Volontariat/ Praktikum in Namibia

37 Antworten · 10,3k Aufrufe · gestartet 17. Sept. 2015 von Kathi90210
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33,1k Beiträge · seit 200618. Sept. 2015 · #21
Hi Otji,
Wobei ich weiß, dass Angelina Jolie da einen riesigen Batzen Geld investiert hat, nicht nur für Zäune.
das war/ist für Naankuse, nicht für Harnas. Naankuse wird von der Tochter der Harnas-Besitzer zusammen mit ihrem Mann betrieben. Da sollen wohl bis zu 10 Millionen US$ "geflossen" von Jolie-Pitt geflossen sein. Das Geld wird aber scheinbar streng über einen Trust verwaltet.

Viele Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
545 Beiträge · seit 200618. Sept. 2015 · #22
Hi,

ich habe diese "Projekte" eigentlich nur schmunzelnd und als Gewinnmaximierung eingestuft.
Das es dort aber so schräg abgeht, lässt mich nur am gesunden Menschenverstand der "Teilnehmer" zweifeln.
Wenn ich mal bedenke man arbeitet und zahlt zwischen 4-500 € pro Woche (ergo im Monat zwischen1600 und 2000.-€),
dafür muß man (Facharbeiter) in Deutschland mindestens einen Monat hart arbeiten.
Was sind das nur für seltsame Menschen, die freiwillig ins "Lager" gehen und dafür auch noch einen Haufen Geld zahlen.

Nachdenkliche Grüße
Themenstarter19 Beiträge · seit 201518. Sept. 2015 · #23
Hallo Otji, vielen vielen Dank für deine ausführliche Stellungnahme 😁 Ich hab sie jetzt schon zwei mal durchgelesen und ja was soll ich sagen... Wie Burschi auch schon gesagt hat, jeder der mit einem vernünftigen Menschenverstand die TV-Erstattung schaut, sieht zumindest in Teilen, was auf Harnas im Argen ist und nicht wie dargestellt wird!! 😐

@ Eintracht: Ich teile deine Einstellung auch vollkommen! Ich bin selber bereit für ein Praktikum (Volontriat) einen Anteil zu zahlen, es muss sich jedoch alles im Rahmen bewegen... 😕
2003 - 4 Wochen Selbstfahrer Namibia *** 2017 - (hoffentlich) 3 Wochen Camping Namibia *** ...
663 Beiträge · seit 201518. Sept. 2015 · #24
Die Berichte sind wirklich erschreckend. Das sich der Direktor der Wilhelma dafür hergibt, unglaublich.

Was ich mir allerdings als Frage stelle beim Lesen: Ist es Absicht oder ist es der Inhaberin einfach komplett über den Kopf gewachsen und sie bräuchte am dringendsten erst einmal selbst professionelle Hilfe? Ich könnte mir vorstellen sie weiß selbst nicht mehr wo vorne und wo hinten ist, will dieses Lebenswerk aber nicht auch noch verlieren nachdem sie Mann und Sohn verloren hat.

Unabhängig von der Frage sollte man sich aber davor hüten dort anzufangen wenn man das so liest..
392 Beiträge · seit 200818. Sept. 2015 · #25
travelNAMIBIA schrieb:Hi Otji,
Wobei ich weiß, dass Angelina Jolie da einen riesigen Batzen Geld investiert hat, nicht nur für Zäune.
das war/ist für Naankuse, nicht für Harnas. Naankuse wird von der Tochter der Harnas-Besitzer zusammen mit ihrem Mann betrieben. Da sollen wohl bis zu 10 Millionen US$ "geflossen" von Jolie-Pitt geflossen sein. Das Geld wird aber scheinbar streng über einen Trust verwaltet.

Viele Grüße
Christian
Hi Christian,

auch für Harnas ist Geld geflossen, das weiß ich sicher. 😉 Ich war auch beim Haus von den Beiden auf Harnas. 🙂

Ich weiß auch, das Naankuse (mit Marlice) ein großer Profiteur ist. Das alles kommt aber den Volontären überhaupt nicht zu Gute.

@ Eintracht

Wenn man selbst nicht dagewesen ist, weiß man ja erst mal nicht sooo viel über Harnas, sondern verlässt sich auf die Erzählungen von anderen Volontären (die natürlich größtenteils schwärmen). Bevor die doofe Serie ins Fernsehen kam, wurde eine DVD-Box produziert, die ich auch im Regal stehen habe. Eine der Charaktere kenne ich persönlich sehr gut, und habe von anderer Stelle gehört, dass denen ihre Dialoge, Streitigkeiten, etc. vorgegeben wurden. Ich weiß, dass die damals einen Esel schwarz-weiß angemalt haben, das soll auch von den Produzenten vorgegeben worden sein. Die Dialoge kamen mir schräg vor, und auch teilweise ziemlich dümmlich, allerdings ist einfach das Pfund, womit Harnas wuchern kann, die wunderschöne Landschaft und natürlich der Kontakt mit den Tieren! Und das ist auch, was die Meisten anzieht. Wann sonst bekommt man die Gelegenheit, mit Löwen etc. auf Tuchfühlung zu gehen?

Was Marieta angeht, möchte ich mir kein Urteil erlauben, ob sie psychologische Hilfe braucht oder nicht. Von der Leitung der Farm allerdings könnte sie meiner Meinung nach gut Hilfe brauchen, weil es einfach so ist, dass sich das System mit den Coordinators, Group Leaders, etc. verselbstständig hat und außer Kontrolle ist. Wenn die Leute, die eigentlich die Neuankömmlinge einarbeiten sollen, erst mal nichts für einen übrig haben und einen auch noch blöd angucken/anmachen, dann läuft was falsch. Die Berichte sollten eigentlich mal der Familie van der Merwe zugesteckt werden (ich weiß, dass Jo gut deutsch spricht und die Aussagen sicherlich verstehen würde). So sollte es nicht weitergehen, selbst wenn der Rubel rollt.

LG

Otji
Schläft ein Lied in allen Dingen, Die da träumen fort und fort, Und die Welt hebt an zu singen, Triffst Du nur das Zauberwort. - Joseph von Eichendorff
663 Beiträge · seit 201518. Sept. 2015 · #26
Ich hatte mit "professionelle Hilfe" nicht unbedingt "psychologische Hilfe" gemeint. Vielleicht spielt das auch eine Rolle, aber mir ging es vor allem darum das ihr jemand dabei hilft die Einrichtung wieder in Ordnung zu bringen.
392 Beiträge · seit 200819. Sept. 2015 · #27
Hallo,

ich werde die verlinkten Berichte mal an Marietas Schwiegertochter weiterleiten. Mal gucken, was passiert. 😉

LG

Otji
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19 Beiträge · seit 201522. Sept. 2015 · #28
Hallo,

ich werde Anfang November für 4 Wochen nach Naankuse gehen um dort im Wildlife Sanctuary zu arbeiten.
In Nambia gibt es einen haufen Freiwilligen Angebot. Seht euch um, was ihr wollt und versucht über Foren und andere Plattformen wie z.B. youtube hinter die Kulissen zu sehen.
Es gibt auch "Pet to play" Angebot, aber die solltet ihr vermeiden. Ob ich mit Naankuse geschafft habe weiß ich leider auch nicht. Die Berichte sind extrem positiv, aber es gibt auch die ein oder andere Stimme die etwas anderes sagt. Das ein oder andere Vlog läßt aber gutes erahnen.

Ich berichte wenn ich zurück bin.

Fangt schon mal mit der Suche an 😉

Viele Grüße,
Edward
392 Beiträge · seit 200822. Sept. 2015 · #29
Naankuse war des Öfteren im Fernsehen, und von der reinen Betrachtungsweise dort würde ich sagen, dass Naankuse und Harnas das selbe in grün sind. 😉
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187 Beiträge · seit 200623. Sept. 2015 · #30
Liebe Kathi
zurück zur Ursprungsfage. Da gäbe es noch das EHRA-Projekt. (Elephant Human Relation Aid). Auch hier bezahlt man, es ist aber eine Art Spende an das Projekt.
Prinzip: 1 Woche arbeiten, 1 Woche Patroullie mit Rangern, mehrere Zyklen möglich.
Alle Details auf der Website http://www.desertelephant.org/

Grüsse
Kudu
Themenstarter19 Beiträge · seit 201524. Sept. 2015 · #31
Hallo Kudu,
vielen Dank für diesen Tipp. Das werde ich mir gleich mal anschauen!! Klingt sehr gut!
Auch an alle anderen noch mal ein herzliches Dankeschön 🤩
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448 Beiträge · seit 201424. Sept. 2015 · #32
Ich hab auch noch was gefunden:
http://www.restafrica.org/volunteers.html
Next: 2024 / 3 Wochen: USA - Der Südwesten Destinations: 2023 / 3 Wochen: Durban, St. Lucia, Sodwana Bay, Kosi Bay, Pongola GR, eSwatini, Kruger NP 2022 / 4 Wochen: VicFalls, Chobe, Zambesi-Region, Savuti, Moremi, Maun, Nxai Pan, Boteti, Khama Rhino, Tuli Block, Waterberg, JoBurg Reiseberichte: Auf vielseitigen Wunsch - Costa Rica 2019: https://namibia-forum.ch/forum/139-off-topic/297281-costa-rica-dschungel-und-mee-h-r.html?start=30#551052 Kruger, Mapungubwe, Tuli Block 2017/18: https://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/294550-hot-dry-bumpy-suedafrika-und-botswana-2017-8.html Gardenroute & KTP 2016: http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/291442-suedafrika-die-vierte-garden-route-und-ktp.html KwaZulu-Natal, Swaziland, Lesotho 2015: http://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/288140-kwazulu-natal-swaziland-lesotho-afrika-zum-3.html Kapstadt, Western Cape und Namibia 2014: http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285005-suedafrika-und-namibia-mit-dem-crueueser.html Honeymoon Südafrika 2013 (Kurzbericht): http://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/284461-neuinfektion-mit-afrikavirus.html
1 Beiträge · seit 201523. Okt. 2015 · #33
Das thema ist zwar schon etwas älter, ich bin heute aber erst durch Zufall darauf gestoßen.
Auch ich habe über "das Waisenhaus der wilden Tiere" über Harnas erfahren, und mir überlegt dahin zu fahren. Aber der Reisebericht von Franzi, hat mich dann auch ziemlich aus dem Konzept gebracht, und ich bin sehr froh ihn gefunden zu haben.
Man zahlt mittlerweile fast 600€ für eine Woche - Das finde ich viel Geld! Für knapp 80€ pro Nacht findet man sicher "normalen" Urlaub. Ich wäre natürlich bereit etwas zu bezahlen, aber für dass, das ich am Ende kaum etwas zum Essen bekomme? Und für alles noch zusätzlich bezahlen muss? Nein, das sehe ich dann wirklich nicht ein.

Habt ihr noch andere Tipps? Ist Naankuse denn genauso schlimm und teuer?
33,1k Beiträge · seit 200623. Okt. 2015 · #34
Hallo Seminole84,
Das finde ich viel Geld! Für knapp 80€ pro Nacht findet man sicher "normalen" Urlaub.
absolut, also warum für Arbeiten, schlechtere Unterkünfte, schlechteres Essen auch noch mehr bezahlen? Naankuse gehört der Tochter und Ehemann der Harnas-Eigentümer.

Ich halte persönlich von dem ganzen Volunturism gar nichts - außer ich wäre der, der das Geld zählen darf 😉

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Themenstarter19 Beiträge · seit 201523. Okt. 2015 · #35
Hallo zusammen,
Ich freue mich, dass das Thema für andere auch hilfreich ist 🙂

Wir haben uns nun nach langem hin und her und viel lesen und rechnen und informieren ( 😄 ) gegen ein Volontariat entschieden und für eine Camping-Rundreise. Danke an dieser Stelle für die wunderbaren Tipps und Ratschläge aus dem Forum 🤩

Ich würde mich trotzdem für alle anderen die an einem Volontariat interessiert sind, über weitere Erfahrungen und Tipps freuen. Werde das Thema in jedem Fall weiter verfolgen 🤪
2003 - 4 Wochen Selbstfahrer Namibia *** 2017 - (hoffentlich) 3 Wochen Camping Namibia *** ...
392 Beiträge · seit 200823. Okt. 2015 · #36
Seminole84 schrieb:Das thema ist zwar schon etwas älter, ich bin heute aber erst durch Zufall darauf gestoßen.
Auch ich habe über "das Waisenhaus der wilden Tiere" über Harnas erfahren, und mir überlegt dahin zu fahren. Aber der Reisebericht von Franzi, hat mich dann auch ziemlich aus dem Konzept gebracht, und ich bin sehr froh ihn gefunden zu haben.
Man zahlt mittlerweile fast 600€ für eine Woche - Das finde ich viel Geld! Für knapp 80€ pro Nacht findet man sicher "normalen" Urlaub. Ich wäre natürlich bereit etwas zu bezahlen, aber für dass, das ich am Ende kaum etwas zum Essen bekomme? Und für alles noch zusätzlich bezahlen muss? Nein, das sehe ich dann wirklich nicht ein.

Habt ihr noch andere Tipps? Ist Naankuse denn genauso schlimm und teuer?
Naankuse ist dasselbe in grün. 😉 Wie Christian schon sagte, ist das Family business und auch dort sieht man im TV, was da abgeht.
Schläft ein Lied in allen Dingen, Die da träumen fort und fort, Und die Welt hebt an zu singen, Triffst Du nur das Zauberwort. - Joseph von Eichendorff
391 Beiträge · seit 201502. Nov. 2015 · #37
Ach du scheisse, das ist ja heftig was man da liest.

Als Viel- oder Oftreisender im südlichen Afrika und als eher informierte Person ist mir zwar im Prinzip schon klar, worauf solche Dinge hinauslaufen (möglichst viel Geld rausholen, Koordination und Information zweitrangig), aber diese Art von Mutproben, dieser Militärstil...das hätte ich nicht gedacht. Wirklich krass.

Aber ich denke das viel grundlegendere Problem sind halt die Erwartungen derjenigen, die überhaupt erst dahin reisen - insbesondere dann, wenn sie viel Geld dafür bezahlen müssen. Das gipfelt dann im Chaos, wenn man zum ersten Mal in diesem Land (resp. dieser Region/in Afrika) ist. Mir wäre es speziell auf Grund der Fernsehberichte nie im Leben in den Sinn gekommen, bei Harnas freiwillig zu arbeiten (notabene für viel Geld), denn als nicht ganz blauäugierer und naiver Mensch mit einer guten Portion Hintergrundwissen ortet man doch immer wieder sehr fragwürdige Punkte. Ganz zuvorderst steht da bei mir "Kuscheln mit Wildtieren"...Wer es nötig hat, dies zum Zentrum des Angebots zu machen, dem glaube ich halt einfach nicht.
Das ist etwa so wie die oft erwähnte Mär der "Löwenaufzucht und Auswilderung".
Nichtsdestotrotz hätte ich nicht gedacht, dass es an diesem Ort menschlich derartig aus den Fügen gerät. Das ist absolut unwürdig und schädlich.
Denn es gibt ganz gewiss genug Projekte, bei denen man als Ehrenamtlicher sinnvolle, zufriedenstellende und helfende Arbeit verrichten kann. Projekte, die eine Unterstützung verdient haben und zum Wohle des Landes, der Bevölkerung oder der Umwelt zugute kommen. Und die eine Tränendrüsen- und Wildtierkuschel-Werbung nicht nötig haben. Die Schwierigkeit ist vermutlich mehr, aus der Ferne an solche Projekte zu geraten und sie von reinen Geldfang-Angeboten zu unterscheiden.

Deshalb mein Tipp: Bevor man irgendwas in diese Richtung plant, sollte man vorher MINDESTENS einmal das Land/die Region bereist haben. Auch wenn man das damals noch nicht im Hinterkopf hatte, kann man besuchte Orte anfragen, Kontakte knüpfen, Personen vor Ort ansprechen oder sich zumindest mal ein Bild machen. Vielleicht entdeckt man dann von alleine, was man am liebsten tun möchte, wo man sich engagieren will und wo sich evtl. etwas ergeben könnte. Einer der Vorteile im südlichen Afrika ist ja, dass halt eben nicht immer alles so durchorganisiert ist - da ergibt sich vielleicht etwas, wenn man selber flexibel ist.

Danke an Otji für die Mittleiung der persönlichen Erfahrung Fränzi für die Berichte resp. Pascalinah fürs posten ebendieser.