Blutige Anfänger in Moremi + Chobe

26 Antworten · 5'554 Aufrufe · gestartet 24. Juni 2015 von oneway4x4
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Themenstarter12 Beiträge · seit 201524. Juni 2015 · #1
Hallo
Wie beurteilt Ihr folgende Situation: im Juli/August in die Parks von Moremi und Chobe, mit einem Toyota Hillux aber ohne wirkliche Offroad-Erfahrung. Kann man machen oder sollte man besser sein lassen? Wenn sein lassen: Gibt es Strecken, Parks die besser zu unserem Anfänger-Profil passen?
256 Beiträge · seit 201225. Juni 2015 · #2
2 Spaten im Auto (damit nicht einer alleine schuften muss) , Luftkompressor (Luftdruck vermindern bzw, wieder auffüllen) und los 🙂

Da sind so viele Off Road Anfänger unterwegs und kommen an und haben ihr Abenteuer und ihren Spass ... ihr seid da nicht alleine.

Also freut euch darauf und genießt den Aufenthalt.
5 Beiträge · seit 201426. Juni 2015 · #3
Hallo,
auch wir sind Anfänger und vom 3. bis 10. August von Kasane nach Maun unterwegs.
Wir haben bei unserem Automobilclub ein Allrad-Tagestraining absolviert und die DVD "Pistenkuh" geschaut.
Vielleicht sehen wir uns ja unterwegs, vielleicht haben wir ja das eine oder andere Camp
gemeinsam?
Schöne Reise
Stefan, Irene
962 Beiträge · seit 200726. Juni 2015 · #4
Lasst euch nicht abschrecken, denn No risk, no fun!
Aber es schaut schlimmer aus, als ihr denkt.
Lasst euch von Kennern beraten.
Tiefe Sanddurchfahrten gut beobachtend ansteuern und zügig durchfahren keinesfalls schalten vorher den richtigen 4x4 Gang wählen.
Beim Feststecken viel Sand unter dem Fahrzeug und dem Motor wegschaufeln und dann nach hinten herausfahren.
Mit Zweitfahrzeug seid ihr sicherer.
-also schliesst euch Stefan und Irene an, dann kann nichts schief gehen!!!
Viel Spass
wünscht euch Frank
http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/193547-afrika-2011-so-qbeautiful-greenq-1teil.html http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/193761-afrika-2011-so-beautiful-green-teil-2.html http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/195398-a-f-r-i-k-a-2011-so-beautiful-green-teil-3.html
zuletzt bearbeitet 26. Juni 2015
Themenstarter12 Beiträge · seit 201526. Juni 2015 · #5
Hallo alle

Danke für die Ermunterungen, das macht Mut 🙂

Wir konnten inzwischen bei unserem Autovermieter Bushtrackers in Johannesburg einen Halbtages Praxis-Kurs buchen.

Falls jemand zur selben Zeit (4 Wochen ab 13. Juli 2015) in der Gegend sein sollte, freuen wir uns auch über eine - auch spontane - Kontaktaufnahme: oneway@gmx.net

Die ungefähre Reisroute haben wir im anderen Faden gepostet:
http://www.namibia-forum.ch/forum/20-camping/286493-botswana-ohne-vor-reservierung.html

oneway
324 Beiträge · seit 200926. Juni 2015 · #6
Hallo,

hier noch ein Tipp aus gerade gesehener und ein Glück nicht selbst gemachter Erfahrung:

Uns entgegenkommend auf "spassiger" Sandpad im Savuti ein mit drei Leuten besetzter Hillux + zwei Dachzelte+ drei Leute mit voller Campingausrüstung -> Vermieter: Bushlore

Dieses Gefährt hatte kleinere und schmalere Reifen und war schwächer motorisiert als unser baugleicher 3l-Hillux ohne Campingzeug! Die drei Insassen hatten bei unserer Begegnung schon ca. 10x geschaufelt auf 20km. Wir waren bis dato ohne Probleme durchgefahren. (Das Fahrzeug musste am Ende von einem zufällig vorbeikommenden Safariwagen "abgeschleppt" werden.)

Fazit:
Es macht durchaus Sinn, zu schauen, ob die Reifen groß und breit genug sind, selbst wenn man eine höhere Motorisierung evtl. nicht vorgesehen hat - im Zweifel mit dem Vermieter vorher eindeutig abstimmen.

Viel Spass und gute Reise!
Melanie
Die Strasse gleitet fort und fort, weg von der Tür, wo sie beginnt, weit überland, von Ort zu Ort. Ich folge ihr, so gut ich kann. Ihr lauf ich raschen Fusses nach, bis sie sich gross und weit verflicht mit Weg und Wagnis tausendfach. Und wohin dann? Ich weiss es nicht. J.R.R. Tolkien, Der Herr der Ringe
Gast26. Juni 2015 · #7
Hallo oneway, bis ihr beim notorischen sandridge seid (falls ihr denn das überhaupt fahren müsst) habt ihr viel Gelegenheit das Fahrverhalten und Durchzugsvermögen eures Fahrzeuges im Sand kennenzulernen und zu experimentieren. Probiert einfach alles schon vorher aus (Reifendruck ….Untersetzung), an kurzen sandigen Stellen und wo fremde Hilfe leicht verfügbar ist.
Die oft widersprüchlichen Meinungen zum Schwierigkeitsgrad hängen m. E. nicht nur mit der Fahrerfahrung, sondern auch mit der Motorisierung (und Beladung) zusammen. Mit einem Kraftlackel mit hohem Drehmoment tust du dir immer leichter. Mit schwacher Motorisierung sind Fahrkönnen und die (richtige) Vorauseinschätzung des Sandes mehr gefordert. Allradprofis werden zwar jetzt über mich herfallen, aber hier mein Rat für lange Sandstrecken, für den Fall von wenig Erfahrung, keiner Streckenkenntnis sowie schwacher Motorisierung:
Geh auf Nummer Sicher bzw. am Anfang des langen, dicken Sandes gleich in die Untersetzung (L) und bleib so bis zum Ende. Der 1. Gang (L1) ist dann verboten, schau dass du sofort in den 3., besser 4., Gang kommst und fahre alles (echt) Tiefsandige so bei einer mittleren Drehzahl. Wenn der Untergrund besser wird, gehst du halt in den 5., schneller kannst du sowieso nicht fahren. Du verbrauchst so zwar etwas mehr Treibstoff, der Vorteil ist aber, dass du schon in L bist wenn du‘s brauchst, denn im Tiefen kannst du nicht mehr wechseln oder schalten.
Wünsche eine schöne Reise.

PS: Wenn du viel Luft raus lässt, kann es auch in H gehen, dann musst du aber auch nach dem Sand gleich wieder aufpumpen.
zuletzt bearbeitet 26. Juni 2015
4'129 Beiträge · seit 200826. Juni 2015 · #8
Au, Backe!

Leser, Ich glaub dir jetzt aber nicht, dass du den Chobe und Moremi in der Untersetzung fährst, so wie du es empfiehlst.

Vielleicht kannst du ja noch etwas Fern-Unterricht darin geben, wie "oneway4x4" die weichsandige tiefe Spur verlässt, den Sandhang hoch ins Gelände, 🙂 wenn ein Tross Südafrikaner mit Trailer entgegenkommt, die weichen nämlich nie aus 😄

Und immer nur auf "die Anderen" vertrauen, die einem die Arbeit dann abnehmen, weil man selbst keine Ahnung hat, führt nur zur weiteren Verstärkung der ohnehin steigenden Unbeliebtheit der Calamity-Selfdriver in den NP's.

Just my2cents

...abgesehen von den Kalamitäten ist es anzuraten, sich so zu präparieren, dass man für die ca.120 €/Tag/2Pax, dort nicht nur buddelnd und "problemlösend" unterwegs ist, - naja, mancher findet es spassig...
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
Gast27. Juni 2015 · #9
So ist es Lilytrotter, und brauchst du nicht zu glauben und ich kann auch nicht erkennen, wie man das so verstehen könnte.
Grüße
zuletzt bearbeitet 27. Juni 2015
4'129 Beiträge · seit 200827. Juni 2015 · #10
Ich hatte den „...Anfang des langen, dicken Sandes...“ als den Sandridge interpretiert – und das sind ja schon einige Kilometer... und in der Savutiregion gibts es ja auch noch ziemlich viel tiefen Sand und nach Norden hin ebenso...
Da kannst du sehn, man liest seine eigenen Worte immer vor dem Hintergrund wie man es eigentlich meint. Andere haben einen anderen Hintergrund oder keinen 😗 – da kommt dann was anderes bei raus. 😄
Ein „blutiger Anfänger“, der von den örtlichen Gegebenheiten Null Ahnung hat, wird es vielleicht auch nicht unbedingt verstehen.
Ein Anfänger ist ja garnnicht in der Lage ein Tiefsandfeld rechtzeitig zu erkennen, (das passiert ja sogar erfahrenen Reisenden) und das ist nur ein Punkt von vielen, die den Fernunterricht etwas fragwürdig machen: Man weiß ja auch gar nicht, ob derjenige überhaupt versteht, wovon man spricht.
Vielleicht hab ich es auch deshalb so verstanden, weil uns schon mehrfach dieser Tipp genannt wurde, von Anfängern, die mit Pistendruck durch den Chobe gejubelt sind – das kann man spaßig finden, aber irgendwie ist es auch ein bisschen traurig. Sie sind so laut.
Schriftlicher Fernunterricht für Anfänger ist immer etwas heikel, zumal der Anfänger nicht differenzieren kann zwischen „in dieser Situation falsch“ und „in dieser Situation richtig“ – denn auch das „keinesfalls schalten“ ist nur in bestimmten Situationen zu beherzigen – so pauschal gesagt, ist es keine gute Idee.

Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 27. Juni 2015
728 Beiträge · seit 200627. Juni 2015 · #11
Also ich versuch's trotzdem mal mit einigen Tipps aus der Ferne.
Meine Erfahrungen beruhen auf einigen Fahrten mit einem Hilux 2,5 l Diesel. Also kein großes Kraftpaket. Geht aber auch.
Schwierig sind die Strecken südlich und nördlich von Savuti. Wenn du unbedarft in so ein Tiefsandfeld hineinfährst im, sagen wir dritten Gang (4H) wird der Wagen plötzlich langsamer. Du gibst Gas aber der Motor schafft es nicht mehr, er wird langsamer. In so einem Fall hast du verloren, wenn die Drehzahl unter 2.000 sinkt. Entweder bleibst du in 2-3 Sekunden stotternd stehen oder du versuchst, schnell aber mit Gefühl den zweiten Gang einzulegen und kräftig Gas zu geben, bevor der Wagen auch dafür zu langsam ist. Dass es nicht gelingt, ist merkst du daran, dass der Wagen steht, bevor du den 2. Gang drin und wieder eingekuppelt hast. Das ist der Hintergrund des Tipps: nicht schalten, wenn der Motor sich mit hoher Last durch den Sand wühlt. Der Wagen bleibt blitzartig stehen sobald du auskuppelst. Zurückschalten funktioniert nur, wenn du gerade 5 Meter festeren Boden unter den Rädern hast. Besser ist es, vor dem Tiefsandbereich gesittet den 2. Gang (4H) einzulegen und die Drehzahl nicht unter 2.500 abfallen zu lassen, besser zwischen 2.500 und 2.800 zu halten. Das hat bisher immer gereicht.

Wenn der Wagen wegen der unebenen Piste anfängt zu bocken und dich hin und her schüttelt, musst du eisern weiterfahren. Wenn du im Tiefsand anhältst, kann es mit dem Anfahren schwierig werden. Bevor du dich Richtung Erdmittelpunkt wühlst, solltest du den Versuch sofort stoppen und im Stand die hintere Differentialsperre einlegen (ein Druckknopf rechts unten am Armaturenbrett, bei nächster Gelegenheit wieder abstellen). Wenn auch das nicht hilft (kräftig, aber nicht brutal anfahren, du musst irgendwie in Bewegung kommen) hilft nur schaufeln, damit der Wagen einige Meter hat, um sich in Bewegung setzen zu können. Schwung haben (in geringem Maße) und behalten ist die halbe Miete.
Gruß
Reinhard
0
zuletzt bearbeitet 28. Juni 2015
Gast28. Juni 2015 · #12
Ich mache doch noch einen Versuch, aber diesmal down to basics.
Ich fahre nur hin und wieder nach Afrika bzw. nicht jedes Jahr, das Prinzip meines Vorschlags musste ich daher auf meiner Hausstrecke mit dem Fahrrad entwickeln 😗 *) Da gibt es eine lange Steigung, einspurig, eng. Ich bin schon älter, meine Antriebsleistung ist somit beschränkt, hier erfahre ich mein persönliches sandridge, ohne nach Afrika zu fahren. In einer mittleren Übersetzung gehe ich 3 von 10 Mal ein, wenn ich einem Auto ausweichen muss und den Schwung verliere und/oder das Zurückschalten nicht funktioniert, gehe ich ein, muss absteigen. Wenn ich schon am Fuß des Berges in die niedrige Gruppe schalte, kann ich alles durchtreten und bin noch nie hängen geblieben. Ich kann meine Geschwindigkeit variieren, meine Kraft reicht aus. Ein Wermuthstropfen ist zwar, dass Mountainbiker mit schwarzenegger‘schen Oberschenkelmaßen an mir vorbeiziehen, als würde ich stehen, aber was soll‘s, mit voller Hose ist es eben leicht zu stinken. Damit wäre eigentlich alles klar…. Oder? Aber hin und wieder drängt mich eine innere Stimme: Sei doch ein echter Kerl und fahr in einer mittleren Übersetzung! Wozu benützen was sie dafür eingebaut haben? Die niedrigen Gänge sind nur für Weicheier > Ergebnis: siehe oben. Doch meistens siegt mein innerer Schweinehund (den ich Hausverstand nenne) und ich schalte rechtzeitig zurück.
Grüße
*) PS: macht auch nichts, Physik bleibt Physik
zuletzt bearbeitet 28. Juni 2015
5'479 Beiträge · seit 200930. Juni 2015 · #13
Mir wird hier viel zu viel über Motorleistung und Gänge geschrieben. Das wichtigste ist aber der richtige Luftdruck. Gerade als Anfänger traut man sich nicht, den Luftdruck so weit zu senken, wie es notwendig ist, denn in Mitteleuropa gilt niedriger Luiftdruck als Teufelszeug.

Ich empfehle, den Luftdruck dort wo ihr die befestigte Piste verlasst (ich weiss nicht, ob Ihr von Norden oder üden kommt) sofort auf 1,2 - 1,3 bar zu reduzieren und die gesamte Zeit so zu belassen, bis Ihr wieder die befestigte Piste erreicht. Wenn Ihr Euch festfahrt, könnt Ihr den Luftdruck bedenkenlos auf 0,8 bar reduzieren bevor Ihr versucht rauszufahren. Gerade in Savuti/Chobe/Moremi könnt Ihr problemlos die ganze Zeit mit niedriegem Luftdruck unterwegs sein, da es dort so gut wie keine Steine gibt, die den Reifen gefährlich werden können.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
1'155 Beiträge · seit 200630. Juni 2015 · #14
Topobär schrieb:

Wenn Ihr Euch festfahrt, könnt Ihr den Luftdruck bedenkenlos auf 0,8 bar reduzieren bevor Ihr versucht rauszufahren. Gerade in Savuti/Chobe/Moremi könnt Ihr problemlos die ganze Zeit mit niedriegem Luftdruck unterwegs sein, da es dort so gut wie keine Steine gibt, die den Reifen gefährlich werden können.
...ich empfehle 1.5 bar und die Schaufel.

Unter 1 bar würde ich nicht gehen, oder nur für kurze Strecken. Wenn ihr längere Zeit mit 0.8 fährt, wird irgendwann der Reifen kaputt gehen (Überhitzung der Reifenwand..)..lg tom
5'479 Beiträge · seit 200930. Juni 2015 · #15
Tomcat schrieb:
Topobär schrieb:

Wenn Ihr Euch festfahrt, könnt Ihr den Luftdruck bedenkenlos auf 0,8 bar reduzieren bevor Ihr versucht rauszufahren. Gerade in Savuti/Chobe/Moremi könnt Ihr problemlos die ganze Zeit mit niedriegem Luftdruck unterwegs sein, da es dort so gut wie keine Steine gibt, die den Reifen gefährlich werden können.
...ich empfehle 1.5 bar und die Schaufel.

Unter 1 bar würde ich nicht gehen, oder nur für kurze Strecken. Wenn ihr längere Zeit mit 0.8 fährt, wird irgendwann der Reifen kaputt gehen (Überhitzung der Reifenwand..)..lg tom
Wir sind im namibischen Hochsommer mit 14 Fahrzeugen durch die Namib gefahren. 650km durchgehend mit 0,8bar. Kurzfristig mit Geschwindigkeiten bis zu 140km/h. Die Fahrzeuge alle schwer beladen. Eine größere Belastung für die Reifen ist sicherlich kaum vorstellbar. Trotzdem gab es keinen einzigen kaputten Reifen. Insofern bleibe ich bei meiner Empfehlung, die sich mit den Empfehlungen der einheimischen Tour-Guides deckt.
Als durchgehenden Luftdruck für die in Rede stehende Region hatte ich auch 1,2 - 1,3bar empfohlen.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
zuletzt bearbeitet 30. Juni 2015
1'155 Beiträge · seit 200630. Juni 2015 · #16
Topobär schrieb:

Wir sind im namibischen Hochsommer mit 14 Fahrzeugen durch die Namib gefahren. 650km durchgehend mit 0,8bar. Kurzfristig mit Geschwindigkeiten bis zu 140km/h.

...das ist ja cool... 140km/h mit 0.8 😮 ....... was war der Grund so schnell zu fahren...? Anlauf zum Dünen hochfahren ?

Was waren das für Reifen ?...mir sind schon 2 BF Goodrich kaputt gegangen, weil ich zu faul zum Pumpen war ..und 80km auf Teerstrasse mit zuwenig Druck an die nächste Tankstelle fahren wollte..lg tom
zuletzt bearbeitet 30. Juni 2015
24 Beiträge · seit 201430. Juni 2015 · #17
Also Topobär, sei mir nicht böse, aber da muss ich mehr wie schmunzeln und die Taschen zu halten. Entweder habt Ihr oder Eure Meßinstrumente im Wahn des Dünenrausches ein wenig Realitätsverlust erlitten. 🤩 😗

Mit den von Dir beschriebenen Nutzungsbedingungen, würde ich anschließend mit den Reifen auf der Straße nicht schneller
wie 60 km/h fahren, ich glaube es wäre gar keiner mehr auf der Felge.

Gruß Olaf
5'479 Beiträge · seit 200930. Juni 2015 · #18
@Olaf.L
Klasse! Du bist mir genau der Richtige. Nicht dabei gewesen, aber alles besser wissen. Wenn Du mir nicht glauben willst - Deine Sache. Glücklicherweise habe ich mir in diesem Forum über die Jahre einen guten Ruf erworben, der darauf basiert, dass ich seriös von meine Erlebnissen berichte und nur Fragen antworte, wenn ich mir der Sache sicher bin. Afrika-Latein gibt es von mir nicht. Ein Ruf den Du Dir erst noch erwerben musst.
😈

Von Walvis Bay bin ich im übrigen mit den selben Reifen (dann allerdings mit 2,5 bar) mit 80-100km/h via Gravel nach Windhoek gefahren. Ebenfalls ohne Panne. Allerdings hatte ich im Vorfeld zur Tour bereits drei Platten. Das zeigt, dass sogar die geflickten Reifen der Belastung stand gehalten haben.
Tomcat schrieb:
Topobär schrieb:

Wir sind im namibischen Hochsommer mit 14 Fahrzeugen durch die Namib gefahren. 650km durchgehend mit 0,8bar. Kurzfristig mit Geschwindigkeiten bis zu 140km/h.

...das ist ja cool... 140km/h mit 0.8 😮 ....... was war der Grund so schnell zu fahren...? Anlauf zum Dünen hochfahren ?

Was waren das für Reifen ?...mir sind schon 2 BF Goodrich kaputt gegangen, weil ich zu faul zum Pumpen war ..und 80km auf Teerstrasse mit zuwenig Druck an die nächste Tankstelle fahren wollte..lg tom
Genau. Manche Dünentrichter konnte man nur durchqueren, wenn man bereits bei der Abfahrt Vollgas gegeben hat.

Da wir wie gesagt 14 Fahrzeuge waren, hatten wir so gut wie jede Marke dabei, die Geländereifen in den Maßen 265/??R17 herstellen. Wie gesagt haben alle gehalten.
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zuletzt bearbeitet 30. Juni 2015
129 Beiträge · seit 201330. Juni 2015 · #19
Da muss ich mal kurz einspringen und mich zum "Realitätsverlust" äußern...

Wenn es nicht mehr weiter geht, ist es durchaus möglich auf 0,8 bar zu gehen. Das haben wir im Erg Chebbi (Marokko) genauso gemacht. Stundenlang und bei über 40 Grad Außentemperatur. Aber, schneller als 60 km/h hätte ich meinen Reifen auch nicht zugetraut.
4'129 Beiträge · seit 200830. Juni 2015 · #20
Topobär schrieb:650km durchgehend mit 0,8bar. Kurzfristig mit Geschwindigkeiten bis zu 140km/h. Die Fahrzeuge alle schwer beladen. Eine größere Belastung für die Reifen ist sicherlich kaum vorstellbar.
Doch, 0,6 bar.
„Trotzdem gab es keinen einzigen kaputten Reifen.“
Unmittelbare Folgen von Karkassenschäden treten eher selten auf. Meist erfreuen sie einen später, - ganz „überraschend“. 😕
Im Falle von Mietfahrzeugen also den folgenden Fahrer.
Drum merke: Immer schön fragen, wo das gemietete Fahrzeug zuvor war....

Allgemein ist angepasstes Fahrverhalten auch in den Sandmeeren keine Sache von geführten Cross-Touren. Es geht dabei ja schließlich nicht um das Erreichen eines Zieles vom Orte, sondern eines Zieles von Psyche, deshalb werden von den Guides viele prickelnde Challenges eingebaut, sonst ist der Kunde unzufrieden, wenn’s nicht wenigstens’n bissl riskant ist. 😄
0,8 bar und 140 Km/h ist halt sehr gefährlich, so what. Die Kundschaft honoriert solche Erlebnisse: Nicht ohne Grund fährt bei größeren Touren in der Sahara der Lumpensammler hinterher, meist mit medizinischer Betreuung, für die Kasper, die sich dramatisch überschätzt haben.

Nur wenn man allein fährt und im Interesse der eigenen Sicherheit das Risiko minimiert und das eigene Auto quälen muss, überlegt man sich, ob man lieber Held oder heil sein will. 😗

Aber deshalb nicht zu glauben, dass das, was Topobär schreibt, so auch erlebt wurde, würde uns nicht in den Sinn kommen. Nur sind unsere Folgerungen halt andere.

Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 30. Juni 2015