Right place - right time

Reisebericht 49 Antworten · 10,8k Aufrufe · gestartet 24. Mai 2016 von McDom
1'933 Beiträge · seit 200922. Juni 2016 · #21
Hallo Dominick,
schön, dass es weiter geht.
Das Jackelberry sieht ja fantastisch aus 😘 🤩 - scheint sein Geld doch Wert zu sein.
Ich hatte mich schon fast von der Lodge, wegen des hohen Preises, verabschiedet.
Nun bin ich sehr gespannt auf eure weiteren Erlebnisse.
Liebe Grüße Lotusblume Reiseberichte(klick):2022-Sep/Okt Südafrika "Genuss-Reise ums Westkap"//2021-Nov "3670 km durch Namibias Nov.-Hitze"//2018-Okt Namibia "Von der Wüste zu den Wasserwelten"//2015-Aug/Sep Südafrika "Unser Wiedersehen mit Südafrika"//2013-Nov Namibia "Unsere Silberhochzeit bei Vollmond"//2010-Apr Namibia "Unsere Unterkünfte"
Themenstarter51 Beiträge · seit 201423. Juni 2016 · #22
Heute müssen wir einmal nicht umziehen, darum frühstücken wir gemütlich und machen uns dann direkt auf die erste Pirschfahrt mit Rogero. Die Nacht war super angenehm. Die Zelte sind schön kühl, da sie unter Bäumen stehen, man hört nachts die Elis und die Hippos um einen herum und ist am nächsten Morgen erstaunt, wie nah die Tiere den Zelten kommen um zu fressen. Bei uns hat man eindeutige Spuren an der Vegetation gesehen.

Da wir alleine im Jackalberry Tree Camp sind, was einerseits sehr schön ist, andererseits auch etwas merkwürdig ist, da mehr Personal vor Ort ist als Gäste, sind wir auch bei den Fahrten immer nur zu dritt. Aber das Camp ist noch neu, muss sich erst etablieren und so genießen wir den Luxus in vollkommener Abgeschiedenheit.

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Übrigens, wenn ihr im Camp seid, lasst euch mal die Geschichte erzählen, warum das Camp so heißt und einen Malachit Kingfinger als Logo hat . Rogero hat enorm viele spannende und lustige Geschichten auf Lager.
Auch heute fasziniert und die Architektur und das Setting des Camps noch sehr. Einmalig für uns!

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Nach dem leckeren Frühstück bei wunderbarer Aussicht von der Plattform machen wir uns auf den Weg die Löwen zu suchen, die wir die Nacht über gehört haben. Und Rogero weiß wo er „seine“ Löwen suchen muss. Und so finden wir das Löwenpärchen, zu welchen Rogero auch seine Geschichten erzählen kann. Das Männchen hat ein Sendehalsband an, welches aber schon seit Monaten nicht mehr sendet, da der Akku leer ist und der ansässige Tierarzt zu Schulungen etc. in der Welt herum jettet.

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Die Löwin hat ihr Frühstück gespottet.

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Und schleicht sind an

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Doch Pumba hat die Löwin gesehen und rennt hocherhobenen Schwanzes davon.

Naja, wir sind froh einmal Ansätze einer Jagt gesehen zu haben, aber am Ende geht das Weibchen leer aus – der Wind stand schlecht, aber bei dem Blick der Löwin könnte man meinen, wir seien schuld. Rogero meinte jedoch, ihr Göttergatte müsste irgendwo in der Nähe sein…

… und tatsächlich, keine 5 Meter neben uns im Busch liegt ein Löwe und starrt uns an. Gemütlich im Schatten liegend auf sein Frühstück wartend.

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Als er den Misserfolg seiner Herzdame mitbekommt, trottet er davon und gesellt sich zu ihr.

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Die beiden pflätzen sich in den Schatten, immer aufmerksam beobachtet von den Tieren der Umgebung.

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Nach dieser interessanten Begegnung fahren wir weiter und sehen unterwegs rote Hornraben (? - Red Hornbill)

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Und Rogero zeigt uns noch die Umgebung der Lodge und wir fahren fast bis zur Rupala Island. Da bisher kaum Wasser da ist, sind alle Wege gut befahrbar, aber auch hier hat Rogero die tollsten Geschichten auf Lager, zu den beiden „Inseln“ Nakasa und Rupara, und zum netten „Missverständniss“ warum die Schwesterlodge von Jackalberry Nakas Lupala heißt… Einfach köstlich!
Den Nachmittag verbringen wir in der Lodge, dösen etwas, genießen die Aussicht und beobachten die Lechwes am Wasser bei ihren Paarungsversuchen – es blieb wohl bei Versuchen, aber der Kerle war hartnäckig!

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Am frühen Nachmittag machen wir uns wieder auf den Weg, dieses Mal geht es zum Linyanti-Fluss zu einer Bootstour. Die machen wir allerdings nicht alleine, sondern treffen uns mit Gästen aus der Nakasa Lupala Lodge.

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Auch unser Guide kommt dieses Mal von der anderen Lodge und macht einen super kompetenten und noch viel wichtiger, mega freundlichen Eindruck!

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Unterwegs sehen wir die „üblichen Verdächtigen“ – einen Eli am Wasser, Lechwes, viele Vögel, Krokodile, aber vom Hocker haut uns die Tour nicht. Nur die spannenden Geschichten zur Grenze zu Botswana (am anderen Ufer) sind einfach klasse und teilweise unglaublich!

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Normalerweise geht die Bootstour direkt am Jackalberry los, aber da viel zu wenig Wasser da ist, fahren wir im Linyanti-Fluss. Das Thema Wasser beherrscht hier auch eindeutig die Stimmung. Jede neue Wolkenformation am Himmel wird kommentiert in der Hoffnung, so den Regen herbeizureden.

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Auf dem Rückweg von der Bootstour machen wir an „unserem“ Hippopool unseren Sundowner und genießen die Abendstimmung.

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Nach einem sehr leckeren Abendessen, endlich gibt es einmal wieder Wild zu essen, gehen wir erschöpft ins Bett und können auch schnell einschlafen, bis, ja bis….
Namibia 2015 - SamBotNam 2016 - NamRSA 2017 ?
zuletzt bearbeitet 23. Juni 2016
Themenstarter51 Beiträge · seit 201423. Juni 2016 · #23
@ Lotusblume: Freut mich dass du trotz längerer Pause noch dabei bist.

Das Jackalberry Tree Camp ist meiner Meinung nach jede Cent wert. Gut, wir hatte richtig glück mit de Sichtungen, aber es heißt wohl, dass das Linyanti Gebiet ein kleines Okavangodelta sei. Das Camp an sich ist klein und schick. Ist auch absolut neu und hat daher noch einige kleine Macken, aber es war die tollste Unterkunft auf unserer Reise.

Viel Spaß beim Weiterlesen 🙂
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Themenstarter51 Beiträge · seit 201423. Juni 2016 · #24
...bis wir Nachts von Löwengebrüll geweckt werden. wirklich LAUTEM Löwengebrüll. Ich meine auch, dass ich verschiedene Löwenstimmen heraushöre, die immer näher kommen. Bei unserem letzten Urlaub haben wir jedoch gelernt, dass man Löwengebrüll bei gutem Wind bis zu 8 km weit hören kann, also alles in Ordnung. Anfangs dachte ich noch, ach, wenn die so weit weg sind, dann penne ich mal weiter. Meine Frau „stört“ so etwas sowieso nicht beim Schlafen, also mache ich mal wieder die Augen zu.

Das mit dem schlafen funktionierte dann auch wieder. Aber irgendwann, ich merke es ist schon hell, sind die Löwen so laut, dass ich nicht mehr schlafen kann. In der Nähe des Haupthauses höre ich auch Stimmen, die sind jedoch menschlich… Also ziehe ich die Vorhänge hoch und was sehe ich da auf der anderen Seite des Sees, einen Löwen, laut brüllend, direkt in unsere Richtung schauend.
Bild Löwe am See.

„Schatz, wach auf, da schaut mich gerade ein Löwe an“. Irgendwie ein anderes Gefühl als im Auto, warum auch immer… Meine Frau also (sonst eher ein „Morgenmuffel“) raus aus dem Bett und zu mir ans Zeltfenster. „Oh, ohne Kontaktlinsen sehe ich da gar nix“. Also schnell fertig machen, und wieder zu mir ans Fenster. Jetzt ist die Frage, schnell zum Haupthaus, aus welchem die Stimmen auch immer lauter werden oder hier verharren?

Wir entscheiden uns für das Haupthaus. Also Beine in die Hand nehmen und ab auf die Aussichtsplattform, wo sich schon alle Mitarbeiter versammelt haben und durch Ferngläser das Treiben beobachten. Zuerst sehen wir nur den einen Löwen.

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Aber Rogero meinte derweil, dass es mehrere sind und er sie auch die ganze Nacht gehört hätte. Unser Koch hätte wohl im Vorratscontainer geschlafen, da die Löwen so nah waren… Naja, auch eine Möglichkeit…

Rogero ist voll in seinem Element. Als der erste Löwe in den Büschen verschwindet, tauchen zwei weitere Männchen auf. „I have never seen them before in this area“ „They are massive“ „Tey are on a mission“ das waren die einzigen Sätze, die Rogero noch rausbrachte, bevor er mit uns zum Wagen mehr rennt als läuft und meint, wir müssen schauen, was da passiert.
Und was passiert – ein Territorialkampf vom Feinsten. Und wir mitten drin statt nur dabei. Die Löwen beachten uns gar nicht und sind voll darauf fokussiert, den alten Platzhirsch, ääähhh Platzlöwen zu vertreiben. „That’s their mission“.

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Für Katzen völlig untypisch verfolgen die Beiden den Löwen sogar durch das Wasser. Mehr zögerlich, aber doch konsequent.

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Das Hippo, welches hier lebt ist etwas verwundert über die ungewöhnliche Störung und schaut einmal nach dem Rechten.

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Die Verfolgung geht immer weiter und, für uns positiv, meist an der Pad entlang. So verfolgen wir das Schauspiel noch eine Weile, ohne von den Löwen zur Kenntnis genommen zu werden. Die beiden Verfolger machen das sehr schlau, der eine hetzt den zu Vertreibenden, während der andere sich zurückfallen lässt und sich ausruht. Dann wechseln die beiden sich ab. Wirklich spannend. Hätten sie den alten Herrscher töten wollen, dann wäre das ein Klacks für die gewesen. Aber die Hetzjagd ging wohl schon die ganze Nacht um unser Camp herum und sollte den alten einfach nur Vertreiben?! – vermute ich.

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Nach einer Weile könnten wir nicht weiter folgen, da die Löwen ins Gebüsch sind und man nur noch ihre Stimmen hörte, also sind wir zurück zum Camp, haben gefrühstückt, ausgecheckt und uns dann auch bald auf den Rückweg gemacht.
Ein Stopp in der Nakasa Lupala Lodge musste noch sein, da Rogero und seine Brüder unbedingt die Bilder und Videos von heute Morgen wollten. Das haben wir natürlich gerne gemacht und es gibt auch ein kleines Video bei Youtube davon. (Youtube-Link)
Dann haben wir uns endgültig verabschiedet, was uns sehr schwer gefallen ist. Das ist ein wunderbarer Flecken Erde und ein Muss bei unserer nächsten Tour!

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Dann machten wir uns auf den Weg zur Divava Lodge & Spa bei Divundu. Erst einmal wieder über Stock und Stein aus dem Park heraus und dann auf direktem Weg nach Divundu!

Wir hatten uns überlegt, dem Mudumu National Park einen Besuch abzustatten, aber unsere Guides meinten alle, dass da viel zu wenig los sei zur Zeit um alleine rein zu fahren. Das Gras zu hoch um etwas zu sehen und ohne Konvoi nicht ratsam. Also kein Stopp sondern auf ans andere Ende des Sambesi Streifens.
Ich hatte mir viel versprochen von der Straße durch den Caprivi Game Park. Am langen Ende war es die unspektakulärste Tour des Urlaubs und auch noch recht lang…

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Divava gaben wir schnell gefunden – und nach den letzten Tagen ist es ein Schock! Die Lodge, welche wirklich super gepflegt, sehr schön angelegt, in traumhafter Lage gelegen und eindrucksvoll ist, ist uns zu groß, zu touristisch und zu kommerziell… Gut, dass wir hier nur einen Tag bleiben.

Die Zimmer sind klasse und totaler Luxus…

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… aber das ist für uns gerade einfach zu viel und der Kontrast zu groß.

Wir entscheiden uns dafür, heute nichts mehr zu machen. Man könnte in den Mahango Game Reserve fahren, was nicht weit ist, eine Bootstour auf dem Okavango machen, auf eine Tour in den Buffalo Park gehen oder sich im Spa erholen, aber das ist alles nix für uns heute. Wir setzten uns auf das Aussichtsdeck, trinken den ein oder anderen Sundowner/Rock Shandy und lassen so gemütlich den Tag ausklingen und verarbeiten das Erlebte.

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Morgen geht es weiter, auf zur Riverdance Lodge, und davor noch in den Mahango.

Bis dahin, liebe Grüße an alle!

Euer Domi
Namibia 2015 - SamBotNam 2016 - NamRSA 2017 ?
zuletzt bearbeitet 23. Juni 2016
1'933 Beiträge · seit 200923. Juni 2016 · #25
McDom schrieb:@ Lotusblume: Freut mich dass du trotz längerer Pause noch dabei bist.
Das Jackalberry Tree Camp ist meiner Meinung nach jede Cent wert. Gut, wir hatte richtig glück mit de Sichtungen, aber es heißt wohl, dass das Linyanti Gebiet ein kleines Okavangodelta sei. Das Camp an sich ist klein und schick. Ist auch absolut neu und hat daher noch einige kleine Macken, aber es war die tollste Unterkunft auf unserer Reise.
Viel Spaß beim Weiterlesen 🙂
Hallo Dominick,
klar bin ich weiterhin dabei. Deine Pause störte mich nicht, da wir uns währendessen auf einer Kreuzfahrt eine Auszeit gegönnt haben. 😎
Jörg und Chrigu aus diesem Forum haben bereits in höchsten Tönen von dem Camp geschwärmt und nun noch deine Bilder - und natürlich die Löwen....boah. Sehr, sehr schön! Das Camp bleibt nun auf meiner Liste.
Liebe Grüße Lotusblume Reiseberichte(klick):2022-Sep/Okt Südafrika "Genuss-Reise ums Westkap"//2021-Nov "3670 km durch Namibias Nov.-Hitze"//2018-Okt Namibia "Von der Wüste zu den Wasserwelten"//2015-Aug/Sep Südafrika "Unser Wiedersehen mit Südafrika"//2013-Nov Namibia "Unsere Silberhochzeit bei Vollmond"//2010-Apr Namibia "Unsere Unterkünfte"
8'672 Beiträge · seit 201023. Juni 2016 · #26
Mannomann, Domi, das sind ja Wahnsinnsaufnahmen! Sowohl von den Lechwes als auch von den Löwen im Wasser! 🤩 🤩

Aber auch die Landschaft hast du super eingefangen, ach, diese Bäume, dieses Licht, das Wasser.... *seufz*

Deine roten Hornraben heißen übrigens Southern Ground Hornbill!

Liebe Grüße von Bele, die sich bereits auf die Fortsetzung freut (muss ja nicht immer so lange dauern , oder?? 😗 😎 )
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 23. Juni 2016
287 Beiträge · seit 201323. Juni 2016 · #27
Domi, Du Tiefstapler, die Fotos sind klasse. Ich fahre auch noch mit und bin gespannt wie es weiter geht.

Viele Grüße

Doris
5'049 Beiträge · seit 201424. Juni 2016 · #28
Hallo Domi,

das waren ja tolle Erlebnisse im Camp und ihr habt das Geschehen toll in Bildern festgehalten!
Rogero scheint ja irgendwie die Katzen anzuziehen. Als wir 2012 in der Nakasa Lupala Lodge ankamen, war das erste was wir von Rogero hörten - " Löwen sind ganz in der Nähe - ich bring Euch schnell da hin!" Allerdings verlief die Löwensichtung bei uns recht unspektakulär - die Katzen lagen versteckt unter einem Busch.

Bin schon ganz gespannt, wie es bei Euch weiter geht und freue ich mich auf ein Wiedersehen mit der River Dance Lodge !

LG und ein schönes Wochenende
Konni
Link zu Reiseberichten: http://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/286619-reiseberichte-linksammlung-daxiang.html
Themenstarter51 Beiträge · seit 201424. Juni 2016 · #29
Guten morgen ihr Lieben,

vielen Dank für die netten Komplimente, Kommentare und die Danke-Drücker.
Ich hoffe, die Erwartungen für die nächsten Tage sind nun nicht zu hoch, denn um es vorweg zu nehmen, das war es an Tiersichtungen (mit einigen Abstrichen im Mahango). Erst im Delta sollten wir wieder etwas Sichtungsglück haben, bis dahin wird es eher ruhig werden.

Rogero ist wirklich ein Katzenflüsterer, auch wenn wir bei der Bootstour erfahren haben, dass an dem Tag, als wir die beiden Löwen am Morgen gesehen haben, die andere Gruppe von Nkasa Lupala 3 (in Worten: DREI!) Leoparden in der Nähe der Lodge gesehen haben. Right place - right time sag ich da nur...
Angeblich sind auch die Geparden wieder auf dem Vormarsch im Nationalpark. Nachdem es wohl einige Jahre gar keine gegeben hätte, seien vor Kurzem wieder ein paar gesehen worden. Und es gibt wohl auch Pläne, wieder Rhinos in den Park zu bringen, nachdem diese nach jahrelanger Jagd dort eigentlich nicht mehr zugegen waren.

So, ich hoffe, heute im Laufe des Tages kann ich noch den ein oder anderen Tag einstellen.

Liebe Grüße, einen schönen und sonnigen Tag euch allen und hoffentlich einen guten Start ins Wochenende, auch wenn ich heute morgen erst einmal sprachlos war, ob der aktuellen Themen...

Euer Domi
Namibia 2015 - SamBotNam 2016 - NamRSA 2017 ?
269 Beiträge · seit 201624. Juni 2016 · #30
Hi Domi,
ein sehr schöner Bericht und spektakuläre Bilder. Gratulation! Ich fahre gerne weiter mit euch.
Gruß Lothar
Alle Reiseberichte auf meiner Homepage: https://fldegen.jimdo.com/
Themenstarter51 Beiträge · seit 201404. Juli 2016 · #31
Und wieder muss ich einen Bericht mit einer kurzen Entschuldigung für die lange Pause beginnen. Bin zurzeit viel unterwegs und komme kaum dazu, zu schreiben. Aber diese Woche sollte es besser werden und falls ich einen Bericht über den Urlaub letztes Jahr nachholen sollte, dann gelobe ich Besserung!

So, nun geht es wieder auf die Straße, von Divava nach Riverdance – über Umwege

Wir starten den Tag nach einem leckeren und ausgiebigen Frühstück in der Divava Lodge & Spa. Ich konnte mich leider nicht dazu durchringen, in den Massagetempel zu gehen, aber von außen hat mich das schon angemacht… Das nächste Mal dann…
So verlassen wir Divava nach nicht einmal 24 Stunden und fahren als aller erstes die „Popa Falls“ an. Kurz die Gebühr am Campingplatz gezahlt. 5 Min. Fußweg und dann sehen wir sie, die Popa…. naja, selbst Stromschnellen/“Rapids“ wäre schon zu viel gesagt. Nennen wir es die Popa Wasserverwirbelungen. Sehr laut, man hat die auch von Divava schon gehört, aber der Anblick steht in keinem Verhältnis zu der Geräuschkulisse. Mit uns kam noch ein weiteres Pärchen an, die ein Foto machen, und dann wieder umdrehten. Wir haben uns immerhin kurz hingesetzt, aber uns auch nach 5 Min wieder auf den Rückweg gemacht.
Hier der Beweis, dass wir da waren:

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Nach dieser (sorry) Enttäuschung sind wir zurück auf die Straße und haben uns auf gen Süden gemacht. Der Mahango Game Park stand auf dem Programm, da es immer noch sehr früh war und wir nicht ganz so früh in Riverdance auftauchen wollten. Also das kurze Stück zum Eingang des Mahango Game Reserve gefahren…

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… die Permit bei einer überaus motivierten (nämlich auf dem Counter schlafenden Dame) bezahlt…

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… und los ging es. Es gibt nur 2 Wege, die man aktuell fahren konnte. Der eine geht am Okavango entlang und ist ca. 15 km lang, der andere führt als Stichstraße von der Transitstraße weg vom Wasser zu einem künstlichen Wasserloch. Diese beiden Routen seien aktuell ohne Probleme befahrbar, bei den anderen sollte man nur in Kolonne fahren. Das zumindest sagte die Frau als ich sie aufweckte um zu bezahlen.

Wir nehmen also erst einmal die Route am Wasser entlang und sehen viele, wirklich viele Tiere! Es war wundervoll. Ein so toller Park!

Aber seht selbst:

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Bei den Geiern musste irgendetwas los sein. So viele Geier auf einem Haufen, dazwischen Marabus und verschiedene Adler. Aber auch mit Fernglas war nichts zu erkennen. Schade eigentlich. Überall waren Aasfresser und man kam einfach an keine Stelle, von wo aus man etwas hätte sehen können…

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Also sind wir weiter gefahren, bis die Pad wieder auf die Transitstarße führt. Umdrehen, und den gleichen Weg zurück. Es ist wirklich verwunderlich, was man dann so anderes sieht, nur weil man in die Gegenrichtung fährt. Und was sich in einer halben Stunde alles ändern kann an Sichtungen:

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Nur die Giraffenwaren noch, wo wir sie zurückgelassen haben.

Da es nun Mittagszeit war machten wir uns auf den Weg Richtung Riverdance. Ein bisschen fahren müssen wir ja auch noch…
Unterwegs machen wir einen Stopp bei einem der Souvenierstände am Straßenrand. Ein kleines Mokoro sollte es also werden – und aus einem wurden drei, die auch nicht ganz klein waren. Aber wir haben alles im Koffer verstaut bekommen… Wunderschöne Handarbeit und ein Stopp lohnt sich wirklich.

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Die restliche Fahrt über Divundu nach Riverdance war absolut unspektakulär. Aber dann, Riverdance: WOW!!!! Seht selbst, eine klasse Lodge. Mit extrem freundlichen Besitzern – nein Pächtern, aber hört euch die Geschichte am besten selbst live an, tollem Personal, leckeren Essen und wunderschönen Zimmern! Einfach unbeschreiblich:

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Abends noch eine Bootstour gemacht, bei der uns unser Guide fragte, ob es in deutschen Flüssen auch so viele Hippos und Krokos gäbe (nein ich habe im Rhein leider noch keine gesehen). Und einen wunderschönen Sonnenuntergang auf dem Okavango, irgendwo zwischen Namibia und Angola gehabt. Traumhaft!

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Leider müssen wir morgen schon wieder weiter, hier kann man es aushalten. Aber es war nur noch ein Tag frei. Morgen geht’s also wieder nach Botswana, da bin ich auch einmal gespannt…
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zuletzt bearbeitet 05. Juli 2016
Themenstarter51 Beiträge · seit 201404. Juli 2016 · #32
Nach einer sehr sehr angenehmen Nacht über dem Okavango River bei offenen Türen ohne Mücken gehen wir gut erholt am nächsten Morgen zu Frühstück. Hier werden wir überrascht und werden zum Ausflusgboot gebeten – wir nehmen unser Frühstück auf dem Wasser zu uns. Wie genial ist das denn???

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Da wir letzte Nacht die einzigen Gäste in der Lodge waren, ist es sehr ruhig auf dem Gelände. Der Pool lädt ein zum Erfrischen, aber wir quatschen lieber noch etwas mit dem Personal über die Entstehungsgeschichte der Lodge und machen uns dann auf den Weg nach Botswana, genauer gesagt in die Shakawe River Lodge.

Unterwegs möchten wir aber nochmal durch den Mahango Game Park fahren und heute auch zum Wasserloch. Dieser Park ist zwar klein, aber absolut empfehlenswert. Viele Tiere, tolle Landschaft, einfach klasse. Auf unserem Weg entlang des Flusses sehen wir wieder viele Tiere:

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Dann geht es Richtung Wasserloch, nachdem wir den African Roadblock passiert haben:

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Am Wasserloch dann die majestätische Rappenantilope:

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Dann ab, über die Grenze. Auch hier sind die Formalitäten schnell erledigt. Wir werden vom Botswana Tourism Borad noch gefragt ob wir an einer Umfrage teilnehmen wollen – aber gerne doch – und fahren dann über immer kleiner werdende Teerstraßen auf Richtung Shakawe.

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Interessant ist, dass es landschaftlich hinter der Grenze wirklich anders ist. Auch sind viel mehr Menschen unterwegs, überall stehen Esel herum, man sieht Hunde (das ist mir so in Namibia nie aufgefallen) und es ist einfach lebhafter.

Die Strecke bis Shakawe ist relativ unspannend, aber dafür auch nicht so weit. In Shakawe angekommen suchen wir die Shakawe River Lodge, wo wir für die nächsten zwei Nächte untergebracht sind. Die Lodge liegt abseits einer kleinen Siedlung, ca. 10 km südlich von Shakawe „Stadt“. Also wollen wir erst einmal wieder tanken, aber leichter gesagt als getan. Die große Shell-Tankstelle im Ort ist geschlossen. Aber laut Passanten soll es noch eine kleine Tankstelle geben, die immer noch etwas hat. Und so suchen wir die kleine Tankstelle und finden eine Zapfsäule, die tatsächlich noch etwas hergibt. Aber auch hier wird bald Schluss sein wenn kein Nachschub kommt, auf den man schon etwas länger warten würde. Uns ist es in dem Moment egal, wir haben Benzin und kommen bis Maun! Da wäre sonst nicht mehr viel unterwegs gekommen, und wir sind glücklich.

Die Lodge selber zeigt sich nicht gerade von ihrer besten Seite. Das Haus, welches wir beziehen ist ganz am Ende, die Tür ist defekt und lässt sich nicht abschließen, die Beleuchtung bis zum Haus ist kaputt, sodass wir im stockfinsteren zu unserer Bleibe gehen. Und das, obwohl es angeblich überall Hippos und Krokos geben soll…

Aber die Zimmer sind wirklich schön, groß, sauber und sogar mit TV ausgestattet.

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Auch das Haupthaus ist recht schön gemacht.

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Leider ist uns das alles nur wieder viel zu groß und touristisch. Es gibt italienisches Essen (Pasta und Pizza aus dem Steinofen) und sonst wenig bis kein einheimisches Essen. Die Speisekarte ist, freundlich ausgedrückt, miserabel. Genauso wie das Personal. Ohne Lust, ohne Engagement, die Dame an der Bar kennt Gin-Tonic nicht, man muss, trotz wenig Betriebs, ewig warten. Das Personal schaut lieber Grease im TV statt zu arbeiten. Wirklich enttäuschend. Und das in der Lodge, in der wir eigentlich etwas relaxen und uns verwöhnen lassen wollten. Naja morgen geht es erst mal zu den Tsodillo Hills, unserem nächsten Highlight. Und zur Not wird Ferngesehen – so bitter das klingt…
Namibia 2015 - SamBotNam 2016 - NamRSA 2017 ?
16,9k Beiträge · seit 201204. Juli 2016 · #33
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zuletzt bearbeitet 10. Aug. 2026
Themenstarter51 Beiträge · seit 201404. Juli 2016 · #34
Heute steht unser Ausflug zum UNESCO Weltkulturerbe Tsodillo Hills an. Nach dem Frühstück geht es auf die ca. einstündige Fahrt gen Süden. Da es mittlerweile tagsüber wirklich warm wird haben wir uns entschieden, relativ früh aufzubrechen.

Die Fahrt zu den Mountains oft he Gods ist nicht sehr abwechslungsreich, wenn man mal von den tausenden von Schmetterlingen absieht, die in der Luft sind. Nachdem man von der Hauptstraße, welche geteert ist, aber deren Zustand mehr als bedenklich ist, abbiegt, fährt man nochmal eine knappe halbe Stunde auf einer sehr guten Pad, bis sich die Berge über die weite Ebene erheben. Ein grandioser Anblick!

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Am Gate angekommen müssen wir erst einmal ein Permit erwerben um auf das Gelände zu kommen, welches auch einen Zeltplatz hat und auf uns etwas unübersichtlich wirkt. Gott sei Dank überholt uns dann ein Pick-Up mit vielen Menschen an Bord, hinter welchem wir her fahren. Wie sich herausstellt sind das die Angestellten und Guides, wir waren wohl etwas früh da.

Am Parkplatz der Tsodillo Hills angekommen lernen wir unseren Guide, Thebe, kennen, der uns erst einmal erklärt, welche Wanderrouten es gäbe, wie lange diese dauern und was man alles sehen kann. Außerdem weist er uns darauf hin, dass das Museum gerade umgebaut wird und darum nicht besichtigt werden kann. Es sollte mittlerweile aber bereits fertig sein.

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Thebe rät uns, den Rhino Trail zu laufen. Bei den Touren in den Tsodillo Hills müssen immer Guides dabei sein. So brechen wir zu dritt auf uns lassen uns überraschen. Das ganze Set up ist komplett anders als in Twyfelfontain letztes Jahr. Ich hatte schon bedenken, dass es das gleiche in grün sei. Falsch gedacht!

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So laufen wir also in unserer kleinen Gruppe herum um den female Mountain (wenn ich mich richtig erinnere) und sehen unterwegs die ersten Felsmalereien – einfach fantastisch. Immer wieder beeindruckend.

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Dann gewinnen wir etwas an Höhe und bekommen viel über Herrn „van der Post“ erzählt und erklärt, der hier wohl als erster Europäer geforscht hatte, die Ahnen und Götter nicht beachtet hätte und daraufhin irgendwas passiert ist… Sorry, die genaue Geschichte ist mir entfallen, aber es gibt wohl ein Buch, das die Geschichte erzählt. Ist wirklich interessant, auch wenn es jetzt nicht so klingt…

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Auf unserem Weg, der knapp 2 ½ Stunden dauerte, ermahnte uns Thebe immer wieder, genügend Wasser zu trinken. Wir schwitzen wie die Sch… - und Thebe – kein Tropfen – unfassbar… Ich bin zerlaufen, obwohl es noch Vormittags war!

Unterwegs dann die unterschiedlichsten Felsmalereien – von „the standing Men“, einem rituellen Ort für, naja ihr wisst schon…

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...bis zu den Rhinos, die dem Pfad seinen Namen geben.

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Auch an einer natürlichen Wasserquelle laufen wir vorbei, die jedoch ist fast versiegt.

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Am höchsten Punkt unserer Tour machen wir einen kleinen Stopp, genießen die Ruhe und den Ausblick und sind einfach nur glücklich, hier zu sein.

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Thebe erzählt uns von Schlangen, Elefanten und sogar Löwen die man hier in den Bergen immer wieder sieht. Am Fuß seinen wohl öfters auch einmal Büffelherden. Wir sehen (zum Glück) keines der Tiere. Ur die Hinterlassenschaften der Elefanten sind überall zu sehen. Ein Highlight für uns war auch, eine Marula Frucht frisch vom Baum zu pflücken und zu essen – sehr lecker – und wohl auch einer der Gründe, warum immer wieder Elefanten in die Berge ziehen.

Am Ende unserer Tour sind wir völlig erschöpft, obwohl eigentlich nicht unfit, aber Thebe steht da, verabschiedet sich von uns und geht ein weiteres Mal mit den nächsten Touristen die Route. In der Hochsaison macht er das bis zu 6x am Tag, auch in praller Sonne…
Wir verabschieden uns von den Tsodillo Hills, beschließen, wenn wir wieder kommen, hier länger zu bleiben und die anderen Routen zu erkunden. Absolut sehenswert, wunderschön und mystisch! Ich war und bin immer noch beeindruckt.

Auf dem Rückweg zur Lodge fahren wir noch nach Shakawe in die Stadt. Wir wollten eigentlich zu dem Mokorohafen, der im Reiseführer beschrieben ist, haben diesen aber nicht gefunden. Stattdessen sind wir in den Shoperite zum Einkaufen – ein Eis und Peacefull Sleep für mich und ganz wichtig, was Kaltes zu trinken. Außerdem genießen wir einfach den afrikanischen Flair, soweit das in diesem kleinen Ort möglich ist! 😉

Den Rest des Tages verbringen wir in der Lodge mit Kartenspielen, Fernsehen und Entspannen. Geht schlimmer, aber auch deutlich besser. Nichtsdestotrotz neigt sich ein absoluter Highlighttag dem Ende, denn wir sind ja nicht nur für Tiersichtungen hier. Morgen geht es dann auf Richtung Maun. Zivilisation, wir kommen…
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zuletzt bearbeitet 04. Juli 2016
Themenstarter51 Beiträge · seit 201404. Juli 2016 · #35
Der nächste Tag ist schnell erzählt, denn es ist ein reiner Fahrttag – es wird auch eher textlastig.

Wir brechen nach dem Frühstück auf, berichten beim Auschecken nochmals von der nicht abschließbaren Tür und dem defekten Licht und sind, so schade es sich anhört, froh, wieder unterwegs zu sein. Beim nächsten Mal wäre dies die einzige Lodge, die wir definitiv austauschen würden. Sorry, dass das jetzt so negativ klingt, aber so war es leider. Für das Geld bekommt man Anderes (ich habe extra nicht besseres geschrieben)! Leider ist die Strecke von Divundu bis Maun ohne Zwischenstopp einfach zu weit für einen Tag und wirklich viel Auswahl an Lodges gibt es unterwegs auch nicht. Außerdem ist Tsodillo unserer Meinung nach ein MUSS auf der Route.

Wir haben nun Plan gefasst, den langen Tag im Auto mit ein paar Stopps zu unterbrechen. So haben wir im Reiseführer gelesen, dass es in Etsha 6, einem kleinen Ort neben der Hauptstraße, einen großen und bekannten Korbladen geben soll. Also, nächster Stopp, Etsha 6!

Die Schilder zu dem Geschäft haben wir auch gefunden – leider nicht viel mehr. Auf unser Nachfragen bei Dorfbewohnern bekommen wir aussagen. „Kenne ich, die Besitzerin wohnt da hinten, soll ich euch hin bringen“?!?! oder „Habe ich noch nie gehört, aber ich fahre mit euch durch den Ort und suche es“?!?!. Das ist uns alles etwas suspekt und wir geben schon fast auf, als meine Frau eine ältere Damen am Straßenrand fragt. Die jedoch kann kein Englisch, jedoch die Damen und Mädels in Hörweite. O-TON „It’s in my house – I show you“. Meine Antwort – No thanks“. Aber dann kommen von überall her Frauen mit Säcken voller Körbe, die vor uns ausgebreitet werden und wir schlagen kräftig zu. Leider sind die großen, die wunderschön sind, nicht transportabel für uns, aber 3 kleine müssen reichen. Wir entscheiden uns, nicht zu handeln und die Frauen freuen sich riesig, das war wahrscheinlich das Geschäft des Monats!

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Dann geht es weiter auf unserer Toure nach Maun. Eigentlich wollten wir einen Stopp am Lake Ngami einlegen, doch irgendwie haben wir Ausfahrt verpasst und so sind wir dann fast in einem Rutsch bis nach Maun durchgefahren. Knapp 6 Stunden hat das gedauert, mit dem Stopp in Etsha 6.

In Maun ist mein erste Gedanke – Stress!!! Mehr als drei Autos, Ampeln, viele Leute auf der Straße, Laut – oh man oh man. Aber wir steuern zielgenau einen Parkplatz im Zentrum Mauns an und genießen nach kurzer Zeit den Trubel und die Hektik, vor allem für einen Sonntag – ganz anders als Windhoek…

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Ich freue mich riesig über den Nandoo’s, wir essen etwas kleines, suchen schon einmal den Weg zum Airport und wo wir das Auto morgen abgeben können und machen uns dann auf zur Thamalakane River Lodge.

Die Lodge ist nichts Besonderes, aber sauber, es gibt gutes Essen, eine schöne Bar, sehr nette und freundliche Bedienungen und einen tollen Blick auf den Fluss. Für eine Nacht vollkommen ausreichend und falls wir irgendwann den Savuti Chobe von Süden her machen wollen, werden wir hier wieder Zwischenstopp machen.

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Wir gehen früh ins Bett, denn morgen früh geht es früh los zurück nach Maun. Unser Flieger ins Delta geht um 10.00 Uhr vom Maun International Airport. Laut Rezeptionistin reicht es, wenn wir um 09.00 Uhr los fahren, alles ganz entspannt… MAN FÄHRT DOCH NACH MAUN SCHON 30 MIN - SCHATZ WIR FAHREN UM 7 UHR?!?!?!! – Ich bin soooo Deutsch….. Man man man

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Themenstarter51 Beiträge · seit 201405. Juli 2016 · #36
Heute geht es in Delta! Ein langersehnter Traum wird wahr. Dieser Tag wird in zwei Beiträge aufgeteilt werden müssen.

Wir also um 08.00 Uhr los, da wir das Auto noch voll tanken wollten, unser Gepäck bei Safari Destination abgeben konnten und das Auto zurückgeben mussten. Und dann geht ja auch zwei Stunden später unser Flug ins Delta. Man weiß ja nie wie der Verkehr in Maun ist, ob das mit der Tankstelle alles so klappt und ob es bei der Autorückgabe irgendwelche Probleme gibt.

Aber alles läuft bestens und super angenehm. Das Auto ist schnell getankt, die Koffer bei Safari Destinations abgegeben (wir dürfen ja nur max. 7 kg ins Flugzeug mitnehmen, in einer weichen Tasche (kein Hartschalenkoffer) und auch die Autorückgabe läuft ohne Probleme.

Fazit zum Auto: Einfach klasse. Der Ford Ranger ist ein super komfortables Auto, auch die Automatikschaltung ist angenehm und außer einem Reifen, der anfangs etwas zu wenig Luft hatte, war alles easy. Auch die Abwicklung über BidVest war sehr gut. Kann ich nur empfehlen.

Aber weiter geht’s auf unserer Reise. Um viertel nach 9 sind wir also am „International Airport“ von Maun – evtl. zu Vergleichen mit dem Baden Airpark oder Friedrichshafen. Evtl. ist auch Bonn Hangelar gleich groß…  Vor dem Flughafen gibt es Fressbuden und einige Souvenierläden, die wir noch durchstöbern. Aber seht selbst:

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Um kurz vor 10 ist dann auch schon „Boarding“ und ich freue mich wie ein Kind, dass es endlich los geht und auf den Flug mit der kleinen Maschine. O-Ton unseres Piloten von Moremi Air: “Sorry, we have 5 passengers, but only 4 seats, one of you needs to sit on the co-pilot chair“. I wäre ja gerne, habe aber einer versnobbten Spanierin den Vortritt gelassen – dabei wollte ich unbedingt… Doof.

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Der Flug ist ein Traum, sorry für die vielen ähnlichen Bilder:

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Man kann sogar die Laufwege der Tiere erkennen, und die brauen Stellen sind da, wo das Wasser zur Hochsaison die Floodplains bildet. Auch ein Elefant von oben war zu sehen.

Die Landung war dann wieder ein absolutes Highlight. Erst einmal ein Überflug, da man ja prüfen muss, ob Tiere auf der Landebahn sind und ob alles frei ist. Dann auf einer etwas kurzes Schotterpiste landen – ein Traum!

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Der ganze Flug hat nicht länger als 25 Min gedauert und war eine wahre Freude – so muss Fliegen sein. Am Rollfeld wurden wir auch schon von den Mitarbeitern vom Gunns Camp und Moremi Crossing erwartet. Die drei Spanierinnen sind direkt in Moremi Crossing gegangen, wir für die erste Nacht ins Gunns Camp. Und dieses Camp ist FANTSATISCH! Zelte unter den Bäumen, alles sehr rudimentär, aber sauber, mit einem „Foyer“ im Zelt mit Schreibtisch und Sesseln, im Zelt selbst ein Ventilator, ein kleines Bad und eine Außendusche. Gewöhnungsbedürftig war nur das braune Wasser, welches direkt aus dem Fluss kommt und vorher nur chemisch „desinfiziert“ wurde. Zum Duschen OK, aber für den Rest etwas merkwürdig.

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Das Haupthaus, in welchem die Mahlzeiten eingenommen werden, wo ein Kühlschrank zur Selbstbedienung steht und im OG eine Aussichtslounge ist, ist wunderbar gelegen und über einen langen Steg zu erreichen.

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Das Haupthaus liegt an einem Seitenarm des Flusses, der wohl immer Wasser führt, auch jetzt zu dieser Jahreszeit, wo das Wasser erst langsam in das Delta einfließt – zur Zeit ist alles noch sehr trocken – was auch die Buschbrände in der Umgebung erklärt. Aber so lange die Mitarbeiter keine Sorgen haben, machen wir uns auch keine. Lediglich den Blick in die Ferne trübt das etwas, und je nach Windrichtung, riecht es nach Feuer.

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Die Feuer haben wir auch aus dem Flugzeug schon gesehen, aber auch Mitch, der Pilot, meinte, dass sei alles normal und kein Problem. Nur zu den Ursachen gab es unterschiedliche Meinungen. Entweder von Fischern gelegtes Feuer oder natürliche Buschbrände… Wir wissen es nicht.

Nachdem wir uns eingelebt haben und alles erkundet haben halten wir eine Siesta und dann um 15.00 Uhr geht es los zur Bootstour. Das kommt dann im nächsten Bericht.
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30 Beiträge · seit 201605. Juli 2016 · #37
Hallo Dominik,
wir fahren im Mai/Juni 2017 eine ähnliche Strecke und ich freue mich auf Deinen Reisebericht. Also dann steige ich schon mal ein und komme mit 😛

Lieben Gruß
Birgit
30 Beiträge · seit 201605. Juli 2016 · #38
2014 war die Voigtland Guestfarm auch unsere erste Anlaufstelle. Wir wurden sehr herzlich aufgenommen und haben uns super wohl geführt. Im kommenden Jahr werden wir wieder die 1. Nacht dort verbringen - ist schon gebucht. 😉

Viele Grüße
Birgit
30 Beiträge · seit 201605. Juli 2016 · #39
Tolle Fotos! Da bekomme ich sofort Lust, in den nächsten Flieger zu steigen.

Viele Grüße
Birgit
Themenstarter51 Beiträge · seit 201405. Juli 2016 · #40
Nach der Siesta auf der großen Terrasse vor unserem Zelt und im Haupthaus machen wir uns um 15.00 Uhr auf zu unserer Bootstour im Delta. Unser Guide nimmt uns beide und zwei sehr nette US-Amerikaner mit auf die Tour. Wir fahren entlang des Feuers (jetzt weiß ich auch warum sich da keiner Sorgen gemacht hat – der Fluss liegt zwischen Feuer und Lodge) durch etwas stinkendes Wasser.

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Durch das ankommende Wasser, den dadurch mitgebrachten Schlamm und die Schwemmstoffe sterben viele Fische und verwesen an der Wasseroberfläche. Auch ist das Wasser sehr braun, schon fast rot, doch unser Guide meinte, in ein bis zwei Wochen, wenn die Flut vollständig angekommen ist, sei das alles klares, sauberes Wasser. Für uns haben die faulenden Fische einen großen Vorteil. Ganz viele Marabus! Endlich – Marabus in schöner Umgebung. Sorry, jetzt müsst ihr durch ein paar Bilder durch:

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Auch Fischadler hat es in Hülle und Fülle. Hunderte Vögel, überall, und das ist absolut nicht übertrieben.

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Wir fahren weiter bis zu einem Hippopool und beobachten hier die Großfamilie.

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Weiter entlang des Flusses sind immer wieder große Ansammlungen von Vögel, dieses Mal auch verschiedene Pelikanarten.

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Hier nehmen wir dann auch unseren Sundowner ein.

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Auf dem Rückweg sehen wir auch noch eine kleine Gruppe Elefantenbullen, die sich in der Abendsonne ihr Abendessen schmecken lassen.

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Wir fahren vorbei an Moremi Crossing…

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…und sehen das Feuer, durch den Wind angefacht, ganz nah.

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Letztlich genießen wir mal wieder den wunderschönen Sonnuntergang auf dem Fluss, essen lecker zu Abend und fallen, überwältigt von all den Eindrücken ins Bett.

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Morgen früh geht es auch wieder früh raus. Wir gehen Mokoro fahren und machen einen Nature Walk.
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