FledermausThemenstarter58 Beiträge · seit 201515. Nov. 2015 · #21
12.09.2015 Nach dem Frühstück mussten wir unser Auto noch volltanken und machten uns dann auf der B2 in Richtung Spitzkoppe. Auf Asphalt ging es zügig voran, bis wir von einer Polizeistreife, die am Rand standen, angehalten wurden 😮 . Wir waren ziemlich skeptisch, da wir ja schon einiges Negatives gelesen hatten. Die Polizistin wollte den Führerschein sehen, lief um unser Auto herum, notierte das Nummernschild- das war alles. Sie wünschte uns noch einen schönen Urlaub und wir konnten weiterfahren. Nach einiger Zeit hieß es dann wieder auf Gravel abzubiegen und wir wurden bis zur Spitzkoppe stellenweise ganz schön durchgerüttelt. An der Spitzkoppe zahlten wir das Eintrittsgeld und waren erstaunt über die vielen Menschen und Autos 🤩 . Es stellte sich heraus, dass dort ein Rennen stattfand. Es waren viele Läufer und Fahrradfahrer unterwegs und die Campingplätze waren mit Menschenmassen belegt. Es war interessant zu sehen, was manche Familien für ein Campingequipment hatten- da fehlte es einigen wirklich an Nichts.
Wir fuhren die wichtigsten Punkte an, kraxelten ein bisschen auf den Felsen herum, aber durch die vielen Leute fehlte natürlich die Ruhe, die wir uns hier an diesem schönen Platz gewünscht hätten.
Obwohl wir eine gefühlte Ewigkeit warteten, war diese Gruppe nicht zum Aufstehen zu bewegen 😈
Na was soll´s, von der anderen Seite sind sie auf dem Foto nicht zu sehen 😛
Auch ein paar Tierchen konnten wir sehen
Nach ca. 1,5 Stunden nahmen wir Abschied von der Spitzkoppe und fuhren weiter Richtung Hohenstein. Trotz der vielen Menschen hat es sich gelohnt, die Spitzkoppe zu besuchen und wenn wir nochmal in die Gegend kommen, würden wir dort gerne campen- allerdings ohne "Menschenmassen".
Wir wurden dort nett begrüßt und uns wurde unser Bungalow gezeigt. Die Zimmer waren richtig schön und auch die Terrasse war wunderbar, allerdings war das Wetter heute unerträglich. An der Spitzkoppe waren uns die Temperaturen noch gar nicht so aufgefallen. Auf Hohenstein war es richtig heiß und ziemlich windig, so dass man das Gefühl hatte, ständig von einem heißen Fön umgeben zu sein. Also war relaxen angesagt, da wir heute nichts mehr geplant hatten. Wir wollten gerne eine Sundowner Fahrt machen, dies war aber leider nicht möglich, da der Guide bereits zu einer anderen Tour gebucht war.
Am späteren Nachmittag machten wir uns dann zu einer kleinen Wanderung auf, um wenigstens etwas von der schönen Umgebung zu sehen. Die Lodge hat ausgeschilderte Wanderwege und wir hofften, ein paar Tiere zu sehen.
Die Wege waren komisch beschildert, kein einziges Tier ließ sich blicken und richtig heiß war es immer noch. Was also tun- natürlich die Wanderung abkürzen, so dass wir bereits nach 1 Stunde wieder an der Lodge waren. Hier genehmigten wir uns ein kühles Bier um unsere Betriebstemperatur abzukühlen. Auf der Lodge gab es auch einen Vogelbeobachtungsplatz, zu dem wir uns dann aufmachten. Neben einer Wasserstelle ist ein Unterstand gebaut, wo man sich hinsetzen konnte, ohne dass einen die Tierchen gleich sehen. Wir warteten und warteten und irgendwann kamen dann tatsächlich auch ein paar Vögel 🙂 . Es gibt ja in Namibia wirklich wunderschöne Vögel und was sahen wir hier? Tauben, nichts als Tauben 🙁 . Es kamen unterschiedliche Taubenarten, aber Tauben sind Tauben, so dass es hiervon auch nur diese eine Foto gibt. Ich fahre doch nicht nach Namibia um Tauben zu fotografieren 🤩 .
Der Sonnenuntergang entschädigte uns dann etwas.
Auf dem Rückweg hatte wenigstens ein Tier mit uns Erbarmen- wir sahen ein kleines Steinböckchen. Auch wenn die Qualität nicht die Beste ist- wir haben unseren Sichtungserfolg sogar fotoografisch festgehalten!
Das Abendessen war da schon wesentlich besser als die Tierbeobachtung. Der Salat zur Vorspeise war richtig lecker, als Hauptspeise gab es Oryx am Spieß- auch super und auch die Birnen in Rotwein zum Nachtisch waren lecker. Das Managerpaar kümmerte sich persönlich um jeden Gast und gab uns auch mehrere gute Hinweise. Wir genossen den sehr warmen Abend bei Rotwein auf der Terrasse des Restaurants und tauschten mit einigen anderen Gästen die Namibia Erfahrungen aus. Gegen 22 Uhr war Schlafenszeit und wir versuchten bei den Temperaturen einzuschlafen, eine Klimaanlage hätten wir uns an diesem Tag wirklich gewünscht.
Fazit Hohenstein Lodge: sehr schöne Zimmer, schöne Umgebung, bisher das beste Abendessen unserer Reise. Das Managerpaar kümmert sich sehr um das Wohlergehen der Gäste. Wir waren allerdings enttäuscht, dass der Sundowner Drive nicht möglich war
FledermausThemenstarter58 Beiträge · seit 201521. Nov. 2015 · #22
13.09.2015 Wir genossen am frühen Morgen die Stimmung auf unserer Terrasse, aber leider begann der Morgen so wie der Abend vorher - wir sahen keine Tiere 🙁 . Also machten wir uns auf zum leckeren Frühstück. Danach sprachen wir mit einem Reisenden, der insgesamt 9 Nächte auf der Lodge war, ich wüsste ehrlich gesagt nicht, was ich so lange in der Gegend machen sollte. Für uns ging es heute schon weiter, auch wenn wir es sicher noch eine Nacht auf Hohenstein ausgehalten hätten. Wir hatten nur eine kurze Fahrstrecke bis zu unserem Zwischenziel zu fahren.
Die Fahrt ging durch eine schöne Landschaft bis zum San Dorf bei der Omandumba Farm. Das Dorf ist gut ausgeschildert zwischen Felsen angelegt und als wir vorfuhren, rannten spielende Kinder in westlichen Klamotten hinter einen großen Felsen. Es dauerte nicht lange und die gleichen Kinder kamen jetzt in traditioneller Kleidung auf uns zu, kurze Zeit später kamen auch die Erwachsenen. Wir waren an diesem Tag die ersten Besucher, so dass die San vorher noch nicht ihre „Arbeitskleidung“ angelegt hatten 😉 . Man erklärte uns die möglichen Führungen und wir entschieden uns für einen Kurzbesuch (50 N$ p.P.). Zu Beginn wurde uns gezeigt wo und wie die San ursprünglich lebten. Dazu gehörte die Erklärung, wie die Hütten gebaut und Fallen zum Jagen aufgestellt werden.
Dann kam das Anzünden eines Feuers dran, wo scheinbar auch die San Kinder gerne zusehen.
Mit Pfeil und Bogen konnten wir uns im „Jagen“ versuchen, bevor uns gezeigt wurde, wie die Frauen aus Straußeneiern Schmuck herstellen. Zum Abschluss wurde für uns noch gesungen und getanzt.
Der Besuch hat sich auf jeden Fall gelohnt, allerdings kamen wir uns am Anfang vor wie Gaffer und ich traute mich kaum, ein Foto zu machen. Klar hatten wir dafür bezahlt, aber ein komisches Gefühl war dabei. Ich hatte im Vorfeld allerdings gelesen, dass die Menschen durch solche lebenden Museen das Wissen um die alte Lebensweise bewahren können, so dass wir versuchen die Vorführungen mit anderen Augen zu betrachten. Weiterhin haben damit hoffentlich auch einige Familien ein Einkommen, wir haben daher auch noch etwas Schmuck gekauft, in der Hoffnung, dass es an der richtigen Stelle angekommen ist.
Weiter ging es dann bis Omaruru, wo wir unsere Vorräte und den Tank auffüllten. Wir entschieden uns, ein Stückchen Asphalt bis Kalkfeld zu fahren, verpassten dort aber die richtige Abfahrt. Also fuhren wir weiter bis zur D2418, was auch zeit- und kilometermäßig keinen Unterschied machte. Die Strecke fuhr sich richtig gut und wir kamen gut voran. Die Landschaft hatte sich verändert, es gab keine schönen Steinformationen mehr, sondern nur noch Buschsavanne.
Vereinzelt waren Hütten oder Farmen zu sehen. Alles wirkte hier wie ausgestorben und wir begegneten bis zu den Ugab Terrassen nur zwei Autos. Nach der Einfahrt zur Vingerklip Lodge sahen wir von der Straße aus Giraffen- endlich wieder Tiere 🙂 🙂 🙂 Da sie nah am Zaun waren, konnten wir sie einige Zeit gut beobachten.
Wir hatten nur noch ein ganz kleines Stück zu fahren, bevor wir die Ugab Terrace Lodge von unten sahen- das sieht doch schon mal vielversprechend aus 😎
Die Anfahrt ging steil nach oben, aber unser Ranger schaffte das natürlich problemlos. Wir bekamen gleich Haus Nummer 1, so dass wir immer einen kurzen Weg hatten, von den Häusern auf dieser Seite sieht man den Sonnenaufgang, von der anderen Seite den Sonnenuntergang.
Der Ausblick war super, obwohl es leider sehr diesig und windig war.
Wir genossen die Terrasse, tranken Kaffee und schwitzten. Es war wieder ziemlich heiß, unterwegs hatte das Thermometer 38 °C angezeigt und heute morgen war die Temperatur innerhalb von 30 Minuten von 18 auf 28 °C gestiegen 🤩 . Wir überlegten, in den Pool zu gehen, allerdings sah der aus der Nähe betrachtet nicht wirklich einladend aus. Schade- müssen wir also weiter schwitzen 🙁 . Zum Glück entdeckten wir von der Restaurantterrasse mit dem Fernglas wieder die Giraffen, die wir ausgiebig beobachteten.
Auch am Wasserloch unterhalb der Lodge stellten sich mit dem Sonnenuntergang nach und nach ein paar Tiere ein, wir sahen Warzenschweine, Springböcke und ein relativ große Herde Kudus, allerdings war es für vernünftige Fotos zwischenzeitlich schon zu dunkel. Wir ließen den Abend bei einem leckeren Rotwein und gutem Essen in aller Ruhe ausklingen. Dann ging es in die heiße Hütte und auch der Ventilator brachte überhaupt keine Abkühlung. Erschwerend kam hinzu, dass der Wind ordentlich sein Unwesen trieb 🤩 . Anfangs zuckte ich bei jedem Knacken zusammen und dachte, es käme jemand vorbei. So falsch lag ich dabei gar nicht mit meiner Vermutung, denn plötzlich sah ich noch einen Lichtschein. Vorsichtig ging ich zum Fenster um nachzuschauen- es war der Angestellte der Lodge, der abends regelmäßig seinen Rundgang machte. Also wenn ihr dort auch mal übernachtet- es sind keine Gespenster, die dort ihr Unwesen treiben 😄 .
na endlich geht's mal mit eurem Bericht weiter. tolle Bilder von den San. Das man immer ein etwas "komisches Gefühl" als Zuschauer hat, kann ich gut verstehen LG Lottas Anhang
FledermausThemenstarter58 Beiträge · seit 201522. Nov. 2015 · #24
14.09.2015 Für heute ist ein ruhiger Tag geplant und wir könnten im Urlaub mal ausschlafen. Das funktioniert aber nur theoretisch, denn Frühstück gibt es in der Lodge nur bis 08.30 Uhr. Wir lassen uns beim Frühstück richtig Zeit und lassen danach die tolle Landschaft auf uns wirken. Am frühen Morgen sind die Felsen der Umgebung klarer zu erkennen. Die Lodge hat einige Vogeltränken aufgestellt und da herrscht im Moment Hochbetrieb. Zum Glück gibt es diesmal nicht nur Tauben, sondern auch Glanzstare und jede Menge Rosenköpfchen 🙂 .
FledermausThemenstarter58 Beiträge · seit 201522. Nov. 2015 · #25
Wir beobachten die Vögel eine ganze Weile und erkunden danach die Umgebung
An der Rezeption fragen wir nach möglichen Aktivitäten. Von der Besitzerin bekommen wir die Empfehlung zur Vingerklip Lodge zu fahren und dort den Tag zu verbringen oder nach Twyfelfontein zu fahren. Am späten Nachmittag könnten wir dann noch Zeit am Pool verbringen. Häh 🤩 - was sind denn das für Tipps? 😈 Auf der Homepage wird mit allen möglichen Aktivitäten geworben und wir sollen auf die Nachbar Lodge fahren. Das müssen wir nicht verstehen. Überhaupt herrscht heute eine komische Stimmung auf der Lodge. Gestern, als die Angestellten unter sich waren, herrschte eine positive Atmosphäre, die Leute waren locker und super nett drauf. Heute war das Besitzer- oder Managerpaar schon beim Frühstück anwesend und es herrschte ein komplett andere Stimmung. Die Angestellten waren verkrampft und wir bekamen ein paar Gesprächsfetzen zwischen Manager und Angestellten mit, die nicht gerade auf ein gutes Arbeitsklima schließen lassen. Schade, aber so etwas bleibt natürlich auch bei den Gästen nicht unbemerkt. Also machten wir uns aus dem Staub und fuhren zur Vingerklip Lodge. Wir hatten als Nicht- Gäste 10 N$ Eintritt zu zahlen und konnten dann auf das Gelände.
Wir kraxelten als erstes zum Vingerklip und genossen die Stille um uns rum.
Wir waren lange Zeit die einzigen an der Felssäule und als die nächsten Besucher kamen, machten wir uns auf den Weg zur Lodge. Natürlich mussten wir auf das Plateau des Eagles Nest Restaurants hinauf. Wir hatten einen genialen Blick auf die Umgebung und die Wasserstelle der Vingerklip Lodge.
Hier wurden gerade die Tiere gefüttert und viele Kudus, aber auch Pferde ließen sich das Futter schmecken.
Wir verbrachten eine ganze Menge Zeit auf der wirklich schönen Vingerklip Lodge, aßen eine Kleinigkeit zum Mittag und nutzten das WLAN, um wieder einige Bilder nach Hause zu senden. Auf der Ugab Terrace Lodge hätte man für das WLAN noch zahlen müssen- unseres Erachtens gehört so etwas heute zum Service dazu. Am Nachmittag fuhren wir zu unserer Lodge zurück und entspannten den restlichen Tag. Der negative Eindruck wurde auch am Nachmittag nicht besser, zum Kaffee gab es den gleichen Kuchen wie gestern. Dies ist sicher grundsätzlich kein Thema, aber bei über 30 Grad und mit einer Glasur, die an an Buttercreme erinnert, setzt man Gästen einen Kuchen nicht zweimal vor 😠 . Auch das Abendessen war kein Vergleich zu gestern, man hatte das Gefühl, dass die Angestellten ständig Angst hatten, einen Fehler zu machen.
Den Sonnenuntergang vorher haben wir aber auf jeden Fall genossen.
Fazit Ugab Terrace Lodge: Uns hätte hier eine Übernachtung vollkommen ausgereicht. Die Lage ist genial und die Ausstattung der Häuser gut, aber am zweiten Tag fühlten wir uns hier im Gegensatz zum ersten Tag überhaupt nicht wohl, allerdings ist dieser Eindruck natürlich rein subjektiv.
FledermausThemenstarter58 Beiträge · seit 201522. Nov. 2015 · #26
Hallo Lottas Anhang, nur keinen Druck aufbauen 😉 , je länger ich für den Reisebericht brauche, desto öfter erinnere ich mich an die schöne Zeit in Namibia 🙂 LG Ramona
FledermausThemenstarter58 Beiträge · seit 201512. Dez. 2015 · #28
15.09.2015 Heute sollte esd in den Etosha gehen, so dass wir schon 07.30 Uhr startklar waren. Es fuhr sich recht zügig und in Kamanjab füllten wir den Tank auf und kauften nebenan im Shop ein paar Kleinigkeiten. Am Straßenrand sahen wir die ersten Giraffen und die Vorfreude auf viele weitere Tiere stieg.
FledermausThemenstarter58 Beiträge · seit 201512. Dez. 2015 · #29
Erstaunt waren wir über die herrschenden Straßenverhältnisse auf dem weiteren Weg Richtung Etosha- die besten bisher auf unserer Reise. An die Namibia Erfahrenen daher die Frage, warum gerade dort die Straßen so gut sind- liegt es an den Einnahmen durch den Nationalpark, haben sich hier auch die Chinesen eingekauft oder gibt es einen anderen Hintergrund? Da sich die Straße wohl so schön fuhr, musste ich laut Stopp schreien, sonst hätte mein Mann glatt die Einfahrt zum Nationalpark verpasst 😉 . Wir registrierten uns beim Officer und bezahlten im Nebengebäude die Eintrittsgebühren und starteten 10.30 Uhr zu unserer ersten Pirschfahrt im Etosha. Wir fuhren viele Kilometer und sahen absolut nichts 🙁 . Es war heiß und die Büsche nahmen einem die Sicht. Dann endlich die ersten Tiere- wir sahen ein paar Springböcke und Zebras.
FledermausThemenstarter58 Beiträge · seit 201512. Dez. 2015 · #30
Bald danach erreichten wir das erste Wasserloch und das war einfach nur 🤩 🙂 🙂 🙂 . So viele Tiere auf einer Stelle und von allen Seiten kamen neue- wir sahen Zebras, Gnus, Springböcke, Kudus und Warzenschweine. Das nächste Wasserloch (Jakalswater) war noch besser- hier waren auch Strauße und mehrere Giraffen. Wir standen recht lange am Wasserloch und beobachteten das Treiben.
FledermausThemenstarter58 Beiträge · seit 201512. Dez. 2015 · #31
Wir fuhren weiter bis Olifantsrus, wo wir dann in Richtung Dolomite abbogen. Leider kann ich nicht mehr richtig nachvollziehen, von welchem Wasserloch welches Foto stammt, toll fanden wir jedes Wasserloch in der Gegend.
Am letzten wurden wir noch auf Löwen aufmerksam gemacht, die faul im Schatten lagen. Wir hätten sie selber nicht entdeckt, obwohl wir lange am Wasserloch standen- aber wir schauten nur in Richtung des Wasserlochs und nicht hinter uns 😐 . Egal- zum Glück gibt es freundliche Autofahrer und wir waren froh, dass wir gleich am ersten Tag Löwen sehen konnten.
Allerdings hatten die 3 aber überhaupt keine Lust sich zu bewegen, so dass wir uns nach einer Weile aufmachten in Richtung Camp. Kurz vor der Einfahrt lief uns aber noch dieser hier über den Weg:
FledermausThemenstarter58 Beiträge · seit 201512. Dez. 2015 · #32
Das Camp liegt schön am Hang, allerdings muss das Auto unten geparkt werden.
Das Gepäckfahrzeug fuhr gerade los als wir ankamen, so das wir warten mussten. Wir warteten und warteten und nichts passierte 😠 . Nach einer gefühlten Ewigkeit machte ich mich zu Fuß auf zur Rezeption, von wo aus dann das Fahrzeug zum Parkplatz gerufen wurde. Unsere Hütte gefiel uns richtig gut und es war auch alles in Ordnung. Wir hatten Nummer 15 ziemlich weit hinten auf der rechten Seite.
Wir kochten uns einen Kaffee und genossen die tolle Aussicht. Man konnte viele Tiere erkennen- Giraffen, Kudus, eine Pavianfamilie und auf den Felsen viele Dassies.
Der Sonnenuntergang fand nicht auf unserer Seite statt, trotzdem schmeckte uns das Savanna in dieser Umgebung umso besser 🙂
Danach ging es zum Abendessen. Wir können über das Essen nichts negatives sagen, uns schmeckte der Springbock an diesem Abend gut- vielleicht hatten wir Glück mit dem Koch. Mit weiteren Gästen am Tisch ergab sich ein interessantes Gespräch, so dass wir den Abend in guter Erinnerung behalten. Das Shuttle brachte uns zu unserer Hütte, da man im Camp im Dunkeln nicht mehr alleine unterwegs sein soll. Auf der Terrasse lauschten wir noch lange der wunderbaren Geräuschkulisse.
FledermausThemenstarter58 Beiträge · seit 201513. Dez. 2015 · #33
16.09.2015
Voller Tatendrang waren wir wie immer in diesem Urlaub zeitig munter, aber erst wir wollten doch noch den Sonnenaufgang vom Bett aus genießen.
Danach ging es ab zum Frühstück und gestärkt räumten wir unsere Sachen zusammen und wollten das Shuttle rufen. Plötzlich fing Rene´ ohne ein Wort zu sagen hastig zu suchen an. Er wühlte die kompletten Rucksäcke durch, bevor er mir sagte, dass der Autoschlüssel nicht da sei 🤩 . Farbe hatte er zu diesem Zeitpunkt schon keine mehr im Gesicht. Also erst mal runterkommen und ruhig bleiben. Jetzt musste ich mich natürlich an der Suche beteiligen und stellte die üblichen Fragen. Wann hattest du den Schlüssel das letzte Mal? Wo hast könntest du ihn hingetan haben? Als Antwort bekam ich dann, dass er gestern beim Warten auf dem Parkplatz herausgefallen sein könnte. Na das war doch die Antwort, die ich mir erhofft hatte 😠 . Wir suchten alles in der Hütte durch und ich durchwühlte nochmals die Rücksäcke. Was fand ich- den Autoschlüssel. Wer in diesem Moment an unserer Hütte vorbeiging, hörte wahrscheinlich, wie uns ein ganz großer Stein vom Herzen fiel 🙂 . Wir nahmen uns nach dieser Aktion vor, immer genau auf den Schlüssel zu achten. Jetzt wollten wir aber los, die Tiere warteten. Das Shuttle kam auch zügiger als gestern und beim Einsteigen ins Auto konnten wir über unsere Suche auch herzhaft lachen. Mal sehen, was der Tag bringt. Wir fuhren los, aber heute morgen rannten alle erst einmal vor uns weg 😐
Dieses kleine Kerlchen hatte dann allerdings die Ruhe weg.
Unser heutiges Ziel war Okaukuejo und wir fuhren auf der Strecke die Wasserlöcher ab, die auch meistens gut besucht waren.
FledermausThemenstarter58 Beiträge · seit 201513. Dez. 2015 · #37
Gegen 15.00 Uhr waren wir in Okaukuejo, das Einchecken verlief zügig und die Angestellten waren freundlich. Ein kleiner Schock kam dann beim Zimmer. Wir hatten nur noch ein Doppelzimmer bekommen und gegenüber dem Dolomite Camp kam uns das Zimmer wie die Abstellkammer vor. Es war ziemlich dunkel und alles roch nach Desinfektionsmitteln. Aber was soll´s- wir werden eh nur zum Schlafen hier sein und haben schon ganz andere Sachen überlebt. Schließlich sind wir wegen des Wasserlochs in Okaukuejo und diesem statteten wir einen Besuch ab.
Giraffen beim Trinken zuzuschauen, ist immer wieder äußerst interessant. Leider war an diesem Nachmittag neben den Giraffen fast überhaupt nichts los, so dass wir genügend Zeit hatten, die Menschen zu beobachten. Es ist schon erstaunlich, in welchen Klamotten und welcher Aufmachung manche Leute in einen Nationalpark fahren. Den Tieren ist es wahrscheinlich total egal, welcher Schmuck oder welche Lippenstiftfarbe gerade angesagt sind, aber über solche Themen wurde ausgiebigst diskutiert. Wir hatten genügend Zeit, die Fotos etwas zu sortieren, zu lesen und schreiben und schauten uns noch im Camp selber um. Die Auswahl im Lebensmittelladen war allerdings alles andere als gut- es gab ziemlich viele leere Regale. Wer als Selbstversorger unterwegs ist, sollte sich vielleicht nicht auf Okaukuejo verlassen. Das Abendessen war auf Massenabfertigung ausgelegt- bei den vielen Menschen im Camp vielleicht nicht anders möglich. Schön war, dass man über einen Bildschirm quasi live am Wasserloch dabei war und so nichts wichtiges verpasste. Nach dem Essen haben wir uns dann einen guten Platz für das Fernsehprogramm gesichert, natürlich nicht ohne ein entsprechendes Fläschchen, denn wenn die Tiere trinken, können wir doch nicht auf dem Trockenen sitzen 😉 . Leider haben wir wohl in die falsche Fernsehzeitung geschaut, denn im Fernsehfilm kamen an diesem Abend relativ wenige Tiere vor, neben Giraffen gab es als Highlight ein einzelnes Nashorn.
FledermausThemenstarter58 Beiträge · seit 201516. Dez. 2015 · #38
17.09.2015 Der Wecker klingelte um 06.00 Uhr schließlich wollten wir kurz nach Toröffnung im Park sein. Heute mussten wir keine Koffer packen, so dass wie genügend Zeit hatten, um in aller Ruhe zu frühstücken , am Wasserloch war zu dieser Zeit tote Hosen. Wir wollten heute keine weiten Strecken fahren und uns auf die Gegend um Okaukuejo beschränken und. Wir waren kaum unterwegs, sahen wir zwei Fleckenhyänen.
Die beiden ließen sich ausgiebig beobachten und verschwanden nach einiger Zeit in einem Tunnel unter der Straße.
Das war doch mal ein wunderbarer Anfang des Tages. Diesen Uhu in seiner Tarnung hätten wir ohne fremden Hinweis definitiv nicht entdeckt.
FledermausThemenstarter58 Beiträge · seit 201516. Dez. 2015 · #39
Das nächste Highlight ließ nicht lange auf sich warten, im Gestrüpp grasten 3 Nashörner in aller Seelenruhe.
Wir konnten ihnen lange zusehen, denn erst als sie über die Straße liefen, schalteten sie den Nashornturbo an. Von mir aus könnte es für heute so weitergehen. Die nächste Zeit entdeckten wir auch ein paar Vögel, aber außer von den Dreien hier ist leider kein brauchbares Foto dabei, sondern oft nur der Himmel oder ein Schwanzspitze 🤩
Auch wenn Kuhantilopen meiner Meinung nicht die Hübschesten sind, ein Foto sind sie natürlich auch wert.
Zwischenzeitlich war es wieder ordentlich heiß und wer konnte, suchte sich ein schattiges Plätzchen.
Ich folge euch weiterhin gespannt. Aber sag mal, was ist denn mit den Farben eurer Bilder? Oder sieht das nur bei mir wie 40 Jahre alte Farbfotos aus; Weißabgleich??