nun sind wir schon wieder über 3 Wochen zurück von unserer zweiten Reise in das südliche Afrika. Letztes Jahr haben wir unsere Flitterwochen in Namibia verbracht, bei welcher wir die "übliche Route" gefahren sind. Das hat uns so gut gefallen, dass wir direkt wieder zurück wollten. Das Virus hatte uns also gepackt! Und meine Frau hat in der Zwischenzeit auch eine Stelle bei einem Reiseveranstalter gefunden mit Fokus auf das südliche Afrika - wie passend 😎 Dieses Mal sollte es nun also Richtung Vic Falls gehen, in den Sambesi Streifen und ins Delta.
Vorab, vielen vielen Dank an alle die hier so viele und hilfreiche Beiträge schreiben, mit deren Hilfe ich zum einen die afrikafreie Zeit überbrücken kann und die uns bei den Planungen sehr helfen. Meist bin ich jedoch ein "stiller Mitfahrer/Leser". Das wird sich hoffentlich nun ändern.
Reiseroute
FRA - WDH - VIc Falls SAM - Bayete Guest Lodge (1 ÜN) BOT - Chobe Bakwena (1 ÜN) BOT - Chobe Elephant Camp (1 ÜN) NAM - Jackalberry Tree Camp (2ÜN) NAM - Divava Lodge and Spa (1 ÜN) NAM - Riverdance Lodge (1 ÜN) BOT - Shakawe River Lodge (2 ÜN) BOT - Thamalakane River Lodge (1ÜN) BOT - Gunn's Camp (1 ÜN) BOT - Moremi Crossing (1 ÜN) Maun - WDH NAM - Onjala Lodge (2 ÜN) WDH - FRA
Planung und Flug:
Gefolgen sind wir mit Air Namibia von Frankfurt nach WDH und am Nachmittag weiter nach Vic Falls. Der Rückflug dann von Maun nach WDH, 2 Tage Pause und relaxen und dann zurück nach Frankfurt. Die Flüge waren alle voll bis ausgebucht, das Essen für Flugzeuge wirklich gut. Das Boardentertainment lässt sich sehen und der Service ist auch überaus höflich und freundlich.
Normalerweise bin ich bei solchen Reisen derjenige, der versucht, möglichst viel vorab zu planen und sich genauestens zu informieren, doch da wir vor dem Urlaub auch noch nach Bonn gezogen sind und er Umzug doch einiges an zeit in Anspruch genommen hat, haben wir das einfach mal auf uns zukommen lassen. Meine einzige Informationsquelle war hier dieses tolle Forum.
Auto
Als Auto hatten wir einen Toyota Hillux DC über SunnyCars und BidVest gebucht. Den Hillux hatten wir auch letztes Jahr und wir waren einfach super glücklich damit. Auch wenn wir wussten, dass die Tour dieses mal sehr wenig auf Pad sein wird, wollten wir uns das trotzdem gönnen. Abgeholt haben wir unser Auto in Kasane an dem Tag als wir dort aufgebrochen sind. Davor haben wir alles mit Transfers via Wild Horizonts gemacht. Auch das war sehr gut, für mich etwas ungewohnt, da ich als Vielfahrer der klassische Selbstfahrer bin. Überraschung dann bei der Übergabe des Autos, wir bekommen ein Upgrade - Ford Ranger 4x4. GENIAL!!!
Der hat uns dann auch bis Maun begleitet, wo wir den Wagen wieder abgegeben haben, bevor es ins Delta gegangen ist.
Gleich geht's los:
Ich freue mich schon, dass ich das erste Mal einen Bericht schreibe, da ich die Hoffnung habe, den Urlaub so nochmal zu erleben und einige Erlebnisse nochmal zu rekapitulieren. Bitte macht euch keine zu große Hoffnungen, wir sind keine super Fotografen, wie so viele hier im Forum, eher die Schnappschussleute. Auch im Texten bin ich wahrscheinlich nicht der kreativste oder humorvollste, aber es wird schon werden. Der Titel des Reiseberichts kommt daher, dass wir zwar sehr sehr schöne Erlebnisse hatten, nicht so viele Spektakuläre wie so viele andere hier, aber man muss eben zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein. Wobei man das ja nicht wirklich beurteilen kann, ob man das gerade ist und wir uns darüber doch sehr oft Gedanken gemacht haben - "hätten wir länger bleiben sollen" - "gut dass wir hier ausgeharrt haben" etc. etc.
So, nun aber genug der Vorrede, gleich geht es los mit dem ersten Tag. Ein Satz vielleicht noch vorab: ich kann nicht versprechen hier jeden Tag einen Bericht einzustellen. Aber ich versuche, den Bericht möglichst zügig voranzubringen. Aber nicht böse sein, wenn mal eine Woche nix kommt.
Liebe Grüße und viel Spaß beim Lesen
Euer Dominik
Teil 224. Mai 2016
Anreise und der 1. Tag
Der Flug verlief absolut unspektakulär. Der A 330 von Air Namibia ist pünktlich in Frankfurt gestartet und gegen 05.30 Uhr in Windhoek aufgesetzt. Nachdem die Türen aufgegangen sind und wir die Luft riechen läuft mir ein Schauer über den Rücken und ich muss mich zurückhalten nicht laut los zu schreien, WIR SIND WIEDER DA. Das war ein so tolles Gefühl, den Geruch Afrikas endlich wieder in der Nase zu haben. Unbeschreiblich!
Die Einreise verlief problemlos und schnell, dann direkt zum Schalter von BidVest, denn wir haben für die Überbrückung der 8 Std. bis zum Weiterflug nach Vic Falls einen Mietwagen gebucht. Meine Frau und ich wollten uns zwei Lodges in der Umgebung des Flughafens anschauen, was allemal besser ist, als 8 Std. am Flughafen zu warten. Da unser Gepäck durchgecheckt ist geht das alles ganz schnell und wir fahren direkt auf die Piste. 1. Ziel ist die Voigtland Lodge, ca. 25 km entfernt vom Flughafen. Und da ist sie schon, die erste Pad 😁 . Juhuuuu.
Doch mit dem kleinen Toyota macht das dann doch nicht so viel Spaß wie mit dem Hillux letztes Jahr. Gut, dass das die einzige Pad bleibt heute.
Auf Voigtland angekommen, wir haben es nun so 7.30 Uhr, werden wir überaus freundlich begrüßt, wir dürfen uns frisch machen und bekommen ein super leckeres Frühstück. So kann man es aushalten und wenn wir das nächste Mal kommen und eine Unterkunft beim Flughafen brauchen, wissen wir, wo wir hingehen.
Super nette Besitzer, zwei süße Hunde und viele Katzen lassen uns die Müdigkeit vergessen und heißen uns Willkommen in Namibia. Wir sind einfach nur glücklich, wieder da zu sein und genießen alles in vollen Zügen!
Danach geht es weiter zur Etango Ranch direkt gegenüber des Flughafens, wo wir uns lange sehr nett mit dem Besitzer unterhalten, uns die Ranch zeigen lassen und die Zeit bis zum Weiterflug verbringen.
Nicht jedoch ohne auch noch bei der neuen Puma Tanstelle vorbei zu fahren, die nun eröffnet ist. Letztes Jahr standen wir hier noch vor verschlossenen Türen. Auch einen kurzen Abstecher Richtung Seeis lassen wir uns nicht nehmen. Für uns war das allemal besser, als für ein paar Stunden nach Windhoek rein zu fahren, da es uns hier letztes Jahr nicht so sehr gefallen hat.
Dann geht es wieder ganz schnell. Auto zurückgeben natürlich ohne Probleme - wieder durch den Sicherheitscheck und ab in den Flieger auf nach Vic Falls. Hier hat es uns dann beide doch übermannt, wir verschlafen fast den ganzen Flug. Rechtzeitig zum Bestaunen der Gischt der Victoria Fälle wachen wir auf. Was für ein Anblick, schon aus dem Flugzeug und aus dieser Distanz! Unglaublich, jetzt geht der Urlaub richtig los.
Angekommen im nigelnagelneuen Flughafen in Vic Falls (Eröffnung laut unserem Guide Ende Dezember 2015) erst einmal die 30 Dollar Einreisegebühr zahlen, dann steht auch schon unser Gepäck da und unser Fahrer von Wild Horizonts fährt uns mit einem weiteren Angereisten zu unserer ersten Unterkunft.
Gegen 17.00 Uhr kommen wir in der Bayete Guest Lodge an, werden sehr freundlich empfangen und direkt zum Zimmer gebracht. Auch diese sind super sauber, sehr großzügig und schön eingerichtet. Jetzt heißt es für uns erst einmal ankommen und "runterkommen".
Wir genehmigen uns einen ersten Drink an der sehr gut sortierten Bar.
Dann ist auch schon bald Zeit für das Abendessen, welches wir in der Lodge einnehmen. Das Essen ist lecker aber nichts besonderes. Ich bin etwas enttäuscht, da es kein Wild gibt. Da war ich aus Namibia anderes gewöhnt... Aber das wird sich im Urlaub so weiter durchziehen - wenig Wild...
Glücklich aber müde fallen wir früh ins Bett. Die Mücken sind etwas nervig und wir sind froh, dass wir ein Mückennetz haben. Und Peaceful Sleep, denn unser mitgebrachtes Mückenspray (Tropical), hat mal so gar keinen Einfluss auf die Fliegeviecher dort... Vor dem Einschlafen lauschen wir noch dem Rauschen der Victoria Fälle, welche bis zur Lodge zu hören sind. Unbeschreiblich schön und unsere Vorfreude auf den nächstes Tag wächst. Wir sollen, laut der Managerin von Bayete gegen 9.00 Uhr von einem Guide von Wild Horizonts abgeholt werden und zu den Fällen gebracht werden. Ich bin mal gespannt ob das alles so klappt. Bisher hat alles gepasst, aber etwas mulmig ist mir da doch dabei, wenn ich "fremdgesteuert" bin und nicht selbst das Lenkrad in der Hand habe... Ein ganz neues Gefühl für mich.
Gute Nacht alle zusammen
Dominik
Teil 326. Mai 2016
Victoria Fälle und Chobe Nationalpark
Was für ein erster Tag, aber lest selbst...
An unserem ersten vollständigen Tag konnten wir etwas ausschlafen. Wir wurden ja erst um 09,00 Uhr abgeholt, also reicht es, wenn dann abfahrbereit sind. Nach dem Frühstück noch kurz frisch machen, Koffer fertig machen und auf geht's. Und siehe da, unser "Abholservice" verlief ohne Probleme. Mit Bus und Anhänger ging es, schon um kurz vor 9, auf den kurzen Weg zu den Victoria Fällen.
Die Fahrt führte uns einmal quer durch Vic Falls, direkt vor den Eingang zum Park.
Bevor wir hineingegangen sind, noch kurz die Abholzeit ausmachen - 10.45 Uhr - und einen Regenmantel für 3 USD pro Person leihen (WOFÜR zum Teufel... dachte ich da noch... 28° Celsius, keine Wolke am Himmel und alles Staubtrocken). Dann die Eintrittsgebühr für die nächsten 1 1/2 Std. bezahlen (ziemlich heftige 30 USD/Pers. - gut dass wir keine Engländer oder Amerikaner sind...dann wären es 50 USD, so sagte uns unser Guide) und los geht's entlang aller Aussichtspunkte.
Und die Aussicht war genial. Unterwegs dachte ich immer noch, wofür trage ich hier diesen blöden Regenkittel rch die Gegend, der stört nur! Laut dem Guide am Eingang waren die Fälle bei ca. 80% Füllstatus, aber wir fanden es schon in diesem Ausmaß unbeschreiblich. Leider mussten wir uns überall etwas beeilen, denn die Zeit reicht zwar aus, aber wenn man etwas auch genießen will, was man dort wirklich sollte, dann muss man sich mehr Zeit nehmen. Das schöne an der Uhrzeit war, dass kaum andere Touristen vor Ort waren. Die Busse kamen erst an, als wir schon wieder raus sind.
Hier ein paar Eindrücke der Fälle:
Und dann, je weiter es Richtung ZIM-SAM-Brücke gegangen ist, wurde es auch etwas feuchter. Also Regenmantel anziehen, aber das reicht auch, zumachen muss man nicht....
Zumachen sollte man vielleicht doch....Naja, ein bisschen Feuchtigkeit ist ja nicht schlimm und bei den Außentemperaturen trocknet das ja alles schnell wieder.
Da hatte ich aber nicht bedacht, dass wir gleich in einem stark klimatisierten Bus sitzen, der uns nach Botswana bringt... Und da drin trocknet nix. Also kurz umziehen, als wir andere Gäste abholen, die mit uns nach Botswana gebracht werden.
Da wir noch etwas Zeit hatten, nachdem wir die Fälle angeschaut haben, haben wir noch eine Stadtrundfahrt in Vic Falls gemacht, einen Markt, dessen Namen ich vergessen habe, besucht, an einem "Giant Baobab" gehalten (da gab es unterwegs jedoch weitaus schönere und größere) und, nachdem alle an Bord waren, auch nach Botswana mit Wild Horizonts.
Fazit Bayete Guest Lodge: etwas unpersönlich, aber saubere Zimmer, Essen war OK, schöner Pool und die Lage zu den Fällen ist auch in Ordnung. Wir haben es nicht bereut, aber würden das nächste Mal eine andere, näher an den Fällen liegende Lodge nehmen. Für eine Nacht aber absolut OK, da gutes Preis/Leistungsverhältnis.
Fazit Victoria Fälle: Sehr teurer Eintritt, man sollte definitiv länger als 1 1/2 Std. bleiben aber wunderschön, unbeschreiblich und ein Erlebnis, das wir nie vergessen werden! Dafür ist auch der Eintritt dann irgendwo in Ordnung, aber der Mensch ist ein vergleichendes Wesen und wenn man bedenkt, was so der "Eintritt" in die Parks in NAM und BOT kostet, schon heftig. Vielleicht sollten die auch die Preise erhöhen? 🤩
Den zweiten Teil des Tages gibt es später. Euch allen erst einmal einen schönen Feiertag!
Dominik
P.S. Das mit den "Hochkantbildern habe ich leider immernoch nicht hinbekommen? Irgendwelche Tipps/Hilfen? Finde hier leider nix dazu...
Teil 431. Mai 2016
Teil 2. des 1. Tages.
Vorab: Freut ich, dass ihr alle mitfahrt, auch an die stillen Leser, ein herzliches Hallo!
Von den Victoria Fällen geht es nun also per Transfer auf nach Botswana zur Chobe Bakwena Lodge. Der Transfer an sich verläuft relativ ruhig, man könnte schon fast sagen langweilig. Teerstraße, nicht viel zu sehen, keine Tiere, Zeit zum Ausruhen. Die Fahrt dauert ca. 1 St, dann sind wir an der Grenze. Ich habe mir davor ja schon was weiß ich alles ausgemalt, stundenlanges Warten, kein Personal an der Grenze, was auch immer... ABER: Nix war's, an der Grenze in Simbabwe angekommen geht alles rucki zucki, Stempel in den Pass, kurze Frage, wo es hin geht und dann geht's zu Fuß weiter nach Namibia, denn der Transfer darf nicht über die Grenze. Auf der anderen Seite werden wir von einem weiteren Fahrer von Wild Horizonts empfangen, auch hier bei der Einreise geht alles extrem schnell. Schön finde ich, dass in Botswana alles, aber wirklich alles in weiß und hellblau, den Nationalfarben, gehalten ist. Das macht einen wirklich schönen Eindruck. Hier nochmal die Frage, wo es hin geht, Formular ausfüllen, Stempel rein - Max. 20 Min. für alles und dann geht's weiter zur Lodge.
Die liegt ca. 10 Min hinter der Grenze und wir werden wunderbar empfangen. Das Personal versammelt sich, singt ein Lied (Dumela - Willkommen) und wir bekommen feuchte Tücher um uns zu erfrischen. Wahnsinn, der erste Eindruck ist einfach klasse. Wir bekommen eine ausführliche Einführung von der Managerin und dann unser "Zimmer" gezeigt. Einfach toll, aber seht selbst:
Mehr Bilder von der Lodge habe ich in einem anderen Thema von mir geschrieben, auch mit einem etwas ausführlicheren Eindruck von uns.
Da wir so früh angekommen sind hatten wir noch die Möglichkeit, am Nachmittag beim Boat Cruise mitzumachen. KB (so hieß unser Guide) fuhr mit uns ca. 2o Min. ans Ufer des Chobe Rivers, da die Chobe Bakwena Lodge keinen eigenen Steg hat. Aber schon die Fahrt dort hin ist überwältigend. Einfach eine schöne Strecke - durch Kasane, und dann durch den Busch ans Ufer, wo noch andere Lodges ihre Boote haben.
Der Boat Cruise war der Wahnsinn! Schon beim Einsteigen sehen wir die ersten Elefanten am Ufer. Im Hintergrund steht eine Impalaherde am Hang, Kudus kommen zum Wasser, ein Kaffernbüffel sult sich im feuchten Nass und erst die Vogelwelt am Ufer, einfach unbeschreiblich! Vorsicht, jetzt kommen viele Bilder...
Und dann unser Highlight des ersten Tages - HIPPOS!!!! Überall Hippos!
Ich muss gestehen, ich hatte vor der Reise gedacht, oh je, Chobe, das soll doch so voll sein dort, man kann keine Fotos machen ohne ein anderes Boot auf dem Bild zu haben und so weiter, aber nix, der Fluss war groß genug für alle und jeder hatte seine eigenen Tiersichtungen.
So auch wir, ein Hippo, auf einer kleinen Insel, in tollem Fotolicht, also NÄHER ran... Aber seht selbst was passiert:
Ja, das Hippo fand unseren Besuch nicht so lustig. KB, unser Guide, hat also mal schnell "das Gaspedal durchgedrückt" und schnell waren wir weg. War wohl nicht ganz ungefährlich, wie KB meinte. Der Grund war wohl, dass das Hippo gerade aus einem Hippopool vertrieben wurde und einen Kampf verloren hat (siehe die Wunden am Rücken) und dann einfach mal alleine sein wollte...
Überwältigt, glücklich und mit einem Gefühl von "wie soll das noch besser werden" nahmen wir in der Lodge ein super Abendessen zu uns und sind dann etwas erschöpft ins Bett gefallen.
Morgen geht's wieder früh raus, zum Morning Gamedrive im Chobe mit KB. Das wird bestimmt auch ein Spaß! Und unser nächstes Highlight wartet schon...
Schönen Abend euch allen
Domi
Teil 507. Juni 2016
Hallo zusammen,
heute geht es mal einen Tag weiter auf unserer Tour.
Tag 3: Von Kasane nach Ngoma Bridge
Bevor es am nächsten Tag auf Richtung Ngoma Bridge ins das Chobe Elephant Camp im Westen geht, nehmen wir noch an einem Morning Game Drive mit KB teil. Also "früh" raus, gegen 6 sind wir schon auf der Straße und auf Richtung Chobe Park. Der Weg von Chobe Bakwena zum Gate des Chobe Parks ist in unter einer halben Stunde zu erreichen. Auf dem Weg dahin sehen wir unsere ersten Marabus, leider an einer Müllkippe in der Nähe von Kasane. Ich wollte ja unbedingt Marabus sehen, aber so?! Nicht sehr schön. Die Bilder erspare ich euch. Aber einige sind auch noch am Schlafen auf den Bäumen auf der anderen Seite der Straße.
Dann am Gate geht es direkt los auf GameDrive. Mal schauen, was wir alles so gesehen haben:
Auf dem Weg zum Wasser, dann schon die ersten Tiere:
Wir sehen auch Löwenspuren, aber von den Löwen selbst keine Spur....
Dafür aber unser Freund von gestern Abend:
Und auch sonst sind überall Tiere zu sehen
Auf dem Rückweg dann auf einmal eine Elefantenherde! Einfach magisch, wie die aus den Büschen kommen, man die Tiere davor nicht sieht und (wegen Auto) auch nicht hört und auf einmal sind sie da:
DAS Highlight des morgens sollte allerdings bei der Rückfahrt ereignen! Wir komplettieren die BIG 5!
Auch wenn es nur ein kurzes Vergnügen war, der Leo hat die Straße gequert und ist ab ins Gebüsch (so schnell hatte ich nur leider die Kamera nicht parat), es war gigantisch! Wir sind überglücklich! Und auf dem Rückweg dann noch einige andere Tiere
Und so hat sich der Morgen für uns schon sehr gelohnt. Es war einfach unbeschreiblich und wir waren auch deutlich länger unterwegs, als geplant.
Mit KB dann noch kurz Pula in Kasane holen, zurück zur Lodge, auschecken und dann das Auto abholen. Hie rhaben wir uns über einen Ford Ranger, anstatt eines Toyota Hillux DC bekommen. Super! Das ist klasse.
Beim auschecken wir für uns wieder geungen 🙂
Etwas blöd war nur, dass uns von Bidvest gesagt wurde wir sollten den Wagen bei einer Lodge in der Nähe abholen, doch in der Lodge war kein BidVest BÜro mehr. Wir sollten in die Stadt. Dort angekommen ist keiner da, ist ja Sonntag, also schnell die Notfallnummer auf dem Schild angerufen und der sehr freundliche Mitarbeiter von BidVest kam direkt an. Er stand wohl seit über 3 Std. am Flughafen und hat auf uns gewartet. Das war mal klassische Misskommunikation. Aber alles gut gegangen und auf geht es mit dem Auto in Richtung Ngoma Bridge - aber das erzähle ich das nächste Mal.
Schönen Abend euch allen
Euer Domi
Teil 609. Juni 2016
So, weiter geht's. Auf nach Ngoma Bridge.
Vorab, vielen Dank an alle Danken-Button-Klicker. Freue mich auch über jeden Kommentar und Feedback. Kurz zu den Fotos, ich hatte geschrieben, dass das eher Schnappschüsse sind. Der Anspruch sollte ja immer so sein, dass es besser geht und wenn man sich so die Reiseberichte von so machen hier im Forum angeht, da kann ich noch einiges lernen und muss noch VIEL üben. Wahnsinn, was hier manche für Bilder machen. Das nehme ich als Ansporn und Anspruch 🙂. Am langen Ende ist Tierfotografie aber doch sehr abhängig von den Motiven, also mal wieder right place - right time. Freut mich aber umso mehr, dass euch die Bilder gefallen 🙂
So jetzt geht's los.
Endlich wieder selber Auto fahren. Und die Vorfreude auf Pads und Sand mit dem Auto steigt langsam ins unermessliche... Obwohl ich mir das mit dem Automatik im Sand noch nicht so ganz vorstellen kann... Aber das wird schon. Erst mal geht es quer durch den Chobe NP auf (langweiliger) Teerstraße. Kilometerfressen steht an. Nach knapp 1 1/2 Std. erreichen wir das Chobe Elephant Camp am anderen Ende des Parks, kurz vor der Ngoma Bridge.
Was für eine Lodge! Was für ein Ausblick!!! Unglaublich schön hier. Ein tolles, offenes Haupthaus, sehr schön eingerichtete Zimmer und super freundliches Personal, was will man mehr!?! Wirklich zu empfehlen.
Für uns neu ist, dass wir Abends vom Haupthaus zu unserem Zimmer von einem Guide gebracht werden. Auch der Hinweis, Nachts das Zimmer nicht zu verlassen und sich nicht zu wundern, wenn man Nachts Stimmen höre (das sind die Guides, die Nachts "patrouillieren") ist etwas ungewohnt. Aber da das Camp "unfenced" ist, scheint das wohl nötig zu sein.
Der Blick ist aber einfach genial nach Namibia rüber:
Nach einer kurzen Einführung durch den Manager geht es auch gleich auf zur Tour in den Chobe. Mike, unser Guide fährt den kurzen Weg zum Gate (max. 5 Min.) und los geht's über Pisten die pure "African Massage" versprechen. Schon auf dem Weg zum Gate sehen wir die ersten Elis, die an einem Wsserreservoir genüsslich saufen.
Bei unserer Tour geht es direkt runter zum Fluss und da kommen wir aus dem Staunen nicht mehr heraus. Wir landen MITTEN in einer Gruppe von über 500 Elefanten. Überall um uns herum sind sie, die grauen Giganten. Das kann man gar nicht in Worte fassen, schon gar nicht auf Bilder. Wir stehen einfach nur da und beobachten. Man sieht einfach alles - kämpfende Bullen, spielende Babys, fürsorgliche Kühe, tobende Halbstarke - ein absoluter Wahnsinn. Die Zahl 500 kommt übrigens von unserem Guide, wir haben nicht gezählt. Ich hätte aber definitiv auf mehr getippt. So, seht selbst 🙂
Egal wo wir (sehr langsam) hingefahren sind, überall Elefanten. Im Wasser, am Wasser, in den Büschen und an den Hängen. ÜBERALL!!!
Nachdem wir uns losreißen konnten/mussten, waren die restlichen Sichtungen, so genial sie auch waren, einfach nicht mehr das Gleiche. Aber auch die Antilopen, Giraffen und Baboons haben es uns angetan. Vor allem die kleinen Baboons, bei denen wir die Theorie aufgestellt haben, dass die bei deren Geburt die Ohren schon in Originalgröße fertig sind und der restliche Körper da rein wächst... Das Bild weiter unten wäre unser "Beweis" 🙂
Nachdem wir zurück sind gibt es ein leckeres, aber nicht überragendes Abendessen, bei welchem wir sehr interessante Geschichten mit den Mitarbeitern und anderen Gästen austauschen. Leider geht es morgen schon weiter. Hier wären wir gerne länger geblieben und hätten den Park noch weiter erkundet. Wir waren auch wirklich die einzigen in dem Teil des Parks. Niemand anderes unterwegs... Das hat mich schon ein wenig gewundert. Nachdem ich vor unserer Reise doch Sorgen hatte, dass der Park "völlig überlaufen" sein könnte... Aber ich wurde eines Besseren belehrt.
Morgen geht es also eigenmächtig über die Grenze nach Namibia und auf in den Linyanti NP, Nkasa Rupara NP, wie auch immer. Da scheinen die sich selber noch nicht ganz einig zu sein...
Nächstes Ziel also: Jackalberry Tented Camp! Endlich mal für 2 Nächte 🙂
Liebe Grüße und schönen Abend euch allen
Euer Domi
Teil 722. Juni 2016
Hallo zusammen,
bitte entschuldigt die lange Pause, aber ich war beruflich unterwegs. Heute Abend geht es aber weiter.
Zur Einstimmung schon mal zwei Bilder welche die kommenden Tage beschreiben.
Schönen Tag euch allen und bis später!
Euer Domi
Teil 822. Juni 2016
Neuer Tag - neues Glück
So, endlich geht es weiter auf unserem Trip. Sorry, dass es so lange gedauert hat, ich war aber beruflich unterwegs und hoffe, nun etwas zügiger voran zu kommen...
Heute geht es zum Jackalberry Tentec Camp in den Linyanti National Park in Namibia. Bevor es los geht steigen wir aber wieder zu Mike in den Wagen und machen noch einen Morning Game Drive im Chobe. Zuerst fahren wir natürlich an die Stelle, an der wir gestern die riesige Elefantenherde gesehen haben, aber heute ist niemand da. Kein Glück, also suchen wir die Elefanten, um es vorweg zu nehmen, leider glücklos. Und glücklos schein die gesamte Tour zu werden. Heute zeigen sich in der ersten Stunde kaum Tiere, so freuen wir uns über Hammerköpfe, die Ihre Nester bauen
über Krokodile, die wir aus der Ferne sehen
und Lechwes in großer Zahl.
Außerdem sehen wir unterwegs, Raubvögel, Kudus, Varane und erfreuen uns der wunderschönen Landschaft!
Dann sehen wir einen einsamen Büffel im Wasser und Mike hat irgendwie das Gefühl, dass dazu noch eine ganze Herde gehören soll. Also, auf geht die Suche! Und dann, hinter einer Kurve sehen wir die Herde und stehen plötzlich mittendrin. Ca. 300 Tiere mit Kälbern grasen in den Büschen. Etwas mulmig wird einem dabei schon, aber es ist majestätisch!
Das ist der Indikator, wie auch immer...
Dann machen wir uns auf den Rückweg und nach einer sehr freundlichen Verabschiedung im Chobe Elefant Camp machen wir uns auf den Weg zur Grenze. Die passieren wir ohne großes Häckmäck, es geht alles sehr schnell, mal abgesehen von der südafrikanischen Reisegruppe vor uns, die irgendwelche Probleme mit dem Auto haben. Bei uns geht alles ganz zügig, die Asureise geht fix, auch bei der Einreise nach Namibia geht es schnell. "Maut/Starßennutzungssteuer" bezahlen, Formular ausfüllen, Stempel abholen, fertig und weiter geht's.
Der Weg von Ngoma Bridge nach Katima ist relativ unspektakulär. Man passiert viele Dörfer, da es Mittagszeit ist, sind VIELE Schüler unterwegs (mitten auf der Straße, auf welcher man theoretisch 120 km/h fahren dürfte) und immer weiter Richtung Katima. Dort angekommen rufen wir in der Nkasa Rupara Lodge an und Kündigen unseren Besuch an. Dies wurde uns so gesagt, dass auch ja jemand vor Ort ist, um mit uns weiter zum Jackalberry Camp zu fahren. Die frisch geteerte Straße von Katima in den Süden zum Linyanti Park führt uns schnell ans Ziel - denken wir... Unterwegs sehen wir die ersten Buschfeuer, welche wir für die nächsten Tage sehen sollen und welche die Sicht, auch 50 km weiter trüben. Aber das ist uns egal... Wir machen uns mehr sorgen um die Bewohner und die Tiere. Aber angeblich sei das normal und die Natur brauche das auch mal...
Im Linyanti angekommen fahren wir (endlich) über richtige Pads zur Nkasa Rupara Lodge und werden freundlichst von den italienischen Besitzern begrüßt und dann geht es eine 3/4 Std. weiter über Stock und Stein zum Jackalberry Camp. Wahnsinn, schon die Anfahrt macht riesig Spaß, auch wenn es etwas anstrengend ist. Aber es lohnt sich!
In Jackalberry angekommen, verschlägt es uns die Sprache!
Einfach Wahnsinn und ich nehme es vorweg - es war die genialste, schönste und einmaligste Lodge, die wir je gesehen haben. Und das alles gepaart mit super freundlichem Personal und tollem Essen!
Wir machen abends noch einen kurzen Game Drive zusammen mit Rodgero, dem Besitzer und unserem Guide für die nächsten Tage, mit dem wir tolle und interessante Gespräche haben werden. Aber auch von der Lodge aus hat man schon traumhafte Ausblicke.
Auch der Game Drive lohnt sich.
Wir kennen das abendliche Prozedere ja mittlerweile. Wir werden zum Zelt gebracht und gebeten, Nachts nicht hinaus zu gehen. Vor einigen Wochen sei wohl ein Löwenrudel für eine kleine Rast auf die Terrasse vor die Zelte gekommen und hätte sich da erholt. Wir glauben das erst nicht, aber ihr werdet ja noch sehen...
Nach einem leckeren Abendessen (lediglich getrübt von VIELEN Fliegeviechern - es soll wohl noch Abhilfe geschaffen werden) gehen wir völlig platt ins Bett und schlafen bei Elefantenmampfen, Hippogrunzen und Löwengebrüll ein. Was gibt es schöneres - auch wenn sie immer näher gekommen sind, die Geräusche, wir haben traumhaft gut geschlafen.
Gute Nacht und bis morgen!
Euer Domi
Teil 923. Juni 2016
Heute müssen wir einmal nicht umziehen, darum frühstücken wir gemütlich und machen uns dann direkt auf die erste Pirschfahrt mit Rogero. Die Nacht war super angenehm. Die Zelte sind schön kühl, da sie unter Bäumen stehen, man hört nachts die Elis und die Hippos um einen herum und ist am nächsten Morgen erstaunt, wie nah die Tiere den Zelten kommen um zu fressen. Bei uns hat man eindeutige Spuren an der Vegetation gesehen.
Da wir alleine im Jackalberry Tree Camp sind, was einerseits sehr schön ist, andererseits auch etwas merkwürdig ist, da mehr Personal vor Ort ist als Gäste, sind wir auch bei den Fahrten immer nur zu dritt. Aber das Camp ist noch neu, muss sich erst etablieren und so genießen wir den Luxus in vollkommener Abgeschiedenheit.
Übrigens, wenn ihr im Camp seid, lasst euch mal die Geschichte erzählen, warum das Camp so heißt und einen Malachit Kingfinger als Logo hat . Rogero hat enorm viele spannende und lustige Geschichten auf Lager. Auch heute fasziniert und die Architektur und das Setting des Camps noch sehr. Einmalig für uns!
Nach dem leckeren Frühstück bei wunderbarer Aussicht von der Plattform machen wir uns auf den Weg die Löwen zu suchen, die wir die Nacht über gehört haben. Und Rogero weiß wo er „seine“ Löwen suchen muss. Und so finden wir das Löwenpärchen, zu welchen Rogero auch seine Geschichten erzählen kann. Das Männchen hat ein Sendehalsband an, welches aber schon seit Monaten nicht mehr sendet, da der Akku leer ist und der ansässige Tierarzt zu Schulungen etc. in der Welt herum jettet.
Die Löwin hat ihr Frühstück gespottet.
Und schleicht sind an
Doch Pumba hat die Löwin gesehen und rennt hocherhobenen Schwanzes davon.
Naja, wir sind froh einmal Ansätze einer Jagt gesehen zu haben, aber am Ende geht das Weibchen leer aus – der Wind stand schlecht, aber bei dem Blick der Löwin könnte man meinen, wir seien schuld. Rogero meinte jedoch, ihr Göttergatte müsste irgendwo in der Nähe sein…
… und tatsächlich, keine 5 Meter neben uns im Busch liegt ein Löwe und starrt uns an. Gemütlich im Schatten liegend auf sein Frühstück wartend.
Als er den Misserfolg seiner Herzdame mitbekommt, trottet er davon und gesellt sich zu ihr.
Die beiden pflätzen sich in den Schatten, immer aufmerksam beobachtet von den Tieren der Umgebung.
Nach dieser interessanten Begegnung fahren wir weiter und sehen unterwegs rote Hornraben (? - Red Hornbill)
Und Rogero zeigt uns noch die Umgebung der Lodge und wir fahren fast bis zur Rupala Island. Da bisher kaum Wasser da ist, sind alle Wege gut befahrbar, aber auch hier hat Rogero die tollsten Geschichten auf Lager, zu den beiden „Inseln“ Nakasa und Rupara, und zum netten „Missverständniss“ warum die Schwesterlodge von Jackalberry Nakas Lupala heißt… Einfach köstlich! Den Nachmittag verbringen wir in der Lodge, dösen etwas, genießen die Aussicht und beobachten die Lechwes am Wasser bei ihren Paarungsversuchen – es blieb wohl bei Versuchen, aber der Kerle war hartnäckig!
Am frühen Nachmittag machen wir uns wieder auf den Weg, dieses Mal geht es zum Linyanti-Fluss zu einer Bootstour. Die machen wir allerdings nicht alleine, sondern treffen uns mit Gästen aus der Nakasa Lupala Lodge.
Auch unser Guide kommt dieses Mal von der anderen Lodge und macht einen super kompetenten und noch viel wichtiger, mega freundlichen Eindruck!
Unterwegs sehen wir die „üblichen Verdächtigen“ – einen Eli am Wasser, Lechwes, viele Vögel, Krokodile, aber vom Hocker haut uns die Tour nicht. Nur die spannenden Geschichten zur Grenze zu Botswana (am anderen Ufer) sind einfach klasse und teilweise unglaublich!
Normalerweise geht die Bootstour direkt am Jackalberry los, aber da viel zu wenig Wasser da ist, fahren wir im Linyanti-Fluss. Das Thema Wasser beherrscht hier auch eindeutig die Stimmung. Jede neue Wolkenformation am Himmel wird kommentiert in der Hoffnung, so den Regen herbeizureden.
Auf dem Rückweg von der Bootstour machen wir an „unserem“ Hippopool unseren Sundowner und genießen die Abendstimmung.
Nach einem sehr leckeren Abendessen, endlich gibt es einmal wieder Wild zu essen, gehen wir erschöpft ins Bett und können auch schnell einschlafen, bis, ja bis….
Teil 1023. Juni 2016
...bis wir Nachts von Löwengebrüll geweckt werden. wirklich LAUTEM Löwengebrüll. Ich meine auch, dass ich verschiedene Löwenstimmen heraushöre, die immer näher kommen. Bei unserem letzten Urlaub haben wir jedoch gelernt, dass man Löwengebrüll bei gutem Wind bis zu 8 km weit hören kann, also alles in Ordnung. Anfangs dachte ich noch, ach, wenn die so weit weg sind, dann penne ich mal weiter. Meine Frau „stört“ so etwas sowieso nicht beim Schlafen, also mache ich mal wieder die Augen zu.
Das mit dem schlafen funktionierte dann auch wieder. Aber irgendwann, ich merke es ist schon hell, sind die Löwen so laut, dass ich nicht mehr schlafen kann. In der Nähe des Haupthauses höre ich auch Stimmen, die sind jedoch menschlich… Also ziehe ich die Vorhänge hoch und was sehe ich da auf der anderen Seite des Sees, einen Löwen, laut brüllend, direkt in unsere Richtung schauend. Bild Löwe am See.
„Schatz, wach auf, da schaut mich gerade ein Löwe an“. Irgendwie ein anderes Gefühl als im Auto, warum auch immer… Meine Frau also (sonst eher ein „Morgenmuffel“) raus aus dem Bett und zu mir ans Zeltfenster. „Oh, ohne Kontaktlinsen sehe ich da gar nix“. Also schnell fertig machen, und wieder zu mir ans Fenster. Jetzt ist die Frage, schnell zum Haupthaus, aus welchem die Stimmen auch immer lauter werden oder hier verharren?
Wir entscheiden uns für das Haupthaus. Also Beine in die Hand nehmen und ab auf die Aussichtsplattform, wo sich schon alle Mitarbeiter versammelt haben und durch Ferngläser das Treiben beobachten. Zuerst sehen wir nur den einen Löwen.
Aber Rogero meinte derweil, dass es mehrere sind und er sie auch die ganze Nacht gehört hätte. Unser Koch hätte wohl im Vorratscontainer geschlafen, da die Löwen so nah waren… Naja, auch eine Möglichkeit…
Rogero ist voll in seinem Element. Als der erste Löwe in den Büschen verschwindet, tauchen zwei weitere Männchen auf. „I have never seen them before in this area“ „They are massive“ „Tey are on a mission“ das waren die einzigen Sätze, die Rogero noch rausbrachte, bevor er mit uns zum Wagen mehr rennt als läuft und meint, wir müssen schauen, was da passiert. Und was passiert – ein Territorialkampf vom Feinsten. Und wir mitten drin statt nur dabei. Die Löwen beachten uns gar nicht und sind voll darauf fokussiert, den alten Platzhirsch, ääähhh Platzlöwen zu vertreiben. „That’s their mission“.
Für Katzen völlig untypisch verfolgen die Beiden den Löwen sogar durch das Wasser. Mehr zögerlich, aber doch konsequent.
Das Hippo, welches hier lebt ist etwas verwundert über die ungewöhnliche Störung und schaut einmal nach dem Rechten.
Die Verfolgung geht immer weiter und, für uns positiv, meist an der Pad entlang. So verfolgen wir das Schauspiel noch eine Weile, ohne von den Löwen zur Kenntnis genommen zu werden. Die beiden Verfolger machen das sehr schlau, der eine hetzt den zu Vertreibenden, während der andere sich zurückfallen lässt und sich ausruht. Dann wechseln die beiden sich ab. Wirklich spannend. Hätten sie den alten Herrscher töten wollen, dann wäre das ein Klacks für die gewesen. Aber die Hetzjagd ging wohl schon die ganze Nacht um unser Camp herum und sollte den alten einfach nur Vertreiben?! – vermute ich.
Nach einer Weile könnten wir nicht weiter folgen, da die Löwen ins Gebüsch sind und man nur noch ihre Stimmen hörte, also sind wir zurück zum Camp, haben gefrühstückt, ausgecheckt und uns dann auch bald auf den Rückweg gemacht. Ein Stopp in der Nakasa Lupala Lodge musste noch sein, da Rogero und seine Brüder unbedingt die Bilder und Videos von heute Morgen wollten. Das haben wir natürlich gerne gemacht und es gibt auch ein kleines Video bei Youtube davon. (Youtube-Link) Dann haben wir uns endgültig verabschiedet, was uns sehr schwer gefallen ist. Das ist ein wunderbarer Flecken Erde und ein Muss bei unserer nächsten Tour!
Dann machten wir uns auf den Weg zur Divava Lodge & Spa bei Divundu. Erst einmal wieder über Stock und Stein aus dem Park heraus und dann auf direktem Weg nach Divundu!
Wir hatten uns überlegt, dem Mudumu National Park einen Besuch abzustatten, aber unsere Guides meinten alle, dass da viel zu wenig los sei zur Zeit um alleine rein zu fahren. Das Gras zu hoch um etwas zu sehen und ohne Konvoi nicht ratsam. Also kein Stopp sondern auf ans andere Ende des Sambesi Streifens. Ich hatte mir viel versprochen von der Straße durch den Caprivi Game Park. Am langen Ende war es die unspektakulärste Tour des Urlaubs und auch noch recht lang…
Divava gaben wir schnell gefunden – und nach den letzten Tagen ist es ein Schock! Die Lodge, welche wirklich super gepflegt, sehr schön angelegt, in traumhafter Lage gelegen und eindrucksvoll ist, ist uns zu groß, zu touristisch und zu kommerziell… Gut, dass wir hier nur einen Tag bleiben.
Die Zimmer sind klasse und totaler Luxus…
… aber das ist für uns gerade einfach zu viel und der Kontrast zu groß.
Wir entscheiden uns dafür, heute nichts mehr zu machen. Man könnte in den Mahango Game Reserve fahren, was nicht weit ist, eine Bootstour auf dem Okavango machen, auf eine Tour in den Buffalo Park gehen oder sich im Spa erholen, aber das ist alles nix für uns heute. Wir setzten uns auf das Aussichtsdeck, trinken den ein oder anderen Sundowner/Rock Shandy und lassen so gemütlich den Tag ausklingen und verarbeiten das Erlebte.
Morgen geht es weiter, auf zur Riverdance Lodge, und davor noch in den Mahango.
Bis dahin, liebe Grüße an alle!
Euer Domi
Teil 1104. Juli 2016
Und wieder muss ich einen Bericht mit einer kurzen Entschuldigung für die lange Pause beginnen. Bin zurzeit viel unterwegs und komme kaum dazu, zu schreiben. Aber diese Woche sollte es besser werden und falls ich einen Bericht über den Urlaub letztes Jahr nachholen sollte, dann gelobe ich Besserung!
So, nun geht es wieder auf die Straße, von Divava nach Riverdance – über Umwege Wir starten den Tag nach einem leckeren und ausgiebigen Frühstück in der Divava Lodge & Spa. Ich konnte mich leider nicht dazu durchringen, in den Massagetempel zu gehen, aber von außen hat mich das schon angemacht… Das nächste Mal dann… So verlassen wir Divava nach nicht einmal 24 Stunden und fahren als aller erstes die „Popa Falls“ an. Kurz die Gebühr am Campingplatz gezahlt. 5 Min. Fußweg und dann sehen wir sie, die Popa…. naja, selbst Stromschnellen/“Rapids“ wäre schon zu viel gesagt. Nennen wir es die Popa Wasserverwirbelungen. Sehr laut, man hat die auch von Divava schon gehört, aber der Anblick steht in keinem Verhältnis zu der Geräuschkulisse. Mit uns kam noch ein weiteres Pärchen an, die ein Foto machen, und dann wieder umdrehten. Wir haben uns immerhin kurz hingesetzt, aber uns auch nach 5 Min wieder auf den Rückweg gemacht. Hier der Beweis, dass wir da waren:
Nach dieser (sorry) Enttäuschung sind wir zurück auf die Straße und haben uns auf gen Süden gemacht. Der Mahango Game Park stand auf dem Programm, da es immer noch sehr früh war und wir nicht ganz so früh in Riverdance auftauchen wollten. Also das kurze Stück zum Eingang des Mahango Game Reserve gefahren…
… die Permit bei einer überaus motivierten (nämlich auf dem Counter schlafenden Dame) bezahlt…
… und los ging es. Es gibt nur 2 Wege, die man aktuell fahren konnte. Der eine geht am Okavango entlang und ist ca. 15 km lang, der andere führt als Stichstraße von der Transitstraße weg vom Wasser zu einem künstlichen Wasserloch. Diese beiden Routen seien aktuell ohne Probleme befahrbar, bei den anderen sollte man nur in Kolonne fahren. Das zumindest sagte die Frau als ich sie aufweckte um zu bezahlen.
Wir nehmen also erst einmal die Route am Wasser entlang und sehen viele, wirklich viele Tiere! Es war wundervoll. Ein so toller Park!
Aber seht selbst:
Bei den Geiern musste irgendetwas los sein. So viele Geier auf einem Haufen, dazwischen Marabus und verschiedene Adler. Aber auch mit Fernglas war nichts zu erkennen. Schade eigentlich. Überall waren Aasfresser und man kam einfach an keine Stelle, von wo aus man etwas hätte sehen können…
Also sind wir weiter gefahren, bis die Pad wieder auf die Transitstarße führt. Umdrehen, und den gleichen Weg zurück. Es ist wirklich verwunderlich, was man dann so anderes sieht, nur weil man in die Gegenrichtung fährt. Und was sich in einer halben Stunde alles ändern kann an Sichtungen:
Nur die Giraffenwaren noch, wo wir sie zurückgelassen haben.
Da es nun Mittagszeit war machten wir uns auf den Weg Richtung Riverdance. Ein bisschen fahren müssen wir ja auch noch… Unterwegs machen wir einen Stopp bei einem der Souvenierstände am Straßenrand. Ein kleines Mokoro sollte es also werden – und aus einem wurden drei, die auch nicht ganz klein waren. Aber wir haben alles im Koffer verstaut bekommen… Wunderschöne Handarbeit und ein Stopp lohnt sich wirklich.
Die restliche Fahrt über Divundu nach Riverdance war absolut unspektakulär. Aber dann, Riverdance: WOW!!!! Seht selbst, eine klasse Lodge. Mit extrem freundlichen Besitzern – nein Pächtern, aber hört euch die Geschichte am besten selbst live an, tollem Personal, leckeren Essen und wunderschönen Zimmern! Einfach unbeschreiblich:
Abends noch eine Bootstour gemacht, bei der uns unser Guide fragte, ob es in deutschen Flüssen auch so viele Hippos und Krokos gäbe (nein ich habe im Rhein leider noch keine gesehen). Und einen wunderschönen Sonnenuntergang auf dem Okavango, irgendwo zwischen Namibia und Angola gehabt. Traumhaft!
Leider müssen wir morgen schon wieder weiter, hier kann man es aushalten. Aber es war nur noch ein Tag frei. Morgen geht’s also wieder nach Botswana, da bin ich auch einmal gespannt…
Teil 1204. Juli 2016
Nach einer sehr sehr angenehmen Nacht über dem Okavango River bei offenen Türen ohne Mücken gehen wir gut erholt am nächsten Morgen zu Frühstück. Hier werden wir überrascht und werden zum Ausflusgboot gebeten – wir nehmen unser Frühstück auf dem Wasser zu uns. Wie genial ist das denn???
Da wir letzte Nacht die einzigen Gäste in der Lodge waren, ist es sehr ruhig auf dem Gelände. Der Pool lädt ein zum Erfrischen, aber wir quatschen lieber noch etwas mit dem Personal über die Entstehungsgeschichte der Lodge und machen uns dann auf den Weg nach Botswana, genauer gesagt in die Shakawe River Lodge.
Unterwegs möchten wir aber nochmal durch den Mahango Game Park fahren und heute auch zum Wasserloch. Dieser Park ist zwar klein, aber absolut empfehlenswert. Viele Tiere, tolle Landschaft, einfach klasse. Auf unserem Weg entlang des Flusses sehen wir wieder viele Tiere:
Dann geht es Richtung Wasserloch, nachdem wir den African Roadblock passiert haben:
Am Wasserloch dann die majestätische Rappenantilope:
Dann ab, über die Grenze. Auch hier sind die Formalitäten schnell erledigt. Wir werden vom Botswana Tourism Borad noch gefragt ob wir an einer Umfrage teilnehmen wollen – aber gerne doch – und fahren dann über immer kleiner werdende Teerstraßen auf Richtung Shakawe.
Interessant ist, dass es landschaftlich hinter der Grenze wirklich anders ist. Auch sind viel mehr Menschen unterwegs, überall stehen Esel herum, man sieht Hunde (das ist mir so in Namibia nie aufgefallen) und es ist einfach lebhafter.
Die Strecke bis Shakawe ist relativ unspannend, aber dafür auch nicht so weit. In Shakawe angekommen suchen wir die Shakawe River Lodge, wo wir für die nächsten zwei Nächte untergebracht sind. Die Lodge liegt abseits einer kleinen Siedlung, ca. 10 km südlich von Shakawe „Stadt“. Also wollen wir erst einmal wieder tanken, aber leichter gesagt als getan. Die große Shell-Tankstelle im Ort ist geschlossen. Aber laut Passanten soll es noch eine kleine Tankstelle geben, die immer noch etwas hat. Und so suchen wir die kleine Tankstelle und finden eine Zapfsäule, die tatsächlich noch etwas hergibt. Aber auch hier wird bald Schluss sein wenn kein Nachschub kommt, auf den man schon etwas länger warten würde. Uns ist es in dem Moment egal, wir haben Benzin und kommen bis Maun! Da wäre sonst nicht mehr viel unterwegs gekommen, und wir sind glücklich.
Die Lodge selber zeigt sich nicht gerade von ihrer besten Seite. Das Haus, welches wir beziehen ist ganz am Ende, die Tür ist defekt und lässt sich nicht abschließen, die Beleuchtung bis zum Haus ist kaputt, sodass wir im stockfinsteren zu unserer Bleibe gehen. Und das, obwohl es angeblich überall Hippos und Krokos geben soll…
Aber die Zimmer sind wirklich schön, groß, sauber und sogar mit TV ausgestattet.
Auch das Haupthaus ist recht schön gemacht.
Leider ist uns das alles nur wieder viel zu groß und touristisch. Es gibt italienisches Essen (Pasta und Pizza aus dem Steinofen) und sonst wenig bis kein einheimisches Essen. Die Speisekarte ist, freundlich ausgedrückt, miserabel. Genauso wie das Personal. Ohne Lust, ohne Engagement, die Dame an der Bar kennt Gin-Tonic nicht, man muss, trotz wenig Betriebs, ewig warten. Das Personal schaut lieber Grease im TV statt zu arbeiten. Wirklich enttäuschend. Und das in der Lodge, in der wir eigentlich etwas relaxen und uns verwöhnen lassen wollten. Naja morgen geht es erst mal zu den Tsodillo Hills, unserem nächsten Highlight. Und zur Not wird Ferngesehen – so bitter das klingt…
Teil 1304. Juli 2016
Heute steht unser Ausflug zum UNESCO Weltkulturerbe Tsodillo Hills an. Nach dem Frühstück geht es auf die ca. einstündige Fahrt gen Süden. Da es mittlerweile tagsüber wirklich warm wird haben wir uns entschieden, relativ früh aufzubrechen.
Die Fahrt zu den Mountains oft he Gods ist nicht sehr abwechslungsreich, wenn man mal von den tausenden von Schmetterlingen absieht, die in der Luft sind. Nachdem man von der Hauptstraße, welche geteert ist, aber deren Zustand mehr als bedenklich ist, abbiegt, fährt man nochmal eine knappe halbe Stunde auf einer sehr guten Pad, bis sich die Berge über die weite Ebene erheben. Ein grandioser Anblick!
Am Gate angekommen müssen wir erst einmal ein Permit erwerben um auf das Gelände zu kommen, welches auch einen Zeltplatz hat und auf uns etwas unübersichtlich wirkt. Gott sei Dank überholt uns dann ein Pick-Up mit vielen Menschen an Bord, hinter welchem wir her fahren. Wie sich herausstellt sind das die Angestellten und Guides, wir waren wohl etwas früh da.
Am Parkplatz der Tsodillo Hills angekommen lernen wir unseren Guide, Thebe, kennen, der uns erst einmal erklärt, welche Wanderrouten es gäbe, wie lange diese dauern und was man alles sehen kann. Außerdem weist er uns darauf hin, dass das Museum gerade umgebaut wird und darum nicht besichtigt werden kann. Es sollte mittlerweile aber bereits fertig sein.
Thebe rät uns, den Rhino Trail zu laufen. Bei den Touren in den Tsodillo Hills müssen immer Guides dabei sein. So brechen wir zu dritt auf uns lassen uns überraschen. Das ganze Set up ist komplett anders als in Twyfelfontain letztes Jahr. Ich hatte schon bedenken, dass es das gleiche in grün sei. Falsch gedacht!
So laufen wir also in unserer kleinen Gruppe herum um den female Mountain (wenn ich mich richtig erinnere) und sehen unterwegs die ersten Felsmalereien – einfach fantastisch. Immer wieder beeindruckend.
Dann gewinnen wir etwas an Höhe und bekommen viel über Herrn „van der Post“ erzählt und erklärt, der hier wohl als erster Europäer geforscht hatte, die Ahnen und Götter nicht beachtet hätte und daraufhin irgendwas passiert ist… Sorry, die genaue Geschichte ist mir entfallen, aber es gibt wohl ein Buch, das die Geschichte erzählt. Ist wirklich interessant, auch wenn es jetzt nicht so klingt…
Auf unserem Weg, der knapp 2 ½ Stunden dauerte, ermahnte uns Thebe immer wieder, genügend Wasser zu trinken. Wir schwitzen wie die Sch… - und Thebe – kein Tropfen – unfassbar… Ich bin zerlaufen, obwohl es noch Vormittags war!
Unterwegs dann die unterschiedlichsten Felsmalereien – von „the standing Men“, einem rituellen Ort für, naja ihr wisst schon…
...bis zu den Rhinos, die dem Pfad seinen Namen geben.
Auch an einer natürlichen Wasserquelle laufen wir vorbei, die jedoch ist fast versiegt.
Am höchsten Punkt unserer Tour machen wir einen kleinen Stopp, genießen die Ruhe und den Ausblick und sind einfach nur glücklich, hier zu sein.
Thebe erzählt uns von Schlangen, Elefanten und sogar Löwen die man hier in den Bergen immer wieder sieht. Am Fuß seinen wohl öfters auch einmal Büffelherden. Wir sehen (zum Glück) keines der Tiere. Ur die Hinterlassenschaften der Elefanten sind überall zu sehen. Ein Highlight für uns war auch, eine Marula Frucht frisch vom Baum zu pflücken und zu essen – sehr lecker – und wohl auch einer der Gründe, warum immer wieder Elefanten in die Berge ziehen.
Am Ende unserer Tour sind wir völlig erschöpft, obwohl eigentlich nicht unfit, aber Thebe steht da, verabschiedet sich von uns und geht ein weiteres Mal mit den nächsten Touristen die Route. In der Hochsaison macht er das bis zu 6x am Tag, auch in praller Sonne… Wir verabschieden uns von den Tsodillo Hills, beschließen, wenn wir wieder kommen, hier länger zu bleiben und die anderen Routen zu erkunden. Absolut sehenswert, wunderschön und mystisch! Ich war und bin immer noch beeindruckt.
Auf dem Rückweg zur Lodge fahren wir noch nach Shakawe in die Stadt. Wir wollten eigentlich zu dem Mokorohafen, der im Reiseführer beschrieben ist, haben diesen aber nicht gefunden. Stattdessen sind wir in den Shoperite zum Einkaufen – ein Eis und Peacefull Sleep für mich und ganz wichtig, was Kaltes zu trinken. Außerdem genießen wir einfach den afrikanischen Flair, soweit das in diesem kleinen Ort möglich ist! 😉
Den Rest des Tages verbringen wir in der Lodge mit Kartenspielen, Fernsehen und Entspannen. Geht schlimmer, aber auch deutlich besser. Nichtsdestotrotz neigt sich ein absoluter Highlighttag dem Ende, denn wir sind ja nicht nur für Tiersichtungen hier. Morgen geht es dann auf Richtung Maun. Zivilisation, wir kommen…
Teil 1404. Juli 2016
Der nächste Tag ist schnell erzählt, denn es ist ein reiner Fahrttag – es wird auch eher textlastig.
Wir brechen nach dem Frühstück auf, berichten beim Auschecken nochmals von der nicht abschließbaren Tür und dem defekten Licht und sind, so schade es sich anhört, froh, wieder unterwegs zu sein. Beim nächsten Mal wäre dies die einzige Lodge, die wir definitiv austauschen würden. Sorry, dass das jetzt so negativ klingt, aber so war es leider. Für das Geld bekommt man Anderes (ich habe extra nicht besseres geschrieben)! Leider ist die Strecke von Divundu bis Maun ohne Zwischenstopp einfach zu weit für einen Tag und wirklich viel Auswahl an Lodges gibt es unterwegs auch nicht. Außerdem ist Tsodillo unserer Meinung nach ein MUSS auf der Route.
Wir haben nun Plan gefasst, den langen Tag im Auto mit ein paar Stopps zu unterbrechen. So haben wir im Reiseführer gelesen, dass es in Etsha 6, einem kleinen Ort neben der Hauptstraße, einen großen und bekannten Korbladen geben soll. Also, nächster Stopp, Etsha 6!
Die Schilder zu dem Geschäft haben wir auch gefunden – leider nicht viel mehr. Auf unser Nachfragen bei Dorfbewohnern bekommen wir aussagen. „Kenne ich, die Besitzerin wohnt da hinten, soll ich euch hin bringen“?!?! oder „Habe ich noch nie gehört, aber ich fahre mit euch durch den Ort und suche es“?!?!. Das ist uns alles etwas suspekt und wir geben schon fast auf, als meine Frau eine ältere Damen am Straßenrand fragt. Die jedoch kann kein Englisch, jedoch die Damen und Mädels in Hörweite. O-TON „It’s in my house – I show you“. Meine Antwort – No thanks“. Aber dann kommen von überall her Frauen mit Säcken voller Körbe, die vor uns ausgebreitet werden und wir schlagen kräftig zu. Leider sind die großen, die wunderschön sind, nicht transportabel für uns, aber 3 kleine müssen reichen. Wir entscheiden uns, nicht zu handeln und die Frauen freuen sich riesig, das war wahrscheinlich das Geschäft des Monats!
Dann geht es weiter auf unserer Toure nach Maun. Eigentlich wollten wir einen Stopp am Lake Ngami einlegen, doch irgendwie haben wir Ausfahrt verpasst und so sind wir dann fast in einem Rutsch bis nach Maun durchgefahren. Knapp 6 Stunden hat das gedauert, mit dem Stopp in Etsha 6.
In Maun ist mein erste Gedanke – Stress!!! Mehr als drei Autos, Ampeln, viele Leute auf der Straße, Laut – oh man oh man. Aber wir steuern zielgenau einen Parkplatz im Zentrum Mauns an und genießen nach kurzer Zeit den Trubel und die Hektik, vor allem für einen Sonntag – ganz anders als Windhoek…
Ich freue mich riesig über den Nandoo’s, wir essen etwas kleines, suchen schon einmal den Weg zum Airport und wo wir das Auto morgen abgeben können und machen uns dann auf zur Thamalakane River Lodge.
Die Lodge ist nichts Besonderes, aber sauber, es gibt gutes Essen, eine schöne Bar, sehr nette und freundliche Bedienungen und einen tollen Blick auf den Fluss. Für eine Nacht vollkommen ausreichend und falls wir irgendwann den Savuti Chobe von Süden her machen wollen, werden wir hier wieder Zwischenstopp machen.
Wir gehen früh ins Bett, denn morgen früh geht es früh los zurück nach Maun. Unser Flieger ins Delta geht um 10.00 Uhr vom Maun International Airport. Laut Rezeptionistin reicht es, wenn wir um 09.00 Uhr los fahren, alles ganz entspannt… MAN FÄHRT DOCH NACH MAUN SCHON 30 MIN - SCHATZ WIR FAHREN UM 7 UHR?!?!?!! – Ich bin soooo Deutsch….. Man man man
Teil 1505. Juli 2016
Heute geht es in Delta! Ein langersehnter Traum wird wahr. Dieser Tag wird in zwei Beiträge aufgeteilt werden müssen.
Wir also um 08.00 Uhr los, da wir das Auto noch voll tanken wollten, unser Gepäck bei Safari Destination abgeben konnten und das Auto zurückgeben mussten. Und dann geht ja auch zwei Stunden später unser Flug ins Delta. Man weiß ja nie wie der Verkehr in Maun ist, ob das mit der Tankstelle alles so klappt und ob es bei der Autorückgabe irgendwelche Probleme gibt.
Aber alles läuft bestens und super angenehm. Das Auto ist schnell getankt, die Koffer bei Safari Destinations abgegeben (wir dürfen ja nur max. 7 kg ins Flugzeug mitnehmen, in einer weichen Tasche (kein Hartschalenkoffer) und auch die Autorückgabe läuft ohne Probleme.
Fazit zum Auto: Einfach klasse. Der Ford Ranger ist ein super komfortables Auto, auch die Automatikschaltung ist angenehm und außer einem Reifen, der anfangs etwas zu wenig Luft hatte, war alles easy. Auch die Abwicklung über BidVest war sehr gut. Kann ich nur empfehlen.
Aber weiter geht’s auf unserer Reise. Um viertel nach 9 sind wir also am „International Airport“ von Maun – evtl. zu Vergleichen mit dem Baden Airpark oder Friedrichshafen. Evtl. ist auch Bonn Hangelar gleich groß… Vor dem Flughafen gibt es Fressbuden und einige Souvenierläden, die wir noch durchstöbern. Aber seht selbst:
Um kurz vor 10 ist dann auch schon „Boarding“ und ich freue mich wie ein Kind, dass es endlich los geht und auf den Flug mit der kleinen Maschine. O-Ton unseres Piloten von Moremi Air: “Sorry, we have 5 passengers, but only 4 seats, one of you needs to sit on the co-pilot chair“. I wäre ja gerne, habe aber einer versnobbten Spanierin den Vortritt gelassen – dabei wollte ich unbedingt… Doof.
Der Flug ist ein Traum, sorry für die vielen ähnlichen Bilder:
Man kann sogar die Laufwege der Tiere erkennen, und die brauen Stellen sind da, wo das Wasser zur Hochsaison die Floodplains bildet. Auch ein Elefant von oben war zu sehen.
Die Landung war dann wieder ein absolutes Highlight. Erst einmal ein Überflug, da man ja prüfen muss, ob Tiere auf der Landebahn sind und ob alles frei ist. Dann auf einer etwas kurzes Schotterpiste landen – ein Traum!
Der ganze Flug hat nicht länger als 25 Min gedauert und war eine wahre Freude – so muss Fliegen sein. Am Rollfeld wurden wir auch schon von den Mitarbeitern vom Gunns Camp und Moremi Crossing erwartet. Die drei Spanierinnen sind direkt in Moremi Crossing gegangen, wir für die erste Nacht ins Gunns Camp. Und dieses Camp ist FANTSATISCH! Zelte unter den Bäumen, alles sehr rudimentär, aber sauber, mit einem „Foyer“ im Zelt mit Schreibtisch und Sesseln, im Zelt selbst ein Ventilator, ein kleines Bad und eine Außendusche. Gewöhnungsbedürftig war nur das braune Wasser, welches direkt aus dem Fluss kommt und vorher nur chemisch „desinfiziert“ wurde. Zum Duschen OK, aber für den Rest etwas merkwürdig.
Das Haupthaus, in welchem die Mahlzeiten eingenommen werden, wo ein Kühlschrank zur Selbstbedienung steht und im OG eine Aussichtslounge ist, ist wunderbar gelegen und über einen langen Steg zu erreichen.
Das Haupthaus liegt an einem Seitenarm des Flusses, der wohl immer Wasser führt, auch jetzt zu dieser Jahreszeit, wo das Wasser erst langsam in das Delta einfließt – zur Zeit ist alles noch sehr trocken – was auch die Buschbrände in der Umgebung erklärt. Aber so lange die Mitarbeiter keine Sorgen haben, machen wir uns auch keine. Lediglich den Blick in die Ferne trübt das etwas, und je nach Windrichtung, riecht es nach Feuer.
Die Feuer haben wir auch aus dem Flugzeug schon gesehen, aber auch Mitch, der Pilot, meinte, dass sei alles normal und kein Problem. Nur zu den Ursachen gab es unterschiedliche Meinungen. Entweder von Fischern gelegtes Feuer oder natürliche Buschbrände… Wir wissen es nicht.
Nachdem wir uns eingelebt haben und alles erkundet haben halten wir eine Siesta und dann um 15.00 Uhr geht es los zur Bootstour. Das kommt dann im nächsten Bericht.
Teil 1605. Juli 2016
Nach der Siesta auf der großen Terrasse vor unserem Zelt und im Haupthaus machen wir uns um 15.00 Uhr auf zu unserer Bootstour im Delta. Unser Guide nimmt uns beide und zwei sehr nette US-Amerikaner mit auf die Tour. Wir fahren entlang des Feuers (jetzt weiß ich auch warum sich da keiner Sorgen gemacht hat – der Fluss liegt zwischen Feuer und Lodge) durch etwas stinkendes Wasser.
Durch das ankommende Wasser, den dadurch mitgebrachten Schlamm und die Schwemmstoffe sterben viele Fische und verwesen an der Wasseroberfläche. Auch ist das Wasser sehr braun, schon fast rot, doch unser Guide meinte, in ein bis zwei Wochen, wenn die Flut vollständig angekommen ist, sei das alles klares, sauberes Wasser. Für uns haben die faulenden Fische einen großen Vorteil. Ganz viele Marabus! Endlich – Marabus in schöner Umgebung. Sorry, jetzt müsst ihr durch ein paar Bilder durch:
Auch Fischadler hat es in Hülle und Fülle. Hunderte Vögel, überall, und das ist absolut nicht übertrieben.
Wir fahren weiter bis zu einem Hippopool und beobachten hier die Großfamilie.
Weiter entlang des Flusses sind immer wieder große Ansammlungen von Vögel, dieses Mal auch verschiedene Pelikanarten.
Hier nehmen wir dann auch unseren Sundowner ein.
Auf dem Rückweg sehen wir auch noch eine kleine Gruppe Elefantenbullen, die sich in der Abendsonne ihr Abendessen schmecken lassen.
Wir fahren vorbei an Moremi Crossing…
…und sehen das Feuer, durch den Wind angefacht, ganz nah.
Letztlich genießen wir mal wieder den wunderschönen Sonnuntergang auf dem Fluss, essen lecker zu Abend und fallen, überwältigt von all den Eindrücken ins Bett.
Morgen früh geht es auch wieder früh raus. Wir gehen Mokoro fahren und machen einen Nature Walk.
Teil 1706. Juli 2016
Heute werden wir früh an unserem Zelt abgeholt, da es gleich morgens mit dem Mokoro auf Tour geht. Die Stimmung ist fantastisch, was auch an der Umgebung liegt. Mystisch und wunderschön.
Dann werden die beiden netten Amis und wir in die Mokoros verfrachtet und los geht’s durch die Floodplains.
Kurze Geschichte dazu. Ich hatte am Tag zuvor ein orangenes T-Shirt an und wurde am Abend doch gebeten, wenn wir auf die Mokoro-Tour gehen und danach den Nature Walk machen, doch bitte ein möglichst naturfarbenes T-Shirt anzuziehen, sonst werde ich leichter zum Frühstück… Wir werden im Laufe des Tages auch sehen (im wahrsten Sinne des Wortes) dass das was bringt, sich „zu tarnen“.
Die Mokoro-Fahrt ist ein Genuss und absolute Entspannung. Es ist absolut ruhig (mal angesehen von den Insekten und Tieren die schon wach sind) und total friedlich. Unsere beiden Guides pohlen uns durch die Plains und zeigen uns immer wieder auch die kleinen Wunder der Natur, wie klitzkleine Frösche in verschiedenen Farben.
Als wir nach ca. 1 Stunde an unserem Ziel, Chief’s Island“ ankommen, bekommen wir erst einmal eine ausführliche Sicherheitseinweisung – nicht laut reden (wenn überhaupt dann flüstern), nicht pfeifen, auf den Boden achten, auf die Umgebung achten, nicht auf trockene Zweige treten und immer genau das machen, was die Guides uns vormachen. OHA – das kann ja spannend werden. Zu Fuß durch hüfthohes Gras mitten im Nirgendwo und überall wollen die Tiere Frühstück… Und wir laufen da einfach so rum. Da ich zu angestrengt in der Gegend herum geschaut habe, gibt es da leider nicht viele Bilder davon. Aber nach ca. 1 Std. Spaziergang durch den Busch sind wir am Ziel angekommen – einer riesigen Lichtung/Steppe mit Wasserloch. Wir machen an einem Termitenhügel halt, können etwas trinken und die Natur beobachten. Das alles auf Augenhöhe mit den Tieren und in absoluter Stille – etwas Schöneres kann man sich kaum vorstellen. Und tatsächlich, da sind dann auch die Tiere:
(wer kann helfen, welche Antilope das ist?)
Nach einer halben Stunde machen wir uns auf den Rückweg, aber einer der Ranger macht mich davor noch darauf aufmerksam, dass am anderen Ende der Lichtung eine weitere Gruppe von Nature Walkern angekommen ist, und ob ich die sehen kann. KLAR KANN ICH DAS! Die Teilnehmer leuchten wie Fackeln vor grünbraunem Hintergrund mit ihren Neon-T-shirts….
Nach unserer Rückkehr im Gunns Camp müssen wir uns auch schon wieder verabschieden. Schwerenherzens, denn hier hält man es auch länger aus. Aber für uns steht nun die letzte Nacht im Delta an, es geht ins Schwestercamp, nach Moremi Crossing. Dort angekommen haben wir ein wirklich schönes Empfangskomitee, ein Eli nimmt genüsslich auf der Wiese sein Mittagessen zu sich.
Die Zelte in Moremi Crossing sind auch sehr schön und denen des Gunns Camps sehr ähnlich, nur etwas weniger luxuriös.
Nach der Siesta machen wir uns wieder auf den Weg um die Flüsse des Deltas zu erkunden. Dieses Mal mit einer deutlich größeren Gruppe, sodass wir sogar auf zwei Boote verteilt werden. Leider haben wir das Boot mit den Deutschen erwischt, bei denen absolutes Fremdschämen angesagt war, so haben die sich aufgeführt. Es waren auch die drei Spanierinnen vom Hinflug dabei und unsere Deutschem Begleiter lästern ununterbrochen über die drei ab und machen sich auch über unseren Guide lustig, natürlich auf Deutsch, sodass es keiner versteht. Trotzdem peinlich und mir sehr unangenehm in Erinnerung geblieben. Die Tour ist die Selbe wie am Vortag. Wir sehen wieder die vielen vielen Marabus (heute aber deutlich weniger als gestern, die scheinen weiter gezogen zu sein…
… wir halten am Bekannten Hippopool. Doch die Hippos sind alle unter Wasser, sodass man kaum welche sieht. Nach mehrfacher Beschwerde unserer deutschen Reisebegleiter lässt der Guide den Motor des Boots aufheulen und schon sind alle Hippos da. Komische Situation und ich weiß nicht ob ich mich mehr über die Touris aufrege oder über den Guide, der denen den Gefallen macht. Die Hippos sind auch nicht sehr glücklich darüber:
Dann fahren wir noch um die nächste Biegung und sehen eine Gruppe Elefanten im Wasser toben und baden.
Doch auch die finden den Lärm des Boots nicht sehr angenehm und verziehen sich nach kurzer Zeit in das Gebüsch. Auf dem Rückweg gibt es wieder einen wunderbaren Sonnenuntergang zu bestauen.
Nach dem gemeinsamen Abendessen, welches lecker ist, aber nicht an die Qualität der letzten Camps ran kommt verziehen wir uns müde und erschöpft ins Bett.
Morgen früh geht es zurück nach Maun. Um 9.00 Uhr sollen wir abgeholt werden um zum Flugfeld zu kommen. Und dann von Maun nach Windhoek um die letzten beiden Tage auf der Onjala Lodge zu verbringen, noch etwas zu relaxen und den Urlaub abzurunden. Wir wollten nicht direkt aus dem Delat zum Flughafen und zurück nach Deutschland, da wäre der Cut zu groß gewesen.
Teil 1806. Juli 2016
Tschüss Delta. Es war wunderschön, eine der tollsten Erfahrungen meines Lebens und wir werden mit Sicherheit wiederkommen, denn irgendwann will ich das Delta auch mal „gefüllt“ sehen.
Bevor es zurückgehen kann müssen wir jedoch zum Airstrip. Leichter gesagt/geschrieben als getan. Wir stehen abmarschbereit um viertel vor Neun, ja ja typisch Deutsch, an der Lodge bereit. Der Manager sieht uns und meint, der Guide kommt gleich, der uns zum Flugzeug bringt. OK, wir fliegen um 9.00 Uhr ab (das hat uns Mitch, der Pilot gestern Abend beim Abendessen nochmal gesagt) und sind noch nicht unterwegs. Der Weg dauert ca. 15 Min bis zum Flugzeug. Aber gut, kein Stress. Die anderen Reisegruppen fahren schon zur Morning Tour – der Hinweis mit den Klamotten hat wohl (fast) überall gewirkt…
8.50 Uhr – niemand ist zu sehen, 8.55 Uhr – der Koch baut das Frühstück ab - als es dann 9.00 Uhr ist frage ich den Koch ob er weiß wo unser Guide ist. „Nö, aber ich suche ihn mal“. 09.05 Uhr wir hören ein Flugzeug starten. 09.07 Uhr, wir sehen eine Maschine der Moremi Air über uns hinweg fliegen. 09.10 Uhr – der Guide kommt. Oh sorry, ich habe euch vergessen zum Flugfeld zu bringen. Aha – Flugzeug weg. Wir stehen noch hier. Ich frage den Manager, der mittlerweile aufgetaucht ist nach einem Job - er lächelt noch… 09.15 Uhr wir sitzen im Boot zum Flugfeld, das geht schneller?!?! Aber das Flugzeug ist doch weg?!?!
09.30 Uhr wir stehen am Flugfeld, sehen ein Flugzeug am Himmel erscheinen und sehen erleichtert, dass es die Moremi Air ist. Mitch ist zurückgekommen um uns abzuholen. Die Lodge hätte ihn kontaktiert. Alles kein Problem – TIA!!!
Wir sind also um 10.00 Uhr am Flughafen Maun, bekommen unsere Koffer von Safari Desitantions an den Flughafen gebracht, packen um und sitzen um 10.30 Uhr am Gate für unseren Flug nach Windhoek.
Der startet dann auch pünktlich und wir fliegen (kein Scherz) über Viktoria Falls, wo wir das Flugzeug verlassen müssen, nach Windhoek. Auch interessant… Aber dafür sehen wir die Vi Falls nochmal von oben. (die Gischt im Hintergrund)
Wir landen pünktlich in Windhoek – die Einreiseformalitäten machen wir mittlerweile im Schlaf - werden von einem Fahrer der Onjala Lodge abgeholt und fahren dann knapp 45 Min. ins Landesinnere zur Lodge.
Dort angekommen genießen wir die Landschaft, die wieder so ist wie ich mir Afrika vorstelle (also wie in Namibia, nicht wie im nassen Botswana 🙄 )
Wir schauen uns den Pool mit herrlicher Aussicht an
ich buche eine Massage für morgen früh
wir gehen noch eine Runde Wandern auf dem Gelände der Lodge. Einfach toll. Das Abendessen ist gut, endlich wieder Wildfleisch und so genießen wir den vorletzten Abend unserer Reise.
Und es fängt ganz leicht an zu regnen... Passt irgendwie...
Teil 1906. Juli 2016
Der letzte volle Tag bricht an. Wir genießen noch einmal das schöne Wetter, gehen vormittags Wandern (ich hole mir natürlich noch einen Sonnenbrand…) und sehen dabei nochmal tolle Tiere in wunderbarer Umgebung. Es ist einfach etwas anderes, die Tiere zu Fuß zu finden, als sie aus dem Auto zu sehen. So zum Beispiel die Zebras und Strauße, an die wir (für Fußgänger) relativ nah heran kommen.
Auch der Blick auf die Lodge vom Gelände weiß zu gefallen.
Und im Vorbeigehen sehen wir noch einmal Gnus. Ich merkte, wie ich etwas traurig wurde. Meine Frau wohl auch, denn sie fragte: Warum so traurig, heute Abend haben wir noch einen Game Drive! Yay, den hatte ich ganz vergessen! Der Urlaub ist noch nicht vorbei!!!
Den Nachmittag verbringen wir am und im Pool, in der Ferne sehen wir die Regenschauer, die dem Land gut tun!
Am frühen Abend setzten wir uns mit anderen Gästen in das Safariauto und ich genieße es ein letzte Mal, von hier aus die Natur zu bewundern, nach Tieren Ausschau zu halten und die namibische Luft einzuatmen.
Unterwegs treffen wir auch noch auf verschiedene Tiere, unter anderem auch endlich ein Weißschwanzgnu! Das hatten wir bisher noch nicht!
Mit leichter Melancholie gehe ich am Abend ins Bett und will eigentlich am nächsten Morgen gar nicht aufstehen. Doch wir müssen, das Zimmer muss frei werden und wir werden erst um 15.00 Uhr zum Flughafen gefahren. Also machen wir morgens nochmal einen Spaziergang, bei dem ich auch auf die kleinen Tiere versuche zu achten, wobei mir doch tatsächlich fast der Karakal durch die Lappen gegangen. Wir haben ihn zwar nur kurz gesehen, aber wir haben uns riesig gefreut.
Ohne die Affenbande, die uns zum Anhalten verleitet hat, wären wir da wieder nicht stehen geblieben. Darum eben auch das Motto des Urlaubs und die Überschrift des Reiseberichts Right place – right time…
Wir machen uns noch schnell frisch im Zimmer nach dem Spaziergang, spielen den Rest des Mittags Kniffel oder Karten und vertreiben uns die Zeit im Souvenierladen der Lodge – mit Erfolg – für die Lodge…
Dann geht es auf zum Flughafen. Zum Flug und alledem brauche ich nicht viel zu schreiben. Air Namibia ist pünktlich, die Flieger sind sauber und das Personal freundlich. Das Entertainmentprogramm ist gut und so kommen wir einigermaßen erholt im kalten Deutschland an.
Mein Fazit ist schnell gezogen - es war wieder traumhaft schön im südlichen Afrika. Die nächste Tour ist schon in Planung, denn ich habe immer noch keine freilebenden Erdmännchen gesehen, keine Eland Antilope und auch kein Stachelschwein. Es fehlen noch also noch viele! Und Afrika hat uns einfach in seinen Bann gezogen!
Vielen Dank an alle aktiven „Danke-Drücker“, Mitleser- und Fahrer ob still oder laut 😄 und vielen Dank vor allem für eure Geduld, da es jetzt doch lange gedauert hat mit dem kompletten Bericht. Vielleicht schreibe ich im Herbst den Bericht zu unserem ersten Urlaubs in Namibia im letzten Jahr - wobei das die übliche Standarttour ist, die hier schon oft beschrieben wurde. Jetzt hoffe ich erst einmal auf einen schönen Sommer hier bei uns, den EM Sieg der „la Mannschaft“ und wünsche euch allen eine tolle und gesunde Zeit, egal wo ihr seid und in welche Länder es euch verschlägt!