Mauntraveler schrieb:Ich wohne in Botswana und rate von Sachgeschenken ab.
Die Gegenstände können alle in den Läden im südlichen Afrika gekauft werden. Und Sachgeschenke mit niedrigem Wert sind nicht gern gesehen, da es etwas überheblich rüberkommt. Wenn uns in Deutschland jemand ein Taschenmesser oder einen Kugelschreiber schenken würde als Dankeschön für Pannenhilfe, würden wir uns ja auch wundern. In der Regel sind die Afrikaner sehr freundlich und bedanken sich natürich trotzdem überschwänglich, so dass man als Schenkender eventuell gar nicht merkt ein eher unpassendes Geschenk gemacht zu haben.
Ich finde Beates Idee sehr gut. Einfach auf ein Bier oder eine Coke einladen und wenn es doch etwas länger gedauert hat, eine finanzielle Entschädigung anbieten. So mache wir es als Locals auch auch untereinander.
Bei den Temperaturen freut sich schließlich jeder über ein kühles Getränk und ein bisschen Anerkennung für die Hilfe 🙂
... Danke für Deinen Beitrag!
Er macht klar, dass man differenzieren muss, wo man sich befindet und mit wem man zu tun hat.
Ich denke bei solchen Situationen natürlich auch an die Möglichkeiten der Einheimischen und wenn ich mit dem Rad unterwegs bin und irgendwo in abgelegenen Dörfern, dann merke ich häufig, dass die Menschen gar keine Möglichkeit haben, den nächsten Laden aufzusuchen.
Natürlich käme ich in Kumasi nicht auf die Idee, drei Straßen neben dem größten Markt Westafrikas jemandem ein Taschenmesser für eine Gefälligkeit geben zu wollen.
Ich würde ihn aber auch z.B. nicht auf ein "kaltes" Bier einladen, sondern auf ein Bier und ihn fragen, wohin er da möchte. In den meisten Regionen Afrikas wird Bier von den Einheimischen nämlich gar nicht kalt getrunken. Selbst wenn es in den Kneipen und kleinen Geschäften für Einheimische Kühltruhen gibt, dann ist dort Wasser, Cola, Fanta, Sprite und auch Rotwein drin. Bier steht aber daneben. Ich käme also auch nicht auf die Idee, einen Afrikaner, der mit Touristen normalerweise nichts zu tun hat, auf ein "kaltes" Bier einzuladen. Der mag vielleicht Bier, aber kein kaltes. Das sollte man dann auch im Blick haben. Und dann muss man halt selbst auch mal ein warmes trinken, selbst wenn man das nicht mag.
Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...