NördbyThemenstarter42 Beiträge · seit 201623. Feb. 2016 · #1
Vielen Dank an die Mitglieder dieses Forums, denn wir haben wertvolle Tipps von Euch erhalten und konnten so eine tolle und gelungene Reise im November 2015 nach Botswana unternehmen. Ich bin die schlechtere Hälfte von Mitglied Mischa, die hier bereits einen Reisebericht vorgelegt hat. Ich habe ein dreiteiliges Video geschnitten, bin allerdings in diesem Genre völlig unerfahren. Meine zoologischen Kommentare basieren vorwiegend auf einem Fauna und Flora Bestimmungsbuch, Wikipedia und Googleei. Bin daher für jeden Korrekturvorschlag dankbar vor allem bei der Frage, "War das nun eine schwarze Mamba oder nicht?" - im 3. Teil 4. Minute - . Neben den Tieraufnahmen, war es mir wichtig, dass der Betrachter möglichst genau weiß, wo er sich auf der Landkarte befindet. Die Animationen dazu, haben allerdings mehr als die Hälfte des gesamten Arbeitsaufwandes gefordert. Ich freue mich über jedwedes Feedback, solltet Ihr Euch das Video auf YouTube angeschaut haben. Nördby https://youtu.be/sTHkuxBO45Q https://youtu.be/Zu7PtIa09Zo https://youtu.be/oMRjDaCok4U
Otjikoko2'349 Beiträge · seit 200923. Feb. 2016 · #2
Hallo Nördby,
vielen Dank für dieses sehr informative Video.
Es ist dir sehr gut gelungfen und es bietet dem Betrachter viele wertvolle Informationen.
Hier einige Sachen, die mir aufgefallen sind:
"Boereworst" heißt auf deutsch sicher NICHT "Spiral-Bratwurst"...
Wer hat euch das denn gesagt?
Das ist afrikaans und heißt heißt "Buren-Wurst" oder je nach Übersetzung auch auch evtl. "Farmer-Wurst" .
Wenn du nicht weißt, wer oder was Buren sind, siehe bei Google oder bessser bei Wikipedia.
Also eine burische (südafrikanische) Bratwurst, also ein Produkt der burischen Küche.
Ein Oryx ist keine Gazelle! Es ist eine Antilope, wie alle anderen Böcke (vom Steinböckchen bis zum Eland. Auch Gnus zählen zu den Antilopen.) in eurem Video auch.
Im SÜDLICHEN Afrika gibt es nur eine einzige Gazellen-Art und das ist der Springbock. Gazellen kommen ansonsten nur nördlich des Sambesi vor.
Allerdings gehören auch Gazellen zu den Antilopenarten, so dass der Überbegriff "Antilope" für alle diese Arten immer richtig ist.
Den "Water Monitor" nennt man auf deutsch "Nil-Varan".
Bei der wie vielten Minute soll eine Schwarze Mamaba vorkommen? Ich habe keine Schölnge gesehen oder habe ich die verpasst?
wie schön! Das gibt heute das Abendprogramm! Besser als jeder TV-Film. Ausserdem werden somit Sehnsüchte gestillt! Kann mir denken, dass es viel Arbeit gemacht hat. Ich habe dieses Jahr auch mal Videoversuche gemacht, bin aber mit der weiteren Verwendung (auf YouTu.. hochladen) noch völlig am Nullpunkt. Muss mich erst langsam rantasten. Und zuerst muss das Fotobuch in Arbeit gehen. Das gibt eh wieder Nachtschichten..
Danke fürs Zeigen!
LG, Elsa
NördbyThemenstarter42 Beiträge · seit 201624. Feb. 2016 · #4
Hi Otjikoko Danke für Deine schnelle Bewertung. In meinem Videokommentar, kommt es tatsächlich so rüber, als wollte ich die Boerewors oder Burenwurst mit "Spiralenbratwurst " übersetzen. Tatsächlich sollte es eine sehr grobe Beschreibung werden, ohne tiefgründige Erklärungen. Dies ist mir sprachlich aber eindeutig verunglückt. Der Varanus niloticus, -wie der Lateiner sagt-, wird in meinem Buch als Wasserwaran übersetzt, obwohl der lateinische Name den Schluss zulässt, das Nilwaran plausibler wäre, zumal dieses Buch Crocodylus niloticus mit Nilkrokodil übersetzt. Hippopotamus amphibius, wird hier als Flusspferd übersetzt, während uns doch das Wort Nilpferd eher vertraut ist. Ich bevorzuge allerdings Wortschöpfungen ohne Nil. Jetzt zum Oryx Ich gebe zu, dass ich keine Ahnung habe, wann sich eine Antilope Gazelle nennen darf. Ich muss jetzt wieder mein Bestimmungsbuch zitieren, darin heißt der Spießbock "Oryx gazella". Deshalb bin ich davon ausgegangen, dass es sich beim Oryx um eine Gazelle handelt. Wenn ich mir den Spießbock so anschaue, sagt mir mein Bauch allerdings, dass Du recht hast. Ich weiß zwar wie gesagt nicht, was eine Gazelle zur Gazelle macht, aber dieser Bock sieht nicht aus wie eine Gazelle. Dies schreit nach einer Recherche. Du scheinst darüber sehr viel zu wissen, vielleicht kannst Du mir sagen was eine Gazelle kennzeichnet.
Vielen Dank für Deine aufmerksamen Hinweise. Ich werden alle Fehler und Verbesserungsvorschläge in einer Liste notieren und später ein korrigiertes Video präsentieren. Ich betrachte mich als Laie, was Videodokumentationen betrifft. Gerade deshalb muss ich aufpassen keinen Mist zu erzählen. Am Ende soll kein perfektes Video entstehen, sondern ein ausgemistetes. Deshalb werde ich auch die Schlange nicht mehr als schwarze Mamba bezeichnen, die in Teil 3, Minute 3:50 auftaucht, wenn sich rausstellt, dass es sich um eine harmlose Natter handelt.
Das gesamte Video ist 130 Minuten lang und aus technischen Gründen in 3 einzelne Teile zerlegt.
Otjikoko2'349 Beiträge · seit 200924. Feb. 2016 · #5
Hallo Nördby,
Gazellen sind eine Unterart von Antilopen, die sich in bestimmte Verhaltensweisen und im Aussehen und Körperbau und Kopfform und auch von der DNA her (genetische Verwandschaft) stark ähneln und die meistens die selben ökologischen Nischen in Ihren jeweiligen Habitaten (Herkunftsländer) besetzen.
Siehe im Internt z.B. Springbock, Grant Gazelle, Thomson Gazelle, Gerenuk, usw.
Du wirst eine gewisse Ähnlichkeit dieser Tiere feststellen.
Tatsache ist, dass es am Nil schon lange keine Flusspferde gibt, weshalb man heutzutage meistens "Flusspferde" sagt. Das ist auch die offizielle Name des Tieres auf deutsch.
Außerdem heißt das Flusspferd deshalb in Afrika "Hippo", weil es auf englisch "hippo" bzw. "hippopotamus" heißt, nicht, weil es zufällig auch auf lateinisch der Name ist.
Das der Oryx, der in Namibia und Südafrika auch "Gemsbok" ( = afrikaans) genannt wird, weil er eine ähnliche Gesichtszeichnung wie europäische Gemsen ha,t auf lateinisch den Beinamen "gazella" hat, sagt nichts darüber aus, dasss er zu den Gazellen gehört.
Wie gesagt ist der Springbock die einzige Gazelle südlich des Sambesi bzw. im südlichen Afrika.
Der Löwe heißt "panthera leo" auf latein und ist trotzdem kein Panther (Panther werden ja im deutschen schwarze Jaguare oder schwarze Leoparden genannt).
Ich bin kein Lateiner und kann dir dies alles leider nicht erklären...
Die Bezeichnung "Spiesbock" für Oryx ist korrekt, aber mittlerweile schon etwas veraltet...
Man bezeichnet ihn auch auf deutsch heutzutage meist als Oryx und im "südwesterdeutsch" Namibias ebenfalls als Gemsbock.
LG
Otjikoko
NördbyThemenstarter42 Beiträge · seit 201624. Feb. 2016 · #6
Hallo Otjikoko Dass nenne ich 'ne prompte Antwort. Danke. Dank Deiner Klarstellungen, werde ich das Video auf ähnliche Fehler genauer untersuchen. Mir ist sehr an Deiner Meinung gelegen, deshalb freue ich mich auf weitere Hinweise.
LG Nördby
NördbyThemenstarter42 Beiträge · seit 201624. Feb. 2016 · #7
Hallo Elsa Danke für Dein Interesse.
Wenn Du Dein Video veröffentlichst, worauf ich sehr gespannt wäre, achte darauf, dass Du keine Urheberrechte verletzt. Ich habe zur Untermalung Filmmusik von Ennio Morricone - der mit dem Lied vom Tod - benutzt. Dies erkennt YouTube automatisch und verweigert die Veröffentlichung. Das erfährt man aber erst nach dem Upload, der bei mir 5 Stunden pro Teil dauerte. Wenn Dein Video eine bestimmte Länge oder Datengröße überschreitet, muss Dein Google-Konto mit einem Handy, dass SMS empfangen kann, bestätigt werden. Wenn Du keins hast, kannst Du Dir auch eins borgen, denn der Vorgang ist nicht personalisiert. Danach ist alles einfach, also trau Dich.
Gruß Nördby
Rodrigo1'125 Beiträge · seit 200624. Feb. 2016 · #8
Hallo, Nördby, Dein Film ist bewunderungswürdig, auch wenn ich erst das erste Drittel gesehen habe. Du sagst, Du seiest Anfänger??? Eine klassische Untertreibung... Vieles gefällt mir daran. Erstens bist Du bemüht, den Zuschauer stets wissen zu lassen, wo Du Dich befindest und wo was ist. Das könnte man vielen Profis, deren Erzeugnisse im TV gesendet werden, hinter die Ohren schreiben. Finde ich gut. Sehr zuschauerfreundlich. Jeder sieht es anders. Für Anfänger etwas, das einem den Mund wässerig macht. Ich selber war zweimal im CKGR, einmal drei Tage, das zweite Mal eine Woche. Und so manches erkenne ich wieder: Sunday Pan (ich hatte denselben Platz), auch Owen's Camp (dort traf ich, trotz genauester Inspektion, spazierengehender Weise auf zwei junge männl. Löwen - brrr! Ich habe mich anschließend zehnmal in den Arm gezwickt, um zu sehen, ob ich noch lebe) u.a. - Könnte es sein, dass Du Erdhörnchen und Erdmännchen verwechselt hast? - Warum sagst Du 'Dschaborone'? Pingelig, tut mir Leid. Heute nachm. nach dem Kaffee kommt Teil 2 dran, der Rest heute abend. Mir werden die Augen feucht werden, weiß ich schon jetzt. Ich freue mich auf Teil 2. Lieben Gruß Rodrigo
irgendwann werde ich es versuchen. Gestern abend habe ich die ersten beiden Filme angeschaut, wow, richtig toll hast Du das gemacht. Respekt, das war richtig viel Arbeit. So ist dieser Film auch fuer Afrikalaien, wie Familie und Freunde, sehr informativ gestaltet.
Heute abend gucke ich den Rest noch an. Mal sehen ob ich die Mamba entdecke... Ich freue mich jetzt schon drauf. (jetzt nicht auf die Mamba,sondern auf Botswana!)
LG, Elsa
NördbyThemenstarter42 Beiträge · seit 201624. Feb. 2016 · #10
Hallo Rodrigo Danke für Dein Interesse. Das Erdmännchen hat einen ganz dünnen Schwanz und wird bis zu 50 cm groß. Das Erdhörnchen dagegen, hat einen buschigen Schwanz und wird nur halb so groß. Es benutzt seinen Schwanz als Sonnenschutz und wird mit Sicherheit um diesen von anderen Tieren in der Kalahari beneidet. Es richtet den Schwanz, wenn möglich zur Sonne aus und hält den Körper damit schattig. Dies ist in zahlreichen Video Sequenzen zu sehen. Ich glaube daher ist eine Verwechslung ausgeschlossen.
Nun zu Gaborone und wie man das ausspricht oder sollte. Eine Gegenfrage, wie würdest du die amerikanische Stadt Massachusetts aussprechen ? Wahrscheinlich würdest Du versuchen, auch gegenüber einem deutschsprachigen, nahe am englischen Original zu bleiben, sonst versteht es keiner. -( gelingt aber wahrscheinlich nur einem Angelsachsen) Gaborone hat nun zufällig eine angenehme Buchstabenkombination für eine deutsche Zunge. Es spricht nichts dagegen, wenn das Wort im deutsch - deutschen Dialog so ausgesprochen wird wie man es schreibt. Redet man mit einem Engländer , wird Gaborone ungefähr so klingen "Tschäboronie".
Warum ich nun "Dschäboronie" benutze, hat folgende Geschichte.
Vouchers für die Kalahari erhält man nur über die Firma Big Foot in Gaborone. Dies sollte man über deren Homepage oder E-Mail unbedingt vor der Reise erledigen. Da wir die Reise kurzfristig umdisponieren mussten, wollten wir Big Foot in Gaborone direkt aufsuchen. Die Adresse war die Moremi-Road, die weder das Navi noch irgendeine andere Karte kannte. In unserer Verzweiflung fuhren wir zu einer veralteten Adresse und landeten im Büro einer Zeitungsredaktion. Wir erfuhren eine unglaubliche Hilfsbereitschaft von 2 Redakteurinnen Big Foot zu finden. Eine der Damen ließ sich den Weg von einem ortskundigen Freund telefonisch erklären und beschloss dass wir den Weg alleine nie finden werden. Da der Bushcamper nur zwei Sitzplätze hat, fuhr ich mit der bildhübschen Botswanerin alleine quer durch die Stadt zur Moremi-Road. Sie war so stolz auf Ihr Land und Ihre Stadt, dass sie mir alle Gebäude und Einrichtungen detailliert erklärte. Ihre Ausführungen wurden nur manchmal durch einen jähen Aufschrei Ihrerseits unterbrochen, wenn ich mal wieder die Ampelsignale falsch interpretierte oder zum hundertsten mal den Scheibenwischer anstatt den Blinker bediente. Sie war allerdings beinhart im Nehmen und steckte alles weg. Was sie allerdings nicht tolerierte war, wenn ich von "Tschäboronie" -wie die Engländer- sprach. Einen großen Teil der restlichen Fahrt verbrachten wir mit der korrekten Aussprache von "Dschäboronie".
Als ich nun zurück in Hamburg das Video erstellte und den ersten Abschnitt Mischa vorführte, erkannte sie sofort.: "Manchmal sagst du Gaborone und manchmal Dschäboronie, was denn nun, entscheide Dich !".
In meiner Entscheidungsfindung hörte ich Häuptling Dschäboronie sagen:"Herz soll entscheiden, hugh !";
Lieber Rodrigo vielen Dank für die absolut nicht pingelige Frage.
LG Nördby
Rodrigo1'125 Beiträge · seit 200624. Feb. 2016 · #11
Hallo, Nördby, danke für Deine Antwort. Man darf sich ja, abseits aller Lust zur Rechthaberei, auch mal über absolut Nebensächliches unterhalten. Deine Antwort hat bei mir einen Anruf zur Familie meiner Schwester, wohnhaft ein paar km südlich der Grenze zu BT, ausgelöst (Du hast also einen Beitrag zur innerfamiliären Kommunikation geleistet!). Ich selber war oft in Gaborone - und bin auch x-mal daran vorbeigefahren. Mein dortiger Schwager ist Engländer, den hab ich gefragt. Immerhin wohnt er im 'Imperial Reserve' in Mafikeng, von wo aus das heutige BT verwaltet wurde, bevor es unabhängig wurde und eine aus dem Boden gestampfte Hauptstadt erhielt. Ich fragte ihn: Wie spricht man es aus? Natürlich mit 'G'! Er hat (ich auch nicht) es noch NIE mit 'Dsch' gehört. Danach fragte ich meinen Großneffen, englischsprachig: Dasselbe! Ist es vielleicht 'Tswana'? Englisch ist ja nicht die Muttersprache, sondern nur die offizielle. Aber das alles ist wurscht. Ich klicke jetzt den 2. Teil Deines Films an, freue mich darauf und sage jetzt schon 'Danke'! Rodrigo
Omnia vincit amor
Butterblume3'700 Beiträge · seit 200924. Feb. 2016 · #12
Hallo Otjikoko,
du schreibst:
Tatsache ist, dass es am Nil schon lange keine Flusspferde gibt
Wenn du den Nil ausschließlich auf Ägypten reduziert, hast du Recht mit dieser Aussage.
Tatsache ist allerdings, dass der Nil mit über 6800 km der längste Fluss der Erde ist und von seiner Quelle in Ruanda/Burundi mehrere afrikanische Länder durchquert. Und natürlich leben am Nil noch Flusspferde.
Countries occurrence: Native: Angola (Angola); Benin; Botswana; Burkina Faso; Burundi; Cameroon; Central African Republic; Chad; Congo; Congo, The Democratic Republic of the; Côte d'Ivoire; Equatorial Guinea; Ethiopia; Gabon; Gambia; Ghana; Guinea; Guinea-Bissau; Kenya; Liberia; Malawi; Mali; Mozambique; Namibia; Niger; Nigeria; Rwanda; Senegal; Sierra Leone; Somalia; South Africa; South Sudan; Sudan; Swaziland; Tanzania, United Republic of; Togo; Uganda; Zambia; Zimbabwe
Regionally extinct: Algeria; Egypt; Mauritania
Quelle: iucnredlist.org
Gruß Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheitwww.butterblume-in-afrika.de
Ich hatte Deine Ausführungen zu den Hippos und dem Nil mit grosser Spannung verfolgt. Ich war schon voller Begeisterung, dass wir in Uganda 2014 eine neue Tierart am Nil entdeckt hatten.
Beweisfoto vom Weissen Nil
Marina hat aber nun wieder all meine Illusionen zerstört. Sind wohl doch nur gewöhnliche Hippos vom Nil.
Nichts für ungut.
LG Christa
www.botswanadreams.de
"Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach."
Ernest Hemingway
.....Guten Abend....bezugnehmend auf Dein Video....Du lässt Kubu ausfallen wegen "desolatem Zustand"
Eures Buschcampers.... da hätte ich gerne detaillierte Angaben, wenn Dir das möglich ist........
die Knickschlauchverbindung zur Gasflasche weiss ich, an dem kann Dein Entschluss ja nicht gelegen haben......
gibt es motortechnische Gründe ?
vielen Dank zum Voraus
BMW
Otjikoko2'349 Beiträge · seit 200925. Feb. 2016 · #15
Hallo Marina,
ok, du hast recht.
Ich hatte mich beim Nil tatsächlich nur auf Ägypten bezogen ohne groß weiter darüber nachzudenken...
Selbst im Netz findet man Quellen die allgemein behaupten, die Hippos seien am "Nil" (ohne diese weiter zu definieren) ausgestorben.
Vielen lieben Dank für die Info, Marina.
Nun, trotzdem ist die Bezeichnung "Flusspferd" im Deutschen heutzutage geläufiger, da passender, da die Tiere ja in vielen Gewässern vorkommen und nicht haupssächlich oder nur im Nil.
Danke , für das Beweisfoto, Christa! 😉
LG
Otjikoko
NördbyThemenstarter42 Beiträge · seit 201625. Feb. 2016 · #16
Hallo Rodrigo Schön, wenn man wie Du, Informationsquellen vor Ort hat, erst recht familiärer Art. Die Dame, die mich zu Big Foot führte, war in der Tat eine Tswana und wie gesagt sehr stolz auf Ihre Stadt. Obwohl sie mehrfach von Dschäboronie sprach, besteht natürlich die Möglichkeit, dass ich mich verhört habe, zumal diese Lehreinheiten mitten im Großstadtverkehr erfolgten, dem ich als Fahrer ja auch noch eine gewisse Aufmerksamkeit schuldete.
Mit der Lautschrift beschreibt Wikipedia die Aussprache von Gaborone wie folgt: TSWANA : [χabʊˈrʊnɛ] ENGLISCH: ɡæbəˈroʊni (ga-bə-roh-nee)
und gibt Dir und den Deinen völlig recht. Da mein Video eindeutig in deutscher Sprache verfasst wurde und damit die meisten Zuschauer deutschsprachig sein dürften, ist es ein Fehler diese Stadt mit "Dschäboronie" auszusprechen. Ich werde dies in Version 1.1 umgehend ändern. Ich finde diesen Hinweis überhaupt nicht pingelig und danke Dir sehr dafür. Gruß Nördby
.....schiebe noch eine zusätzliche Frage nach AKTUELLER Adresse von Bigfoot in Gaborone......
.....eine Moremi Street existiert .....das Büro wäre auf 24.39.15 / 25.55.14 kannst Du das so
bestätigen ?
lg, BMW
NördbyThemenstarter42 Beiträge · seit 201625. Feb. 2016 · #18
Hallo BMW Der Toyota Land Cruiser, in unserem Fall als Variante Bushcamper, hat 2 Batterien. Beide werden vom Stromgenerator während der Fahrt aufgeladen. Die beiden größten Stromverbraucher sind der Anlasser beim Starten des Motors und während der ganzen Zeit der Kühlschrank, der bei uns nur mit 12 V Batteriestrom funktionierte. Bushlore, der Autovermieter, erklärte uns, man könne im Stand alle Verbraucher getrost benutzen, auch wenn dabei die Batterie leer gelutscht wird. Beim Starten des Motors müsse man dann, über ein elektronisches Bediengerät die zweite, geladene Batterie dazuschalten. Ab Moremi, also ungefähr bei Halbzeit nach eineinhalb Wochen, funktionierte das aber nicht mehr. Obwohl auf dem Bediengerät zu erkennen war das eine Batterie voll geladen war, zuckte der Anlasser nicht einmal. Kein Mensch, geschweige denn ein Auto war zu sehen, hier in der "Pampa", für eine Starthilfe. Da aber eine unserer Batterien wohl geladen war, kam ich auf die Idee uns selber Starthilfe zu geben. Wir verbanden dann die beiden Batterien mit dem Starthilfekabel und es funktionierte und wurde zum täglichen Ritual, mit dem man leben konnte. Auf einem einspurigen Abschnitt der Sandroad, der Piste nach Savuti, kam uns in einer sehr tiefen Spur ein Fahrzeug entgegen. Das verlassen der Spur war diesmal nicht so einfach, weil auch kleineres Buschwerk die Piste säumte. Um die Piste zu verlassen gab ich mächtig Gas und lenkte abrupt nach links. Der folgende "Hupferl" hat Spaß gemacht, die Landung war eher hart und von vielen bösen Geräuschen begleitet. Unser linkes Rücklicht wurde dabei, von einem eingefädeltem Busch, um etwa 1 cm aus der Verankerung gerissen. Fortan blinkte das Bremslicht fleißig mit und auch das Blinklicht half beim Bremsen, ein wohl jedem bekannter Effekt. Tragisch war nur, dass es ab jetzt einen Kriechstrom in der Elektrik des Autos gab. Trotz Abschaltens aller Stromverbraucher, entlud sich die eine Batterie innerhalb von etwa 5-10 Std vollständig. Nicht nur, dass diese Batterie beim Starten keinen Beitrag mehr leistete, sondern es schien, als ob sie dem Stromfluss sogar noch etwas abknabberte. Der Anlasser klang jedenfalls halb verhungert und der Motor "kam", immer erst auf den letzten Drücker. Das zwang uns jeweils nach c.a 8 Std Pause zu einer sonst unnötigen Bewegungsfahrt, wie die Feuerwehr es nennt. Das Erlebnis mit dem Gaskocher war ein zweiter Punkt. Während wir Kaffee kochten, fing er plötzlich lichterloh an zu brennen. Die Flammen züngelten auch im Inneren des Wagens, das war sehr bedrohlich. Die Zufuhr von Gas am Kocher selber zu stoppen hatte keinen Erfolg. Ins Innere zu turnen, die Gaszufuhr an der Flasche selber zu stoppen, ungeachtet der Flammen erforderte schon einigen Mut, war aber die einzige Chance. Natürlich haben wir ihn nie wieder benutzt und mussten nun alles am Holzfeuer oder über Kohleglut erwärmen.
Im Video konnte ich in meinen Ausführungen nicht so weit ausholen, wie ich es hier getan habe, obwohl ich es gerne getan hätte. Deswegen habe ich den Zustand des Autos simpel als "desolat" beschrieben. Insgeheim habe ich gehofft, dass jemand nachfragt, deswegen vielen Dank für diese Nachfrage.
Da das Auto und somit auch die Autovermietung ein sehr entscheidender Faktor bei so einer Reise ist muss ich folgendes anmerken.
Unser Vermieter war Bushlore in Johannesburg. Alles hat tadellos geklappt. Der Flughafen Shuttle war wunderbar, die Übernahme sowie die Abgabe des Autos war reibungslos, jedenfalls "formaltechnisch".
Für den desolaten Zustand des Autos in Nata, wie ich es formulierte, waren wir durch die "Buschlandung" auf der Sandroad ja teilweise selbst verantwortlich. Auch der technisch-elektrische Fehler, der uns zum Überbrücken zwang kann passieren und ist nicht unbedingt mangelnder Wartung zuzuschreiben.
Die Markise allerdings, die bei der großen Hitze oder auch bei Regen fast unverzichtbar ist, lag fast lose in der Alu - Tülle. Hätten wir nicht darauf bestanden, dass uns das Ausfahren der Markise vorgeführt wird und somit der Fehler aufflog, wäre sie für uns nutzlos gewesen. Dies wurde, wie im Video zu sehen aber recht schnell behoben.
Die beiden Ersatzräder am Heck, sind extra aufgehängt und müssen nach rechts und links ausgeschwenkt werden um die hinteren Türen zu öffnen. Um ein ungewolltes Ausschwenken zu verhindern, werden sie durch einen Bügel an der Stoßstange arretiert. Im harten Gelände konnte man diese Bügel mit Stift und Splint sichern. Als wir den Hof von Bushlore verließen, mussten wir nach links auf eine stark und schnell befahrene vierspurige Straße abbiegen. Dabei löste sich der Bügel und das Reserverad samt Aufhängung schwenkte aus und ragte bis fast zur Hälfte in die Überholspur. Viele Autos wurden dadurch zur absoluten, quietschenden Vollbremsung genötigt. Der Verkehr kam kurzzeitig zum Erliegen und wir befanden uns plötzlich im Zentrum einer aufgeregten Menschenmenge. Wir versuchten nun die Bügel provisorisch zu befestigen, denn es gab keine Stifte und Splinte im Fahrzeug. Wir fuhren zurück zum Hof von Bushlore und wurden mild belächelt nach dem Motto "is ja nix passiert". Der Cheftechniker kramte in mehreren Kisten und fand zwei unterschiedliche Splinte, die dazu auch noch schlecht passten. Er übergab sie mir mit den Worten: " da hast Du aber Glück gehabt, das waren die Letzten".
Ich würde aber Alles in Allem bei Bushlore wieder mieten. Ich würde mir aber bei der Übergabe des Autos mindestens 3 Stunden Zeit nehmen um alles zu überprüfen.
Bin mit diesem Roman wohl ein wenig übers Ziel hinausgeschossen, es brannte mir aber auf der Zunge.
Gruß Nördby
NördbyThemenstarter42 Beiträge · seit 201625. Feb. 2016 · #19
Hallo BMW
Die Straße hieß definitiv Moremi Road. Auf dem Straßenschild stand weiß auf grün Moremi Rd. Die Geokoordinaten habe ich als Parkplatz im Garmin Navi gespeichert und werden morgen geliefert. Ich bin schon mit einem Bein im Bett deshalb vertröste ich Dich auf morgen Gute Nacht Nördby