Reisebericht

Mit 3 Fahrzeugen 3500 Kilometer durch Namibia

von Fledermaus · begonnen 02. Nov. 2015 · 31 Teile

Teil 102. Nov. 2015
Hallo liebes Forum,
wir sind nun seit einigen Wochen aus Namibia zurück. Bei der Vorbereitung haben wir von den vielen Informationen in diesem Forum profitiert, daher möchten wir auch den Einsteigern von unseren Erfahrungen berichten, für die alten Hasen unter euch haben wir wahrscheinlich keine neuen Infos. Wir waren das erste Mal auf eigene Faust in Afrika unterwegs, davor mit Gruppe in Südafrika sowie vor 3 Jahren in Botswana mit Caprivi und VicFalls. Der Afrika Virus hatte uns also bereits vorher infiziert und ist auch nach diesem Urlaub nicht wegzubekommen.

Unsere Unterkünfte hatten wir bei einem Afrika Spezialisten gebucht, den Mietwagen von Europcar aufgrund der guten Versicherungsbedingungen bei TUI Cars.

Unsere Reiseroute:
05.09. Flug mit Condor, Übernachtung Ondekaremba
06. u. 07.09. Bagatelle Kalahari Game Ranch
08. u. 09.09. Desert Camp
10. u. 11.09. Central Guesthouse Swakopmund
12.09. Hohenstein Lodge
13. u. 14.09 Ugab Terrace Lodge
15.09. Dolomite Camp
16. u. 17.09. Okaukuejo
18.09. Onguma Bushcamp
19. u. 20.09. Waterberg Wilderness Lodge
21.09. Düsternbrook
22.09. Rückflug

Obwohl wir schon in anderen Kontinenten als Selbstfahrer unterwegs waren, hatten wir vor diesem Urlaub ein komisches Gefühl. Trotz oder vielleicht auch wegen der vielen Informationen machten wir uns Gedanken über die Straßen, Unfälle, Kriminalität usw. Aber was soll ich sagen- es hat alles super gut funktioniert, wir hatten keinen einzigen Platten und auch nirgends ein schlechtes Gefühl. Unser Auto mussten wir allerdings zweimal tauschen- aber dazu später mehr.
Also- auf geht´s, Mitfahrer sind gerne willkommen.

05.09.2015
Bereits am Vortag sind wir mit dem Zug nach Frankfurt gedüst und haben im Ibis Hotel in Kelsterbach genächtigt. Der Shuttle Bus brachte uns am Morgen zum Flughafen. Der Check In bei Condor verlief super zügig, so dass wir noch reichlich Zeit hatten bis zum Abflug. Im Duty Free kauften wir eine Flasche Hochprozentiges, da ja morgen Sonntag ist. Pünktlich um 10.40 Uhr ging es mit Condor los Richtung Namibia. Wir saßen am Fenster und daneben der Gang, was zu zweit wirklich praktisch ist. Der Flug verging erstaunlich schnell trotz des spärliches Unterhaltungsangebotes- ansonsten war Condor für uns ok und wenn der Preis stimmt, würden wir auch wieder mit Condor direkt fliegen. Die Einreise in Windhoek dauerte etwas, wir hatten uns natürlich an die falsche Schlange angestellt. Nebenan ging es viel schneller, aber was soll´s- wir sind ja im Urlaub und irgendwann hatten auch wir den Stempel im Pass. Unsere Koffer hatten es auch nach Namibia geschafft, so dass wir unser Shuttle suchen konnten. Am Geldautomaten versorgten wir uns mit Bargeld und der Fahrer brachte uns u.a. mit Lotta und Familie nach Ondekaremba. Dort gab es trotz der vorgerückten Stunde ein Abendessen. Danach fielen wir müde ins Bett.
Teil 204. Nov. 2015
06.09.2015
Nach einem guten Frühstück und ein paar Fotos auf Ondekaremba sind wir bereit für unser Abenteuer.


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Mit dem Shuttle ging es 08.30 Uhr zurück zum Flughafen. Bei MTC kauften wir als erstes eine Prepaid Karte, bevor es dann gleich nach nebenan zu Europcar ging. Die Damen am Schalter waren sehr nett und der Papierkram war schnell erledigt. Draußen wartete ein Ford Ranger auf uns- wir waren eigentlich auf einen Hilux eingestellt. Aber gut- der Ford hatte nur 4500 km auf dem Tacho, war also fast noch neu. Bei der Übergabe stellten wir allerdings fest, dass das Schloss der Heckklappenscheibe nicht funktionierte. Leider konnte man das Problem heute am Sonntag trotz langer Diskussion nicht lösen und ein anderes Fahrzeug war nicht verfügbar. Wir sollten nach Bagatelle fahren und morgen Abend würde das Auto dort getauscht werden. Na super- das geht ja gut los. Wir hatten keine Wahl und fuhren nach Anschauen des Sicherheitsvideos los. Ich hatte große Zweifel, ob der Tausch am nächsten Tag funktionieren würde- schließlich sind wir in Afrika. Sollte es nicht wie vereinbart klappen, würden wir die Reparatur aber mit entsprechendem Werkzeug selber hinbekommen. Die ersten Kilometer im Linksverkehr waren schon sehr ungewohnt. Zum Glück war aber am Sonntag in Windhoek nur wenig Verkehr, so dass wir es problemlos zum Superspar schafften. Wie oft allerdings die Scheiben gewischt wurden, weiss ich nicht mehr. Blöder Blinker-warum bist du auch nicht auf der „richtigen“ Seite 😠 . Bis zum Ende der Reise passierte das immer mal wieder und sorgte für einen entsprechenden Lacher oder eine netten Kommentar. Im Spar versorgten wir uns mit Trinken, Obst, Keksen, einem Adapter und Biltong und auch nochmals mit Bargeld. Wir dachten sicher ist sicher- wer weiß, wann die nächste Chance kommt. Der Automat der Windhoek Bank rückte allerdings nichts raus- obwohl ich 2000 N$ eingegeben hatte, sollte ich immer eine Betrag kleiner 3000 eingeben. Muss man nicht verstehen- vielleich arbeitet der Automat am Sonntag ja nicht. Nebenan bei FNB hatten wir keinerlei Probleme und der Bargeldvorrat sollte eine Weile reichen. Nun aber los Richtung Süden. Die Strecke auf der B1 zog sich irgendwie ewig. Ich hatte als Beifahrer ständig das Gefühl im Straßengraben zu landen und rief ständig „nicht soweit links, mehr in die Mitte, fahr langsamer 😮 - obwohl wir nur mit 80-90 km/h unterwegs waren. Die Straßen sind definitiv nicht mit Deutschland vergleichbar- der Asphalt stellenweise total wellig und ohne ordentlichen Fahrbahnrand geht es neben der Straße manchmal ganz schön tief runter. Dann die erste Gravel Road- die Straße war für mein Gefühl nicht wirklich gut, aber Rene´ meisterte die Fahrt ohne Probleme und wir kamen in unserer ersten Lodge an. Wir bezogen unseren Garden Room- leider waren die Chalets schon ausgebucht. Die Zimmer sind von der Austattung her absolut ok, allerdings stellt man sich von der Bezeichnung Garden Room etwas anderes vor, aber Garten und Kalahari passen ja auch nicht wirklich zusammen. Vorteil der Zimmer sind die kurzen Wege- man ist super schnell am Pool oder beim Essen. Wir machten gleich heute den Scenic Drive, da ja morgen abend unser Auto getauscht werden soll, 16.15 Uhr ging es los.


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Wir sahen viele Oryx, Strauße, Gnus, Erdmännchen und Zebras. Am besten gefielen uns allerdings die Giraffen.


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Die Fahrt und die Landschaft war wirklich super schön und mit Sonnenuntergang inklusive Gin Tonic eine super Einstimmung auf die folgenden Tage.

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Das Abendessen an diesem Abend war sehr gut. Es gab Kudu Carpaccio oder Garnelen als Vorspeise, Büffet (das gegrillte Oryx war super lecker) sowie Eis als Nachtisch.
Teil 305. Nov. 2015
07.09.2015
Kurz nach sieben war ich munter, aber wir hatten ja heute nicht viel vor, also keine Eile- es ist Urlaub. Nach dem Frühstück haben wir uns die Gegend um die Lodge in aller Ruhe angeschaut.


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Teil 405. Nov. 2015
08.09.2015
Heute geht es endlich weiter, irgendwie konnte ich es kaum erwarten. Das Frühstück stellte sich als erste Herausforderung heraus. Ich packte Toastbrot in den Toaster, aber nix passierte. Ich drehte an den Reglern, aber der Toast bewegt sich nicht. Irgendwann kam dann ein Mitarbeiter und erklärte mir, dass gerade kein Strom da ist und der Toaster nicht funktionier. Wie peinlich- hätte ich auch selber drauf kommen können. Zum Glück wurden die Omelettes und der Kaffee mit Gas gekocht, so dass der Rest überhaupt kein Problem war. Kurz vor halb neun waren wir startklar für die über 300 km lange Strecke nach Sesriem.
Fazit Bagatelle Lodge: schöne Lodge in traumhafter Umgebung, der Scenic Drive war toll, allerdings hätte ich die zweite Nacht hier nicht gebraucht. Wenn man am ersten Tag nicht so spät ankommt, reicht die Zeit, um die Gegend zu erkunden. Ich wäre am nächsten Tag lieber eine kürzere Strecke gefahren und hätte mir gerne noch eine andere Lodge in einer anderen Umgebung angeschaut

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In Mariental ging es kurz in den Supermarkt und in Maltahöhe tankten wir das erste Mal. Dies ging ohne Probleme vonstatten und die vom Tankwart geputzte Scheibe könnte ich mich auch in Deutschland gewöhnen. Nach Maltahöhe ging es wieder von Asphalt auf Gravel. Auch an diesem Tag konnte ich mich daran noch nicht so richtig gewöhnen. Jedes Mal, wenn uns ein Auto entgegen kam oder wir überholt wurden, war es mir unheimlich durch die riesige Staubwolke,aber bei einigen Autos konnte ich mich auch richtig über die rücksichtslose Fahrweise aufregen 😈 . Ich war froh, als wir gegen 14.00 Uhr im Desert Camp ankamen, obwohl die Landschaft zwischendurch immer wieder schöne Motive bot. Der Empfang an der Rezeption war sehr nett und wir bekamen Nummer 20- das erste Zelt ganz vorn. Zuerst waren wir etwas enttäuscht über die Lage, aber im Nachhinein fanden wir es ideal. Wir hatten dort unsere Ruhe, keiner von den anderen Zelten konnte unsere Terrasse einsehen und von der Straße bekommt man aufgrund der wenigen Autos kaum etwas mit.


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Das Zelt und der Blick in die Landschaft gefiel uns richtig gut und wir stärkten uns mit Brötchen und Biltong. Je länger wir in Namibia waren, desto mehr mochten wir Biltong- man muss sich keinen Kopf über Kühlung oder ähnliches machen und hat immer einen leckeren Snack.
Kurz vor 4 brachen wir auf Richtung Dünen. Der Mann am Tor fragte zweimal, ob wir wirklich noch rein möchten, wir müssten dann für 2 Tage bezahlen. Ja wollten wir, sonst wären wir doch nicht da. Wir wollten das Permit am Schalter bezahlen, wurden allerdings wieder weggeschickt- wir sollten beim rausfahren bezahlen. Also auf Richtung in Richtung Dünen- zum Glück auf Asphalt. Wir hielten als erstes an der Elim Düne. Diese lag zu der Uhrzeit in ungünstigem Licht, so dass wir uns nicht lange aufhielten. An der Düne 45 ließen wir uns dafür richtig Zeit und genossen einfach die Landschaft.

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Viel weiter rein wollten wir heute nicht mehr fahren, so dass wir uns langsam auf den Rückweg machten. Wir sahen Strauße, Oryx, Springböcke und diese Rüppellstrappe...


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…und waren rechtzeitig vor der Schließung wieder am Tor. Vor der Ausfahrt bezahlten wir noch das Permit auch gleich für morgen. Dann ging es zur Sossusvlei Lodge, wo wir uns vom Desert Camp einen Tisch zum Abendessen hatten reservieren lassen. Wir schlenderten etwas durch die Lodge, waren uns aber einig, dass uns das Desert Camp viel besser gefiel 🙂 . Das Essen gab es draußen, viele Vorspeisen standen zur Auswahl und ein riesiges Grillbüffet. Wir probierten Impala, Oryx, Eland, Strauß, Zebra und Warzenschein. Es war gut, dass man viele Sorten probieren konnten, allerdings waren wir von der Zubereitung eher enttäuscht. Wir bestellten alles Medium, aber einige Stücke waren fast noch roh, was uns darin bestärkte, morgen selbst zu grillen. Auch der Geschmack der Nachspeise konnte uns nicht wirklich überzeugen und etwas mehr Licht am Tisch wäre auch gut gewesen. Nach dem Essen machten wir uns auf in unser Camp, wir fuhren dabei ganz langsam, nicht dass uns noch ein Oryx o.ä. vor unser Auto läuft
Teil 506. Nov. 2015
09.09.2015
Unser Wecker klingelte um 06.00 Uhr, wir wollten schließlich gegen sieben am Tor sein. Vorher musste noch der Frühstückskorb in der Sossusvlei Lodge abgeholt werden, der ein ordentliches Gewicht auf die Waage brachte. Wir hielten ein paar Mal für Fotos ...

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...und fuhren dann bis ans Ende der Asphalt Strecke. Rene´ hatte keine Lust Luft aus den Reifen zu lassen (in Wirklichkeit war es wohl eher Angst stecken zu bleiben 😮 ), also nahmen wir den Shuttle. Unterwegs hatte sich tatsächlich ein Auto eingegraben, was ihn in seiner Entscheidung bestärkte.Wir machten uns als erstes auf in Richtung Deadvlei, allerdings nicht ohne zumindest ein Stück die Big Daddy Düne zu besteigen. Die Temperatur war angenehm und es lief sich erstaunlich gut hinauf, trotzdem hatten wir keine Lust bis ganz nach oben. Wir machten unzählige Fotos, bevor es hinab ins Deadvlei ging.

Auch wenn es die Fotos schon zigmal gab- da müsst ihr durch, für uns sind sie ein wichtiger Teil des Urlaubs 😎


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Runter waren wir natürlich schneller allerdings waren die Schuhe hinterher doppelt so schwer und mussten vom Sand befreit werden.

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Kurz nach elf waren wir wieder am Shuttle Parkplatz, leider wollte eine Schweizer Reisegruppe wie wir zum Sossusvlei, so dass wir recht lange warten mussten. Wir schauten uns dann noch etwas im Sossusvlei um, dann ging es zurück zum Auto.

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Jetzt hatten wir uns aber das Frühstück bzw. jetzt eigentlich fast Mittagessen verdient, eine Kleinigkeit hatten wir aber heute früh schon im Zelt gegessen. Der Korb ließ kein Wünsche offen- eine Wurstplatte, Käse, Joghurt, Müsli, Obst, Marmelade, Brot und selbst der Kaffee war noch heiß und es war sogar eine Tischdecke vorhanden. Wir schlemmten ausgiebig und schafften trotzdem nur einen Teil des Inhalts.

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Die Rückfahrt übernahm ich- das erste Mal links fahren 🤩 . Nach ein paar Anfangsschwierigkeiten klappte es gut und wir waren ca. 14.00 Uhr am Sesriem Canyon. Wir stiegen hinab- hier war es angenehm kühl und wir sahen sogar eine Schlange.

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Selber hätten wir sie allerdings nicht entdeckt und danach machte man jeden Schritt viel vorsichtiger, immer hatte man im Hinterkopf, es könnten ja noch mehr hier unten sein. Im Shop in Sesriem kauften wir Grillkohle, Trinken und Ketchup für unseren Grillabend, an der Rezeption des Desert Camp gaben wir unsere Bestellung für das Fleisch ab. Den restlichen Nachmittag ließen wir es gemütlich angehen und schrieben, tranken Kaffee und freuten uns über unseren Ausblick.

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Am Abend wurde unser Fleisch geliefert, Rene´ hatte bei der Bestellung Angst, dass er nicht satt wird und so hatten wir 400 g Impala, 200 g Oryx und 200 g Bratwurst. Das sollte wohl reichen 😄 . Das Grillen klappte ohne Probleme und so konnten wir schnell essen.

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Geschafft haben wir natürlich nicht alles, aber das Fleisch war sehr lecker. Wir genossen die Stille, den Sternenhimmel und irgendwann bekamen wir Besuch von 2 Füchsen. Sie rochen das restliche Fleisch. Der Kleinere wartete geduldig und sah dabei so niedlich aus, dass wir es nicht fertig brachten, ihm kein kleines Stück zu geben- auch wenn man das natürlich nicht tun sollte.

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Teil 608. Nov. 2015
10.09.2015
Wir waren Punkt 6.00 Uhr munter und genossen einen schönen Sonnenaufgang.

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Nachdem wir zusammen gepackt haben, ging es zur Sossusvlei Lodge zum Frühstück, wo wir uns richtig Zeit ließen. Gegen acht waren wir startklar für die 345 km lange Strecke bis Swakopmund. Irgendwie machte mir die Gravelroad im Gegensatz zu den vorherigen Tagen heute überhaupt nichts mehr aus- der Mensch gewöhnt sich halt an alles 😎 . Die Landschaft unterwegs war abwechslungsreich und wir sahen auch einzelne Köcherbäume.

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Unser erster längerer Halt war in Solitaire- wir wollten und doch den Apfelkuchen nicht entgehen lassen. Das Frühstück war ja noch nicht allzu lange her, so dass wir uns ein Stück teilten- zum Glück, die Hälfte war vollkommen ausreichend. Allerdings versuchten die Spatzen auch etwas abzubekommen, aber nicht von uns, dafür schmeckte der Kuchen zu gut und die Krümel waren ja auch noch da.

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Wir schauten und noch ein wenig um, versorgten unser Auto mit Benzin und weiter ging es.

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Die Landschaft veränderte sich immer wieder und bot schöne Ausblicke. Wir hielten ein paar Mal zwischen dem Gaub Canyon und Kuiseb Canyon.

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Nach dem Kuiseb Canyon war die Strecke total öde, aber die Straße war in einem guten Zustand. Der Vogelfederberg bot ein bißchen Abwechslung.

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Gegen 14.00 Uhr waren wir in Walvis Bay, wo wir an der Lagune Flamingos sehen wollten. Nach dem Aussteigen gab es einen kleinen Schock- es war richtig kalt und ungemütlich.

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Also nach kurzer Zeit wieder rein ins Auto- Flamingos kann man auch aus dem warmen Auto heraus beobachten. Wir fuhren dann weiter am Salzwerk vorbei- ich wollte doch so gerne Flamingos im Flug fotografieren, aber die Vögelchen wollten nicht so wie ich. Wenn ich hinschaute flog keiner der Flamingos, habe ich mich kurz umgedreht- kamen sie angeflogen 🤩 😠 . Irgendwann hatte ich sie so einigermaßen erwischt und ich gab ich auf und wir fuhren weiter nach Swakomund. Für Vogelfotografie habe ich einfach nicht die nötige Geduld, obwohl Flamingos in rauhen Mengen ja eigentlich gute Übungsobjekte darstellen- aber die Kooperationsbereitschaft der Vögel in Walvis Bay ließ schon zu wünschen übrig 😉

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Unsere Unterkunft das Central Guesthouse fanden wir sofort und wurden nett begrüßt. Die Zimmer waren vollkommen in Ordnung und nach einem Kaffee waren wir bereit zur Stadterkundung. Als erstes wollten wir Geld abheben, aber die Windhoek Bank ruckte mal wieder nichts heraus, bei der Standard Bank sowie FNB ging es ohne Probleme. Dann mussten wir natürlich ans Meer, aber durch den Wind war es saukalt, so dass wir es nicht lange aushielten. Wir drehten um und holten unsere Windjacken aus der Unterkunft. Zwischenzeitlich hatten die meisten Geschäfte schon geschlossen-bereits um 17.00 Uhr machen viele Feierabend 😮 . Also schlenderten wir etwas enttäuscht durch Swakop und drückten und die Nase an den Schaufenstern platt. Zum Abendessen war ein Tisch in Kückis Pub reserviert. Das Restaurant gefiel uns sehr gut und das Essen kam zügig- zum Glück, wir hatten bei mächtig Hunger. Mein Steak sowie der Springbock waren sehr lecker und preislich absolut in Ordnung. Gut gestärkt gingen wir in die Unterkunft zurück. Wir hatten uns vorher versichert, dass wir in Swakop auch abends ohne Probleme laufen können und hatten dabei auch überhaupt kein komisches Gefühl.
Teil 713. Nov. 2015
11.09.2015
Wir waren pünktlich um 8.00 Uhr abfahrbereit für unsere Wüstentour. Wir wurden von unserer Unterkunft abgeholt und mit 4 weiteren Gästen ging es los. Unser Guide erklärte uns als erstes die Besonderheiten der Wüste und Dünen in Namibia sowie die Geschichte von Swakopmund, was sehr interessant war. Danach hieß es aber Tiere suchen. Wir sollten pfeiffen 😗 , wenn wir etwas Interessantes sehen, aber außer Sand war für uns absolut nichts zu erkennen 😮 . Unser Guide (den Namen habe ich leider vergessen) rannte die ganze Zeit hin und her bis er uns heranrief. Er hatte sich zwischenzeitlich ein ganzes Stück entfernt und hatte eine Schlange im Sand entdeckt, die aber eingebuddelt und anfangs kaum zu erkennen war. Er erklärte uns alles und wir konnten dann in Ruhe fotografieren.

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Wir fuhren weiter durch die Dünen und auch das nächste Tier war eine Schlange, die sich auf einem Stein getarnt hatte.

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Natürlich durfte auch das Chamäleon nicht fehlen, dass aber zum Fressen animiert werden musste.

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Die mitgebrachten Mehlwürmer waren scheinbar nicht nach seinem Geschmack, so dass unser Guide fliegen fangen musste. Diese sind scheinbar viel leckerer und das kleine Tierchen zeigte uns sein Zunge und wir konnte es lange beobachten.

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Das nächste Tier, was ausgebuddelt wurde, war ein Palmato Gecko, der nicht lange in die Sonne durfte.

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Unser Guide ging ganz vorsichtig mit ihm um und schützte es bei der Fotosession vor der Sonne. Dann durfte es sich wieder in den Sand verkriechen und man merkte dabei, dass unserem Guide die Tierchen sehr am Herzen liegen, denn es gab noch Hilfestellung in Form von Wasser.

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Jetzt kam die Shovel-Snouted Eidechse dran, die unserem Guide am Finger hing.

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Nach diesen kleinen Tierchen sah man die Wüste mit ganz anderen Augen und suchten nach entsprechenden Spuren. Natürlich wurden uns auch die entsprechenden Pflanzen erklärt und wir entdeckten selber Tiere (wenn auch nicht die ganz, ganz Kleinen).

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Allerdings stellte sich wenig später heraus, dass das Vögelchen fast immer dort im Busch sitzt und regelmäßig gefüttert wird. 🤪

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Wir genossen die Zeit in der Wüste...

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...und hatten zum Schluss noch Glück einen Skorpion zu finden,...

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...aber auch der Käfer war nett anzusehen.

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Wir hatten bei Batis Birding Safari gebucht und fanden die kleine Gruppe mit nur einem Fahrzeug super angenehm. Unterwegs begegneten wir den bekannteren Anbietern, die jeweils mit 3 Fahrzeugen unterwegs waren. Durch die kleinere Gruppe hatte wirklich jeder ausreichend Zeit um die Tiere zu betrachten und Fotos zu machen. Kurz nach 13 Uhr waren wir wieder zurück in Swakopmund, so dass wir heute genug Zeit hatten, die Stadt zu erkunden. Als erstes gingen wir ins Village Cafe´ und aßen dort eine Kleinigkeit. Das Essen war richtig lecker, die Bedienung war super drauf und auch der Innenhof gefiel uns ausgesprochen gut. Für Swakopmund hatte ich mir notiert, dass es sinnvoll ist, eine Karte von Etosha zu kaufen . Also auf zum Buchladen. Hier war genügend Auswahl an Karten mit den entsprechenden Tieren des Parks. Zum Glück hatten wir daran gedacht, denn später in den ersten 2 Tage im Etosha war nichts entsprechendes zu bekommen. Wir hielten uns lange im Buchladen auf, schon komisch, wenn es soviele Sachen auf Deutsch gibt. Natürlich war auch etwas Sightseeing angesagt, wir schauten uns die wichtigsten Punkte der Stadt an, aber irgendwie ist der Funke hier nicht wirklich übergesprungen. Uns gefällt in Namibia die Natur viel, viel besser als die Städte 🙂, aber da sind wir wahrscheinlich überhaupt keine Einzelfälle 🤪

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Am Abend ging es wieder in Kückis Pub, da 3 andere Restaurants, wo wir angefragt hatten, schon ausgebucht waren. Auch in Kückis Pub war es voll und ohne Reservierung hätten wir hier ebenfalls keinen Tisch bekommen. Wir aßen wieder gut und hatten dann noch Zeit im Guesthouse ein paar Fotos zu sortieren und uns mit anderen Gästen über deren Erlebnisse zu unterhalten. Irgendwie ist uns dort erst aufgefallen, dass gefühlt nur Deutsche oder Schweizer in Namibia auf Reisen waren, jedenfalls jeder, den wir in den Unterkünften trafen, sprach deutsch.

Fazit Central Guesthouse- gute Unterkunft, ordentliches Frühstück, zentrale Lage- alles zu Fuß erreichbar
Teil 815. Nov. 2015
12.09.2015
Nach dem Frühstück mussten wir unser Auto noch volltanken und machten uns dann auf der B2 in Richtung Spitzkoppe. Auf Asphalt ging es zügig voran, bis wir von einer Polizeistreife, die am Rand standen, angehalten wurden 😮 . Wir waren ziemlich skeptisch, da wir ja schon einiges Negatives gelesen hatten. Die Polizistin wollte den Führerschein sehen, lief um unser Auto herum, notierte das Nummernschild- das war alles. Sie wünschte uns noch einen schönen Urlaub und wir konnten weiterfahren. Nach einiger Zeit hieß es dann wieder auf Gravel abzubiegen und wir wurden bis zur Spitzkoppe stellenweise ganz schön durchgerüttelt. An der Spitzkoppe zahlten wir das Eintrittsgeld und waren erstaunt über die vielen Menschen und Autos 🤩 . Es stellte sich heraus, dass dort ein Rennen stattfand. Es waren viele Läufer und Fahrradfahrer unterwegs und die Campingplätze waren mit Menschenmassen belegt. Es war interessant zu sehen, was manche Familien für ein Campingequipment hatten- da fehlte es einigen wirklich an Nichts.

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Wir fuhren die wichtigsten Punkte an, kraxelten ein bisschen auf den Felsen herum, aber durch die vielen Leute fehlte natürlich die Ruhe, die wir uns hier an diesem schönen Platz gewünscht hätten.

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Obwohl wir eine gefühlte Ewigkeit warteten, war diese Gruppe nicht zum Aufstehen zu bewegen 😈
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Na was soll´s, von der anderen Seite sind sie auf dem Foto nicht zu sehen 😛

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Auch ein paar Tierchen konnten wir sehen

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Nach ca. 1,5 Stunden nahmen wir Abschied von der Spitzkoppe und fuhren weiter Richtung Hohenstein. Trotz der vielen Menschen hat es sich gelohnt, die Spitzkoppe zu besuchen und wenn wir nochmal in die Gegend kommen, würden wir dort gerne campen- allerdings ohne "Menschenmassen".

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Wir wurden dort nett begrüßt und uns wurde unser Bungalow gezeigt. Die Zimmer waren richtig schön und auch die Terrasse war wunderbar, allerdings war das Wetter heute unerträglich. An der Spitzkoppe waren uns die Temperaturen noch gar nicht so aufgefallen. Auf Hohenstein war es richtig heiß und ziemlich windig, so dass man das Gefühl hatte, ständig von einem heißen Fön umgeben zu sein. Also war relaxen angesagt, da wir heute nichts mehr geplant hatten. Wir wollten gerne eine Sundowner Fahrt machen, dies war aber leider nicht möglich, da der Guide bereits zu einer anderen Tour gebucht war.

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Am späteren Nachmittag machten wir uns dann zu einer kleinen Wanderung auf, um wenigstens etwas von der schönen Umgebung zu sehen. Die Lodge hat ausgeschilderte Wanderwege und wir hofften, ein paar Tiere zu sehen.

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Die Wege waren komisch beschildert, kein einziges Tier ließ sich blicken und richtig heiß war es immer noch. Was also tun- natürlich die Wanderung abkürzen, so dass wir bereits nach 1 Stunde wieder an der Lodge waren. Hier genehmigten wir uns ein kühles Bier um unsere Betriebstemperatur abzukühlen. Auf der Lodge gab es auch einen Vogelbeobachtungsplatz, zu dem wir uns dann aufmachten. Neben einer Wasserstelle ist ein Unterstand gebaut, wo man sich hinsetzen konnte, ohne dass einen die Tierchen gleich sehen. Wir warteten und warteten und irgendwann kamen dann tatsächlich auch ein paar Vögel 🙂 . Es gibt ja in Namibia wirklich wunderschöne Vögel und was sahen wir hier? Tauben, nichts als Tauben 🙁 . Es kamen unterschiedliche Taubenarten, aber Tauben sind Tauben, so dass es hiervon auch nur diese eine Foto gibt. Ich fahre doch nicht nach Namibia um Tauben zu fotografieren 🤩 .

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Der Sonnenuntergang entschädigte uns dann etwas.

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Auf dem Rückweg hatte wenigstens ein Tier mit uns Erbarmen- wir sahen ein kleines Steinböckchen. Auch wenn die Qualität nicht die Beste ist- wir haben unseren Sichtungserfolg sogar fotoografisch festgehalten!

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Das Abendessen war da schon wesentlich besser als die Tierbeobachtung. Der Salat zur Vorspeise war richtig lecker, als Hauptspeise gab es Oryx am Spieß- auch super und auch die Birnen in Rotwein zum Nachtisch waren lecker. Das Managerpaar kümmerte sich persönlich um jeden Gast und gab uns auch mehrere gute Hinweise. Wir genossen den sehr warmen Abend bei Rotwein auf der Terrasse des Restaurants und tauschten mit einigen anderen Gästen die Namibia Erfahrungen aus. Gegen 22 Uhr war Schlafenszeit und wir versuchten bei den Temperaturen einzuschlafen, eine Klimaanlage hätten wir uns an diesem Tag wirklich gewünscht.

Fazit Hohenstein Lodge: sehr schöne Zimmer, schöne Umgebung, bisher das beste Abendessen unserer Reise. Das Managerpaar kümmert sich sehr um das Wohlergehen der Gäste. Wir waren allerdings enttäuscht, dass der Sundowner Drive nicht möglich war
Teil 921. Nov. 2015
13.09.2015
Wir genossen am frühen Morgen die Stimmung auf unserer Terrasse, aber leider begann der Morgen so wie der Abend vorher - wir sahen keine Tiere 🙁 . Also machten wir uns auf zum leckeren Frühstück. Danach sprachen wir mit einem Reisenden, der insgesamt 9 Nächte auf der Lodge war, ich wüsste ehrlich gesagt nicht, was ich so lange in der Gegend machen sollte. Für uns ging es heute schon weiter, auch wenn wir es sicher noch eine Nacht auf Hohenstein ausgehalten hätten. Wir hatten nur eine kurze Fahrstrecke bis zu unserem Zwischenziel zu fahren.

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Die Fahrt ging durch eine schöne Landschaft bis zum San Dorf bei der Omandumba Farm. Das Dorf ist gut ausgeschildert zwischen Felsen angelegt und als wir vorfuhren, rannten spielende Kinder in westlichen Klamotten hinter einen großen Felsen. Es dauerte nicht lange und die gleichen Kinder kamen jetzt in traditioneller Kleidung auf uns zu, kurze Zeit später kamen auch die Erwachsenen. Wir waren an diesem Tag die ersten Besucher, so dass die San vorher noch nicht ihre „Arbeitskleidung“ angelegt hatten 😉 . Man erklärte uns die möglichen Führungen und wir entschieden uns für einen Kurzbesuch (50 N$ p.P.). Zu Beginn wurde uns gezeigt wo und wie die San ursprünglich lebten. Dazu gehörte die Erklärung, wie die Hütten gebaut und Fallen zum Jagen aufgestellt werden.

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Dann kam das Anzünden eines Feuers dran, wo scheinbar auch die San Kinder gerne zusehen.

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Mit Pfeil und Bogen konnten wir uns im „Jagen“ versuchen, bevor uns gezeigt wurde, wie die Frauen aus Straußeneiern Schmuck herstellen. Zum Abschluss wurde für uns noch gesungen und getanzt.

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Der Besuch hat sich auf jeden Fall gelohnt, allerdings kamen wir uns am Anfang vor wie Gaffer und ich traute mich kaum, ein Foto zu machen. Klar hatten wir dafür bezahlt, aber ein komisches Gefühl war dabei. Ich hatte im Vorfeld allerdings gelesen, dass die Menschen durch solche lebenden Museen das Wissen um die alte Lebensweise bewahren können, so dass wir versuchen die Vorführungen mit anderen Augen zu betrachten. Weiterhin haben damit hoffentlich auch einige Familien ein Einkommen, wir haben daher auch noch etwas Schmuck gekauft, in der Hoffnung, dass es an der richtigen Stelle angekommen ist.

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Weiter ging es dann bis Omaruru, wo wir unsere Vorräte und den Tank auffüllten. Wir entschieden uns, ein Stückchen Asphalt bis Kalkfeld zu fahren, verpassten dort aber die richtige Abfahrt. Also fuhren wir weiter bis zur D2418, was auch zeit- und kilometermäßig keinen Unterschied machte. Die Strecke fuhr sich richtig gut und wir kamen gut voran. Die Landschaft hatte sich verändert, es gab keine schönen Steinformationen mehr, sondern nur noch Buschsavanne.

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Vereinzelt waren Hütten oder Farmen zu sehen. Alles wirkte hier wie ausgestorben und wir begegneten bis zu den Ugab Terrassen nur zwei Autos. Nach der Einfahrt zur Vingerklip Lodge sahen wir von der Straße aus Giraffen- endlich wieder Tiere 🙂 🙂 🙂 Da sie nah am Zaun waren, konnten wir sie einige Zeit gut beobachten.

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Wir hatten nur noch ein ganz kleines Stück zu fahren, bevor wir die Ugab Terrace Lodge von unten sahen- das sieht doch schon mal vielversprechend aus 😎

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Die Anfahrt ging steil nach oben, aber unser Ranger schaffte das natürlich problemlos. Wir bekamen gleich Haus Nummer 1, so dass wir immer einen kurzen Weg hatten, von den Häusern auf dieser Seite sieht man den Sonnenaufgang, von der anderen Seite den Sonnenuntergang.

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Der Ausblick war super, obwohl es leider sehr diesig und windig war.


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Wir genossen die Terrasse, tranken Kaffee und schwitzten. Es war wieder ziemlich heiß, unterwegs hatte das Thermometer 38 °C angezeigt und heute morgen war die Temperatur innerhalb von 30 Minuten von 18 auf 28 °C gestiegen 🤩 . Wir überlegten, in den Pool zu gehen, allerdings sah der aus der Nähe betrachtet nicht wirklich einladend aus. Schade- müssen wir also weiter schwitzen 🙁 . Zum Glück entdeckten wir von der Restaurantterrasse mit dem Fernglas wieder die Giraffen, die wir ausgiebig beobachteten.

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Auch am Wasserloch unterhalb der Lodge stellten sich mit dem Sonnenuntergang nach und nach ein paar Tiere ein, wir sahen Warzenschweine, Springböcke und ein relativ große Herde Kudus, allerdings war es für vernünftige Fotos zwischenzeitlich schon zu dunkel. Wir ließen den Abend bei einem leckeren Rotwein und gutem Essen in aller Ruhe ausklingen. Dann ging es in die heiße Hütte und auch der Ventilator brachte überhaupt keine Abkühlung. Erschwerend kam hinzu, dass der Wind ordentlich sein Unwesen trieb 🤩 . Anfangs zuckte ich bei jedem Knacken zusammen und dachte, es käme jemand vorbei. So falsch lag ich dabei gar nicht mit meiner Vermutung, denn plötzlich sah ich noch einen Lichtschein. Vorsichtig ging ich zum Fenster um nachzuschauen- es war der Angestellte der Lodge, der abends regelmäßig seinen Rundgang machte. Also wenn ihr dort auch mal übernachtet- es sind keine Gespenster, die dort ihr Unwesen treiben 😄 .
Teil 1022. Nov. 2015
14.09.2015
Für heute ist ein ruhiger Tag geplant und wir könnten im Urlaub mal ausschlafen. Das funktioniert aber nur theoretisch, denn Frühstück gibt es in der Lodge nur bis 08.30 Uhr. Wir lassen uns beim Frühstück richtig Zeit und lassen danach die tolle Landschaft auf uns wirken. Am frühen Morgen sind die Felsen der Umgebung klarer zu erkennen. Die Lodge hat einige Vogeltränken aufgestellt und da herrscht im Moment Hochbetrieb. Zum Glück gibt es diesmal nicht nur Tauben, sondern auch Glanzstare und jede Menge Rosenköpfchen 🙂 .

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Teil 1122. Nov. 2015
Wir beobachten die Vögel eine ganze Weile und erkunden danach die Umgebung

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An der Rezeption fragen wir nach möglichen Aktivitäten. Von der Besitzerin bekommen wir die Empfehlung zur Vingerklip Lodge zu fahren und dort den Tag zu verbringen oder nach Twyfelfontein zu fahren. Am späten Nachmittag könnten wir dann noch Zeit am Pool verbringen. Häh 🤩 - was sind denn das für Tipps? 😈 Auf der Homepage wird mit allen möglichen Aktivitäten geworben und wir sollen auf die Nachbar Lodge fahren. Das müssen wir nicht verstehen. Überhaupt herrscht heute eine komische Stimmung auf der Lodge. Gestern, als die Angestellten unter sich waren, herrschte eine positive Atmosphäre, die Leute waren locker und super nett drauf. Heute war das Besitzer- oder Managerpaar schon beim Frühstück anwesend und es herrschte ein komplett andere Stimmung. Die Angestellten waren verkrampft und wir bekamen ein paar Gesprächsfetzen zwischen Manager und Angestellten mit, die nicht gerade auf ein gutes Arbeitsklima schließen lassen. Schade, aber so etwas bleibt natürlich auch bei den Gästen nicht unbemerkt. Also machten wir uns aus dem Staub und fuhren zur Vingerklip Lodge. Wir hatten als Nicht- Gäste 10 N$ Eintritt zu zahlen und konnten dann auf das Gelände.

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Wir kraxelten als erstes zum Vingerklip und genossen die Stille um uns rum.

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Wir waren lange Zeit die einzigen an der Felssäule und als die nächsten Besucher kamen, machten wir uns auf den Weg zur Lodge. Natürlich mussten wir auf das Plateau des Eagles Nest Restaurants hinauf. Wir hatten einen genialen Blick auf die Umgebung und die Wasserstelle der Vingerklip Lodge.

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Hier wurden gerade die Tiere gefüttert und viele Kudus, aber auch Pferde ließen sich das Futter schmecken.

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Wir verbrachten eine ganze Menge Zeit auf der wirklich schönen Vingerklip Lodge, aßen eine Kleinigkeit zum Mittag und nutzten das WLAN, um wieder einige Bilder nach Hause zu senden. Auf der Ugab Terrace Lodge hätte man für das WLAN noch zahlen müssen- unseres Erachtens gehört so etwas heute zum Service dazu. Am Nachmittag fuhren wir zu unserer Lodge zurück und entspannten den restlichen Tag. Der negative Eindruck wurde auch am Nachmittag nicht besser, zum Kaffee gab es den gleichen Kuchen wie gestern. Dies ist sicher grundsätzlich kein Thema, aber bei über 30 Grad und mit einer Glasur, die an an Buttercreme erinnert, setzt man Gästen einen Kuchen nicht zweimal vor 😠 . Auch das Abendessen war kein Vergleich zu gestern, man hatte das Gefühl, dass die Angestellten ständig Angst hatten, einen Fehler zu machen.

Den Sonnenuntergang vorher haben wir aber auf jeden Fall genossen.

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Fazit Ugab Terrace Lodge: Uns hätte hier eine Übernachtung vollkommen ausgereicht. Die Lage ist genial und die Ausstattung der Häuser gut, aber am zweiten Tag fühlten wir uns hier im Gegensatz zum ersten Tag überhaupt nicht wohl, allerdings ist dieser Eindruck natürlich rein subjektiv.
Teil 1212. Dez. 2015
15.09.2015
Heute sollte esd in den Etosha gehen, so dass wir schon 07.30 Uhr startklar waren. Es fuhr sich recht zügig und in Kamanjab füllten wir den Tank auf und kauften nebenan im Shop ein paar Kleinigkeiten. Am Straßenrand sahen wir die ersten Giraffen und die Vorfreude auf viele weitere Tiere stieg.

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Teil 1312. Dez. 2015
Erstaunt waren wir über die herrschenden Straßenverhältnisse auf dem weiteren Weg Richtung Etosha- die besten bisher auf unserer Reise. An die Namibia Erfahrenen daher die Frage, warum gerade dort die Straßen so gut sind- liegt es an den Einnahmen durch den Nationalpark, haben sich hier auch die Chinesen eingekauft oder gibt es einen anderen Hintergrund? Da sich die Straße wohl so schön fuhr, musste ich laut Stopp schreien, sonst hätte mein Mann glatt die Einfahrt zum Nationalpark verpasst 😉 . Wir registrierten uns beim Officer und bezahlten im Nebengebäude die Eintrittsgebühren und starteten 10.30 Uhr zu unserer ersten Pirschfahrt im Etosha. Wir fuhren viele Kilometer und sahen absolut nichts 🙁 . Es war heiß und die Büsche nahmen einem die Sicht. Dann endlich die ersten Tiere- wir sahen ein paar Springböcke und Zebras.

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Teil 1412. Dez. 2015
Bald danach erreichten wir das erste Wasserloch und das war einfach nur 🤩 🙂 🙂 🙂 . So viele Tiere auf einer Stelle und von allen Seiten kamen neue- wir sahen Zebras, Gnus, Springböcke, Kudus und Warzenschweine. Das nächste Wasserloch (Jakalswater) war noch besser- hier waren auch Strauße und mehrere Giraffen. Wir standen recht lange am Wasserloch und beobachteten das Treiben.

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Teil 1512. Dez. 2015
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Wir fuhren weiter bis Olifantsrus, wo wir dann in Richtung Dolomite abbogen. Leider kann ich nicht mehr richtig nachvollziehen, von welchem Wasserloch welches Foto stammt, toll fanden wir jedes Wasserloch in der Gegend.

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Am letzten wurden wir noch auf Löwen aufmerksam gemacht, die faul im Schatten lagen. Wir hätten sie selber nicht entdeckt, obwohl wir lange am Wasserloch standen- aber wir schauten nur in Richtung des Wasserlochs und nicht hinter uns 😐 . Egal- zum Glück gibt es freundliche Autofahrer und wir waren froh, dass wir gleich am ersten Tag Löwen sehen konnten.

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Allerdings hatten die 3 aber überhaupt keine Lust sich zu bewegen, so dass wir uns nach einer Weile aufmachten in Richtung Camp. Kurz vor der Einfahrt lief uns aber noch dieser hier über den Weg:

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Teil 1612. Dez. 2015
Das Camp liegt schön am Hang, allerdings muss das Auto unten geparkt werden.

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Das Gepäckfahrzeug fuhr gerade los als wir ankamen, so das wir warten mussten. Wir warteten und warteten und nichts passierte 😠 . Nach einer gefühlten Ewigkeit machte ich mich zu Fuß auf zur Rezeption, von wo aus dann das Fahrzeug zum Parkplatz gerufen wurde. Unsere Hütte gefiel uns richtig gut und es war auch alles in Ordnung. Wir hatten Nummer 15 ziemlich weit hinten auf der rechten Seite.

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Wir kochten uns einen Kaffee und genossen die tolle Aussicht. Man konnte viele Tiere erkennen- Giraffen, Kudus, eine Pavianfamilie und auf den Felsen viele Dassies.

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Der Sonnenuntergang fand nicht auf unserer Seite statt, trotzdem schmeckte uns das Savanna in dieser Umgebung umso besser 🙂

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Danach ging es zum Abendessen. Wir können über das Essen nichts negatives sagen, uns schmeckte der Springbock an diesem Abend gut- vielleicht hatten wir Glück mit dem Koch. Mit weiteren Gästen am Tisch ergab sich ein interessantes Gespräch, so dass wir den Abend in guter Erinnerung behalten. Das Shuttle brachte uns zu unserer Hütte, da man im Camp im Dunkeln nicht mehr alleine unterwegs sein soll. Auf der Terrasse lauschten wir noch lange der wunderbaren Geräuschkulisse.
Teil 1713. Dez. 2015
16.09.2015

Voller Tatendrang waren wir wie immer in diesem Urlaub zeitig munter, aber erst wir wollten doch noch den Sonnenaufgang vom Bett aus genießen.

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Danach ging es ab zum Frühstück und gestärkt räumten wir unsere Sachen zusammen und wollten das Shuttle rufen. Plötzlich fing Rene´ ohne ein Wort zu sagen hastig zu suchen an. Er wühlte die kompletten Rucksäcke durch, bevor er mir sagte, dass der Autoschlüssel nicht da sei 🤩 . Farbe hatte er zu diesem Zeitpunkt schon keine mehr im Gesicht. Also erst mal runterkommen und ruhig bleiben. Jetzt musste ich mich natürlich an der Suche beteiligen und stellte die üblichen Fragen. Wann hattest du den Schlüssel das letzte Mal? Wo hast könntest du ihn hingetan haben? Als Antwort bekam ich dann, dass er gestern beim Warten auf dem Parkplatz herausgefallen sein könnte. Na das war doch die Antwort, die ich mir erhofft hatte 😠 . Wir suchten alles in der Hütte durch und ich durchwühlte nochmals die Rücksäcke. Was fand ich- den Autoschlüssel. Wer in diesem Moment an unserer Hütte vorbeiging, hörte wahrscheinlich, wie uns ein ganz großer Stein vom Herzen fiel 🙂 . Wir nahmen uns nach dieser Aktion vor, immer genau auf den Schlüssel zu achten. Jetzt wollten wir aber los, die Tiere warteten. Das Shuttle kam auch zügiger als gestern und beim Einsteigen ins Auto konnten wir über unsere Suche auch herzhaft lachen. Mal sehen, was der Tag bringt. Wir fuhren los, aber heute morgen rannten alle erst einmal vor uns weg 😐


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Dieses kleine Kerlchen hatte dann allerdings die Ruhe weg.

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Unser heutiges Ziel war Okaukuejo und wir fuhren auf der Strecke die Wasserlöcher ab, die auch meistens gut besucht waren.
Teil 1813. Dez. 2015
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Teil 1913. Dez. 2015
Zebras könnte ich irgendwie stundenlang beobachten

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Teil 2013. Dez. 2015
Aber auch bei den Elefanten verbrachten wir lange Zeit.

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Platz da, wir kommen.
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Planschen macht doch soviel Spaß
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