Flash2010Themenstarter1'425 Beiträge · seit 201514. Juli 2016 · #21
Hallo Hanne, vielen Dank für deinen lieben Kommentar! genau, es sind auch die kleinen Dinge, auf die wir uns jedes Jahr so freuen. Wir haben uns einfach hochgradig mit dem Namibia-Virus infiziert und sind sehr dankbar, das echt Namibia so erleben zu dürfen und nicht den Fehler gemacht zu haben, beim ersten mal eine Hummeldumm-Tour zu buchen.
Und kaum zu Hause, schon wieder in den Planungen fürs nächste mal zu stecken, das ist das einzige, was einen danach so antreibt und wieder zu Hause ankommen lässt. Du siehst, es könnten bei uns auch locker 20 Jahre werden, mal schauen was die Zukunft so bringt 🙂
Flash2010Themenstarter1'425 Beiträge · seit 201515. Juli 2016 · #22
Freitag, 10. Juni 2016 - die volle Dröhnung Etosha beginnt 🙂
Wir ließen uns an diesem Morgen viel Zeit und frühstückten ganz in Ruhe. Um 9:45 Uhr verabschiedeten wir uns von den Angestellten und sagten auf Wiedersehen, "See you next year" 🙂
Um 10 Uhr fuhren wir durchs Anderson Gate und wollten direkt schauen, ob sich die Löwenmänner vom Vortag noch bei Ombika aufhielten. Leider war dem nicht so und wir fuhren ohne weitere Stopps nach Okaukuejo. Da wir ein ortsansässiges Auto fuhren, wurden wir dort erstmal von Einheimischen um Rat gefragt 😄 Sie wollten durch die Etosha ins Ovamboland und wir erklärten ihnen, dass sie länger nach Namutoni brauchen würden, als sie sich vorgestellt hatten. Wir legten ihnen nahe, sich zumindest eine Karte zu kaufen. Da ich unbedingt schnell weiterfahren wollte, ging ich irgendwann einfach, da sie langsam unverschämt wurden und wollten, dass wir ihnen unsere Karte schenken. Ich zahlte gerade unseren Eintritt und horchte auf, als einer der zurückgekehrten Guides erwähnte, dass sich Löwen bei Nebrowni aufhielten. Also nichts wie los! "Ab ans Russenloch, Löwen!!!" Mit diesen Worten ging ich auf Petra zu und wir sprangen schnell ins Auto. Anmerkung: Wir nennen Nebrowni so, weil wir am Anfang den Namen mal wörtlich ausgesprochen haben, also nicht mit Englischem Akzent und das hat sich dann eben russisch angehört 😄 Seit dem war es das Russenwasserloch, mittlerweile ist es nur noch Russenloch. Immerhin kann Petra sich die Stelle so besser merken 😄
Bei Nebrowni angekommen waren die beiden Löwinnen tatsächlich noch dort und lagen in der Sonne. Leider waren viele Autos im Wendekreis und wir mussten uns erstmal unseren Platz suchen. Ein Paar mit einer spanischen Flagge am Auto machte uns freundlicherweise Platz, da sie weiterfahren wollten und wir hatten nun die Löwinnen in voller Breitseite.
Nach 10 oder 15 Minuten erhob sich eine der beiden und setzte auf einmal zur Jagd an 🤩 Hier würden wir erstmal bleiben! Man sah ihnen an, dass sie großen Hunger gehabt haben müssen, sie waren nicht gerade wohlgenährt.
Es war leider nur ein kleiner Versuch, der nicht sehr erfolgsversprechend aussah. Irgendwann zogen sie sich immer mehr zurück, aber wir beobachteten immer wieder eine leichte Angriffshaltung.
Irgendwann kam ein Touriauto angefahren und fuhr komplett über die Begrenzung des Wendehammers, sodass er uns die komplette Sicht versperrte. Wir gaben ihm zu verstehen, dass das ganz und gar nicht höflich war, aber das interessierte ihn recht wenig. Dann wandten wir unseren Blick eben zu dem Elefanten, der inmitten von Springböcken ein erfrishendes Bad nahm.
Das Touriauto fuhr irgendwann weiter, aber die Löwinnen waren nur noch sehr schwerlich zu erkennen, also beschlossen wir weiterzufahren. Wir hatten immerhin noch einen verhältnismäßig langen Weg nach Halali - es war mittlerweile fast 13 Uhr und die Sonne brannte. Unterwegs machten wir den kleinen Schlenker über Sueda und Salvadora, wo noch Wasser vorzufinden war. Ich meine mich dunkel zu erinnern, dass mindestens eine der Quellen letztes Jahr im Juni vertrocknet waren, bin mir aber nicht sicher.. Unterwegs trafen wir die "üblichen Verdächtigen" und einen mächtigen Elefantenbullen zwischen den Bäumen (kein schönes Fotomotiv).
Ich musste so lachen, wie toll die werdenden Mamis da standen und wahrscheinlich gemeinsam darauf warteten, dass ihre Fohlen endlich auf die Welt kommen 😘
Der wohl fotogenste und am meisten abgelichtete Baum der ganzen Etosha 😄
Wir waren froh, endlich bei Rietfontein angekommen zu sein, wo gerade ein Rhino sein Schlammbad genoss.
Wie aus dem Nichts kamen schräg hinter uns auf einmal Elefanten. Viele Elefanten! Zwei Herden liefen freudig als Wasser und der Anblick der mindestens 50 Tiere war richtig toll.
Wir beschlossen dennoch, weiter zu fahren, denn wir wollten lieber in Halali ein paar gemütliche Stunden am Wasserloch verbringen. Beim Losfahren waren wir aber sehr aufmerksam, denn meistens folgt nach der großen Herde noch der ein oder andere Nachzügler. Und so war es auch, denn von links überquerten zwei von ihnen die Straße Richtung Wasserloch.
Und endlich mal ein Sekretär, den wir halbwegs gut vor die Linse bekamen 🙂
Zwar mit viel Zoom, aber der Größenvergleich ist einfach toll
Dann ging es ohne Stopp weiter nach Halali - schnell eingecheckt, eingekauft und ab aufs Zimmer.
Wir packten schnell aus und genehmigten uns ein kühles Savanna bzw. Windhoeker. (Kann mir hier eigentlich jemand den Unterschied vom hellen zum dunklen Savanna erklären? Geschmacklich meinte ich keinen Unterschied zu erkennen..) Da wir kein Abendessen in den Camps wollten, kauften wir uns im Shop in Halali diese Knatschbrötchen, wofür wir Butter und Käse eingepackt hatten, und dazu noch Gamesalamis.
Plötzlich war es bereits 16:30 Uhr und wir begaben uns ans Moringa Wasserloch, wo auch schon ein Rhino auf uns wartete. Dem folgte eine Herde Elefanten zum Sundowner und danach war erstmal nicht viel los.
Es dauerte eine Weile, aber dann tauchte in der Dunkelheit plötzlich eine Tüpfelhyäne auf. Es folgten weitere und etwas später noch eine Einzelne, die in ständiger Begleitung eines Schakals war. Was eine nette Beobachtung 🙂 ...Leider kein gutes Bild entstanden.
Irgendwann konnte man ein Rhino in den Büschen erahnen und als ich es erblickte brach es freudestrahlend aus mir heraus: "Da ist er wieder!!!" Es war der junge Bulle ohne Ohren, mit halbem Schwanz und deformiertem linken Hinterbein. Wir freuten uns riesig, ihn wieder zu sehen und tauften ihn Smithi. Irgendwann gesellte sich eine Kuh dazu und es schien, als würden sie sich sehr gut verstehen. Man sieht ihn sehr oft mit Kühen agieren, scheint als wäre er ein kleiner Womanizer 😄
Immer wieder hörten wir rundherum Hyänen, aber es ließen sich nur ganz kurz links in den Büschen welche blicken, denn die nächste Elefantenherde war schon im Anmarsch. Wir hielten es bis ca. 21 Uhr aus und fielen dann erschöpft in die Betten. Den Wecker stellten wir auf 5:15 Uhr.
Netti59847 Beiträge · seit 201516. Juli 2016 · #24
Hallo Laura,
toller Tag im Etosha, die werdenen Zebra Mama´s sind ja göttlich 🤩 Überhaupt gefallen mir die Pyjamaträger extrem gut, auch das Bild mit den "eins von vorn und eins von hinten" Zebras, toll getroffen 🙂 Den Elis könnte ich stundenlang zuschauen. Dazu noch Löwen und soviel mehr. 🤩
Berg-Eule2'060 Beiträge · seit 201316. Juli 2016 · #25
Laura, ich will nicht nur zum x-ten Mal deine tollen Bilder loben... 😁
Mit dem Russenloch könntet ihr sogar recht haben, mir ist auch schon der nicht englische Klang des Namens aufgefallen. Tante Google spuckt nicht viel aus, aber es gibt eine "acacia nebrowni" sowie " gibbaeum nebrowni", also ist das vermutlich ein Naturforscher o. ä., und der könnte durchaus dem Namen nach russischstämmig sein.
Weißt du übrigens, was für ein Glück du hast, diese Erlebnisse mit deiner Mutter teilen zu können? So eine offene, neugierige (im positiven Sinn), lebensfrohe Frau, die mit dir reist und sich mit dir über alles freuen kann --- weder mit meiner Mutter noch mit meiner Schwiegermutter könnte/möchte ich nach Afrika oder sonst in einen Urlaub! Beneidenswert!
Liebe Grüße von Gabriele
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Jeder Augenblick ist von unendlichem Wert. (Seneca)
Flash2010Themenstarter1'425 Beiträge · seit 201516. Juli 2016 · #26
Liebe Netti, vielen Dank, es folgen noch mindestens genauso tolle Tage 🙂 ich finde auch, man kann Zebras so vielseitig knipsen! Vor allem haben wir ja eine Schwäche für Zebrahintern 😄
Liebe Berg-Eule, die Guides sprechen es in Englisch aus, also den Mittelteil so wie Brownies (die man backen kann) 😄 Und ja, wir wissen jedes einzelne Erlebnis zu schätzen. Meine Mutter war 1989 in Tansania, ein Jahr später kam ich auf die Welt und sie wollte mir schon immer mal Afrika zeigen. Und seit meinem Auszug vor 5 Jahren sind wir beste Freundinnen und die Urlaube schweißen uns noch mehr zusammen 😘
Flash2010Themenstarter1'425 Beiträge · seit 201516. Juli 2016 · #27
Samstag 11. Juni 2016 Weiter gehts 🙂
Petra stand wie jeden Morgen vor mir auf und weckte mich diesmal sehr "sanft" mit der grellen Deckenleuchte 😄 Gaaaanz ruhig bleiben, ein toller Tag steht in den Startlöchern 🙂
Wir machten uns fertig und gingen ins Restaurant für ein rasches Frühstück. Hier gab es einen leckeren Obstsalat und noch Obst-Proviant für ein zweites Frühstück am Wasserloch. Um Punkt 6:23 Uhr verließen wir Halali in Richtung Goas und Noniams. Auf dem Weg dorthin überholten uns viele Autos, die anscheinend schneller als wir zu den Wasserlöchern wollten und mit mindestens 70 km/h über die Pad rasten, wo an jeder Ecke ein Tier hätte stehen können zu dieser Zeit. Ich meine mich sogar zu erinnern, dass dort irgendwo ein Schild mit 40 km/h stand?! Wenn nicht, korrigiert mich ruhig.. Jedenfalls war es extrem beschwerlich, gegen die Sonne zu fahren, auf Tiere zu achten und dann auch noch die ganzen Staubwolken abzubekommen, nur weil man sich an die Regeln hielt 😠
Wir steuerten Goas an, wo aber weit und breit noch kein Wild zu sehen war und beschlossen, zu Noniams zu fahren, das aber leider ausgetrocknet war. Also zurück zu Goas. Dort fuhren wir bis hinten, dass uns die Sonne nicht blendet, allerdings war der kurze Weg dorthin extrem schlecht und ich musste meiner Mutter sehr gut zureden. Da wir dort allerdings umgeben waren von Elefantendung, hielten wir es für eine bessere Idee, doch wieder nach vorn zu fahren, denn ein wirklicher Elefantenpfad war nicht zu erkennen und wir wollten nichts riskieren.
Dort verharrten wir einige Stunden und es sammelten sich immer mehr Zebras und Impalas am Wasser. Zwischendurch kamen noch eine Riesentrappe, zwei Giraffen, Kudus, Gnus und Oryx dazu. Wir hörten immer wieder uns noch unbekannte Laute, die sich dann aber als der Brunftruf der Impalaböcke herausstellte 😄
Dieser hübsche Puschel ist uns auch erst dieses Jahr aufgefallen 😄
Unsere Regel lautet: Wenn ein Tier ganz nah steht, egal welches, anhalten und porträtieren 🙂
Nach guten 3 Stunden fuhren wir zurück ins Camp für eine Pippipause und noch einen kleinen Einkauf im Shop.
.............Vorsicht - folgender Inhalt ist nicht jugendfrei ............. 😄
Um 12:30 Uhr brachen wir erneut auf, um Rietfontein anzusteuern und hofften auf die Leopardin, die dort öfter gesichtet wird. Soweit kam es aber gar nicht erst, denn nach ca. 500 Metern Hauptstraße sahen wir einige Autos am Rand halten und entdeckten sofort die Löwen 🤩
Auf den ersten Blick dachten wir, es sei ein Löwenmann mit einem Springbockriss. Aber nach genauerer Betrachtung stellte sich heraus, es ist ein Löwenpaar 🤩 Das Männchen war ausgesprochen stattlich und wies eine üppige Mähne auf, was man in der Etosha ja eher selten sieht. Innerhalb einer Stunde paarten sie sich um die zehn mal und wir beobachteten und filmten das Schauspiel mit großem Erstaunen. Wir beschlossen, hier zu verweilen und schlugen uns Rietfontein für diesen Tag schnell aus dem Kopf, in der Hoffnung, sie würden sich irgendwann in unsere Richtung begeben.
Wir verharrten zwei Stunden in der prallen Sonne und dunkelten das Auto um uns herum immer mehr ab. Leider blieb es beim immer selben Deckakt und irgendwann hielten wir es nicht mehr aus und drehten schweren Herzens wieder Richtung Camp.
So haben wir uns vor der Sonne geschützt 😄 zum Glück gibt es abnehmbare Hosenbeine und wir hatten noch die Jacken dabei 😄 Zwischenzeitlich standen wir alleine dort und die Leute, die die Löwen nicht gleich entdeckten, weil sie flach im Gras lagen, hätten uns wahrscheinlich gerne gefragt, was wir sehen 😄 Aber man sah ja noch nicht mal wirklich uns beide im Auto, weil alles dicht war. Es war wirklich zum Kaputtlachen 🤩 Wie gut, dass wir den gleichen Humor teilen!
Die kühle Dusche war nach diesem Erlebnis ein wahrer Segen 🙂
An diesem Abend lief im Abendprogramm am Wasserloch eine Art Wiederholung vom Vorabend und wir hielten es diesmal noch nicht mal bis 20 Uhr aus. Unsere Augen waren einfach zu müde vom ganzen Peilen über den Tag 😁
Flash2010Themenstarter1'425 Beiträge · seit 201517. Juli 2016 · #28
Sonntag, 12. Juni 2016
Heute standen wir natürlich wieder sehr früh auf. Nach einem Rekordfrühstück und raschem Check-Out fuhren wir Richtung Rietfontein.
Ganz unerwartet begegnete uns auf der Hauptpad aber eine junge Hyäne und wir hielten sofort an, in der Hoffnung, ein paar Bilder im schönen Morgenlicht schießen zu können.
Allerdings war sie nicht sehr fotogen und hatte vermutlich einfach ein wenig Angst vor unserem Auto. Plötzlich entdeckten wir ihre drei Clanmitglieder und waren super happy über diese tolle Hyänensichtung. Wir knipsen schöne Bilder und drehten tolle Videos, bis sie irgendwann in der Grassavanne verschwanden.
Kurz vor Rietfontein auf einmal Elefantenalarm von rechts, frontal in unsere Richtung - standen wir nämlich gerade zwischen Wald und Wasserloch. Schnell setzten wir zurück, um einen respektvollen Abstand zu wahren, als Petra voller Entsetzen feststellte, dass eine weitere Herde in unsere Richtung unterwegs war. Ich musste sie schnell beruhigen und blieb selbst zum Glück ruhig und konnte noch klar denken. Wir schafften es, nach der ersten Herde weiterzufahren, bevor kurz darauf die Zweite die Pad passierte. Petra war fertig mit den Nerven und musste erstmal beim schönen Anblick der trinkenden Elefanten runterkommen.
Wir machten uns dann auf nach Okaukuejo ohne große Zwischenstopps. Außer für ein paar schöne Bilder 🙂
Und endlich mal ein gutes Foto einer Riesentrappe 🙂
Im Camp angekommen wurden wir sehr freundlich begrüßt und unser Zimmer war sogar schon bezugsbereit. Wir bekamen diesmal ein Waterhole Chalet ganz hinten (Nr. 28) und hatten dadurch mal einen ganz anderen Blickwinkel zum Wasserloch. Wir entspannten ein wenig auf unserer Terrasse und lernten unsere Nachbarn kennen, die ebenfalls an diesem Tag angereist waren aus Südafrika. Sie waren das erste Mal in der Etosha und fragten uns, ob man hier im Camp am Wasserloch wohl Elefanten sehen würde. Nachdem sie uns verrieten, sie würden 4 Nächte bleiben, versprach ich ihnen sogar, dass sie welche sehen würden.
Gegen 14:30 Uhr machten wir uns auf den Weg zum Russenloch zum Sundowner und sahen kurz vorher noch Löwen unter einem Busch aus einiger Entfernung. Da wir aber schon ein paar Löwensichtungen hatten, beschlossen wir weiter zu fahren, da sie viel zu weit weg waren.
Am Russenloch befanden sich unzählige Autos und irgendwann waren wir eingeparkt. Ein Auto hupte plötzlich - anscheinend um den sich langsam nähernden Elefanten etwas zu beschleunigen. Als er näher kam hupten sie erneut und alle Anwesenden waren stinksauer 😠 Der große Bulle war zum Glück ganz ruhig und löschte seinen Durst.
Als er fertig war, drehte er sich in unsere Richtung, fixierte uns und wedelte kurz mit dem Kopf. Ich beobachtete den Guide hinter uns (der uns eingeparkt hatte), der für einen kurzen Moment bereit war, sofort wegzufahren und ich meinte zu meiner Mutter nur "Halt dich bereit, den Motor anzulassen". Aber wir hätten ja nicht weg gekonnt, weil man uns den Rückweg blockierte. In diesen Sekunden hatte sogar ich mächtig Schiss, bis ich merkte, dass er seinen normalen Pfad benutzte und dieser eben an den Autos vorbei führte. Er war ca. 7 Meter von uns entfernt. Als er an uns vorbei war musste ich Petra die Hand halten um sie zu beruhigen, sie zitterte am ganzen Körper.
Dieses Auto hatte vorher gehupt.... 😠
Das wird uns nie wieder passieren, dass wir uns dermaßen zuparken lassen. Dann lieber weiter hinten stehen und eben keinen so freien Blick haben...
Wieder in unserem Chalet angekommen zischten wir erstmal jeder zwei Savannas und genossen unser Abendessen, während wir mit Blick aufs Wasserloch Elefanten und Giraffen beobachteten. Es war ein sehr schöner Abend und das Wasserloch war gut besucht.
Der Kleiderschrank wurde zweckentfremdet, da der Platz in den Waterhole Chalets ja sehr begrenzt ist 😄
Flash2010Themenstarter1'425 Beiträge · seit 201517. Juli 2016 · #29
Sonntag, 12. Juni 2016 Löwen satt 🤩
Wieder hieß es früh aufstehen und ein Rekordfrühstück zu uns nehmen, denn es ging nach Okondeka ins Löwengebiet. Wir fuhren mit keiner großen Erwartungshaltung los, aber je näher wir Okondeka kamen, desto spannender wurde es. Überall sah man Knochen und Skelette und direkt neben der Straße einen Giraffenkadaver, der nur noch aus Haut und Knochen bestand.
Am Wasserloch angekommen herrschte gähnende Leere, aber ein Stück weiter hinter dem Hügel stand ein Auto. Nichts wie hin! Und wir wurden belohnt: drei Löwinnen lagen im Gras ein Stück weiter der Pad 🤩 Bevor wir großartig anfangen konnten Fotos zu schießen, erhoben sie sich alle drei und trotteten Richtung Pad. Wir fuhren ein Stück weiter und sie ließen sich überhaupt nicht von uns und dem anderen Auto stören. Wir hatten den puren Adrenalin im Blut und bei einer hektischen Bewegung verdrehte ich mir auch noch sehr unglücklich meinen Fuß 😣
Naaaa - wo schauen sie denn hin?! 😗 Wir erkannten in der Ferne noch drei Autos, dachten aber die ganze Zeit, dort wären noch zwei Löwinnen, aber dann erkannten wir ihn 🤩 Ein stattlicher Löwenmann in seinen wohl besten Jahren! Er war in unsere Richtung unterwegs und wir fuhren ihm mit den Löwinnen zusammen ein Stück entgegen.
Er begrüßte die drei Löwinnen nacheinander so herzlich, dass man denken musste "es sind eben auch nur große Schmuskatzen". Leider durch die Frontscheibe fotografiert.
Ein wundervolles Erlebnis, das man kaum in Wort fassen kann! Und was zu erwähnen ist: Dieser Löwenmann wies eine für Etosha sehr untypisch üppige, dunkle Mähne auf und war ausgesprochen hübsch. Wir tauften ihn Simba. Als die drei Löwinnen langsam in der Steppe verschwanden, entschlossen wir uns, zurück ans Wasser zu fahren und Simba vielleicht noch beim Trinken beobachten zu können. Und genau so kam es auch. Er tauchte irgendwann hinter uns auf der Anhöhe auf, überquerte die Pad und begab sich Richtung Wasser. Wir konnten tolle Videos von ihm aufnehmen und das Schöne war auch, dass wir nur noch mit zwei anderen Autos dort standen.
Diese fuhren auch bald weiter und Simba war kaum noch zu sehen. Dann kamen auf einmal die (sorry) Idioten angefahren, die am Vortag am Russenloch gehupt und sich kaputt gelacht hatten und wir freuten uns schon ein wenig, dass sie ihn nur noch als kleinen Punkt am Horizont erkennen konnten.
Irgendwann begaben wir uns auf den Rückweg und schossen unterwegs noch ein paar schöne Fotos. Während wir beim Fahren dieses tolle Erlebnis Revue passieren ließen, kündigten sich bei uns beiden zeitgleich Freudentränen an und wir waren einfach nur glücklich.
In Memory of Uschi 🙂 Hier hatten wir letztes Jahr diese unvergessliche Begegnung mit unserer Hyäne "Uschi".
Als wir zurück in Okaukuejo waren mussten wir dieses tolle Erlebnis bei einem Rock-Shandy erst einmal richtig sacken lassen. Der nette dickliche Barmann und ich verstanden uns so gut, dass er uns sogar außerhalb der Bar total freundlich grüßte und mit uns lachte 🙂
Wir verbrachten den Rest den Mittags mit chillen und meinen Fuß kühlen. Ich trat noch einmal unglücklich auf und der Schmerz ging dann gar nicht mehr weg. Der Knöchel schwoll zum Glück nur wenig an und wir waren guter Hoffnung, dass es nichts Ernstes war.
Noch so ein äußerst gefährliches Tier 😄
Den Nachmittag verbrachten wir dann mit einkaufen und der Besichtigung des neuen kleinen Museums. Ich fand es hoch interessant und wollte später noch einmal mehr Zeit dort verbringen, da war es aber leider schon geschlossen. Man findet dort ausgestopfte Tiere, konservierte Föten, historische Fundstücke aus der Salzpfanne und viele Infos.
Nach einem erneuten Abstecher an die Bar begaben wir uns zum Sundowner nochmal ans Wasserloch und machten uns anschließend fertig für den Nightdrive von 19 bis 22 Uhr. Aber zuvor noch ein paar schöne Impressionen vom Sundowner 🙂
Bei unserem ersten Nightdrive leisteten uns sechs Touristen Gesellschaft, die sich das alles wohl ein wenig anders vorgestellt hatten. Erstmal kam uns in der Dunkelheit kurz nach Okaukuejo ein Auto entgegen, das nicht anhalten wollte und an uns vorbei raste 🙄 Der Guide rief erstmal im Camp an und die Polizei wurde verständigt. Leider kennen wir den Ausgang dieser Begegnung nicht..
Wir sahen einige Tüpfelhyänen und bei Gemsbokvlakte eine Rhinomama mit zwei Kälbern. Das Kleine war etwa 1,5 Jahre alt und das Größere knapp 3. Die Anderen waren nicht besonders interessiert, aber für uns war es hochinteressant, als der Guide uns erklärte, warum die Kuh zwei Kälber dabei hatte. Wenn sie das Größere wegschicken würde, könnte es dem Kleinen noch gefährlich werden, daher wartet sie, bis das Kleine stark genug ist. Als der Guide sagte, man solle jetzt mal ruhig sein und dem Klang der afrikanischen Nacht horchen, konnten die Anderen nicht mal 10 Sekunden ruhig bleiben....
Auf dem Rückweg zur Hauptpad sahen wir auf einmal ein Augenpaar leuchten und ich erkannte noch vor unserem Guide die Braune Hyäne und konnte unser Glück kaum fassen 🤩 Die Anderen hat es anscheinend weniger interessiert, aber der Guide freute sich, dass wenigstens wir beide diese außergewöhnliche Sichtung zu schätzen wussten. Richtung Nebrowni sichteten wir noch ein Löffelhundpärchen und ein Stück weiter eine weitere Tüpfelhyäne dicht an der Pad liegend. Wir wollten weiterfahren, aber als sie den Motor hörte sprang sie auf und kam uns bis auf 2 Meter ganz nah. Sie schnüffelte neugierig und wusste die Situation nicht so richtig einzuschätzen. Die letzen Kilometer waren wegen der Kälte die reinste Qual und wir waren froh, dass wir die Ponchos um hatten.
Fazit Nightdrive: Kann man machen, muss man aber nicht. Wir fanden es sehr spannend und ich hätte vor Freude ausflippen können über die Braune Hyäne! Die Anderen hatten sich viel mehr Action erwartet, die natürlich ausblieb. Der Guide war sehr lustlos, als er merkte, dass kaum einer interessiert war, aber hatte zumindest mit uns beiden dann Spaß.
Berg-Eule2'060 Beiträge · seit 201318. Juli 2016 · #30
Hallo Laura, wunderschöne Tier-Erlebnisse hattet ihr wieder, aber eben auch weniger schöne mit Menschen.
Drives mit weiteren Gästen können ganz schön nervig sein. Einer unserer schlimmsten war auf Wolwedans. Da hatten wir zwei südafrikanische Paare dabei, die schon seit Tagen dort waren, für uns war es der erste Tag, wir waren nicht auf viele Tiere aus, wollten hauptsächlich die Dünenlandschaft genießen. Die anderen hatten diesen Drive aber schon mehrmals gemacht, und als es wenig Tiere gab, quatschten die Männer mit dem Fahrer laut über Autos, und die Frauen hielten ihren eigenen Kaffeeklatsch ab - ich hätte sie alle erwürgen mögen!
Schließlich war beim Sundowner die Sonne völlig uninteressant, man trank und unterhielt sich und lachte laut - alles mit dem Rücken zu dem wundervollen Naturschauspiel! 🤢 So weit konnten wir uns gar nicht entfernen, um es in Ruhe genießen zu können.
So unterschiedlich sind die Erwartungen an eine solche Aktivität!
Liebe Grüße von Gabriele
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Jeder Augenblick ist von unendlichem Wert. (Seneca)
Flash2010Themenstarter1'425 Beiträge · seit 201518. Juli 2016 · #31
Na das hört sich ja auch nervtötend an... Wenn man selbst einfach Afrika genießen möchte und dann Leute dabei sind, die das alles so gar nicht zu schätzen wissen oder eben eine utopische Erwartungshaltung haben. Bei anderen Drives der letzten Jahre hatten wir bis auf einmal immer Glück, nur zu zweit gewesen zu sein. Da wir auch an unspektakulären Sachen großes Interesse haben, hatten auch die Guides immer Spaß und fuhren gerne mit uns.
Wir haben bei Frans Indongo einen Drive zu zweit gemacht, wo eigentlich auch ein Sundowner eingeplant war. Der Guide merkte aber, dass unser Fokus einfach nur auf den Tieren lag und ließ den Sundowner ausfallen, um uns unbedingt noch Rhinos zu zeigen 🙂
Aber wie schon erwähnt, es ist leider ein sehr undankbarer Job 😐
Berg-Eule2'060 Beiträge · seit 201318. Juli 2016 · #32
Flash2010 schrieb:Aber wie schon erwähnt, es ist leider ein sehr undankbarer Job 😐
... vor allem, wenn der Wagen voll ist, und man es nicht jedem Recht machen kann. Wir haben da schon Sachen erlebt, das würde ein neues "Hummeldumm" geben! 😠 Am besten, man kann selbst herumfahren, dann muss man auf niemanden Rücksicht nehmen, aber das geht eben nicht immer und überall.
Nunn bin ich aber gespannt auf die Fortsetzung deines Berichtes!
Liebe Grüße von Gabriele
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Jeder Augenblick ist von unendlichem Wert. (Seneca)
Flash2010Themenstarter1'425 Beiträge · seit 201518. Juli 2016 · #33
Heute Abend geht es weiter, aber da heißt es leider schon wieder "Good-Bye Etosha" 🙁
Flash2010Themenstarter1'425 Beiträge · seit 201518. Juli 2016 · #34
Dienstag, 14. Juni 2016 Goodbye Etosha
Heute standen wir noch früher auf, denn wir mussten alles zusammenpacken und uns langsam darauf vorbereiten, Abschied zu nehmen. Beim Checkout unterhielt ich mich noch sehr nett mit der freundlichen Rezeptionsdame. Ich berichtete ihr vom gestrigen Nightdrive, sagte freudestrahlend unseren Lieblingssatz "See you next year" und dann ging es auch schon los. Wir verabredeten uns für nach dem Frühstück mit unseren netten Nachbarn, um mit ihnen zusammen noch einmal hoch nach Okondeka zu fahren, in der Hoffnung, wieder Löwen zu sehen. Wobei uns aber klar war, dass so ein Erlebnis wie am Vortag sich garantiert nicht wiederholen wird. Unsere Nachbarn trauten sich nämlich nicht, alleine los zu fahren, weil sie nicht wussten, wie schlecht die Pad war. Wir fuhren wieder mit Toröffnung raus und knipsen endlich mal Sunrise-Fotos 🙂
Bei Okondeka angekommen herrschte gähnende Leere. Wir fuhren den Weg noch ein wenig weiter, wo wir am Morgen zuvor die Löwen begleitet hatten. Aber leider war nichts zu sehen, wir hätten uns sehr für unsere Nachbarn gefreut. Aber sie wollten am nächsten Morgen noch einen Versuch starten und an diesem Morgen noch ein wenig weiter auf Pirsch gehen. Wir verabschiedeten uns herzlich von Auto zu Auto und blieben noch eine Weile am Wasser stehen.
Zweites Frühstück, Orangen von Robyn 🙂
Dann entschlossen wir uns, aufzubrechen. In Okaukuejo machten wir noch einen kurzen Stopp und verabschiedeten uns am Ombika Wasserloch endgültig von der Etosha. Zum Abschied kamen noch drei Elefantenbullen, eine Schweinchenmama mit ihren vier Kleinen und viele Zebras, Oryx und Springböcke vorbei.
Am Anderson Gate war sogar die Beamtin freundlich und freute sich, als wir (jaaa, schon wieder) sagten "See you next year" 🙂
Wir steuerten in Outjo zuerst das große Touristencenter an, welches wir noch gar nicht kannten und kauften Kuduhornknochen und Gnuhörner. Die Dame fragte bei der Bezahlung, ob wir eine Bar hätten, aber ich erklärte ihr, dass das alles für unsere Wohnungen sei und sie lachte. (Wenn die wüsste, wie es bei mir daheim aussieht 😄 ) Danach gingen wir ins Farmhouse und ich bestellte Zebra- und Petra und Oryxsteaks. Das Essen war sehr lecker - gut, wir hatten nach 4 Tagen Knatschbrötchen auch Fleisch-Hunger!! 🤪
Danach gingen wir ins Edelsteingeschäft, den kleineren Touriladen, ins Ledergeschäft und unsere ehemalige Stammbäckerei. Ehemalig deswegen, weil sie komplett umgebaut wurde und mittlerweile nur noch wie ein Touriloch wirkt, aber vor allem sehr lieblos.
Der Parkplatzwächter hat unser "protect it with your life" sehr ernst genommen und unser Backie wurde gut bewacht.
Als wir Outjo raus fuhren, wären wir fast noch in einen Unfall verwickelt worden, weil Petra einen langsamen Hummeldummbus überholen wollte, der dann während dem Überholen einen Schlenker machte. Dann blieben wir lieber dahinter bis zur Abfahrt nach Kamanjab.
In Kamanjab kauften wir noch ein paar Sachen ein und neben uns parkte ein Donkey Transporter. Die Tiere waren rundherum mit Stroh gepolstert und mit Spanngurten fixiert 🙄 Aber man sah, dass sie sich nicht verletzen konnten oder Schmerzen hatten.
Wir freuten uns auf "daheim" und die Schotterpiste fuhr unser Backie fast von alleine. Ziemlich am Anfang sahen wir einen Mann und eine junge Frau, die gerne mitgenommen werden wollten und wir ließen sie hinten rauf springen. Sie mussten zur Tokolodge und wir luden sie an der Abzweigung wieder ab. Sie freuten sich riesig und bedankten sich herzlich, es herrschte aber auch eine brütende Hitze. Wir sahen auf dem Weg noch Giraffen, Kudus, Eland, ein Steinböckchen.
Das hier ist das manuell zu öffnende Tor, was an den Elektrozaun grenzt. Und dies ist das Tor, was Joey gesprengt hat, als er Robyn verließ, wie man unschwer erkennen kann 😄
Zurück auf Robyn freuten wir uns riesig, Jutta und die Hunde wieder zu sehen und es war wirklich wie heimkommen 🙂 Wir packten ganz schnell aus, um zu duschen und unseren Sundowner auf der Ostterrasse einzunehmen - diesmal ohne Snacks, sonst hätte kein Abendessen mehr Platz gehabt 😄
So muss das sein, schön dreckig 😁
Zum Abendessen gab es dann unsere heiß ersehnten Omajowas 🤩 Kartoffeln, Karottensalat und marinierte Kudufiletsteaks. Das Essen war super super lecker! Wir waren schlachskaputt an diesem Abend und fielen nach einem Absacker erschöpft in die Betten.
Netti59847 Beiträge · seit 201519. Juli 2016 · #35
Liebe Laura,
wie, die Zeit im Etosha ist schon zu Ende 🙁 🙁 Schaaaade, aber was hattet ihr für ein Sichtungsglück. So viele Löwen - wunderbar 🤩 🤩 Also ich hätte zusammen mit euch eine Runde geheult. Kann euch gut verstehen. Wenn ich mir vorstelle, dass ihr das alles schon ein paar Mal erlebt habt, wie mag es mir ergehen. Oh je ....................... Tränennetti wird sicherlich sehr aktiv sein 😉
Danke für die schönen Fotos und die Beschreibung in Outjo. Könnte mir gut vorstellen auch im Farmhouse zu landen. 😉
Flash2010Themenstarter1'425 Beiträge · seit 201519. Juli 2016 · #36
Liebe Netti,
Ja leider 😕 wir reden uns auch die ganze Zeit ein, wir dürfen nächstes Jahr keinesfalls mit einer solchen Erwartungshaltung hinfahren, denn das waren wahrscheinlich für uns einmalige Erlebnisse...
Aber es folgen noch ein paar tolle Erlebnisse von Hohewarte mit den Pferden 🙂 und für nächstes Jahr haben wir noch eine Nacht Okaukuejo dran gehängt 🤩 Dann haben wir an drei Morgenden Gelegenheit, nach Okondeka zu fahren.
Es folgt aber auf Robyn noch ein Abend, wo noch viel viel mehr Tränen geflossen sind - diesmal dann Abschiedstränen...
Das Farmhouse kann ich sehr gut weiterempfehlen, haben ja drei mal dort gegessen und ich habe alles vertragen, das heißt schon was 😄 und es gibt einen extra Parkplatzwächter.
Flash2010Themenstarter1'425 Beiträge · seit 201519. Juli 2016 · #37
15. bis 17. Juni 2016 Farm Robyn
Nach einer lauten Nacht inmitten von Kuhgeschrei (die Kühe wurden von ihren Kälbern getrennt und Tag für Tag abtransportiert - hätte ja auch mal jemand Bescheid geben können) waren wir trotzdem sehr erholt und frühstückten etwas später. Waltraud hat uns an diesem Morgen etwas enttäuscht - hat sie doch tatsächlich nicht für uns gesungen. Das ging letztes Jahr deutlich besser:
Wenn sie Aufmerksamkeit haben möchte, mausert sie sich zur perfekten Schauspielerin 😄
Den ganzen Tag über ruhten wir uns aus und zum Abendessen gab es Sklaven-Braaie. Eine Art Raqulette auf namibische Art in Bratpfannen über der Glut. Wir hatten viel Spaß und tranken als Absacker noch Amarula. Später fuhren wir beide noch Enginie und Juline in die Lokasie und Petra hätte sich auf den 300 Metern noch fast verfahren 😄
Am nächsten Morgen hielten wir ein Hundefotoshooting ab, damit Jutta wieder schöne Erinnerungen bekommt. Kurz vor Mittagsruhe kam ein Nachbar von Jutta vorbei, dessen Frau bei Africat tätig ist. Wir unterhielten uns angeregt und es war sehr interessant. Nachdem Uwe sich verabschiedete, bastelten Petra und Jutta noch die Deko für abends das Fußballspiel.
Später fuhren wir auf dem Backie zum Sundowner in den Busch. Wir hielten in der Nähe vom Westposten und Jutta tischte hinten auf dem Backie auf. Wir genossen den Sonnenuntergang mitten in der Wildnis.
Danach gab es ein schnelles Abendessen in Form von Blumenkohlauflauf mit Elandhackfleisch *hhhmmmmmm*
Da Jutta seit Kurzem keine Spiele mehr empfängt, durften wir anschließend bei den Angestellten im Fernsehraum der Lokasi schauen 😁 wir brachten Bier und Chips mit und fühlten uns geehrt, dass sie extra vorher noch sauber gemacht hatten.
Enginie hat uns vorher verraten, dass sie oft und gerne Fußball schaut und sogar "usser" Mannschaft kennt. Die Männer saßen brav mit ihrem Bier hinter uns und wir Frauen fieberten lauthals mit. Vor allem Enginie war mit vollem Eifer bei der Sache. Am Ende war es leider ein 0:0 und wir konnten keinen Korso machen. Aber immerhin hatten wir nicht verloren! 😄
Am nächsten Tag unternahmen wir wieder einen kurzen Abstecher zum Nachbarn und sahen ein paar Geier kreisen, konnten aber leider keinen Kadaver entdecken. Außerdem begegneten uns noch Giraffen und eine große Herde Impalas. Diesmal sahen wir auch endlich mal die zwei Pferde und freuten uns darauf, nächstes Jahr mit der Kutsche durch den Busch gefahren zu werden 🙂
Zurück auf Robyn war eine schöne lange Mittagsruhe angesagt, denn es war leider unser letzter Tag hier. Und wir wollten unbedingt ein Erinnerungsfoto mit Juliana und Enginie
Zum Sundowner fuhren wir zum Abschluss noch einmal auf den Sundownerberg. Dort angekommen durften wir noch zwei Dikdiks beobachten, die keinerlei Scheu vor unserem Auto hatten. Selbst als wir ausstiegen, zogen sie sich ganz ruhig zurück. Wir genossen noch einmal die letzte untergehende Sonne auf Robyn - es war wunderschön.
In die Lapa zum Abendessen durften wir nur gemeinsam kommen, aber man sah schon von Weitem das Kerzenmeer, die Fackeln und das Lagerfeuer. Als wir die Lapa betraten und die Musik "Ein Jahr geht schnell vorüber..." spielte, mussten wir beide prompt anfangen zu heulen. Es war ein sehr emotionaler Abend - für uns alle drei! Jutta blieb zwar noch zwei Nächte bei Heike, aber trotzdem wussten wir, am nächsten Morgen hieß es Abschied nehmen von Robyn, den Hunden und den Angestellten.
Zum Essen gab es eine Premiere, denn Enginie kochte diesmal alles selbst. Es gab wieder Filets "Schnitzelart" (also panierte Kudufilets), Paprika Salat und ein himmlisches Kartoffelgratin. Wir aßen bis wir fast platzten, weil alles so lecker war. Zum Abschluss gab es noch einmal Juttas selbstgemachtes Krokantparfait.
Netti59847 Beiträge · seit 201520. Juli 2016 · #38
Liebe Laura,
wie cool ist das denn. Fußball gucken in der Gruppe, da wäre ich gerne dabei gewesen 🤩 🤩 Den Korso durch den Busch hätte ich gerne gesehen 😁 Tolle Stimmung beim Sonnenuntergang auf dem Backie.
Nun ist die Zeit auf der Farm auch schon rum ................. mannooooooooooooo
Flash2010Themenstarter1'425 Beiträge · seit 201520. Juli 2016 · #39
Liebe Netti,
ja, es war wirklich eine Gaudi! Zumal natürlich alle zu Deutschland hielten. 2014 haben wir bei Jutta im Wohnzimmer mit 5 Hunden und einer Katze das 7:1 Spiel gegen Brasilien geschaut. Da wir als gejubelt haben, wussten die Hunde nicht so recht was los war und jagten irgendwann die Katze, die dann 2 mal in der Gardine hing 😄 Während Jutta dann die Hunde raus geschmissen hat ist schon wieder ein Tor gefallen, das ging ja am laufenden Band. Und nach diesem haushohen Sieg meinten wir dann, in Deutschland würden wir jetzt nen Korso machen. Also haben wir kurzer Hand Taschen- und Stirnlampen und die kleine Bose Musikbox und machten mit "Bruttosozialprodukt" einen Korso zu Fuß über die Farm 😄 Es war alles zum Schreien! Daher hätten wir dieses Jahr gerne wieder einen gemacht 😄
Naja es folgt ja noch die schöne zeit auf Hohewarte 🙂 wo man sich zumindest gefahrlos im Busch bewegen kann.
Flash2010Themenstarter1'425 Beiträge · seit 201520. Juli 2016 · #40
Samstag, 18. Juni 2016 Auf nach Hohewarte
Morgens merkten die Hunde anscheinend direkt was los war: Aufbruchstimmung 🙁 Paul und Schonga saßen vor unserer Tür und schauten ganz traurig. Waltraud kam später an und bot uns wieder den sterbenden Schwan, diesmal noch gefühlvoller als sonst. Sie durfte zur Belohnung wieder für fünf Minuten zu mir ins Bett kuscheln. Die Regel lautet hier, die Hunde dürfen nicht mit den Gästen aufs Zimmer, da es sonst Spannungen im Rudel gibt, wenn sich einer bevorzugt behandelt fühlt. Daher darf nur Waltraud jeden Morgen (wenn sie gesungen hat 😄 ) für ein paar Minuten mit rein, das geht in Ordnung.
Alles war ein wenig hektisch, denn vier junge Pfauen mussten mit auf Reise gehen, die Übergabe sollte kurz vor Windhoek statt finden. Sie wurden liebevoll und sicher von Immanuel verpackt und hinter unserem Gepäck verstaut. Als wir uns von Enginie, Juliana und Immanuel verabschiedeten, meinte Jutta nur trocken "Jetzt nicht heulen" - und wie auf Kommando flossen schon wieder Tränen und wir fuhren überpünktlich los.
Unterwegs sahen wir noch viel Wild und waren rasch in Kamanjab. Wir kauften noch ein paar Sachen ein und schon ging es weiter nach Outjo. Dort erledigte Jutta noch ein paar Sachen und wir kauften im Touristencenter noch ein paar Mitbringsel.
In Otjiwarongo stellten wir dann fest, dass der Kameldorngarten nicht mehr existiert und wir suchten nach einer Alternative. Diese war schnell gefunden und Jutta und ich gönnten uns Oryxburger und Petra entschied sich für einen Salat mit Oryxstreifen. Das Essen war frisch auf dem Grill zubereitet und überraschend lecker. Leider kenne ich den Namen des Restaurants mit Hotel nicht mehr, aber es ist ausgeschildert. In der Nähe vom Spar in die entgegengesetzte Abzweigung dieser Krokodilfarm.
Kurz vor Windhoek hielten wir auf dem Mittelstreifen der Schnellstraße, wo wir die Pfauen übergaben.
Danach hieß es nur noch rasch in Windhoek tanken und ab zu Heike. Wir freuten uns alle über das Wiedersehen und zischten nach Kaffee und Kuchen erstmal ein kühles Savanna.
Wir packten rasch aus und gingen mit Heike schon einmal zur Wallachherde, die in einen anderen Bereich gebracht werden sollte.
Zum Abendessen gab es frischen Salat, Kudugulasch mit Kürbis und Kartoffelrösti und zum Dessert Apfelstreuselküchli mit Vanillesoße. Wir waren schlachskaputt und fielen früh und erschöpft in die Betten.