Start der Rundreise nach Norden oder nach Süden?

10 Antworten · 2'627 Aufrufe · gestartet 01. Feb. 2015 von Martina56
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Themenstarter573 Beiträge · seit 201401. Feb. 2015 · #1
Hallo,
ich habe festgestellt, dass 90 % der Tourempfehlungen nach Süden starten von Windhoek aus.
Wir fahren im Mai das erste Mal nach Namibia und haben geplant nach Norden zu starten (nach Motto, anders als andere:-)):

1 N Windhoek
1 N Waterberg
3 Nächste Etosha
2 N Damaraland in 3 Lodges
2 N Swakopmund
2 N Sesriem
1 N Tirasberge
1 N Lüderitz
1 N Fish River
2. N Kalahari
1 N Windhoek

Wir wollen ein 4x4 Fahrzeug mieten.

Gibt es zu dieser Tour irgendwelche Optimierungsempfehlungen? Oder sollte man sie tatsächlich doch andersherum fahren?

Danke für Eure Tipps.
2020: Februar/März Kuba und mehr https://martinasreisen.blog/ 2019 Mai/Juni: Botswana - Caprivi - Vic Falls hier im Forum https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/297741-slow-motion-runde-um-s-okavango-delta.html 2018 Sizilien, Äolische Inseln, La Reunion und mehr: https://martinasreisen.blog/ 2018 Ost-Sizilien und Liparische Inseln Reisebericht: https://www.umdiewelt.de/mTravelogue.php?t=9215&m=p 2017 Island - Spitzbergen - Nordkap - Norwegen Reisebericht: http://www.umdiewelt.de/Europa/Nordeuropa-oder-Skandinavien/Island/Reisebericht-9019/Kapitel-0.html 2016 Vietnam Reisebericht: https://www.vivien-und-erhard.de/forum/index.php?thread/9522-knapp-3-wochen-vietnam-von-s%C3%BCd-nach-nord-reisebericht/&pageNo=1 2015 Namibia Reisebericht: https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/286330-namibia-die-erste-mai-2015-ein-traum.html
2'346 Beiträge · seit 200601. Feb. 2015 · #2
Hallo Martina,

im Prinzip ist es egal. Die meisten planen ihre Tour - erst nach Süden, dann nach Norden - eher aus "dramaturgischen" Gründen so, um Etosha als Highlight am Schluss zu haben. Das muss man aber nicht unbedingt so sehen.

Ein weiteres Argument, den Norden ans Ende zu setzen, könnte sein, dass man im Falle einer Malaria-Infektion (die nur im Norden gegeben ist), bei Ausbruch wieder zu Hause sein möchte. Auch bei dem Thema kann man unterschiedlicher Meinung sein.

Ein drittes Argument wäre, dass der Norden in der Übergangszeit vom Sommer zum Winter (wozu ich den Mai zähle) nicht so stark auskühlt, wie der Süden. Von daher macht es einen gewissen Sinn, die winternähere Zeit eher im Norden zu verbringen.

Aber wie gesagt ist das Ansichtssache. Allgemeingültige Argumente gibt es für die Rundreiserichtung nicht.

Viel Spaß (sind in diesem Jahr auch wieder im April/Mai unterwegs)
Armin
1'162 Beiträge · seit 201201. Feb. 2015 · #3
Hallo Martina,

man kann einen weiteren Grund anfügen, der aber nur auf die Zeit kurz nach der Regenzeit zutrifft.
Im Süden regnet es meist weniger als im Norden, so dass die ungeteereten Straßen im Norden gewöhnlich länger verschlammt sind. Beginnt man die Reise im Süden läßt man dem Norden etwas mehr Zeit zum Trocknen.

Beste Grüße
Michael
7x Namibia, 2x S-Afrika, ca. 45x Atlantische Inseln (Kapverden > 25x, Kanaren, Madeira, Azoren); 7x W-Afrika (Senegal, Guinea Bissau, Gambia, Sierra Leone), Marokko, Tunesien, Jemen, Madagaskar, USA, Kanada, Costa Rica, ziemlich viel ME & SE rauf und runter und kreuz und quer
4'140 Beiträge · seit 200901. Feb. 2015 · #4
Hallo Martina,
ich bevorzuge die Tour im Norden zu beginnen. Wenn ich dann Etoscha hinter mir habe, freue ich mich schon mal viele Tiere gesehen zu haben und kann den Rest dann entspannter angehen.
Das ist aber nicht der Hauptgrund. Ich fahre dann oft durch das Damaraland nach Süden und dann auch durch die Berge nach Süden. Grund: Die Sonne steht im Norden und beleuchtet mir so die Landschaft, während ich anders herum gegen die Sonne fahre. Eine gut beleuchtete Landschaft aber animiert mich eher zu Fotos als eine etwas milchig blaue, wenn ich gegen die Sonne fahre.
Das trifft natürlich in erster Linie für unsere Sommermonate zu und nicht für die Wintermonate, weil dann die Sonne über dem südlichen Wendekreis (21. Juni) senkrecht steht, also die nördlichen Teile Namibias von Süden her beleuchtet werden. Der Wendekreis (Tropic of Capricorn) liegt z.B. etwa 10km südlich von Rehoboth. Im Mai wird es für die mittleren Teile Namibias unter diesem Aspekt ziemlich egal sein, in welche Richtung du fährst.
Gruß:
Burschi
21x Namibia, 6x Botswana, 6x Südafrika, 4x Simbabwe, 2x Sambia, 1x Tansania, 2x Kenia, 1x Mauritius, 1x Sansibar
3'491 Beiträge · seit 200601. Feb. 2015 · #5
Hallo Martina,
vor allem anderen - herzlich willkommen im Forum.
Zu Nord oder Süd wurde ja bereits erschöpfend und - wie von Armin gewohnt - begründet geantwortet. Dem ist nichts hinzuzufügen - bis auf meine Bemerkung, dass Ihr Euch für die kurze Zeit zuviel vorgenommen habt. Bei nur 17 Tagen Norden und Süden "abgrasen" zu wollen, ist m.E. einfach zu viel. Nur werde ich Euch vermutlich davon nicht abbringen können. Deshalb 2 Vorschläge, die die Tour etwas beruhigen würden: Waterberg muss nicht unbedingt sein und schon gar nicht nur für 1 Nacht. Ihr könnt problemlos von Windhoek in einem Rutsch bis Etosha fahren. Das sind zwar ca. 500 km, aber alles Teerstraße, so dass Ihr dafür bestenfalls 5 Std. rechnen müsst. Die Tirasberge als Zwischenstation für die Fahrt von Sesriem nach Lüderitz machen zwar Sinn, aber Ihr werdet weder von den Tirasbergen noch von Lüderitz etwas haben, weil Eure Aufenthaltsdauer dort zu kurz ist. Daher mein Vorschlag: fahrt von Sesriem in einem Rutsch bis Aus ( Klein Aus Vista) und bucht dort für 2 oder gar 3 Nächte.So hättet Ihr genug Zeit für einen Tagesausflug nach Kolmanskuppe und könnt sogar noch die Wildpferde von Garub besuchen. Zudem verkürzt sich die anschließende Tour bis zum Fish-River-Canyon um mehr als 100 km, so dass Ihr dort so früh ankommt, dass Ihr auch noch den Sonnenuntergang am Canyon erleben könnt.
Nur am Rande bemerkt: ein 4x4-Fahrzeug braucht Ihr für die geplante Tour nicht unbedingt. Den Mehrpreis könnt Ihr Euch sparen.
Gruß Joli
1'794 Beiträge · seit 201301. Feb. 2015 · #6
Hallo Martina,herzlich Willkommen im Forum! Habt ihr alle Unterkünfte schon fest gebucht, wenn nicht würde ich die 3 einzelnen Nächte und damit den Süden streichen-ist schon ein ganz schönes Gehetzte, da bleibt echt kaum Zeit für Aktivitäten/Besihctigungen!

Die gewonnen Tage in Swakop,Erongo oder Etosha investieren, so ist die Reise echt entspannter!

...und bei der ersten Reise würde ich die Tour tatsächlich mit Etosha am Ende machen!

2Nächte Damaraland in 3 Lodges...wie schafft man das denn 😉 😐 🤨 !

Viel Spaß beim Planen!

LG NOGRILA
zuletzt bearbeitet 01. Feb. 2015
50 Beiträge · seit 201401. Feb. 2015 · #7
hallo Martina

die Tour erscheint mir schon sehr lang... aber durchaus machbar.
Überlegt mal ob eine Fahrt ins Diamantensperrgebiet von Lüderitz aus für euch interessant sein könnte? Da bräuchtet ihr aber in Lüderitz 2X Übernachtung!

ha918bdc.jpg


Ist auch nur als geführte Tour mit Anmeldung möglich!

Gruß Volker
Themenstarter573 Beiträge · seit 201401. Feb. 2015 · #8
Hallo Nogrila,

habe mich verschrieben. Natürlich 2 Lodges im Damaraland:-)


Gruß
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312 Beiträge · seit 201301. Feb. 2015 · #9
Hallo Martina,

wir sind auf der ersten Tour auch via Waterberg/Etosha gestartet und die Reihenfolge hat uns super gefallen. Das ist wirklich einfach Geschmackssache. Was ich kritischer finde, ist die Gesamtstrecke für 17 Tage...das ist im Süden nur ein Gehetze.

Waterberg ist für eine Nacht m. E. eine zu weite Anfahrt auf Piste...da bleibt wenig Zeit, etwas zu unternehmen. Sehen kann man ihn auch im Vorbeifahren.

Wir hatten volle 3 Wochen und unser südlichster Punkt war der Tok Tokkie Trais - also ca. 120 km südlich von Sossusvlei. Den Süden haben wir in die nächste Reise rein gepackt 😉

Viel Spaß beim Planen
DoNo
Themenstarter573 Beiträge · seit 201401. Feb. 2015 · #10
Vielen Dank Euch allen für Eure Tipps und Kommentare. Ich werde sie bestimmt teilweise in meine weitere Detailplanung mit einfliessen lassen.
Es ist so spannend. aber das wisst Ihr ja alle selbst. 😄 🙂

Martina
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7'296 Beiträge · seit 200601. Feb. 2015 · #11
joli schrieb:Waterberg muss nicht unbedingt sein und schon gar nicht nur für 1 Nacht. Ihr könnt problemlos von Windhoek in einem Rutsch bis Etosha fahren.
... Waterberg würde ich mir auch sparen, wenn nicht gerade geschichtliches Interesse für einen Besuch spricht. Ansonsten würde ich auch in einem Stück durchfahren und den so gewonnenen Tag z.B. an der Spitzkoppe verbringen.
Nur am Rande bemerkt: ein 4x4-Fahrzeug braucht Ihr für die geplante Tour nicht unbedingt. Den Mehrpreis könnt Ihr Euch sparen.
... ein 4x4-Fahrzeug macht vielleicht auf den Fotos mehr her, aber brauchen werdet ihr den sicherlich nicht.
Armin schrieb:Ein weiteres Argument, den Norden ans Ende zu setzen, könnte sein, dass man im Falle einer Malaria-Infektion (die nur im Norden gegeben ist), bei Ausbruch wieder zu Hause sein möchte. Auch bei dem Thema kann man unterschiedlicher Meinung sein.
... für mich wäre dies z.B. auch ein möglicher Grund, allerdings nicht im Mai.
Und ich möchte auch im Falle einer Infektion nicht zuhause sein, sondern mir nicht den Urlaub versauen, indem ich unterwegs einige Tage flachliege. Erkennen und behandeln kann man Malaria in Namibia genauso gut oder ggf. besser als in Deutschland (je nachdem, bei welchem Arzt man in beiden Ländern so landet).

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...