Erfahrungen mit Geschenken/Anerkennungen

16 Antworten · 3'615 Aufrufe · gestartet 23. Jan. 2016 von frodo
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Themenstarter55 Beiträge · seit 200623. Jan. 2016 · #1
Liebe (In)Formis,

bei uns steht im April eine Namibia-Botswana Selbstfahrer-Campingreise an 🙂

Bei unseren Vorplanungen kam die Frage auf wie man sich bei jemanden der
einem aus der Patsche geholfen hat mit einem kleinem Geschenk bedanken kann
ohne denjenigen vor den Kopf zu stossen.

Vielleicht gibt es etwas (außer Geld) was man besser hier besorgen kann.

Hat jemand Erfahrung?

Gruß
frank
"Jeden den du triffst ist in einer bestimmten Sache besser als du"
zuletzt bearbeitet 23. Jan. 2016
7'296 Beiträge · seit 200623. Jan. 2016 · #2
Hallo Frank,

ich habe ab und an 1-2 Taschenmesser dabei für solche Zwecke. Ab und an gibt es bei Aldi welche für 3,99 Euro, die wertiger aussehen und einigermaßen ok sind. Je nach Situation kann das eine passende Gegenleistung sein, die man in Afrika auch mal im Alltag gebrauchen kann.
Zum Aufklappen muss man die Entriegelung auf der Rückseite drücken. Das muss man den Leuten kurz zeigen.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
1'450 Beiträge · seit 200623. Jan. 2016 · #3
Wir haben die Erfahrung gemacht (nicht nur in Namibia, sondern weltweit) bei kleineren Hilfestellungen wird ein kaltes Coke oder auch mal ein kaltes Bier sehr gerne genommen.

Beate
1'125 Beiträge · seit 200623. Jan. 2016 · #4
Was Wolfgang gemacht hat, ist sinnvoll - ich habe auch schon etliche Taschenmesser verschenkt. Einmal hatte ich meinem Poler am Okavango (Mokoro-Führer) ein Taschenmesser vermacht. Im nächsten Jahr kam ich wieder dorthin, geriet an denselben Poler, ich fragte ihn, ob er das Taschenmesser noch gebrauche. Er hatte es verkauft. Das zeigt, dass auch Bargeld in manchen/vielen Fällen sehr gefragt ist.
Grüße aus dem rutschigen Kiel!
Rodrigo
Omnia vincit amor
Gast23. Jan. 2016 · #5
Pistolen sollen ja auch ganz beliebt sein...... 🙂
1'667 Beiträge · seit 201123. Jan. 2016 · #6
hurryup schrieb:Pistolen sollen ja auch ganz beliebt sein...... 🙂
Ich habe mir jetzt mal die Mühe gemacht, Deine letzten Beiträge anzuschauen. Hiflreiche oder zumindest sinnvolle konnte ich keine entdecken 😄
Botswana 2016 Sambia 2016 Zimbabwe 2016 KwazuluNatal 2015 KTP-Namibia-Kapstadt 2013 Zimbabwe 2012 Noch keiner hat am Ende gesagt "Ich hätte mehr Zeit im Büro verbringen sollen"
1'115 Beiträge · seit 201023. Jan. 2016 · #7
Ich als Schweizer habe immer die sog. 'Swiss Army Knife' bei mir (obwohl diese in der Form in der Schweizer Armee nie gebraucht wurden 🤩 ).

Nicht die teuersten Modelle natürlich (so ab 6 Klingen-Funktionen).

Diese kommen immer sehr gut an.

Ein Kollege von mir hat mal auf einem Wilderness Trail den Guide gefragt, ob er mich kenne. Der Guide grinste und zog das Schweizer Armeemesser aus dem Hosensack.

Ich nehme auch alles mit, was wir zu Hause entsorgen würden, sei es alte Taschenlampen, Geldbeutel, ausgediente Handys und dergleichen mehr. Ob die Leute in Afrika das dann verkaufen ist mir egal und sogar recht.

Wenn ich dann alle 2 Jahre mal wieder in Shireni vorbeikomme, geht es keine Viertelstunde bis Armando vor der Türe steht (ist technischer Hauswart im Camp). Das erste was er dann sagt ' camera still working'. 😁

Gruss Rajang
Themenstarter55 Beiträge · seit 200623. Jan. 2016 · #8
hurryup schrieb:Pistolen sollen ja auch ganz beliebt sein...... 🙂
... naja ... eher schwierig 🤨
oder meinst du Wasserpistolen 😄

Für die restlichen Tipps viele Dank an all!e!
An sowas (außer cold Beer/Coke) habe ich noch gar nicht gedacht

Gruß frank
"Jeden den du triffst ist in einer bestimmten Sache besser als du"
Gast23. Jan. 2016 · #9
Hallo Frank,

die Deutschen schleppen doch überall in der Welt ihre Waffen hin....

Und ein Messer ist für mich auch eine Waffe! Da beschwert man sich über Diebstähle, wo Zelte aufgeschnitten werden oder über bewaffnete Überfälle und denkt allen ernstes in erster Linie darüber nach (andere Vorschläge gab es wenig), Messer zu verschenken! Selbst Rodrigo, der überfallen wurde, macht solche Vorschläge. Da kann das Trauma aber nicht mehr so schlimm sein....

Hurryup
4'129 Beiträge · seit 200823. Jan. 2016 · #10
hurryup schrieb:
Selbst Rodrigo, der überfallen wurde, macht solche Vorschläge. Da kann das Trauma aber nicht mehr so schlimm sein...
Was für ein dummes Zeugs du mal wieder schreibst!

hurryup,
Du bist verletzend hässlich in deinen grenzenlosen Unverschämtheiten!


Und ein Messer ist in aller erster Linie ein Messer!!
Ein Werkzeug.
Und KEINE Waffe!!

Die Leute brauchen im Alltag ständig gute Messer, wir übrigens auch... 🤪

Wir haben immer mal was anderes mit, was uns grad so einfällt, auch mal ein Taschenmesser, manchmal anderes praktisches Werkzeug.

Grundsätzlich aber nie Schrott oder Billigkrempel, der bei der ersten Benutzung kaputt geht.
DAs versteht sich von selbst.
Ansonsten geben wir geld, einfach als gutes Trinkgeld oder als Bezahlung.

Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 23. Jan. 2016
7'296 Beiträge · seit 200623. Jan. 2016 · #11
lilytrotter schrieb:
Grundsätzlich aber nie Schrott oder Billigkrempel, der bei der ersten Benutzung kaputt geht.
DAs versteht sich von selbst.
... deshalb habe ich nicht irgendein Messer eines Discounters erwähnt, sondern explizit das von Aldi. Das ist erstaunlich gut für den Preis und es passt noch ins dortige Lohngefüge. In vielen Ländern verdient ein Arbeiter mit harter Arbeit einen Euro am Tag. Da möchte ich keine Gegenstände "verschenken", die einem ganzen Monatslohn entsprechen. Das sorgt dann unter den Einheimischen nämlich für Neid und Unfrieden.

Gruß
Wolfgang


Ergänzung:
Ich benutze ein solches Messer sogar selbst.
Natürlich reicht es nicht an die Qualität eines Messers für 40 Euro ran, aber es ist wirklich nicht so schlecht, wie man aufgrund des Preises vermuten könnte.
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zuletzt bearbeitet 23. Jan. 2016
831 Beiträge · seit 200924. Jan. 2016 · #12
Das wird wieder eine wunderschöne Diskussion.
Ich traue mich noch kaum zu erzählen, dass wir mit Kabelbindern schon viel Dankbarkeit erzielt haben; man kann sie natürlich auch als Handschellen misbrauchen... Darf ich sagen, dass wir auch viel Erfolg haben mit Einmal- Feuerzeugen oder ist das wegen Brandstifterei auch nicht mehr p. c.? Auch über die sehr verpönten Kugelschreiber hat man sich im südlichen Afrika immer sehr gefreut.
Wir nehmen in abgelegene Gegenden immer Salz, Tabak und vor allem Speiseöl in 1/2 l- Flaschen mit. Ausserdem füllen wir die geleerten Wasserflaschen auf; in trockenen Gegenden gern genommen. Zu eng gewordene T- Shirts und andere Kleidung erfreut bekanntlich auch immer.
LG
Marga
7'296 Beiträge · seit 200624. Jan. 2016 · #13
buma schrieb:Auch über die sehr verpönten Kugelschreiber hat man sich im südlichen Afrika immer sehr gefreut.
... klar. Die Einen brauchen die wirklich und für die Anderen ist es ein Statussymbol. Die können zwar nicht schreiben, aber mit einem Kugelschreiber in der Hemdtasche sieht es so aus, als könnten sie es.
Und wenn mal jemand einen braucht, können sie noch aushelfen.

Ist ähnlich wie mit analogen Armbanduhren. Kann fast niemand ablesen, aber jeder will so 'n Ding haben. Billige Uhren aus Fernost, möglichst in Gold, sind auch sehr beliebt. Eignen sich zum Angeben, aber einen wirklichen Nutzen erfüllen sie für den Träger äußerst selten.

Gruß
Wolfgang
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33,1k Beiträge · seit 200606. Feb. 2016 · #14
OFF TOPIC
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Hallo Mauntraveller,

kleiner Tipp: Leute bezahlen dafür hier Werbung zu schalten....

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
1'737 Beiträge · seit 201006. Feb. 2016 · #15
Hallo Mauntraveler

Sorry wenn ich nochmals nach frage. Ich konnte auf der verlinkten Homepage nichts finden, welche kleinen lokalen Unternehmen da vertreten werden. Bei Fly Inn ist das ja wohl ein wenig hoch gestapelt. Auch die Aussage zu Euren angepriesenen Campsites finde ich bemerkenswert - sind es dann HATAB oder BOGA Campsites - die stehen doch aber wohl jedem Safariunternehmen je nach Mitgliedschaft offen zu buchen. Oder sehe ich da was falsch?

Mich würde das Angebot jedenfalls nicht ansprechen. Ich kaufe ungern die Katze im Sack.

Nichts für ungut.

LG
Christa
www.botswanadreams.de "Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach." Ernest Hemingway
7'296 Beiträge · seit 200606. Feb. 2016 · #16
Mauntraveler schrieb:Ich wohne in Botswana und rate von Sachgeschenken ab.

Die Gegenstände können alle in den Läden im südlichen Afrika gekauft werden. Und Sachgeschenke mit niedrigem Wert sind nicht gern gesehen, da es etwas überheblich rüberkommt. Wenn uns in Deutschland jemand ein Taschenmesser oder einen Kugelschreiber schenken würde als Dankeschön für Pannenhilfe, würden wir uns ja auch wundern. In der Regel sind die Afrikaner sehr freundlich und bedanken sich natürich trotzdem überschwänglich, so dass man als Schenkender eventuell gar nicht merkt ein eher unpassendes Geschenk gemacht zu haben.

Ich finde Beates Idee sehr gut. Einfach auf ein Bier oder eine Coke einladen und wenn es doch etwas länger gedauert hat, eine finanzielle Entschädigung anbieten. So mache wir es als Locals auch auch untereinander.

Bei den Temperaturen freut sich schließlich jeder über ein kühles Getränk und ein bisschen Anerkennung für die Hilfe 🙂
... Danke für Deinen Beitrag!
Er macht klar, dass man differenzieren muss, wo man sich befindet und mit wem man zu tun hat.

Ich denke bei solchen Situationen natürlich auch an die Möglichkeiten der Einheimischen und wenn ich mit dem Rad unterwegs bin und irgendwo in abgelegenen Dörfern, dann merke ich häufig, dass die Menschen gar keine Möglichkeit haben, den nächsten Laden aufzusuchen.
Natürlich käme ich in Kumasi nicht auf die Idee, drei Straßen neben dem größten Markt Westafrikas jemandem ein Taschenmesser für eine Gefälligkeit geben zu wollen.

Ich würde ihn aber auch z.B. nicht auf ein "kaltes" Bier einladen, sondern auf ein Bier und ihn fragen, wohin er da möchte. In den meisten Regionen Afrikas wird Bier von den Einheimischen nämlich gar nicht kalt getrunken. Selbst wenn es in den Kneipen und kleinen Geschäften für Einheimische Kühltruhen gibt, dann ist dort Wasser, Cola, Fanta, Sprite und auch Rotwein drin. Bier steht aber daneben. Ich käme also auch nicht auf die Idee, einen Afrikaner, der mit Touristen normalerweise nichts zu tun hat, auf ein "kaltes" Bier einzuladen. Der mag vielleicht Bier, aber kein kaltes. Das sollte man dann auch im Blick haben. Und dann muss man halt selbst auch mal ein warmes trinken, selbst wenn man das nicht mag.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
zuletzt bearbeitet 06. Feb. 2016
Gast06. Feb. 2016 · #17
Hallo Maria,
Mauntraveler schrieb:es tut mir Leid, wenn ich dich vor den Kopf gestoßen habe.
Hatte es nicht als Werbung sondern wiklcih nur als Tipp gesehen. Das ist eine Initiative, die den kleineren Unternehmen in Botswana eine Plattform bietet und dementsprechend auch günstig ist. Ich dachte, es wäre für reisende auch hilfreich.
Wenn es nicht gerne gesehen wird Seiten zu verlinken, dann werde ich es natürlich unterlassen.
Die Domain kalaharibreezesafaris.com ist auf Dich registriert. Ob das Dein eigenes Unternehmen ist oder Du nur Webservices/SEO für die machst, weiß ich nicht. Aber es ist wohl kein uneigennütziger Tipp oder Link um anderen zu helfen, sondern es gibt in jedem Fall eine geschäftliche Verbindung. Das müsstest Du dann vielleicht ein bisschen erklären.

Beste Grüße

Guido
zuletzt bearbeitet 06. Feb. 2016