freies Campen

12 Antworten · 4'408 Aufrufe · gestartet 13. Juni 2016 von easyjogger
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Themenstarter3 Beiträge · seit 201613. Juni 2016 · #1
Hallo liebe Foren-Teilnehmer,
wir planen im Oktober eine Selbstfahrerrundreise mit 4x4 Fahrzeug und Dachzelt für ca. 3 Wochen.
Da wir uns ungerne für die ganze Reise festlegen wollen, möchten wir nur z.B. Etosha vorbuchen aber sonst lieber frei bleiben. Nun überlegen wir, ob es wohl möglich ist auch mal die eine und andere Nacht, wenn wir z.B. keinen Platz mehr in einem Camp bekommen auch einfach irgendwo zu campen. Natürlich alles dann mit der nötigen Beachtung von Anstand und Naturschutz....
Hat jemand dieses schon einmal gemacht, was ist Eure Meinung dazu ?
Wir sind nicht ängstlich und auch reiseerfahren (waren über Jahre mit Camper in ganz Südamerika unterwegs) und auch nicht anspruchsvoll.
Lieben Dank schonmal für Eure Antworten
Gruß Christine
16,9k Beiträge · seit 201213. Juni 2016 · #2
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zuletzt bearbeitet 15. Juli 2026
2'497 Beiträge · seit 201113. Juni 2016 · #3
Hallo Christine,

in Nationalparks ist Wildcampen grundsätzlich verboten und auf Kommunalland und auf Farmgelände musst Du den Chief bzw. den Farmer finden um zu fragen. Dass ist nicht immer ganz trivial, da das Farmgebäude nicht an dem Tor an der Straße liegt und alles sehr weitläufig ist. Es gibt ein paar Fomis, die auch schon mal vor der Polizeistation ihr Zelt aufschlagen oder auf einem Schulhof, aber die sind dann nicht mit dem Auto unterwegs.

Schöne, einsame Plätze zum Campen findet man am ehesten im Kaokovelt, weit ab von jeder normalen Straße und jeder Wohnansiedliung. Am Straßenrand zu übernachten oder in der Nähe eines Dorfes provoziert einen Überfall, da hat es schon sehr böse Sachen gegeben, das würde ich persönlich nicht wagen.

Etosha und auch Sossusvlei müsst Ihr halt schauen, ob Ihr für den Oktober noch was innerhalb der Parks bekommt, Oktober ist Hauptsaison und Ihr seid sehr spät dran.

"Wir sind nicht ängstlich..." Zwischen ängstlich und unvernünftig Gefahr herbeirufen sehe ich einen Unterschied.

Viele Grüße
Karin
Würde sollte niemals ein Konjunktiv sein. Namibia 2016: Infos zu Auto+Camps+die "Jahrhundertsichtung" Namibia 2015: Namibia - Mein Seelenland Namibia und Botswana 2014: Überraschungstour Namibia und Botswana mit Guide Namibia 2013: Drei Heidjer in Namibia - Guck mal, Elefanten!
7'296 Beiträge · seit 200613. Juni 2016 · #4
Hallo Christine,

"wildes" Übernachten ist nicht einfach, aber auch nicht unmöglich. Ich habe es mit Rad und Auto gemacht, wobei es mit dem Rad oft gar nicht anders geht und mit dem Auto in der Regel schon.

Wir haben darauf geachtet, keine Spuren zu hinterlassen, weil man die in der Wüste abseits der Dünen oft über Jahrzehnte sehen kann. Da blieben dann Stellen, an denen zuvor Baumaschinen geparkt waren oder so etwas in der Art, also direkt am Pistenrand. Das war dann so in der Art wie Ankommen in der Dämmerung und schlafen gehen, um nicht zu sehr aufzufallen. Essen usw. sollte man dann vorher erledigen.
Es gibt aber Regionen, in denen es über Dutzende von Kilometern schwieriger ist, eine legale Möglichkeit zum wild Übernachten zu finden als eine Unterkunft.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
2'664 Beiträge · seit 201213. Juni 2016 · #5
Grundsätzlich gilt für das wilde Campen, wenn man keinen findet den man fragen kann:
- niemals in der Nähe einer Siedlung
- niemals am Straßenrand
- immer weg vom Weg, und so hinstellen, daß man von Weg oder Straße nicht gesehen werden kann
- nach Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang kein Feuer machen.
Im Kaokoland kann es Dir dennoch passieren, daß morgens ein Haufen Frauen und Kinder rund
um Dein Auto sitzen und etwas zu essen oder Süßigkeiten schnorren möchten.
Was Sossusvlei anbelangt, gibt es genügend Famen rundherum, wo man ganz offiziell campen kann,
oftmals mit Wasser und Strom.
Mann muß nicht in den Camps des Massenauflaufes absteigen, obwohl viele hier das anscheinend lieben.
H.
389 Beiträge · seit 200613. Juni 2016 · #6
Hallo Christine,
wir haben uns Trummis Liste besorgt und haben uns am Abend überlegt wo wir am nächsten Abend schlafen wollen. Anrufen und die Sache klar gemacht.
Die Campsides auf Farmen sind meist nicht direkt neben dem Farmhaus sondern da können schon mal 2-3km dazwischenliegen. Heißt dann aber immer noch "Nähe Farm".
Gruß Joachim
Touristen bringen Souveniers mit nach Hause. Reisende Geschichten.
7'296 Beiträge · seit 200613. Juni 2016 · #7
Swakop1952 schrieb:Grundsätzlich gilt für das wilde Campen, wenn man keinen findet den man fragen kann:
- niemals in der Nähe einer Siedlung
- niemals am Straßenrand
- immer weg vom Weg, und so hinstellen, daß man von Weg oder Straße nicht gesehen werden kann
- nach Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang kein Feuer machen.
... ergänzend dazu noch:
- das Auto so abstellen, dass man notfalls zügig wegfahren kann und nicht erst noch lange rangieren muss.

Gruß
Wolfgang
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Themenstarter3 Beiträge · seit 201613. Juni 2016 · #8
Hallo,
danke an alle, die so fleissig geantwortet haben.
Eine Frage: wer oder was ist Trummi ? ...diese Liste wäre evtl. nicht schlecht 😉
Danke nochmal
Gruß
Christine
16,9k Beiträge · seit 201213. Juni 2016 · #9
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zuletzt bearbeitet 15. Juli 2026
7'296 Beiträge · seit 200613. Juni 2016 · #10
... auch hilfreich:

http://www.thomasrichter.de/namibia/namibia-camping-liste-2016.pdf

Gruß
Wolfgang
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55 Beiträge · seit 200905. Sept. 2016 · #11
Liebe Christine,
wir sind keine Freunde von Campingplätzen und vorbuchen. Obendrein wir wissen eigentlich nie, wo wir sein werden. Eines Vorweg, es hat immer geklappt. Die Camps sind nicht wie üblich angelegt, sondern meistens weit voneinander entfernt, oft wie wildes stehen. Aber es kam, in touristisch nicht so besuchten Gegenden schon vor, das wir nichts gefunden haben. Wir haben dann auf kleinen Pads neben den Zaun geschlafen. Unser Motto in solchen Fällen, wenn wir niemanden sehen, sieht uns ( hoffentlich ) auch keiner. Ist zwar nie etwas passiert, aber es waren immer unruhige Nächte, wir versuchen dies schon zu vermeiden. Wie schon erwähnt, Thomas Richter, T4A, und Reise Know-How leisteten da gute Dienste.
Lass Dich nicht verrückt machen, gesunder Menschenverstand mit der nötige Vorsicht, dann wird es ein unvergesslicher Urlaub.
LG Walter
zuletzt bearbeitet 05. Sept. 2016
Themenstarter3 Beiträge · seit 201605. Sept. 2016 · #12
Hallo Walter,
vielen lieben Dank für Deine aufmunternden Worte. 🙂 ...ich denke wir werden das schon alles richtig hinkriegen. Man macht sich oft im voraus viel zu viele Gedanken und vor Ort sieht man dann wie es geht oder nicht. Wollte halt mal sehen, ob es vielleicht paar Tips gibt für schöne Plätze oder so.
Ich bin da jetzt eigentlich ganz entspannt.
3 Jahre Südamerika mit nem Campingbus machen sich dann doch bemerkbar....grins. 😉
schöne Grüße
Christine
4'129 Beiträge · seit 200805. Sept. 2016 · #13
Hallo, easyjogger,

du stellst aber eine ziemlich lustige Frage...
du wünschst dir Tipps
aber
keiner weiß wo du lang willst
im großen Ländle

bleib so entspannt
und denk dran: die Farmer sehen Camper nicht gern, wenn sie nachts wegen Wilderei "Streife" fahren!

Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt