fraliThemenstarter19 Beiträge · seit 201628. März 2016 · #1Hallo und einen schönen Ostermontag noch, ich habe heute einmal eine ganz spezielle Frage die die Fotoausrüstung betrifft. Da wir überhaupt keine Erfahrung mit Namibia haben, wie solch eine Kleingruppenreise abläuft, stellt sich mir folgende Frage: Wie nah kommt man so in etwas den Tieren wenn man so von Lodge zu Lodge fährt? Habt ihr die Erfahrung gemacht das es da nur darum geht so schnell wie nur möglich die nächste Lodge zu erreichen oder wird da auch speziell Wert darauf gelegt unterwegs die Tierwelt zu beobachten, woran ich sehr starkes Interesse hätte? Speziell für diese Fälle würde ich mir sogar eine Teleobjektiv mit einer Brennweite von 150 - 600 mm zulegen wollen - macht das aus euerer Sicht Sinn oder ist das zu dolle? Sieht man überhaupt Tiere neben der Piste oder sind die weg sowie sich ein Auto nähert? Ansonsten hab ich ein 17 - 250er, habe aber das Gefühl das dies zu wenig Brennweite sein könnte. 😐 😕
Viele Grüße Frali
piscator1'483 Beiträge · seit 200928. März 2016 · #2Hallo Frali,
zur Frage der Kleingruppenreise kann ich nichts sagen, da wir nur individuell reisen.
Zu Objektiven deiner angedachten Größenordnung findest du auch in
diesem Thread Hinweise. Das Thema ist schon ein paar Mal diskutiert worden. Die Suchfunktion könnte helfen.
Mir persönlich reicht ein 70 - 400er, da es qualitativ so gut ist, dass ich auch noch gut Ausschnittvergrößerungen machen kann, die noch scharf sind.
Gruß Piscator
mike303284 Beiträge · seit 201328. März 2016 · #3Hallo Frali,
hast du die Reise schon gebucht?
Schreib doch mal etwas genauer wie der geplante Tourverlauf aussieht, dann ist es etwas einfacher zu antworten. (Route, Unterkünfte, Dauer, Reisezeit...)
Wenn du einfach durch Namibia fährst, wird die Anzahl an Tiersichtungen eher begrenzt sein. In manchen Gegenden siehst du natürlich einige Tiere von der Strasse aus.
Ich behaupte aber mal, dass du die meisten Sichtungen bei Gamedrives haben wirst, die von den Lodges nachmittags/abends und morgens angeboten werden und natürlich im Etosha. Ich schätze mal, dass beides zu deiner Tour dazugehört.
Was die Objektive angeht finde ich es wichtig, ausreichend flexibel zu sein. Weiterhin muss das ganze Equipment ja auch ins Handgepäck, da wird es schnell eng!
Für vieles werden deine 250mm sicher ausreichen, aber etwas mehr wäre sicher vorteilhaft. Ich nutze ein 80-400 an einer APS-C Kamera und finde das nahezu ideal. Man muss auch bedenken, dass man mit langen Objektiven bei Hitzeflimmern Probleme bekommt, dann hilft die lange Brennweite auch nicht viel.
Welches Equipment nimmst du noch mit? Namibia bietet auch extrem schöne Landschaften, da brauchst du eher ein Weitwinkelobjektiv... Du solltest auch bedenken, dass es unterwegs recht staubig werden kann, dann ist Objektivwechseln nicht sehr empfehlenswert.
Viele Grüsse
Michael
mike303284 Beiträge · seit 201328. März 2016 · #4Was wäre, wenn du dir einen 2x Konverter zulegst damit kannst du 37 – 500 mm abdecken,
Ein solches Zoom ist in der Regel nicht mit einem Konverter nutzbar, da einerseits die Lichtstärke dann extrem schlecht wird und weiterhin sinkt auch die Qualität dann deutlich ab - und die ist bei einem solchen "Superzoom" ohnehin schon ein Kompromiss.
Da wäre eine gute Bridgekamera vermutlich deutlich besser!
Viele Grüsse
Michael
fraliThemenstarter19 Beiträge · seit 201628. März 2016 · #5Vielen Dank für eure sehr hilfreichen Antworten die mir schon sehr geholfen haben, speziell was das Luftflimmern angeht und sicherlich müsste man sich dann auch noch Gedanken machen bei langen Brennweiten mit Spiegelvorauslösung und hast du nicht gesehen. Dankeschön nochmals
Nun nochmal zu unserer Route: es geht im November los, natürlich von Windhoek. Dann Richtung Waterberg - Etoscha - Himbas - Damaraland - Sossusvlei - und wieder noch Windhoek (das waren jetzt nur Auszüge aus dem Gedächtnis raus).
camperfan235 Beiträge · seit 201628. März 2016 · #6Bei einem Extremzoom muß man auch das Gewicht bedenken, das Ding kann man kaum mit der Hand halten geschweige denn gute Bilder ohne es wenigstens aufzulegen zu machen, selbst wenn ein Stabi vorhanden ist. Außerdem gibt es das bezahlbar ja nur von Fremdherstellern... Sigma hat ja die bekannten Probleme, Tamron oft langsamen Autofokus.
Ich habe ein Canon 100-400 mm, das ist jetzt nicht unumstritten aber für solche Zwecke mein liebstes Objektiv.
Beim letzten Namibia Urlaub hatte ich ein Sigma 120-400 mm und war sehr zufrieden damit, allerdings habe ich es zugunsten den Canon Objektivs verkauft.
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200628. März 2016 · #7Hallo Frali,
bei einer Kleingruppenreise kann man sich sicherlich mit den anderen Reisenden und dem Fahrer darauf einigen, dass der bei Tiersichtungen stoppt. Was aber noch ein Problem sein könnte, sind die Seitenscheiben. Nicht bei jedem Fahrzeug sind die zu öffnen und Fotos durch eine Fensterscheibe werden meist nicht so der Knaller, bei Spiegelungen auf der Scheibe schon gleich gar nicht.
Bevor Du Dir extra ein neues Objektiv zulegst, würde ich mit dem Veranstalter abklären, ob denn für Fotos die Scheiben geöffnet werden können.
Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
fraliThemenstarter19 Beiträge · seit 201628. März 2016 · #8Hallo Wolfgang, das mit den Seitenscheiben die sich eventuell nicht öffnen lassen ist so eine Sache, weil man beim Rotationsprinzip nachdem die Sitzplätze wohl vergeben werden, auch nicht immer weiß ob man eben an einem idealen Platz sitzt.... Aber das ist schon richtig, Scheiben können und werden ein Problem sein, und wenn diese von außen oder innen (könnte man eventuell noch abwischen) verdreckt sind auch noch ein größeres Problem.
Grüße Frali
chamäleon20112'497 Beiträge · seit 201129. März 2016 · #9Hallo Frali,
ich meine mich zu erinnern, dass Du wirklich eine KLEINgruppenreise gebucht hast bei einem renomierten Anbieter. Die wissen, dass ihre Gäste zum Landschaft- und Tiereschauen nach Namibia reisen und nicht nur zum von Lodge zu Lodge fahren. Wenn Du also nach der Tour berichten wirst, dass auf Tierbeobachtung keinen Wert gelegt wurde und auf Fotointeressen auch nicht, dann haben die irgendwann keine Kunden mehr und auch das wissen die.
Es wird sich immer wieder die Gelegenheit bieten, Fotos zu machen, auch von Tieren. Ob sich Eure Fenster öffnen lassen, weiß ich natürlich nicht, dass was wir an Reisegruppenautos im Etosha gesehen haben, hatte aber immer eine Möglichkeit, Fotos zu machen, entweder Scheiben ein Stück runter oder aufklappbares Dach und stehend fotografieren. Ich würde mir da nicht zu viele Sorgen machen.
Was das Fotografieren angeht: Ich lasse fotografieren. 🤩 Mein Sohn hat ein Objektiv bis 400, mein Mann eins bis 600, er ist allerdings begeisterter Birder und die Viecher sind nun mal klein. Elefanten kriege ich im Etosha mit meiner Minikamere, die in die Hosentasche passt, auch Bildfüllend drauf.
Viele Grüße
Karin
P.s. Ich habe mit gerade in Deinem anderen Thread noch mal Eure Tour angeschaut, schöne Unterkünfte, der zweite Teil eher Landschaft als Tiere, obwohl man z.B. Antilopen immer mal wieder sieht. Die Landschaften in Namibia sind allerdings ganz besonders verzaubernd und außer im Etosha werdet Ihr auch sicher ab und an mal aussteigen und könnt dann fotografieren.
Würde sollte niemals ein Konjunktiv sein.
Namibia 2016: Infos zu Auto+Camps+die "Jahrhundertsichtung"
Namibia 2015: Namibia - Mein Seelenland
Namibia und Botswana 2014: Überraschungstour Namibia und Botswana mit Guide
Namibia 2013: Drei Heidjer in Namibia - Guck mal, Elefanten!
GRGrenzgänger142 Beiträge · seit 201629. März 2016 · #10Die Frage der Ausrüstung mit Foto-Equipment ist 1. immer eine Frage des Budgets, 2. eine Frage dessen, was man bereit ist zu tragen, 3. eine Frage dessen, was man fotografieren möchte und 4. eine Frage der eigenen Ansprüche.
Qualität kostet immer Geld. Ein erstklassigen Tele-Zoom für die Tierfotografie erreicht schon mal einen Preis jenseits der 10.000-Euro-Grenze. Für eine große Festbrennweite liegt man davon nicht so weit entfernt. Bei der Wilderness-Fotografie gilt grundsätzlich: zuviel Brennweite gibt es nicht.
Ich warne vor Zoom-Objektiven mit einem zu großem Zoomfaktor. Mehr als vierfach würde ich unbedingt meiden. Lieber für den oberen Rand eine Festbrennweite mitnehmen.
Namibia hat wundervolle Landschaften. Ein gutes Weitwinkel ist hier empfohlen. Was für die Tierfotografie für die Brennweite nach oben gilt, gilt für die Brennweite bei Landschaftsfotografie nach unten.
Grüße
Haio
Kiboko1'250 Beiträge · seit 200929. März 2016 · #11Mit 250 mm am Crop (das ist ähnlich wie 375 mm am Vollformat) kannst Du schon sehr viel fotografieren.
Falls die Tiere etwas weiter weg sind, darf durchaus etwas Landschaft drumherum sein.
Man darf auf den Bildern sehen, dass Du in Afrika und nicht im Zoo warst.
Wichtig: Du erhälst bessere Ergebnisse, wenn Du die 250mm nicht voll ausnutzt.
Zoom Objektive verlieren am oberen Ende an Auflösung.
Mehr Brennweite ist in erster Linie nicht dafür da um größere Entfernungen zu überbrücken.
Luftflimmern, Staub und Luftfeuchtigkeit begrenzen die Auflösung.
500mm sind gut für kleine Tiere (Vögel, Mangusten) und Details (Löwenpfote, Tierportraits)
auf eher kurze Distanzen.
Hier bleibt die Frage, ob die Reisegruppe Interesse hat für jeden Vogel zu halten
und sich dann das "große" Objekiv lohnt.
Wenn Du den Brennweitenbereich voll nutzen möchtest, wirst Du bei der
der Kombination 17-250 und 150-500(600) oft die Objektive wechseln müssen.
Das kann bei staubiger Umgebung unangenehm sein --> Staub auf dem Sensor.
Da ist die Mitnahme einer Zweitkamera sinnvoll.
Es macht aber auch kaum Spaß in einen vollgestopften Kleingruppenauto mit
mehreren Kameras zu hantieren.
Hast Du sonst Verwendung für ein 150-500(600) Telezoom?
Wenn der Kauf eines Telezooms für Dich ein finanzieller Kraftakt ist,
würde ich darauf verzichten.
Mit etwas Glück kommen die Tiere auch sehr nah ans Fahrzeug.
Da können 17mm zu lang sein!
Teleconverter sind für die großen, lichtstarken Teleobjektive gedacht.
Für ein 17-250/5.6 sind sie nicht geeignet.
Es gibt mechanische Einschränkungen (Rücklinse kollidiert mit Teleconverter),
wenn der Autofokus überhaupt noch geht ist er schnarchlangsam und verfehlt oft das Ziel.
Die Bildqualität verschlechtert sich deutlich.
Viele Grüße
Bernd
Äthiopien, Benin, Botswana, Elfenbeinküste, Eritrea, Gabun, Gambia, Ghana, Guinea, Kenia (2x), Madagaskar, Malawi, Marokko, Mauretanien, Namibia, Niger, Ruanda, Sambia, Senegal, Simbabwe (2x), Sudan, Tansania (3x), Togo, Tschad, Uganda (2x)
Fotoreportagen und Bildgalerien aus aller Welt:
foto-kiboko.de
fraliThemenstarter19 Beiträge · seit 201629. März 2016 · #12Vielen Dank für eure Antworten, ihr habt mir jetzt einen Großteil meiner Angst genommen, wobei auch die Argumente von Karin sehr hilfreich waren in Bezug auf die Kleingruppenreise und fotografieren und so weiter. Im Grunde sollte es so sein, das jemand der so eine Tour macht auch was sehen möchte und das eben auch fotografieren möchte. Bei der Frage "Brennweite" haben mir die Argumente von Bernd und Haio viel zu einer Entscheidungsfindung geholfen. Es ist doch immer wieder gut mal ein paar Insider zu fragen. Vielen Dank. Vielleicht erwarten wir einfach auch zu viel oder zu wenig....hinterher können wir mehr sagen, dann können wir auch eigene Erfahrungen einbringen, können einfach ein wenig mitreden wenn man mal so sagen kann.
Wir wünschen euch allen für heute einen schönen Abend. Tschüß Frali
camperfan235 Beiträge · seit 201630. März 2016 · #13Meine erste "selbstständige" Tour in Namibia habe ich mit Rotel Tours gemacht. Ich bin nicht so der Gruppenreisende, meist individuell unterwegs, aber auch das war mal ne Erfahrung wert.
Ich möchte jetzt das "Insiderwissen" nicht angreifen, mit Luftflirren etc haben diese ja absolut recht. Aber trotzdem finde ich es schade zu sagen, gute Bilder gehen nur mit professioneller Ausrüstung. Ich kenne einige professionelle Fotografen- bei den Pferden (Turniersport) werden häufig Zoomobjektive eingesetzt- natürlich auch "markenteure" Objektive, aber auch Fremdhersteller sieht man.
Viele der Bilder die man so in Bildbänden, Fotokalendern etc bewundert, sind unter ganz anderen Bedingungen entstanden, die ein "normaler" reisender so hat. Das sind selten "spontane" Bilder, sondern geplante Aufnahmesituationen, teils auch mit Unterstützung durch "Zeitfallen" u.a. Dinge, jedenfalls heutzutage. (Ich spreche hier von Wildtierfotografie, nicht von Landschaft).
Mit einer reisegruppe, die nicht explizit Fotoreisen anbeitet, ist man eher zufallsmäßig zur richtigen Zeit am richtigen Ort- da liegt halt der FishRiverCanyon im blödesten Fotolicht und wird der Köcherbaumwald mittags kurz besucht....und Etosha geht es tagsüber auf Pirschfahrt, toll.
Abgesehen davon, das das Hantieren mit dem Equipment im Bus auch so manchen erschreckt hat....
Oft war mir aber die Anfangsbrennweite von 120 mm beim Sigma auch viel zu viel, also "kleineres" Objektiv dran, dann wieder großes....
Die Leute mit ihren Bridges hatten dieses Theater nicht, auch sehr schöne Fotos, kaum Gewicht / Volumen dabei und den Webervogel im Kasten während ich noch das richtige Objektiv aufgesetzt habe 🙂
Ich bin in Indien mit einem Fotografen ins Gespäch gekommen, der von seinen Bildern lebt, aber nur Bridges benutzt. Tolle Bilder, tolle Stimmungen.... es geht auch ohne tausende Euros Fotoequipment....
Maecs572 Beiträge · seit 201312. Mai 2016 · #14hallo,
da ich zur Zeit auch mit dem Thema beschäftigt bin, hier mein Ergebnis:
Wir hatten vor zwei Jahren zwei Nikonbodys dabei, einmal mit 17-55, einmal mit 70-300, zumindest so ähnlich. Jetzt habe ich mir auf der Ringfotomesse das Tamron 150-600 angekuckt, das ist schon eine Nummer. Vielleicht tut sich für mich und eine Möglichkeit auf, das leihweise zu bekommen, und unterwegs zu testen. Kaufen würde ich es jetzt nicht unbedingt, da auch mit dem 300er schon tolle Bilder gelungen sind.
Ach ja, unser Flieger geht in 30 Tagen, ich werde entsprechend berichten!
LG Maecs
giraffenmog649 Beiträge · seit 200713. Mai 2016 · #15Klingt vielleicht komisch -aber entscheidend ist die Lichtempfindlichkeit und nicht die Brennweite. Richtig gute Tieraufnahmen macht man in der Dämmerung. Wenn dann die Belichtungszeiten zu lang ist, dann ist der Löwe nur noch ein verschmierter Fleck sobald er sich bewegt.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es in einem Bus mit vielen Personen extrem schwierig sein, selbst bei 1/100 s scharfe Bilder zu bekommen, weil irgendjemand sich immer bewegt und sich das automatisch auf Dich überträgt. Wenn Du in so einem Moment ein 600mm stabilisieren musst, brauchst Du schon recht kurze Belichtungszeiten.
Ich würde mir ein hochwertiges 100-400mm zulegen und in jedem Fall die Finger von den Konvertetn lassen. Die fressen nur Licht!
camperfan235 Beiträge · seit 201623. Mai 2016 · #16Ich hab aktuell das Canons 100 bis 400 mm in Gebrauch. Die Eingangslichtstärke ist hier 1:4,5. Mehr Lichtstarke in einem fürs Hobby noch vertretbarem Rahmen ( ok, mancher zahlt auch fürs Hobby 20000 für ne Linse) . Wurde bei den Pirschfahrten gut beleuchtet und lagen/ standen die Tiere still, hab ich wirklich top Bilder. Es braucht leider tatsächlich oft schnelle Verschlusszeiten wenn man im Jeep oder Bus sitzt, einer wackelt immer und wehe was tolles ist im Busch....
Oft wäre man mit einem 70 bis 200 ganz gut hingekommen, das gibt's ja von diversen Herstellern mit f 2,8 im Eingang. Jedenfalls im Krüger. Öfters aber auch deutlich nicht:)
600 mm machen Laune, sind aber schwer zu stabilisieren, habe mich dagegen entschieden, hatte mal ein "Bigma" zur Probe. Bin kein Sigma Gegner..der berühmte Fehlfokus bei den Dingern, aber meine besten Linsen sind die Canons und Alternativ Tamron, allerdings ist deren Autofokus oft recht lahm, wobei ich das 150 bis 600 nicht ausprobiert habe
Namibia-Neuling663 Beiträge · seit 201524. Mai 2016 · #17Ich finde das schwierige bei dem Thema einfach 3 Faktoren unter einen Hut zu bringen:
1) Wünsche an die Leistungsfähigkeit
2) Umfang der Ausrüstung
3) Budget
Wo man dabei seine Prioritäten setzt muss jeder selbst entscheiden und sich gut überlegen. Für mich war beim letzten Urlaub einfach das Thema Umfang der Ausrüstung der entscheidende Punkt. Ich wollte vernünftige Aufnahmen machen können, aber eben nicht die ganze Zeit zig Kilo Ausrüstung mit mir herumschleifen. Ich war mir realtiv sicher, dass das sonst nur dazu führt, dass ich die Kamera zu so mancher Wanderung nicht mitnehme sondern im Auto lasse. Aus dem Grund habe ich mich dann auch bewusst dazu entschieden meie EOS 5D mitsamt den meisten L-Objektiven daheim zu lassen und nur den Zweitbody in Form der einfach genial kompakten EOS 100D mit zwei Objektiven mit zu nehmen: Einmal das Tamron 16-300 und zum anderen noch als besseres Tele für Fahrten im Auto das 70-200L plus Extender. Das 16-300 hatte ich mir dafür nach reichlicher Überlegung und einigen Tests auf der Photokina extra angeschafft.
Dass ich mit der Kombination limitiert sein werde war klar, dass die Bildqualität an der ein oder anderen Stelle leidet ebenso. Aber wie gesagt, es war ein bewusster Kompromiss da ich die Kameraausrüstung kompakt halten wollte. Im Nachhinein war ich glücklich über die Entscheidung. Bis auf etwas chromatische Aberration bei ein paar Bildern am langen Ende des Zooms die sich aber halbwegs gut korrigieren ließen hat mich das Tamron sehr positiv überrascht, hätte ich von so einem Objektiv nicht für möglich gehalten. Klar, im direkten Vergleich mit Bildern mit dem 70-200L bei 100% oder 200% Ansicht auf dem Bildschirm sieht man Unterschiede - aber da muss man finde ich auch ehrlich zu sich selbst sein, wann macht man das? Wir haben die Fotos danach auf dem Fernseher angesehen, schon da wird der Unterschied schwer feststellbar. Im A5 Fotobuch erst recht. Und dafür, dass ich diese Einschränkungen in Kauf genommen habe hatte ich eine Kombi dabei die ich eben auf jeden Wanderung ganz bequem mitnehmen konnte.
Seitdem wir zurück sind liegt das 16-300 zugegebenermaßen unangetastet im Schrank, bei den Anläßen zu denen ich hier fotografiere möchte ich meine L-Objektive nicht missen. Aber für den nächsten Namibia-Urlaub wird es definitiv wieder das Objektiv meiner Wahl sein.
fidel925 Beiträge · seit 201624. Mai 2016 · #18Die Alternative zum Leihen (kostet bei 3 Wochen auch ne Menge) ist gebraucht kaufen und danach ggfs. wieder verkaufen. Gerade bei den Tamron 150-600 gibts jede Menge Gebrauchtangebote ab ca. 700€. Der Wertverlust über den Reisezeitraum dürfte sich bei pfleglicher Behandlung in Grenzen halten, einzig Staub ist natürlich immer ein Problem.
Da bereits Belichtungszeit angesprochen wurde: natürlich ist mehr Blende immer besser - wesentlich billiger und einfacher ist es aber, eine Kamera zu verwenden, die hohe ISO-Werte gut abkann.
Namibia-Neuling663 Beiträge · seit 201524. Mai 2016 · #19Ich kaufe Objektive grundsätzlich nur gebraucht... Gerade bei hochwertigen Objektiven kann ich da recht sicher sein, dass ich die auch nach 5 Jahren noch zum gleichen Preis verkaufen kann. Canon L Objektive oder vergleichbare Serien sind in aller Regel sehr wertstabil, es gibt eben nur meistens einen Abschlag wenn die Garantiezeit rum ist.