Kenia und Tansania - 3 Wochen

Reisebericht 20 Antworten · 7'342 Aufrufe · gestartet 18. Juni 2015 von Bushtruckers
Themenstarter1'580 Beiträge · seit 201418. Juni 2015 · #1
Liebe Foris

Nach fast 4 Wochen weg von zuhause bin ich heute am 30.5. von Arusha nach hause gefahren. Fast alles habe ich gut angetroffen, nur mein Rottweiler/Dobermann wollte nicht mehr fressen und ist nun wirklich mager. Ich hoffe, da ich nun für kurze Zeit da bin, bevor ich nochmals für ein paar Tage nach Arusha reise, er wieder etwas aufbaut. Es kam anders, ich war bis am 15.6. immer wieder zwischen Kenia und Tansania hin- und hergezogen.... also in Kürze 6 Wochen kaum zu hause und wenn dann 10 - 12 Stunden im Büro und nicht mal Zeit für die Bilder. Zorro sieht nun wieder wie ein Hund aus und heute bin ich das erste Mal seit dem 3.5. etwas spazieren gegangen - mit Zorro natuerlich, 2 andere Hunde waren mit meinem Gaertner schon im Feld.

3.5. Das Ehepaar, die aus Kunden Freunde wurden, kamen am Abend am Flughafen an, doch dauerte es sehr lange, bis sie das Gepäck bekamen. Dementsprechend wurde es auch etwas später, bis sie bei mir angelangten. Es war ein so schönes Wiedersehen nach 2.5 Jahren! Nachdem wir etwas geredet und etwas gegessen hatten, ab ins Bett, morgen wird ein langer Tag.

4.5. Joseph kommt schon vor 7 Uhr und wischt die Scheiben am Landcruiser sauber. Es hat einige Tropfen in der Nacht geregnet. Auch die Begrüssung zwischen ihm und dem Ehepaar war sehr herzlich - schliesslich hatten wir alle das letzte Mal eine super Zeit. Nachdem nun alles im Auto ist, geht’s los. Richtung Norden auf dem Thika Highway und etwas später auf der nun schmaleren Strasse mit nur je einer Spur in jede Richtung und vielen Kurven Hügel ab und Hügel runter. Klar muss Joseph aufpassen, denn es gibt einige Fahrer, die meinen Regeln seien nur für die anderen da. Sicher gelangen wir bis zur Brücke über den Tana Fluss. Dort wimmelt es von Weissbrustkormoranen und Seglern. Wie von unserem ornithologischen Guide vorausgesagt, jagte prompt ein Falke die schnellen Segler. Wieder einsteigen und weiter bis kurz vor Nanyuki. Die blühenden Aloen sind zu schön, als dass wir ohne Foto einfach vorbeifahren könnten.



Aloe lacertida

In Nanyuki Stadt wechseln wir bei einer Bank Geld, bevor wir weiterfahren und Blicke nach Lewa Downs geniessen. Bei Timau goss es in Kübeln und die Lodgemanagerin rief schon an, ob wir auch bald kommen. Ja, so schnell es die Strassen erlauben...... Bald sehen wir die Samburu Hügel, doch wir fahren Richtung Nordosten über die Nyambeni Berge. Die Gegend ist eine der fruchtbarsten von Kenia und die Strasse einer der hügeligsten und kurvenreichsten.



Kurz vor Maua, einer der grösseren Orte in der Gegend, führt unsere Strasse links weg und runter zum Meru Nationalpark. Was früher ein ausgewaschenes Flussbett war, ist nun mehr oder weniger eine Strasse. Starke Regenfälle haben schon wieder Schäden angerichtet. Der Hauptverkehr sind Pickups und Dropboxen, die das hier angebaute Miraa transportieren. Die Blätter des lustig wachsenden Baumes enthält eine Droge. Somalier und andere lieben es, diese Blätter zu kauen. In England wurde es verboten, was für die Leute eine spürbare finanzielle Einbusse bedeutete. Ca. um 14.00 Uhr gelangen wir beim Ikweta Camp an. Erstmal Zelte beziehen und uns an den Mittagstisch setzen. Zelte, wie Essraum sind sehr geschmackvoll mit Naturtönen eingerichtet. Die ganze Anlage ist sehr buschig und natürlich belassen, was mir natürlich gefällt, denn da turnen etliche Vögel drin drum. Alle Arten habe ich aufgeschrieben, um demnächst auf einem Programm für Vogelregistrierung (Kenya Bird Map) einzutragen.

Um 16.00 Uhr starten wir die Pirschfahrt. Das Eingangstor zum Meru Nationalpark liegt nur 5 Fahrminuten entfernt. Da ich die Tickets bereits in Nairobi habe holen lassen, geht die Administration doch ziemlich schnell. Da dies doch zum grossen Teil eine Vogelsafari ist, halten wir auch schon mal für alle gefiederten Freunde. Grössere und kleinere, einfacher und schwieriger zu bestimmende hüpfen und fliegen umher. Meru ist bekannt für grosse Büffelherden, doch wir erspähen nur ein paar Tiere. Etwas rennt ueber den Weg - eine der selten zu Gesicht zu bekommenden Streifenhyänen. Das Licht wird schnell schwächer und wir fahren zurück zur Lodgewo die Sonne prächtigst untergeht.



Eine heisse Dusche und zum Essbereicht. Es quakt aus dem Teich und im Licht einer starken Taschenlampe kann man den Riedfrosch gut erkennen.



Der Mond ist noch ziemlich gross und leuchtet uns den Heimweg zu den Zelten nach dem feinen Abendessen.



Sicherlich kennen einige von Euch die Ameisenloewen, nun und das ist das erwachsene Exemplar. Die Larven bauen Trichter and deren Raender andere Insekten abrutschen, genau in die Kiefer der Larve.



Fortsetzung folgt.........
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Themenstarter1'580 Beiträge · seit 201418. Juni 2015 · #2
Marina bist Du schnell!!!!

5.5. Ein wunderschöner Morgen und um 07.00 Uhr fahren wir bereits los. Das natürlich nicht, ohne dass ich bereits ein paar Vögel gefunden und genkippst habe. Wir fahren durch den Eingang und auf der ziemlich graden Strasse rein in den Park. Grantgazellen posiern zu schön vor den Hügeln.





Ein stattlicher Bock!

Und eins der ersten guten Vogelbilder... ein Weissbauchlaermvogel



Man soll auch die Kleinen nicht verachten, denn sie sind ebenso schoen



Ein Insektenbuch im Taschenformat von Dino Martins ist nun erschienen. Hilft uns doch ein bisschen weiter.



Auf den Rosenwuerger hatte ich ja gehofft! und nun haelt er (ist ein Maennschen) auch noch neben dem Auto so schoen still und frisst auch eine Raupe



Flammenkopfbartvogel



Trauerdrongo

Ich spielte mit der Kamera und das kam dabei heraus



Witwenstelze

Der Rojewero ist ein Nebenfluss des Tanaflusses und ihn durchquert man des öfteren, wenn man im Park rumfährt. Die Galeriewälder liebe ich mit den gegabelten Doumpalmen und den grossen Flussakazien.



Ein Rotschnabeltocko hat ein Insekt gefangen und dies bringt er nun in das Nest in der Fussakazie.



Fortsetzung folgt - nicht "nur" Voegel....
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Themenstarter1'580 Beiträge · seit 201419. Juni 2015 · #3
oder doch erst wieder ein paar Voegel???



Graukopfliest

Und doch, es gibt auch andere Tiere, wie z.B. dieses 2 m Kroki, das sich sonnte





oder ein Dik Dik, das neugierig unter Bueschen hervorschaut

Wichtige Elemente sind die Mistkaefer, denn ohne die wuerde der Dung die Erde ueberdecken und Gras ersticken. Zudem sind einige Scarabaeus Arten auch schoen, wie dieser hier



Diesen Pillendreher fand ich im Rangerhauptquartier. Ich habe einem Ranger, den ich auf Facebook kennenlernte, versprochen, ich schaue vorbei. Er ist jemand, der diesen Beruf hat, weil er Tiere liebt. Oft muntert er auch andere auf, Wildtiere zu schätzen und mit dem KWS zusammenzuarbeiten, wenn irgendwo Probleme auftauchen. Diese werden leider immer häufiger, da die Wanderrouten mit Menschen dichter besiedelt werden.

Tja, noch was mit Fluegeln, eine Holzbiene im Ikweta Camp



Nicht mal ruhig die Mittagszeit geniessen, denn da ist ein Haftschwanzgecko, den ich natuerlich nicht entgehen lassen kann



Auf dieses Bild bin ich echt etwas stolz, denn die bringen bessere Birders als ich auf die Palme. Sie sitzen nie still und wenn dann an der falschen Ecke. Schwarzbauchnektarvogel, der nur in Samburu und entlang dem Tanadelta vorkommt. Also, ich durfte mir die Chance nicht entgehen lassen.



Schon ist die Mittagszeit um und wir fahren wir rein in den Park. Eine kleinere Gruppe Zebras spielt sich als Strassenkontrolle auf.



Der Meru Nationalpark ist eben aber umgeben von Hügeln aus Granitgestein und Vulkanen. Eine Grantgazelle stellte sich grade an den richtigen Platz.



Nun kurven wir um die Leopard Rocks, doch ausser ein paar Voegeln war niemand zu sehen... doch nur schon die Granitgesteine sind schoen.



Typisch Meru - Gras, Galeriewaelder und Huegel



Man sollte, wenn man durch den Fluss faehrt immer schauen, wer da ist... schaut genau hin



Unter 1.100 m kommen die umgedrehten Karotten oder Baobab Baeume vor. Die sind fuer sich schon toll, doch oft sind die verschiedensten Vogelarten drauf zu finden. Die Zweiggebilde sind Nester von den Rotschnabelbüffelwebern.



Das der Blick auf dem Heimweg. Es muss in der Ecke von Elsa's Kopje ganz toll regnen. Am Abend bekommen wir im Camp nur leicht etwas ab.



Das Schauspiel ist noch nicht zu Ende. Ein balzender Hartlaub's Trappenhahn steht am Wegrand und von ihm koennen wir uns fast eine halbe Stunde nicht trennen. Doch die Zeit draengt, wir muessen die Parkregeln einhalten.



Das Abendessen schmeckte. Nur sie haben noch immer noch nicht verstanden, dass wir die dichten Flappen am Zelt nicht zu haben wollen. Also durften wir damit unsere Fitnessübung machen.

......
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Themenstarter1'580 Beiträge · seit 201420. Juni 2015 · #4
6.5. Wiederum ist eine zu kurze Nacht zu Ende und ohne Mitleid läutet mein Handy. Nun, es lohnt halt früh aufzustehen, denn es ist ein herrlicher Tag. Sobald wir im Park sind, erblicken wir auch einen wolkenlosen Mt. Kenia, nun aus einem anderen Winkel.



Auge in Auge mit einer Netzgiraffe



Wir sind auf dem Weg zu den Adamson Falls und klar statten wir Pippa’s Grab einen Besuch ab. Sie war die Gepardin, die Joy Adamson aufzog und erfolgreich wieder der Wildnis zurück gab. Sie hatte auch Junge zur Welt gebracht. Wenn man im Meru / Kora Nationalpark reist, dann schweifen die Gedanken oft zu George und Joy Adamson (Buch/Film Frei geboren) und Tony Fitzjohn (Buch: Born Wild). Ihnen haben wir es u.a. zu verdanken, dass das Gebiet zum Nationalpark erklärt wurde. Deren Lebensgeschichten sind super spannend zu lesen und geben einen guten Einblick in die Geschichte Kenia’s!



Einer Gabelracke und das noch auf einer Purple-pod Terminalia kann ich nicht widerstehen...



Wir fahren weiter und wiederum durch den Rojewero Fluss. Zum Glück hatte es kürzlich nicht allzu viel geregnet, so dass die betonierte Furt passierbar war. Schon bald fängt die schier endlose Strecke durch Commiphoren Wald an. Derzeit sind sie grün, was heisst man sieht noch weniger Tiere. Mal hüpft ein Kleiner Kudu über den Weg, dann steht ein Dik Dik am Rand und ein paar Vogelarten lassen sich sehen.



Wir überqueren nun den Aequator und begeben uns auf die Südhalbkugel. Das Touristenfoto darf klar nicht fehlen....



Nach langem Weiterfahren und immer wärmeren Temperaturen kommt endlich die Biegung und die Brücke über den Tana Fluss liegt vor uns. Nicht mal in Nairobi hat es so viele Verkehrsschilder auf so kurzer Distanz.



Diesmal will ich zu Fuss über die Brdie Brücke und schauen, welcher Winkel der Beste ist. Die Fälle sind zu Ehren von George Adamson so genannt, da er unweit von hier von somalischen Guerillas erschossen wurde. Diese hatten damals alle Nashörner und viele Elefanten, wie auch Leute umgebracht. Es ist warm, einigen etwas zu warm. Ich bin grade gut akklimatisiert, da wir viele heisse Tage in Juja hatten. Also habe ich die Energie rumzutigern; Schwalben, Klippschliefer, Echsen und ein paar andere Federtiere sind zu finden.



Junger neugieriger Klippschliefer



Beim Regenbogenskink ist das Weibchen ebenso toll wie das Maennchen



Man sieht, dass kürzlich Hochwasser war, denn der Steg zur erhöhten und überdachten Picknickstelle ist unterspült und der Zement gebrochen. Wir lassen uns das Essen schmecken und bald danach starten wir die Fahrt zurück.

Nachdem wir den Commiphorenwald passiert hatten, kommen mir 2 von mir erhoffte Vogelarten vor die Linse. Schade, das Licht ist noch echt grell.

Schwarzkopfkiebitze kenne ich nur vom Meru, doch kommt er auch im Samburu vor.



vor.....



und danach...

eine der weiteren Wunscharten, Madagaskar Bienenfresser, der zu Besuch hier ist



Termitenhuegel haben oft die skurilsten Formen und einige sehen aus wie Burgen



Wenn ein Sekretaer schon mal nicht weit weg ist, muss man einfach abdruecken



Schon bald beim Ausgang sitzen endlich die Damara Baumhopfe mal gut im Licht. Es sind Jungtiere, das Alttier flog davon - leider



Da wir nun ziemlich früh im Camp zurück sind, laufe ich im Grundstück rum und kaufe mir ein Ticket fürs Internet. Das Modem funktioniert hier nicht. Der Vogelreichtum im Grundstueck ist toll!

Amethystglanzstare suchen in Gruppen nach Futter, sind aber meist scheu



Bald geht die Sonne glutrot unter und unsere letzte Nacht im Meru beginnt.



Fortsetzung folgt demnaechst...
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8'054 Beiträge · seit 200821. Juni 2015 · #5
Coucou Elvira,

Mensch wieder tolle Vögelbilder! 🙂

Bin gespannt was dir noch so vor die Linse kommt. 😎

Schönen Sonntag
Annick
Südafrika 2014 http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/281763-miam-miam-und-mamamia.html Namibia 2014 [http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/283810/-die-frenchies-in-namibia.html] Tansania 2015 [http://namibia-forum.ch/forum/158-diverses/285247-tansania-auf-jeden-fall-wieder.html] Uganda/Ruanda 2015 {http://namibia-forum.ch/forum/160-diverses/286948-uga,html} Tanzania 2016 {http://namibia-forum.ch/forum/158-diverses/288428-rei,html} Südafrika/Simbabwe 2016 {http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/290185.html} Südafrika Garden Road 2018 {http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/295032-the-garden-road-ein-bisschen-anders.html Malawi 2018{http://namibia-forum.ch/forum/154-diverses/296097-reisebericht-malawi-august-2018.html}
zuletzt bearbeitet 21. Juni 2015
Themenstarter1'580 Beiträge · seit 201421. Juni 2015 · #6
Ciao Annick

einiges, doch warts ab, nicht nur Federtiere....

Liebe Gruesse
Elvira
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Themenstarter1'580 Beiträge · seit 201421. Juni 2015 · #7
7.5. Wiederum früh aufstehen, packen und auschecken. Dann wieder die Strasse mit vielen Löchern hoch bis wir auf der Hauptstrasse Richtung Nanyuki sind. Die Samburuberge, die bald die Landschaft prägen sind einfach super schön! Der mittlere Berg, ist der Ololokwe, der anzeigt, wo das Samburu National reservat liegt. Dieses war zu dem Zeitpunkt ziemlich mit Vieh ausgelastet und Viehdiebe folgten. Drum unsere Entscheidung, den Meru Nationalpark zu besuchen. Sicherheit kommt vor. So langsam scheint sich die Situation wieder zu beruhigen. Nun, das Land reicht halt nicht mehr aus....



Die Strasse ist gut, doch kann man wegen Kurven und runter und hoch nicht schnell fahren.



Kurz vor Mittag sind wir in Nanyuki. Die Kunden gehen mit Joseph einkaufen und ich treffe mich mit einem Freund (Safariguide), den ich vor Jahren auf einer von mir geführten Safari kennenlernte und auch schon Dinge zusammen organisiert haben, aber schon lange nicht mehr gesehen habe. Die Zeit verfliegt und wir fahren die unweite Strecke zur Bantu Mountain Rock Lodge, wo Sammy Mugo, unser ornithologische Guide, der mit den Bergvogelarten besser vertraut ist als ich, bereits auf uns wartet. Nach der Begrüssung und Zimmer beziehen, kommt das Mittagessen.

Die Moutain Rock Lodge liegt nahe der Hauptstrasse umgeben von Wald und Teichen. Sie wird oft von Einheimischen und Bergsteigern besucht. Pferde und Spielanlage machen die Anlage zum Ausflugsort.



Die Herausforderung hier, den Takazze Nektarvogel zu erwischen, was bei seiner Lebendigkeit und dem diesen Licht wirklich nicht einfach ist.





Unten im Bild ist das unscheinbare Weibchen.

Wir strolchen etwas in der Anlage herum, beobachten Paviane und Vögel, bevor wir zum Trout Tree fahren. Dies ein Restaurant berühmt für seine Forellen. Ach, gerne hätte ich dort zu Mittag gegessen!



Schildraben mit schwarzem Regenhimmel im Hintergrund

Gleich als wir im Trout Tree ankommen, fängt es an zu regnen. Es reicht grade, um die schwarz-weissen Colobus und eine Forelle zu fotografieren, bevor wir wieder die kurze Strecke zurück zur Mountain Lodge fahren.





Rotstirnpapageien kommen zu Besuch in der Mountain Rock, doch es ist so diesig, dass die Fotos alle unscharf werden. Immer wieder stellen wir uns auch unter und der Spaziergang dem Weg entlang wird abgekürzt.

Aber nicht aufgeben und die ganz wenigen Momente mit etwas Licht nutzen. Schlafen kann ich in der Nacht...



Bergdrossel

Ich fotografiere kleine rote Finken, als Sammy dazukommt, mich anschaut und sagt hee, das sind Crimsonwings, die bekommst Du nicht oft zu sehen!



Salvadori Astrild, Weibchen, das Maennchen hat einen gelben Ring ums Auge

Eine Albizia, ein Baum, der sehr gross wird ist grade in Bluete - er wird Pfauenbluete genannt, eben wegen diesen tollen Blueten



Am Abend unterschreibt Sammy das Vogelbuch, bei dem er den beiden Herren von der Schweizer Botschaft geholfen hat, die Bilder zu schiessen. Einige davon sind auch von ihm. Die Kunden freuen sich über das unerwartete Geschenk.



Ab ins Bett, es ist kalt.....

8.5. Nach dem Frühstück ab in den Garten und die Zeit, da grade die Sonne hervorschaut nutzen.



Junger und ausgewachsener Bergspint

Küchenabfälle wären wohl für die Pferde gedacht und nicht für die Paviane.....





Der Chef

Die Gartenanlage ist toll und dieser Olivenbaum sticht mir am meisten ins Auge





einige Voegel halten still, die meisten nicht 🙁
Dunkelschnaepper

Bald ist es Zeit loszufahren. Kurz auf der Teerstrasse und dann links abzweigen Richtung Solio. Wir haben nun eine riesige Ebene um uns rum und weit vorne die wolkenverhangenen Aberdares, rechts ist der Zaun vom Solioschutzgebiet. Kühe und Schafe weiden und Leute gehen geschäftig ihren Arbeiten nach.



Kapkrähe



Rotbrauner Sperling

und nun kommen die Herausforderungen..... Hahnschweifwida Männchen fliegen seitwärts, um die kleineren, braunen Weibchen zu beeindrucken. Den im Flug zu erwischen ist das Ziel. Nicht einfach, denn oft ist ein Draht dazwischen oder er bewegt sich zu schnell.





Die Leierschwanzwida sitzt eher still, ist aber scheu.

Der Himmel sieht bedrohlich nach Regen aus und wir entscheiden, die Eulen und Schwarzenten jetzt zu besuchen. Wir treffen auf Paul, dem Eulenmann. Er versucht die Leute zu überzeugen, dass Eulen kein schlechtes Omen sind und am Leben gelassen werden sollen. Auch sollen sie mit Giften vorsichtiger sein und die Eulen die Nager fressen lassen. Dies hilft der Mc Kinder Eule, einer Unterart des Kapuhu, die nur zwischen den Aberdares und dem Mt. Kenia vorkommt. Paul kontrolliert regelmässig die paar Brutpaare. Somit ist es einfach sie zu finden, er führt uns hin. Leider sitzen sie sehr verdeckt und nicht wie gelegentlich auf ihren besser einsehbaren Felsnischen. Wieder zum Auto und ein kurzes Stück bis zu einem Teich. Schwarzenten sind ebenfalls fast nur auffindbar, wenn jemand weiss, wo sie sind. Paul macht dies freiwillig und finanziert es durch Spenden oder Besucher, so wie wir. Auch verkauft er T-Shirts mit den Eulen drauf. So eins muss ich natürlich auch haben!



Schwarzenten zur Mittagszeit im Wolkenlicht....



Paul und ich beim Ententeich

Nun erstmal zum Hotel Greenhills in Nyeri Stadt. Die kurvenreiche Strasse ist gut, doch zieht sich die Strecke, also doch etwas mehr als 30 Minuten. Einchecken, ins Zimmer und zum Mittagessen. Ach, bis das Essen kommt dauert es.... doch schmecken tut es gut. Gegen 16.00 Uhr fahren wir wieder zu Sammy’s Ecke, wo wir ihn auch zurückgelassen hatten, da wir nicht wussten, was das Wetter vor hat. Er erklärt Joseph den Weg von der Hauptstrasse weg. Erstmal befestigte Piste und dann rechts abzweigen. Mmmmmhhhh zu nass und Joseph muss mit dem eingeschalteten 4x4 den Landcruiser auf dem engen Pfad wenden und zurück. Sammy gibt ihm nun die Alternative an und dann klappts auch. Ein angebundens Kalb muss uns den Weg frei geben, was es auch liebenswürdigerweise tut. Zu Fuss geht es nun weiter durch die eingezäunten Felder und ins offenere Feld. Die Vögel sind etwas ruhig, was normal ist, wenn Regen ansteht. Bald kommen wir zur Schlucht in der ich vor langer Zeit mal war, um die Mc Kinders Eule zu sehen. Nun schauen wir nur von oben runter. Sammy erzählt uns, dass die Bauern hier zugestimmt haben, das Flussufer wieder mit Bäumen zu bepflanzen und die Felder zu räumen. Toll, dies wird Erosion verhindern und alte Lebensräume wieder erleben lassen.



Die Sonne wird schwächer und wir spazieren zum Auto zurück. Nun verabschieden wir uns von Sammy, da er nur ein paar Meter von zuhause weg ist und fahren los. Ein Kalb liegt tot am Wegrand, genaus dasjenige, das uns den Weg freigeben musste. Warum wissen wir nicht. Die Fahrt zum Hotel geht zügig. Heiss Duschen und zum Abendessen. Schneller sind sie nicht geworden, doch über das Essen kann man nicht meckern. Es ist gut. Bald sind wir in unseren Zimmern und ich arbeite noch eine Zeitlang, da ich endlich wieder mal Internet habe. So halb am Einschlafen fängt plötzlich aus dem nichts laute Musik mit viel Bass drin an. Nun was.... wir 3 wollen schlafen und so geht das nicht. Ich rufe den Empfang an und sie versprechen, sie wird tolerierbar leiser gestellt. Als nach 15 Minuten keine Aenderung hörbar ist, rufe ich wieder an. Wieder das Versprechen..... Nach weiteren 15 Minuten ziehe ich mir was an, gehe die Treppen hoch und sehe die Leute, die grade beim Fotoshooting sind. Mit meinem Aerger im Bauch laufe ich absichtlich zwischen Leuten und Kamera durch - wegen denen ist ja der Lärm. Den DJ mit den Rasterlocken finde ich schnell und auch weiteres Personal. Mein Ton ist nicht sehr freundlich und sie meinen sie stellen bald ab. Nein, GLEICH. Also muss der DJ gehorchen. Als ich an ihm vorbeiging lächelte er mich blöd an und erntete dafür einen sauren Blick. Nun endlich können wir schlafen, es ist mittlerweile 23.00 Uhr und der Morgen kommt im Eiltempo.

Fortsetzung folgt....
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zuletzt bearbeitet 21. Juni 2015
2'338 Beiträge · seit 200722. Juni 2015 · #8
Liebe Elvira
Dann wieder die Strasse mit vielen Löchern hoch bis wir auf der Hauptstrasse Richtung Nanyuki sind. Die Samburuberge, die bald die Landschaft prägen sind einfach super schön!
Ach Elvira, ich sauge mir ja momentan alles über Kenia rein. Die Landschaftsbilder sind einfach grandios. Vor vielen Jahren haben wir mal eine Mt. Kenya-Umrundung gemacht und schon damals waren wir total hingerissen.
Letztes Mal wäre das ja auch geplant gewesen, aber eben…………… 🙁

Und deine Vogelbilder sind wie gewohnt absolute Spitze. Danke für’s Zeigen. 🙂

Herzliche Grüsse
Erika
Meine Reiseberichte: 1971: Mit dem VW-Bus von Kapstadt bis Mombasa http://www.namibia-forum.ch/forum/132-reiseziele-tipps/197270-unterwegs-in-den-1970er-jahren.html?start=120 2013: Durch den wilden Westen Tansanias (Am Anfang war die Hülle) http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/278559-am-anfang-war-die-huelle.htm 2013: Nordmosambik, mal schön - mal hässlich + ein Stück Südtansania http://www.namibia-forum.ch/forum/150-diverses/279223-reisebericht-nordmosambik-mal-schoen-mal-haesslich.html 2014: Auf bekannten und unbekannten Pfaden durch Tansania http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/282862-auf-bekannten-unbekannten-pfaden-durch-tansania.html 2015: Eine Reise wird zum Alptraum/Kenia http://www.namibia-forum.ch/forum/156-diverses/285693-eine-reise-wird-zum-alptraum.html
Themenstarter1'580 Beiträge · seit 201422. Juni 2015 · #9
Liebe Erika

danke fuer Deinen wiederum lieben Kommentar.

Es freut mich, dass Du mitreist und ich Dir aus der Ferne das Gefuehl vermitteln kann, dass Du in Kenia bist.

Liebe Gruesse aus der Sonne
Elvira
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5'049 Beiträge · seit 201422. Juni 2015 · #10
Hallo Elvira,

danke fürs Zeigen der tollen Fotos!
und nun kommen die Herausforderungen..... Hahnschweifwida Männchen fliegen seitwärts, um die kleineren, braunen Weibchen zu beeindrucken. Den im Flug zu erwischen ist das Ziel. Nicht einfach, denn oft ist ein Draht dazwischen oder er bewegt sich zu schnell.


Diese Herausforderung hat du klasse gemeistert - einfach nur genial!!!

Freue mich schon auf die Fortsetzung!

LG und eine schöne Woche
Konni
Link zu Reiseberichten: http://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/286619-reiseberichte-linksammlung-daxiang.html
Themenstarter1'580 Beiträge · seit 201422. Juni 2015 · #11
Hallo Konni

danke fuers Kompliment. Sammy, der uns dort begleitete hat mit der Spiegelreflexkamera die Hahnschweifwida auch im Flug aufgenommen. Man sieht den Unterschied, da eine einfachere, nicht Spiegelreflex die kurzen Verschlusszeiten nicht hinbekommt und auch nicht eine so schnelle Schussfolge. Doch dafuer trage ich kein schweres Ding mit mir rum. Ehrlich, ich liebe meine Kamera und Birgitt Lokan, die sie mir aus Deutschland mitbrachte, haette nicht besser waehlen koennen.

Zur Info, es ist eine Canon Power Shot SX40HS.

Es geht heute abend hoffentlich weiter.

Liebe Gruesse
Elvira
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Themenstarter1'580 Beiträge · seit 201423. Juni 2015 · #12
Guten Tag Erika

ich weiss, Du sahst gestern abend die ganze Zeit vor dem Bildschirm und hast auf meinen Beitrag gewartet 😉 nun, ich musste was anderes dringendes erst erledigen und dann war ich zu muede. Vergib mir, nun geht es weiter.

9.5. Noch müde wandere ich zum Frühstückstisch. Dann auschecken und Joseph guten Morgen sagen. Als wir zum Empfang gingen stand ein nicht allzu dünner Mann am Eingang. Er stellt sich als der Manager vor und entschuldigt sich, wegen letzter Nacht. Ich frage ihn, ob sie Schlafgäste oder Discoleute haben wollen? Er meint Schlafleute. Nun, das Hotel an und für sich ist ganz ok... aber es könnte immer mal wieder laut werden. Also fahren wir los, durch Nyeri Stadt durch und zum Eingang des Aberdare Nationalparks. Es ist nach wie vor verhangen und hat eine hohe Luftfeuchtigket. Das Einchecken geht schnell und auf offeneren Stellen begegnen uns auch Säugetiere, wie Buschböcke, Defassa-Wasserböcke und die hier unvermeidlichen vielen Büffel.



Buschboeckin



Defassa Wasserbock Kuh



und der stattliche Herr Wasserbock





ich frage mich immer, wer ist fuer wen interessanter...

Die Strasse steigt nun stetig an. Vögel fotografieren ist noch ein Ding der Unmöglichkeit, es ist zu diesig. Doch auf einmal bewegst etwas dunkles auf der linken Strassenseite - Riesenwaldschweine. Mein erstes Mal, dass ich die riesigen Schweine zu Gesicht bekomme, wenn auch nur für einen kurzen Moment.



Durch die lange diesjährige Dürre hat der Bambus arg gelitten und ist auf grösseren Flächen tot. Andere Büsche nutzen nun den freier Platz. Hoffentlich erholt sich der Bambus wieder.



Wieder eine Stufe höher und schon auf ca. 2.700 m überwachsen Bartflechten die Bäume. Es sieht aus wie eine Märchenlandschaft.



Bartflechten auf einer Steineibe. Die roten Beeren werden von den Rotstirnpapageien gefressen.

Es sieht aus wie eine Märchenlandschaft. Auf ca. 2.800 m überwiegen Rosenholzbäume, Johanniskrautsträucher und offenes Moorland mit dem typischen Gras in Büscheln sowie verschiedene Blütenpflanzen wie Senezien, Lobelien und Fackellilien. Viele haben Blüten und es sieht so schön aus!



Johanniskrautstrauch, Hypericum revolutum ist derjenige mit den grossen Blueten

Wo es zum Chania Wasserfall runtergeht, halten wir und vertreten uns die Beine. Toll, Moorlandschmätzer und Gebirgszistensänger posen super für die Kameras.



Moorlandschmätzer ist hier oben oft anzutreffen





Gebirgszistensänger sind bekannt dafuer, dass sie in Gruppen singen. Und das taten die 3 fuer uns ausgiebig

Durchs offene Moorland führt die Strasse und unsere Begleiter sind dicke, schwarze Regenwolken, denen wir nun davonfahren.



Distel (Cardus keniensis) und Senezie (Senecio brassica)



Fackellilien (Kniphophia thomsonii)

Am Mutubio Tor auf 2.920 m essen wir unseren Picknicklunch, der vom Greenhills Hotel nett zubereitet wurde. Die Wolken werden dichter, kommen näher und es fängt an grosse Tropfen fallen zu lassen. Wir sind fertig mit Essen und geben was noch eingepackt und gut ist, den Rangern, die sich darüber immer freuen. Ab ins Auto und die Strasse runter in den Grossen Grabenbruch unter die Räder nehmen. Ich habe nicht viel mitbekommen, denn ich schlief. Also kann die Strasse nicht allzu schlecht gewesen sein. Auf dem Highway noch einen stärkenden Kaffee und weiter nach Nairobi. Joseph setzen wir auf dem Weg und ich fahre den Rest bis Juja weiter. Bei mir zuhause freuen sich die 8 4-Beiner! Nachdem wir etwas zu Abend gegessen haben, ab ins Bett. Ich schau noch kurz die bisher geschossenen Bilder durch und dann auch ab in die Federn.
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Themenstarter1'580 Beiträge · seit 201423. Juni 2015 · #13
10.5. Heute gehen wir es gemütlich an und warten, bis Joseph gegen 9.30 Uhr erscheint. Dann starten wir auf dem Thika Highway Richtung Nairobi und zweigen bald auf der Umfahrungsstrasse zum Flughafen ab. Diese Strasse hat nur eine Fahrspur in jeder Richtung und Lastwagen blockieren oft. Sie braucht also auch ihre Zeit.... durch Athi River und weiter bis Emali, wo wir rechts nach Kimana abzweigen. Die Strasse ist gut und die Ueberweidung leider zu offensichtlich.



Ausser ein paar Gerenuks sehen wir nicht viel, bis wir auf der Naturstrasse zum Kimana Gate fahren und beim Gebiet der Sopa Lodge (ausserhalb des Parkes) ganz viele Giraffen stehen. Ein toller Anblick!



Bald sind wir nun im Sentrim Amboseli Camp, wo wir herzlich willkommen geheissen werden. Das Mittagessen ist bereit und wir stillen unseren Hunger. Die dicken Wolken versäumen es auch nicht, Tropfen fallen zu lassen. Was soll’s, wir fahren etwas später dennoch los und bereuen es überhaupt nicht. Wir bleiben trocken.....



verregneter Pangani Gross-Sporn

In den Gräben, die der Entwässerung der Strasse Dienen liegt Wasser. Ein paar Thomson Gazellen schauen in die Gräben, hüpfen dann aber sehr elegant darüber.



Wenn man zur Regenzeit reist, muss man mit Regengüssen rechnen, doch auf der anderen Seite ist alles grün und blüht.



Gelbkehlfrankolin, naeher koennte es sich nicht hinstellen

Es gelingen nur wenige Bilder und leider keins von der toll balzenden Riesentrappe. Die Zeit ist bald um und wir müssen aus dem Tor und zurück ins Camp. Es sind nur ganz wenige Gäste da, aber dennoch haben sie ein Buffet aufgebaut und wir können aussuchen, was wir essen wollen.

11.5. Unbarmherzig sagt mir mein Handy, es ist nun 06.10 morgens. Wir wollen um 07.30 losfahren und das klappt auch. Licht ist kaum da, doch was solls, es ist auch so schön in der Natur zu sein. Eine Pelumedusen Sumpfschildröte findet das viele Waser toll!



Kleinere Vögel wuseln rum, doch das Licht erlaubt noch keine anständigen Bilder. Doch sie werden alle auf die Liste für Kenya Bird Map ins Buch geschrieben. Grössere Tiere wie der Riedbock gelingen dennoch.



Weidelandpiper



Riedbock

Nun kommen Elefanten und Nilpferde an die Reihe. Da die Elefanten nun in den umliegenden Gebieten genug Wasser und Futter finden, sind etliche abgezogen, doch es sind immer noch genügend da, um sie zu beobachten, was immer wieder faszinierend ist.







Sehr viele Wasservögel haben sich eingefunden und man weiss nicht immer, wo soll man nun schauen.



Junger Brauner Sichler



Ein frisch geschlammter Büffel; die alten Herren lieben das über alles.



Blau-Stirnblatthuehnchen oder Afrikanisches Jacana



Die Gelben Baumenten freuen mich besonders, da ich sie schon viele Jahre nicht mehr zu sehen bekam

Wir wählen nun den Weg durch den Wald bei der Oltukai Lodge, denn dort ist immer was los.

Vor allem die Gelben Paviane treiben dort ihre Spiele. Der Boss sagt grade, dass die anderen gefälligst zu gehorchen haben.



Nun habe ich Hunger und gehe die Tiere und mich fuettern. Fortsetzung folgt....
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zuletzt bearbeitet 23. Juni 2015
Themenstarter1'580 Beiträge · seit 201423. Juni 2015 · #14


und der blickt schelmisch ueber den Zaun...



Affenmuetter sind sehr fuersorglich



so klein aber die Nase doch schon hoch oben

Kaum aus dem Wald und um die nächste Biegung erspähen wir eine Tüpfehyäne. Netterweise lässt sie sich gut fotografieren.





Und schon das nächste Tier, eine Pantherschildkröte. Und schon ist der Morgen wieder um und wir geniessen das Mittagessen im Camp und etwas Ruhen. Doch die Nektarvögel lassen mir keine Ruhe..... Sentrim Amboseli baut nun einige Zelte in Bungalows um. Es scheint, einige haben Schiss in Zelten zu schlafen....





Die Handwerker waren echt laut und redete mit dem Manager, der sehr gut ist übrigens darüber und am nächsten Tag war Ruhe über Mittag als wir im Camp waren.

E-Mails sind gecheckt und da finde ich halt keine Ruhe, denn ich weiss, im Sentrim Camp hat es interessane Lebewesen...



Kurzhalsskink, der mich nett anlacht

Um 16.00 Uhr starten wir wieder auf die Pirsch. Regen... nein, nicht da wo wir sind, aber kaum Licht zum fotografieren. Die Kronenkraniche balzen, Marabus suchen nach Futter im Wasser, Hartlaub’s Trappen laufen im Gras rum und Thomson Gazellen, die im Abendlicht durchs Wasser waten, wo normalerweise trockene Erde ist. Wir begeben uns zu unserem Nachtgemach.



12.5. Der Morgen ist so schnell da und gleich nach dem Frühstück ab in den Park. Kilimanjaro zeigt sich erstaunlich schön!





Das sind die Gletscherreste....

Gnus liegen wiederkäuend rum auf dem Weg zum Observation Hill.



Im Hintergrund Afrikanische Dattelpalmen. Hier verstecken sich gerne Loewen, doch nun ist es auch hier zu nass.

Grüne Meerkatzen turnen auf einem toten Baumstamm rum, Impalas spazieren in gemischten Herden, also Böcke und Weibchen, was anzeigt, dass keine Paarungszeit ist, sonst würde der Platzbock die Konkurrenten energisch verjagen.



Meist sieht man den Kaptriel, doch diesmal waren die Wassertriele oefter zu sehen.



Da liegt ein Kaefer....



und nun wird er zur Nahrung

So langsam kommt der Hügel näher, es hat halt immer wieder Vögel im Blickfeld. Man muss erst weit rum fahren, über eine Brücke, am Sumpf entlang, um von der hinteren Seite hochzuspazieren. Von oben hat man einen guten Ausblick! Und seit es der KWS vor wenigen Jahren endlich schaffte das alte stinkende Loch durch ein anstaendiges Toilettenhaus zu ersetzen, kann man den Punkt auch getrost als Pinkelhalt nehmen.





Auf dem Heimweg zeigt sich erstaunlicherweise Kili nochmals sehr schön und klar, die Sümpfe mit den Vögeln ziehen uns magisch an.



Familie Witwenente



Schwarzhalsreiher

Auch Giraffen müssen trinken, nur ist es für sie mühsamer mit dem langen Hals.

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Themenstarter1'580 Beiträge · seit 201423. Juni 2015 · #15
Wir strecken unsere Hälse nun nach dem Mittagessen. Da keine anderen Gäste mehr da sind, ist Tellerservice und wir können von der Karte wählen. Schmecken tut es dennoch gut. Danach beobachten wir noch ein paar Vögel im Camp und schon bald heisst es ja wieder auf Pirsch fahren.



Von der Deckens Tocko, Jungtiere, die Alttiere haben rot/gelbe und laengere Schnaebel

Erst giesst es heftigst! Und es heisst mal unter Dach bleiben. Doch das Schöne an Afrikanischem Regen ist, dass er selten lange anhält und als Finken an meinem Zelt vorbeigehen, muss ich einfach raus. Regentropfen hin oder her.



Diese Gelbfluegelfedermaus hing nahe bei meinem Zelt und man sieht, wie das Wasser an ihr runterlaeuft.



Buntastrild, Weibchen



und wie es halt bei Voegeln so ueblich ist, das buntere Maennchen

Nein, das ist kein Bach, das ist der Weg vom Sentrim Camp zum Parkeingang





Dafuer ist das Licht nun sehr speziell und die Grant Gazellen und Riesentrappe suchen schon wieder nach Futter



Seidenreiher und andere Vogelarten suchen nun in den ueberschwemmten Wiesen nach Amphibien, Insekten und was sonst noch kreucht und fleucht

Wie immer gegen Abend spazieren die Elefanten in ihr Nachtquartier und wir dürfen dies heute in einer tollen Beleuchtung miterleben. Ein Auto wendet vor uns, denn eine Elefantenkuh mit ihrem Kleinen steht auf dem Weg. Nun, wir fahren einfach langsam ran und sie bleibt ganz ruhig. Elefanten zeigen sehr schnell, wenn ihnen unsere Anwesenheit nicht passt und je nachdem muss man halt weg oder weg gewesen sein.





Ob der Ruessel zum Richen hoch gehoben wird oder ob er uns Tschuess sagen will...., denn morgen geht es nach Tansania. Ich setze den Bericht dort fort.

Liebe Gruesse
Elvira
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8'683 Beiträge · seit 201023. Juni 2015 · #16
Bushtruckers schrieb:



Elvira, ich habe selten so ein anrührendes Elefantenfoto gesehen 😘 !

Durch die ganzen anderen Schätze muss ich mich erst noch in Ruhe durcharbeiten - da weiß man ja gar nicht, wohin man zuerst schauen soll! Super - danke!

Liebe Grüße von Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
383 Beiträge · seit 201323. Juni 2015 · #17
Ja, tolle Fotos Elvira, ich bin dabei.
Holger
2019 Südafrika Klaserie - Timbavati - Sabi Sands 2018 Brasilien Rio de Janeiro - Foz do Iguacu - Pantanal - südliches Amazonasgebiet 2017 Kanada BC 2016 Sambia & Malawi 2015 Süden Tansanias Reisebericht: Mit der Cessna durch den wilden Süden Tansanias 2014 Kenia & Norden Tansanias 2013 Uganda/Ruanda 2012 Botswana
Themenstarter1'580 Beiträge · seit 201424. Juni 2015 · #18
Guten Morgen Bele und Holger

Danke fuers Mitreisen. Bele, lass Dir Zeit, die Fotos rennen nicht weg. Ich musste nur etwas zuegig vorwaerts machen. Erika und meine Zeit haben gedraengt....

Tja Bele, Elefanten sind einfach immer super zu beobachten....

Die Fortsetzung in Tansania werde ich unter dem Tansania Titel unterbringen.

Liebe Gruesse
Elvira
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2'338 Beiträge · seit 200724. Juni 2015 · #19
Liebe Elvira
Guten Tag Erika
ich weiss, Du sahst gestern abend die ganze Zeit vor dem Bildschirm und hast auf meinen Beitrag gewartet 😉 nun, ich musste was anderes dringendes erst erledigen und dann war ich zu muede. Vergib mir, nun geht es weiter.
Ich vergebe dir. 😘
Jetzt hast du aber den Turbo eingeschaltet! 🤩
Bin direkt in einen Lesestress geraten. 😉
Ganz wunderbar, deine Erlebnisse und Bilder aus Kenia. Vielen herzlichen Dank.

Grüessli
Erika
Meine Reiseberichte: 1971: Mit dem VW-Bus von Kapstadt bis Mombasa http://www.namibia-forum.ch/forum/132-reiseziele-tipps/197270-unterwegs-in-den-1970er-jahren.html?start=120 2013: Durch den wilden Westen Tansanias (Am Anfang war die Hülle) http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/278559-am-anfang-war-die-huelle.htm 2013: Nordmosambik, mal schön - mal hässlich + ein Stück Südtansania http://www.namibia-forum.ch/forum/150-diverses/279223-reisebericht-nordmosambik-mal-schoen-mal-haesslich.html 2014: Auf bekannten und unbekannten Pfaden durch Tansania http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/282862-auf-bekannten-unbekannten-pfaden-durch-tansania.html 2015: Eine Reise wird zum Alptraum/Kenia http://www.namibia-forum.ch/forum/156-diverses/285693-eine-reise-wird-zum-alptraum.html
Themenstarter1'580 Beiträge · seit 201424. Juni 2015 · #20
Liebe Erika

Jetzt hast du aber den Turbo eingeschaltet! 🤩 .... lass Dich davon nicht stressen...

Liebe Gruesse
Elvira
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