REReisekindThemenstarter5 Beiträge · seit 201514. Mai 2015 · #1
Hallo miteinander,
meine Frau und ich wollen in 2016 eine geführte Rundreise durch Namibia machen. Zeitdauer bis maximal 3 Wochen. Das ist zugleich unser erster Aufenthalt in Afrika
Wir haben über das Reisebüro uns schon Kataloge geholt sowie über das Namibia Tourism Board (Frankfurt) uns Unterlagen zusenden lassen. Die Vielzahl der Angebote erschlägt uns bald und wir haben ein wenig den Überblick verloren.
Die Angebote beginnen im Reisebüro bei ca. 2.300,00 € pro Person incl. Flug (DER-Tour) für 14 Übernachtungen. Da sind dann lt. Katalog sämtliche Highlights von Namibia mit dabei. Allerdings sind wir dann bis zu 20 Personen und fahren ca. 3.500 km mit dem Bus. Unser Befürchtung ist, dass bei so viel km die wir im Bus verbringen uns die Zeit fehlt um das was man sieht in Ruhe anzuschauen und zu genießen.
Daher dachten eher an einer kleineren Anbieter der nicht alle Sehenswürdigkeiten in die Reise reinpackt.
Kann uns vielleicht jemand einen Reiseanbieter oder eine bestimmte Reiseroute empfehlen? Unser Budget beträgt pro Person maximal 2.500,00 € für die Rundreise vor Ort.
willkommen im Forum! Grundsätzlich ist Namibia auch ein so beliebtes Reiseziel in Afrika, da es Selbstfahrertouren erlaubt. Kommt das für Euch auf keinen Fall in Frage?
Bei den Standardtouren, vor allem der großen Anbieter, wird - wie Du auch schon selber schreibst - alles in 14 Tagen abgehakt. In 14 Tagen bleibt Euch nicht viel mehr als Windhoek, Sesriem/Sossusvlei, Swakopmund, Damaraland und Etosha übrig. Eine gute Tour sollte überall mind. 2 Nächte, in Swakopmund und Etosha auch 3+ vorsehen. Das machen die wenigen "Standardtouren" der großen Anbieter.
Ihr solltet in einem Reiseführer schauen, was Euch als Highlights interessiert und dann mal kleinere Veranstalter (ob in Europa oder Namibia - Adressen etc. findest Du auch hier im Forum) anschreiben. Ja, es wird teurer sein als eine Busrundreise, aber ihr werdet auch deutlich mehr davon haben.
Viele Grüße aus Windhoek Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Hallo Reisekind, ich will nicht iwederholen, was Christian schreibt. Da ihr noch nie in Namibia wart, bietet sich die klassische Einsteigertour, die er beschreibt, an.
Meine persönliche Meinung zu großen Reisegruppen ist sehr differenziert. Für Städte- und Kulturreisen bietet sich das an. Um Landschaften und Tiere kennenzulernen, halte ich diese Art zu reisen für hinderlich. Kleingruppe wäre das Äußerste, was ich mir zumuten würde. Namibia ist ein sehr geeignetes Reiseland für Selbstfahrer. Gib mal in die Suche ein "Namibia Reisebericht", dort wirst du hinsichtlich Informationen fündig. Es kommt darauf an, was ihr wie machen wollt, ob euer Budget ausreicht. Zu welcher Jahreszeit wollt ihr vor Ort sein? Wollt ihr campen? Euch selbst versorgen? Oder sind Lodges, Farmen oder B&B eure bevorzugten Unterkünfte? Falls ihr campen wollt, bieten sich die Dachzeltcamper an. Sie sind zwar teurer als ein Pkw oder SUV, aber die Kosten für die Campingplätze sind günstiger als feste Unterkünfte ggf. mit Verpflegung.
Du schreibst, ihr wollt bis zu 2500 Euro pro Person ausgeben. Verstehe ich richtig, dass der Flug extra geht? Dann wäre das ein gutes Polster für 3 Wochen.
REReisekindThemenstarter5 Beiträge · seit 201514. Mai 2015 · #4
Hallo Christian,
wir tendieren zu einer geführten Tour um einfach dabei noch etwas mehr Hintergrundinfo. durch den Guide zu bekommen. Daher bleiben wir für unseren ersten Tripp nach Namibia wahrscheinlich doch bei einer geführten Reise.
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Champagner8'672 Beiträge · seit 201014. Mai 2015 · #6
Hallo Reisekind(er),
ich kann das sehr gut verstehen - gerade die unbeschreiblich vielen und guten Infos durch unseren (sehr netten und kompetenten) Guide fand ich damals beeindruckend - und auch seine Art, durch das Land zu fahren 😉 . Ich behaupte mal, dass man Namibia mindestens genau so nahe kommt wie der Selbstfahrer - aber eben auf eine andere Art und Weise. Bei der geführten Reise überwiegen die Vorteile des Guides und der Zeit, die man hat, weil man nicht selber fährt, und beim Selberfahren die Selbstbestimmung, die Ruhe und die Zeit, die man sich nehmen kann.
Ich habe meine geführte Tour nie bereut - dadurch weiß ich jetzt, was ich mir nochmal anschauen will und was mich ehrlich gesagt nicht so besonders interessiert. Allerdings würde ich auch zusehen, in einer möglichst kleinen Gruppe unterzukommen und möglichst oft 2 Nächte am selben Ort zu bleiben - wobei das nicht immer reicht, wenn man einigermaßen viel vom Land sehen will.
Wir waren mit Meier's Weltreisen unterwegs, der Tour Operator vor Ort was Sense of Africa, die ich sehr gut fand (prima Fahrzeuge usw....).
Es gibt hier im Forum aber auch einige Anbieter, die selber Touren führen - ich vermute jetzt einfach mal (aus eigener Erfahrung 😎 ), dass diese dich anschreiben werden oder dies schon getan haben. Falls du zu den Anbietern Fragen hast, kannst du diese aber hier öffentlich stellen - ich denke, einige haben schon Erfahrungen mit dem einen oder anderen gemacht. Ich persönlich habe schon viel Gutes von Magic-Vibes gehört, Volker guided selber und ich hab eine Kleinigkeit für den Sommer über ihn gebucht - das war ein sehr netter Kontakt. Aber wie gesagt, es gibt wohl mehrere.....
Wenn du noch Fragen zu einer Busrundreise hast, nur her damit, vielleicht kann ich was dazu sagen!
Liebe Grüße von Bele
Edit: eben sehe ich, dass Christian auch Sense of Africa erwähnt!
P.S. Du kannst meine Busreise auch nachlesen - siehe Signatur - falls es dir nicht vor viel Geschreibsel graust 😎
Hallo Reisekinder, Eure Entscheidung für eine geführte Reise hat durchaus einige Pluspunkte für sich. Aber die mit 20 Gleichgesinnten in einem Bus zu machen, wäre für mich eine Horrorvorstellung. Ja - es gibt auch Kleingruppenreisen mit max. 8 Personen. Ich meine, die hat jeder Spezialveranstalter in seinem Programm. Natürlich liegen die preislich dann schon etwas höher. Man kann auch eine Reise mit einem privaten Guide machen. Dazu kann Euch TravelNamibia sicher noch mehr sagen. Gruß Joli
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200614. Mai 2015 · #8
Hallo,
Reisekind schrieb:wir tendieren zu einer geführten Tour um einfach dabei noch etwas mehr Hintergrundinfo. durch den Guide zu bekommen.
ich habe nur "zwei" Gruppenreisen mitgemacht - die erste und wohl die letzte (war Ägypten). Es gab Hintergrundinfos durch den Guide und man musste sich um nichts kümmern. Das war der positive Teil. Der negative Teil bestand aus zwei Faktoren. Der eine Punkt war, dass es in der Reisegruppe 2-3 Leute gab, die sich unmöglich benahmen. Da habe ich mich manchmal geschämt, in den gleichen Bus wie diese Leute einsteigen zu müssen.
Der andere Punkt war das straffe Programm. Eine halbe Stunde Pyramiden von Gizeh war nicht das, was ich mir vorstellte. Ich habe mich dann am Folgetag aus dem Programm ausgeklinkt und bin mit einem Mitreisenden per Taxi nochmal dorthin gefahren und habe den ganzen Tag dort verbracht.
Seitdem bin ich lieber alleine unterwegs und teile mir meine Zeit selbst ein. Was mir an Infos durch einen Guide verloren geht, lerne ich über Land und Leute in den einfachen Kaschemmen, in die Touristen nicht einkehren und in denen man zwangsläufig mit Einheimischen in Kontakt kommt. Und die ein oder andere Tagestour lässt sich auch vor Ort mal spontan buchen.
Gruß Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Der negative Teil bestand aus zwei Faktoren. Der eine Punkt war, dass es in der Reisegruppe 2-3 Leute gab, die sich unmöglich benahmen. Da habe ich mich manchmal geschämt, in den gleichen Bus wie diese Leute einsteigen zu müssen.
Einen gut gemeinten Rat, lese mal das Buch "Hummeldumm" von Tommy Jaud, 😁 Dann verstehst Du sicher was Wolfgang meint. 😉
Liebe Grüße Cécile 🙂
"I never knew of a morning in africa when I woke up and was not happy". Ernest Hemingway
Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia"
http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/140297-nach-4-anlaeufen-als-selbstfahrer-in-namibia.html
Reisebericht 2011 Eine neue Erfahrung....
http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/187663- eine-neue-erfahrung.html
2007 ,2008 ,2009 2mal ,2010,2011 Namibia Botswana.
2011 Shanghai, 2012 Florida Virgin islands Karibik.
2012 Namibia und KTP
2013 Das erste Mal Südafrika Kruger NP
2014 Kapstadt und Kruger NP
2015 Kruger National Park
2016 kruger National Park
2017 Kruger National Park
2 KLICKS auf die "SONNE" und man liest den Reisebericht OHNE Kommentare !!!!!
Reiseklaus1'086 Beiträge · seit 200915. Mai 2015 · #10
Reisekind schrieb:... Wir haben über das Reisebüro uns schon Kataloge geholt sowie über das Namibia Tourism Board (Frankfurt) uns Unterlagen zusenden lassen. Die Vielzahl der Angebote erschlägt uns bald und wir haben ein wenig den Überblick verloren....Unser Budget beträgt pro Person maximal 2.500,00 € für die Rundreise vor Ort.
Hallo Reisekind,
für das Geld solltest Du eine vernünftige Reise bekommen. Schau Doch mal in den Unterlagen vom NTB nach einem auf Namibia spezialisierten Reiseveranstalter. Vielleicht gibt es ja einen in Deiner Nähe.
Gruß Klaus
REReisekindThemenstarter5 Beiträge · seit 201515. Mai 2015 · #11
Hallo Freshy,
von der Reisezeit sind wir flexibel.
Unterkünfte wollten wir ins B&B, Gästehäuser oder Lodges nehmen.
Nachdem wir wir glauben dass die Zeit von maximal 3 Wochen (incl. Flug) für ganz Namibia viel zu kurz ist, wollen wir uns im wesentlichen auf den Bereich nördlich von Windhoek konzentrieren.
Danke nochmals für deine Tipps
Reisekind
REReisekindThemenstarter5 Beiträge · seit 201515. Mai 2015 · #12
Vielen Dank Bele,
du hast recht, wir haben natürlich auch sehr viel Werbung und Info´s von Veranstaltern in eigener Sache bekommen.
Wir werden uns bestimmt nochmal bei dir melden.
Bis dann und danke nochmals.
Die Reisekinder Anette + Manfred
BIBinefrau15 Beiträge · seit 201418. Mai 2015 · #13
Hallo Reisekind,
wir haben Ende März bis Mitte April auch eine geführte Tour durch Namibia gemacht. Wir haben bei SWA Safaris http://www.swasafaris.com/de/home/ gebucht und waren eine sehr kleine Gruppe nur aus Familienmitgliedern. Ich denke auch eine Buchung 2 Personen mit Reiseleiter wird möglich sein. Hier werden dann die Kosten für Reiseleiter und Fahrzeug eben nur auf euch aufgeteilt, könnt jedoch die Aktivitäten selbst bestimmen. Wir hatten uns vorher schon gut informiert und unsere Wünsche mitgeteilt, die dann vorab schon gebucht wurden und unterwegs konnten wir unsere Interessen nochmal deutlicher machen und so viel mehr Zeit bei den Tieren verbringen. Ich kann auch nur einen Reiseleiter empfehlen, da man dann auch wirklich Tiere sieht und mehr über Land und Leute erfährt.
LG Binefrau
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200618. Mai 2015 · #14
Binefrau schrieb:Ich kann auch nur einen Reiseleiter empfehlen, da man dann auch wirklich Tiere sieht und mehr über Land und Leute erfährt.
. mehr über Land und Leute erfahren wird man als durchschnittlicher Tourist wahrscheinlich, aber möglicherweise landet man auch nur in den Touristen-Restaurants und nie in einem Lokal für Einheimische. Stellt sich natürlich die Frage, ob man das überhaupt will.
Ob man mehr Tiere sieht ... zweifelhaft. Die Guides können ja keine Tiere herbeizaubern. Wenn gerade keine da sind, sieht man halt keine. Wenn man z.B. zu zweit reist, können nun natürlich beide nach Tieren schauen anstatt einer ständig auf die Piste. So ein Guide kennt vielleicht auch ein paar Plätze, wo sich Tierart XY häufiger rumtreibt als anderswo oder einem eine Tierart zeigen kann, von der man noch nie gehört hat oder kann die eine oder andere Info dazu geben, aber bei den Tagestouren, die ich mal mit Guide gemacht habe, hat immer einer von den Teilnehmern die Tiere zuerst ausgemacht und den Fahrer zum Anhalten bewegt. Man sieht also vielleicht deshalb mehr, weil man nicht selbst auf die Piste achten muss, aber das war es meines Erachtens nach auch schon.
Die einzige Ausnahme nach meiner Erfahrung war ein Indio in Südamerika. Der konnte im Regenwald auf die Rufe von Vögeln und Affen so antworten, dass diese sich näherten und wir die zu Gesicht bekamen. Das war aber auch eine Tour zu Fuß.
Dafür hat man den ganzen Tag einen fremden Menschen um sich herum, von dem man zuvor nicht weiß, ob man auf einer Wellenlinie liegt. Kann super klappen, muss aber nicht. Muss man halt für sich selbst abwägen.
Gruß Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
REReisekindThemenstarter5 Beiträge · seit 201519. Mai 2015 · #15
Hallo Wolfgang,
danke dir für deine Anregungen.
Wir sind noch unschlüssig was wir unternehmen und nehmen deine Gedanken auf jeden Fall in unsere Überlegungen mit auf.
Manfred
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200619. Mai 2015 · #16
Hallo Manfred,
Reisekind schrieb: danke dir für deine Anregungen.
Wir sind noch unschlüssig was wir unternehmen und nehmen deine Gedanken auf jeden Fall in unsere Überlegungen mit auf.
Ich wollte auch nur versuchen, die verschiedenen Aspekte zu beleuchten. Ich kenne eure Vorlieben nicht und ihr umgekehrt nicht meine und ich will auch nicht sagen, dass eine Variante besser ist als eine andere. Das muss jeder für sich entscheiden. Ich kenne aber mehrere Varianten - von der geführten Tour über eine Reise mit Pkw, 4x4, öffentlichen Verkehrsmitteln, per Anhalter und per Rad in Afrika und dazu noch alleine und mit Reisepartner. Ich habe meine Erfahrungen abgewogen und bin zu einem Ergebnis gekommen, welches viele Leute für ein bisschen abgedriftet haltet.
Einfach nochmal alle (persönlich für möglich gehaltenen) Varianten gedanklich durchgehen ist aber keine schlechte Idee.
Gruß Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...