Gelbfieberimpfung?

38 Antworten · 6'363 Aufrufe · gestartet 07. Apr. 2016 von Alex
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33,1k Beiträge · seit 200610. Apr. 2016 · #21
Hi Liliytrotter,
bisher sind Todesopfer gemeldet von Luanda, Huambo, Huila, Malange – und das liegt alles nicht im Nordosten.
mir waren bisher nur Fälle aus dem Nordosten bekannt...stimmt wohlt nicht 🙁. In jedem Fall ist alles relativ weit von Namibia entfernt, so dass für Namibia eine Gelbfieberimpfung meiner Laienmeinung nach "übervorsichtig" wäre.

Viele Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
33,1k Beiträge · seit 200610. Apr. 2016 · #22
Hi Wolfgang,
Ich bin mir auch relativ sicher (allerdings nicht 100%), dass ich den Impfnachweis auch für Sierra Leone nachweisen musste.
musst Du auch (hatten wir ja in diesem Thread auch so gesagt - siehe u.a. http://www.fitfortravel.nhs.uk/advice/disease-prevention-advice/yellow-fever/mandatory-certificate-countries.aspx oder auch http://www.who.int/ith/ITH_country_list.pdf

Viele Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
4'129 Beiträge · seit 200810. Apr. 2016 · #23
travelNAMIBIA schrieb:In jedem Fall ist alles relativ weit von Namibia entfernt, so dass für Namibia eine Gelbfieberimpfung meiner Laienmeinung nach "übervorsichtig" wäre.
Viele Grüße
Christian
Sehe ich genauso
hatte ja auch schon zuvor geschrieben:
Meine (wohlgemerkt ganz persönliche!!) Einschätzung: Im südlichen Afrika, also SA, NA, BOT hätte ich keine Bedenken, mich von einer solchen Entscheidung überraschen zu lassen, denn ich traue der dortigen medizinischen Versorgung und einem guten Hygiene-Standard!!
Grüßle
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
570 Beiträge · seit 201110. Apr. 2016 · #24
Nur der Ergänzungshalber weil es ggf für einige Interessant ist:

-Südafrika hält an der 10 Jahres Regel noch fest
- wer über Ethiopian reist (haben wir vor 3 Wochen gemacht) braucht eine Gelbfieberimpfung wenn er mehr als 24 Stunden im Transit war oder den Flughafen verlassen hat. --> Also Flug fällt aus und geht erst am nächsten Tag.
--> da ETH so viele so günstige und zeitlich attraktive Angebote fliegt park ich das mal hier. War für mich der Grund zum Impfen.
--> kontrolliert in SA hat es niemand.

LG
Amos
5 Wochen Namibia - Caprivi und Zurück http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/260644-there-and-back-again.html?rb=0
4'129 Beiträge · seit 200811. Apr. 2016 · #25
Max Power schrieb:
-Südafrika hält an der 10 Jahres Regel noch fest
... irgendwie bei SA schwer vorstellbar
selbst Angola hat's akzeptiert.
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
79 Beiträge · seit 201012. Apr. 2016 · #26
Hallo Amos, hallo lilytrotter,

wie bereits in diesem Thread erwähnt, haben von den hier häufig erwähnten/bereisten afrikanischen Ländern bislang Angola, Madagaskar, Südafrika, Tansania, Sambia und Simbabwe die „lebenslange Gültigkeit“ der Gelbfieberimpfung bestätigt und übernommen.
Ob das von den anderen afrikanischen Ländern bis Juni 2016, wie von der WHIO vorgesehen, oder auch zu einem späteren Zeitpunkt übernommen wird, ist sicherlich fraglich, insofern muss man auch immer noch die zehnjährige Auffrischimpfung im Hinterkopf behalten, je nachdem wohin man reist.

Für Namibia, Kenia, Uganda, Malawi, Ruanda, Botswana und Mozambique gilt nach wie vor die 10 Jahresfrist.

Bei einem Zwischenstopp in einem Gelbfieber-Endemiegebiet gilt für Südafrika und viele der anderen Länder eine Impfpflicht schon bei Aufenthalten/Zwischenstopps von über 12 Stunden (nicht 24 Stunden);
Namibia, Botswana und Mozambique verlangen sogar bei jedem Zwischenstopp einen Gelbfiebernachweis.

Daktari
570 Beiträge · seit 201112. Apr. 2016 · #27
Danke DAktarie,

danke für das Update. Gleich nochmal nachgelesen. Vollkommen richtig deine Information. Ich war schon wieder veraltet, obwohl erst vor kurzem eingelesen.

Die Änderung ist zum 30.10.2015 in Kraft getreten. siehe hier

Und die 12 Stunden frist in ETH bekommt man schon schnell hin.
Auf seite 2 steht bei Pflichtumpfung, kann der Einreisende 6 Tage in Karantäne genommen werden... das macht jeden Urlaub von anfang an stressig 😉

LG
Amos
5 Wochen Namibia - Caprivi und Zurück http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/260644-there-and-back-again.html?rb=0
zuletzt bearbeitet 12. Apr. 2016
36 Beiträge · seit 201524. Apr. 2016 · #28
Hallo allerseits

Mir fehlt hier aber noch die impfkritische Stimme!
Bedenkt immer, dass jede Impfung auch ein gesundheitliches Risiko birgt. 😣
Und schon gar nicht empfehlenswert ist die Impfung kurz vor der Reise, weil man vorallem in den ersten Tagen nach der Impfung durch das impfbedingt überlastete Immunsystem anfälliger für ALLES ist.
Jeder Erwachsene muss für sich selber entscheiden, welches Risiko höher ist - das der Nebenwirkungen oder das der möglichen Erkrankung. Bei Minderjährigen haben die Erziehungsberechtigten die Last der Entscheidung. 😕

Schlussendlich muss man entscheiden, ob man lieber auf die Reise in ein bestimmtes Land verzichtet...
Einen Hoffnungsschimmer für reisefreudige Impfgegner gibt es aber.
Das ist vielleicht ein Hürdenlauf, würde sich aber aus gesundheitlicher Sicht lohnen.
Hier muss ich ein paar Erklärungen vorausschicken...
Der Gelbfieberimpfstoff (17D-Impfstoff) wird über einen komplizierten Weg (Hühnerembrionen, Hühnereier etc.) hergestellt.
Deshalb beinhaltet auch die schlussendliche Impfdosis gewisse Eiweissverunreinigungen. Für den menschlichen Körper ist das Fremdeiweiss. Viele Menschen reagieren sehr heftig auf Fremdeiweiss, das können im extremfall allergische Reaktionen sein, die bis zum Tod führen können.
Wenn also jemand schon weiss, dass er auf Hühnereiweiss heftig reagiert, kann er sich von einer autorisierten Gelbfieberimpfstelle ein Attest ausstellen lassen und sich auf diesem Weg eine Befreiung von der Gelbfieberimpfpflicht erwirken.
Weitere anerkannte Kontraindikationen sind: Immunschwäche, akute oder chronische Leber- oder Nierenkrankheiten, sowie vorangegangene Impfungen mit einemanderen Lebendimpfstoff, wenn sie weniger als vier Wochen zurückliegen sowie Kinder vor dem erreichten siebten Lebensmonat.
Anscheinend gibt es bei den WHO-Bestimmungen einen entscheidenden Zusatz (vielleicht kann mir das jemand bestätigen...) :
Wenn eine der obigen Kontraindikationen zutrifft, können Reisende in Endemiegebieten durch Vorlage einer entsprechenden Bescheinigung (in englischer Sprache!!) eine Befreiung der Impfpflicht erlangen.
Folgender Text kann gewählt werden:
"I certify that Mr./Mrs./Miss ... born... Resident... is suffering from... and in my opinion shall not be vaccinated against Yellow Fever." Oder:
"Mr./Mrs./Miss ... is allergic to egg protein (is currently pregnant/is currently in a state of immunosuppression) and therefore can not be vaccinated against Yellow Fewer.
Gemäss meinen Quellen sind keine Fälle bekannt, in denen die Einreise verweigert wurde, wenn solche ärztlichen Atteste vorlagen.
Vielleicht hat jemand hier diesbezüglich persönliche Erfahrungen gesammelt?

I kann nur allen empfehlen, das Thema Impfen generell NICHT auf die leichte Schulter zu nehmen!
Gute Entscheidungshilfen und Informationsquellen findet man z.B. auf http://impfentscheid.ch/.

Beste Grüsse
z-a-r
Der gesunde Menschenverstand hat sich ganz schön unterschiedlich entwickelt!
4'129 Beiträge · seit 200824. Apr. 2016 · #29
Hallo, z-a-r.

ich habe hier noch nie etwas anderes als impfkritische Stimmen vernommen.
Ich kenne auch keinen Arzt, der damit leichtfertig umgehen würde!
Und kein seriöser Arzt (und andere kenne ich nicht!) würde einen Patienten impfen, wenn der ihm ein entsprechendes Attest vorlegt!

Oder meinst du vielleicht mit „impfkritische Stimme“ eigentlich die Stimme der Impfgegner?


z-a-r schrieb:
„Schlussendlich muss man entscheiden, ob man lieber auf die Reise in ein bestimmtes Land verzichtet...
Einen Hoffnungsschimmer für reisefreudige Impfgegner gibt es aber.
Das ist vielleicht ein Hürdenlauf, würde sich aber aus gesundheitlicher Sicht lohnen.“
Was meinst du denn mit „aus gesundheitlicher Sicht lohnen“?


Du schreibst weiter:
„Wenn also jemand schon weiss, dass er auf Hühnereiweiss heftig reagiert, kann er sich von einer autorisierten Gelbfieberimpfstelle ein Attest ausstellen lassen und sich auf diesem Weg eine Befreiung von der Gelbfieberimpfpflicht erwirken.
Weitere anerkannte Kontraindikationen sind: Immunschwäche, akute oder chronische Leber- oder Nierenkrankheiten, sowie vorangegangene Impfungen mit einemanderen Lebendimpfstoff, wenn sie weniger als vier Wochen zurückliegen sowie Kinder vor dem erreichten siebten Lebensmonat.“
Wir kennen keinen Fall, wo es ausgereicht hätte, dass der Patient nur „wissen“ muss, dass bei ihm eine der Kontraindikationen vorliegt, um von einem Impfarzt ein Attest ausgestellt zu bekommen.
Die aufgezählten Kontraindikationen sind durch ein ärztliches Attest nachzuweisen. NUR dann ist ein Impfarzt bereit, ein weiteres Attest auszustellen, dass einen von einer bestimmten Impfpflicht befreit.
Mit einem Säugling wird man als verantwortungsvoller Elter nun nicht grad planen in Gelbfiebergebiete zu reisen. Es sei denn, es gibt einen wichtigen Grund, der dies nötig macht. - "Reisefreudigkeit" könnte man allerdings nicht wirklich dazu zählen...


z-a-r schreibt weiter:
...WHO-Bestimmungen...(?)
„...Wenn eine der obigen Kontraindikationen zutrifft, können Reisende in Endemiegebieten durch Vorlage einer entsprechenden Bescheinigung (in englischer Sprache!!) eine Befreiung der Impfpflicht erlangen.“
Das entscheidende Wörtchen ist KÖNNEN...


Allerdings kennen wir keinen Fall, wo eine Person, von der Botschaft eines Landes, das eine Gelbfieberimpfung als Bedingung hat, trotzdem ein Visum erhalten hat, obwohl sie nur ein derartiges Attest mitgesandt hat.
(Das hat natürlich nix zu heißen, es mag massenhaft geschehen, nur wissen wir nichts davon, in Bezug auf Gelbfieber.)
Darüber hinaus sind Länder, in denen Gelbfieberimpfungen vorgeschrieben sind, nicht selten noch mit anderen Bedingungen belegt, wie Hepatitis A+B, Cholera, Thyphus, usw.
Da käme man wohl irgendwann in Erklärungsnot mit dem Hühnereiweiß...
Irgendwelche Atteste mit Scheinindikationen für Impfgegner, wie Kurz-Schwangerschaft, Allergie XXL u. dergl. schreibt zum Glück kein seriöser Arzt aus.


Welches sind denn eigentlich Deine Quellen, nach denen dir „keine Fälle bekannt (sind), in denen die Einreise verweigert wurde, wenn solche ärztlichen Atteste vorlagen."
Würdest du bitte so freundlich sein und diesen entscheidenden Bereich nicht im Verschwommenen lassen.
Um welche Länder ging es und wie aktuell ist das und welche Indikationen und welche Zusammenhänge: Transitvisum, Touristenvisum, Arbeitsvisum...?

Es wäre sehr nett, wenn du da etwas konkreter werden könntest, - so hat man den Eindruck, dass da etwas Entscheidendes fehlt.


Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 25. Apr. 2016
36 Beiträge · seit 201528. Apr. 2016 · #30
Hallo lilytrotter
Habe schon fast befürchtet, dass sich niemand hierfür interessiert. 😉
Gerne beantworte ich deine Fragen, so gut ich kann.
lilytrotter schrieb:
„ich habe hier noch nie etwas anderes als impfkritische Stimmen vernommen. “
Ja was verstehst du denn unter impfkritisch?
lilytrotter schrieb:
„Ich kenne auch keinen Arzt, der damit leichtfertig umgehen würde! “
Wie viele Ärzte kennst du denn?
Ich wurde mit meinen 52 Lenzen auch schon ein paarmal geimpft, aber es hat mich noch nie ein Arzt über die möglichen Impfschäden aufgeklärt, wie es eigentlich seine Pflicht wäre.
Auch in meinem ganzen Freundes- und Verwandtenkreis habe ich noch nie von einer Beratung vor dem Impfen gehört. Letzthin wurde die Tochter einer bekannten geimpft, obwohl sie Fieber hatte.
Und daraus schliesse ich, dass es doch ein bisschen leichtfertig abgeht beim Impfen.
lilytrotter schrieb:
„Oder meinst du vielleicht mit „impfkritische Stimme“ eigentlich die Stimme der Impfgegner? “
Wo machst du den Schnitt? Der Übergang ist für mich fliessend.
Erst war ich impfinformationstechnisch im Tiefschlaf, vor 2 Jahren bin ich erwacht, nun impfkritisch eingestellt und wenn ich mich tiefer ins Thema einlese, wahrscheinlich irgendwann einmal Impfgegner.

z-a-r schrieb:
„Schlussendlich muss man entscheiden, ob man lieber auf die Reise in ein bestimmtes Land verzichtet...
Einen Hoffnungsschimmer für reisefreudige Impfgegner gibt es aber.
Das ist vielleicht ein Hürdenlauf, würde sich aber aus gesundheitlicher Sicht lohnen.“
lilytrotter schrieb:
„Was meinst du denn mit „aus gesundheitlicher Sicht lohnen“? “
Ja, dreimal kannst du raten… 😉
Mit jeder unterlassenen Impfung setzt man sich einmal weniger dem Risiko eines Impfschadens aus.
lilytrotter schrieb: „Du schreibst weiter: “
„Wenn also jemand schon weiss, dass er auf Hühnereiweiss heftig reagiert, kann er sich von einer autorisierten Gelbfieberimpfstelle ein Attest ausstellen lassen und sich auf diesem Weg eine Befreiung von der Gelbfieberimpfpflicht erwirken.
Weitere anerkannte Kontraindikationen sind: Immunschwäche, akute oder chronische Leber- oder Nierenkrankheiten, sowie vorangegangene Impfungen mit einemanderen Lebendimpfstoff, wenn sie weniger als vier Wochen zurückliegen sowie Kinder vor dem erreichten siebten Lebensmonat.“
lilytrotter schrieb:„Wir kennen keinen Fall, wo es ausgereicht hätte, dass der Patient nur „wissen“ muss, dass bei ihm eine der Kontraindikationen vorliegt, um von einem Impfarzt ein Attest ausgestellt zu bekommen.
Die aufgezählten Kontraindikationen sind durch ein ärztliches Attest nachzuweisen. NUR dann ist ein Impfarzt bereit, ein weiteres Attest auszustellen, dass einen von einer bestimmten Impfpflicht befreit.“
Da hast du sicher Recht. Ein ärztliches Attest wird man auch bekommen, wenn so eine Kontraindikation vorliegt.
lilytrotter schrieb:„Mit einem Säugling wird man als verantwortungsvoller Elter nun nicht grad planen in Gelbfiebergebiete zu reisen. Es sei denn, es gibt einen wichtigen Grund, der dies nötig macht. - "Reisefreudigkeit" könnte man allerdings nicht wirklich dazu zählen... “
My words!

z-a-r schreibt weiter:
...WHO-Bestimmungen...(?)
„...Wenn eine der obigen Kontraindikationen zutrifft, können Reisende in Endemiegebieten durch Vorlage einer entsprechenden Bescheinigung (in englischer Sprache!!) eine Befreiung der Impfpflicht erlangen.“
lilytrotter schrieb:„Das entscheidende Wörtchen ist KÖNNEN... “
Ich habe nicht behauptet, dass es Garantien gibt. Mein Begriff dafür war „Hoffnungsschimmer“.
lilytrotter schrieb:„Darüber hinaus sind Länder, in denen Gelbfieberimpfungen vorgeschrieben sind, nicht selten noch mit anderen Bedingungen belegt, wie Hepatitis A+B, Cholera, Thyphus, usw.
Da käme man wohl irgendwann in Erklärungsnot mit dem Hühnereiweiß... “
Alle Impfstoffe die, wie der „17D“ gegen Gelbfieber, mittels Hühnereiern hergestellt werden, beinhalten auch entsprechende Verunreinigungen. Ich habe jetzt keine Zeit, bei allen von dir aufgezählten Impfungen nachzulesen, wie sie hergestellt werden. Aber sollten sie „den Weg über das Huhn“ genommen haben, gilt natürlich dasselbe wie beim „17D“.
lilytrotter schrieb:„Welches sind denn eigentlich Deine Quellen, nach denen dir „keine Fälle bekannt (sind), in denen die Einreise verweigert wurde, wenn solche ärztlichen Atteste vorlagen."
Würdest du bitte so freundlich sein und diesen entscheidenden Bereich nicht im Verschwommenen lassen.
Um welche Länder ging es und wie aktuell ist das und welche Indikationen und welche Zusammenhänge: Transitvisum, Touristenvisum, Arbeitsvisum...?
Es wäre sehr nett, wenn du da etwas konkreter werden könntest, - so hat man den Eindruck, dass da etwas Entscheidendes fehlt.
Gruß lilytrotter
Meine Quelle sind die Bücher „kritische Analyse der Impfproblematik“ und Vorträge von Anita Petek.
Es geht darin nicht um die aktuellen Situationen in einzelnen Ländern, sondern um ein mögliches Vorgehen. (wie es andere schon vollbracht haben).
Weitere Quelle: Heiniger Ulrich, Impfkompendium, Thieme Verlag, 5. Auflage, 1999
Etwas wird leider immer fehlen, weil man dieses komplexe Thema nicht so einfach komprimieren kann.
Nun hoffe ich, dass ich dir liebe lilytrotter meinen Standpunkt etwas näherbringen konnte.
Es gibt wie überall immer (mindestens) 2 Blickwinkel.

Ich hoffe, dass niemand diese Beiträge als Hick-Hack betrachtet, dafür ist mir das Thema zu wichtig - und ich bin zu unwichtig... 😉

Beste Grüsse
z-a-r
Der gesunde Menschenverstand hat sich ganz schön unterschiedlich entwickelt!
7'296 Beiträge · seit 200628. Apr. 2016 · #31
z-a-r schrieb:
Auch in meinem ganzen Freundes- und Verwandtenkreis habe ich noch nie von einer Beratung vor dem Impfen gehört. Letzthin wurde die Tochter einer bekannten geimpft, obwohl sie Fieber hatte.
Und daraus schliesse ich, dass es doch ein bisschen leichtfertig abgeht beim Impfen.

... ist ja wohl nach Deinem Beispiel offensichtlich möglich.
Ich hatte überhaupt keinen Impfschutz (nicht mal 'ne Tetanus-Impfung) und war so viermal in Namibia. Vor meiner Reise nach Kenya habe ich mal alles auf 'nen vernünftigen Stand bringen lassen. Zuvor gab es einen Beratungstermin von 90 Minuten. Es gibt also beide Varianten. Man muss den richtigen Arzt erwischen. Ich war auch schon mal bei einem, dem ich "Malarone" buchstabieren musste.
lilytrotter schrieb:
„Was meinst du denn mit „aus gesundheitlicher Sicht lohnen“? “
Ja, dreimal kannst du raten… 😉
Mit jeder unterlassenen Impfung setzt man sich einmal weniger dem Risiko eines Impfschadens aus.

... allerdings damit auch dem Schaden durch die Krankheit, gegen die man geimpft würde. Das muss man abwägen.
Bei Polio z.B. sieht man das extrem deutlich. Hierzulande kaum Kranke oder Personen mit entsprechenden Impfschäden.
In schlechter entwickelten afrikanischen Ländern prägen Poliokranke das Straßenbild. Manche haben einen Rollstuhl, Andere robben bettelnd durch die dreckigen Straßen.
Als ich eine Woche in Freetown (Sierra Leone) war, kam ich mindestens zweimal am Tag zu Fuß oder per Rad bei Emerson vorbei. Er saß 12 Stunden am Tag immer an der gleichen Kreuzung und beobachtete die Menschen. Ich unterhielt mich jedes Mal mit ihm und manchmal brachte ich auch zwei Flaschen Bier mit und wir unterhielten uns dann bei 'nem Bier ein bisschen länger. Er hatte Polio seit seinem zweiten Lebensjahr und saß im Rollstuhl. Heute gäbe es das kaum noch, weil es Impfungen gäbe, sagte er. Als er jung war, gab es die Impfungen in seinem Land noch nicht.
An jeder großen Kreuzung in der Stadt stehen 5-10 Poliokranke nebeneinander im Rollstuhl und betteln.

Mir ist schon klar, was Du meinst. Man muss sich nicht unbedingt gegen Krankheiten impfen lassen, für die das Risiko auf einer Reise fast Null ist. Bei manchen ist es aber wirklich sinnvoll.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
4'129 Beiträge · seit 200828. Apr. 2016 · #32
z-a-r, Du endest mit der Erkenntnis:
„Es gibt wie überall immer (mindestens) 2 Blickwinkel.“
Du meinst vielleicht zwei Sichtweisen?
Ginge es um Blickwinkel, möchte ich mit dir gar nicht erst das rechnen anfangen... 😣

Ansonsten ist inhaltlich leider nix Neues in deinem neuen Post zu entdecken, außer deiner Quellenangabe.
Und das ist auch eine sehr unvollständige Antwort auf meine konkreten Fragen, an dich, so „es andere schon vollbracht haben“, wie du es nennst, kann man dann ja doch vielleicht noch irgendwann mit einer konkreten Antwort rechnen.

Somit steht die klärende Antwort auf die entscheidenden Fragen nach Konkretisierung deiner in den Raum gestellten Möglichkeiten für das Reisen in Gelbfiebergebiete bisher aus.

Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 28. Apr. 2016
248 Beiträge · seit 201528. Apr. 2016 · #33
Hallo Zar,
Ich finde eine generelle Diskussion über das Für und Wider des Impfens hat in einem Reiseforum nichts zu suchen, dafür gibt es andere Plattformen. Das bedeutet sicher nicht, daß die meisten Fomis sich keine Gedanken zu dem Thema machen. Wir lassen uns von unserem Arzt beraten und fühlen uns dort in den besten Händen. Wir sind bisher immer bestens über Wirkung und mögliche Nebenwirkungen von Impfungen und Medikamenten beraten worden. Wir reisen in Länder, für die ein Impfschutz gegen bestimme Krankheiten angebracht ist. Der Grund dafür ist, das wir unser Leben auch erleben wollen und nicht von uns Ängsten leiten lassen. Wir fahren im Alltag ja auch Auto, obwohl es leider die Gefahr von schweren Unfällen gibt. Genauso wie eine Schwangere die Gefahr eingeht, z.B. im Wartezimmer eines Arztes von einem ungeimpften Kind mit Röteln angesteckt zu werden (zum Glück ist dieses Risiko etwas reduziert für die Frauen, die als Kind selber geimpft wurden und noch Antikörper tragen).

Mit dem generellen Thema "Impfen" habe ich mich als Mutter natürlich etwas intensiver befasst und ich kann Deine aufgezählten Gründe gegen das Impfen nicht wirklich nachvollziehen. Warum wechselt man den Arzt nicht, wenn man sich so schlecht beraten fühlt? Wo waren eigentlich die Eltern, als die Ärztin das fiebernde Kind geimpft hat? Haben die nicht "nein danke, wir verschieben den Termin" gesagt (und warum haben sie ein krankes Kind zum Impfen gebracht) ? Gehört so etwas nicht auch dazu, Verantwortung für seine eigene Gesundheit (und die seiner Kinder) zu übernehmen?
Sicher sollte man überlegen, ob jede Impfung die vorgeschlagenen wird für einen selbst auch notwendig ist. Pauschalisieren sollte man Impfungen jedoch nicht.
Deine zitierte Quelle, Anita Petek, ist mir durch Zufall bekannt. Ich bin vor einiger Zeit über ein Interview mit ihr "gestolpert" (Youtube). Ich wäre vorsichtig, ihre Werke als alleinige Entscheidungsgrundlage zu nutzen.

Wie gesagt, ich finde eine generelle Diskussion gehört nicht in ein Reiseforum aber ich wollte meine Gedanken dazu nicht ganz angesagt lassen.

LG, Mellie
2006: Botswana und Sued Afrika 2009: Botswana und Sued Afrika 2012: Sued Afrika (KTP) 2014: Marokko 2016 endlich wieder Botswana und Sued Afrika :)
zuletzt bearbeitet 28. Apr. 2016
132 Beiträge · seit 201310. Mai 2016 · #34
zum Thema Gelbfieber habe ich aktuell folgenden Artikel gefunden.
Vielleicht ist er auch für andere von Interesse.

Gelbfieber

LG
strassenkind
36 Beiträge · seit 201514. Mai 2016 · #35
... das fordert mich natürlich wieder heraus, die andere Seite zu erwähnen...

Die Wahrheit ist, dass das Impfen, sowie es der Öffentlichkeit heute angepriesen wird, nichts anderes ist als eine Religion, die auf Unwissenheit und Beschränktheit beruht.“
(Frau Dr. med.Suzanne Humphries, Ärztin und Impfaufklärerin)

Die Impf-Illusion – Infektionskrankheiten, Impfungen und die unterdrückten Fakten, Buch von Dr. Suzanne Humphries,
Roman Bystrianyk | www.kla.tv/5472

Lasst euch von den Mainstream-Medien nicht für dumm verkaufen!

Gruss
z-a-r
Der gesunde Menschenverstand hat sich ganz schön unterschiedlich entwickelt!
zuletzt bearbeitet 14. Mai 2016
1'162 Beiträge · seit 201215. Mai 2016 · #36
Hallo z-a-r,
Der gesunde Menschenverstand hat sich ganz schön unterschiedlich entwickelt!
wird sehr deutlich.

Beste Grüße
Michael
7x Namibia, 2x S-Afrika, ca. 45x Atlantische Inseln (Kapverden > 25x, Kanaren, Madeira, Azoren); 7x W-Afrika (Senegal, Guinea Bissau, Gambia, Sierra Leone), Marokko, Tunesien, Jemen, Madagaskar, USA, Kanada, Costa Rica, ziemlich viel ME & SE rauf und runter und kreuz und quer
3'700 Beiträge · seit 200924. Aug. 2016 · #38
Weltweit gehen die Reserven bei Gelbfieber-Impfstoffen zur Neige. Jetzt raten Behörden, Vakzine zu kontingentieren. Selbst die WHO verringert eigentlich erforderliche Dosen, um viele Menschen zu versorgen – ein Beispiel weltweiter Fehlplanung.

Nach mehreren Gelbfieber-Ausbrüchen in Angola und im Kongo macht die Weltgesundheitsorganisation WHO jetzt Nägel mit Köpfen. Sie plant, in wenigen Wochen rund 14 Millionen Menschen zu impfen. Schwerpunkte der Aktion sind etliche Gebiete entlang der 2.600 Kilometer langen Grenze zwischen beiden Ländern sowie die kongolesische Hauptstadt Kinshasa.
Riskante Reserven

Die Maßnahme startet schon mit logistischen Problemen: Weltweit gibt es zu geringe Reserven. Deshalb verwenden Health Workers vor Ort jetzt nur ein Fünftel der normalen Dosis. WHO-Angaben zufolge soll die Menge ausreichen, um Einwohner vor Ort zwölf Monate lang zu schützen. Experten befürchten ansonsten unzählige Opfer. Bis heute berichtet die WHO von mehr als 6.000 Infektionen und 400 Toten.
Quelle: doccheck.com

Aktuell: Lieferengpässe für Gelbfieber-Impfstoffe

Herzliche Grüße
Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheit www.butterblume-in-afrika.de
391 Beiträge · seit 201524. Aug. 2016 · #39
Ich hoffe es ist in Ordnung, wenn ich hier passend zum Thema etwas poste, was ich auch schon im Schwesterforum publiziert habe
Gelbfieber-Impfzertifikat lebenslang gültig

Aufgrund eines Beschlusses der WHO im Rahmen der "International Health Regulation" IHR wird ab dem 11.Juli 2016 das Gelbfieber-Impfzertifikat lebenslang gültig sein. Dies bedeutet, dass wer einmal gegen Gelbfieber geimpft worden ist, "offiziell" auch nach mehr als 10 Jahren bei einer Einreise keine zweite Impfung machen muss.

Trotz der Eindeutigkeit der Bestimmungen bleiben erhebliche wissenschaftliche und praktische Zweifel an den Beschlüssen der WHO.

Wissenschaftliche Aspekte: Besonders bei Personen mit gesundheitlichen Risikofaktoren ist der lebenslange Schutz weder erwiesen noch sicher. Bei Reisen in Gebiete mit einem hohem Übertragungsrisiko oder bei Reisenden mit gesundheitlichen Risikofaktoren (Immunmodulierende Medikamente, Autoimmunerkrankungen, schwere Infektionen, Erstimpfung unter 1 Jahr) kann eine weitere Gelbfieberimpfung trotzdem sinnvoll sein. Reisende sollen sich in spezialisierten Zentren (wie in unserer Praxis) beraten lassen.

Praktische Aspekte: Schon jetzt beharren in gewissen Ländern die Grenzbeamten trotz gegenteiliger landesweiter Bestimmungen auf einem Gelbfieber-Impfzertifikat. Es ist fragwürdig, ob ab dem 11.Juli 2016 schlagartig alle Einreisestellen die neuen Bestimmungsänderungen auch wirklich umsetzen. Für Reisende sind Diskussionen um die Gültigkeit der Gelbfieber-Impfung an der Grenze höchst mühsam bis unmöglich. Es kann aus pragmatischen Gründen deshalb durchaus im Hinblick auf eine schnellere Einreisekontrolle eine Erneuerung des Impfzertifikates (also eine weitere Impfung) in Betracht gezogen werden.

Falsche Impfeinträge: Es ist nach wie vor weder legal noch medizinisch vertretbar, dass ein Eintrag ohne entsprechende Impfung gemacht wird. Nur Stellen mit entsprechender Erlaubnis (Gelbfieber-Impfstellen) dürfen Impfungen und Einträge bezüglich Gelbfieber vornehmen. Fälschungen können nicht nur das Leben der nicht richtig geimpften Person, sondern auch die Gesundheiit anderer Personen gefährden. (28.Juni 2016)
Quelle: http://tropdoc.ch/
Offizielles Statement WHO: http://www.who.int/ith/updates/20160727/en/