ANNICKThemenstarter8'054 Beiträge · seit 200827. Aug. 2015 · #41
@Konni: wir haben vor 2 Jahren auch nur den Hintern von einem Schimp beim Buhoma Tracking gesehen.... 😎
Fortsetzung
Anschliessend machen wir uns auf den Weg zur Engazi Lodge, unsere nächste Unterkunft. Diese erreichen wir 30 Minuten später. Sie liegt an der Abbruchkante des Great Rift Valley mit uneingeschränktem Blick auf die Savanne, den Lake Edward und die Virunga und Rwenzori Berge im Hintergrund.
Betty und Ebrahim heissen uns mit einem Welcome Drink und Erfrischungstücher recht herzlich Willkommen.
Man bringt uns danach gleich zu unserem Zelt-Cottage.
In dieser Lodge darf man keine Gehprobleme haben. Die Cottages befinden sich ein schönes Stück nach unten. Danach muss man wieder rauf..... 🙂 Das Zimmer ist geräumig.
Ich vermisse aber einen Schrank wo ich meine Klamotten versorgen kann. Es gibt nur einige Kleiderbügel. Das Badezimmer bietet genügend Platz sowie Dusche und Badewanne.
Von der Terrasse aus hat man eine tolle Aussicht. Leider gibt es keine Sessel um sie zu geniesssen..... 😗
Wir laufen wieder hoch zum Restaurant
wo uns das Mittagessen erwartet. Wir bekommen Zwiebelsuppe, Gemüse Curry und Ananas Fritters. Schmeckt alles so british, igitigit.... 😣
Da es Heute wieder sehr heiss ist, beschliessen wir das Schwimmbad von der teueren Katara Lodge zu besuchen. Zu Fuss laufen wir nur 800 Meter durch das Dorf. Die Lodge scheint total leer zu sein. Pro Person wird 15'000 UGX verlangt für die Benützung des Pools. Die Anlage ist sehr gepflegt und das Schwimmbad ein echter Genuss! 😛
Beim Lesen bekommen wir immer wieder Agame Echse Besuch.
Gegen 18 Uhr kehren wir in unsere Lodge zurück. Im kleinen Dorf sorgen wir schon für Aufsehen. Viele Kinder fragen uns: from where are you coming from?
Nach der Dusche beantworte ich meine E-Mails. Wifi läuft mittelmässig aber läuft! 😁
Zum Abendessen gibt es Avocado Salat, Hähnchen mit Gemüse und Amarula Cake. Nothing to write home about.....Schmeckt alles so fade, es ist fast zum Heulen! 😐
Preis für das Cottage in Vollpension: 230 US$ Zu teuer finde ich......
Morgen fahren wir wieder zu den Kasenyi Plains und hoffen auf Mieze Mieze.
marimari2'240 Beiträge · seit 201127. Aug. 2015 · #42
Hallo Annik, Danke für diesen Bericht - "value for money" scheint bei manch einer Lodge in Uganda nicht wirklich ein Ziel zu sein. Bez. Essen: jeden Tag Ugali / Maragi wäre schlimmer.... 😛 - sag mal konntest Du überhaupt im Sporthallen-Zimmer mit der Hand (im Stuhl sitzend) Deinen Drink fassen - oder habt ihr die Stühle für's Foto so weit weg vom Tisch hin drapiert 😄 ? LG M.
Wo habt Ihr denn all die Hippos her. Die müssen bei unserer Bootstour gerade abgetaucht sein. Vielen Dank für die schönen Erinnerungen an eine traumhafte Tour. Ich drücke die Daumen mit den Mizen. Ich weiss genau, dass sie da sind.
LG Christa
www.botswanadreams.de
"Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach."
Ernest Hemingway
schöner Reisebericht. Schade, dass es mit einem Treffen in Uganda nicht geklappt hat. Wir waren einige Tage vor euch dort.
Deinen Frust mit der Kamera und den Bildern kann ich gut verstehen. Bei mir ist eine Speicherkarten mit tollen Videos zu Hause verloren gegangen.
Auf Ruanda bin ich schon sehr gespannt.
LG Uli
Big 5 Africa Tours
Reiseberichte:
Namibia's Süden 2017, Uganda's Norden 2016 , Uganda Juli 2015 , Namibia Mai 2013 ,Namibia Mai 2012
ANNICKThemenstarter8'054 Beiträge · seit 200828. Aug. 2015 · #45
@Marinari: das Essen war so schlecht, wir wollten es lieber von weitem sehen.... 😛
@Christa: die Miezen wollten uns leider nicht sehen! 😣
@Uli: ja schade dass wir uns nicht getroffen haben. Die "Blokes" haben wir auch in Rwanda verpasst. Die waren mit ihrem Radel viel zu schnell....... 😎
20.07.2015
Gegen 7 Uhr wird gefrühstückt. Schmeckt nicht besonders gut.... 🙄
Um 8 Uhr machen wir uns auf den Weg zu den Kasenyi Plains. Heute Morgen ist es sehr bewölkt und recht kühl. Am Gate erklärt uns der Ranger dass vor einer Stunde 2 Löwen gesichtet wurden. 30 Minuten später erreichen wir die Stelle. Da stehen auch 5 andere Safari Wagen. Die 2 Löwen liegen aber schon weit und im hohen Gras. Wir warten eine halbe Stunde aber Beide scheinen nicht aufstehen zu wollen... 😵
Wir beschliessen weiter um die Gegend zu fahren. Ausser einem Büffel
einigen Hippos
und Uganda Kobs
bekommen wir nicht viel vor die Linse. Wir begeben uns anschliessend zum Bunyampaka Salzsee. Da wird ganzflächig Salz gewonnen dass grösstenteils Nach Congo für Tiere exportiert wird.
Wir beschliessen uns das Ganze näher anzuschauen und fahren bis ans Ufer. Die Arbeit hier ist nicht gerade einfach.
Einige Pelikane haben da auch ein Zuhause gefunden.
Unweit sehen wir auch noch diesen Vogel (Adler?). Wer weiss um was es sich handelt?
Butterblume3'700 Beiträge · seit 200928. Aug. 2015 · #46
Hi Annick,
dein Adler ist ein Palmgeier. 😁
Herzlichen Dank und Grüße Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheitwww.butterblume-in-afrika.de
ANNICKThemenstarter8'054 Beiträge · seit 200830. Aug. 2015 · #47
@merci beaucoup Marina! 🙂
Fortsetzung
Dieser Salzsee wird seit April 2015 auch von einem neuen Camp überragt: das Kasenyi Safari Camp.
Da halten wir auf dem Rückweg auch an. Der Besitzer und Manager empfängt uns ganz herzlich
und führt uns durch die Anlage. Wir dürfen uns ein Zweibettzimmer anschauen.
Das Restaurant und die Deckterrasse lädten zu einem tollen Sundowner ein.
Fehlt nur ein Schwimmbad finde ich. Laut Gäste soll man hier auch gut essen. In Halbpension kostet es für Zwei 180 US$.
Gegen 13 Uhr kehren wir wieder zur Engazi Lodge zurück. Unser Mittagessen klingt wieder sehr fade und british.... 😵
Am Nachmittag beschliessen wir das Dorf näher kennen zu lernen. Die Leute winken uns manchmal freundlich zu. Dieser Junge trägt schon eine schwere Last für sein Alter!
Ein junges Mädchen kommt uns auf einmal entgegen.
Es möchte uns seiner Familie vorstellen.... Wir zögern nicht lange denn wir spüren dass es vom Herzen kommt. Zu 9 wohnt die Familie in einem sehr einfachen, kleinen und bescheidenen Haus. Sie will unbedingt ein Erinnerungsfoto. Mache ich.
Später werden wir zum Tea und Kekse eingeladen. Zum Glück nehme ich immer einige Schulsachen in meinem Rucksack mit. Die Kinder freuen sich riesig und ihre Augen glänzen. Sie verabschieden sich auch ganz nett von uns.
Gegen 17 Uhr laufen wir zur Lodge zurück. Auf unserer Terrasse können wir einen Fish Eagle
sowie einen Vervet Monkey
und Kingfishers beobachten.
Am Abend wird gelesen und geduscht. Ueber das Diner wollen wir lieber nicht reden..... 😣
KarstenB2'396 Beiträge · seit 201130. Aug. 2015 · #48
Hallo Annick,
erst mal danke für Deinen Bericht, wie immer sehr schön und informativ. Bei dem Badezimmer fiel mir auf, dass die Dusche für sich ist und das Klo frei im Raum steht. Ich habe es lieber umgekehrt 🤩 . Zur Großfamilie fällt mir der Spruch ein: "Der Wunsch nach einem Sohn ist der Vater vieler Töchter!" Und als letztes: (schnell verbessern, bevor Marina mit Dir schimpft 😎 ), Dein Fish Eagle ist ein weiterer Palmgeier 😗 !
ANNICKThemenstarter8'054 Beiträge · seit 200830. Aug. 2015 · #50
@Mensch Karsten, es ist zu spät um es zu verbessern. Nächstes Mal lieber per PM! 😛 Jeder hier im Forum weiss inzwischen seit Jahren dass ich es mit den Vögeln einfach schwer habe..... 😣
Das Kasenyi Safari Camp, ist das die Lodge auf der rechten Seite zum View Points? Da waren ja zwei im Bau und man hatte uns erzählt, das bei einer auch eine Campsite geplant war. Sollt die Lage auf Piccos Karte stimmen, dann ist das die Andere, denn sie war nach links vom View Point. Eine Campsite auf dieser Seite des Queen wäre eine echte Bereicherung. Hast Du dazu noch Infos?
LG Christa
www.botswanadreams.de
"Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach."
Ernest Hemingway
ANNICKThemenstarter8'054 Beiträge · seit 200830. Aug. 2015 · #52
Hallo Christa,
Ich habe mir die Sache jetzt näher angeschaut!
Es gibt tatsächlich 2 Lodges.
Kasenyi Safari camp liegt links vom View Point Richtung Salzsee.
Wir sind auch an eine andere Lodge rechts vom View Point vorbeigefahren. Alles was fertig gebaut. Sie schien total verlassen zu sein und vergammelt....Wir haben keinen Schwanz gesehen....
ANNICKThemenstarter8'054 Beiträge · seit 200831. Aug. 2015 · #53
21.07.2015
Punkt um 7.30 verlassen wir Enganzi Lodge. Wir nehmen die Richtung Katunguru biegen aber vorher bei der Abzweigung links ein nach Ishasha. Die Piste finden wir dieses Jahr in einem sehr guten Zustand. Der Grader muss vor nicht so lange vorbei gefahren sein.
Unterwegs erblicken wir einen Büffel
und einen Waterbuck.
Eine Stunde später erreichen wir auch schon Ishasha und das Katookye Gate. Da erkundigen wir uns ob Heute Morgen Löwen gesichtet wurden. Antwort: nein..... 😵 Ein herausfahrendes Safariauto bestätigt es. Wir beschliessen weiter zu fahren. Es lohnt sich nicht ein neues Permit zu kaufen wenn man praktisch keine Chance hat eine Mieze zu sichten..... 😎 Es geht danach weiter nach Ruhija. Ab Kihihi ändert sich die Landschaft.
Die Piste wird auch rot und sehr sehr staubig.... 🙄 Unterwegs kann man immer interessante Szenen beobachten.
Gegen 14 Uhr kommen wir in Ruhija an. Heute ist Markt.
Wir brauchen eine halbe Stunde um durch das Dorf zu fahren. Ein Lastwagen sperrt uns auch noch den Weg. Emmy der Besitzer von der Bakiga Lodge empfängt uns ganz herzlich mit einem Welcome Drink. Da wir sehr hungrig sind bekommen wir unser Lunch im Restaurant: Avocado Vinaigrette, miam miam.
Anschliessend werden wir zu unsere "Cabin" gebracht. Es ist einfach eingerichtet
mit Dusche/WC.
Von der Terrasse aus hat man eine super schöne Aussicht.
Danach spazieren wir im Dorf herum. In der Schule melden wir unseren Besuch für den nächsten Nachmittag an. Annie, die Direktorin, freut sich schon riesig.
Abends wird es sehr schnell kalt. Beim Kamin kann man seine Knochen mit einem guten Vino erwärmen! 🙂
Das Abendessen erweist sich als mittelmässig. Emmie erzählt uns Geschichten. Wir sind die Einzige Gäste.
Preis pro Nacht für die "Cabin": 200 US$ zu teuer finde ich.
Morgen geht es endlich zum ersehnten Gorilla Tracking, yuhu! 🤪
ANNICKThemenstarter8'054 Beiträge · seit 200801. Sept. 2015 · #54
22.07.2015
Um 6.45 frühstücke ich allein im Restaurant. Es schmeckt sogar. Mein Toni ist im Bett geblieben, es macht sich nichts aus Gorillas! 😗 Emmy hat mir auch ein Lunchpacket vorbereitet. Den Kilometer bis zur Rangerstation gehe ich zu Fuss.
Um 7.30 komme ich dort auch als Erste an. Kenneth, der Chefranger, fragt gleich nach meinem Pass und Permit. Er trägt mich auf seine Liste ein und meint es gäbe heute 3 verschiedene Gruppe: Bitukura, Oruzogo und Kyaguriro.
Langsam kommen die Turis per Auto an. Ich fange an sie zu zählen und komme auf 27 statt 24.....Die Meisten sehen auch nicht besonders fitt aus.... 🤪 Der Chefranger scheint mit der Anzahl von Turis auch verwirrt zu sein. Es wird herumtelefoniert und gepalabert.... Um 8.30 gibt er endlich einen Briefing. Da heisst es wir würden 9 Personnen per Gruppe sein. Irgendwie gab es mit den Permits ein Gnusch.... Die Gruppen Bitukura und Oruzogo befinden sich ca. eine Stunde Fussmarsch und die Kyaguriro 3 Stunden.
Schlussendlich lande ich mit 3 anderen Schweizern und 5 Israelis in der Kyaguriro Gruppe. Punkt um 9 Uhr folgen wir unserem Ranger Robert.
Wir fahren schon einmal 15 Minuten Jeep. Ruhija ist auf rund 2500 Metern der höchstgelegene Ort am Bwindi Wald. Danach steigen wir aus und es geht eine ganze Stunde steil bergab.
Ab und zu fällt immer Jemand auf die Schnauze denn am Boden gibt es lauter Wurzeln.... 😣
Robert erfährt auf einmal von den Trackers per Telefon dass die Gorillagruppe das Revier verlassen hat. Es geht wieder alles berghoch. Ach du meine Güte, ich bin die Aelteste und bekomme es auch zu spüren. Die Höhe macht mir schon zu schaffen. Wir laufen nicht sondern wir krabbeln hoch...... 🙄
Nach einer Stunde wird es zum Glück flacher. Gott sei Dank, wir sind alle vom Schwitzen platschnass. Endlich erklärt uns Robert dass die Gruppe nicht mehr weit ist. Er erzählt uns auch ein bisschen über die Familie. Sie wird erst seit 2 Monaten von den Turis besucht. Vorher diente sie als "Research Gruppe". Momentan herrsch im Clan Unruhe. Rukina, der Chef Silverback, ist plötzlich im April 2015 mit 31 Jahren gestorben. Rukina hat dazu beigetragen die Silverbacks besser zu verstehen. Er hat auch an verschiedene Dokumentarfilme teilgenommen. Inzwischen hat der zweite Silberback die Führung übernommen. Es gibt aber Streit mit den 2 Blackbacks. Die Familie besteht aus 14 Gorillas.
Es kann losgehen. Mit der Machette öffnen uns die Trackers einen Weg zu den Gorillas. Den ersten den wir sehen ist ein Blackback. Hat warscheinlich Krach mit einem Genossen gehabt denn er hat eine Wunde.
Unweit lässt es sich eine Madame schmecken.
Leider bewegt sich die Familie immer wieder und wir müssen hinterher seckeln.... 😗
Später begegnen wir auch dem zweiten Blackback.
Der Robert such auch nach den 2 Kleinen. Sie befinden sich mit den Mamas und dem Silverback Rukara im Gebüsch.
Die Trackers machen für uns eine Oeffnung. Da sehen wir sie.
ANNICKThemenstarter8'054 Beiträge · seit 200802. Sept. 2015 · #55
Es ist nicht immer einfach ein gutes Foto zu schiessen. Die Gorillas bewegen sich immer wieder, besonders die Kleinen!
Leider geht die Stunde viel zu schnell vorbei. Robert erklärt dass wir langsam zurück müssen. Zum Glück gibt es eine Abkürzung. Die 3 Schweizer und 5 Israelis haben kein Lunchpacket dabei. Sie wollen auch keine Pause einlegen denn für sie geht es anschliessend weiter nach Lake Bunyonyi.... 🙄 Und so krabbeln wir wieder eine ganze Stunde hoch bis zur Hauptpiste. Da warten wir auf unser Jeep. Mein Magen knurrt wie verrückt. Sobald ein Sammeltaxi oder Auto vorbei fährt, sieht man praktisch nicht mehr viel. Der Staub irritiert wahnsinnig die Augen!
15 Minuten später fahren wir zur Rangerstation zurück. Jeder bekommt eine Gorilla Urkunde. Unter Schweizer lassen wir uns fotografieren.
Endlich kann ich gegen 14.30 mein Lunchpacket mit Robert teilen. Es tut gut für den Magen! 🙂 Ein Boda Boda bringt mich anschliessend in die Lodge zurück. Da wartet auch neugierig mein Mann. Er hat sich heute einen Ruhetag gegönnt. Ich gehe schnell duschen und ziehe mir andere Klamotten an. Dann geht es mit einem Koffer voller Schulsachen zum Ruhija Community Orphanage. Happy, die Direktorin, erwartet uns!
Diese Schule empfängt 127 Kinder, davon 55 im Internat. Wir besuchen zuerst verschiedene Klassen.
Dann die Küche. Jeden Tag gibt es praktisch dasselbe Essen: Maispape mit Bohnen und Kraut.
Happy und die Kinder freuen sich sehr auf unseren Besuch. Gegen 18 Uhr verlassen wir sie und kehren zur Bakiga Lodge zurück. Zum Abendessen gibt es frische Gemüsesuppe, Beef Stroganoff und flambierte Banane. Lecker! 😁
chris p382 Beiträge · seit 200602. Sept. 2015 · #56
Hallo Annick,
tolle Bilder von den Gorillas, es ist einfach etwas ganz besonderes diesen wunderbaren Tieren so nahe zu sein. Jetzt aber freuen wir uns auf Kigali und Ruanda, wir sind gespannt ob Ihr auch so begeistert seit wie wir, gerade Kigali hat uns im letzten Jahr ganz besonders gut gefallen.
LG Christian
ANNICKThemenstarter8'054 Beiträge · seit 200803. Sept. 2015 · #57
23.07.2015
Gegen 9 Uhr verlassen wir Ruhija. Die 30 kilometerlange Sandpiste bis zur Abzweigung Kabale ist kurvenreich.
Wir brauchen 2 Stunden bis wir diese Stadt erreichen. Und dort herrscht ein unmögliches Chaos. Kabale Innenstadt ist wegen einer riesen Baustelle gesperrt.
Da tanken wir und verlieren eine halbe Stunde bis wir da durch sind. Auf der neuen Teerstrasse Richtung Rwanda sind die Bauarbeiten fast beeendet.
Die Landschaft wird grüner und die Teeplantagen häufen sich.
20 Kilometer später kommen wir an die Gatuna Grenze an. Mamamia was für ein Gnusch!
Da stehen lauter LKWs die rüber wollen. Wir fahren weiter bis zum Immigration Gebäude.
Da füllen wir unsere "departure" Zettel aus und zeigen unsere Pässe. Ich muss mich echt durchschlagen denn es gibt immer wieder Kerle, die sich vor mir schleichen wollen... 🙄 Danach eilen wir zur Polizei wo wir die Papiere vom Hilux zeigen müssen. Anschliessend marschieren wir noch zum Zoll um die Wagenausfuhr zu erledigen. Da muss ich in der Schlange auch meinen Platz verteidigen.... 😎
Der ganze Papierkram Uganda Seite braucht 30 Minuten...
Dann fängt das Ganze wieder in der Rwanda Seite an. Zuerst kommt aber die Sanitärkontrolle wegen Ebola. Vor uns stehen schon 18 Leute. Auf einmal herrscht auch Aufregung. Bei einer Dame wurde Fieber gemessen. Der Chef kümmert sich darum. Bis wir endlich drankommen verlaufen wieder 15 Minuten. Jetzt dürfen wir zur Rwanda Immigration. Da muss ich 2 Männer beschimpfen weil sie einfach eine Musungu Frau so auf die Seite schieben! Der Beamte am Schalter lacht sich zum Tode. Dann kommt der Zoll für die Wageneinfuhr und noch die Polizei. Das kostet uns auch 45 Minuten. Insgesamt verlieren wir an der Grenze 1 1/2 Stunden. Kaum zu glauben. 😗
Zum Schluss gibt es noch eine Schranke wo uns ein Officer darauf aufmerksam macht dass man in Rwanda rechts fährt und dass es eine Zeitdifferenz gibt ( 1 Stunde weniger).
Man merkt gleich dass man Uganda verlassen hat. Die Strassen sind auf einmal sehr sauber. Unterwegs werden wir auch mehrere LKW Unfälle beobachten.
Der Radverkehr nimmt auch zu.
Die 78 Kilometer bis nach Kigali schaffen wir in einer Stunde.
Irgendwie verfahre ich mich und wir geraten ins Zentrum. Da herrscht ein reger Verkehr. Mit der englischen Sprache kommt man hier nicht weit. Französisch scheint hier besser zu klappen. Gegen 14 Uhr kommen wir endlich in Nyarutarama und Garr Hotel an.
An der Rezeption werden wir freundlich von Vanessa begrüsst. Wir bekommen Zimmer 108, mit 2 Betten
Bad/WC.
Wifi klappt im Zimmer wunderbar. Wir packen unsere Koffer aus und erfrischen uns im Pool. Es tut schon gut bei dieser Hitze.
Später laufen wir bis zum MTN Shopping Center wo wir 200'000 FRW mit unserer Visakarte abheben. Mehr will der Automat nicht hergeben und von der Maestro Karte will er nichts wissen...
Am Abend essen wir unweit im italienischen Restaurant Via Veneto. Pizza und Penne al Arrabiata schmecken lecker.
Morgen besuchen wir die Stadt und das Genocide Memorial.
ANNICKThemenstarter8'054 Beiträge · seit 200805. Sept. 2015 · #59
24.07.2015
Das Frühstücksbuffet erweist sich im Garr Hotel als reichhaltig und sehr lecker! Miam miam. 🙂
Gegen 9 Uhr fahren wir zum Genocide Memorial Centre. Es ist ein nationales Mahnmal und erinnert in Dokumentationen an den Völkermord.
Kein Ereignis hat grössere Auswirkungen auf die Geschichte Ruandas gehabt als der Bürgerkrieg von 1994. In einer Periode vom 100 Tagen und unter den wachsamen Augen einer Friedenstruppe der Vereinten Nationen ermordeten die Hutus systematisch über eine Million Tutsis. Die Völkermord-Gedenkstätte in Kigali wurde am zehnten Jahrestag des Genozids, im Jahr 2004, eingeweiht. Das Zentrum befindet sich im Vorort Gisozi, an der Stelle wo 250'000 Menschen ihre letzte Ruhestätte in einem Massengrab fanden. Eintritt ist frei aber eine kleine "donation" wird gerne gesehen.
Im Museum selber kann man viele Bilder von diesen Massakers ansehen. Ich habe mir schon andere Genocide Centers angeschaut und ich finde Bilder tun nicht denselben Effekt wie zum Beispiel Objekte, Knochen, Folterkammer...usw Murambi hat mich zum Beispiel viel mehr berührt. Vom Center aus bekommt man einen tollen Ueberblick auf die Stadt.
Anschliessend fahren wir zum Hotel zurück und nehmen ein Boda Boda für das Stadtzentrum. Mit dem Wagen wollen wir nämlich nicht hinfahren. In Rwanda verfolgt man genau die Verkehrsordnung. Jeder Boda Boda Fahrer trägt einen Helm, die Fahrgäste müssen es auch. Die Fahrt zum Nakumatt handeln wir auf 1500FRW pro Boda Boda.
In unserem Hotel sagte uns die Rezeptionistin dass nur die Equity Bank die Maestro Karte akzeptiert. Da laufen wir anschliessend hin. Tatsächlich haben wir Glück und können 200'000FRW abheben. Für uns ist Maestro günstiger als Visa. Viel weniger Spesen. Danach spazieren wir in die Stadt herum.
Bald knurt auch schon wieder unser Magen.....In Rwanda servieren viele Restaurants zum Lunch ein billiges Buffet zu 2'500FRW. Wir probieren es im Nakumatt Zentrum und es schmeckt sehr gut.
Gegen 16 Uhr nehmen wir wieder ein Boda Boda zurück ins Hotel. Wir geniessen noch 2 Stunden den Pool. Während einer Stunde fällt auch der Strom aus. Kein Wunder bei diesen super Anlagen......
Das Abendessen nehmen wir im Oriental ZEN Restaurant ein. Fünf Minuten nur zu Fuss. Es schmeckt wunderbar.
Bloke1'920 Beiträge · seit 200805. Sept. 2015 · #60
ANNICK schrieb:24.07.2015]
[. Die Fahrt zum Nakumatt handeln wir auf 1500FRW pro Boda Boda.
Bald knurt auch schon wieder unser Magen.....In Rwanda servieren viele Restaurants zum Lunch ein billiges Buffet zu 2'500FRW. Wir probieren es im Nakumatt Zentrum und es schmeckt sehr gut.
Morgen geht es weiten zum Akagera NP.
Das Buffet im Nakumat ist echt Weltklasse. Lökales Essen in super Qualität, und der Advocato Salat echt eine Granate.
Leider hat man euch bezüglich des Boda Boda a bissle über den Tisch gezogen, der lokale Preis liegt weit unter den 1500 RF.....aber egal sind ja grad mal 1 Euro 80