLICKS auf die "SONNE" und man liest den Reisebericht OHNE Kommentare !!!!!
131 Beiträge · seit 201725. Sept. 2017 · #33
Maputo schrieb:
Botswanadreams schrieb:
Ein Field Training mit "tracking" in RSA dauert in der Regel 6-12 Monate. Die Bergführer Ausbildung in der Schweiz kann man in 80 Tagen absolvieren, eine Ausbildung zum Linienpiloten bei SWISS in 18 Monaten. Ich glaube schon, dass die Dame die nötige Kompetenz hat, Kunden durch den Busch zu führen, jedenfalls nicht mehr oder weniger als ihre männlichen Kollegen.
Komme gerade aus Botswana zurück und habe ihr Buch gelesen. Unser Guide im 1. Camp arbeitet schon 40 Jahre lang als Guide, das ist sicher kein fairer Vergleich. Der andere Guide ist im Delta aufgewachsen und hat nie eine formale Ausbildung zum Guide gemacht, er ging einfach zur Prüfung, bzw. zu den notwendigen Lehrgängen wie "1. Hilfe".

Gesa Neitzel ist bei der "Level-1 Field Guide" eigentlich durchfallen, die Prüferin hatte aber Mitleid oder sehr viel Vertrauen/Hoffnung, dass sie es in der Praxis besser machen wird als sie es in der Prüfung zeigte. Eigentlich halte ich mich mit pauschaler Kritik zurück aber ich behaupte die Schiessprüfung hat sie nur durch Glück geschafft. Ich hätte grosse Zweifel, dass Gesa Neitzel im Notfall erfolgreich einen angreifenden Löwen erschiessen würde - diese Zweifel äussert sie auch selber in ihrem Buch.

Trotzdem finde ich "Frühstück mit Elefanten" eine schöne Geschichte, sie passte zum Urlaub.

Übrigens, die von dir erwähnte "Ausbildung zum Bergführer" ist eher eine "Prüfung zum Bergführer". Um das notwendige Niveau an Fitness, Ski Fahren und Klettern zu erlangen muss man jahrelang trainieren und im Prinzip von Jugend an als aktiver Berggänger regelmässig in den Bergen unterwegs sein. Zur Information hier die Aufnahmebedingungen für den Eintrittstest(!): http://www.4000plus.ch/fileadmin/user_upload/Ausbildung/Bergfuehrerausbildung/19_Termine_modularer_Eintrittstest_df.pdf

Geprüft wird:
- Felsklettern: Seillänge mit Kletterfinken 7 UIAA, Seillänge mit Bergschuhen 6 UIAA
- Felsparcours: Trittsicherheit und Geschicklichkeit im Blockgelände im Auf- und Abstieg
- Eis: Parcours mit einem Pickel in Stütztechnik, Parcours mit einem Ankerwerkzeug
- Skifahren: Aufstieg mit Ski, Kickkehre, freies Hangabschwingen mit Rucksack, Seitrutschen und Spitzkehren beidseits in steilem Couloir
- Kartenlesen, Orientierungswissen
- Fremdsprache: mündliche Prüfung. Bei Nachweis einer Sprachausbildung entfällt diese Pflicht (Sprachaufenthalt, weitere Zertifikate). Der Nachweis ist der Anmeldung beizulegen.

Klettern im 7 UIAA Grad bedeute nach Wikipedia: "Außergewöhnliche Schwierigkeiten. Ein durch gesteigertes Training und verbesserte Ausrüstung erreichter Schwierigkeitsgrad. Auch die besten Kletterer benötigen ein an die Gesteinsart angepasstes Training, um Passagen dieser Schwierigkeit nahe der Sturzgrenze zu meistern. Neben akrobatischem Klettervermögen ist das Beherrschen ausgefeilter Sicherungstechnik unerlässlich."

Da kann man nicht einfach aus einer Laune heraus mal eben Bergführer werden.

Gruss
5'479 Beiträge · seit 200925. Sept. 2017 · #34
Wernfried schrieb:Klettern im 7 UIAA Grad bedeute nach Wikipedia: "Außergewöhnliche Schwierigkeiten. Ein durch gesteigertes Training und verbesserte Ausrüstung erreichter Schwierigkeitsgrad. Auch die besten Kletterer benötigen ein an die Gesteinsart angepasstes Training, um Passagen dieser Schwierigkeit nahe der Sturzgrenze zu meistern. Neben akrobatischem Klettervermögen ist das Beherrschen ausgefeilter Sicherungstechnik unerlässlich."
Auch in Wikipedia steht manchmal Unsinn, bzw. veraltete Aussagen. Die zitierte Passage stand in den 80er Jahren in den Kletterlehrbüchern. Heutzutage ist der 7.Grad Breitensport. Den Grad erreicht jeder sportliche Mensch, der min. einmal die Woche klettern geht in weniger als einem Jahr.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
4'129 Beiträge · seit 200825. Sept. 2017 · #35
Wernfried schrieb:
Da kann man nicht einfach aus einer Laune heraus mal eben Bergführer werden.
Schöner Ansatz.
Genau darum geht’s.
Und?
Schreiben die alle Bücher über ihr unbedeutendes Leben? Die Bergführer, die Wattführer, die Bootsführer... 🤪
Allemal hätte so ein 40 Jahre tätiger Guide einen echten Fundus, aus dem er schöpfen könnte, - also: Her mit den wirklich spannenden Geschichten. 😎



Seit zur Selbstverwirklichung der Töpfer-Kurs in der Toskana in der Beliebigkeit ertrunken ist, und der Trommelkursus in Ghana nur noch ein müdes Lächeln in der Freundinnenrunde auslöst, ist der Field Guide Level 1 die Rettung, um aus dem Hamsterrad auszubrechen, - das isses ...wähnt das Hasenherz.
Jeder Hansel in der Midlife-Crisis macht heutzutage den Field Guide Level 1, - ...Ausbildung zum Abenteurer 🤪


Frau Neitzel hat es geschafft und ihr Wuschelköpfchen in den Busch getragen, sie stellt nun genau das dar, was sie sich gewünscht hat und ihre bewundernden ex-Medienkolleginnen helfen ihr dabei – so klappt das dann auch ganz einfach mit der Vermarktung...
Ansonsten würde sie keiner kennen.
Denn es ist eigentlich uninteressant. Auch, wenn ihr Büchlein nett ist.

Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 25. Sept. 2017
131 Beiträge · seit 201726. Sept. 2017 · #36
Topobär schrieb:
Wernfried schrieb:Klettern im 7 UIAA Grad bedeute nach Wikipedia: "Außergewöhnliche Schwierigkeiten. Ein durch gesteigertes Training und verbesserte Ausrüstung erreichter Schwierigkeitsgrad. Auch die besten Kletterer benötigen ein an die Gesteinsart angepasstes Training, um Passagen dieser Schwierigkeit nahe der Sturzgrenze zu meistern. Neben akrobatischem Klettervermögen ist das Beherrschen ausgefeilter Sicherungstechnik unerlässlich."
Auch in Wikipedia steht manchmal Unsinn, bzw. veraltete Aussagen. Die zitierte Passage stand in den 80er Jahren in den Kletterlehrbüchern. Heutzutage ist der 7.Grad Breitensport. Den Grad erreicht jeder sportliche Mensch, der min. einmal die Woche klettern geht in weniger als einem Jahr.
Das möchte ich bezweifeln. Ich habe schon rund ein Dutzend 4000er bestiegen, grundsätzlich weiss ich bei dem Thema also ein wenig Bescheid.
Ich bin über mehrere Jahre wöchentlich zum Klettern gegangen und habe es nie bis zum VII Grad geschafft, Weiter als VI+ kam ich nicht. Meinem Kletterpartner erging es nicht viel besser, er kam mich Mühe und Not an die VII-. Der andere Partner (wir waren oft zu dritt) ging 2-3 mal pro Woche hat gezielt auf die VII hin trainiert weil er Bergführer werden wollte - inzwischen ist er es auch.

Für den VII Grad muss man kein Spitzenathlet sein aber "mal eben 3 Monate unbezahlten Urlaub nehmen und sich zum Bergführer ausbilden lassen" funktioniert definitiv nicht - darauf kam es mir an. Ich wohne in der Schweiz und habe im Kollegenkreis auch ein paar Bergführer. Ein- bis zweimal pro Jahr einen Marathon laufen ist normal für die. Wie gesagt, damit ist man noch kein Weltklasse-Sportler aber ohne eine gewisse "Vorbelastung" geht es nicht.

Gruss
7'267 Beiträge · seit 200626. Sept. 2017 · #37
Ehrlich, ich hatte von Gesa Neitzel keine Ahnung. Dann habe ich das Buch geschenkt gekriegt. Ich fand es richtig gut, weil Sie mich an so viele Plätze mitgenommen hat die ich auch kenne. Bei mir ist dann sozusagen die ganze Zeit ein geistiger Film von meiner Erlebnissen abgelaufen. Ich hatte Spass am Buch.

Herzliche Grüsse
Chrigu
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5'479 Beiträge · seit 200926. Sept. 2017 · #38
Wernfried schrieb:Das möchte ich bezweifeln. Ich habe schon rund ein Dutzend 4000er bestiegen, grundsätzlich weiss ich bei dem Thema also ein wenig Bescheid.
Ich bin über mehrere Jahre wöchentlich zum Klettern gegangen und habe es nie bis zum VII Grad geschafft, Weiter als VI+ kam ich nicht. Meinem Kletterpartner erging es nicht viel besser, er kam mich Mühe und Not an die VII-. Der andere Partner (wir waren oft zu dritt) ging 2-3 mal pro Woche hat gezielt auf die VII hin trainiert weil er Bergführer werden wollte - inzwischen ist er es auch.
Der Satz sagt schon alles. Du bist in erster Linie Bergsteiger, aber nicht Kletterer. Außer für den Deant du Geant braucht man für keinen 4000er besonderes Kletterkönnen. Da sind ganz andere Fähigkeiten gefordert. Ich bin seit fast 20 Jahren als Kletter-Trainer tätig. Meine Aussage basiert auf dem, was ich täglich in meinem Sport erlebe. Die Klettertechnik hat sich stark weiterentwickelt, so dass heutzutage vieles über die Technik gelöst werden kann, was früher über Kraft gelöst wurde. Technik ist längst nicht so trainingsintensiv wie Kraft.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
131 Beiträge · seit 201726. Sept. 2017 · #39
Topobär schrieb:
Wernfried schrieb:Das möchte ich bezweifeln. Ich habe schon rund ein Dutzend 4000er bestiegen, grundsätzlich weiss ich bei dem Thema also ein wenig Bescheid.
Ich bin über mehrere Jahre wöchentlich zum Klettern gegangen und habe es nie bis zum VII Grad geschafft, Weiter als VI+ kam ich nicht. Meinem Kletterpartner erging es nicht viel besser, er kam mich Mühe und Not an die VII-. Der andere Partner (wir waren oft zu dritt) ging 2-3 mal pro Woche hat gezielt auf die VII hin trainiert weil er Bergführer werden wollte - inzwischen ist er es auch.
Der Satz sagt schon alles. Du bist in erster Linie Bergsteiger, aber nicht Kletterer. Außer für den Deant du Geant braucht man für keinen 4000er besonderes Kletterkönnen. Da sind ganz andere Fähigkeiten gefordert. Ich bin seit fast 20 Jahren als Kletter-Trainer tätig. Meine Aussage basiert auf dem, was ich täglich in meinem Sport erlebe. Die Klettertechnik hat sich stark weiterentwickelt, so dass heutzutage vieles über die Technik gelöst werden kann, was früher über Kraft gelöst wurde. Technik ist längst nicht so trainingsintensiv wie Kraft.
In dieser Diskussion geht es doch vielmehr um diese Frage: Ist es sinnvoll wenn sich jemand ohne nennenswerte Erfahrung "aus einer Laune heraus" mal eben zum Safari-Guide, Pilot, Bergführer, Divemaster, etc. ausbilden lässt und dann auf Gäste losgelassen werden darf die im Normalfall ihr Leben in die Hand dieser Person legen.

Ob das nachahmenswert, sinnvoll, bedenklich oder gar gefährlich ist soll jeder selbst entscheiden und sich seine Meinung bilden. Ich bin aber überzeugt das "Schweizer Bergführer" nicht in dieser Aufzählung stehen darf - dafür sind die Anforderungen einfach zu hoch.

Gruss
Wernfried
5'479 Beiträge · seit 200926. Sept. 2017 · #40
Ich finde sowieso, dass der Vergleich zwischen Bergführer und Safari-Guide stark hinkt. Da werden Äpfel mit Birnen verglichen. Bei Bergführer steht das Thema Sicherheit ganz klar an erster Stelle. Der Bergführer muss seine Gäste sicher auf den Gipfel bringen und befindet sich dabei die meiste Zeit in lebensbedrohlicher Umgebung. Er ist quasi der Bodyguard seines Kunden.

Der Safari-Guide vermittelt in erster Linie Wissen. Das Thema Sicherheit ist dem gegenüber deutlich untergeordnet. Der Safari-Guide nimmt also eher die Position eines Lehrers ein.
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