Rückblick:
Die Reisevorbereitungen auf diesen extrem anstrengenden und arbeitsreichen Ausflug waren aufgrund meiner Unwissenheit bzgl der Astrofotografie mehr als chaotisch.
Zuerst kaufte ich mir die Sony A7s, da die Werbung dem Kunden suggerierte, sie wäre die ultimative Kamera für Nachtaufnahmen. Als ich dann dahinter kam, dass die A7s einen Bug bei Langzeitbelichtungen aufwies und sie damit an der Nachführung unbrauchbar war, verkaufte sie wieder.
Dazwischen lagen viele Wochen des Testens in dunklen Nächten hier in Österreich. Als ich mich dann schweren Herzens zu einer Nachführung durchringen konnte, wurde mir klar, dass beides keinen Sinn macht. Entweder verwende ich eine Nachführung, dann brauche ich meine hohen ISOs mehr, oder aber ich mache einzelne Aufnahmen mit max 30 sec Belichtungszeit, dann würde ich die hohen ISO in guter Qualität brauchen.
Danach kaufte ich die neue Nikon D4s plus einer D810 und dachte damit ein perfektes Bundle für meine anstehende Reise zu haben. Kaum hatte ich die D4s gekauft kamen mir aber immer größere Bedenken, dass ich mit dieser Kamera nur eine höherwertigere Sony A7s gekauft hatte und mich offenbar immer noch nicht geistig von einem High-Iso fähigen Modell trennen wollte/konnte.
Wozu aber, fragte ich mich nach und nach, bräuchte ich eine EUR 6000.- teure Kamera, wo ich doch mit Nachführung in der Nacht arbeiten würde und die ISO max. auf 800 oder vielleicht 1600 voreinstellen werde?
Kleiner techn. Exkurs in die Benutzung einer Nachführung:
Genau wie ich haben fast alle Amateure eine Heiden Angst vor der Nutzung einer sogenannten parallaktischen Montierung. Hört sich kompliziert an und ist es auch.
Ich will und kann euch nicht die Angst davor nehmen, denn für einen unbedarften Fotografenanfänger stellt eine neue DSLR schon eine große Hürde dar. Gehen wir aber davon aus, dass ihr euch sehr gut mit eurer Kamera auskennt und diese blind in einer dunklen Nacht bedienen könnt.
Was bringt so eine Nachführung überhaupt und wann könnte ich sie einsetzen?
Das ist einfach erklärt.
Je dunkler die Nacht, desto länger könnt ihr belichten, also theoretisch, denn die Brennweite eurer Optik limitiert die maximal mögliche Belichtungszeit bis Sterne nicht mehr Punktförmig abgebildet werden und zu unschönen Star-Trails, zu Deutsch Strichspuren werden.
Im Internet wird dazu gerne die 500er Regel aus der Zeit der Analogfotografie zitiert, welche besagt, dass man 500 dividiert durch die Brennweite als längste Verschlusszeit nehmen kann. Das ist Unsinn.
500 durch sagen wir mal 14mm an KB ergibt 35,71 sec!
In der Praxis ist es aber vielmehr so, dass schon ab < 5sec Belichtungszeit Striche und nicht Punkte abgebildet werden. Mir ist aber bewusst, dass der Betrachtungsabstand sowie die Ausgabegröße der Datei hier eine große Rolle spielt.
Sieht man sich seine 36MP Fotos nur in 1280 Pixel lange Seite am Monitor an, wird einem der 7 Pixel lange Strich seiner 30sec Aufnahme fast wie ein Punkt erscheinen. Legt man aber etwas mehr Wert auf runde Sterne benötigt man schon bei einer 30 Sekunden andauernden Aufnahme eine automatische Nachführung welche die Erdrotation ausgleicht.
Aber werde ich das Einnorden schaffen……. Fragt jeder Anfänger sofort ängstlich???
Einnorden bedeutet nichts anderes, als das korrekte justieren seiner Montierung. Denn auch die beste Nachführung kann nur korrekt arbeiten wenn ihre Rektaszensionsachse exakt parallel zur Erdachse verläuft und damit zum himmelsnordpol weist.
Wer jetzt mit Sternbildern nicht wirklich etwas anfangen kann und Polaris auch bei besten Sichtverhältnissen nicht vom Mond unterscheiden kann wird zugegebenermaßen ein kleines Problem haben. Auf der Nordhalbkugel ist dieses Problem allerdings mit etwas Studium der Sternenkarten und einer App fürs iPhone in wenigen Minuten bewältigbar.
Was aber wenn ich Brillenträger und auch sonst eher schasaugert bin und mir die Justierung samt bestem Polsucher trotz alledem nicht zutraue?
Auch dann kann man mit etwas Beharrlichkeit durchaus gute Ergebnisse erzielen. Ich hatte dies bewusst vor meiner Abreise nach Namibia simuliert, dass Sigma Octantis nicht sichtbar ist und daher die „Einsüdung“ in der südlichen Hemisphäre deutlich schwieriger ist als hier bei uns.
Ich ging an einem leicht dunstigen Abend raus und versuchte trotz schlechter Sicht meine Nachführung Einzunorden, sprich ich konnte Polaris nicht sehen und versuchte nur mit meinem Handy und der App von iOptron und den dort angegebenen Winkeln die Einstellung vorzunehmen.
Angezeigt wurden folgende Werte:
Longitude: 016° 21‘ 37“E
Latitude: 48° 14‘ 00“N
Das heißt nichts anderes als das man die Nachführung ca. 48° nach oben neigen muss und dann noch mittels dem iPhone Kompass 16° Richtung Osten einstellt. Das ist in 5 min passiert und ermöglicht bereits schöne Kreisrunde Sterne mit einem 14 mm bei bis zu 5 min Belichtungszeit und bis zu 120 sec mit einem 600mm Superteleobjektiv.
Und passt es einmal nicht so gut und die Sterne sind Striche, kann man ein wenig feinjustieren und erhält nach meiner Erfahrung bereits nach ein oder zwei Versuchen – nach kleinen Korrekturen – akzeptable Ergebnisse.
Natürlich ist nichts besser, als eine perfekte Einnordung, keine Frage, aber es geht eben auch mit einer nur halbwegs hingeschusterten Einnordung ganz gut. Je nachdem welchen Anspruch man erhebt. Und eines ist ganz sicher so, besser als ohne Nachführung werden eure Fotos in jedem Fall!
Die Investition der Nachführung ist also nie rausgeworfenes Geld wenn ihr vorhabt Sternenfotos zu machen. Vielleicht bleibt es euch verwehrt eine ganze Stunde lang zu belichten, die Frage ist nur wer dies braucht….?
Und wer sich nun schon mit der Problematik des stackens von Lights und Darks beschäftigt hat weiß von welcher Challenge ich spreche. Arbeitet ihr ohne Nachführung passen die einzelnen Aufnahmen überhaupt nicht zusammen und können meist mehr schlecht als recht von Programmen wie dem DSS zusammengebastelt werden, oder eben nicht. Bei mit war’s immer NICHT!
Nutzt ihr aber eine Nachführung ist meiner Erfahrung nach nicht einmal wichtig, dass sie perfekt eingenordet ist, denn der Hauptvorteil beim Fotografieren von Sternen liegt ganz wo anders. Mit egal welcher DSLR müsst ihr in einer Nacht ohne Mondlicht extrem lange belichten und die Blende möglichst weit öffnen um das wenige Licht der Sterne einzufangen.
Soweit klar?
Dies bedeutet aber auch, dass bei offenblende die Abbildungsleistung sinkt, sprich Coma und Unschärfen im Bild stärker zum Tragen kommen als 2 Blenden abgeblendet. Auch kommt man selbst bei 30 sec Belichtungszeit nicht umhin die ISO auf 3200 oder gar 6400 zu erhöhen, möchte man ein halbwegs korrekt belichtetes Bild erhalten. Diese Faktoren zusammen ergeben ein leicht unscharfes, stark rauschendes Foto welches noch dazu strichförmige Sterne mit Halos zeigt.
Und auch wenn man 10 oder 25 gleiche Aufnahmen hintereinander gemacht hat, werden sie sich kaum deckungsgleich übereinanderlegen lassen (meine persönliche Erfahrung mit DSS).
Nutzt man jedoch eine Nachführung ist es fast unerheblich wie exakt man die Einnordung gemacht hat so man sich in einem Radius von 1 bis 3° bewegt, denn alle Fotos lassen sich im Anschluss am Computer tadellos selbst als Laie mittels der Ebenenfunktion im Photoshop stacken.
Dies ist mMn der weitaus größere Vorteil einer jeden Nachführung, denn auch wenn meine Einnordung mangelhaft ist und ich nur 30 sec belichten kann ohne Strichspuren zu erzeugen, kann ich doch 30 Fotos machen und diese im Anschluss perfekt übereinanderlegen und damit ein rauschfreies Ergebnis erzielen.
Gelingt es mir auch nur ein klein wenig sorgfältiger zu arbeiten und schaffe ich es die Einnordung mit 95%iger Genauigkeit hinzukriegen, werde ich schon 5 min problemlos belichten können (mit einem 14mm), was bedeutet, dass ich die Blende um ein oder zwei Stufen abblenden und/oder die ISO ein, zwei Stufen runterdrehen kann.
Beide Maßnahmen steigern die Bildqualität enorm und kosten im Vergleich zu einer hochgeöffneten Optik oder einer Nikon D4s fast nix, denn eine sehr gute Nachführung wie der Star Adventurer kostet samt allem erforderlichen Zubehör gerademal 400.- Euro!
Aber dies weiß anscheinend fast niemand…..
Fakt ist, dass eine Nachführung in 99% aller Fälle nur hilfreich sein wird und eurem Ergebnis nie schaden wird. Es kann fast nur besser werden, außer natürlich ihr könnt nicht einmal eure Kamera bedienen, dann hilft auch die parallaktische Montierung nix.
Nun aber weiter mit meiner Geschichte….
Also verkaufte ich die D4s schweren Herzens und war auch am überlegen, ob ich nicht die D810 gegen ein anderes Modell eintauschen sollte. Eigentlich wäre es nur logisch die neue Nikon D810A mitzunehmen, denn welche Kamera wäre wohl besser für meine Zwecke geeignet. Wie schon so oft, machte mir hier aber mein Abreisetermin einen gehörigen Strich durch die Rechnung, denn die Kamera erscheint erst jetzt nach unserer Rückkunft Ende Mai 2015 und unsere Abreise war mit dem 30. April dieses Jahres terminiert.
Sie kam auf gut deutsch zu spät heraus, wie schon 2007 die Nikon D3. Damals musste ich mit dem letzten DX Modell der Einstelligen vorlieb nehmen, was mehr als ärgerlich war (Nikon D2Xs).
Die Reisevorbereitungen auf diesen extrem anstrengenden und arbeitsreichen Ausflug waren aufgrund meiner Unwissenheit bzgl der Astrofotografie mehr als chaotisch.
Zuerst kaufte ich mir die Sony A7s, da die Werbung dem Kunden suggerierte, sie wäre die ultimative Kamera für Nachtaufnahmen. Als ich dann dahinter kam, dass die A7s einen Bug bei Langzeitbelichtungen aufwies und sie damit an der Nachführung unbrauchbar war, verkaufte sie wieder.
Dazwischen lagen viele Wochen des Testens in dunklen Nächten hier in Österreich. Als ich mich dann schweren Herzens zu einer Nachführung durchringen konnte, wurde mir klar, dass beides keinen Sinn macht. Entweder verwende ich eine Nachführung, dann brauche ich meine hohen ISOs mehr, oder aber ich mache einzelne Aufnahmen mit max 30 sec Belichtungszeit, dann würde ich die hohen ISO in guter Qualität brauchen.
Danach kaufte ich die neue Nikon D4s plus einer D810 und dachte damit ein perfektes Bundle für meine anstehende Reise zu haben. Kaum hatte ich die D4s gekauft kamen mir aber immer größere Bedenken, dass ich mit dieser Kamera nur eine höherwertigere Sony A7s gekauft hatte und mich offenbar immer noch nicht geistig von einem High-Iso fähigen Modell trennen wollte/konnte.
Wozu aber, fragte ich mich nach und nach, bräuchte ich eine EUR 6000.- teure Kamera, wo ich doch mit Nachführung in der Nacht arbeiten würde und die ISO max. auf 800 oder vielleicht 1600 voreinstellen werde?
Kleiner techn. Exkurs in die Benutzung einer Nachführung:
Genau wie ich haben fast alle Amateure eine Heiden Angst vor der Nutzung einer sogenannten parallaktischen Montierung. Hört sich kompliziert an und ist es auch.
Ich will und kann euch nicht die Angst davor nehmen, denn für einen unbedarften Fotografenanfänger stellt eine neue DSLR schon eine große Hürde dar. Gehen wir aber davon aus, dass ihr euch sehr gut mit eurer Kamera auskennt und diese blind in einer dunklen Nacht bedienen könnt.
Was bringt so eine Nachführung überhaupt und wann könnte ich sie einsetzen?
Das ist einfach erklärt.
Je dunkler die Nacht, desto länger könnt ihr belichten, also theoretisch, denn die Brennweite eurer Optik limitiert die maximal mögliche Belichtungszeit bis Sterne nicht mehr Punktförmig abgebildet werden und zu unschönen Star-Trails, zu Deutsch Strichspuren werden.
Im Internet wird dazu gerne die 500er Regel aus der Zeit der Analogfotografie zitiert, welche besagt, dass man 500 dividiert durch die Brennweite als längste Verschlusszeit nehmen kann. Das ist Unsinn.
500 durch sagen wir mal 14mm an KB ergibt 35,71 sec!
In der Praxis ist es aber vielmehr so, dass schon ab < 5sec Belichtungszeit Striche und nicht Punkte abgebildet werden. Mir ist aber bewusst, dass der Betrachtungsabstand sowie die Ausgabegröße der Datei hier eine große Rolle spielt.
Sieht man sich seine 36MP Fotos nur in 1280 Pixel lange Seite am Monitor an, wird einem der 7 Pixel lange Strich seiner 30sec Aufnahme fast wie ein Punkt erscheinen. Legt man aber etwas mehr Wert auf runde Sterne benötigt man schon bei einer 30 Sekunden andauernden Aufnahme eine automatische Nachführung welche die Erdrotation ausgleicht.
Aber werde ich das Einnorden schaffen……. Fragt jeder Anfänger sofort ängstlich???
Einnorden bedeutet nichts anderes, als das korrekte justieren seiner Montierung. Denn auch die beste Nachführung kann nur korrekt arbeiten wenn ihre Rektaszensionsachse exakt parallel zur Erdachse verläuft und damit zum himmelsnordpol weist.
Wer jetzt mit Sternbildern nicht wirklich etwas anfangen kann und Polaris auch bei besten Sichtverhältnissen nicht vom Mond unterscheiden kann wird zugegebenermaßen ein kleines Problem haben. Auf der Nordhalbkugel ist dieses Problem allerdings mit etwas Studium der Sternenkarten und einer App fürs iPhone in wenigen Minuten bewältigbar.
Was aber wenn ich Brillenträger und auch sonst eher schasaugert bin und mir die Justierung samt bestem Polsucher trotz alledem nicht zutraue?
Auch dann kann man mit etwas Beharrlichkeit durchaus gute Ergebnisse erzielen. Ich hatte dies bewusst vor meiner Abreise nach Namibia simuliert, dass Sigma Octantis nicht sichtbar ist und daher die „Einsüdung“ in der südlichen Hemisphäre deutlich schwieriger ist als hier bei uns.
Ich ging an einem leicht dunstigen Abend raus und versuchte trotz schlechter Sicht meine Nachführung Einzunorden, sprich ich konnte Polaris nicht sehen und versuchte nur mit meinem Handy und der App von iOptron und den dort angegebenen Winkeln die Einstellung vorzunehmen.
Angezeigt wurden folgende Werte:
Longitude: 016° 21‘ 37“E
Latitude: 48° 14‘ 00“N
Das heißt nichts anderes als das man die Nachführung ca. 48° nach oben neigen muss und dann noch mittels dem iPhone Kompass 16° Richtung Osten einstellt. Das ist in 5 min passiert und ermöglicht bereits schöne Kreisrunde Sterne mit einem 14 mm bei bis zu 5 min Belichtungszeit und bis zu 120 sec mit einem 600mm Superteleobjektiv.
Und passt es einmal nicht so gut und die Sterne sind Striche, kann man ein wenig feinjustieren und erhält nach meiner Erfahrung bereits nach ein oder zwei Versuchen – nach kleinen Korrekturen – akzeptable Ergebnisse.
Natürlich ist nichts besser, als eine perfekte Einnordung, keine Frage, aber es geht eben auch mit einer nur halbwegs hingeschusterten Einnordung ganz gut. Je nachdem welchen Anspruch man erhebt. Und eines ist ganz sicher so, besser als ohne Nachführung werden eure Fotos in jedem Fall!
Die Investition der Nachführung ist also nie rausgeworfenes Geld wenn ihr vorhabt Sternenfotos zu machen. Vielleicht bleibt es euch verwehrt eine ganze Stunde lang zu belichten, die Frage ist nur wer dies braucht….?
Und wer sich nun schon mit der Problematik des stackens von Lights und Darks beschäftigt hat weiß von welcher Challenge ich spreche. Arbeitet ihr ohne Nachführung passen die einzelnen Aufnahmen überhaupt nicht zusammen und können meist mehr schlecht als recht von Programmen wie dem DSS zusammengebastelt werden, oder eben nicht. Bei mit war’s immer NICHT!
Nutzt ihr aber eine Nachführung ist meiner Erfahrung nach nicht einmal wichtig, dass sie perfekt eingenordet ist, denn der Hauptvorteil beim Fotografieren von Sternen liegt ganz wo anders. Mit egal welcher DSLR müsst ihr in einer Nacht ohne Mondlicht extrem lange belichten und die Blende möglichst weit öffnen um das wenige Licht der Sterne einzufangen.
Soweit klar?
Dies bedeutet aber auch, dass bei offenblende die Abbildungsleistung sinkt, sprich Coma und Unschärfen im Bild stärker zum Tragen kommen als 2 Blenden abgeblendet. Auch kommt man selbst bei 30 sec Belichtungszeit nicht umhin die ISO auf 3200 oder gar 6400 zu erhöhen, möchte man ein halbwegs korrekt belichtetes Bild erhalten. Diese Faktoren zusammen ergeben ein leicht unscharfes, stark rauschendes Foto welches noch dazu strichförmige Sterne mit Halos zeigt.
Und auch wenn man 10 oder 25 gleiche Aufnahmen hintereinander gemacht hat, werden sie sich kaum deckungsgleich übereinanderlegen lassen (meine persönliche Erfahrung mit DSS).
Nutzt man jedoch eine Nachführung ist es fast unerheblich wie exakt man die Einnordung gemacht hat so man sich in einem Radius von 1 bis 3° bewegt, denn alle Fotos lassen sich im Anschluss am Computer tadellos selbst als Laie mittels der Ebenenfunktion im Photoshop stacken.
Dies ist mMn der weitaus größere Vorteil einer jeden Nachführung, denn auch wenn meine Einnordung mangelhaft ist und ich nur 30 sec belichten kann ohne Strichspuren zu erzeugen, kann ich doch 30 Fotos machen und diese im Anschluss perfekt übereinanderlegen und damit ein rauschfreies Ergebnis erzielen.
Gelingt es mir auch nur ein klein wenig sorgfältiger zu arbeiten und schaffe ich es die Einnordung mit 95%iger Genauigkeit hinzukriegen, werde ich schon 5 min problemlos belichten können (mit einem 14mm), was bedeutet, dass ich die Blende um ein oder zwei Stufen abblenden und/oder die ISO ein, zwei Stufen runterdrehen kann.
Beide Maßnahmen steigern die Bildqualität enorm und kosten im Vergleich zu einer hochgeöffneten Optik oder einer Nikon D4s fast nix, denn eine sehr gute Nachführung wie der Star Adventurer kostet samt allem erforderlichen Zubehör gerademal 400.- Euro!
Aber dies weiß anscheinend fast niemand…..
Fakt ist, dass eine Nachführung in 99% aller Fälle nur hilfreich sein wird und eurem Ergebnis nie schaden wird. Es kann fast nur besser werden, außer natürlich ihr könnt nicht einmal eure Kamera bedienen, dann hilft auch die parallaktische Montierung nix.
Nun aber weiter mit meiner Geschichte….
Also verkaufte ich die D4s schweren Herzens und war auch am überlegen, ob ich nicht die D810 gegen ein anderes Modell eintauschen sollte. Eigentlich wäre es nur logisch die neue Nikon D810A mitzunehmen, denn welche Kamera wäre wohl besser für meine Zwecke geeignet. Wie schon so oft, machte mir hier aber mein Abreisetermin einen gehörigen Strich durch die Rechnung, denn die Kamera erscheint erst jetzt nach unserer Rückkunft Ende Mai 2015 und unsere Abreise war mit dem 30. April dieses Jahres terminiert.
Sie kam auf gut deutsch zu spät heraus, wie schon 2007 die Nikon D3. Damals musste ich mit dem letzten DX Modell der Einstelligen vorlieb nehmen, was mehr als ärgerlich war (Nikon D2Xs).

LG Wolfgang










