Makgadikgadi Nxai Selbstfahrer

24 Antworten · 6'968 Aufrufe · gestartet 17. Feb. 2016 von Anna88
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Themenstarter22 Beiträge · seit 201317. Feb. 2016 · #1
Hallo liebe Foren-Mitglieder!

Bei uns geht es diesen Herbst das erste Mal nach Botswana!

Wir sind 2 Nächte in Tiaans Camp Ende Oktober und möchten selber in den Makgadikgadi-Pans-Nationalpark fahren. Unser Plan wäre es, am Ankunftstag einen kurzen Gamedrive zu machen, und am nächsten Tag einen Ganztagesausflug.

Wie sind Eure Erfahrungen bezüglich der Strecken und Tiersichtungen? Ist es möglich (und empfehlenswert) an einem Tag durch Makgadikgadi bis in den Nxai Park zu fahren und nachmittags wieder zurück zu Tiaans? Ist die Anfahrt von Tiaans in den Makgadikgadi umständlich, oder kann man nachmittags für 2-3 Stündchen in den Park?
Wir würden voraussichtlich in Südafrika (bei Avis o.ä.) einen Hilux mieten – und wir haben bislang keine Allraderfahrung (unsere“ wildesten“ Strecken waren bisher im KTP ohne Allrad ;-))
Müssen wir für die Parks Sandbleche oder andere Ausrüstung dabei haben, oder sind die Strecken halb so schlimm - in meinen Reiseführern klingt das teilweise nach „lebensgefährlicher Expedition“. Achso, nach Moremi fahren wir auch noch, dort wollen wir von der Manke Lodge aus einen Tag selbst im Park fahren.

Eine weitere Frage: wie viel Zeit würdet Ihr für Khama Rhino einkalkulieren? Da reichen doch sicher 3-4 Stunden, oder lohnt sich ein ganzer Tag?

Vielen Dank im Voraus für Eure Ratschläge!

Viele Grüße,
Anna
3'883 Beiträge · seit 201117. Feb. 2016 · #2
Hallo Anna,
ehrlich gesagt habe ich Schwierigkeiten, dir zu raten.
Deine Schnelldurchläufe sind für die NPs in Botswana nicht geeignet. Das sind doch keine Zoos, wo sich die Wildtiere am Weg zur Ansicht bereithalten!
Hast du mal in den Reiseberichten zu den NPs geschmökert, die du ansteuern möchtest? Außer unserer eigenen Tour (http://www.fydrich.de/herbert/main/Botswana2013%281%29/index.html) gibt es einige anschauliche Schilderungen.

Verschiedene Strecken erfordern nicht nur ein 4x4-Fahrzeug, sondern auch Fahrer, die mit Tiefsand usw. umgehen können.

LG freshy
Reiseberichte und Videos Video:Bootsafari auf dem Kwando 2018 Forum(2016): Südafrika & KTP Forum(2013): Zwei Gruftys in Botswana Forum(2013): Fünf Tage in Johannesburg Web:Namibia & Botswana 2017 Video:Sani Pass 2015 Web:Südafrika & Lesotho 2015 Web:Auf Pad im südl. Afrika 2014 Video:Elefanten im Senyati Safari Camp 2013 Web:Namibia 2011
2'319 Beiträge · seit 201117. Feb. 2016 · #3
Servus Anna,

ich kann mich Freshy nur anschließen.

Die Nationalparks Botswanas sind absolut ungeeignet, um nur mal kurz durchfahren zu werden. Dies liegt zum einen an deren Ausmaßen und zum anderen an den oftmals zeit- und nervenintensiven Anfahrten (und Rückfahrten).

Wenn Ihr im Tiaans Camp Station machen wollt, dann könnt Ihr rüber in den Mkgadigadi Nationalpark. Hierzu fahrt Ihr durch das Flußbett des Botetis oder, falls dieser Wasser führt, einfach mit der in Khumaga zur Verfügung stehenden Fähre übersetzen. Das Nationalparkeingangsgate befindet sich oberhalb der Fähranlegestelle. Dort zahlt Ihr dann auch die Entrance Fee. Ob diese Nationalparkeintrittsgebühr sowie für die Fährüberfahrt zu berücksichtigenden Kosten in einem verträglichen Verhältnis zu der Zeit stehen, die Ihr im NP verbringt an jenem Tag, das hängt von Euren persönlichen Aufwand-Nutzen-Parametern ab.
Generell gibt es aus meiner Sicht zum Mkgadigadi NP zu bemerken, daß es dort sehr viele Tiefsandpassagen gibt. Diese sind nicht immer zur Freude des Fahrers. Ich denke nicht, daß es Sinn macht, für nur "zwei, drei Stündchen" mit der Fähre über den Boteti zu schippern und dann in nördlicher Richtung am Hippo Pool vorbei zur Asphaltstraße A3 (Verbindungsstrecke Maun-Nata) zu fahren, um dann an der Stelle, an der die Sandpiste aus dem Mkgadigadi NP auf die A3 abzubiegen und anschließend ca. stolze 110 km auf Asphalt zurück zum Tiaans Camp zu brettern.
Ferner solltet Ihr bedenken, daß es im Mkgadigadi NP nur wenige Pisten gibt, die befahrbar sind. Die größte Ausbeute an Tiersichtungen hat man in der Nähe des Botetis. Weiter im Nationalparkinneren halten sich in der Regel weniger Tiere auf und die, die man dort antrifft, sieht man meist in der Ferne.
Die Pistenverhältnisse sind meiner Meinung nach nicht leicht. Zur Verdeutlichung: Wir waren im August 2011 auf der Piste vom Khumaga Campsite Richtung Hippo Pools unterwegs, als wir vor uns einen PKW mit Anhänger sahen. Der hatte sich derart in den Sand bugsiert, daß es den beiden älteren Herrschaften aus Südafrika nicht gelungen war, sich daraus zu befreien. Wir halfen den beiden, indem wir Sandblechmatten unterlegten und deren Wagen mittels unseres Landrover Defenders rauszogen. Anschließend fuhren wir zu den Hippo Pools runter an den Boteti und als wir danach wieder hoch auf die Khumaga Campsite-A3-Verbindungspiste kamen, steckten die beiden schon nach ca. eineinhalb Kilometern wieder fest und wir begannen das gleiche Spiel von Neuem. Klar, die hatten zwar einen 4x4, aber ohne hohe Bodenfreiheit und der Trailer tat sein übriges dazu, deshalb kam es zu den Vorkommnissen.
Mit meiner esaustiven Ausführung möchte ich nur deutlich machen, dass der Mkgadigadi NP mitnichten ein easy going NP ist.
Das Gleiche gilt auch für den Nxai Pan NP, wobei dort die 38 km lange Anfahrt ins South Camp zum Horrortrip werden kann. Aber einmal dort angelangt, sind in der Pan selbst dann meist feste Pisten zu befahren. Aber... und jetzt kommt es... die können hausgroße Löcher aufweisen, die dann umfahren werden müssen. In der Pan gibt es ein großes Wasserloch, welches in den trockenen Monaten zur Attraktion des NPs wird. Dort versammelt sich dann alles, was im afrikanischen Tierreich so Rang und Namen hat.
Meiner Ansicht nach sollten es schon mindestens zwei Nächte im South Camp im Nxai Pan NP sein; anschließend bietet sich dann einen Übernachtung auf der Campsite der Baines Baobabs an.
Schließlich wollt Ihr ja was haben von 76 km Tiefsand 😛

Schöne Grüße vom Alm
zuletzt bearbeitet 17. Feb. 2016
Themenstarter22 Beiträge · seit 201317. Feb. 2016 · #4
Hallo,

vielen Dank für Eure Antworten.

Wir haben uns aufgrund der Kosten dafür entscheiden, außerhalb der Parks zu übernachten und dann jeweils einen kompletten Tagesausflug zu machen. Camping ist nämlich nicht so unser Ding – und ohne Camping hat man wenig Auswahl, wenn man nicht mehrere hundert Euro bezahlen möchte.

Uns geht es auch gar nicht darum, bestimmte oder besonders viele Tiere zu sehen – da wir schon sehr oft in SA waren, hatten wir bereits viele tolle Sichtungen und brauchen keinen Zoo 😉

Insgesamt hört es sich aber leider doch eher an, als wäre das Fahren eine einzige Quälerei?! Meinen 2-3 Stunden-Ausflug hatte ich nur überlegt, da wir erst mittags bei Tiaans ankommen werden, und natürlich nicht den ganzen Rest des Tages nur rumhängen wollen. Aber wenn das wegen der Anfahrt zu umständlich ist, müssen wir anders planen.

An dem ganzen Tag werden wir uns dann wohl auf Makgadikgadi beschränken und Nxai nicht anfahren.

Das mit der Tiefsanderfahrung ist natürlich ein Problem, kann man in Deutschland schlecht üben, aber deshalb nicht fahren, ist auch kein keine Lösung...wie habt Ihr Euch da herangetastet?

Viele Grüße
Anna
16,9k Beiträge · seit 201217. Feb. 2016 · #5
Heute schon die Suchfunktion genutzt? 🤪
zuletzt bearbeitet 07. Aug. 2026
Themenstarter22 Beiträge · seit 201317. Feb. 2016 · #6
Hallo Logi,

nein, weiß ich leider nicht - was bedeutet das?

LG
Anna
43 Beiträge · seit 201417. Feb. 2016 · #7
Hallo Anna

Wir waren2014 im Tiaans Camp .sind dort von Khama mittags angekommen und haben dann mit Heike und einem Angestellten des camps,der im Dorf zu Hause ist,einen Spaziergang durchs Dorf gemacht . Wir durften zB die Schule, des Krankenhaus,die Polizei besichtigen und sind mit vielen Bewohnern des Dorfes in Kontakt gekommen .fanden wir sehr interessant .
Von der Terrasse des campsite hat man schönen Blick über Boteti ,der viel Wasser hatte.
Lg Lisa
173 Beiträge · seit 201417. Feb. 2016 · #8
Anna88 schrieb:
Das mit der Tiefsanderfahrung ist natürlich ein Problem, kann man in Deutschland schlecht üben, aber deshalb nicht fahren, ist auch kein keine Lösung...wie habt Ihr Euch da herangetastet?
Genau das war auch unser "Problem" vor 2 Jahren. Ich denke mir: Woher soll man die Erfahrung bekommen, wenn man es nicht ausprobiert? Deshalb haben wir es dann auch einfach gemacht und nicht bereut.
Man sollte dann natürlich schon gewisse Voraussetzungen schaffen. Sprich mit Respekt, aber nicht mit Angst an die Sache herangehen, für ein entsprechendes Auto sorgen (4x4, genügend Bodenfreiheit, entsprechende Ausrüstung wie Schaufel/Spaten, Kompressor, usw.) und sich ein bissl belesen (was gibts beim Tiefsandfahren zu beachten? Welche Tipps und Tricks gibts vllt? Wie verhalte ich mich in bestimmten Situationen?). Man ist dadurch zwar noch kein Offroadprofi, aber es gibt etwas Sicherheit und man weiß eher, wie man sich verhalten muss. Wir sind damit gut durchgekommen. Und wenn man "auf Nummer sicher" gehen will, macht man halt noch nen 4x4-Fahrtraining vorher (entweder hier in Deutschland oder vor Ort).

Achso: Wo ist denn die Manke Lodge? Google spukt mir da irgendwie nichts Vernünftiges aus. In Maun? Wenn ja, dann wird das auch ein ziemlicher Ritt, bei dem ihr nicht viel vom Moremi mitbekommt.

Ich würde mir das mit dem Camping an eurer Stelle noch mal überlegen, wenn ihr nicht so viel Geld für teure Lodges in den NPs ausgeben wollt oder könnt. Gerade die Ecken, wo ihr ohne Camping oder teure Lodges nicht sinnvoll hinkommt (Okavango Delta, Moremi, Nxai Pan, Savuti...), machen Botswana mMn aus. Einzig die Chobe Riverfront lässt sich ganz gut von Kasane aus erkunden.
Das Campen in den NPs macht auch einen besonderen Reiz aus ("Einsamkeit" und Ruhe, Nähe zur Natur, wilde Tiere auf den Campsites...). Das merkt man aber erst, wenn man es selber mal gemacht hat. Wir haben vor unserer Reise nach Namibia und Botswana auch nicht gedacht, dass uns das so viel Spaß machen würde. Wir haben es eigentlich nur aus Kostengründen gemacht. Aber es war einfach super und wir würden das auch immer wieder so machen. Im April im Nordosten Südafrikas z.B. wieder, obwohl es da ja nicht unbedingt sein müsste 😉 .

Gruß
Strubi
487 Beiträge · seit 201217. Feb. 2016 · #9
Wir haben genau die Tour im Mai 2014 gemacht und hatten in dem Jahr leider auch keine Zeit für Camping in Nxai Pan. Einen Tag haben wir mit der Fähre übergesetzt und stundenlang hunderten Zebras zugeschaut. Am nächsten Tag sind wir wieder zur Parköffnung mit der Fähre rüber und dann durch den Park bis Nxai Pan und drei Stunden durch den Park, dann noch zu Bains Baobab, das ist zur Mittagszeit nie so berauschend es war aber ein netter Ausflug. Ein Teil der Strecke ist wohl die tiefsandigste Piste Botswanas (zieht sich) aber wir hatten eine Landcruiser und selbst mit 2 bar kein Problem, mit einem 2,5L Hilux ist das etwas schwieriger, 3L auch unproblematisch. Zurück sind wir wieder durch den unteren Park mit der Fähre und haben zum Sonnenuntergang wieder sehr viel Sichtungen gehabt. dann wieder lecker Essen bei Heike (Tiaans).
Also gut machbar wenn ihr früh aufbrecht.



Boteti im Mai (die Tiere wandern)
www.save-wildlife.org www.sptr.de
zuletzt bearbeitet 17. Feb. 2016
487 Beiträge · seit 201217. Feb. 2016 · #10
Wir haben genau die Tour im Mai 2014 gemacht und hatten in dem Jahr leider auch keine Zeit für Camping in Nxai Pan. Einen Tag haben wir mit der Fähre übergesetzt und stundenlang hunderten Zebras zugeschaut. Am nächsten Tag sind wir wieder zur Parköffnung mit der Fähre rüber und dann durch den Park bis Nxai Pan und drei Stunden durch den Park, dann noch zu Bains Baobab, das ist zur Mittagszeit nie so berauschend es war aber ein netter Ausflug. Ein Teil der Strecke ist wohl die tiefsandigste Piste Botswanas (zieht sich) aber wir hatten eine Landcruiser und selbst mit 2 bar kein Problem, mit einem 2,5L Hilux ist das etwas schwieriger, 3L auch unproblematisch. Zurück sind wir wieder durch den unteren Park mit der Fähre und haben zum Sonnenuntergang wieder sehr viel Sichtungen gehabt. dann wieder lecker Essen bei Heike (Tiaans).
Also gut machbar wenn ihr früh aufbrecht.


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Boteti im Mai (die Tiere wandern)


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www.save-wildlife.org www.sptr.de
1'667 Beiträge · seit 201118. Feb. 2016 · #11
Hallo,

weiss jemand, wie der Wasserstand im Boteti aktuell ist ? Ich meine gelesen zu haben, dass die Fähre wegen zuwenig Wasser momentan nicht fährt ?


Wir möchten auch im Mai von Tiaans mit der Fähre rüber und durch den Park dann zum South Camp zum Übernachten dort.

Wenn der Boteti kein Wasser führt, würden wir eventuell gleich zum South Camp fahren (kommen von Kubu)

LG

Montango
Botswana 2016 Sambia 2016 Zimbabwe 2016 KwazuluNatal 2015 KTP-Namibia-Kapstadt 2013 Zimbabwe 2012 Noch keiner hat am Ende gesagt "Ich hätte mehr Zeit im Büro verbringen sollen"
zuletzt bearbeitet 18. Feb. 2016
389 Beiträge · seit 200618. Feb. 2016 · #12
Hallo Anna,

von Kumaga fährt eine Fähre übder den Boteti in den NP. Ob diese Fähre zur Zeit in Betrieb ist sollte Ihr mal direkt bei Tiaans nachfragen. Dort schläft (war 2014 so) der Fährmann.
Sollte die Fähre nicht fahren mußt ihr ca. eine Stunde zum Puduhudugate fahren um dann fast die Strecke im Park wieder zurückzufahren.

Gruß Joachim
Touristen bringen Souveniers mit nach Hause. Reisende Geschichten.
Gast18. Feb. 2016 · #13
Hallo Anna,

machbar ist das schon, was Ihr vorhabt. Ob es sinnvoll ist, müsst Ihr selbst entscheiden. Man kann sehr früh in den Park. Wenn der Boteti Wasser hat, dann fährt die Fähre auch schon in der Dämmerung vor Sonnenaufgang. Man kann also kurz nach 6 im Park sein. Am Boteti bis zum (Ex-) Hippo Pool fährt man nur ca. 12-15km. Das bisschen Strecke kann man trotz Sand in 3 Stunden mehrfach abfahren. Dann eine Stunde raus fahren und Ihr seid um 10 am Phuduhudu Gate und habt dann 5-6 Stunden für den Nxai Park. Ihr seid dann allerdings um die Mittagszeit da. Das schönste Licht und die meisten Tiere gibt es dann wohl nicht.

@Motango: Ich würde gerade hin fahren, wenn der Boteti kein Wasser hat. Man fährt dann wieder einfach durch das Flussbett in den Park, so wie es vor 2009 viele Jahre war. Und dann kann man vielleicht mal wieder unten im Flussbett fahren. Tiere werden trotzdem da sein, weil es Pools mit Wasser gibt. Du siehst dir Tiere dann eventuell konzentrierter an den Pools, als wenn es überall am Fluss Wasser gibt. Im Mai könnten schon die großen Zebraherden da sein.

Meine letzte Info war, dass der Botetei aktuell sehr wenig Wasser hat und die Fähre nicht fährt. Genau weiß ich es nicht, aber bis Mai läuft wahrscheinlich kein Wasser nach. da Wasser komt normal aus dem Okavango Delta und da muss der Pegel auch erst mal kräftig steigen..

Beste Grüße

Guido
zuletzt bearbeitet 18. Feb. 2016
1'667 Beiträge · seit 201118. Feb. 2016 · #14
Danke Guido,

das klingt gut. Wir werden einfach kurz zuvor mal bei Tiaans anfragen, ob wir durch den Fluss kommen oder ob die Fähre geht.

LG

Montango

hier noch Bilder von Ende Januar

http://www.4x4community.co.za/forum/showthread.php?p=3109341
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zuletzt bearbeitet 18. Feb. 2016
Themenstarter22 Beiträge · seit 201318. Feb. 2016 · #15
Hallo,

herzlichen Dank für Eure ausführlichen Antworten!

Das klingt ja nun doch alles etwas machbarer. Mir ging es auch gar nicht darum, unbedingt bis Nxai zu fahren, uns soll nur nicht langweilig werden 😄 Ich denke, wir werden spontan entscheiden, welche Tour wir machen, und wenn wir am Vortag früh genug ankommen, noch mit der Fähre übersetzen.

@Bernd: vielen Dank für die netten Bilder und Infos! Verstehe ich es richtig, dass die extreme Tiefsandstrecke im Nxai ist?

@Strubi: Die Mankwe Lodge ist etwa 2h Fahrt von Maun entfernt, Richtung Moremi. Zum South Gate soll man etwa 1-2 h benötigen. Aber man kann wohl auch im Bereich von Mankwe Game Drives machen und schon viele Tiere sehen.

Gruß, Anna
16,9k Beiträge · seit 201218. Feb. 2016 · #16
Heute schon die Suchfunktion genutzt? 🤪
zuletzt bearbeitet 07. Aug. 2026
276 Beiträge · seit 201118. Feb. 2016 · #18
Hallo Anna

Tiefsandfahren braucht wie alles etwas Übung und (noch wichtiger) ein entsprechendes Auto.
Günstig ist beim 1x zusammen mit einem Begleitauto mit Erfahrung zusammen zu fahren oder zumindest einmal auf leichteren Sandpisten zu üben, damit man sieht, wie man mit Auto und Piste zurechtkommt und nicht alle 100m stecken bleibt.
Vielleicht gibt es auf dem Weg nach Khumaga so eine leichtere Sandpiste zum Üben.

Zur Khama Rhino Sanctuary: Wir haben dort kampiert, sind aber erst nachmittags dort angekommen, daher hatten wir für den Gamedrive bis zum Dunkelwerden nur ca. 2h. Das hat gerade gereicht alles 1x abzufahren und für Tierbeobachtungen/-fotografieren kurz zu halten. 3-4h wären ideal. Hast du mehr Zeit, dann wäre ein Drive morgens und abends ideal. Mittags ist vermutlich schlecht, wenn die Tiere versteckt im Schatten liegen. Abends waren die Tiere nahe der Piste, nur die vielen Rhinos waren immer sehr weit weg mitten auf den Wiesenflächen grasend.

Zum Boteti River: Es ist sinnlos jetzt zu spekulieren wieviel Wasser er Okt/Nov hat. Was Sache ist siehts du erst, wenn du in Tiaan's Camp bist. Dann hast du genau 2 Möglichkeiten:
Entweder es ist soviel Wasser, dass die Fähre fahren kann oder so wenig, dass du mit dem Auto selber durchfahren kannst. Ist die Gefahr aber zu groß stecken zu bleiben, dann kannst du immer noch über die Asphaltstraße ca. 1h lang zum Nordgate (Phuduhudu Gate) der Makadikgadi Pans fahren und von dort in den Park hinein.

Und natürlich kann dir auch noch unsere Variante passieren:
Wir sind am 12. Dez. 2013 in Khumaga angekommen und haben den Fährmann geholt (lt. Parkgatestatistik fährt im Nov./Dez. hier nur ein Tourist pro Tag im Schnitt in den Park!). Der hat mich hinauffahren lassen (siehe Bild) und zwar bis zur vorderen Kante, damit er freikommt und danach nach hinten, damit der Bug hochkommt. Nach ca. 2/3 des Flusses hat er gesagt, dass ich hinunterfahren und den Rest selber durch den Fluss ans Ufer fahren muss. Da war mir etwas mulmig, aber dann habe ich mir gesagt, dass der Fährmann schon weiß was er tut. Er kann ja nicht alle seine Kunden im Fluß versenken. Seicht war das Wasser dort aber keineswegs, der Flußgrund aber griffig, sodaß ich ohne Differenzialsperre problemlos das Ufer erreicht habe.


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auf der Khumaga Fähre

Im südl. Afrika sind wir immer mit Toyota Hilux 2,5L mit Dachzelt (meist mit etwas breiteren Reifen und etwas höher gelegt) unterwegs. Auf diese Fahrzeugtype bezieht sich meine Einschätzung der Schwierigkeiten bei Sandfahrten:
Makadikgadi und Nxai halte ich nur für mittelschwere Sandpisten. Sehr schwer z.B. würde ich den Khaudum Nationalpark in Namibia nennen, obwohl ich mit dem Hilux dort 1,5x durchgefahren und nie stecken geblieben bin.
Im Makadikgadi Park haben wir nicht einmal den Reifenluftdruck verringert, in den Nxai Pans etwas.

Mein Vorschlag für dich, da ja die Parkeintrittspreise hoch und die Campinggebühren unverschämt hoch sind (haben schon 2x drinnen übernachtet, aber beim nächsten Mal habe ich mir geschworen in Tiaan's Camp zu übernachten):
Wenn möglich von Tiaan's Camp morgens in den Park (Fähre bestellen oder durch Fluß fahren) und die Flußwiesen nach dem Campground (vorsicht bei sumpfigen Stellen) bis zum Hippo Pool entlangfahren (leider waren bei uns abends alle Rhinos nur im Gegenlicht zu sehen und beim morgendlichem Gamedrive kein einziges). Danach durch den Park zum Nordgate und über die A3 das kurze Stück nach Osten zum Eingangsgate der Nxai Pans (Parks gehören zusammen, kein neuer Eintritt zu bezahlen). Gleich nach dem Gate wird es tiefsandig, aber im Notfall ist Hilfe nicht weit weg. Dieses Stück ist nur ein paar km lang, danach war es im restlichen Park viel einfacher zu fahren.
Falls ihr nach rechts den Abstecher zu den Baine's Baobabs (dringend empfohlen) macht, dann passt auf den Zustand der Salzpfannen auf. Es kann um diese Jahreszeit örtliche Gewitter geben, die den Boden der Pfannen gefährlich weich machen, obwohl sonst alles problemlos fahrbar ist.
1x konnten wir auch über die großen Salzpfannen fahren. Beim 2x war es gefährlich weich und wir haben sogar kleine Pfannen umfahren. Aber viele dieser Bäume stehen am Rand der großen Pfanne und man muss sie halt von der sicheren Seite anfahren.
Ihr könnt den restl. Tag im Nxai Pan Park bleiben, sollt aber bis etwa 1h vor Dämmerungsbeginn wieder am Gate sein, denn über die Asphaltstraße braucht man ja nur etwa 1h zurück bis Tiaan's Camp.

Grüße
Norbert
zuletzt bearbeitet 18. Feb. 2016
Gast18. Feb. 2016 · #19
Hallo,
Montango schrieb:Auf diesen Bildern aus dem 4x4community von Ende Januar sieht es auch ziemlcih übel aus.

https://ourbots.wordpress.com/latest-photos/dry-boteti-and-flooded-rakops/
Das ist nicht übel, das ist gut. 😎
Vor 2009 hat der Boteti glaube ich ca. 20 Jahre lang kein Wasser geführt und war immer trocken. Da gab es weniger Wasserpools, als auf den oben verlinkten Bildern zu sehen sind. Die Durchfahrt bei Khumaga war völlig trocken. Für die Tiere ist das kein Problem und mit den verbliebenen Pools immer noch mehr als genug Wasser da. Wenn es wirklich eng werden sollte, werden dort sicher wieder 2-3 Pools mit Pumpen gespeist. So war es früher auch.

Ich kenne den Boteti trocken und mit Wasser (2014). Trocken fand ich viel besser. Dann kann man die ganze Zeit unten im Flussbett fahren, wo man Tiere viel besser sieht, als wenn man ca. 20 Meter höher oben auf dem Ufer durch den Busch fährt.

Hier ein paar Fotos vom Flussbett aus 2009. Ich glaube im 2. Halbjahr 2009 hatte der Boteti dann nach vielen Jahren wieder Wasser geführt und das hielt dann für ca. 6 Jahre an.


hdff2112.jpg


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Beste Grüße

Guido
zuletzt bearbeitet 18. Feb. 2016
Themenstarter22 Beiträge · seit 201319. Feb. 2016 · #20
Lieber Norbert,

vielen Dank für die guten Informationen.
Für Khama Rhino hatte ich auch so 3-4 Stunden angedacht. Wir wollten dort morgens hin (von Palapye aus) und dann nachmittags bis nach Letlhakane fahren, dort habe ich im Netz eine nette Unterkunft (Khwee Sands) gefunden. Am nächsten Tag müssten wir dann nur noch 2-3 Stunden bis Tiaans fahren. Vielleicht finden wir auf diesem Weg eine Tiefsandstelle – oder können wir schon mal im Khama Reserve üben?

In Namibia und im Kgalagadi Park sind wir zumindest (ohne Allrad) schon kurze Sandstrecken gefahren – aber die sind wohl kaum mit Botswana zu vergleichen…

Weißt Du auch, wie die Strecken in Moremi und der Khwai Region sind?

Viele Grüße, Anna