Best of Uganda 2015

20 Antworten · 5'164 Aufrufe · gestartet 24. Dez. 2015 von Butterblume
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Themenstarter3'700 Beiträge · seit 200921. Jan. 2016 · #21
Hallo,

zurück von meinem vierten Uganda-Kurztrip möchte ich noch ein kurzes Statement zum direkten Vergleich zwischen Regen- und Trockenzeit und ein Fazit zur Oktober/Novembertour 2015 einstellen, welches anderen Reisenden vielleicht bei der Planung behilflich ist.

Die Regenzeit hatte Überraschendes zu bieten: Bis auf Entebbe und Kampala gab´s keine Moskitos! Die Temperaturen bewegten sich im Bereich bis maximal 24°. Die einzige Ausnahme bildete der tiefer gelegene Queen Elizabeth NP, wo es an die 30° ging. Schwüle Wärme mit Luftfeuchtigkeit an die 100% hatten wir zu keiner Zeit. In der Regenzeit waren extrem wenig Schmetterlinge unterwegs, dafür ließ sich die Vogelwelt aufgrund der beginnenden Brutzeit sehr gut beobachten.

Im direkten Vergleich zu drei Reisen in der Trockenzeit werde ich auf jeden Fall nach Möglichkeit für zukünftige Touren die Regenzeit vorziehen, da der Himmel/die Luft klar ist und regelmäßig grandiose Landschaftsaufnahmen zulässt. In der Trockenzeit hat man häufig von morgens bis abends durchgehend mit viel Dunst und Staub in der Atmosphäre zu kämpfen, im Wald wird´s dadurch mitunter noch dunkler und die Vogelausbeute reduziert sich in der Trockenperiode auf 1/4.

In der Regel sind die Vormittage in der Regenzeit trocken, so dass man die Transferfahrten kurz halten und in den Morgen legen sollte. Die meisten Aktivitäten werden eh in der ersten Tagehälfte angeboten.

Einige Unterkünfte waren im November (Nebensaison) komplett ausgebucht. Mit ein wenig Flexibilität und Zeit kann man trotzdem ohne Reservierung noch das ein oder andere Schnäppchen weit unter den offiziellen Preisen erhalten.

Über die Weihnachtsfeiertage bis in den Beginn des neuen Jahres muss man vielfach mit komplett ausgebuchten Unterkünften und Trubel rechnen. Viele Expats aus Kampala reisen mit Großfamilie aus Europa im Land umher. Auch viele Einheimische zieht es in die Natur.

Nach wie vor bin ich der Meinung, dass Uganda kein Land für klassische Campingtouren nach südafrikanischem Vorbild mit eigenem oder gemietetem Equpiment ist. In der Trockenzeit ist´s mir mittags im Zelt zu heiß, in der Regenzeit schimmelt das Zelt, man versinkt im Matsch, kann wegen Regens nichts kochen und die Versorgung mit adäquaten Lebensmitteln ist zeitaufwändig. Die Kombination von Lodge, Tented Camp und Lazy Camping ist für uns, vor allem ohne Vorbuchung, eine preiswerte und komfortable Alternative, bei der sich jede Menge Schnäppchen machen lassen und interessante Kontakte zu Einheimischen knüpfen lassen.

Hier noch einige aktuelle News:
Die Straße zwischen Fort Portal und Bigodi soll geteert werden. Aktuell sind starke Behinderungen durch Bauarbeiten/Baufahrzeuge auf der Strecke Richtung Kibale Forest zu verzeichnen. In der Trockenzeit kein Thema, aber in der Regenzeit ist für die Anfahrt zum Kibale etwas mehr Zeit einzuplanen. Vermutlich wird die rege Bautätigkeit aber nach den Wahlen im Februar wieder eingestellt...

Das Chimps Nest in Bigodi steht zum Verkauf.

Entgegen anderslautender Informationen werden in der Kibale Primate Lodge, direkt im Kibale Forest NP gelegen, keine Nationalparkgebühren fällig, wenn man sich nur auf dem Lodgegelände aufhält und keine Aktivitäten bei UWA bucht.

Eine preiswerte Unterkunftsalternative mit bekannt gutem Service ist das Kibale Forest Camp von Nature Lodges, in einem Sekundärwald kurz hinter Bigodi Village gelegen.

Ich hatte im Januar einen Toyota Hilux Surf und einen Landcruiser Prado von Douglas. Beide Fahrzeuge mit Automatikgetriebe und in tadellosem Zustand ohne Probleme.

Wer an sehr guten Driver-Guides interessiert ist: Ich habe einige Kontaktdaten von Freelancern im Gepäck, darunter drei deutschsprachigen. Bitte ggfs per PM an mich wenden.

Mit herzlichen Grüßen
Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheit www.butterblume-in-afrika.de
zuletzt bearbeitet 22. Jan. 2016