Namibia und Botswana in 19 Tagen?

36 Antworten · 5'394 Aufrufe · gestartet 25. Juni 2015 von Christian1983
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Themenstarter42 Beiträge · seit 201525. Juni 2015 · #1
Hallo,

nun hat es doch geklappt und wir haben noch einen 4x4 für August bekommen. 🤩

Die Freude ist schon unermesslich und wir sind nun mitten an der Planung. Im Moment warten wir auf Antworten von einigen Campsites in und um Etosha NP, da wir unsere Routen Planung wohl etwas daran orientieren werden.
Aber wir haben schon gesehen das auch im August noch was im und in der Nähe für Camper möglich ist. Vermutlich nicht mehr bei den Hotspots, aber etwas abseits vom Touristenstrom kann ja auch seinen Reiz haben.

Zu meinen Fragen:
Was lässt sich in in 19 Tagen in Namibia und evtl angrenzendem Botswana alles erleben. An welchen Orten ist mehr als eine Nacht sinnvoll?
Etosha ist klar, da wollen wir wohl 5 Tage bleiben.

Unser Hauptaugenmerk liegt auf Tiere und Landschaft. Als begeisterter Fotograf und Astronomie-Student freue ich mich natürlich auf wunderbare Nächte unterm Südhimmel.

Irgendwie muss ich aber gestehen fände ich es auch toll Botswana ebenfalls mit in eine Rundreise einzubeziehen, aber es kann gut sein, dass 19 Tage dafür nicht genug sind und wohl in einem nächsten Trip mit eingeplant werden sollte. (Victoria Falls stehen auf meiner Bucket List aber ist denke ich nicht zu schaffen ohne in Stress auszuarten)

Werde mich nun weiter durch das Forum wühlen. Aber freue mich über einen Austausch hier.

Danke.
Christian

Offtopic: Habe nun endlich einen Blog zu erstellen in welchen unsere Reise die wir so unternommen haben online bringen will. Kann mich nur nicht ganz für einen Anbieter entscheiden. Habt ihr Tipps? Wordpress oder Joomla oder Weebly. Mittlerweile gibt es ja unzählige?
zuletzt bearbeitet 25. Juni 2015
133 Beiträge · seit 201525. Juni 2015 · #2
Guten Morgen Christian,

willkommen im Forum.

Da hast dem Forum ja eine harte Nuß vorgelegt. 19 Tage Namibia, Hauptaugenmerk auf Tiere und Landschaft. Beide gibt's in NAM reichlich, wie Du Dir denken kannst.

Gut, die 5 Nächte Etosha, das wird für Euch ja eine Pflichtübung. Bleiben noch 14. Nach Botswana wollt Ihr auch. Aber, sei mir bitte nicht böse, da Ihr erstmalig in NAM seid, würde ich Euch von BW abraten. Konzentriert Euch doch auf NAM.

Hier gibt's so viel zu sehen, allein die Landschaft. Im Süden die Karoo, der Orange River und der Fish River Canyon, Zentral das Khomas Hochland, im Westen an der Küste die Namib, nordwestlich das Damaraland mit seinen monumental geschwungenen Hügeln. Ganz im Norden wieder eine andere Landschaft, die "Steppe" mit ihren vielen Oshanas, das sind Seen, die, wenn die Regenzeit gut war, überall in der Landschaft zu sehen sind. Einige kommen auch aus Angola "heruntergeflossen". Und im Osten, von etwa der Breite von Windhoek bis herunter zur SA-Grenze, die Kalahari. Jede Landschaft hat ihren eigenen Reiz.

Also, wie beschrieben, Landschaft gibt's reichlich. Und Tiere auch. Die konzentrieren sich nicht nur auf Etosha (da sind die halt "geballt stationiert"), man sieht sie auch überall im übrigen Land, neben der Pad, im Veld. Kann gut sein, daß, wenn man Richtung Sesriem unterwegs ist, einem ein Oryx über die Pad läuft. Erdhörnchen sind vor allem im Süden weit verbreitet. Auch Strauße sieht man häufig, um Windhoek herum tummeln sich viele Baboons. Im Damaraland sieht man häufig Springböcke und, wenn man großes Glück hat, Wüstenelefanten.

Wegen Deiner Begeisterung für die Astronomie würde ich Dir empfehlen, Kontakt mit der Internationalen Amateur-Sternwarte IAS (geschaeftsstelle@ias-observatory.org) aufzunehmen. Die betreiben 2 Sternwarten in NAM.

Ich würde Euch grob folgende Route empfehlen:

Von Windhoek via Kalahari nach Süden zum Fish River Canyon, dann zum Sossusvlei (Namib), durch Damaraland zum Etosha. Und dann wieder zurück nach Windhoek. Wenn Du an vielen Orten zwei oder mehr Nächte bleibst und dann noch z.B. eine Nacht in der Sternwarte (falls das klappt und Du da reindarfst, als Astronomie-Student solltest Du da ggf. was rausschlagen können) hinzunimmst, dann kommst Du schon auf die 19 Tage.

Mit dieser Grob-Route habt Ihr schonmal einen guten Schnupper-Einblick von NAM gewonnen.

Also, Botswana und die Vic Falls solltet Ihr euch für den nächsten Urlaub aufheben. Ihr werdet garantiert wiederkommen.

Noch ein Tip zu den Routen. Plant die immer so, daß Ihr an einem Tag keinesfalls mehr als 500 km zurückzulegen habt (optimalerweise einiges weniger) und nicht in die Dunkelheit reinkommt. Zudem sollte auf Eurem Tagesweg mindestens eine Tanke liegen. Sprit ist das wichtigste. Bei den Tankstellen in NAM kann man nur bar zahlen, habt also immer genügend Cash dabei. Geldautomaten gibt es in allen Städten, ebenso wie Tankstellen.

Die Wege, egal ob Gravelpad oder Teerpad, sind in NAM alle gut ausgeschildert.

Laßt Euch bei der Bakkie-Übernahme eine kleine Einweisung ins 4x4-Fahren geben.

Ich wünsche Euch noch eine tolle Vorfreude, weiterhin gute Planung und dann einen wunderschönen Urlaub. Allzeit gute Pad!

Viele Grüße
Thomas
2'497 Beiträge · seit 201125. Juni 2015 · #3
Hallo Christian,

wir sind letztes Jahr in ähnlichem Zeitrahmen in Namibia und Botswana gewesen, allerdings mit Guides, die auch gefahren sind. Wir hatten einige heftige Fahrtage dabei und waren NICHT im Etosha, sondern nur von Windhoek durch den Caprivi nach Botswana und zurück. Wenn Ihr außer Etosha also noch was von Namibia sehen wollt, fahrt ein anderes Mal nach Botswana.

Die ersten beiden Afrika-Urlaube haben wir nur in Namibia verbracht und der vierte dieses Jahr wird auch wieder nur in Namibia sein, weil wir nicht ausschließlich im Auto sitzen möchten.

Botswana ist natürlich toll, aber auch sehr teuer, Ihr müsst Zeit für Grenzübertritte einplanen, Vicfalls geht als Tagesausflug z.B. von Kasane aus, ca. 60 € für den Shuttle, ca. 30 € Visum, ca.30 € Eintritt Nationalpark. Ein Heliflug kostet ca. 120 €, sehr, sehr beeindruckend, aber ich würde das Geld nicht für ein großes Gehetze einsetzen wollen, sondern lieber als Rücklage für die nächste Tour sehen.

Ich bin Fan von Swakopmund, weil ich dort die "Wassertiere" wie Seehunde, Delfine, Pelikane, Flamingos ... sehen kann und einen kleinen Eindruck der Namib habe, da die Dünen bis an die Stadt heranreichen. In der Wüste kann man eine schöne geführte Tour machen um die kleinen Tiere wie Camäleon, Gecko ... zu sehen. (Little Five)

Damaraland ist ebenfalls sehr schön und ein kleines Eckchen Kaokovelt, je nach Unterkünften in und um Etosha. Berichtet doch mal, was Ihr da bekommt.

Liebe Grüße
Karin
Würde sollte niemals ein Konjunktiv sein. Namibia 2016: Infos zu Auto+Camps+die "Jahrhundertsichtung" Namibia 2015: Namibia - Mein Seelenland Namibia und Botswana 2014: Überraschungstour Namibia und Botswana mit Guide Namibia 2013: Drei Heidjer in Namibia - Guck mal, Elefanten!
2'497 Beiträge · seit 201125. Juni 2015 · #4
Hallo nochmal,

während ich geschrieben habe, war Thomas schneller. Tolles Statement, Thomas, Du beschreibst das Land sehr treffend und liebevoll. 🙂

Für einen Astronomen sind sicher der Süden und das Sossusvlei ein Traum und das macht mehr Sinn als mehrere Länder zu verknüpfen.

Ihr vertut Euch bei den Entfernungen glaube ich ein wenig, das "Nachbarland" ist vom Etosha aus nicht mal eben so anzufahren, da müsstet Ihr schon noch mehrere Transfertage einplanen, denn Ihr müsst ja sicher auch wieder nach Windhoek zurück.

Viel Spass bei Eurer Planung
Karin
Würde sollte niemals ein Konjunktiv sein. Namibia 2016: Infos zu Auto+Camps+die "Jahrhundertsichtung" Namibia 2015: Namibia - Mein Seelenland Namibia und Botswana 2014: Überraschungstour Namibia und Botswana mit Guide Namibia 2013: Drei Heidjer in Namibia - Guck mal, Elefanten!
zuletzt bearbeitet 25. Juni 2015
4'129 Beiträge · seit 200825. Juni 2015 · #5
...und vergiss nicht die Skiunterwäsche einzupacken, wegen der Nachtfröste.

Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
Themenstarter42 Beiträge · seit 201525. Juni 2015 · #6
Hallo,

ich denke was Ihr geschrieben habt macht schon sehr viel Sinn. Dann heben wir uns vermutlich besser Botswana für einen nächsten Trip auf. 😎

Das es recht kalt werden kann wissen wir und werden uns auf alle Fälle gut vorbereiten. Danke auch für die tipps bezüglich der IAS. Werde die mal anschreiben.

War zufällig jemand schon auf der Tivoli Astrofarm.

Wir kommen ja recht früh an in Windhoek, welche Campsite für eine Fahrt gen Süden kann man empfehlen in oder in der Nähe von Windhoek. Wollten uns dort mit allem im Überfluss eindecken. 😄 .

Noch eine Frage zu den permits? Kauft man die alle bereits in Windhoek oder wie läuft das genau?

Sobald meine Route fertig ist präsentier ich sie euch mal 😐

Viele Grüße und danke bereits

Christian
133 Beiträge · seit 201525. Juni 2015 · #7
Hallo Christian,

gleich zu Deinen Fragen.

Als Campsite in / bei Windhoek könnte ich euch folgende empfehlen:

1) Urban Camp, liegt zentral (und ganz nah am Joes Beerhouse), email: booking@urbancamp.net

2) Arebbusch Campsite, email: reservations@arebbusch.com

Für den Großeinkauf könnt Ihr entweder zum Checkers im Gustav Voigts Centre zentral in der Independence Avenue, wobei das wegen der Baustelle oberhalb auf dem Parkplatz mit dem Parken vor dem Laden schwierig werden dürfte. Besser wäre da die Maerua Mall im Industriegebiet.

Bei den Permits gibt's zweierlei. Es gibt Permits, um in Umweltschutzgebieten Straßen befahren zu dürfen, und Permits für Nationalparks wie Etosha.

Das Permit für Etosha beantragt Ihr direkt im Park. Wenn Ihr durch das Gate im Westen (Okaukuejo) oder Osten (Namutoni) reinfahrt, müßt Ihr angeben, wielange Ihr im Park bleibt (man kann auch ein Mehrtages-Permit beantragen) und Angaben zum Fahrzeug machen. Beim folgenden Permit Office kauft Ihr das dann.

Das Permit für die Straßen, z.B. wenn Ihr in der Namib auf Padds außerhalb der C14 fahren wollt, das müßt Ihr entweder in Windhoek oder in Swakopmund kaufen. Vor Ort geht das nicht.

Wenn Ihr auf der Strecke durch ein Gate kommt, z.B. das Springbok Gate oder das Ugab River Gate, also in ein Umweltschutzgebiet wie z.B. den Skeleton Coast Park reinfahrt, das könnt Ihr dann auch vor Ort kaufen.

Hoffe, meine Antworten haben Dir etwas geholfen.

Viele Grüße
Thomas
16,9k Beiträge · seit 201225. Juni 2015 · #8
Heute schon die Suchfunktion genutzt? 🤪
zuletzt bearbeitet 22. Juni 2026
2'610 Beiträge · seit 200725. Juni 2015 · #9
Hallo Christian,

wenn du die 1. Nacht nicht direkt in Windhoek bleiben willst, dann schau dir mal den Lake Oanob an. Wir selbst waren zwar noch nicht da, aber werden den Campplatz dieses Jahr testen. Du kannst sofort schauen, ob dein ausgesuchter Platz noch frei ist und direkt buchen.

Grüße und weiterhin viel Spaß bei der Routenausarbeitung
Jambotessy

P.S. und ja, ich schließe mich an und rate zu "nur" Namibia!
Nur im Vorwärtsgehen gelangt man ans Ende der Reise. (Sprichwort der Ovambo) 1x Togo + Benin (mit TUI), 1x Ruanda + Zaire ( mit Explorer Reisen), 3x Kenia (in Eigenregie mit dem Bodenzelt), 23 x südl. Afrika (in Eigenregie Namibia, Botswana, Zimbabwe, Sambia, Südafrika/ 17x mit dem Dachzelt und 6x ohne Dachzelt)
Themenstarter42 Beiträge · seit 201525. Juni 2015 · #10
Hallo 🙂 ,

haben heute mal unsere erste Planung der Rundreise abgeschlossen. Bitte einmal ehrlichen Input ob zuviel oder wie ihr die Route seht. Ist nur der grobe Entwurf und soll erstmal ein Anhaltspunkt sein.

Tag 1 - Ankunft Windhoek
Tag 2 - Kalahari
Tag 3 - Kalahari
Tag 4 - Fish River Canyon
Tag 5 - Fish River Canyon
Tag 6 - Lüderitz
Tag 7 - Namib Naukluft Park / Soussusvlei
Tag 8 - Namib Naukluft Park / Soussusvlei
Tag 9 - Swakopmund
Tag 10 - Damaraland
Tag 11 - Damaraland
Tag 12 - Kaokoveld
Tag 13 - Kaokoveld
Tag 14 - Etosha NP
Tag 15 - Etosha NP
Tag 16 - Etosha NP
Tag 17 - Etosha NP
Tag 18 - Waterberg
Tag 19 - Windhoek und Abflug

Was haltet ihr bisher so davon? Ist das so machbar? Würdet ihr etwas weglassen oder evtl kürzen`?

Herzliche Grüße
133 Beiträge · seit 201525. Juni 2015 · #11
Hallo Christian,

na das liest sich doch schon ganz gut. Genauso würde ich das auch machen.

Was mir aber aufgefallen ist, das ist, daß Du nur einen Tag in Swakopmund eingeplant hat. Ich würde da zwei draus machen. Denn Swakopmund ist eine sehr interessante Stadt, sehr deutsch geprägt, und vollständig von der Namib umgeben. sich diese Stadt anzuschauen, das lohnt schon, gerade wenn man erstmalig da ist, einen zumindest zweitägigen Aufenthalt. Hier gibt es soviel zu entdecken.

Du hast zwei Tage Damaraland und 2 Tage Kaokoveld eingeplant. Das ist schon sehr interessant und eine unglaublich faszinierende Landschaft. Da könnte man jeweils mehrere Tage verbringen. Aber ihr habt nur insgs. 19 Tage und müßt da halt eine "Schnupper-Rundtour" reinpressen.

Also: mein Vorschlag wäre, einen Tag Kaokoveld zu streichen zugunsten eines weiteren Tages Swakopmund.

Zwei Tage Damaraland sind aber durchaus angebracht. Z.B, von Swakopmund aus kommend, zum Brandberg, dann weiter nach Palmwag.

Damaraland und Kaokoveld sind beide im Westen und gehen fließend ineienander über. Während man die atemberaubenede Landschaft mit den Monumental-Bergen vor allem im Damaraland findet, ist das Kaokoveld eine nicht weniger atemberaubende Landschaft ganz im Nordwesten, hier gibt es viele ziemlich schroffe Bergmassive. Dort leben die Himbas. Bekannteste Stadt ist Opuwo.

Ich weiß nicht, ob Ihr so hoch in den Norden fahren wollt. Bei welchem Gate wollt Ihr genau zum Etosha rein? Okaukuejo, vermute ich mal. Es gibt auch noch das Galton Gate im Westen, das soll aber nicht immer offen sein. Möglicherweise planst Du, zum östlichen Gate (King Nehale Gate oder Namutoni) in den Etosha reinzufahren. Dann müßtet Ihr ja vom Westen her um den nördlichen Park rumfahren. In diesem Fall könnte es für Euch durchaus routenmäßig Sinn machen, davor einen Halt in Opuwo zu machen. Am nächsten Tag könntet Ihr dann auf C41 und B1 via Ondangwa zum King Nehale Gate (Abzweigung in Omuthiya) fahren und dann Eure "Etosha-Tage" beginnen.

Somit wäre doch der Anschluß an den Etosha von Swakopmund aus da:

2 Tage Swakopmund, danach zum Brandberg, dann nach Palmwag, von dort aus nach Opuwo, und dann zum King Nehale Gate in den Etosha.

Auf der Strecke von Opuwo nach Nehale würdet Ihr sogar in den hohen Norden hochkommen, dort mal die Landschaft schnuppern. Ihr werdet feststellen, daß der Norden (außer dem Kaokoveld) das am dichtesten bevölkerte Gebiet von NAM ist.

Also, das nur als Vorschlag und Planungsanstoß.

Euch noch eine tolle Vorfreude. Habt einen wunderschönen Urlaub.

Viele Grüße
Thomas
zuletzt bearbeitet 25. Juni 2015
Themenstarter42 Beiträge · seit 201526. Juni 2015 · #12
Hallo,

danke das klingt doch schon mal nach einem guten Plan. Im Moment sieht es für Camping Möglichkeiten innerhalb Etosha vermutlich eher schlecht aus. Man könnte dann im Norden wie von dir vorgeschlagen rumfahren und dann im Onguma Game Reserve unterkommen. Das wäre jetzt so meine Idee.

Dankbare Grüße
Christian
360 Beiträge · seit 201326. Juni 2015 · #13
Hallo Christian,

da es ja eure erste Namibia-Reise ist, würde ich nicht gleich bis ins Kaokoveld hoch fahren. Nutzt die zwei Nächte lieber, um die Aufenthalte in Swakopmund und Lüderitz oder Waterberg zu verlängern.

Alternativ zu Lüderitz könntet ihr auch überlegen, eine Nacht auf einer der Farmen in den Tirasbergen zu verbringen. Wir sind vor zwei Jahren eine ähnliche Tour in der gleichen Zeit gefahren - siehe Link in der Signatur unten.

Viel Spaß beim Planen und natürlich bei der Reise selbst!
Schöne Grüße
Sonja
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133 Beiträge · seit 201526. Juni 2015 · #14
Hallo Christian,

das mit dem Onguma Game Reserve wäre an dem "Anfahrtstag" natürlich ein Stück weiter die B1 runter, dann in die C38. Aber machbar, wenn ihr am Morgen relativ zeitig abfahrt.

Camps im Park sind bei Namutoni (Ost), Halali (Mitte) und Okaukuejo (West). Namutoni ist aktuell eine Baustelle und nicht zu empfehlen.

Da bietet es sich doch an, Eure 5 geplanten Etosha-Tage für einen Unterkunftswechsel dort zu nutzen.

Also z.B. erster Etosha-Tag im Onguma, dann weiter nach Halali, und dann weiter nach Okaukuejo. So könnt Ihr während Eurer 5 Tage Etosha alle Wasserlöcher mal durchmachen, und könnt an den Tagen, an denen Ihr im Park untergebracht seid, die volle Bandbreite des Tages ausschöpfen.

Wie Ihr das machen wollt, müßt Ihr vorher genau wissen, denn das müßt Ihr dann am Permit Gate angeben. Wenn Ihr also, angenommen, am "Anfahrtstag Etosha" via C38 zum Onguma kommt, dann wollt ihr möglicherweise angesichts der Tageszeit und der Tour nicht mehr auf Safari. Am nächsten Morgen, wenn Ihr zum Lindequist Gate kommt, müßt Ihr das Permit für Euren Etosha-Aufenthalt beantragen. Für Euch beide und für den Bakkie, bemessen nach Aufenthaltstagen. Ihr füllt ein Formular aus, welches Ihr dann im Permit Office im Fort Namutoni bezahlt.

Für den Morgen, an dem Ihr zum Waterberg weiterwollt, schlage ich vor, das von Okaukuejo aus zu machen. Da könnt Ihr schön auf der C38 via Outjo nach Otjiwarongo fahren. Von dort aus geht es auf der B1 zunächst ca. 30 km weiter nach Süden, dann zweigt die C22 linker Hand ab. Sobald Ihr die Hügelkuppe überwunden habt, tauchen zwei Bergmassive vor Euch auf. Das linke ist der Waterberg.

Für eine Übernachtung dort würde ich den "Waterberg Plato Park" empfehlen. Da gibt es Unterkünfte direkt unterhalb des Kamms, lohnenswert ist auch ein Besuch des dt. Friedhofes (etwas versteckt am Fuße des Hangs, aber vom Anfahrtsweg zu den Chalets aus erreichbar). Unterkunfts-Chalets sind super, ebenso das Essen. Aber: bedingt durch die Lage am Berghang sind die Anfahrtswege mitunter steil, gleiches gilt für den Fußweg vom Chalet zum - relativ weit unten befindlichen - Restaurant.
Wenn Ihr erstmalig zur Rezeption fahrt, erhaltet Ihr dort u.a. ein Receipt, das Ihr unbedingt aufheben müßt. Das muß bei der Abreise vorgezeigt werden, ohne das läßt man Euch nicht raus.

Am anderen Morgen ist es vom Waterberg via Otjiwarongo auch nicht mehr weit bis Windhoek.
Wenn das nicht Euer Abreisetag wäre, könnte ich Euch eine schöne Route via Okakarara, Okondjatu und Otjosondu und Okahandja empfehlen. Aber das wäre für Euren Rückflugtag zu viel Strecke und Zeit, zumal bis kurz vor Okahandja die gesamte Strecke auf Gravelpad verläuft.

Viele Grüße
Thomas
835 Beiträge · seit 200626. Juni 2015 · #15
Hallo Christian,

ich würde an Deiner Stelle den Süden streichen oder zumindest die eine Nacht in Lüderitz weglassen und stattdessen in die Tirasberge fahren. Du kommt vom Fisch River Canyon am Nachmittag in Lüderitz an und musst einer Übernachtung am nächsten Tag gleich wieder starten. Wenn Du tatsächlich von Lüderitz bis Sossusvlei durchfahren willst, sogar sehr früh starten. Mir wäre die Strecke viel zu weit. Für Kolmanskuppe oder eine Katamaranfahrt wirst Du in Lüderitz bei der Planung keine Zeit finden. Und dann lohnt es sich eigentlich nicht.

Ich persönlich würde von der Kalahari (habt ihr schon ein konkretes Ziel?) gleich Richtung Sossusvlei aufbrechen und die dadurch eingesparten Nächte auf Swakopmund und den Norden verteilen. Süden und Norden von NAM würde ich nur in eine Tour packen, wenn ich mehr als 4 Wochen Zeit hätte. Sonst verbringst Du viel zu viel Zeit im Auto und hast wenig von der unglaublich schönen Landschaft.

Noch viel Spaß beim Planen,
Susanne
Wo sind all die Elefanten hin, SA 2012, Die Affen rasen durch das Camp, SA 2014, Something old, something new, something borrowed, SA/NAM 2016
Themenstarter42 Beiträge · seit 201528. Juni 2015 · #16
Hallo,

danke für all die netten Ratschläge. Wir werden wohl evtl. doch das ganze noch ein Stück weit entzerren.

In der Kalahari haben wir leider noch keine genaue Vorstellung wo wir gerne hin wollen würden. Kann man was empfehlen? Habe viel von der Kalahari Anib Campsite gelesen, aber ist vermutlich sehr überlaufen.

Was kann man so empfehlen. Werde klar auch mal im Forum stöbern.

Grüße
Christian
232 Beiträge · seit 201228. Juni 2015 · #17
Hi Christian,

ich kann Euch die Campsite der Bagatelle Lodge empfehlen. Sehr schöne weit voneinander gelegende sites mit allem was Dein Herz begehrt. Die Einrichtung der Lodge dürfen alle mitgenutzt werden.

Bei 5 Tagen Etosha würde ich im Park die Unterkünfte wechseln. Da ihr vom Westen kommt entweder gleich beim West Gate rein oder Alternativ Bei Okaukuejo. Die Campsite Olifantus (oder so ähnlich) soll ja ganz nett sein. Wir hatten sie kurz auf der Durchfahrt im September besichtigt. Da war sie quasi fertig aber noch nicht im Betrieb. Ween ihr da nicht mehr bekommt würde sich die Campsite direkt ausserhalb schräg gegenüber vom Gate empfehlen.. auf dem Gründstück der ehemaligen Hobatere Lodge. War hier schon Thema.....
Dann 2 Nächte Okaukuejo und 2 auf der CS vom Onguma, ich glaube so würde ich es machen 😉
viel Spaß beim planen
LG
Schlüsselkind
Themenstarter42 Beiträge · seit 201528. Juni 2015 · #18
So, "Bagatelle" ist schon mal für 2 Nächte reserviert. War in meinem Zeitraum genau noch die beiden Tage frei, also hab ich mir gedacht besser schon mal zuschlagen 😉

Ach diese Vorfreude ist einfach toll 🙂 Das planen macht mir bereits jetzt schon soviel Spaß.

Leider haben wir bisher keine Antwort vom Etosha NP erhalten. Ich denke es wird wohl eher schlecht aussehen für Campsites im Park, aber damit haben wir schon gerechnet.

Welche Camps außerhalb sind empfehlenswert? Der große Nachteil außerhalb zu bleiben ist die Chance die Tiere früh Morgens und Spät Abends am Wasserloch zu beobachten, oder?

Grüße
Christian
232 Beiträge · seit 201228. Juni 2015 · #19
Hi Christian, vielleicht nehmt ihr in Okaukuejo alternativ ein Chalet . Es geht eigentlich vom Preis und das Wasserloch am Abend sollte man eigentlich nicht auslassen.

LG
Schlüsselkind
Themenstarter42 Beiträge · seit 201506. Juli 2015 · #20
Hallo,

da es wie es scheint nun doch mit Etosha noch geklappt hat und unsere Route ja doch evtl etwas stressig wäre wie geplannt, bräuchte ich noch Tipps wie wir vom Fish River am schönsten nach Etosha kommen. Soussvlei/Sesriem muss natürlich einen Platz in der Route finden. Vielleicht habt ihr ja nen Vorschlag. Soweit unsere Planung bisher.

Tag 1 - Ankunft Windhoek !gebucht!
Tag 2 - Kalahari !gebucht!
Tag 3 - Kalahari !gebucht!
Tag 4 - Fish River Canyon
Tag 5 - Fish River Canyon (oder evtl Richtung Luderitz?)
Tag 6 -
Tag 7 -
Tag 8 -
Tag 9 -
Tag 10 -
Tag 11 -
Tag 12 -
Tag 13 - Etosha NP (?)
Tag 14 - Etosha NP (Okaukuejo) !gebucht!
Tag 15 - Etosha NP (Okaukuejo) !gebucht!
Tag 16 - Etosha NP Onguma (?)
Tag 17 - Etosha NP (?) - Waterberg
Tag 18 - Waterberg
Tag 19 - Windhoek und Abflug

Wir dachten eigentlich an 3 volle Tage in oder bei Etosha.

Wie man sieht ist jetzt wieder eine größere Lücke in unserer Planung. Kaokoveld war geplant aber vielleicht zuviel für 1 Tour wie ich ja hier erfahren habe.

Herzliche Grüße
Christian