Nambwa früher und heute - bitte um Vergleich!

26 Antworten · 5'458 Aufrufe · gestartet 29. Dez. 2015 von Riedfrosch
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Themenstarter1'335 Beiträge · seit 200610. Sept. 2016 · #21
Mabe schrieb:Jetzt macht Nambwa doch mal nicht so schlecht!
Wir haben nur unsere Trauer geäußert!
Für mich ist etwas verloren gegangen.

Und nach wie vor kann ich verstehen, wenn andere es schön finden. Es ist auch noch schön! Aber es ist nicht mehr mein Sehnsuchtsort.
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51 Beiträge · seit 201325. Sept. 2016 · #22
Hallo liebe Foris,

wir waren Ende August für 2 Nächte auf der Nambwa-Campsite und gerne mag ich unsere Eindrücke und unsere Erfahrungen als Nambwa Neulinge wiedergeben:

Vor unserer Anreise hatten wir die Campsite und 2 Aktivitäten via Email bei African Monarch Lodges vorgebucht und auch eine Anzahlung getätigt. Grund hierfür waren die zahlreichen Berichte über das abweisende Verhalten des Managments der Lodge gegenüber Campern - wir wollten dennoch hierher und zugleich sicherstellen, dass wir an den Aktivitäten der Lodge (wie auch auf der HP beschrieben) teilhaben können.

Der Empfang durch den Campsite Warden war mehr als zurückhaltend. Er konnte offensichtlich mit unseren Vorrausbuchung wenig anfangen und schlurfte zu Lodge hinüber, während er uns bei seinem "Office" warten lies. Nach ca. 20 min in mittäglicher Hitze kam eine Angestellte der Lodge (eine Voluntärin) herüber, teilte uns einen Stellplatz zu und besprach die vorgebuchten Aktivitäten für den nächsten Tag. Alles sehr korrekt, aber unherzlich und zugleich merklich verunsichert. Irgendwie hatte man den Eindruck, die Angestellten sind seitens des Managments aufgefordert, sich einerseits tadellos, zugleich aber so distanziert wie möglich zu verhalten. Uns war das egal, wir hatten einen tollen Stellplatz mit Holzplattform zum Fluss hin, haben uns einen kleinen Lunch zubereitet und auf ging´s zu einem Game Drive mit dem eigenen Fahrzeug in Richtung Horse Shoe. Dort angekommen sind wir an diesem Abend nicht - eine rießige Elefantenherde blockierte den Track 🙂 .

Am nächsten Morgen wurden wir zur vereinbarten Zeit an unserer Campsite abgeholt und durch die Lodge hindurch zum Liegeplatz des Bootes geleitet. Die vorgebuchte Bootstour war für uns vier Personen alleine - ob man uns von den wenigen Gästen auf der Lodge separieren wollte, oder ob es keine anderen Interessenten an diesem Trip gab, kann ich nicht einschätzen. Als wir zurück zur Lodge kamen, taute unsere Führerin dann doch ein wenig auf: Wir haben einen Café aus der Espresso Maschine (welch angenehmer Luxus) ordern können, gleichzeitig konnten wir auch zu unserer großen Freude Laundry Service arrangieren.

Am Nachmittag holte uns dann Justin zu unserem ebenfalls im Vorraus gebuchten Game Drive ab - und von da an war das Eis gänzlich gebrochen. Justin gehört der Familie von Chief Mayuni an und scheint der Verbindungsmann zur Community der Mayuni zu sein. Gleichzeitig bildet er die Guides der Lodge aus. Wir haben an diesem Abend nach einem erlebnisreichen Game Drive noch viel über das Konzept des Community based Tourism gesprochen, über Jagd, Wilderei, Elefantenfleisch und das Geburtstagsfest von Queen Elisabeth (Mayuni), zu dem er uns eingeladen hatte. Für die Community ist es sehr bedeutsam höhere Einnahmen und mehr Arbeitsplätze aus dem Tourismus zu generieren, um damit die Akzeptanz der Schutzgebiete zu erhöhen. Nächstes Jahr soll zudem ein Jagdverbot im Bereich der gesamten Mayuni Concession verordnet werden. Vor diesem Hintergrund ist auch die Lizenz für den Neubau der Lodge in Nambwa zu verstehen: Es müssen Jobs und zusätzliche Einnahmen in der Region entstehen, um den Naturschutz attraktiv zu machen. Das Managment der Lodge tendiert zwar zu Exklusivität und Abgrenzung. Die Bedingungen der Community aber sind eindeutig: Campsite und Aktivitäten für Camper sind eine wesentliche Säule des Konzepts. Man tut sich einfach noch schwer, die richtige Balance zu finden - so meine Einschätzung! Und sind es nicht manchmal auch wir Camper, die es an Höflichkeit und Benehmen fehlen lassen? 😕

Fazit: Es ist wie immer - je freundlicher man den Menschen entgegentritt, desto eher kann man ihnen auch begegnen. In Nambwa hat uns ein anfänglich sehr reserviertes Team am Ende herzlichst verabschiedet. Die Landschaft und die Tierwelt sind großartig. Der vielfach erwähnte Generator der Lodge war kaum zu vernehmen (viel lauter und unangenehmer war eine Gruppe deutscher Camper in der 2. Nacht auf unserem Nachbarplatz, die einen sonderbaren Hang zu großer Hektik und lauten Kommandorufen pflegten). Wir haben keinen Vergleich zu früheren Tagen - wir waren aber sehr beeindruckt von Landschaft, Tierwelt und den Begegnungen mit den Ortsansässigen und wir werden wiederkehren.

Alexander
Nambia-Rundreise 2010 Namibia-Südafrika 2012 Namibia-Botswana 2013 Südafrika-Mosambik 2015 Nambia-Botswana 2016
zuletzt bearbeitet 25. Sept. 2016
Themenstarter1'335 Beiträge · seit 200625. Sept. 2016 · #23
Alex_2208 schrieb:
Fazit: Es ist wie immer - je freundlicher man den Menschen entgegentritt, desto eher kann man ihnen auch begegnen.
Alexander,
was möchtest Du uns mit diesem Satz sagen?
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51 Beiträge · seit 201326. Sept. 2016 · #24
Hallo Riedfrosch,

ich habe das Gefühl, dass im Falle von Nambwa das Verhältnis zwischen Lodgebetreibern und Campern unötiger Weise von großem Misstrauen und Argwohn gekennzeichnet ist. Ein Jeder lauert darauf, seine Vorurteile bestätigt zu sehen. Mit dieser Einstellung sind auch wir an diesem Ort angekommen - und uns ist man mit gewissem Misstrauen und Zurückhaltung (siehe Bericht oben) entgegengetreten. Was ich meine ist: Wenn wir uns von Anfang an offen und herzlich begegnet wären, hätten wir viel früher unsere gemeinsamen Interessensgebiete entdeckt. That´s it!

LG

Alexander
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2'664 Beiträge · seit 201226. Sept. 2016 · #25
Wenn man Nambwa mit dieser Voreingenommenheit und Haltung aufsucht, dann darf man sich nicht wundern, daß der Gegenüber das auch spürt.

Für mich war das immer ein guter Übernachtungsplatz mit guten sanitären Einrichtungen.
Tagsüber bin ich unterwegs, und nachts schlafe ich. Dazu brauche ich auch keinen Campingplatz in der ersten Reihe, lieber näher an den sanitären Einrichtungen. Meinen Braai kann ich hinten genauso gut wie vorn machen. Und wenn ich den Sonnenuntergang beobachten will, da sehe ich von der untergehenden Sonne von einer Plattform auch nicht mehr als vom Ufer aus. Aber jedem das Seine.

Wenn man Vollzahler etwas bevorzugt, damit muß man sich damit eben abgeben. Ich kann mich im Flieger mit Monkey-Class-Ticket auch nicht in die 1.Klasse setzen.

Die schlimmsten Bewohner der Lodge waren für mich Politiker des District Sambesi. Die haben sich besoffen und Lärm bis morgens früh um 3 Uhr gemacht, mit Musik aus den Autos mit laufenden Motoren. Die sind auch nicht anders als britische Overlanders auf einem Campingplatz. Die Verwalterin am Campingplatz erzählte mir, daß die sich bei ihren Saufgelage auf die Waschbecken setzen und diese abbrechen, und man riesige Probleme habe die Schäden ersetzt zu bekommen. Verbannen könne man die nicht.

Nambwa ist für mich trotzdem auch weiterhin die 1. Wahl.
zuletzt bearbeitet 26. Sept. 2016
Themenstarter1'335 Beiträge · seit 200626. Sept. 2016 · #26
Alex_2208 schrieb:
ich habe das Gefühl, dass im Falle von Nambwa das Verhältnis zwischen Lodgebetreibern und Campern unötiger Weise von großem Misstrauen und Argwohn gekennzeichnet ist. Ein Jeder lauert darauf, seine Vorurteile bestätigt zu sehen. Mit dieser Einstellung sind auch wir an diesem Ort angekommen - und uns ist man mit gewissem Misstrauen und Zurückhaltung (siehe Bericht oben) entgegengetreten. Was ich meine ist: Wenn wir uns von Anfang an offen und herzlich begegnet wären, hätten wir viel früher unsere gemeinsamen Interessensgebiete entdeckt. That´s it!
Hallo Alexander,

danke für die Erklärung.

Der Thread hat bewusst auf den Vergleich abgezielt: früher und heute. Du weißt nicht, wie es dort früher war.
Und viele andere, die sich hier geäußert haben auch nicht.

Ich habe immer wieder geschrieben, dass Nambwa auch heute noch schön ist. Ja, das ist es! Aber früher war es halt noch schöner dort, verwunschener.
Ich bin keineswegs dahin gefahren mit Vorurteilen im Kopf. Das ist Deine subjektive Theorie, die ich von mir weisen kann.

Und ich möchte das auch sagen und weiter behaupten dürfen, dass Nambwa früher noch schöner war.
Wenn Du es heute schön findest, dann denke ich, dass Du es früher auch geliebt hättest und zwar so, wie ich: intensiv!

Drum lass mich das sagen dürfen, ohne dass ich vermeintlichen Vorurteilen verfalle.

Ich möchte das gerne mit einem Bild unterstützen.
Da ist eine alte Burg, wild und einsam und nur wenige Leute kommen. Dann wird sie renoviert, der marode Charme geht verloren. Alle finden die neue Burg schön. Ja, sie ist schön. Aber es gibt halt welche, die die alte Burg noch schöner fanden.
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Themenstarter1'335 Beiträge · seit 200626. Sept. 2016 · #27
Worauf Du hinweist ist, dass Leute diesen Thread lesen und denken Nambwa sei nicht mehr schön.
Das stimmt in der Tat nicht.
Ich habe aber immer geschrieben, dass es schön ist (bitte oben überprüfen).

Also Leute:
NAMBWA IST SCHÖN!!!!!!!!!!

Aber früher halt noch schöner. Sorry - musste ich ergänzen. Ich trauere noch dem alten nach. Und das darf ich auch.
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