Unsere Route - Eure Meinung

24 Antworten · 3'940 Aufrufe · gestartet 04. Mai 2015 von Stanzerl
Antworten
Themenstarter30 Beiträge · seit 201404. Mai 2015 · #1
Hallo zusammen,

nach vielen Überlegungen haben wir jetzt unsere erste Namibiareise ausgearbeitet. Los geht es ab Windhoek mit einem 4x4 Toyota Bushcamper:

Ankunft 21.05.2015, Open Parking (Hosea Kutako Airport)
Fahrzeugübernahme
Pick 'n Pay (Windhoek)
Kalahari Meats Butchery
1. Übernachtung, Urbancamp
Bosua Pass
2. Übernachtung, Tsaobis Nature Park
Tinkas dam parking
Rock Arch
3. Übernachtung, Blutkuppe/Bloedkoppie campsite (Unmanned/Permit required)
Khan River Trail Start
Flintstone Caves
Khan River Trail Ende
Supermarket (Usakos) Tanken
4. Übernachtung, Chalets (Spitzkoppe Rest Camp)
Brandberg West Mine
5. Übernachtung, Ugab Save the Rhino Trust Camp Reception
Huab river crossing
6. Übernachtung, Aabadi Mountain Camp Lodge
Upper Huab Trail Start
Upper Huab Trail Ende
7. Übernachtung, Hoada Campsite
Palmwag Lodge (Permit Crowther's Trail)
Palmwag Crowther's Trail Start
8. Übernachtung, Crowther's Blackridge campsites (No facilities)
Palmwag Crowther's Trail End
Hoanib River Turnaround
Fuel Fort Sesfontein
9. Übernachtung, Camp Aussicht
10. Übernachtung, Omarunga Lodge
Kunene River Trail Start
11. Übernachtung, Enyandi Campsite (Cunene 4wd Trail)
Kunene River Trail Ende
12. / 13. Übernachtung, Kunene River Lodge

Option 1
Ruacana Falls / Ruacana
14. Übernachtung, Roadside Campsite

Option 2
14. Übernachtung, Khowarib Community Rest Camp
Khowarib Trail Start
Khowarib Trail End
15. Übernachtung, Roadside Campsite

Otjovansandu/Galton Gate (Etosha West)
15. oder 16. Übernachtung, Olifantsrus Camping Etosha
Etosha Sprokieswoud Start
Etosha Sprokieswoud Ende
Okondeka Fountain
Wolfsnes (dry)
16. oder 17. Übernachtung, Okaukuejo Camp (Etosha)
Namutoni Gate (Etosha Ost)
17. oder 18. Übernachtung, Roy's Rest Camp
18./19. oder 19./20. Übernachtung, Mavunje camp site
19./20. oder 20./21. Übernachtung, Nunda Safaris & Lodge
21. oder 22. Übernachtung, Weaver's Rock Guest Farm and Camping
Abflug 13.06.2015, Open Parking (Hosea Kutako Airport)

Uns interessiert Eure Meinung zu unserer Planung.

Um evt. noch ein bis zwei Tage einzusparen und länger an einem Ort zu verweilen, haben wir noch zwei konkrete Fragen:
1. Lohnt es sich, ab Vrede den Upper Huab River Trail zu fahren oder lieber auf der Hauptroute Richtung Palmwag?
2. Wir wollen ab den Epupa Falls den Kunene Trail fahren. Lohnt es sich bis Ruacana zu fahren, um dann die C35 Richtung Etosha zu nehmen?

Schon jetzt herzlichen Dank für Eure Antworten!
Liebe Grüße vom Stanzerl
389 Beiträge · seit 200604. Mai 2015 · #2
Hallo Stanzerl,
2. Wir wollen ab den Epupa Falls den Kunene Trail fahren. Lohnt es sich bis Ruacana zu fahren, um dann die C35 Richtung Etosha zu nehmen?
wenn mich nicht alles teuscht ist das doch die Strecke die viele Vermieter ausschliessen (D3700)? Schau mal in die Mietbedingungen oder frage den Vermieter.
Bedenke auch das in den Mietwagen "Blackboxen" eingebaut sind.

Gruß Joachim
Touristen bringen Souveniers mit nach Hause. Reisende Geschichten.
Themenstarter30 Beiträge · seit 201404. Mai 2015 · #3
Vielen Dank für Deinen Hinweis Joachim, aber die Strecke ist mit unserem Vermieter abgeklärt!
Liebe Grüße vom Stanzerl
Themenstarter30 Beiträge · seit 201405. Mai 2015 · #4
Gibt's noch mehr Anmerkungen und/oder Hinweise zu unserer Reise?
Wir würden uns über Antworten sehr freuen! 🙂
Liebe Grüße vom Stanzerl
32 Beiträge · seit 201005. Mai 2015 · #5
Ein genereller Hinweis: Wenn ich richtig sehe, übernachtet Ihr zwei Wochen jede Nacht woanders. Solche Rundreisen hatten wir früher auch oft. Und dann immer wieder bemerkt, dass wir bei einigen Stationen durchaus einen oder gar zwei Tage länger gebraucht hätten, um die Landschaft richtig in uns aufzunehmen.

Unsere Empfehlung ist daher, alle paar Stationen zumindest eine zweite Nacht einzuplanen. Das gibt Euch auch dann die Kraft, die nächsten Ziele ausgeruhter anzugehen.

Euch allen eine schöne Reise!
Reisebericht Namibia: unsere persönlichen Eindrücke, jede Menge Fotos und eine handvoll Videos einer anstrengenden, aber unvergesslichen Namibia Rundreise.
2'534 Beiträge · seit 200705. Mai 2015 · #6
Also für eine erste Reise ist das ziemlich dicht das Programm.
Ich bin Teile davon heuer auch gefahren, war allerdings schon zweimal vorher dort.
Fahrt ihr das alleine?
Wenn ja, bitte bedenken, dass ihr da teilweise sehr weit weg vom Schuss seid.
Viel Wasser, zwei Reservereifen, Doppeltank und zur Sicherheit ein Sat-Phone würde ich euch da anraten.

Ich nehme einmal an, du hast dir die Strecken schon auf der Tracks4Africa Karte ausgerechnet.
Falls nicht, empfehle ich dir, die elektronische Karte von T4A zu kaufen und die Route daheim am Computer zu planen.
Dann auf ein Navi zu übertragen und dieses mitzunehmen.

Uns hat vor allem die Funktion "Sonnenuntergangszeit anzeigen" in Kombination mit "Ungefähre Ankunftszeit" gut geholfen, wir haben immer geschaut, das wir eine Stunde vor Sonnenuntergang am Ziel waren. Dann wäre noch ein wenig Spielraum bei Unvorhergesehenem gewesen.

Nachdem ihr im namibischen Winter unterwegs seid, sind die Tage kürzer, was die mögliche Fahrtzeit reduziert. Vor allem in der Gegend 5., 6., 7. und 8. Übernachtung kommt ihr einen großen Teil nur mit Maximal ~30-40 km/h voran, im Schnitt sicher nicht mehr als 30km/h. Früh wegfahren, damit ihr da ausreichend Reserven habt.

Ansonsten kann ich als Tipp nur mitgeben, dass es uns heuer fast besser getan hätte, ab und zu nur einen halben Fahrtag einzulegen. Irgendwo muss man ja auch mal niederschreiben, was man erlebt hat, muss die Fotos und Videos sichern, was immer viel Zeit kostet und möchte auch mal einfach "nix tun". 😉

lg
Wolfgang
Mit Peanut und Glück auf Namibia-Tour - RB 2015 Öfter Mal was Neues - Kaokoveld Februar 2026
5'479 Beiträge · seit 200905. Mai 2015 · #7
Bezüglich der Frage, ob sich die Strecke über Ruacana lohnt:

Ich würde das sehr spontan vor Ort entscheiden. Wenn die Ruacana Falls Wasser führen, lohnt es sich auf jeden Fall, dort vorbei zu fahren. Könnt Ihr auf der Kunene River Lodge erfragen. Ansonsten würde ich direkt via Opuwo zum Khowarib Camp fahren.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
Themenstarter30 Beiträge · seit 201405. Mai 2015 · #8
Freudenthal schrieb:
Unsere Empfehlung ist daher, alle paar Stationen zumindest eine zweite Nacht einzuplanen. Das gibt Euch auch dann die Kraft, die nächsten Ziele ausgeruhter anzugehen.
Hallo Freudenthal 🙂

genau das ist unsere Intension, wir wollen die Route so optimieren, dass wir noch 2-3 Nächte "übrig" haben.

Viele der von uns ausgesuchten Strecken sind offroad, sodass wir während der entschleunigten Fahrt schon die schöne Landschaft geniessen können.
Liebe Grüße vom Stanzerl
Themenstarter30 Beiträge · seit 201405. Mai 2015 · #9
Topobär schrieb:Bezüglich der Frage, ob sich die Strecke über Ruacana lohnt:

Ich würde das sehr spontan vor Ort entscheiden. Wenn die Ruacana Falls Wasser führen, lohnt es sich auf jeden Fall, dort vorbei zu fahren. Könnt Ihr auf der Kunene River Lodge erfragen. Ansonsten würde ich direkt via Opuwo zum Khowarib Camp fahren.
Hallo Topobär 🙂

schön, dass sich die Strecke lohnt! Also werden wir - abhangig vom Wasserstand - vor Ort entscheiden.
Liebe Grüße vom Stanzerl
Themenstarter30 Beiträge · seit 201405. Mai 2015 · #10
dergnagflow schrieb:Also für eine erste Reise ist das ziemlich dicht das Programm.
Ich bin Teile davon heuer auch gefahren, war allerdings schon zweimal vorher dort.
Fahrt ihr das alleine?
Wenn ja, bitte bedenken, dass ihr da teilweise sehr weit weg vom Schuss seid.
Viel Wasser, zwei Reservereifen, Doppeltank und zur Sicherheit ein Sat-Phone würde ich euch da anraten.

Ich nehme einmal an, du hast dir die Strecken schon auf der Tracks4Africa Karte ausgerechnet.
Falls nicht, empfehle ich dir, die elektronische Karte von T4A zu kaufen und die Route daheim am Computer zu planen.
Dann auf ein Navi zu übertragen und dieses mitzunehmen.
Hallo Wolfgang,

Wir glauben auch, dass unser Programm ziemlich straff ist und suchen noch nach Möglichkeiten, die Route zu entzerren.
Bis jetzt sind wir (leider) noch alleine unterwegs, aber vielleicht findet sich ja noch jemand, der mit uns fährt!

Wir haben sowohl die Papier-, als auch die elektronische Karte von T4A.
In Anlehnung an Deine Route, die Du uns netterweise zur Verfügung gestellt hast, haben wir unsere Reise mit garmin base camp am PC geplant. Ich kann Die gerne unseren GPS Track per PN schicken. Vielleicht hast Du ja noch den einen oder anderen Tipp! 🙂
Liebe Grüße vom Stanzerl
2'534 Beiträge · seit 200706. Mai 2015 · #11
Ah, ihr wart das 😉

Wie gesagt, ordentlich vorbereiten und eventuell vor Ort entscheiden, die Route mal abzukürzen.

Zudem, habe ich vorher vergessen: Recovery Maßnahmen anschauen und entsprechende Materialien mitnehmen. Schaufel und in eurem Fall, da ihr sicherlich keine Winde habt, einen HiLift Jack samt großer hölzerner Unterlage. Damit und mit vielen flachen Steinen bekommt ihr den Wagen recht rasch wieder raus, falls ihr euch irgendwo festfahrt.
Bitte macht euch auch vorher mit der Verwendung vertraut. Zumindest über Youtube, da gibt's einige ganz gute Anleitungen.
Gut wäre es, wenn ihr das dann vor Ort unter fachkundiger Aufsicht einmal macht, es ist nicht wirklich kompliziert, aber auf ein paar Dinge sollte man achten.

Ach ja, habe jetzt nicht nachgeschaut, aber wenn ihr in Sesfontein plant zu tanken, rechnet damit, dass ihr dort eventuell keinen Sprit bekommt. Die beiden Male, die ich bis dato dort war, gab's einmal keinen Benzin und heuer keinen Diesel. 🙁.
OK, war sicher Pech, aber heuer war's gut, dass wir noch für die Strecke bis Palmwag Sprit hatten...

lg und viel Spaß!
Wolfgang
Wolfgang
Mit Peanut und Glück auf Namibia-Tour - RB 2015 Öfter Mal was Neues - Kaokoveld Februar 2026
7 Beiträge · seit 201506. Mai 2015 · #12
Hallo Stanzerl,
ich fange jetzt zum 2. Mal an, um auf eure Frage einzugehen. Ich musste mir eure Route vor dem Schreiben etwas genauer anschauen. Wir haben Namibia bereits dreimal bereist, unter anderem auch eure Tour, allerdings im namibischen " Frühjahr ".
Also:

1. Denkt daran, es wird verflucht kalt in den Nächten, tagsüber super, nachts gut anziehen, wir hatten sogar Minusgrade.
2. Die Tage sind, wie schon von anderer Seite geschrieben, recht kurz. Gegen 16.30 Uhr sollte man das Camp-Site vor Augen haben. Einchecken, Platzwahl usw. kostet auch Zeit, bis man dann wirklich zum Zelzaufbauen kommt. Ruckzuck ist es 17.30 Uhr oder später, und die Dämmerung beginnt. Wir haben die Tagesrouten so gewählt, dass wir so gegen 16 Uhr am Platz waren. Da man morgens von den Vögelgezwitscher recht früh munter wird, waren wir meist ab 8 Uhr wieder auf der Piste. 8 Stunden zum nächsten Ziel mit Stopps sind doch genug.
3. Da ich eure Route eben nicht als Ganzes auf der Namibiakarte vor Augen habe, drängt sich der Anschein auf, dass ihr etwas zickzack fahrt. Sorry, wenn ich mich da irren sollte. Wenn dem aber so ist, würde ich die Route ev. doch noch einmaal überdenken.
4. Wenn ich eure Route lese, dann fühle ich mich ins 2009 versetzt, dem Jahr unserer 1. Reise in Namibia. Beim Gedanken " weit weg, viel sehen " war auch unsere Reise sehr überfrachtet. Namibia, wie das südliche Afrika insgesamt, infiziert uns Mitteleuropäer. Wenn ihr nicht völlig anders gestrickt seid, dann werdet ihr ganz sich nochmals hinunter fliegen. 😛
5. Und als letzter Gedanke: Wolfgang hat es schon berichtet. In dem Gebiet Epupa und südlich davon, sind die Geschwindigkeiten nicht so hoch. Und wenn ihr ev. noch keine Erfahrungen mit den Schotterstraßen habt, dauers die Tagestouren in der Regel immer länger als geplant. Ganz abgesehen, dass man ev. hier und da auch mal verweilen will.

Navi unerlässlich, sonst brauchts noch mehr Zeit für die Strecken. Es ist nicht immer so super ausgeschildert, vorallem nicht im Kaokefeld und Damaraland. In diesen Gebieten ein Sat-T mitführen.

Zum Schluß in Stickpunkte unsere Tour zur Anschauung:

Windhoek - Waterberg -Plateau - Outjo - Okaukuejo - Halali ( kann man auch weglassen ) - Namutoni - Norttor Andoni - ü Ba Osahaki Richtung - Kunene River Lodge - sind dann aber nicht D 3700 ( schwierig zu fahren !!! ), sondern 3702 + C43 - Epupa Falls - C43 Opuwo - Sesfontein - Palmwag Lodge - Tweyfelfontein - Cape Cross - Swakomund - Windhoek.

Letzter Tipp: Nehmt euch Zeit für den Etosha. Für uns ein Pflichtprogramm jeder Namibia -Reise!!!

Gute Reise und immer schön vorsichtig auf den dortigen " Straßen " sein.

Ciao
137 Beiträge · seit 201006. Mai 2015 · #13
Hallo Stanzerl,

Ihr habt eine schöne Route vor, viel Offroad, und schöne Ziele.
Mir persönlich wäre sie zu hektisch, Ihr habt fast nur Ziele mit 1 Nacht, und meistens nicht wenig "Weg" davor.
Klar ist oft "der Weg" das Ziel, aber auch die Ziele sind toll. Camping mit Versorgung, Kochen etc. braucht auch noch Zeit. Und irgendwann ist dann der Tag vorbei, und man muss früh wieder los.

Ich war schon einige Male in Namibia, viel in South Africa, und einige Male Botswana. Weniger war meistens mehr für uns, auch wenn ich/wir dann nicht alle schönen Ziele gesehen haben, aber die, die wir angefahren haben, umso intensiver, und mit viel mehr Zeit und Blick für die Details. Wir genießen gerne, den Ort, die Selbstversorgung/Grillen/Kochen, wandern rum, reden mit den Leuten (wenn welche da sind) usw.

Auch wenn es "ketzerisch" klingt, ich würde bei 3 Wochen und den anspruchsvollen Pfaden, die ihr vorhabt, entweder auf den südlichen Zipfel oder den Sambesi verzichten.

Herzliche Grüsse
Salome
Themenstarter30 Beiträge · seit 201407. Mai 2015 · #14
Waterkant schrieb:Hallo Stanzerl,
ich fange jetzt zum 2. Mal an, um auf eure Frage einzugehen. Ich musste mir eure Route vor dem Schreiben etwas genauer anschauen. Wir haben Namibia bereits dreimal bereist, unter anderem auch eure Tour, allerdings im namibischen " Frühjahr ".
Also:

1. Denkt daran, es wird verflucht kalt in den Nächten, tagsüber super, nachts gut anziehen, wir hatten sogar Minusgrade.
2. Die Tage sind, wie schon von anderer Seite geschrieben, recht kurz. Gegen 16.30 Uhr sollte man das Camp-Site vor Augen haben. Einchecken, Platzwahl usw. kostet auch Zeit, bis man dann wirklich zum Zelzaufbauen kommt. Ruckzuck ist es 17.30 Uhr oder später, und die Dämmerung beginnt. Wir haben die Tagesrouten so gewählt, dass wir so gegen 16 Uhr am Platz waren. Da man morgens von den Vögelgezwitscher recht früh munter wird, waren wir meist ab 8 Uhr wieder auf der Piste. 8 Stunden zum nächsten Ziel mit Stopps sind doch genug.
3. Da ich eure Route eben nicht als Ganzes auf der Namibiakarte vor Augen habe, drängt sich der Anschein auf, dass ihr etwas zickzack fahrt. Sorry, wenn ich mich da irren sollte. Wenn dem aber so ist, würde ich die Route ev. doch noch einmaal überdenken.
4. Wenn ich eure Route lese, dann fühle ich mich ins 2009 versetzt, dem Jahr unserer 1. Reise in Namibia. Beim Gedanken " weit weg, viel sehen " war auch unsere Reise sehr überfrachtet. Namibia, wie das südliche Afrika insgesamt, infiziert uns Mitteleuropäer. Wenn ihr nicht völlig anders gestrickt seid, dann werdet ihr ganz sich nochmals hinunter fliegen. 😛
5. Und als letzter Gedanke: Wolfgang hat es schon berichtet. In dem Gebiet Epupa und südlich davon, sind die Geschwindigkeiten nicht so hoch. Und wenn ihr ev. noch keine Erfahrungen mit den Schotterstraßen habt, dauers die Tagestouren in der Regel immer länger als geplant. Ganz abgesehen, dass man ev. hier und da auch mal verweilen will.

Navi unerlässlich, sonst brauchts noch mehr Zeit für die Strecken. Es ist nicht immer so super ausgeschildert, vorallem nicht im Kaokefeld und Damaraland. In diesen Gebieten ein Sat-T mitführen.
Salome schrieb:
Ihr habt eine schöne Route vor, viel Offroad, und schöne Ziele.
Mir persönlich wäre sie zu hektisch, Ihr habt fast nur Ziele mit 1 Nacht, und meistens nicht wenig "Weg" davor.
Klar ist oft "der Weg" das Ziel, aber auch die Ziele sind toll. Camping mit Versorgung, Kochen etc. braucht auch noch Zeit. Und irgendwann ist dann der Tag vorbei, und man muss früh wieder los.
Auch wenn es "ketzerisch" klingt, ich würde bei 3 Wochen und den anspruchsvollen Pfaden, die ihr vorhabt, entweder auf den südlichen Zipfel oder den Sambesi verzichten
Hallo Salome, Waterkant und Wolfgang 🙂

vielen herzlichen Dank für Eure ausführlichen Antworten!!! Es ist schön, wenn andere Reisende an den eigenen Plänen Interesse zeigen und Tipps geben!!!

Wir waren letztes Jahr drei Wochen in Marokko mit dem eigenen Defender zum Teil auch off road unterwegs, hatten schon Hi-Lift, Kompressor und Sandbleche im Einsatz, sind also diesbezüglich keine blutigen Anfänger.
Unser diesjähriges Mietauto, ein Toyota Bushtaxi ist mit einem Extratank und zwei Ersatzreifen ausgestattet. Außerdem werden wir ein Navi und Sat-Telefon dabei haben!
Wie Du und Deine Vorredner schon schrieben, ist unsere Tour ziemlich vollgepackt. Aber bis auf den Abstecher an den Kunene ohne Zickzackschleifen 😉

Wir haben uns nun schweren Herzens entschieden, die Blutkuppe und den Khan Riverbed Trail zu streichen. Stattdessen werden wir wahrscheinlich von Windhoek aus die B1 bis Okahandia, dann die B2 bis Usakos nehmen und an der Grossen Spitzkuppe vorbei Richtung Uis und schließlich zum Branddberg, White Lady Camping fahren.
Dort wollen wir dem Ugab Riverbed Trail bis zum Rhino Camp folgen.

Manchmal ist weniger eben mehr ...

Das sind unsere neuesten Pläne. Wir halten Euch weiter auf dem Laufenden und freuen uns über weitere Meinungen 😛
Liebe Grüße vom Stanzerl
133 Beiträge · seit 201507. Mai 2015 · #15
Hallo Stanzerl,

du hast ja schon viele hilfreiche Antworten erhalten. Auch wenn das bisher das ein oder andere Mal vielleicht durchgeklungen sein sollte, möchte ich doch noch auf folgendes hinweisen:

Ihr wollt von den Epupa Falls nach Ruacana auf dem Kunene Trail, also der D3700. Das sieht von der Strecke her auf der Karte garnicht so weit aus, nur ca. 150 km. Aber die Pad ist - da nur mit 4x4 zu befahren - in einem entsprechenden Zustand und dazu noch sehr eng. Während der Regenzeit ist die Strecke Epupa Falls - Swartbooisdrif meines Wissens nach nicht zu befahren. Wenn ihr die komplette Strecke Epupa Falls - Ruacana fahren wollt, dann solltet ihr locker 3 Tage hierfür einplanen, da man nur langsam vorankommt. Allein 2 Tage braucht man für die Strecke Epupa Falls - Swartbooisdrif. Auf diesem Abschnitt habt ihr ja schon eine Unterkunft. Etwas östlich von Swartbooisdrif direkt an der Pad liegt die "Kunene River Lodge", die würde ich euch als nächste Weges-Unterkunft empfehlen (ist ab Swartbooisdrif ausgeschildert).

Ich bin letzten September die Strecke Swartbooisdrif - Ruacana gefahren, ein wunderschöner Trail, großteils direkt am Kunene entlang, aber schon das ist eine Tour, die - mit Fotostops - etwa 3 Stunden braucht. Und ich garantiere euch, ihr werdet oft anhalten für Fotostops, Zeit dafür solltet ihr einplanen. Nur während der Fahrt aus dem Fenster rausfotografieren um Zeit zu sparen ist halt nicht der wahre Jakob.

In Swartbooisdrif kann ich eine Besichtigung des "Dorslandtrek Memorial" empfehlen (geht von der D3700 nach rechts kurz den Berg hoch und dann wieder rechts rein).

Also, das nur als Denkanstoß. Ich wünsche euch noch weiterhin eine tolle Vorfreude bei der Planung und schonmal einen schönen Urlaub.

Viele Grüße
Thomas
zuletzt bearbeitet 07. Mai 2015
Themenstarter30 Beiträge · seit 201410. Mai 2015 · #16
Hallo Thomas 🙂

vielen Dank für Deine Tipps und Wünsche!
Die Kunene River Lodge haben wir auch ausgewählt und wollen dort zwei Nächte bleiben.
Wie Du schon geschrieben hast, ist das Terrain nicht einfach, bietet aber eine tolle Landschaft!
Den Trail werden wir gemütlich und in vernüftigen Teilabschnitten fahren und dementsprechend genügend Stopps für Fotos und Futter einplanen 😛
Liebe Grüße vom Stanzerl
zuletzt bearbeitet 10. Mai 2015
137 Beiträge · seit 201011. Mai 2015 · #17
Stanzerl schrieb: Wir haben uns nun schweren Herzens entschieden, die Blutkuppe und den Khan Riverbed Trail zu streichen. Stattdessen werden wir wahrscheinlich von Windhoek aus die B1 bis Okahandia, dann die B2 bis Usakos nehmen und an der Grossen Spitzkuppe vorbei Richtung Uis und schließlich zum Branddberg, White Lady Camping fahren.
Dort wollen wir dem Ugab Riverbed Trail bis zum Rhino Camp folgen.

Das ist eine gute Entscheidung. Es fiel mir auch immer schwer, egal in welchem Land, Dinge zu streichen, die einfach schön sind. Ihr habt immer noch ein dichtes Programm, und notfalls müsst Ihr unterwegs reagieren, und etwas ändern. Aber es klingt jetzt schon viel relaxter.

Es ist gut, dass Ihr schon einige Erfahrung im Gelände habt, das wird vieles erleichtern. Trotzdem kann immer etwas sein, mit dem Fahrzeug, oder dem Gelände (Strasse nicht so gut passierbar etc.).

Ich wünsche Euch eine tolle Zeit in Namibia!

LG Salome
zuletzt bearbeitet 11. Mai 2015
126 Beiträge · seit 201311. Mai 2015 · #18
Stanzerl schrieb:6. Übernachtung, Aabadi Mountain Camp Lodge
hallo Stanzerl, nur ein kurzer Hinweis - nach unseren Erfahrungen (Oktober 2013) würden wir das Aabadi Mountain Camp unbedingt meiden. Und - nehmt euch genügend Zeit für Etosha!
viel Vorfreude und schöne Reise
lieber Gruss, marilou
Lebensträume
Themenstarter30 Beiträge · seit 201412. Mai 2015 · #19
marilou schrieb:
Stanzerl schrieb:6. Übernachtung, Aabadi Mountain Camp Lodge
hallo Stanzerl, nur ein kurzer Hinweis - nach unseren Erfahrungen (Oktober 2013) würden wir das Aabadi Mountain Camp unbedingt meiden.
Hallo marilou 🙂

vielen Dank dür Deinen post, aber warum würdest Du das Aabadi Mountain Camp meiden? Wart Ihr schon dort? Welche - schlechten - Erfahrungen habt Ihr gemacht?

Neugierige Grüße
Liebe Grüße vom Stanzerl
126 Beiträge · seit 201315. Mai 2015 · #20
hallo Stanzerl

Ja wir waren persönlich dort - sonst würde ich mich auch nicht so darüber äussern 😉 Allerdings war dies im Oktober 2013. Evtl. hat ja seither der Besitzer gewechsel? Damals war es ein hochgewachsener Holländer.

unsere ganz persönliche Erfahrungen (2 Erw. und 4 Kinder im Landrover und Bodenzelt während 3 Wochen in Namibia):

Im Aadabi Mountain Camp waren die Angestellten sehr freundlich. Der Besitzer war aber wortkarg und wich uns aus. Auch hier hatten wir Campsite, aber mit Frühstück und Nachtessen gebucht. Das Essen war mittelmässig gut und wirklich sehr sehr scharf gewürzt. Am 2. Abend verabschiedete sich der Besitzer vor dem Nachtessen (das einzige Mal, dass er länger mit uns sprach), er sei bei einem Nachbarn eingeladen, aber die Angestellten wären da und wir nicht alleine auf dem Platz (wir waren die einzigen Gäste auf dem ganzen Areal in dieser 2. Nacht). Für uns durchaus OK. Jedoch - kaum war er gegangen, hiess es, wir müssten rasch essen kommen, es sei ein Leopard in der Gegend und die Angestellten müssten sich beeilen... Nun, wenn es stimmte mit dem Leoparden durchaus verständlich - aber das hätte der Besitzer doch auch gewusst, nicht 😕

Was weit weniger lustig war, dass die ganze Familie pünktlich kurz nach Mitternacht massive Bauchkrämpfe und akuten Durchfall erlitt - die ganze Nacht, in regelmässigen Abständen von 30 Minuten musste jedes von uns 6 vors Zelt. Dabei war doch ein Leopoard da - oder doch nicht?.... Die Bauchkrämpfe mit Durchfall dauerten 24 Stunden an. Morgens war das Frühstück gedeckt, aber sonst kein Mensch zugegen, ganz anders als am Tag zuvor. Als ich mich umsah fürs Bezahlen kam die kaum Englisch sprechende Angestellte mit der vorbereiteten Rechnung... Der Besitzer wich aus resp. fuhr davon, als wir noch kurz mit ihm sprechen und uns verabschieden wollten.

Dies unsere persönlichen Erfahrungen. Deshalb empfehlen wir Aabadi nicht weiter.
Lebensträume