Ist Angola, eine Reise wert?
Angola hatten wir nie bereisen können, damals, als wir in den 80ern im Kongo (Zaire) waren, war Krieg in Angola. Die Angolaner hatten zwar ihre Unabhängigkeit erlangt, aber…
Nun, nach vielem Ungeklärten (Visumsbeschaffung, Letter of Invitation Ja/Nein... usw.) , zeigte es sich doch letztlich recht simpel für uns Deutsche ein Touristenvisum zu erhalten und so planten wir fleißig (touristische Info ist ja nicht soo dicke übers Land)
Wir sind mit zwei Fahrzeugen (4 Personen) gefahren, weil wir im einsamen Süden (Iona NP) unterwegs sein wollten und weil es auch Spaß bringt: Die Abende in der absoluten Einsamkeit sind sehr nett und man hat viel zu quatschen und zu lachen.
Fazit:
- Angola ist sehr interessant.
- Die Menschen sind sehr nett und unaufdringlich. Wir haben uns sicher gefühlt.
- Angola ist nichts für Anfänger, man muss in der Lage sein, komplett autark zu reisen.
- Eine touristische Infrastruktur existiert quasi nicht.
- Angola hat ein Problem mit Reichtum/Armut/Wirtschaft. Stichwort: Raubtierkapitalismus unter MPLA Fahnen
- Wir halten den Straßenverkehr in Angola für sehr gefährlich: viele 40Tonner auf z.T. Potholestraßen, die einem zu häufig auf der eigenen Spur entgegenkommen...)
- In Restaurants: exorbitant teures Essen – und leider meist „mittelmäßige“ Qualität (vorsichtig ausgedrückt ...)
- Angola hat ein Müllproblem: verdreckte Dörfer und Städte, es stinkt.
Nach drei Wochen waren wir froh im „sauberen und verlässlich geregelten“ Namibia zurück zu sein 😎 – das hätten wir von uns nie gedacht, dass uns das mal so gehen würde, 😄 - aber Angola hat uns letztlich gestunken, im wahrsten Sinne des Wortes.
Angola war eine sehr interessante Erfahrung und zum Glück ist bei uns alles gut gegangen.
Gott sei Dank!!
Wir werden nie wieder dort hin fahren und können es auch niemandem empfehlen!
...denn Angola hat ein Problem, das uns zuvor nicht bekannt war und das sich auch nicht mal eben so recherchieren lässt.
In Windhoek erfuhren wir von einem Insider, dass im Falle eines Unfalls (auch bei einer nur sehr geringfügigen Verletzung einer Person) der Mob den Fahrzeugführer aus dem Fahrzeug zieht und prügelt, - zu Tode prügelt, zu Tode steinigt, wenn die Polizei nicht rechtzeitig schafft, einzuschreiten!
Er selber habe 1 Freund und 2 Bekannte auf diese abartige Weise verloren, in den letzten 6 Jahren.
Freunde von uns bestätigten auf Nachfrage, dass sie auch schon mal davon gehört hätten. Aber man hat solche Sachen ja nicht immer parat, wenn man nicht durch Erzählungen plötzlich daran erinnert wird.
Die Info komplettierte sich.
Im Netz recherchiert, fand ich die Bestätigung zweier Fälle: im einen Fall wurde der Fahrer gesteinigt, im anderen Fall konnte der schon mit Benzin übergossenen Fahrer von der Polizei gerettet werden, bevor der Mob ihn anzünden konnte – sein Fahrzeug zerlegten sie daraufhin...
Nicht versichert sein, ist die eine Sache, das weiß man, dass man dort unversichert fährt, keine KFZ-Versicherung versichert Angola.
Aber der Wut des Mob ausgesetzt sein – nein, dazu fehlt uns der Mut
– und das ist auch gut so.
Wir lieben das Leben.
Der Straßenverkehr ist dort einfach zu gefährlich, als dass man ausschließen könnte, dass auf einer Reise mal was passiert, - auch bei noch so großer Vorsicht.
Gruß lilytrotter
Angola hatten wir nie bereisen können, damals, als wir in den 80ern im Kongo (Zaire) waren, war Krieg in Angola. Die Angolaner hatten zwar ihre Unabhängigkeit erlangt, aber…
Nun, nach vielem Ungeklärten (Visumsbeschaffung, Letter of Invitation Ja/Nein... usw.) , zeigte es sich doch letztlich recht simpel für uns Deutsche ein Touristenvisum zu erhalten und so planten wir fleißig (touristische Info ist ja nicht soo dicke übers Land)
Wir sind mit zwei Fahrzeugen (4 Personen) gefahren, weil wir im einsamen Süden (Iona NP) unterwegs sein wollten und weil es auch Spaß bringt: Die Abende in der absoluten Einsamkeit sind sehr nett und man hat viel zu quatschen und zu lachen.
Fazit:
- Angola ist sehr interessant.
- Die Menschen sind sehr nett und unaufdringlich. Wir haben uns sicher gefühlt.
- Angola ist nichts für Anfänger, man muss in der Lage sein, komplett autark zu reisen.
- Eine touristische Infrastruktur existiert quasi nicht.
- Angola hat ein Problem mit Reichtum/Armut/Wirtschaft. Stichwort: Raubtierkapitalismus unter MPLA Fahnen
- Wir halten den Straßenverkehr in Angola für sehr gefährlich: viele 40Tonner auf z.T. Potholestraßen, die einem zu häufig auf der eigenen Spur entgegenkommen...)
- In Restaurants: exorbitant teures Essen – und leider meist „mittelmäßige“ Qualität (vorsichtig ausgedrückt ...)
- Angola hat ein Müllproblem: verdreckte Dörfer und Städte, es stinkt.
Nach drei Wochen waren wir froh im „sauberen und verlässlich geregelten“ Namibia zurück zu sein 😎 – das hätten wir von uns nie gedacht, dass uns das mal so gehen würde, 😄 - aber Angola hat uns letztlich gestunken, im wahrsten Sinne des Wortes.
Angola war eine sehr interessante Erfahrung und zum Glück ist bei uns alles gut gegangen.
Gott sei Dank!!
Wir werden nie wieder dort hin fahren und können es auch niemandem empfehlen!
...denn Angola hat ein Problem, das uns zuvor nicht bekannt war und das sich auch nicht mal eben so recherchieren lässt.
In Windhoek erfuhren wir von einem Insider, dass im Falle eines Unfalls (auch bei einer nur sehr geringfügigen Verletzung einer Person) der Mob den Fahrzeugführer aus dem Fahrzeug zieht und prügelt, - zu Tode prügelt, zu Tode steinigt, wenn die Polizei nicht rechtzeitig schafft, einzuschreiten!
Er selber habe 1 Freund und 2 Bekannte auf diese abartige Weise verloren, in den letzten 6 Jahren.
Freunde von uns bestätigten auf Nachfrage, dass sie auch schon mal davon gehört hätten. Aber man hat solche Sachen ja nicht immer parat, wenn man nicht durch Erzählungen plötzlich daran erinnert wird.
Die Info komplettierte sich.
Im Netz recherchiert, fand ich die Bestätigung zweier Fälle: im einen Fall wurde der Fahrer gesteinigt, im anderen Fall konnte der schon mit Benzin übergossenen Fahrer von der Polizei gerettet werden, bevor der Mob ihn anzünden konnte – sein Fahrzeug zerlegten sie daraufhin...
Nicht versichert sein, ist die eine Sache, das weiß man, dass man dort unversichert fährt, keine KFZ-Versicherung versichert Angola.
Aber der Wut des Mob ausgesetzt sein – nein, dazu fehlt uns der Mut
– und das ist auch gut so.
Wir lieben das Leben.
Der Straßenverkehr ist dort einfach zu gefährlich, als dass man ausschließen könnte, dass auf einer Reise mal was passiert, - auch bei noch so großer Vorsicht.
Gruß lilytrotter

