Windhuk nach Sossusvlei

85 Antworten · 8'103 Aufrufe · gestartet 26. Aug. 2015 von Dgs
Antworten
Themenstarter7 Beiträge · seit 201526. Aug. 2015 · #1
Hallo zusammen Namibia Fans,

meine Freundin und ich machen im November eine Rundreise durchs südliche Afrika insbesondere Namibia. Wir landen am Samstagmorgen halb 8 in Windhuk. Unsere erste Übernachtung haben wir in Sossusvlei (Flug und Lodge sind bereits gebucht).
Das heißt wir werden nach unserer Ankunft einen Mietwagen am Flughafen abholen und dann losfahren nach Sossusvlei. Laut google sind es ca. 400km und 5,5h bis 6,5h Fahrzeit.
Dazu unsere Fragen:
1.) Sind die Zeitangaben realistisch? Unser Plan ist gegen 9 Uhr am Flughafen loszufahren und dann mit Pause ca. 16 Uhr anzukommen.
2.) In welchem Zustand sind die Straßen dort hin? Können wir dort mit einem Polo als Mietwagen runterfahren oder ist das vollkommen utopisch weil es sich eher um Schotterstraßen denn Asphalt handelt? Das heißt dann lieber ein robusteres Auto nehmen? Wir benutzen das Auto wirklich nur um vom Flughafen nach Sossusvlei zu fahren. Dort bleiben wir 3 Tage/2 Nächte und fahren dann zurück nach Windhuk wo wir das Auto wieder abgeben.

Und dann noch eine 3.) Frage: Wir machen später eine Tour die in Windhuk beginnt über den Etosha und bei den Victoria Falls endet. Wir wollen eigentlich am Nachmittag weiter fliegen nach Südafrika oder lohnt es sich hier noch eine weitere Übernachtung bei den Victoria Falls ranzuhängen?

Vielen Dank schonmal für alle hilfreichen Tipps
zuletzt bearbeitet 26. Aug. 2015
2'396 Beiträge · seit 201126. Aug. 2015 · #2
Hallo Dgs,
erst mal willkommen im Forum!
Ich weiß nicht, wie ich es Dir sagen soll - vielleicht so: Schließe eine hohe Lebensversicherung zugunsten von Freunden oder lieben Verwandten ab 🤩 !
Im Ernst, wenn Du kein Abkommen mit der Fluggesellschaft hast, dass sie Dir den Wagen ans Flugzeug bringen, ist Deine ganze Planung mehr als unrealistisch, sogar lebensgefährlich aus folgenden Gründen:
1. Es ist nicht gesagt, dass das Flugzeug pünktlich ist.
2. Die Einreiseprozedur dauert länger, als Du es evtl. anderswo gewohnt bist.
3. Die Wagenübergabe braucht auch ihre Zeit.
4. Ihr werdet bestimmt Einkäufe tätigen müssen, und sei es nur Wasser, dass Ihr nicht verdurstet während der Fahrt.
Daraus ergibt sich, dass Ihr nicht vor 12, eher 13 Uhr loskommt. Die ersten ca. 90 km sind Asphalt, der Rest Gravel. Mit einem Polo braucht Ihr bestimmt eher 6,5 h (ohne Pausen!) Damit besteht die Gefahr, dass Ihr in die Dämmerung kommt (ich weiß jetzt nicht, wann im Nov. die Sonne untergeht). Fahren in der Dunkelheit iszt in Afrika ein absolutes no-go! Und das schlimmste - Ihr werdet müde aus dem Flieger steigen, dazu der ungewohnte Linksverkehr und der Druck, vor Einbruch der Dunkelheit ankommen zu müssen ...
Ich habe die Zahlen jetzt nicht im Kopf, aber eine erschreckend hohe Zahl nur an Deutschen kommt jedes Jahr im Zinksarg aus Namibia zurück, und die werden nicht von den bösen Raubtieren gefressen, nein die Sterben bei Verkehrsunfällen, in der Regel ohne Beteiligung einer 2. Partei!
Entschuldige, dass ich so drastisch geschrieben habe, ich will Euch nur gewarnt haben - Eure Planung scheint mir hochriskant!

LG aus HH,

Karsten
[size =3] Infos NordTZ 22 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/301813-infos-nordtansania-juni-juli-22.html?start=0 RB Kenia 2020 https://www.namibia-forum.ch/forum/156-diverses/299653-kurzer-rb-kenia-sept-2020.html?start=0 Reisebericht Südtanzania 2013 http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/282710-tanzanias-sueden-daumendruecken-hilft-nicht-immer.html Kurzbericht 7 Wochen Nam-Bots 2012 http://www.namibia-forum.ch/forum/16-unterkuenfte/254072-kurzbericht-7-wochen-nam-bots.html Bericht Zimbabwe 1995: ... 30 Tage Gefängnis http://www.namibia-forum.ch/forum/139-off-topic/241529--30-tage-gefaengnis.html Reisebericht 2008: 18 Nights in the Bush - ha-ha-ha http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/263931-18-nights-in-the-bush-ha-ha-ha.html Nordtansania Feb. 2015 - Kein RB http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/285690-tansania-februar-2015-kein-reisebericht.html?limitstart=0&start=12] Walking Safari Zimbabwe 97 https://www.namibia-forum.ch/forum/148-diverses/287052-walking-safari.html?limitstart=0
7'296 Beiträge · seit 200626. Aug. 2015 · #3
KarstenB schrieb:Entschuldige, dass ich so drastisch geschrieben habe, ich will Euch nur gewarnt haben - Eure Planung scheint mir hochriskant!
... als jemand, der mit dem Rad schon alleine durch Löwen- und Eisbärengebiet geradelt ist und für die meisten Menschen eher nicht als ängstlich gilt, habe ich da auch so meine Sorgen. Ich schlafe normalerweise während des Fluges gut, aber man weiß nie, ob man schreiende Kinder, die ganze Nacht quatschende Leute oder einfach Sitznachbarn hat, die einen jede Viertelstunde durch Anrempeln (von der Seite oder gegen die Rückenlehne) aus dem Schlaf reißen.

Wenn man ausgeruht ankommt, mag es funktionieren, aber wenn nicht, halte ich es ungefähr so klug wie eine 16-Stunden-Tour über deutsche/europäische Autobahnen. Allerdings wird auf der Piste jeder Fehler sofort bestraft. Mal kurz 'nen halben Meter über die Standspur ist da nicht. Da ist anschließend ein Außenspiegel defekt und die Räder zeigen nach oben ... 😉

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
723 Beiträge · seit 201126. Aug. 2015 · #4
Hallo Dgs,
auch von mir ein herzliches Willkommen im Forum! Wie Karsten schon geschrieben, das sollte man wirklich nicht machen!
Wir sind nach Nachtflug und erholsamer Übernachtung am nächsten Tag um 9 Uhr in Richtung Sesriem gestartet und gegen 17 Uhr dort angekommen. Wir wurden auf Gravel von Fahrzeugen mit halsbrecherischer Geschwindigkeit überholt, die vielleicht eher oder nie an ihrem Ziel angekommen sind.
In Namibia ist der Weg das Ziel, ihr solltet Euch das nicht entgehen lassen.
Gruß Reinhard
Gast26. Aug. 2015 · #5
Naja, ich verstehe ja, wenn man Leute warnen möchte, aber das ist doch etwas überzogen, was karsten schreibt....

Also erst einmal wissen wir alle nicht, wer Dgs eigentlich ist, ob er ein guter oder unsicherer Fahrer ist oder was er sonst schon so auf der Welt gemacht hat.....

Ankunft 7:30, also ca. 8:30 raus (Horrorversionen von Verspätung usw. mal ausen vor). Mietwagenübernahme des Polos (max. 1 Std., ist ja kein Camper....), also ca. 10:30 in Windhoek im Superspar (für das Lebensnotwenige Wasser auf den 350km bis Sesriem 🙂 ), Einkauf und ein kleines zweites Frühstück und um 11:30 ist er auf der B1 Richtung Rehoboth. Die Sonne geht im November ca. 19:30 unter, also hat er 9 Stunden! Zeit für ca. 350 km. Jeder der sich auskennt, weiß, dass das auch in einem Polo möglich ist. Ob das ganze -aus Sicht der Reiserentner- vernünftig ist, sei mal dahin gestellt.#

Hurryup und weg.....
723 Beiträge · seit 201126. Aug. 2015 · #6
hurryup schrieb:
----
Ob das ganze -aus Sicht der Reiserentner- vernünftig ist, sei mal dahin gestellt.#
...
Hallo Spaßvogel,
Vernunft ist nicht eine Frage des Alters, Unvernunft in der Regel schon! 😉
Gruß Reinhard
7'296 Beiträge · seit 200626. Aug. 2015 · #7
hurryup schrieb:Jeder der sich auskennt, weiß, dass das auch in einem Polo möglich ist. Ob das ganze -aus Sicht der Reiserentner- vernünftig ist, sei mal dahin gestellt.#
... jeder, der sich auskennt, weiß, dass das mit einem Polo möglich ist.
Jeder, der sich auskennt, weiß auch, dass das nicht nur für "Reiserentner" gefährlich ist. Wenn Du mal in Frankfurt sein solltest, kenne ich jemanden, der die Strecke nicht geschafft hat und der war wesentlich jünger als ich. Mit ihm mache ich Dich gerne bekannt. Der ist nämlich seitdem nach eigener Aussage "Vielfahrer" und zwar auf jedem Meter, den er seitdem zurücklegt. Und die Kosten für eine Flugrettung liegen nicht weit entfernt von einem sechsstelligen Betrag. Eine entsprechende Versicherung sollte man evtl. auch haben.
Es muss ja nicht so ausgehen, aber Namibia liegt ja nicht umsonst weltweit an der Spitze der Verkehrstoten pro Einwohner.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Gast26. Aug. 2015 · #8
Hallo Wolfgang,

ich kenne auch jemanden, der mit dem Fahrrad in München gestürzt und gestorben ist....

Hurryup und weg....
7'296 Beiträge · seit 200626. Aug. 2015 · #9
hurryup schrieb:Hallo Wolfgang,

ich kenne auch jemanden, der mit dem Fahrrad in München gestürzt und gestorben ist....

Hurryup und weg....
... man kann Alles ins Lächerliche zu ziehen versuchen.
Auch sich selbst.

Überall ist schon mal jemand gestorben. Vermutlich auch beim Umtopfen seiner gesundheitsfördernden Kräuter.

Es gibt leider viel zu Viele, die es in Namibia erwischt, weil es schwer ist, durch die fremden Eindrücke und die Weite die Konzentration auf der Piste zu halten. Wie Du schreibst, wirst Du vermutlich nie Reiserentner werden. 😉

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Themenstarter7 Beiträge · seit 201527. Aug. 2015 · #10
Hallo zusammen,

vielen Dank erstmal für die Antworten. Kurz zu mir: Ich bin 33 Jahre, Fahre nach eigener Einschätzung recht sicher und kenne den Linksverkehr auch aus einem Australienaufenthalt. Außerdem muss ich ja nicht zwangsweise durchfahren sondern meine Freundin kann fahren. Allerdings habe ich keine konkrete Vorstellung von den Straßen vor ort da ich noch nicht in Afrika war. Was ist denn Gravel - Schotter? Und wie schnell fährt man darauf: 50,60, 80?
Den Mietwagen haben wir noch nicht gebucht. Sollten wir statt des Polo lieber etwas größeres nehmen wie ein SUV?

PS: Sonnenuntergang in Windhuk ist Anfang November 19:10 Uhr - Unser Ziel ist definitiv im Hellen in Sessriem anzukommen, danke nochmal für die Hinweise.
zuletzt bearbeitet 27. Aug. 2015
7'296 Beiträge · seit 200627. Aug. 2015 · #11
Dgs schrieb:Allerdings habe ich keine konkrete Vorstellung von den Straßen vor ort da ich noch nicht in Afrika war. Was ist denn Gravel - Schotter? Und wie schnell fährt man darauf: 50,60, 80?
... die Pisten sind für afrikanische Verhältnisse super gut. Ist Schotter, je nach Strecke auch mal bisschen Sand. Ist im Grunde nicht schwierig, aber die Pistenränder fallen oft seitlich ab und ein kurzer Aussetzer bei der Aufmerksamkeit reicht halt aus. Das ist halt ein Problem bei Müdigkeit.
Ausgeschlafen ist die Strecke ´definitiv auch mit dem Polo kein Problem.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
291 Beiträge · seit 201427. Aug. 2015 · #12
Hallo zusammen,

also, wenn ich das hier so lese, mache ich mir doch langsam Gedanken. Wir fliegen im Oktober mit AN nach Windhoek und sollen dort um 6:30 Uhr ankommen. Unser Reiseveranstalter hat die Tour so geplant, dass wir am Flughafen abgeholt werden, den Mietwagen (Hilux 4x4) in Windhoek übernehmen und dann am ersten Tag bis zur Namib Desert Lodge durchfahren. Laut Tourplan sind das ca. 360km und lt. seiner Aussage auch problemlos möglich. Aber wenn ich die ganzen Kommentare hier so lese, haben wir ja kaum Chancen dort anzukommen?

Ich muß hinzufügen, dass unser Veranstalter aus SA kommt und die Verhältnisse vor Ort kennt, da er dort regelmäßig mit geführten Touren unterwegs ist. Sicherlich ist der Linksverkehr für uns erstmal neu und auch das Fahren auf Schotter fordert gewiss ein wenig Eingewöhnung (ist mir aber nicht fremd), aber so kritisch hatte ich das doch alles nicht eingeschätzt. Zumal wir bei Ermüdung auch einen Fahrerwechsel machen werden.

Muß ich jetzt meine Lebensversicherung erhöhen, da wir an der Tourplanung eh nichts mehr ändern können? 🙁

Gruß
Holger
723 Beiträge · seit 201127. Aug. 2015 · #13
holgiduke schrieb:
....
Muß ich jetzt meine Lebensversicherung erhöhen, da wir an der Tourplanung eh nichts mehr ändern können? 🙁

Natürlich nicht!

Hallo Holger,
alles was man nicht empfehlen kann, ist nicht gleichzeitig unmöglich. Wenn du keine Wahl mehr hast, musst du es so machen.
Unsere Postings wollen niemanden verunsichern oder gar die Freude auf den Urlaub nehmen.
Sie richten sich an den der noch wählen kann.
Behalte das hier geschriebene im Hinterkopf und stell dich auf einen anstrengenden Tag ein, der so eigentlich nicht notwendig wäre.
Schönen Urlaub für die Tage ab Namib Desert Lodge! 😉
Gruß Reinhard
655 Beiträge · seit 201427. Aug. 2015 · #14
Guten Morgen,
auch ich möchten noch meinen Senf dazugeben:
wir waren dieses Jahr im März das erste Mal in Namibia, sind auch morgens um halb 8 gelandet, und hatten nach Mietwagenübernahme "nur" ca. 70-75 km vor uns - und das meiste davon auch "nur" auf Asphalt. Und trotzdem haben mir diese 70 km gereicht. Mein Mann war übermüdet, der Linksverkehr war neu, die Konzentration gleich null. Wir haben 3 Kreuze gemacht, als wir ankamen und haben den Tag kein Auto mehr gesteuert...
Ich hätte vorher auch nicht gedacht, dass man doch so müde ist, mag auch bei jedem anders sein. Wir haben im Flieger auch so gut wie gar nicht schlafen können. Möchte nur nochmal verdeutlichen, dass man die Übermüdung nicht unterschätzen soll. Nächstes Jahr haben wir unsere erste Unterkunft noch dichter zum Flughafen "verlegt" und werden nur ca. 25 - 30 km fahren. Das sollte für den ersten Tag reichen...
LG, Sarah 2015: http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285830-plattlaendler-zum-ersten-mal-auf-pad-in-namibia.html 2016: http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/288966-i-bless-the-rains-down-in-africa-namibia-2016.html
zuletzt bearbeitet 27. Aug. 2015
2'772 Beiträge · seit 200627. Aug. 2015 · #15
holgiduke schrieb:

Ich muß hinzufügen, dass unser Veranstalter aus SA kommt und die Verhältnisse vor Ort kennt, da er dort regelmäßig mit geführten Touren unterwegs ist.
Gruß
Holger
Hallo Holger,

genau das ist der Unterschied! Euer Guide hat keinen Langstreckenflug hinter sich, sondern hat wahrscheinlich tief schlafend in einem weichen Windhoeker Bett verbracht, ehe er mit seinen Touris in Richtung Sesriem gestartet ist.

Gruß Pascalinah
Nimm dich vor Leuten in Acht, die damit angeben, wer sie sind. Ein Löwe wird dir nie sagen müssen, dass er ein Löwe ist. Fotobuch Caprivi/Botswana 2024: https://www.cewe-community.com/next/example/schwerpunkt-naturparadies-sambesi-region-und-botswana-69955 Fotobuch Kruger National Park 2025: https://www.cewe-community.com/next/example/kruger-national-park-november-2025-71278
6'152 Beiträge · seit 200627. Aug. 2015 · #16
holgiduke schrieb:Hallo zusammen,

also, wenn ich das hier so lese, mache ich mir doch langsam Gedanken. Wir fliegen im Oktober mit AN nach Windhoek und sollen dort um 6:30 Uhr ankommen. Unser Reiseveranstalter hat die Tour so geplant, dass wir am Flughafen abgeholt werden, den Mietwagen (Hilux 4x4) in Windhoek übernehmen und dann am ersten Tag bis zur Namib Desert Lodge durchfahren. Laut Tourplan sind das ca. 360km und lt. seiner Aussage auch problemlos möglich. Aber wenn ich die ganzen Kommentare hier so lese, haben wir ja kaum Chancen dort anzukommen?

Ich muß hinzufügen, dass unser Veranstalter aus SA kommt und die Verhältnisse vor Ort kennt, da er dort regelmäßig mit geführten Touren unterwegs ist. Sicherlich ist der Linksverkehr für uns erstmal neu und auch das Fahren auf Schotter fordert gewiss ein wenig Eingewöhnung (ist mir aber nicht fremd), aber so kritisch hatte ich das doch alles nicht eingeschätzt. Zumal wir bei Ermüdung auch einen Fahrerwechsel machen werden.

Muß ich jetzt meine Lebensversicherung erhöhen, da wir an der Tourplanung eh nichts mehr ändern können? 🙁

Gruß
Holger
hallo Holger,
wem vertrauts Du mehr, dem Veranstalter aus SA - dort gibt es nur Teerpads, ausser mal eine Zufahrt zu einer Unterkunft ist Gravel- oder hier erfahrenen Namibia Fomis, alle Reiseveranstalter ob als Selbstfahrer oder geführte Tour, fahren jeden Tag grosse Strecken von A nach B , fahren morgens los, kommen Spätnachmittags oder gegen Abend an, Essen, schlafen, morgens gerade Umgebung Sossusvlei, 6.00 Uhr weiterfahrt, das ist für viele auch Urlaub 😉 .
Du hast hier unterschiedliche Meinungen gelesen, klar gehen tut alles, die Strecke über den Spreeghoogte Pass ist so traumhaft schön, da bekommst Du einen ersten Eindruck von Namibia seiner Weite, Wüste-Entfernungen-
und Du brauchst Konzentration den Pass zu fahren, er ist aber gepflastert. Ob Du die Strecke am Ankunftstag fahren möchtest hängt von Dir ab es ist Dein Risiko. Sage deinem Reiseveranstalter, dass Du bedenken hast , er bucht Dir sicherlich eine Zwischenunterkunft in der Umgebung von Windhuk .
Liebe Grüsse
Hanne
8 x Südafrika,1x Zimbabwe, 22x Namibia, 4x Botswana, 1x Lesotho, 1 x Swasiland
291 Beiträge · seit 201427. Aug. 2015 · #17
@ Pascalinah: Ok, das ist ein einleuchtendes Argument. Da das jetzt aber nicht mehr zu ändern ist, hoffe ich mal auf einen halbwegs ruhigen Nachtflug und werde mich dann mit der entsprechenden Vorsicht Richtug Sussusvlei begeben. Dass die Gefahr nicht zu unterschätzen ist, habe ich verstanden und werde entsprechend vorsichtig fahren und auch Fahrerwechsel mit einplanen. Ursprünglich war das auch anders geplant, nur durch den Wechsel von Condor (Tagflug) zu AN fehlt uns jetzt ein Tag und deshalb wurde die Tourplanung entsprechend angepasst.

Was mich jetzt noch beschäftigt: um nicht noch mehr Zeit zu verlieren, würde ich den ersten Einkauf gern so kurz wie möglich gestalten. Wir benötigen eigentlich auch nur Wasser, Snacks, Peacefull sleep und einen Steckeradapter. Was für Empfehlungen gibt es für einen schnellen Einkkauf in Windhoek oder könnte ich mich auch erst in Solitaire damit eindecken? Wirklich wichtig wäre aus meiner Sicht für die Fahrt ja eigentlich nur das Wasser (und evtl. Snacks).

Sorry, ich hoffe das der Thread nun nicht zu sehr abgleitet, sonst würde ich einen extra Thread mit meinen Fragen aufmachen. Fand aber, das passt ganz gut hier rein.
zuletzt bearbeitet 27. Aug. 2015
291 Beiträge · seit 201427. Aug. 2015 · #18
Hallo Hanne,

ich möchte die Erfahrung der Forumsteilnehmer keineswegs in Abrede stellen, aber der Veranstalter führt seit Jahren Touren in Namibia durch und kennt die dort gegebenen Verhältnisse auch sehr gut (selbst, wenn er aus SA kommt 😉 ).

Ich vertraue ihm eigentlich schon sehr. Vor allem, da auch ständiger persönliicher Telefonkontakt besteht und ich von meinem Kollegen, welcher schon mehrmals mit ihm in SA und Namibia unterwegs war, nur Positives gehört habe.

Gruß
Holger
zuletzt bearbeitet 27. Aug. 2015
663 Beiträge · seit 201527. Aug. 2015 · #19
Dgs schrieb:Allerdings habe ich keine konkrete Vorstellung von den Straßen vor ort da ich noch nicht in Afrika war. Was ist denn Gravel - Schotter? Und wie schnell fährt man darauf: 50,60, 80?
Rechne mal mit 55-60 als Durchschnitt, zumindest mit einem Pick-Up. Wie es mit dem Polo läuft kann ich nicht sagen. Die Fahrt auf Gravel ist auf jeden Fall deutlich anstrengender als auf Asphalt da Du ständig einen "rauhen" Untergrund hast (Spurrillen, Schlaglöcher, Sandlöcher, ...) und das Lenkrad wirklich fest halten musst. Mal eben locker mit einer Hand leicht halten wie man es hierzulande evtl. auf der Autobahn macht - vergiss' es. Wie sagte meine Frau nach ein paar Tagen Namibia: "Ich dachte ja bislang Motorsport wäre kein Sport. Aber vor Rallyefahrern habe ich jetzt echten Respekt, das ist ja wirklich anstrengend".
Je nach Strecke kannst Du (mit dem Pick-Up) auf Gravel bis zu 70 fahren, schneller wirst Du echte Probleme haben das Auto gerade zu halten. Je nach Strecke auch weniger. Und Du wirst die ganze Zeit "durchgerüttelt", hast einen gewissen Geräuschpegel im Auto weil alles am klappern ist was nicht festgeschraubt ist, ... . Kurzum, das Fahren auf Gravel ist einfach deutlich anstrengender als auf Asphalt.
Den Mietwagen haben wir noch nicht gebucht. Sollten wir statt des Polo lieber etwas größeres nehmen wie ein SUV?
Das ist Geschmackssache. Ich würde es nicht mit einem Polo machen wollen, es gibt aber genug die sagen das funktioniert auch prima. Hängt von Deinen Vorlieben ab.

Was ganz wichtig ist: Lasse Dir von der Mietwagenfirma Luftdruckempfehlungen für die verschiedenen Straßenbeläge geben und stelle die Reifen wirklich an der nächsten Tankstelle entsprechend ein. Beim Pick-Up sind es glaube ich 1,7 bar für Schotter und 2,3 bar auf Asphalt als Empfehlung und noch weniger für Sand. Das macht für die Kontrolle über das Auto auf den verschiedenen Untergünden wirklich einen großen Unterschied.
663 Beiträge · seit 201527. Aug. 2015 · #20
holgiduke schrieb:Laut Tourplan sind das ca. 360km und lt. seiner Aussage auch problemlos möglich. Aber wenn ich die ganzen Kommentare hier so lese, haben wir ja kaum Chancen dort anzukommen?
Ankommen wirst Du. Aber mehr machen als dich irgenwo hin setzen oder besser legen wirst Du an dem Tag wohl nicht. 360 km kann man fahren. Aber damit ist der Tag gelaufen. Und die Frage ist: Bist Du in Namibia im Urlaub oder bist Du auf der Flucht vor einem Verfolger und muss möglichst viele km machen? Wir hatten auf unserer Tour auch eine 350 km Etappe von Sesriem nach Swakopmund - ja, das geht, aber es ist einfach sehr sehr anstrengend (und wir sind auch beide 30 und ich habe in D kein Problem 600 km Autobahn an einem Tag zu fahren und dazwischen noch auf einer Messe ein paar Termine wahr zu nehmen). Außerdem bleibt an einem solchen Tag kaum noch Zeit auf der Strecke auf etwas anzuschauen. Wir haben auf besagter Etappe kurz die üblichen Stops in Solitair, am Wendekreis und am Gaub-Pass gemacht die alle direkt an der Strecke waren, mehr macht man da nicht.

Ich würde nach Möglichkeit keinen Tag mit mehr als ca. 240 km planen. Zum einen damit auch Zeit bleibt etwas auf der Strecke anzuschauen (dafür macht man die Rundfahrt ja, das sollte man nie aus dem Auge verlieren) und zum anderen damit man auch den Abend an der Lodge noch etwas genießen kann und nicht nur ins Bett fällt.