Namibia ohne Etosha? Können wir nicht

Reisebericht 131 Antworten · 28,2k Aufrufe · gestartet 18. Apr. 2016 von Beatnick
Themenstarter1'712 Beiträge · seit 201610. Mai 2016 · #81
franzicke schrieb:Was soll ich sagen? Einfach danke! Und viele Grüße Ingrid
Liebe Ingrid,

erst einmal: sehr gern geschehen 🙂 Ich glaube, ich habe mitbekommen, welcher Floh aus dem namibischen Norden dich gebissen hat. Wunderbar, kombiniert das doch tatsächlich mit Etosha. Uns hat es dort wieder super gefallen. Nicht überlaufen, gut zu fahren, tolle Sichtungen und für dich als Katzenliebhaberin...

Ich bin sicher, du wirst das Richtige tun und ich lese das dann hier nach. Läuft... 😎

Liebe Grüße,
Bettina
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Themenstarter1'712 Beiträge · seit 201611. Mai 2016 · #82
14. November, nachmittags: Die wahre Königin der Tiere

Es ist noch sehr, sehr heiß, als wir am Nachmittag starten. Dieser Koloss hat sich ein schattiges Plätzchen gesucht und ist so gut getarnt, dass wir ihn trotz exponierter Position direkt an der Teerstraße um ein Haar übersehen hätten.

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Giraffe am Klein Namutoni.
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In Naumtoni müssen wir erst einmal tanken, wir lassen uns Zeit, die Luft steht vor Hitze. Kaum vorstellbar, dass die Tiere schon aktiv sein könnten. Denkste! Bei Klein Okevi hat's die Löwen, die wir am Morgen zwischen den Sträuchern entdeckt hatten, nun direkt ans Wasser gezogen.

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Leider ist ihr Durst schon fast gestillt, als wir uns endlich an einem guten Plätzchen mit möglichst freier Sicht auf möglichst viele Schauplätze häuslich eingerichtet haben. Einmal etwas gefunden, bleiben wir meist ziemlich lange bei einer Sichtung und so warten wir einfach mal ab, was passiert. Das Rudel teilt sich auf, sucht Schatten.

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Nur ein Junglöwe ...

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... ist ganz offensichtlich weder unter dem einen ...

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... noch unter dem anderen Busch willkommen. Vielleicht ist die Zeit gekommen, Hotel Mama zu verlassen?!?! 😗

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Etwas unschlüssig geht er zurück zum Wasser, die ruppige Sippschaft beobachtet jeden seiner Schritte mit Argusaugen.

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Der Arme hat keine Wahl. Ihm bleibt nur ein Platz an der Sonne, der im sprichwörtlichen Sinne an diesem heißen Tag definitiv keiner ist.

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Die Szenerie scheint sich zu beruhigen. Wir überlegen, sollen wir bleiben oder weiterfahren? Wir haben einen tollen Platz in der ersten Reihe und mittlerweile drängen doch ein paar Autos nach.

Wir geben uns noch weitere zehn Minuten, und kaum ist die Entscheidung getroffen, rückt von rechts eine Elefantengruppe an. Die Leitkuh macht unmissverständlich klar, wer hier der Chef ist, und in meiner ganz persönlichen Vorstellung vom Königreich der Tiere erobert sie damit als neue, uneingeschränkte Herrscherin den Thron, der seit meiner Kinderzeit vorbehaltlos von einem prächtigen Löwen besetzt war.

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Mit wehenden ... äh, Ohren und lautem Trompeten rückt sie den Löwen zu Leibe, die sich zwar widerwillig, aber uneingeschränkt trollen.

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Die Elefanten nehmen ihr frisch erobertes Territorium genüsslich in Beschlag, ...

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... und erst als sie wieder abgerückt sind, kommen die gestürzten Herrscher wieder aus ihren Verstecken gekrochen.

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Wir beschließen, noch einmal zum Chudop-Wasserloch zu fahren. Unterwegs treffen wir diese überhaupt nicht schüchterne Tüpfelhyäne.

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Am Chudop entspannen die beiden Löwen vom Vortag in der Abendsonne.

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Sie blockieren sozusagen das Wasserloch, sehr zum Verdruss der wartenden Zebras.

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Vorsicht ist hier tatsächlich geboten, denn in der vergangenen Nacht hat das Duo offenbar wieder zugeschlagen. 🙁

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Oooops, wir müssen auf die Tube drücken, um es rechtzeitig zum Gate zu schaffen; fast hätten wir die Zeit vergessen.

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Wie wir später beim abendlichen Austausch mit anderen Gästen erfahren, jagten sich an diesem Nachmittag an vielen nah beieinander liegenden Schauplätzen die Highlights. "Unsere" Löwen und die Elefanten bei Klein Okevi, die Löwen mit Riss bei Chudop, bei Koinachas wurden drei jagende Geparde gesichtet. Wir finden ganz erstaunlich, was der Etosha in diesem Teil des Parks zu bieten hat. Aber so ist das eben, man kann nicht überall sein, und wir sind mit unserem Los in der Sichtungslotterie an diesem Tag komplett zufrieden.

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Am nächsten Tag geht's nach Halali - und hoffentlich so weiter.
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zuletzt bearbeitet 11. Mai 2016
1'835 Beiträge · seit 201511. Mai 2016 · #83
Danke für die coolen Löwenbilder. Ich, jedenfalls, kann nie genug Löwen sehen. Was für ein Zufall: bei unserer 2014 Reise haben wir ähnliches gesehen bei dem selben Wassloch. Eine kleine Ellie Herde hat auch ein Rudel Löwen verjagt und krönten sich Kings of the Jungle, oder besser Kings of the waterhole.
So 10 Minuten oder manchmal noch weniger, machen bei Tiersichtungen viel aus. Wir haben es so wie ihr. Wir bleiben auch lange und warten ab für die Show to come. Und sind viele Male reich belohnt worden für unsere Geduld. Ausnahme war beim Nxai Pan Wasserloch, aber diese Story kennst du schon.
If life is a journey be sure to take the scenic road! Expedition Antarktis: https://www.namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/299327-expedition-antarktis-mit-falklands-und-s-georgia.html Island In Herbstfarben https://www.namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/299288-island-in-herbstfarben-september-2018.html Nordamerikanische Safari und Landschaften May Till October 2019 https://www.namibia-forum.ch/forum/index/weitere-laender/299141-nordamerikanische-safari-und-landschaft-2019.html Zweite Selbst Fahrer Tour in Tansania. Same same but different. Juni 2018 https://www.namibia-forum.ch/forum/index/tansania/295665-zweite-selbst-fahrer-tour-in-tansania-same-same-but-different.html Trip reports in English: Namibia and KTP 2016 http://safaritalk.net/topic/16959-self-drive-safari-tr-nam-sa-bots-nam/ Botswana 2016: http://safaritalk.net/topic/16985-self-drive-safari-tr-bots-nam-sa/ Tanzania 2015: http://safaritalk.net/topic/15256-self-drive-safari-through-northern-tz-parks-of-mara-crossings-and-lions-in-camp/ Nam-SA-Bots 2014: http://safaritalk.net/topic/14669-self-drive-safari-in-botswana-south-africa-and-namibiab/page
847 Beiträge · seit 201512. Mai 2016 · #84
Hallo Ihr beiden,

wow, was für tolle Erlebnisse. Der Tag hat sich aber so was von gelohnt, oder? 🤩 Freu mich auf die Zeit im Etosha, da wir die selben Unterkünfte geplant haben. Tolle Tieraufnahmen 🤩

Sagt mal, wenn ihr an den Wasserlöchern so lange ausharrt, bekommt ihr keinen Hitzschlag im Auto? Puuhh mir ist ja beim Lesen schon sowas von heiß 🤪 😮

Bin gespannt, was noch kommen wird und mache es mir mal mit einem leckeren Drink auf der Veranda bequem.

LG Netti
Jeder Tag ohne Lächeln ist ein verlorener Tag 21 Tage Dauergrinsen im Caprivi? - Namibia August 2019 24 Tage Dauergrinsen - Namibia August 2017 Roadbook 2017 & 2019
zuletzt bearbeitet 12. Mai 2016
Themenstarter1'712 Beiträge · seit 201612. Mai 2016 · #85
Vielen Dank erst einmal Sadie und Netti und überhaupt an alle Mitleser und Danke-Button-Drücker!
Netti59 schrieb:Sagt mal, wenn ihr an den Wasserlöchern so lange ausharrt, bekommt ihr keinen Hitzschlag im Auto? Puuhh mir ist ja beim Lesen schon sowas von heiß 🤪 😮
Doch, doch, ist schon lecker warm dann. Wat willste machen in Afrika 🤪 😎 🙂
Aber nutzt ja nix, viiiiiiiel trinken immer (dann hat man natürlich schnell ein anderes Problem, muss man kneifen dann... 😗 ), meistens habe ich auch Tücher dabei, die wir mit Wasser tränken und auf den Kopf legen, außerdem alle Fenster auf und Durchzug. In den heißen Mittagsstunden pausieren wir ja ohnehin. Na ja, passt schon. Wenn was los ist, vergisst man sowieso alles um sich rum, inklusive Hitze. Wobei, in das eine oder andere Wasserloch wäre ich schon auch gerne mal gesprungen ... 😉
Liebe Grüße,
Bettina
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zuletzt bearbeitet 12. Mai 2016
847 Beiträge · seit 201512. Mai 2016 · #86
Beatnick schrieb: Wobei, in das eine oder andere Wasserloch wäre ich schon auch gerne mal gesprungen ... 😉
Liebe Grüße,
Bettina
Aber nur, wenn die Luft rein gewesen wäre 😄 😄 obwohl Poolparty zusammen mit Elis hat doch was 😉
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82 Beiträge · seit 201612. Mai 2016 · #87
Toller Bericht und noch tollere Fotos - vielleicht hast du es schon irgendwo geschrieben und ich habe es nur überlesen, aber womit machst du deine Fotos? DSLR ist klar - welche? Welche Brennweiten (z.B. bei den Löwenbildern)? Filter?
Danke und weiter so! Du machst uns richtig Lust auf unseren Urlaub im August!
Gruss,
Bernd.
Themenstarter1'712 Beiträge · seit 201612. Mai 2016 · #88
Hallo Bernd,

vielen Dank für die Blumen! Tatsächlich hatte ich es im Tansania-Reisebericht, bislang aber nicht in diesem erwähnt.
"Hauptfotograf" bei uns ist Thomas, wie man schon an der Ausrüstung sieht. Ich bin mit meinem Equipment aber auch sehr zufrieden 😉

Thomas:
Canon 5D Mark II
Canon 50 D

Objektive:
Sigma 150-600 DG Sport
Canon 100-400 L (1)
Canon 24-105 L
Sigma 12-24 mm DG
Canon Extender EF 2x III
Walimex pro Fish-Eye 8 mm
Neu dazugekommen ist ein Canon 135 mm 2.0 L, war aber in Namibia noch nicht im Einsatz...

Bettina:
Panasonic Lumix DMC-G5
Panasonic Lumix G 100-300 mm
Panasonic Lumix G Vario 45-150mm
Panasonic 14 - 42 mm
Neu dazugekommen ist eine Lumix GH4, war aber in Namibia noch nicht im Einsatz...

Wir benutzen Polfilter bei den Weitwinkeln, ansonsten lediglich UV-Filter.

Viel Spaß und Erfolg bei eurer Reise,
liebe Grüße,
Bettina
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Themenstarter1'712 Beiträge · seit 201613. Mai 2016 · #90
15. November, vormittags: Wer zu spät kommt...

Unsere Zeit ganz im Osten des Parks geht auf die Zielgerade, am Morgen verlassen wir überpünktlich das Onguma Bush Camp. Klasse Buschatmosphäre, wunderschöne Chalets, ein toller Pool für entspannte Mittagspausen, freundliche Mitarbeiter, gutes Essen und die unmittelbare Nähe zum Gate - wir kommen auch ein drittes Mal wieder.

Obwohl erst 6.45 Uhr, können wir am Gate schon passieren und freuen uns über die geschenkte Zeit.

Adler - aber was für einer?
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Kampfadler
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Die uns allerdings nichts nutzt. Wir schauen nach dem Löwenrudel bei Okevi. Ein Fehler, wie sich herausstellt. Gähnende Leere, also geht's weiter zum Chudop. Dort war bislang immer was los.

Schon auf der Zufahrt sehen wir, wie sich gerade ein mittelgroßer Verkehrsknoten auflöst. Wir fragen nach, was war los, die erschütternde Antwort: Hier waren gerade zwei Leoparden. Waaaaas??!! Per Fernglases erspähen wir sehr weit hinten noch zwei gefleckte Gestalten, dann sind sie weg. Au Mann, so ein Pech. 🙁

Am Chudop verabschiedet sich gerade eine große Elefantengruppe.

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Na toll! Klar, ist alles eine Lotterie und einfach Pech, aber ich ärgere mich. In erster Linie darüber, dass ich mich so ärgere. Trotzdem: Unser Timing an diesem Morgen ist hundsmiserabel. 😠

Hyänen und Schakale machen sich derweil über den Giraffenkadaver her, den die Löwen am Vorabend noch so eifersüchtig bewacht haben.

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Von den Katzen ist weit und breit nichts zu sehen. Zum Glück für dieses Kudu-Kalb. Es steckt im Wasserloch fest und die ersten Kandidaten wittern schon fette Beute.

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So eine Situation haben wir noch auf keiner Safari erlebt. Das arme Tier, auweia, das kann doch nicht gutgehen. Entweder kommen die Löwen noch aus dem Gebüsch gekrochen oder das Kudu geht in seiner aussichtlosen Lage ein, es wirkt bereits arg entkräftet und die Temperaturen klettern auch schon wieder.

Immer wieder strampelt sich das Kalb ab, macht eine lange Pause, dann strampelt es wieder verzweifelt, versucht zu springen, wirklich vom Fleck kommt es aber gefühlt nicht.

Es scheint, als wollten die anderen Antilopen gut zureden, das mag aber auch eine allzu vermenschlichte Sicht auf die Dinge sein, zugegeben.

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Die Tiere sind allesamt hypernervös. Bei jeder kleinsten Bewegung stieben sie auseinander, es liegt eine ungeheure Spannung in der Luft.

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Knapp eine Stunde sind wir hier, dann passiert das scheinbar Unmögliche: Ein paar letzte verzweifelte Sprünge und Strampler, und das Kalb purzelt an Land. Es passt sicher nicht in diese Umgebung, ist der besonderen Situation aber dennoch angemessen: Aus den Autos gibt's Szenenapplaus.

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Dem Kudu scheint es gut zu gehen. Es ist erschöpft und wackelig auf den Beinen, kann sich der enttäuschten Schakale aber erwehren, die sich mit den neuen Umständen noch nicht abfinden wollen. Das ist gerade nochmal gut gegangen, und nach dem Fehlstart sind wir mit dem Morgen noch einigermaßen ausgesöhnt.

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Wir machen uns auf in Richtung Halali, wo wir auf ähnliche Sichtungsmöglichkeiten wie in diesem Teil des Parks nur hoffen können. Was wir hier auf kleinstem Raum erlebt haben - und wir haben längst nicht alle Möglichkeiten ausschöpfen können/müssen - war in unseren Augen schlichtweg großartig.

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zuletzt bearbeitet 13. Mai 2016
109 Beiträge · seit 201113. Mai 2016 · #91
Was habt Ihr für ein Glück gehabt! Wahnsinnsfotos. Danke und liebe Grüße, Yawa
Themenstarter1'712 Beiträge · seit 201614. Mai 2016 · #92
Yawa schrieb:Was habt Ihr für ein Glück gehabt!
Hallo Yawa,

so muss man das sehen, Recht hast du, auch wenn man nicht immer und jederzeit punktgenau da ist, wo gerade die Musik spielt. Vielen Dank dir und natürlich auch Mischa für eure wirklich großartigen Komplimente, das freut uns sehr!

Viele Grüße und schöne Pfingsttage,
Bettina
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Themenstarter1'712 Beiträge · seit 201616. Mai 2016 · #93
15. November, nachmittags: Premiere in Halali

Die Strecke nach Halali ist keine Herausforderung, viel zu sehen gibt es allerdings auch nicht. Es ist schon wieder sehr heiß, viele Wasserlöcher sind ausgetrocknet und die Tiere haben sich in den Schatten zurückgezogen. Kuhantilopen und einige neugierige Zebras begegnen uns.

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Wir haben noch nie in Halali übernachtet und auch nicht nur Gutes gehört. Obwohl relativ zeitig angekommen, dürfen wir unser Chalet schon beziehen. Klarer Pluspunkt! Es ist geräumig, sehr sauber und riecht streng nach Desinfektionsmitteln. Ich bekomme ein unangenehmes Kratzen im Hals, aber für eine Nacht wird es schon gehen. Unsere Unterkunft liegt etwas abgelegen ganz außen auf dem Gelände, was wir erst einmal nicht schlecht finden. Beim obligatorischen Tür- und Fenstercheck bemerkt Thomas allerdings, dass versucht worden war, über eine Glasschiebetür ins Häuschen einzubrechen. Abdeckung und Zylinderschloss sind zerstört und selbst für Thomas, dessen kriminelle Energie sich nachweislich auf überschaubarem Niveau bewegt, ist es ein Leichtes, mithilfe eines Taschenmessers binnen Sekunden geräuschlos einzusteigen.

Wir überlegen, was zu tun ist, wohl ist uns damit jedenfalls nicht. Ich laufe vor zur Rezeption, sie werden jemanden schicken, wird mir gesagt, hm, das kann dauern. Doch tatsächlich taucht innerhalb weniger Minuten ein Angestellter auf, schaut sich das Malheur an, besorgt einen anderen Schlüssel und wir ziehen ins benachbarte Chalet. So einfach kann es gehen, wir sind dankbar und erleichtert.

Am "hauseigenen" Moringa-Wasserloch ist nicht viel los, kein Wunder, ziemlich weit im Hintergrund hat sich ein Löwenrudel niedergelassen. Wir halten in unserer neuen Unterkunft, in der es zum Glück nicht so beißend nach Desinfektion riecht, eine kleine Siesta. Dann starten wir erwartungsvoll unsere Nachmittagsrunde.

Beim Rhino Drive ist leider der Name überhaupt nicht Programm, überhaupt sind kaum Tiere zu sehen. Wir haben viel von Rietfontein gehört und gelesen und verbringen dort eine Weile. Doch an diesem Nachmittag bleibt es trotz wiederkehrender Versuche unsererseits ziemlich verwaist.

Bei Charitsaub werden wir aber schließlich fündig! Diese vier kleinen Racker hat ihre Mutter, die versteckt hinter einem Busch liegt, im Schatten unter dem einzigen, großen Baum weit und breit "geparkt".

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Sie sind noch kein Jahr alt, ziemlich agil und unsere persönlichen Stars des Tages.

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Zwischendurch kommt ein Spitzmaulnashorn oben zum Trinken ans Wasserloch und wir wechseln die Position.

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Als es wieder verschwunden ist, kehren wir noch einmal zu den vier Musketieren zurück, die mindestens ebenso neugierig sind wie wir.

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Wir bleiben lange, schließlich werden aber sogar die Löwenkinder müde.

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Wir verlassen sie schweren Herzens und fahren noch an den weiten Ebenen entlang.

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Wir sind zufrieden mit unserem Zwischenstopp in Halali und beschließen, auch das nächste Mal eine Nacht hier einzulegen. Ja, das Camp ist ein Massenbetrieb, das Essen nicht der Rede wert, doch die Lage mitten im Park hat es uns ähnlich wie im Fall von Okaukuejo angetan. Dorthin zieht es uns am nächsten Tag und wir sind gespannt, was uns erwartet. Im Forum haben wir gelesen, dass es einige Tage zuvor einen großen Stromausfall gegeben hat, nichts ging mehr. Ob wir dort überhaupt bleiben können?

Auch darüber unterhalten wir uns mit anderen Gästen abends am Moringa. Ein Fernsehteam rückt in der Dämmerung an, bleibt aber beschäftigungslos, die Löwen weit hinten halten andere Tiere weiterhin vom Trinken ab. Früh verabschieden wir uns ins Bett - voller Vorfreude auf die nächsten Tage.
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zuletzt bearbeitet 16. Mai 2016
269 Beiträge · seit 201617. Mai 2016 · #94
Klasse Fotos des Löwennachwuchses, prima euer Bericht aus Etosha. Ich fahre gerne weiter mit.
Gruß
Lothar
Alle Reiseberichte auf meiner Homepage: https://fldegen.jimdo.com/
Themenstarter1'712 Beiträge · seit 201617. Mai 2016 · #95
16. November: Die fantastischen Vier

Am frühen Morgen verlassen wir Halali in Richtung Okaukuejo. Wir genießen die weite Landschaft, die Fahrt verläuft ruhig - zu ruhig schon fast für unseren Geschmack. Wo sind denn alle? Wir gönnen uns die etwas holprige Schleife über Aus und Olifantsbad, doch viel los ist an den Wasserlöchern nicht.

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Wir sind schon raus aus dem bewaldeten Gebiet und praktisch auf der Zielgeraden zum Restcamp, als wir einige Autos an der Straße sehen. Wir folgen den Blicken und dann - Geparde! Wow, vier an der Zahl, eine Mutter mit drei Halbwüchsigen, ziemlich weit weg und mit frischem Riss. Wir beobachten sie eine ganze Weile, schließlich beschließen wir, später noch einmal wiederzukommen. Vielleicht haben sie dann ihre Position zu unseren Gunsten verändert.

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Kurz vor dem Camp bei Nebrownii herrscht lebhaftes Getümmel. Wir mögen dieses Wasserloch sehr, das so leicht erreichbar und dabei oft eine so gute Adresse ist.

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Bei Okaukuejo angekommen klappt unser Einzug reibungslos, von dem heftigen Stromausfall wenige Tage zuvor ist nichts zu spüren. Wir beziehen wie schon bei unserem ersten Aufenthalt ein Bush Chalet, das uns auf Anhieb gefällt. Sauber, großzügig, mit Kühlschrank und kleiner Küche, schlicht, aber keineswegs ungemütlich und das Wasserloch ist auch nur wenige Schritte entfernt.

Bunter Besucher im Baum vor unserer Haustür.
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An Okaukuejo scheiden sich ja meist die Geister. Pro oder contra, dazwischen scheint es nicht viel zu geben. Wir gehören zur Pro-Fraktion. Authentisches Bush-Feeling, Style, Komfort und tolles Essen, natürlich, wer das sucht (und das gönnen wir uns auch schon mal gerne... 🙂 ) ist hier nicht ganz an der richtigen Adresse. Quadratisch, praktisch, gut gilt da schon eher. Was auch etwas für sich hat. Wir schätzen unter anderem die Lage mitten im Park und das großartige Wasserloch - aber dazu an anderer Stelle mehr.

Ich schwimme eine Runde im Pool, gegen drei geht's wieder los. Die meisten Tiere suchen aber noch Schatten - es ist wie in den letzten Tagen ziemlich heiß.

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"Da ist was", sage ich zu Thomas. Die spärliche Vegetation erlaubt einen weiten Blick, wir können aber erst nicht genau sagen, um was für ein Tier es sich handelt. Ich habe schon mehrfach Antilopen für Löwen gehalten und umgekehrt, Arten in Regionen erspäht, wo es sie nachweislich gar nicht gibt. Seither traue ich meinen eigenen Augen erst nach einem zweiten und dritten Blick.

Doch es ist tatsächlich der vermutete Löwe. Ein junges Männchen, das sich wohl gerade den Bauch vollgeschlagen hat. Er ist noch ganz blutverkrustet und relativ schnell von Autos umlagert, ein Phänomen, das wir jetzt hier im Etosha noch gar nicht hatten. Da er ganz offensichtlich in Richtung Nebrownii zieht, drehen wir erst einmal eine kleine Runde und hoffen ihn dann dort wiederzutreffen.

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Elefanten bei Gemsbokvlakte
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Oryx-Kleinstfamilie

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Die Geparde sind noch da, aber immer noch nicht wirklich gut sichtbar. Also: später wiederkommen.

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Der Löwe hat es inzwischen bis Nebrownii geschafft und trinkt dermaßen ausdauernd, dass wir darüber schon mit anderen Touristen von Fenster zu Fenster scherzen. Bleibt für die anderen, die sich gezwungenermaßen hintenanstellen, überhaupt noch was übrig?

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Unser letzter Turn des Tages führt uns ein letztes Mal zur Gepard-Familie. Jaaaaa! Sie haben ihre Beute in den Schatten und damit etwas näher an den Weg gezerrt. Wir kosten diese seltene Begegnung, über die wir uns wirklich sehr freuen, solange aus wie möglich und rollen schließlich gerade noch rechtzeitig durchs Tor.

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Der abendliche Besuch des Wasserlochs fällt kurz aus, es ist gerade nicht viel los und wir müssen ganz früh raus. Thomas feiert am nächsten Tag seinen 50. Geburtstag und hat sich sehnlichst gewünscht, den Vormittag auf einem Safariwagen zu verbringen. Wir haben also eine Tour gebucht und da diese geführten Gamedrives noch früher starten als man privat vom Hof rollen darf, gehen bei uns wieder früh die Lichter aus - und noch im Stockfinsteren wieder an...

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Alle Reiseberichte von Betti und Thomas im Überblick
zuletzt bearbeitet 17. Mai 2016
847 Beiträge · seit 201518. Mai 2016 · #96
Hallo Bettina,

was für tolle Tiersichtungen, die jungen Löwen 🤩 Geparden 🤩 . Dann noch der junge Löwe, der gerade genüsslich gespeist hat. Ach, ihr habt schon Glück gehabt.
Ich lese oft, die Tiere sind wahrschein auf dem Weg zu dem und dem Wasserloch. Ist das so offensichtlich? Finde ich echt toll, dass ihr das so gut abschätzen könnt.
Das Wasser Nebrownii finde ich gar nicht auf meiner Karte. Aus und Olifantsbad ja aber Nebrownii - hmmmmm?

Und wieder habe ich etwas gelernt, bei Einzug ins Häuschen alle Fenster und Türen auf Einbruchspuren kontrollieren. Schön, dass euch schnell eine Alternative angeboten wurde.

So. jetzt freu ich mich aber auf die Geburtstagsparty im Safariwagen. Bin bereit 🙂

LG Netti
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Themenstarter1'712 Beiträge · seit 201618. Mai 2016 · #97
Hi Netti,
Netti59 schrieb:Ich lese oft, die Tiere sind wahrschein auf dem Weg zu dem und dem Wasserloch. Ist das so offensichtlich?
Also in dem Fall war das zumindest wahrscheinlich, weil sonst auf dieser Ebene weit und breit nichts ist, was für den Löwen attraktiv sein könnte (kein Schatten zum Beispiel). Auch die Richtung stimmte und so weit war der Weg bis dorthin unterm Strich auch nicht mehr. Nebrownii gilt zudem als bei Löwen sehr beliebtes Wasserloch. Aber eine Garantie gibt's natürlich nie 😉
Netti59 schrieb:Das Wasser Nebrownii finde ich gar nicht auf meiner Karte. Aus und Olifantsbad ja aber Nebrownii - hmmmmm?
Es ist schon fast bei Okaukuejo, ein paar Kilometer östlich davon und fast direkt an der Straße dorthin.
Netti59 schrieb:Und wieder habe ich etwas gelernt, bei Einzug ins Häuschen alle Fenster und Türen auf Einbruchspuren kontrollieren. Schön, dass euch schnell eine Alternative angeboten wurde.
Tja, ich habe Thomas in dieser Hinsicht immer für etwas paranoid gehalten. 😄 Allerdings wäre es in diesem Fall tatsächlich ein Klacks gewesen, hineinzukommen. Das zerstörte Schloss hat ja zudem nicht nur gezeigt, dass es einfach ist, einzusteigen, sondern auch, dass es Menschen gibt, die ein Interesse daran haben oder zumindest hatten. Beim Check von Fenstern und Türen geht es uns allerdings auch darum zu schauen, ob zum Beispiel alle vorhandenen Türen und Fenster ge- und abgeschlossen sind. Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste, allzu große Sorgen machen wir uns aber in aller Regel nicht. Wir hatten auch zum Glück noch nie Veranlassung dazu.

Die Geburtstagsparty startet hoffentlich heute noch 😎

LG,
Bettina
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zuletzt bearbeitet 18. Mai 2016
Themenstarter1'712 Beiträge · seit 201619. Mai 2016 · #98
17. November: Runder Geburtstag im Etosha

Die Nacht ist noch früher beendet als sonst, etwas matt gratuliere ich Thomas zu seinem 50. Wir sind dennoch pünktlich am Wagen, nur noch ein weiteres Paar ist an Bord. Gegen halb sechs verlassen wir das Camp, es ist noch finster, und zu sehen ist - nichts. Nicht viel zumindest, und um es abzukürzen: Es bleibt den gesamten Vormittag über ruhig.

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Fleckenuhu...
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...mit Familie.
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Die Ausbeute ist überschaubar, unsere gute Laune kann das aber nicht verderben. Wir hatten schon so tolle Eindrücke und genießen es, uns ausnahmsweise durch die Gegend kutschieren zu lassen. Unser Guide scheint gefrusteter als wir. Er berichtet, dass viele Leute eine Tour buchen, wenn ihre eigenen Sichtungen spärlich ausfallen und dann übersteigerte Erwartungen haben. Doch die Guides können viel bewirken, aber natürlich auch nicht hexen. Wo nix ist, ist eben nix. Ende.

Zurück in Okaukuejo ist am dortigen Wasserloch fast mehr los als am gesamten Morgen zusammen.

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Maskenweber...
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...und Gattin.
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Wir bleiben einfach ein wenig entspannt sitzen, schließlich holen wir Schlaf nach. Thomas in unserem klimatisierten Häuschen, ich am Pool. Am Nachmittag sind wir wieder startklar.

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Springböcke im heiß begehrten Schatten.
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Wir fahren hoch zum Okondeka-Wasserloch, wo wir diesmal noch gar nicht waren.

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Unter einem Busch schläft ein Löwenrudel. Die Katzen machen trotz längerer Wartezeit allerdings keinerlei Anstalten, sich auch nur ein bisschen zu bewegen und wir beschließen, unser Glück am nächsten Morgen noch einmal zu versuchen.

Rechts vor links: Begegnungen bei Gemsbokvlakte.
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Den Abschluss unserer Runde macht wie so oft Nebrownii. Zwei stolze Löwenmänner präsentieren sich im schönsten Abendlicht.

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Nach dem Essen vom Buffet, das wir in Ordnung, aber nicht überragend finden, setzen wir uns mit einem Glas Wein und in entspannter Stimmung ans Wasserloch. Es gelingt uns in diesem Jahr viel besser als bei unserem ersten Aufenthalt, das Geschehen auf den gut besetzten Plätzen rechts und links von uns auszublenden. Auch der Eindruck einer Zirkusmanege hat sich verflüchtigt.

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Die Show ist beeindruckend. Zwei Löwen liegen im Hintergrund und brüllen sich gegenseitig an. Es wird wohl darum gehen, wer der Chef ist?! Oder natürlich um eine Frau. Die betritt von links die Bühne, trinkt und verschwindet dann wieder, nicht ohne die aufdringlichen Lümmel mit einem imposanten Fauchen zurechtzuweisen. Kein Interesse, das war deutlich.

Die Jungs ziehen sich beleidigt zurück, ab und zu ein Brüllen, die Hyänen antworten mit einem Konzert. Sechs Nashörner kommen nach und nach zum Wasser, trinken, baden, ein naseweises Elefantenkind will sich leichtsinnigerweise mit ihnen anlegen und kann von seiner Erziehungsberechtigten nur mühsam daran gehindert werden. Der Halbstarke wendet sich daraufhin an sein Publikum - an uns - posiert vor dem Zaun und will ihn sogar einreißen. Was zum Glück nicht gelingt. Das Busch-Programm bietet allerhöchstes Niveau und wir freuen uns - so eine Show zum 50., mehr kann man beim besten Willen nicht erwarten...

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Alle Reiseberichte von Betti und Thomas im Überblick
zuletzt bearbeitet 19. Mai 2016
847 Beiträge · seit 201520. Mai 2016 · #99
Ach wie schön, da gratuliere ich doch nachträglich ganz herzlich zum 50igsten 🙂

War doch ein wunderschöner Tag und wer kann schon behaupten im Busch in den Club der 50iger beigetreten zu sein. Toller Tag und wunderschöne Fotos. Die Löwenmänner sind toll getroffen, aber auch das Nashorn zusammen mit dem Schakal gefällt mir und natürlich das erste Bild 🤩 🤩 🤩

Liebe Grüße Netti
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Themenstarter1'712 Beiträge · seit 201620. Mai 2016 · #100
Hi Netti,

vielen Dank dir und natürlich auch an alle Danke-Drücker und stillen Mitleser. Ich habe deine guten Wünsche weitergegeben, mittlerweile ist der Mann ja auch schon wieder ein halbes Jahr älter 😉 Bis zum meinem 50. sind es nur noch wenige Jahre, mal schauen, wie wir das Programm dann toppen können 😎

Liebe Grüße,
Bettina
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