PAPackmicheinThemenstarter2 Beiträge · seit 201513. Juli 2015 · #1Hallo zusammen,
aufgrund einer kleinen Kreuzfahrt von Walfishbay nach Durban, habe ich geplant, vom 9. bis 15.1.2016 noch ein wenig Namibia mit dem Auto zu erkunden.
Natürlich steht bei uns Etosha ganz oben auf der Liste oder auch die roten Dünen...
Abgesehen davon, dass das viel Fahrerei ist, ist meine große Frage:
Wie intensiv ist die Regenzeit und die damit zu erwartende Beeinflussung auf die Straßenbeschaffenheit?
Und: Muss man unbedingt eine Malaria-Prophylaxe machen? Das ist mir für 2-3 Tage während einer dreiwöchigen Reise eigentlich zu heavy.
Ich habe schon gelesen, dass man vermutlich weniger Tiere an den Wasserlöchern sieht.
Daher echt die Frage: Lohnt sich das überhaupt?
6 Tage sind für die Strecke Windhoek-Etosha-Walfishbay ja auch nicht eben üppig. Aber mehr Zeit haben wir leider nicht.
Und nur nach Windhoek zu fliegen, um direkt nach Walfishbay auf's Schiff zu gehen und nur noch Lüderitz zu sehen, ist auch zu schade.
Danke für Eure Tipps!
Eure Packmichein aus Berlin
travelNAMIBIA33,1k Beiträge · seit 200613. Juli 2015 · #2Hallo Packmichein,
willkommen im Forum!
Erst einmal vorweg: Regenzeit bedeutet in Namibia - wenn alles gut läuft, d.h. es regnet) alle paar Tage mal für ne Stunde oder auch zwei Niederschlag. In den vergangenen 2 Jahren kam es aber fast landesweit nichtmal dazu. Ich würde meine Route auf den Standardtouristenpfaden nicht nach der Regenzeit richten. Im "schlechtesten" Fall musst Du eben mal ein paar Stunden vor einem laufenden Rivier (=fließenden Fluss) stehen und warten.
Etosha lohnt sich IMMER. Am Ende der Regenzeit kann es in der Tat so sein, dass Du weniger Tiere an den Wasserlöchern siehst. Beim Herumfahren wird Dir aber was Tiere angeht nicht langweilig werden.
Viele Grüße aus Windhoek
Christian
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PAPackmicheinThemenstarter2 Beiträge · seit 201513. Juli 2015 · #3Hallo Christian,
das beruhigt mich doch etwas!
Sag mal, muß man echt ne Malaria-Prophylaxe in der Zeit da oben haben, oder ist das eher noch weiter nördlich im Caprivi-Zipfel (wohin wir nicht kommen würden). Und: Wieviel Zeit brauchen wir von Windhoek bis zu (welchem?) Eingang zum Etosha NP?
Und: mir sagen Leute immer: Wenn Du nach Namibia fährst, dann brauchst Du 4 x 4 und einen Fahrer, der Reifen wechseln kann (also wir sind zwei Mädels, die das schon gar nicht an einem Jeep könnten...).
Hast Du einen Tipp, wo wir eine organisierte Tour ab Windhoek hinkriegen? Wäre ja auch was, mal nicht zu fahren...
Dank Dir nochmals im Voraus 🙂
travelNAMIBIA33,1k Beiträge · seit 200613. Juli 2015 · #4Hallo Packmichein,
alle Tore Etoshas sind von Windhoek über Asphatstraßen zu erreichen. Einfach die Kilometer durch 100 km/h teilen und Du hast die reine Fahrtzeit ohne Foto-, Tank- und andere Stops. Zu Malariaprophylaxe nutze mal die Suche - es gibt hunderte Threads und tausende Meinungen/Empfehlungen dazu. Im Zweifel weiß es nur ein Tropenmediziner. Ich persönlich (bin kein Arzt!) würde für Etosha nicht auf die Idee kommen etwas zu nehmen.
Namibia ist ein Selbstfahrerland und gerade deshalb so beliebt. Auf den normalen Touristenpfaden kommt im Zweifel auch irgendwann jemand, der Euch beim Reifenwechseln helfen würde. Aber das ist auch für ein (oder sogar zwei) Mädels kein Problem. Zu geführten Touren nutze ebenfalls mal die Suche.
Viele Grüße aus Windhoek
Christian
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MariusD8 Beiträge · seit 201420. Juli 2015 · #5Hi,
gemessen an meinen Erfahrungen aus dem letzten Jahr kann ich das bestätigen was travelNAMIBIA geschrieben hat.
Ich habe bezüglich der Tiervielfalt im Etoscha im September und dem darauf folgenden Januar kaum Unterschiede ausmachen können.
Kommt ihr am 8. an und könnt am 9. morgens losfahren? Dann würde ich von Windhoek erstmal zum Waterberg, dort in einer Lodge absteigen und eine kleine Wanderung machen. Ist ein super Einstieg in Namibia.
Von dort am nächsten Tag dann nach Etosha.
Dort gilt dann:
Drei Nächte in Etosha sind mMn ausreichend, in Okaukuejo die 1. Nacht, am nächsten Tag früh (der Tiere wegen) und entspannt mit Beobachtungspausen nach Halali (mit Pool 😉 - nicht unwichtig im Januar) und am nächsten Tag wieder zurück nach Okaukuejo.
IWindhoek zum südlichen Eingangstor easy an einem Tag machbar.
Das gemietete Auto bestimmt dann die Fahrt nach Walvis Bay:
4x4 bzw. Geländewagen:
über Khorixas an die Küste und dann nach Walvis (mit Zwischenübernachtung).
So wie ich es in Erinnerung habe fast nur Schotter, teilweise schlechter Zustand, Reifenwechsel nicht ausgeschlossen.
Kleinwagen/Mittelklasse:
Von Etosha auf eine Farm in der Nähe von Okahandja, dort schlafen und am nächsten Tag die Asphaltstraße nach Walvis nehmen.
Wenn ihr recht früh los kommt würde ich auf dem Weg noch die Spitzkoppe mitnehmen, selbst eine Stunde dort rumfahren lohnt sich ungemein (allein der zwei halbzahmen Erdmännchen am Eingang wegen 😉 ).
Meine Meinung zu Malaria-Prophylaxe: Nicht nötig.
Das gleiche gilt für geführte Touren 😄
Macht es selbst, es ist wirklich nicht schwer oder gefährlich. Einsamkeit und Natur erleben, deshalb kommen viele nach Namibia und das findet man dort auch zu Hauf. Mit der Einsamkeit stelle ich es mir im vollen Touri-Bus schwierig vor, die Natur lässt sich bestimmt auch besser erleben wenn man selbst bestimmen kann wann die Reise wohin geht.
Gruß Marius
PApaulinchen475 Beiträge · seit 201221. Juli 2015 · #6Hi
Ich kann das Gesagte nur bestätigen.
Wir waren letzten Dezember kurz vor Weihnachten im Etosha und hatten die tollsten Tierbeobachtungen überhaupt.
Eine badende Hyäne, ein riesiges Löwenrudel kreuzte die Strasse, viele Giraffen, Elefanten und alles, was man sich sonst noch so wünscht.....und die Regenwolken und Schauer haben uns noch herrlich athmosphärische Photos geschenkt.
Wir werden im Dezember/Januar wieder in der Region sein und überlegen, ob wir noch einmal dorthin reisen...
lg
paulinchen
Graskop960 Beiträge · seit 201321. Juli 2015 · #7Hallo Packmichein aus Berlin,
ich möchte dir die geschriebenen positiven Sachen
auf gar keinen Fall negativ reden.
Ich glaube nur das die Tiersichtungen entscheidend vom Regen
abhängen.
Wir haben vor ein paar Jahren an 5 Tagen Etosha im Februar nicht
einen Elefanten gesehen und auch keine Katzen. 🙁
Und das lag nicht an unseren Augen 😉
Ich wünsch dir aber ganz viele tolle Sichtungen
LG
Graskop aus dem Barnim 😉