Eulenmuckel2'097 Beiträge · seit 200602. Jan. 2016 · #21
Hallo Jürgen,
das nenne ich mal Anfängerglück. Erste Afrikareise, die ersten Meter in einem Nationalpark, und schon habt ihr einen Geparden mit Riss und einen Fleckenuhu gesichtet. Zu diesem Zeitpunkt wart ihr sicherlich der Ansicht, dass dies völlig normal ist. Ich gönne es euch sehr, aber geht das jetzt etwa so weiter? 😉
YogieThemenstarter97 Beiträge · seit 201502. Jan. 2016 · #22
Hallo Uwe, Stefanie, CuF und nochmal Uwe,
freut mich, dass euch mein Reisebericht gefällt! Was das Anfängerglück angeht: Wir hatten gehofft, dass es so weitergeht, uns war aber schon in dem Moment klar, dass wir echtes Glück hatten. Ich kann euch jetzt schon verraten, im KTP bekamen wir noch einiges zu sehen. Einiges war spektakulär, einiges könnte für Diskussionen sorgen....
Morgen gehts weiter, da berichte ich euch, was wir im Nossob Rest Camp erlebt haben....
YogieThemenstarter97 Beiträge · seit 201502. Jan. 2016 · #24
Hallo Helga,
freut mich, dass dir meine Bilder gefallen!
Die Geparden-Bilder habe ich mit meiner Canon 5D Mark III geschossen. Für die Detail-Nahaufnahmen habe ich das Tamron 150-600mm 5-6,3 verwendet, die restlichen Bilder sind mit einem Canon 24-70 2,8L II gemacht...
Champagner8'672 Beiträge · seit 201002. Jan. 2016 · #25
Hallo Yogie,
*meld* Ich bin auch schon von Anfang an dabei - wobei ich zugeben muss, dass ich die Gepardenfotos ziemlich rasch durchgescrollt habe 🤢 - ich steh' nämlich generell nicht auf Innereien 😄 !
Der Fleckenuhu und die partielle Sonnenfinsternis (in Afrika erlebt) wecken meinen Neid.... aber da du uns so tolle Fotos davon lieferst kann ich damit umgehen 😎 .
Danke vorallem für die Landschaftsfotos vom KTP - bisher konnte ich mir das nie so richtig vorstellen, wie es in der Totalen aussieht.... 🙄 ! Aber jetzt bin ich schlauer - ein pädagogisch wertvoller Samstag also 🤪 !
Viele Grüße von Bele, die auf die Fortsetzung wartet.....
YogieThemenstarter97 Beiträge · seit 201503. Jan. 2016 · #26
15.09. - Freud und Leid...
Um 06:30 Uhr ist die Nacht für uns vorbei. Rund eine Stunde später geht es für uns wieder auf die Pad. Doch zuvor lassen wir noch Luft aus unseren Reifen. Die gestrige Fahrt war sehr holprig und so versprechen wir uns besser durchzukommen. Heute geht die Fahrt rund 160km entlang der Grenze zu Botswana in das Herz des Parks. Ziel ist das Nossob Rest Camp, wo wir ein Chalet angemietet haben. Was die Tiersichtung angeht, sind wir etwas enttäuscht, nur selten lassen sich Tiere blicken, aber die schöne Landschaft entschädigt einen dafür. 😉 Wenn sich dann mal doch Tiere blicken lassen, wird natürlich gestoppt und fotografiert was das Zeug hält. Standardspruch lautet: "So nah hatte ich ein .... noch nicht vor der Linse!" 😄
Um 15 Uhr kommen wir in Nossob an.
Wir melden uns an und beziehen unser Chalet. Unser Nachbar fragt mich, ob ich die zwei Löwen rund 5km südlich vom Camp gesehen hätte. Einer wäre bereits tot und der andere wäre es bereits fast. Als er dort war, sah er in der Nähe der Löwen eine Kobra und dachte erst, die Schlange hätte die Löwen auf dem Gewissen. Er fragte später einen Ranger, der meinte, ein größerer Löwe einer anderen Gruppe, hätte die beiden angegriffen. Wir sind dann dort hingefahren und tatsächlich einer der beiden Löwen war noch am Leben. Es war echt schlimm so hilflos mit ansehen zu müssen, wie der eine noch mit seinem Leben ringt.
Wir fuhren zurück und Katrin fragte den Ranger, warum niemand dem Tier hilft oder es zumindest erlöst (Der Angriff musste sich wohl bereits vor zwei Tagen abgespielt haben). Der Ranger meinte nur, das sei die Natur und da würden sie generell nicht eingreifen. Dennoch stellt sich uns die Frage, warum man den Löwen so lange leiden lässt und ihn nicht erlösen kann. Den Rest des Tages verbringen wir im Camp. Wir kochen uns Spaghetti, sitzen auf unserer Veranda, schreiben Tagebuch und genießen unseren ersten Sundowner (GinTonic) in Afrika. Als es bereits Dunkel ist, hören wir lautes Löwengebrüll. Wir wundern uns noch, dass einige Leute mit Taschen- und Stirnlampen an uns vorbeiziehen. Kurz danach erzählt uns unser Nachbar, dass die Löwen gerade am Wasserloch wären. Wasserloch? Hab ich da etwas nicht mitbekommen? Wir schnappen uns auch schnell eine Lampe und die Kamera.
Wir gehen an die Grenze des Camps und tatsächlich, ein Tunnel führt uns an eine Beobachtungsstation direkt vor einem beleuchteten Wasserloch. Gerade noch können wir zwei ausgewachsene Löwenmännchen mit prächtiger Mähne ausmachen, doch bevor ich die Kamera in der dunklen Beobachtungsstation richtig einstellen konnte, waren die beiden auch schon wieder verschwunden. Schade! Wir sitzen noch fast eine Stunde vor dem Wasserloch, leider tut sich aber nichts mehr. Wir gehen zurück zu unserem Chalet und stoßen mit einem Sundowner auf das erlebte an. Um 22 Uhr wird im ganzen Camp der Strom abgeschaltet - Zeit ins Bett zu gehen...
YogieThemenstarter97 Beiträge · seit 201503. Jan. 2016 · #28
Hallo Pascalinah,
da fragst du mich was.... Hatte leider keinen GPS-Tracker an der Kamera. Als grobe Orientierung: Wir sind um 7:30 Uhr in Twee Rivieren losgefahren und waren um 15 Uhr in Nossob. Die Wildkatze habe ich um 10 Uhr fotografiert....
Pascalinah2'772 Beiträge · seit 200603. Jan. 2016 · #29
Nun ja, ich meinte ja auch nicht die GPS-Daten... nur vielleicht die Nähe eines Wasserlochs... die ja alle Namen haben. Aber macht nichts 😄 tolle Aufnahmen hast du trotzdem.
Hanne6'152 Beiträge · seit 200604. Jan. 2016 · #30
hallo Yogie,
wünsche Dir ein gesundes Neues Jahr. .Biin auch zugestiegen, so eine schöne abwechlungsreiche Tour lass ich mir nicht entgehen. Na im KTP hattet ihr wirklich gleich ein super Glück . Liebe Grüsse Hanne
8 x Südafrika,1x Zimbabwe, 22x Namibia, 4x Botswana, 1x Lesotho, 1 x Swasiland
YogieThemenstarter97 Beiträge · seit 201504. Jan. 2016 · #31
Hallo Hanne, willkommen an Bord!
Der nächste Tag hatte es in sich! Euch erwartet eine Bilderflut! Ich hoffe mal, es wird euch nicht zu viel.... 🙄
Ich splitte deshalb besser den Bericht vom 16.09. in zwei Beiträge... 😉
16.09. - Atemberaubende Tiersichtungen Teil 1
Kurz nach 5 Uhr werde ich wach. Der Strom wurde wieder angestellt und der Deckenventilator hat sich klackernd in Gang gesetzt. Da in der Ferne wieder Löwengebrüll zu hören ist, beschließe ich aufzustehen und mich auf den Weg zur Aussichtsplattform zu machen. Katrin ist noch zu müde also gehe ich alleine. Als ich dort ankomme, trinkt gerade ein Löwenweibchen an der Wasserstelle. Das Tier hat frische Kampfspuren.
Kurz nachdem es die Wasserstelle verlassen hat kommt ein stattliches Männchen aus der Dunkelheit. Kurz hinter ihm taucht ein weiteres Löwenmännchen auf. Zusammen löschen sie ihren Durst.
Später machen sie es sich zusammen mit dem Weibchen in der Nähe des Campzaunes gemütlich.
Mittlerweile ist auch Katrin gekommen und wir pendeln zwischen Zaun und Aussichtsplattform, immer auf der Suche nach der besten Sicht. In der Zwischenzeit trottet ein Übel zugerichtetes junges Männchen zum Wasserloch. Wir sind der Meinung, das müsste das halbtote Tier von gestern sein und sind schon froh, dass es sich aufrappeln und zur Wasserstelle kommen konnte. Später stellte sich aber heraus, dass dies ein anderes Männchen sein musste.
Wir haben genug gesehen. Wir setzen uns auf unsere Veranda und genießen das Frühstück. Anschließend packen wir zusammen und machen uns auf den Weg zurück zum Camp Twee Rivieren. Wir kommen auch wieder an der Stelle mit den beiden Löwen vom Vortag vorbei. Der Tote Löwe wurde mittlerweile angeknabbert, der schwerverletzte Löwe konnte sich ins nahegelegene Gebüsch schleppen und sah uns mit traurigen Augen an. Ganz bitter..... 🙁 Wir setzen nachdenklich und traurig unseren Weg fort.
casimodo4'528 Beiträge · seit 200704. Jan. 2016 · #32
Hallo Yogie,
schöner bericht, ich bin gerne dabei ! Das mit den verletzten Löwen....... 😕 Das geht einem nicht so schnell aus dem Kopf, gelle 😐 Zuerst denkt man da wir Ihr "die müssen doch da etwas tun!", aber das wird wohl grundsätzlich in den Nationalparks nicht getan.
Wir haben im Krüger Park mal mit einem Gamedriveauto neben einem halbwüchsigen Elefanten gehalten, der sich mit dem Fuss zwischen zwei Bäumen verklemmt hatte. Die Herde war bereits weg und der Elefant hat uns allen unendlich Leid getan. Der Ranger beriet sich mit seinen Kollegen über Funk, ob sie ihm nicht trotz aller Regeln helfen sollten. Sie durften nicht und meinten auch, es wäre lebensgefährlich für die evtl. Retter.
Und so sind wir weitergefahren.... Der Ranger meinte dann aber auch, dass er das Bild nicht mehr aus dem Kopf bekäme.. 😕
Und der Löwe mit dem geschwollenen Kopf sieht echt übel zugerichtet aus 🙁
YogieThemenstarter97 Beiträge · seit 201504. Jan. 2016 · #33
Hallo Casimodo,
freut mich, dass dir der Bericht gefällt.
Ja, als Tierfreund und Herrchen von zwei Stubentiger und einem Löffelhund (ohne Löffel) tut man sich schwer in solchen Situationen tatenlos zuzusehen. Deine Geschichte mit dem Elefanten wäre mir auch sicher sehr Nahe gegangen. Wir hatten später nochmal ein Erlebnis der nicht so schönen Art. Im Etosha sahen wir eine Giraffenmutter mit ihrem kleinen, der vermutlich ein Bein gebrochen hatte. Wir haben es zwar gemeldet, aber da wurde auch nichts unternommen...
Um die ganze Sache jetzt wieder aus dem Kopf zu bekommen, poste ich mal schnell den zweiten Teil des Tages, der deutlich angenehmer war...
YogieThemenstarter97 Beiträge · seit 201504. Jan. 2016 · #34
16.09. - Atemberaubende Tiersichtungen Teil 2
...im Vergleich zum Hinweg bekommen wir auf der Rückfahrt viel mehr Tiere zu Gesicht.
Ein echtes Highlight steht uns nun bevor. In der Ferne sehe ich einen Jeep mit Lichthupe näher kommen. Als er näher kommt wird mir klar auf was er uns schon von weitem aufmerksam machen wollte. Direkt vor seinem Wagen laufen 5 Geparde auf der Pad und machen sich bereit auf Jagd zu gehen. Sie kommen direkt auf uns zu, nehmen aber von uns keinerlei Notiz. Ihr Ziel ist eine große Springbockgruppe, die sich direkt hinter unserem Wagen befindet. Die Geparden laufen direkt an unserem Wagen vorbei. Wenn Katrin jetzt das Seitenfenster herunterkurbelt, kann sie die Tiere streicheln. Aber mit offenem Mund und weit aufgerissenen Augen verfolgen wir das Geschehen. Wir können feststellen, wie jeder Gepard der Gruppe seine Aufgabe bei der Jagd erfüllt. Während zwei der Tiere an strategisch wichtigen Punkten Wache halten, nehmen die restlichen drei Geparden plötzlich Tempo auf und läuten somit den Start der Jagd auf die Springböcke ein. Was für tolle Tiere! Leider sind die ersten Bilder nicht ganz scharf. Es musste schnell gehen und ich konnte nur durch die verschmutze Frontscheibe fotografieren.
Der Fahrer des Jeeps mit der Lichthupe erzählt uns, er sei schon oft hier im Park gewesen, aber so etwas hat er noch nicht erlebt. Was sind wir doch für Glückspilze! Er gibt uns zum Abschluss noch den Tipp, dass in rund zwanzig Kilometer Entfernung ein Löwengruppe von 6 Tieren unter einem schattenspendenden Baum ruht. Wir setzen unsere Fahrt fort und da liegen sie: 1 Löwenmännchen und 5 Weibchen. Sauber! Der Junge hat's drauf!
Wir bleiben fast zwei Stunden und warten darauf, dass die Tiere einmal ihren Schlafmodus deaktivieren, aber mehr als ein kräfteraubendes Kopfheben ist nicht mehr drin... Also fahren wir weiter und erreichen unser Tagesziel Twee Rivieren.
Tinochika1'651 Beiträge · seit 201404. Jan. 2016 · #35
Hallo Yogie's
ich lese Euren Bericht schon von Anfang an. Super schöne Fotos die ihr uns hier zeigt. Ganz besonders die Fotos von der Wildkatze sind einmalig gut.
LG Hartwig
ONS LEWE BEGIN WAAR DIE TEERPAD EINDIG
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die kamen mir schon gleich sehr bekannt vor....... 😉 dacht mir schon, dass ich die schon mal gesehen hab, bei uns wars nur so heiß, da waren sie über jeden Schatten dankbar und nicht so agil, wie bei dir........
Aber gepost haben sie wie die Großen !!!! 🤩 und nur für uns allein !!! War unser Glückstag.
Aber Glückwunsch, zu deinen wunderschönen Aufnahmen !!!! Danke fürs zeigen.... macht Spass auf bekannten Spuren mitzureisen....