Kakaoveld usw. im Januar - was ist sinnvoll?

12 Antworten · 2'056 Aufrufe · gestartet 19. Aug. 2016 von industriegigant
Antworten
Themenstarter23 Beiträge · seit 201619. Aug. 2016 · #1
Hallo,

im Januar fahren wir 4 Wochen durch Namibia. Toyota Hilux mit Offroadreifen usw, 2 Ersatzreifen, Dachzelt, T4A Navi, alles (hoffentlich) vom Allerfeinsten. Wir sind zum ersten Mal da, wollen aber definitiv zumindest teilweise "off the beaten path" herumfahren.

Nun ist ja im Januar Regenzeit, und ich frage mich bei der einen oder anderen Sache, ob ich sie mit einbauen soll oder nicht. Zum Beispiel würde ich eigentlich nicht ungern durch das Kakaoveld, so auch nach Purros. Dann will ich hoch über D3705 oder C43 nach Opuwo und dann zu den Epupafällen. Dann würde ich ebenfalls nicht ungern oben am Fluss Kunene lang in Richtung Osten auf der D3700 (was vermutlich das Allerschwerste sein wird, habs eigentlich eher schon aus der Planung genommen, aber wer weiss...).

Wir sind mit einem Auto unterwegs. Eine gewisse 4x4 Erfahrung ist vorhanden, vorwiegend allerdings aus anderen Gegenden dieser schönen Welt.

Hat jemand Erfahrung mit der Gegend mitten in der Regenzeit? Kann man das fahren?

Danke.
857 Beiträge · seit 201419. Aug. 2016 · #2
Hallo,

blöd, aber: Es kommt aufs Wetter an 😉 Die D3700 kann natürlich frei sein, aber mein Vater ist vor 20 Jahren da mal schön abgesoffen - Strasse überschwemmt, seitlich ausgewichen (auch Wasser), und irgendwann kam ein Hippo-Pool - die komplette Motorhaube des G war unter Wasser.. durch ein zweites Fahrzeug in der Gruppe gings glimpflich aus, aber ich würds nicht planen. Sollte es wieder erwarten trocken sein, kannst es ja probieren.
Ich überlege auch, ob ich bei Purros rumfahre, und halte mir eben offen, wie ich fahre. Die letzten Jahre waren es einige kräftige Rivierabgänge, da kannst dann einige Tage warten mit Pech..
Gruß
Alexander
Themenstarter23 Beiträge · seit 201619. Aug. 2016 · #3
Alex_Muc schrieb:Die letzten Jahre waren es einige kräftige Rivierabgänge, da kannst dann einige Tage warten mit Pech..
Danke!

Aber was ist bitte ein Rivierabgang...? Habs gegoogelt aber find nix Gescheites. Oder ist da irgendwo ein Buchstabe zu viel?

Du meinst aber vermutlich dass das Risiko besteht dass man rein, aber nicht mehr raus kommt richtig? Das wäre in der Tat unangenehm. Gibt es vor Ort eine Möglichkeit irgendwie zu prognostizieren wie wahrscheinlich solche "Rivierabgänge" (was auch immer das genau ist... 😊 ) sind?
16,9k Beiträge · seit 201219. Aug. 2016 · #4
Heute schon die Suchfunktion genutzt? 🤪

zuletzt bearbeitet 12. Aug. 2026
890 Beiträge · seit 201619. Aug. 2016 · #5
Hallo Industriegigant - du musst ja ein Imperium haben....

mit den Reifen kommst du überall hin....was heißt bei dir "gewisse 4x4 Erfahrung"?

Du solltest nur aufpassen, dass du dein Auto bei einem Revierabgang nicht 100 km weiter flussabwärts suchen musst...

Ich hoffen nur, dass du deine Reise durchs Kaokoveld nicht genau so "locker" angehst wie deine Fragestellung.

Sorry, wenn ich bissl ironisch antworte - so bin ich nun mal...

Gruß
zuletzt bearbeitet 19. Aug. 2016
4'129 Beiträge · seit 200819. Aug. 2016 · #6
Sobald es dort regnet (und du musst das gar nicht sehen, weil es woanders, viele Kilometer weg in den Bergen regnet...) können die Flüsse plötzlich Wasser führen und dein Weg ist versperrt.
- und wenn ein Fluss (im namibischen/afrikaansen "Rivier" - engl. einfach "river" 😉
abgeht, dann rauscht es mitunter richtig und überraschend!

Also:
- Immer genug Zeit für die Umkehr oder einen längeren Zwangs-Aufenthalt einplanen
- Nie im Flussbett campen! (auch Purros C wäre für mich in der Regenzeit keine Option.)
- Auf der D 3705 kommst du nicht mal eben nach Opuwo. Den Robbies Pass wirst du nicht mögen und dein Vermieter auch nicht 😗 . Nimm die C43.
- Des Öfteren fällt die Regenzeit ganz aus. Aber in diesem Jahr allerdings war es unglaublich viel, was da runterkam.
- Man weißt das in den Wüsten nie. Also versuch es, habe aber Plan B dabei!

grüße
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 19. Aug. 2016
Themenstarter23 Beiträge · seit 201619. Aug. 2016 · #7
Logi schrieb:
Hallo,

hast Du mal Deinen Mietvertrag dahingehend abgeklopft ob off-road-fahren überhaupt erlaubt ist?

LG
Logi
Hab ich gesagt ich fahr offroad? Ich hab gesagt ich fahr D3705, C43, D3700. Und die darf ich definitiv. 🙂
4'129 Beiträge · seit 200819. Aug. 2016 · #8
ich glaub du hast von der D3705 keine realistische Vorstellung - und der Robbies Pass ist höchstwahrscheinlich nicht incl. 😄

ebenso war schon bei einigen Vermietern der westl. Teil der D3700 ausgeschlossen, - nun, da sie überwiegend neu gebastelt ist, wird das sicher anderes beurteilt.
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 19. Aug. 2016
857 Beiträge · seit 201419. Aug. 2016 · #9
Hallo,
die andern haben es schon geschrieben: Rivierabgang = Trockenfluss plötzlich nicht mehr trocken (wirklich plötzlich: Ich war einmal mit dem Farmer auf einer Farm, Sonne, NEBEN dem Flußbett gestanden, plötzlich ein Brummeln, 20-30 Sekunden später ein Donnern, und dann kam eine 1-1,5 Meter hohe Sand/Wasser/Gerölllawine im Fluß an. Sowas schiebt dann auch mal die Erddämme der Farmer weg, die ein paar Meter dick aufgeschoben sind. Zeitlich hast Du im Flußbett keine Chance, wenn Du campst, wenn Du feststeckst, auch nicht).
C-Strassen solltest Du fahren dürfen, aber alles andre ist in den sehr kleinen Texten der Verträge teilweise ausgeschlossen. Also informier Dich.
Lilytrotter hat es richtig geschrieben: Planen (Plan A,B,C), Geduld, Vorsicht, Zeit haben.
Wenn der Fluß gelaufen ist, kann er unpassierbar sein, für Stunden oder Tage: Wasser.. einfach zu sehen. Tiefer Schlamm/Sand: Merkst Du teilweise erst, wenn Du drin steckst bis zum Bodenblech.
Wann / Wie bekommst Du es raus: Frag in Palmwag/anderen Örtlichkeiten, wie gut es aussieht auf den Pads/Strassen. Ob es / Wo es flußaufwärts viel geregnet hat. Ist aber auch keine Garantie, manchmal ist da im Norden auch einfach eine Strasse mal für 20 Meter weggespült, wenn Du der Erste da bist, musst halt selber gute Augen haben..
Gruß
Alex
Gruß
Alex
Themenstarter23 Beiträge · seit 201619. Aug. 2016 · #10
lilytrotter schrieb:Sobald es dort regnet (und du musst das gar nicht sehen, weil es woanders, viele Kilometer weg in den Bergen regnet...) können die Flüsse plötzlich Wasser führen und dein Weg ist versperrt.
- und wenn ein Fluss (im namibischen/afrikaansen "Rivier" - engl. einfach "river" 😉
abgeht, dann rauscht es mitunter richtig und überraschend!

Also:
- Immer genug Zeit für die Umkehr oder einen längeren Zwangs-Aufenthalt einplanen
- Nie im Flussbett campen! (auch Purros C wäre für mich in der Regenzeit keine Option.)
- Auf der D 3705 kommst du nicht mal eben nach Opuwo. Den Robbies Pass wirst du nicht mögen und dein Vermieter auch nicht 😗 . Nimm die C43.
- Des Öfteren fällt die Regenzeit ganz aus. Aber in diesem Jahr allerdings war es unglaublich viel, was da runterkam.
- Man weißt das in den Wüsten nie. Also versuch es, habe aber Plan B dabei!

grüße
Vielen Dank! OK ein Rivierabgang ist also eine richtig fette Sturzflut / Flash Flood, jetzt hab ichs begriffen.

Robbies Passs habe ich jetzt mal gegoogelt und Bilder gesehen. Ich würde sagen ja, sowas bin ich mehr oder weniger auch schonmal gefahren, allerdings nicht wirklich sehr gerne (eher versehentlich reingeraten...) und mit kleineren Autos. Also C43... 😗

Liegt das Purros Camp denn tatsächlich in einem Flussbett...? 🙁
99 Beiträge · seit 201605. Sept. 2016 · #11
Die D3700 ist jetzt teilweise hergerichtet / graded, aber nur ab Epupa ca 35 km weit, so daß man auch in der Trockenzeit das Fahrzeug im Schlammloch versenken kann, so wie ich vor vier Wochen 😉. Es gab da die hilfsbereiten Bauarbeiter, die einen wieder rauszogen...
236 Beiträge · seit 201006. Sept. 2016 · #12
Hallo,
das Purros Camp ist neben einem Flussbett aber wenn das Rivier fließt kommt man halt nicht drüber.

Gruß Albrecht
4'129 Beiträge · seit 200806. Sept. 2016 · #13
albrechtj123 schrieb:
das Purros Camp ist neben einem Flussbett aber...
Das ist falsch.

Die Puros Campsite befindet sich im westlichen Randbereich des Hoarusib- Flussbettes, aber noch IM Flussbett des Hoarusib und war in der letzten Regenzeit komplett überschwemmt (mit den entsprechenden Schäden, die jetzt kaum noch sichtbar sind). Das Wasser stand kniehoch in der Rezeption.

Man unterscheidet zwischen Flussbett und Wash (Fließrinne)
die Campsites liegen nicht im Wash, - das ist richtig
aber wenn der Hoarusib viel Wasser führt, dann fließt er nicht nur im Wash sondern mitunter gewaltig in ganzer Breite.

Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 06. Sept. 2016