Ersttätertour im August 2017

26 Antworten · 5'220 Aufrufe · gestartet 22. Sept. 2016 von Bedarra
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Themenstarter11 Beiträge · seit 201622. Sept. 2016 · #1
Liebe Fomis,

Wir (Familie mit 2 Kindern, 18 na ja, Kind... und 12) haben uns von der Afrikabegeisterung von Bekannten anfixen lassen und wollen im nächsten August erstmals nach Namibia (3 Wochen). Interessenlage wie folgt: Abenteuer, Tiere, fremde Kulturkreise, tlw. Reiten, Sterne.
Bisherige Routenplanung enthält die Standards wie Sossuvlei, Swakoopmund, Etosha, Waterberg. Die Kinder fahren nicht gerne Auto, daher wollen wir lieber was auslassen, als zu viel zu fahren. Bezüglich der Unterkünfte wollen wir alles mal ausprobieren, wissen aber nicht so recht, was wo empfehlenswert ist.

Neben allgemeinen Empfehlungen von Insidern bezüglich Route, Übernachtung, must see's, Warnung vor Anfängerfehlern etc. haben wir folgende konkrete Fragen:
1. Wir wollen einen Hilux mit 2 Dachzelten mieten (mit Campingausrüstung). Im August soll es aber ar***kalt sein in der Nacht. Reicht die Ausrüstung der Verleiher oder muss man eigenes (Profi)equipment mitbringen. Empfiehlt sich campen überhaupt (meine Familie ist eher empfindlich 😕 )? Oder sollten wir lieber in Gästefarmen/Lodges übernachten?
2. Neben den o.g. Stationen haben wir noch viele weitere Empfehlungen gelesen, die auch alle sehr schön sein sollen. Verpassen wir etwas wesentliches, wenn wir uns auf die o.g. Route beschränken?
3. Unsere Tochter (12) ist begeisterte Reiterin, der Rest der familie überhaupt nicht. Viele Farmen bieten auch längere Ausritte an, die unsere Tochter unbedingt mitmachen möchte. Gibt es Farmen, die ggfs. auch Kinder auf die Safaris ohne die Eltern mitnehmen würden (oder ist das evtl.ein no go)?

Wir sind schon jetzt sehr gespannt auf die Reise und bedanken uns im voraus für Eure Hilfe!
zuletzt bearbeitet 23. Sept. 2016
33,1k Beiträge · seit 200623. Sept. 2016 · #2
Hallo Bedarra,

willkommen im Forum.

Wenn ich Dich richtig verstehe, dann plant ihr praktisch die 3-Wochen-Ersttätertour (http://www.namibia-forum.ch/forum/7-routen/289845-ersttaetertouren-so-sehen-sie-aus.html), richtig? Mit "Kindern" sind z.B. Erlebnisse wie die "Living Museums" sicherlich immer interessant.
1. Wir wollen einen Hilux mit 2 Dachzelten mieten (mit Campingausrüstung). Im August soll es aber ar***kalt sein in der Nacht. Reicht die Ausrüstung der Verleiher oder muss man eigenes (Profi)equipment mitbringen. Empfiehlt sich campen überhaupt (meine Familie ist eher empfindlich 😕 )? Oder sollten wir lieber in Gästefarmen/Lodges übernachten?
Grundsatzfrage. Ich persönlich gehe nicht campen und übernachte nur in festen Unterkünften. Sehe darin keinen Nachteil, außer vielleicht im Mangel an festen Unterkünften in extrem entlegenen Gebieten. Mein Hintergrund ist aber, dass für mich selber kochen, Teller abwaschen etc einfach nicht der "Sinn" von Urlaub sind. Das sehen aber viele anders. Und ja, es kann im August (im Süden mehr als im Norden) nachts deutlich unter 0 Grad werden. Ich denke mit einem ordentlichen Schlafsack ist das aber auch im Zelt zu machen. Also ich würde Gästefarmen/B&B/Lodges nehmen, wenn es die Geldbörse zulässt, könntet ihr aber auch Camping (teurer Wagen) und feste Unterkünfte (teurere Übernachtungen) mischen.
2. Neben den o.g. Stationen haben wir noch viele weitere Empfehlungen gelesen, die auch alle sehr schön sein sollen. Verpassen wir etwas wesentliches, wenn wir uns auf die o.g. Route beschränken?
siehe meine Einleitung. Ansonsten findest Du unter "Reiseberichte" auch den ein oder anderen zu Reisen mit Kindern in Namibia.
3. Unsere Tochter (12) ist begeisterte Reiterin, der Rest der familie überhaupt nicht. Viele Farmen bieten auch längere Ausritte an, die unsere Tochter unbedingt mitmachen möchte. Gibt es Farmen, die ggfs. auch Kinder auf die Safaris ohne die Eltern mitnehmen würden (oder ist das evtl.ein no go)?
ab 12 Jahre ist das generell eigentlich überall auch "alleine" möglich. Gleiches gilt für geführte Wildbeobachtungsfahrten in vielen privaten Schutzgebieten (mit u.a. Löwen), die meist auch keine kleineren Kinder erlauben.

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
1'042 Beiträge · seit 201623. Sept. 2016 · #3
Bedarra schrieb:Bisherige Routenplanung enthält die Standards wie Sossuvlei, Swakoopmund, Etosha, Waterberg. Die Kinder fahren nicht gerne Auto, daher wollen wir lieber was auslassen, als zu viel zu fahren. Bezüglich der Unterkünfte wollen wir alles mal ausprobieren, wissen aber nicht so recht, was wo empfehlenswert ist.
Hallo,

wir waren dieses Jahr im Juni das erste Mal in Namibia und nächstes Jahr im April geht es wieder los nach Namibia. Unsere Runde war ziemlich groß, also incl. Fish River Canyon, das machen wir diesmal entspannter. Eure Idee lieber etwas auszulassen als zu viel fahren finde ich gar nicht so schlecht. Wer einmal in Namibia macht dort sicher wieder Urlaub. 😉
Bedarra schrieb:
Neben allgemeinen Empfehlungen von Insidern bezüglich Route, Übernachtung, must see's, Warnung vor Anfängerfehlern etc. haben wir folgende konkrete Fragen:
Anfängerfehler, die wir gemacht haben: Hilux mit schlechten Reifen gemietet, sonst war der Zustand vom Auto fahrbar und er hielt auch ca. 5000 km durch. Zu wenig Zeit eingeplant, manchmal wäre man gerne länger geblieben. Im Sossusvlei mit zu viel Reifendruck durch den Sand gefahren, aber dennoch hin und zurück gekommen. Fehler den wir nicht gemacht haben: Nicht versuchen Fleisch/Milch durch den Veterinärszaun von Nord nach Süd nehmen! Steht glaube ich nicht im Reiseführer.
Bedarra schrieb:
1. Wir wollen einen Hilux mit 2 Dachzelten mieten (mit Campingausrüstung). Im August soll es aber ar***kalt sein in der Nacht. Reicht die Ausrüstung der Verleiher oder muss man eigenes (Profi)equipment mitbringen. Empfiehlt sich campen überhaupt (meine Familie ist eher empfindlich 😕 )? Oder sollten wir lieber in Gästefarmen/Lodges übernachten?
Wir hatten nur in Gästefarmen/Lodges übernachtet, im April 2017 nehmen wir aber auch ein Fahrzeug mit Dachzelten (ist schon gebucht bei Safari Car Rental). Ich dachte immer Namibia und Campen verträgt sich nicht aber bei Sesriem ist jetzt schon zu unserer Reisezeit alles ausgebucht und die Campingplätze sahen gar nicht so schlecht aus. Im Olifantsrus (Etosha) werden wir auch campen, das sah so nett aus, dass wir da zwei Tage bleiben werden. Unbedingt die Nationalparks so früh wie möglich buchen!
Einen Schlafsack werde ich mitnehmen, der wiegt nicht einmal 1 kg und ich habe dann sicher warm.
In Halali wollte ich nie campen, wegen dem Honigdachs der dort sein Unwesen treibt. Honigdachse nicht ärgern (sind sehr leicht reizbar), die sind nachtragend... 🙂 dazu schreibe ich noch etwas bei den "gefährlichen Tierbegegnungen" wenn ich Zugriff auf meine Bilder habe.
Die Busch Chalets (4beds, 2 Zimmer) in Halali mit eigener Grillstelle fand ich gut.
Bedarra schrieb:
2. Neben den o.g. Stationen haben wir noch viele weitere Empfehlungen gelesen, die auch alle sehr schön sein sollen. Verpassen wir etwas wesentliches, wenn wir uns auf die o.g. Route beschränken?
Ja jede Menge holpriger Wellblechpisten und die schönste (äußerst ironisch gemeint) Stadt Namibias: Opuwo. 😄
Ich fahre nächstes Jahr dort wieder vorbei um an die Epupa Wasserfälle zu kommen.
Bedarra schrieb:
3. Unsere Tochter (12) ist begeisterte Reiterin, der Rest der familie überhaupt nicht. Viele Farmen bieten auch längere Ausritte an, die unsere Tochter unbedingt mitmachen möchte. Gibt es Farmen, die ggfs. auch Kinder auf die Safaris ohne die Eltern mitnehmen würden (oder ist das evtl.ein no go)?
Da könnte ich Euch die Kambaku Safari Lodge empfehlen, falls diese an Eurer geplanten Route liegt. Einfach mal eine E-Mail schreiben und nachfragen. Wir haben diese Lodge auch wieder gebucht.
Bedarra schrieb:
Wir sind schon jetzt sehr gespannt auf die Reise und bedanken uns im voraus für Eure Hilfe!
Schaut dass ihr frühzeitig Sesriem bucht, wenn ihr dort in eine Lodge wollt. Da ist irgendwie immer ständig alles ausgebucht. Alternativ der Campingplatz (im Park) von dem aus man auch früher in den eigentlichen Park starten darf und so den Sonnenaufgang im Park erleben kann.

Die Nationalparks kann man direkt hier buchen: https://www.nwr.com.na/ (der Gesamtbetrag wird dann zeitnah (ca. 2 Tage) von der Kreditkarte abgebucht). Achtung: Die Seite arbeitet mit Verified by VISA was mir eine Menge Stress bereitete weil die Banken da schon wieder etwas geändert haben.

Gruß Markus
Themenstarter11 Beiträge · seit 201623. Sept. 2016 · #4
Vielen Dank für die Informationen, Christian und Markus!

Ich denke, wir werde die kürzere Tour machen und dann ggfs. an einigen Stellen länger bleiben.
Campen werden wir wohl versuchen und sowohl Sossusvlei als auch Etosha vorbuchen. Mit der Restplanung können wir uns dann wohl noch etwas Zeit lassen??

Was meintest Du mit "Veterinärzaun", Markus? Gibt es da eine inländische Einfuhrgrenze??

Vom Honigdachs haben wir auch noch nichts gehört. Eigentlich wollen wir den Tieren so nahe wie möglich kommen, aber natürlich nur angemessen (und natürlich keine bösen Überraschungen erleben 😐 )

Dann werde ich mal weiterplanen...

Alexander
33,1k Beiträge · seit 200623. Sept. 2016 · #5
Hallo Alexander,
Was meintest Du mit "Veterinärzaun"
https://de.wikipedia.org/wiki/Veterinärzäune_im_südlichen_Afrika

Viele Grüße aus Windhoek
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
7'296 Beiträge · seit 200623. Sept. 2016 · #6
Hallo Alexander,
Bedarra schrieb:
1. Wir wollen einen Hilux mit 2 Dachzelten mieten (mit Campingausrüstung). Im August soll es aber ar***kalt sein in der Nacht. Reicht die Ausrüstung der Verleiher oder muss man eigenes (Profi)equipment mitbringen. Empfiehlt sich campen überhaupt (meine Familie ist eher empfindlich 😕 )? Oder sollten wir lieber in Gästefarmen/Lodges übernachten?

ich nehme immer meine Ausrüstung mit, daher kann ich zur Ausrüstung der Vermieter nichts sagen. Wenn ihr aber eigene Schlafsäcke und anderes Zeug habt, dann testet doch mal im hiesigen Winter, bei Frost draußen im Zelt zu übernachten.

Ich wollte als Schüler mal im Sommer in den Sarek (Polarkreis, Schweden) und habe im Winter zuvor immer mal draußen auf dem Balkon und im Garten übernachtet, um zu testen, wie ich und meine Ausrüstung (war ja mangels Geld nichts Tolles) mit Kälte klarkommen. Mal eine kalte Nacht kann man überstehen. Wenn man jede Nacht friert, macht es bestimmt keinen Spaß.

2. Neben den o.g. Stationen haben wir noch viele weitere Empfehlungen gelesen, die auch alle sehr schön sein sollen. Verpassen wir etwas wesentliches, wenn wir uns auf die o.g. Route beschränken?

... Ihr verpasst eher etwas, wenn ihr zu schnell an allen Dingen vorbei hetzt und die Sehenswürdigkeiten nur "abhakt".

Spannend zum Campen zwischen Swakopmund und Etosha lässt sich sicherlich die Spitzkoppe einbauen. Das ist fast wie Zelten alleine in der Wildnis.

Auf dem Weg zum Sossusvlei empfiehlt sich ein Stopp bei Solitaire. Kaffee und Kuchen, aber auch einige neugierige Erdhörnchen (ähnlich wie Erdmännchen) und ein paar Oldtimer. Für die Kinder sicherlich etwas Abwechslung ...

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
2'396 Beiträge · seit 201124. Sept. 2016 · #7
Hallo Alexander,

Herzlich willkommen im Forum.
Für Anfänger verfolgt Ihr einen sinnvollen Ansatz: nicht zuviel in zu wenig Zeit. Die 3-Wochen-Tour in Christians Link kann ich auch empfehlen, für Euch dann mit Waterberg am Ende.
Du schreibst: "meine Familie ist eher empfindlich". In welcher Beziehung? Kälte? Nehmt auf jeden Fall eigene, warme Schlafsäcke mit. Sauberkeit? Eventuell hat es in Lodges mehr Getier als in Eurem Zelt (wenn Ihr es immer schön schließt nach dem Rein- und Rausgehen). Persönlich würde ich Euch zu einem Mix raten: Camping (ist für Jugendliche normalerweise ein tolles Erlebnis) und feste Unterkünfte. In Swakopmund auf jeden Fall eine feste Unterkunft (ich kann Euch Veronika's B&B wärmstens empfehlen), da es dort wegen des kalten Atlantiks besonders ungemütlich sein kann. Die Zeltplätze in Etosha sind allerdings riesige Massenunterkünfte (diese Beliebtheit hat natürlich auch ihren Grund, eventuell die 2 letzten Nächte auf dem Campingplatz von Onguma nur kurz außerhalb von Etosha verbringen.

LG aus Puerto de la Cruz,

Karsten
[size =3] Infos NordTZ 22 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/301813-infos-nordtansania-juni-juli-22.html?start=0 RB Kenia 2020 https://www.namibia-forum.ch/forum/156-diverses/299653-kurzer-rb-kenia-sept-2020.html?start=0 Reisebericht Südtanzania 2013 http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/282710-tanzanias-sueden-daumendruecken-hilft-nicht-immer.html Kurzbericht 7 Wochen Nam-Bots 2012 http://www.namibia-forum.ch/forum/16-unterkuenfte/254072-kurzbericht-7-wochen-nam-bots.html Bericht Zimbabwe 1995: ... 30 Tage Gefängnis http://www.namibia-forum.ch/forum/139-off-topic/241529--30-tage-gefaengnis.html Reisebericht 2008: 18 Nights in the Bush - ha-ha-ha http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/263931-18-nights-in-the-bush-ha-ha-ha.html Nordtansania Feb. 2015 - Kein RB http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/285690-tansania-februar-2015-kein-reisebericht.html?limitstart=0&start=12] Walking Safari Zimbabwe 97 https://www.namibia-forum.ch/forum/148-diverses/287052-walking-safari.html?limitstart=0
Themenstarter11 Beiträge · seit 201624. Sept. 2016 · #8
Vielen Dank für die Informationen!
@Karsten: Empfindlich im Sinne von Kälte und Platz beim Schlafen. Camping ist aber grundsätzlich kein Problem und alle empfinden das als lohnenswertes Abenteuer.

Bezüglich Platz: Savanna car hire hat uns einen Hilux mit 2 Dachzelten (1x 1,40mx2,40m und 1x 1,60mx2,40m) gegen Aufpreis angeboten. Wir hoffen, dann bequemer Schlafen zu können. Hat jemand Erfahrungen mit diesen Dachzeltbreiten? Gestaltet sich ggfs. der Auf- und Abbau dann sehr schwierig, weil die beiden Zelte kaum aufs Dach passen? 2x 1,60m breit geht wohl laut Savanna nicht.

Danke für Eure Hilfe!
Alexander
2'396 Beiträge · seit 201124. Sept. 2016 · #9
Hallo Alexander,

Ihr könntet ein Bodenzelt + 2 Matratzen mitnehmen (ziehe ich einem Dachzelt sowieso vor).

LG aus PdlC,

Karsten
[size =3] Infos NordTZ 22 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/301813-infos-nordtansania-juni-juli-22.html?start=0 RB Kenia 2020 https://www.namibia-forum.ch/forum/156-diverses/299653-kurzer-rb-kenia-sept-2020.html?start=0 Reisebericht Südtanzania 2013 http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/282710-tanzanias-sueden-daumendruecken-hilft-nicht-immer.html Kurzbericht 7 Wochen Nam-Bots 2012 http://www.namibia-forum.ch/forum/16-unterkuenfte/254072-kurzbericht-7-wochen-nam-bots.html Bericht Zimbabwe 1995: ... 30 Tage Gefängnis http://www.namibia-forum.ch/forum/139-off-topic/241529--30-tage-gefaengnis.html Reisebericht 2008: 18 Nights in the Bush - ha-ha-ha http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/263931-18-nights-in-the-bush-ha-ha-ha.html Nordtansania Feb. 2015 - Kein RB http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/285690-tansania-februar-2015-kein-reisebericht.html?limitstart=0&start=12] Walking Safari Zimbabwe 97 https://www.namibia-forum.ch/forum/148-diverses/287052-walking-safari.html?limitstart=0
1'042 Beiträge · seit 201624. Sept. 2016 · #10
Bedarra schrieb:Vielen Dank für die Informationen!
@Karsten: Empfindlich im Sinne von Kälte und Platz beim Schlafen. Camping ist aber grundsätzlich kein Problem und alle empfinden das als lohnenswertes Abenteuer.
Hallo Alexander,

gegen Kälte lässt sich ja etwas machen. Ein guter Schlafsack kostet ca. 80€ und damit bist Du bis -7°C schon gut abgesichert. Kälter wird es in Namibia eher selten und selbst dann überlebt man so eine Nacht.
Je Kälter es wird desto weniger Platz braucht man übrigens, das Gegenteil ist der Fall dann sucht man die Nähe... 😛
Richtig kalt habe ich in Namibia nicht erlebt, daher campen wir nächstes Mal auch. In Bolivien war ich glücklich über meinen Schlafsack (selbst in einer Lehmhütte) weil das Wetter völlig am durchdrehen war und die verfügbaren Bettdecken so schwer sind, dass ich immer den Eindruck hatte darunter keine Luft mehr zu bekommen. 😊

Ihr könnt als Alternative ja noch ein Bodenzelt mitnehmen, falls die Dachzelte doch zu klein sein sollten. Vorausgesetzt es traut sich jemand am Boden zu schlafen... 😄

Ihr fahrt auf Eurer Route mindestens zweimal duch den Veterinärszaun. Wegen der Maul und Klauenseuche darf kein Fleisch und keine Milch den Zaun in Nord - Süd Richtung passieren. Die Reifen wurden bei uns beim verlassen des Etosha National Parks auch "desinfiziert", den Kofferraum musste ich auch öffnen und nach einer Kühltasche wurde gefragt...
Insgesamt ist die Kontrolle aber eher harmlos, aber wir waren mit keinem Camper unterwegs, vielleicht kontrolliert man da strenger?

Gruß Markus
7'296 Beiträge · seit 200624. Sept. 2016 · #11
Markus615 schrieb:
gegen Kälte lässt sich ja etwas machen. Ein guter Schlafsack kostet ca. 80€ und damit bist Du bis -7°C schon gut abgesichert. Kälter wird es in Namibia eher selten und selbst dann überlebt man so eine Nacht.

... wenn ich einen guten Schlafsack suche für eine Komforttemperatur von -7 Grad, lande ich bei mindestens 200 Euro.
Und da ich so 'nen Schlafsack auch noch suche, bin ich an Links zu entsprechenden Produkten interessiert. Für 80 Euro kann ich mir so etwas nicht vorstellen, es sei denn, es wiegt drei Kilo oder hat ein Packvolumen jenseits von gut und böse.

Je kälter es wird, desto wichtiger wird die Unterlage. Ein Schlafsack kann zum Boden hin ja so gut wie nicht isolieren, da die wärmespeichernde Luft durch das Körpergewicht herausgepresst wird.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Themenstarter11 Beiträge · seit 201624. Sept. 2016 · #12
Bodenzelt hatten wir schon überlegt. Traut sich irgendwie keiner 😊
Daher die breiten Dachzelte.
Schlafsäcke hätten wir (auch gute). Aber das Fluggepäck ist begrenzt... (daher die Frage nach der Qualität des Equipments von Savanna)
Alexander
7'296 Beiträge · seit 200624. Sept. 2016 · #13
Bedarra schrieb:Bodenzelt hatten wir schon überlegt. Traut sich irgendwie keiner 😊
... fast jedes Tier, dass im Bodenzelt eine Gefahr darstellen könnte, könnte dies auch im Dachzelt.
Von mir vermutete Ausnahmen liste ich hier mal auf: Skorpione, Krokodile, Flusspferde, Büffel, Nashörner. Und Autos, deren Fahrer beim Rangieren auf dem Campground ein Bodenzelt übersehen. Die sind meine größten Bedenken.

Alle anderen Tiere, die am Boden gefährlich werden könnten, könnten dies auch im Dachzelt.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Themenstarter11 Beiträge · seit 201624. Sept. 2016 · #14
Das glaube ich Dir sofort, Wolfgang!
Wenn da nur nicht das Unbehagen im Unterbewusstsein wäre. 😐
Rational hast Du sicher recht.

Kann mich noch an unsere erste Australientour vor mehr als 20 Jahren erinnern. Meine Frau hatte panische Angst. Hinterher war sie ganz relaxt.
Aber Gefühle lassen sich halt schwer steuern.
1'042 Beiträge · seit 201624. Sept. 2016 · #15
BikeAfrica schrieb:
... wenn ich einen guten Schlafsack suche für eine Komforttemperatur von -7 Grad, lande ich bei mindestens 200 Euro.
Und da ich so 'nen Schlafsack auch noch suche, bin ich an Links zu entsprechenden Produkten interessiert. Für 80 Euro kann ich mir so etwas nicht vorstellen, es sei denn, es wiegt drei Kilo oder hat ein Packvolumen jenseits von gut und böse.

Je kälter es wird, desto wichtiger wird die Unterlage. Ein Schlafsack kann zum Boden hin ja so gut wie nicht isolieren, da die wärmespeichernde Luft durch das Körpergewicht herausgepresst wird.
Hallo Wolfgang,

mir reicht es wenn er eine Extremtemperatur von -15°C hat, derzeit gibt es keine Winterschlafsäcke zu kaufen aber zum Winterschlussverkauf bekommt man diese in einigen Läden (ich habe meinem im Breunigerland gekauft) relativ günstig. Das Packvolumen meiner Schlafsäcke ist immer sehr klein und leicht sind die auch, die müssen ja im Flieger mit...

Das mit der Unterlage stimmt, da gibt es aber so leichte selbst aufblasende Matrazen (die zwar nicht super bequem sind weil relativ dünn und leicht) die gut gegenüber dem Boden isolieren. Ob man so etwas in einem Dachzelt benötigt?!? Keine Ahnung, ich habe noch nie in einem Dachzelt geschlafen. In einem Bodenzelt kann das definitiv von Vorteil sein. Ich habe diese selbstaufblasende Matraze (wie man das Ding nennt) ein paar mal benutzt. War relativ teuer das Teil.

Wegen der Gefahr im Bodenzelt:
Tiere die es sicher nicht im Etosha gibt: Krokodile und Flusspferde!
Tiere die in der Regel nicht auf den Camping Platz kommen: Alles was größer ist als ein Schakal oder Honigdachs.
Schakale laufen nachts in Okaukuejo herum und Honigdachse den ganzen Tag und nachts in Halali.
Aber ein Honigdachs kommt überall hin wohin er will und ein Schakal hat kein Interesse an Menschen, läuft halt vorbei im Abstand von 20 cm auf dem Fußweg und ignoriert ein weitestgehend.

Skorpione und Schlangen habe ich in Namibia keine gesehen und ein Skorpion oder eine Schlange
kommt auch in kein geschlossenes Zelt.
Skorpione findet man in den USA jedenfalls immer nur auf Frauentoiletten 😉 :

DSC_0466(5).JPG


Ich habe natürlich keine Ahnung um welchen Skorpion es sich hier handelt, aber ich denke er ist ungefährlich so lange man ihn in Ruhe lässt. Außerdem kommen die Tiere überall hin also auch auf die Toilette, die Dusche die man benutzen will und zur Not auch in jede Lodge. Dann dürfte man gar nicht mehr reisen, wenn man dem aus dem Weg gehen will.

Das Argument Mensch sehe ich ein, der ist unberechenbar, vorallem wenn er hinter dem Steuer eines Kraftfahrzeugs sitzt. Da man aber nachts im Etosha (und wo anders nicht sollte) nirgendwo hin fahren kann und darf, sollte man davon ausgehen, dass es recht wenig Verkehr auf den Campingplätzen zur Schlafenszeit gibt.

Ich würde auch in einem Bodenzelt schlafen, aber da wir nur zu dritt reisen ist das nicht notwendig. Wir haben auch teilweise die Kombination: Ich im (Dach)Zelt, meine Eltern im Zimmer. Das ist ja auch möglich und man spart dann dann wenigstens einmal das teurere Zimmer.

Löwen stellen übrigens gar keine Gefahr dar im Dach- oder Bodenzelt. Aus unbestätigter, unsicherer Quelle weiß ich, dass Löwen niemals durch eine Steinmauer kommen und eine Zeltplane denselben Schutz darstellt... 😄

Gruß Markus
7'296 Beiträge · seit 200624. Sept. 2016 · #16
Markus615 schrieb:
mir reicht es wenn er eine Extremtemperatur von -15°C hat, derzeit gibt es keine Winterschlafsäcke zu kaufen aber zum Winterschlussverkauf bekommt man diese in einigen Läden (ich habe meinem im Breunigerland gekauft) relativ günstig. Das Packvolumen meiner Schlafsäcke ist immer sehr klein und leicht sind die auch, die müssen ja im Flieger mit...
... da sind wir bei unseren unterschiedlichen Auffassungen von guten Schlafsäcken. Diese gibt es nämlich ganzjährig zu kaufen und nach genormten Werten.
Man kann so 'nen billigen Schlafsack kaufen, der angeblich bis x Grad Minustemperaturen aushält. Hast Du bei diesen Werten auch schon mal übernachtet mit dem Teil? Würde mich wundern.
In einem vernünftigen Schlafsack mit dieser Angabe musst Du dazu nichts mehr tragen als 'ne Unterhose und Du schläfst problemlos durch.
Wegen der Gefahr im Bodenzelt:
Tiere die es sicher nicht im Etosha gibt: Krokodile und Flusspferde!
... Büffel seit über 50 Jahren auch nicht mehr in Etosha. Mir ging es generell um Afrika.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
1'042 Beiträge · seit 201624. Sept. 2016 · #17
BikeAfrica schrieb:
Schlafsäcken. Diese gibt es nämlich ganzjährig zu kaufen und nach genormten Werten.
Man kann so 'nen billigen Schlafsack kaufen, der angeblich bis x Grad Minustemperaturen aushält. Hast Du bei diesen Werten auch schon mal übernachtet mit dem Teil? Würde mich wundern.
In einem vernünftigen Schlafsack mit dieser Angabe musst Du dazu nichts mehr tragen als 'ne Unterhose und Du schläfst problemlos durch.
Hallo Wolfgang,

ganzjährig ja, aber reduziert meistens nur im Frühjahr. Das kälteste waren -20°C auf knapp über 4000 m Höhe. Vermutlich durch die dünne Luft habe ich die Kälte gar nicht so wahr genommen... 😉
Sonst habe ich schon häufig übernachtet mit dem Teil, meistens waren die Temperaturen aber eher so, dass mir zu warm war, also knapp über 0 °C.
Wieso Unterhose? Ich bevorzuge einen weiten, bequemen Schlafanzug. Zur Not könnte man auch die Funktionsbekleidung an lassen, aber da muss es dann deutlich kälter als -20°C werden, weil sonst geht man am Hitzestau kaputt. Wenn mir kalt ist, dann bekomme ich garantiert Fieber (über den Punkt bin ich leider im Moment gerade raus)...

Du musst doch den Schlafsack so aussuchen, dass Du darin auch schlafen kannst und nicht irgendwann schwitzend aufwachst und nur noch aus dem Schlafsack raus willst.

Gruß Markus
7'296 Beiträge · seit 200624. Sept. 2016 · #18
Hallo Markus,

als Radfahrer oder Rucksackreisender habe ich keinen Schlafanzug dabei und schlafe in der Unterhose. Somit lassen sich die Schlafsäcke auch direkt vergleichen, weil es keine weitere Kleidungsschicht gibt, die das Temperaturempfinden beeinflusst.

Ich habe nur noch einen Schlafsack, dessen Extrembereich bis knapp unter null Grad reicht. Da wird es aber auch wirklich extrem ungemütlich und ich bin nicht kälteempfindlich. Bis -10 Grad stehe ich morgens im T-Shirt am Auto und kratze die Scheiben frei.

Da ich selbst einen Schlafsack suche, der auch mal -10 Grad ermöglicht, bin ich bei der Suche bei Firmen wie Cumulus angelangt. Da bezahle ich für einen solchen Schlafsack 200 Euro und mehr. Mehr als 4-6 Liter Volumen und 1,5 kg sollte das Teil nicht haben.

Wenn Du jetzt sagst, Deiner hat 80 Euro gekostet und Du hast damit schon bei -20 Grad übernachtet, wäre ich einfach an Marke und Modell bzw. Link interessiert.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Themenstarter11 Beiträge · seit 201624. Sept. 2016 · #19
Danke für die ausführlichen Infos.
Wie gesagt, gute Schlafsäcke hätten wir, wollten aber aus Gepäckvolumen und -gewichtgründen eigentlich das Equipment von Savanna nehmen (wenn möglich?).

Bodenzelt ist eher ein emotionales Thema als ein rationales. Ist mir grundsätzlich auch klar.

Hat denn jemand im Forum Erfahrung mit 1,40 oder 1,60 breiten Dachzelten (2 auf einem Dach)?
Wahrscheinlich müssen wir uns einfach nur entscheiden und egal wie; wir werden damit klarkommen...
Sollte jemand klare Empfehlungen haben sind wir aber sehr dankbar!

Gruß,
Alexander
22 Beiträge · seit 201525. Sept. 2016 · #20
Bedarra schrieb:



3. Unsere Tochter (12) ist begeisterte Reiterin, der Rest der familie überhaupt nicht. Viele Farmen bieten auch längere Ausritte an, die unsere Tochter unbedingt mitmachen möchte. Gibt es Farmen, die ggfs. auch Kinder auf die Safaris ohne die Eltern mitnehmen würden (oder ist das evtl.ein no go)?

Wenn deine Tochter reiten möchte kann ich die "Bagatelle Kalahari Game Ranch" empfehlen. Liegt in der Nähe von Mariental und ist von Windhuk aus in ca. 2-3 Stunden (soweit ich mich erinnere) zu erreichen. Ich reite zwar selbst nicht und hab keine Ahnung, aber ich hab gesehen, dass bei den Ausritten auch kleine Kinder auf den Pferden saßen. Was uns dort sehr gut gefallen hat ist, dass die Stalltüren jeden Abend geöffnet werden und die Tiere sich die ganze Nacht auf dem riesigen Farmgelände aufhalten. Zum Morgengrauen kam die ganze Herde dann wieder angaloppiert! Im offenen Restaurant und Poolbereich der Lodge tummeln sich auch viele andere Tiere herum, da kanns schon mal passieren, dass der Springbock Skunky plötzlich beim Frühstück neben einem steht... Oder ein riesiges Eland eine Runde um den Pool spaziert...

Liebe Grüße, Sabrina

Liebe Grüße, Sabrina